Fussball allgemein

  • Die Klubs aus der Premier League haben in diesem Sommer für neue Spieler die Rekordsumme von umgerechnet 2,2 Milliarden Franken ausgegeben. Die Gesamtsumme übertrifft den bisherigen Rekordwert, der vor 5 Jahren erreicht wurde, um 580 Millionen Franken.

    Gemäss der BBC haben die 20 Klubs in der am Donnerstag zu Ende gegangenen Transferperiode mehr Geld in Neuverpflichtungen investiert als die Topligen Spaniens, Italiens und Deutschlands zusammen. Einen Rekord der besonderen Art stellte Aufsteiger Nottingham Forest auf, der für 21 Spieler (darunter Freuler) 173 Millionen Franken ausgab. :haare:

    (Teletext)


    ...isch scho unglaublich

  • Die Klubs aus der Premier League haben in diesem Sommer für neue Spieler die Rekordsumme von umgerechnet 2,2 Milliarden Franken ausgegeben. Die Gesamtsumme übertrifft den bisherigen Rekordwert, der vor 5 Jahren erreicht wurde, um 580 Millionen Franken.

    Gemäss der BBC haben die 20 Klubs in der am Donnerstag zu Ende gegangenen Transferperiode mehr Geld in Neuverpflichtungen investiert als die Topligen Spaniens, Italiens und Deutschlands zusammen. Einen Rekord der besonderen Art stellte Aufsteiger Nottingham Forest auf, der für 21 Spieler (darunter Freuler) 173 Millionen Franken ausgab. :haare:

    (Teletext)


    ...isch scho unglaublich

    Und dem Volk gehts immer dreckiger..


    Wobei 21 Spieler für 173 Mio. ja eigentlich keine grosse Summe ist, eher wohl wegen den 21 Spielern... für diese Summe kauft ManU gerade mal zwei (überteuerte) Spieler.

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    Und dem Volk gehts immer dreckiger..


    Wobei 21 Spieler für 173 Mio. ja eigentlich keine grosse Summe ist, eher wohl wegen den 21 Spielern... für diese Summe kauft ManU gerade mal zwei (überteuerte) Spieler.

    Aber wenn für ein Warhol dieses Jahr USD 195 Mio. gezahlt wird - "kräht kein Hahn".

    Ist halt Angebot und Nachfrage und wer die Knete hat. Und wie viel kosten die Yachten? etc. etc. etc. - der Wahnsinn ist nicht nur im Fussball verankert.

  • Das Geld ist vorhanden, also wird es ausgegeben. Somit kann es jemand wieder verdienen.


    Schlimm wäre es wenn es nicht ausgegeben würde, denn auf der Bank nützt es niemandem was.

    stimmt!


    gibt aber noch eine verrückte variante, welche barcelona im moment zelebriert. soviel geld wie die teebeutel ausgeben, obwohl man es nicht hat! ich bin in spanien seit über 40 jahren barca fan, einerseits wegen cruyff mit seinem genialen fussball als spieler aber auch als trainer. andererseits aus dem grund, weil sie nicht wie die königlichen idioten einfach immer alles zusammenkauften, sondern mit "la masia" eine geniale jugendabteilung haben und sehr strukturiert vorgegangen sind.


    tempi passati...

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    Wie hier im Forum abgemacht waren Snowcat und ich mit Anhang heute in Altach beim Spiel gegen Rapid Wien. Für mich eine Anfahrt von 35 Minuten, da bin ich sonst nicht mal in Winterthur. Gäste Block (90 Minuten Dauersupport) prall gefüllt mit Rapid Fans, mit dem PW dauert die Fahrt 6 Stunden, mit dem Bus wohl noch etwas länger! 5400 Zuschauer im Kleinstadion das 8500 fasst. Wegen dem Niveau muss man nicht hingehen, Altach ist letzter und Rapid kommt diese Saison auch nicht in die Gänge, gegen Vaduz international ausgeschieden. Für uns trotzdem ein schöner Nachmittag in einem Stadion wie früher wo man schneller ein Bier kriegt in der Pause als im Letzi! Anschliessend schönes Dinner hoch über dem Bodensee mit meiner holden, ein toller Tag ging zu Ende!


    Altach-Rapid 0:1


    Befreiungsschlag: Demir schießt Rapid zum Sieg
    Es ist der erste Sieg seit Ende Juli für die Mannschaft von Feldhofer:
    www.laola1.at

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    Milliarden in der Premier League

    Energiekrise? Krieg? Pandemie? Hier gibt es das alles nicht

    Die Premier League zeigt sich auf dem Transfermarkt noch verschwenderischer als sonst – Politiker finden das abstossend, die Fans dagegen bekommen die gewünschte Unterhaltung.

    Thomas Schifferle
    Thomas Schifferle (TA)
    Publiziert heute um 11:15 Uhr


    Ein erstes Tor für 95 Millionen Franken: Antony, der teuerste Spieler in der Premier League, jubelt nach seinem 1:0 für Manchester United gegen Arsenal.


    Ein erstes Tor für 95 Millionen Franken: Antony, der teuerste Spieler in der Premier League, jubelt nach seinem 1:0 für Manchester United gegen Arsenal. Foto: Andy Hooper (picture alliance / Solo Syndication)

    Hat es einmal Corona gegeben? Leere Stadien, weil nicht gespielt wurde, und leere Stadien, als wieder gespielt wurde? Hat es die Gedanken wirklich gegeben, dass sich wegen einer Pandemie etwas nachhaltig verändern könnte? Oder wegen eines Krieges, wegen einer Energiekrise, wegen einer Inflation und steigender Lebensmittelpreise?

    Einen Ort gibt es, der unberührt ist davon, der so tut, als sei er stärker als jede Krise. Er heisst Premier League. 2,25 Milliarden Franken haben ihre zwanzig Clubs in diesem Sommer für neue Spieler ausgegeben. Viele haben sich ausgetobt, als hiesse die Frage für sie nur: Was kostet die Welt?

    2,25 Milliarden sind mehr als die anderen vier Topligen Europas zusammen, La Liga, die Serie A, die Bundesliga und die Ligue 1. Es mag erschrecken, wie sehr die Premier League dem Rest zumindest wirtschaftlich entrückt ist. Europa braucht gar keine Super League mehr. Es hat sie schon auf der Insel.

    Manchester City, Liverpool, Tottenham und Chelsea heissen die vier Vereine, die diese Woche in die Champions League starten. Sie gehören automatisch zum engeren oder zumindest zum erweiterten Favoritenkreis. Die Konkurrenz für sie lässt sich an einer Hand abzählen.

    Dazu gehört natürlich Real Madrid, der Titelverteidiger und Rekordsieger; dann Barcelona dank seiner besonderen Rechenkünste; Bayern München, weil Bayern immer ernst zu nehmen ist; und schliesslich das aus Katar finanzierte Paris St-Germain, weil es für sein Personal noch mehr ausgeben kann als das Abu-Dhabi-alimentierte Manchester City, 500 gegenüber 400 Millionen in der Saison 2020/21. Nur die Serie A fehlt in diesem Favoritenkreis, trotz der grossen Namen von Juventus, Milan, Inter und Napoli.


    Müssen sie sich schämen?


    In England haben sich die ersten Politiker zu Wort gemeldet, die den Investitionen in neue Spieler nichts abgewinnen mögen. Wenn so etwas in einer Lebenskostenkrise passiere, sagt der Labour-Parlamentarier Clive Efford, dann unterstreiche das nur den Wahnsinn, der im Fussball regiere. Efford ist kein Fussball-fremder Abgeordneter, er besitzt eine Saisonkarte beim FC Millwall. Trotzdem sagt er auch: «Die Clubs sollten sich schämen.»

    Die Clubs sind in den Händen von Milliardären, von Oligarchen, Scheichs, Staaten und Hedgefonds. Zwölf der zwanzig in der Premier League sind komplett in ausländischem Besitz, zwei weitere sind es zu 80 Prozent. Sieben haben allein diesen Sommer Transfers getätigt, die 50 Millionen Franken und mehr kosteten. Chelsea ist vorneweg gestürmt mit insgesamt 282 Millionen.

    Todd Boehly, das Gesicht der Besitzer, die den Club von Roman Abramowitsch übernommen haben, führte sich auf wie in einem Süsswarenladen. So zumindest beschreibt das Gary Neville, der frühere Spieler und heutige TV-Experte. Sein Bild passt perfekt, wenn man Boehly strahlend an der Seite der neuen Spieler sieht. Strahlen wie ein Fan: Chelsea-Mitbesitzer Todd Boehly mit den neu verpflichteten Denis Zakaria (links) und Pierre-Emerick Aubameyang.


    Strahlen wie ein Fan: Chelsea-Mitbesitzer Todd Boehly mit den neu verpflichteten Denis Zakaria (links) und Pierre-Emerick Aubameyang. Foto: Getty Images

    Alle profitieren von einem Markt, der für den Reichtum der Premier League steht. Die Fans und Marketingabteilungen haben die Unterhaltung, die sie wollen, die Spieler und Agenten haben immer mehr Geld. Zur Liga gehören eben nicht nur Besitzer wie der saudische Public Investment Fund, der sich Newcastle einverleibt hat und auf einem geschätzten Vermögen von 580 Milliarden sitzt.

    Dazu gehört auch ein Fernsehvertrag, der alles in den Schatten stellt. 5,1 Milliarden Pfund zahlen lokale Sender für die drei Jahre bis 2025, gar 5,3 Milliarden bringt der Verkauf der Auslandrechte ein. Macht umgerechnet total 11,76 Milliarden Franken oder 3,92 Milliarden pro Saison.


    Alles begann 1992 mit Sky


    Da lässt sich schon einmal mit grosszügiger Hand anrichten. Nottingham Forest verpflichtete 21 Spieler, Nottingham mag der Meistercupsieger von 1979 und 1980 sein, aber er ist auch nur ein Verein, der erstmals nach 23 Jahren wieder in die Premier League aufgestiegen ist. 162 Millionen legte er für seine Transfers aus, unter anderem 9 Millionen für den Schweizer Nationalspieler Remo Freuler.

    Auch die Schweizer Liga profitiert von Geld, das auf der Insel im Überfluss vorhanden ist. Zumindest tut das der FC Zürich, weil Leeds United am letzten Tag der Transferperiode bereit ist, doch noch rund 4,5 Millionen für Wilfried Gnonto auszugeben. Wenn Gnonto sich irgendwann in der rauen Welt der Premier League durchsetzt, kann sich Leeds dazu gratulieren. Wenn nicht, dann hält sich der Verlust in engen Grenzen. 4,5 Millionen gelten in England inzwischen als Schnäppchen.

    Als die Premier League 1992 gegründet wurde, litt der englische Fussball unter dem Hooligan-Problem und den Nachwirkungen der Stadionkatastrophen von Heysel und Hillsborough. Da kam es gerade recht, dass der Bezahlsender Sky Inhalt für sein Programm suchte und einstieg. Am Anfang zahlte er dafür 43 Millionen im Jahr. Heute erhält allein ein Absteiger dreimal mehr aus dem TV-Vertrag.

    Der Anteil an ausländischen Spielern beträgt auch nicht mehr nur 5, sondern rund 60 Prozent. Die Trainer sind auch nicht mehr nur Briten oder Iren, sondern mehrheitlich Ausländer, vor allem die erfolgreichen wie Guardiola, Klopp und Tuchel. Die Veränderung schlägt mit hohen Kosten zu Buche.

    Das CIES Football Observatory in Neuenburg hat für die zehn Transferperioden zwischen 2013 und 2022 Transferausgaben von 18,26 Milliarden Franken für die englischen Spitzenclubs errechnet. Bei Einnahmen von 8,76 Milliarden ergibt das netto Aufwendungen von 9,5 Milliarden. Italien kommt im gleichen Zeitraum auf 1,4 Milliarden, Spanien wie Deutschland auf 800 Millionen. Frankreich dagegen hat ein Plus von 350 Millionen erwirtschaftet, vor allem dank der Gelder aus England.


    3,8 Milliarden für die Löhne


    Manchester United verpflichtet kurz vor Transferschluss für 95 Millionen den Brasilianer Antony von Ajax Amsterdam, nachdem erste Angebote von 70 oder 80 Millionen noch abgelehnt worden sind. Gleichzeitig kann es sich die United erlauben, Cristiano Ronaldo Match für Match auf die Ersatzbank zu setzen. Ronaldo ist immerhin der Rekordspieler der Champions League mit 183 Einsätzen und 140 Toren. Und der höchstbezahlte Spieler in England mit einem Wochenlohn von 580’000 Franken.

    Am Sonntag schaut Ronaldo von draussen zu, wie Antony bei seinem Debüt das 1:0 gegen Arsenal erzielt. Nach einer Stunde darf er ihn ersetzen.

    «Der Fussball muss zurück auf die Erde gebracht werden», sagt Ian Mearns, ein Labour-Parlamentarier auch er. Dass die Spieler im Jahr ein Vielfaches von dem verdienen, was Arbeiter in ihrem Leben nicht verdienen, das stösst ihn ab. Und daraus folgert er: «Der Fussball scheint sich von der Realität normaler Bürger weit entfernt zu haben.» 3,8 Milliarden zahlten die Clubs ihren Angestellten in der Saison 2020/21.

    Mearns liegt zum einen falsch. Der Fussball scheint sich nicht nur von der Realität entfernt zu haben. Er hat das finanziell längst. Zum anderen aber lässt Mearns eines ausser Acht: Es sind genau die normalen Bürger, die ebendiese überteuerten Spieler sehen wollen und ihretwegen ins Stadion gehen.

    Zur Not könnte Mearns Gefallen finden an der Super League. Die Vereine in der Schweiz haben jetzt nur 20 Millionen für Spieler ausgegeben.

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    Mearns liegt zum einen falsch. Der Fussball scheint sich nicht nur von der Realität entfernt zu haben. Er hat das finanziell längst. Zum anderen aber lässt Mearns eines ausser Acht: Es sind genau die normalen Bürger, die ebendiese überteuerten Spieler sehen wollen und ihretwegen ins Stadion gehen.

    Zur Not könnte Mearns Gefallen finden an der Super League. Die Vereine in der Schweiz haben jetzt nur 20 Millionen für Spieler ausgegeben.

    Und viel wichtiger als das Stadion: Sie schauen es sich am TV an!

  • Recherche zur Fussball-WM in Katar – Er ist gestorben, damit wir Fussball schauen können
    Am 20. November beginnt die WM in Katar. Die Stadien wurden von Wanderarbeitern gebaut. Tausende von ihnen sind nun tot. Zum Beispiel Ranjit Chaudhari. Unser…
    www.tagesanzeiger.ch


    Er ist gestorben, damit wir Fussball schauen können

    Am 20. November beginnt die WM in Katar. Die Stadien wurden von Wanderarbeitern gebaut. Tausende von ihnen sind nun tot. Zum Beispiel Ranjit Chaudhari. Unser Autor ist nach Nepal gereist und hat die Angehörigen getroffen.


    Die beiden Brüder sind in dieser Nacht gemeinsam in die Heimat geflogen. Der eine schlief die meiste Zeit auf seinem Sitz zwischen vielen anderen Wanderarbeitern, der andere lag in einer Holzkiste im Frachtraum des Flugzeugs von Qatar Airways, Flugnummer QR 644 von Doha nach Kathmandu. Nun ist es 3.30 Uhr, nepalesische Zeit, und der eine, der noch lebt, wartet vor einem drei Meter hohen Metalltor am Flughafen in Kathmandu auf die Holzkiste mit dem toten Körper seines Bruders darin.

    Es ist noch dunkel, irgendwo bellen Hunde. Neonstrahler tauchen den lebenden Bruder in fahles Licht. Er trägt Jeans, ein blaues Oberhemd und auf dem Rücken einen neongelben Rucksack: sein einziges Gepäck nach neun Monaten in Katar. Die beiden Brüder haben dort auf Baustellen gearbeitet. Der eine hat Fahrstühle installiert, der andere Feuermelder. In Katar wird viel gebaut, denn im November 2022 beginnt dort die Fussball-Weltmeisterschaft.

    Ein Soldat öffnet das Tor. Der Bruder eilt in den dahinterliegenden Hof. Ein Bekannter, der aus ihrem Heimatdorf zur Unterstützung gekommen ist, begleitet ihn zu der Holzkiste, die auf einer Bahre liegt. Die beiden Männer schieben die Bahre aus dem Tor hinaus zu einem verbeulten Geländewagen mit offener Ladefläche.

    Zwei Mitarbeiter des Foreign Employment Board, einer nepalesischen Behörde, die sich um die Anliegen der Wanderarbeiter kümmert, helfen dabei, die Kiste auf die Ladefläche zu wuchten. Einer der Mitarbeiter schiebt sie mit dem Fuss noch ein paar Zentimeter weiter. Der andere mahnt, die Kiste auf der Ladefläche gut festzubinden, weil der Weg sehr kurvig sei.

    Dann steigen die vier Männer in die Fahrerkabine, die eigentlich nur für zwei Personen ausgelegt ist. Der Bekannte sitzt auf dem Schoss des Bruders, den man in der Enge kaum noch sieht. Die Fahrt in ihr Heimatdorf, in dem der Leichnam noch an diesem Tag verbrannt werden soll, wird etwa sechs Stunden dauern.

    In Nepal leben 40 Prozent der Menschen in Armut. Am Flughafen in Kathmandu beginnt für viele von ihnen ein Traum, der für manche in einer Holzkiste endet.

    Während der Geländewagen in der Nacht verschwindet, warten vor dem sogenannten Wanderarbeiter-Gate die ersten Reisenden dieses Tages darauf, dass die Check-in-Schalter geöffnet werden. Die meisten internationalen Flüge gehen heute in die Länder am Persischen Golf: nach Saudi-Arabien, Kuwait, Dubai und allein vier nach Doha, Katar.

    Am Flughafen in Kathmandu beginnt für viele ein Traum, der für manche in einer Holzkiste endet. Mindestens vier Millionen Nepalesinnen und Nepalesen sind zwischen 2009 und 2019 von hier ins Ausland geflogen, um dort als Putzkräfte oder Nachtwächter oder auf dem Bau zu arbeiten.


    Wegen der Corona-Pandemie sanken die Zahlen dann, seit 2022 steigen sie wieder. Zwischen dem 15. Mai und dem 15. Juni dieses Jahres wurden mehr als 62’000 Arbeitsgenehmigungen für Wanderarbeiter ausgestellt. Das bedeutet durchschnittlich rund 2000 Wanderarbeiter am Tag, die sich am Flughafen in Kathmandu von ihren Familien verabschieden. Letzte Fotos werden geschossen, weisse Stofftücher um Hälse gelegt, um den Reisenden Glück zu wünschen.

    Fachleute schätzen, dass etwa ebenso viele Nepalesinnen und Nepalesen ohne Genehmigung zum Arbeiten ins Ausland gehen. In Nepal leben etwa 30 Millionen Menschen, davon rund 40 Prozent in Armut, wenn man der Definition der Weltbank folgt, das heisst von 3.20 US-Dollar oder weniger am Tag.

    Das Land am Himalaja, das für viele Trekkingtouristen ein Sehnsuchtsort ist, zählt zu den ärmsten der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2021 bei etwa 1100 Franken. Deshalb ist der Flughafen in Kathmandu einer der bedeutendsten Startpunkte einer Massenbewegung, die von den Ländern Südostasiens in die am Persischen Golf führt.

    Für Nepalesinnen und Nepalesen führt sie vor allem nach Katar. In dem Land, das dank seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen zu den reichsten der Welt gehört, leben mittlerweile rund 2,7 Millionen Menschen. Vor zehn Jahren waren es nur 1,7 Millionen, vor zwanzig Jahren 0,6 Millionen. Allerdings besitzt nur jeder Zehnte der 2,7 Millionen Einwohner einen katarischen Pass. Mehr als doppelt so viele, rund 22 Prozent der Einwohner, sind Inder, je 12,5 Prozent Nepalesen und Bangladesher. Katar ist ein Land der Wanderarbeiter, insbesondere seit der Vergabe der Fussball-WM an das Land im Jahr 2010.

    Lohndiebstahl, Zwangsarbeit: Amnesty International und Human Rights Watch haben Hunderte Belege gesammelt, die dokumentieren, wie Wanderarbeiter in Katar ausgebeutet werden.

    Wenn am 20. November das Eröffnungsspiel der WM angepfiffen wird – Katar gegen Ecuador–, werden Hunderte Millionen Fernsehzuschauer Stadien sehen, die von diesen Wanderarbeitern errichtet wurden. Von den acht WM-Stadien in Katar wurden sieben neu gebaut und eines saniert und vergrössert, denn es gab und gibt in dem Land keine bedeutende Fussballkultur. Katar hat sich noch nie für eine WM qualifiziert. Mehr als hundert Hotels wurden gebaut, ausserdem Strassen und ein neues U-Bahn-System. Der Flughafen wurde erweitert.

    Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg schätzt die Gesamtkosten für die WM-Infrastruktur auf 250 Milliarden Franken. Vertreter Katars sprechen von 190 Milliarden Franken.

    So oder so: Es wird klar die teuerste WM der Fussballgeschichte. Die vorangegangene WM in Russland soll laut offiziellen Angaben rund zehn Milliarden Franken gekostet haben.

    Die Entscheidung, die WM nach Katar zu vergeben, wurde von Anfang an heftig kritisiert: von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch, aber auch von Fussballfunktionären wie dem früheren Präsidenten des Deutschen Fussball-Bundes, Theo Zwanziger, der Katar als «Krebsgeschwür des Fussballs» bezeichnete.

    Die Gründe für die Kritik liegen auf der Hand: Vertreter Katars sollen Wahlmänner des Weltfussballverbandes Fifa bestochen haben; Meinungsfreiheit und Frauenrechte sind in dem Land, das von der Herrscherfamilie Al Thani autoritär regiert wird, stark eingeschränkt; offen gelebte Homosexualität kann mit mehreren Jahren Haft bestraft werden; und für viele der Millionen Wanderarbeiter sind die Arbeitsbedingungen eigentlich unerträglich.

    Amnesty International und Human Rights Watch haben Hunderte Belege gesammelt, die dokumentieren, wie die Wanderarbeiter in Katar ausgebeutet wurden und immer noch werden. Es geht unter anderem um Lohndiebstahl, Zwangsarbeit, verdreckte Massenunterkünfte, das Verbot, sich in Gewerkschaften zu organisieren, und um das berüchtigte Kafala-System, das im Kern eine menschenunwürdige Abhängigkeit der Wanderarbeiter von ihren Arbeitgebern schafft, weil diese zustimmen müssen, wenn ein Arbeiter den Job wechseln will.

    Politisch brisanteste WM der Fussballgeschichte

    Das Kafala-System, das Arbeiter quasi zu Leibeigenen macht und in unterschiedlicher Form in vielen Ländern der Golfregion existiert, wurde in Katar 2020 reformiert und damit ausser Kraft gesetzt, zumindest auf dem Papier. Dieser Schritt war Teil eines Versprechens der katarischen Regierung, die Arbeitsbedingungen im Land grundlegend zu verbessern. 2021 wurde zum Beispiel der monatliche Mindestlohn von umgerechnet 198 Franken auf 263 Franken erhöht. Für den Fall, dass Arbeitgeber Löhne nicht auszahlen, wurde ein Hilfsfonds aufgelegt.

    «Die Fortschritte bei den Menschenrechten, insbesondere bei den Arbeitnehmerrechten, sind unglaublich», sagte der Fifa-Präsident Gianni Infantino in einem Interview mit dem Sportsender Sky. Amnesty International beklagt hingegen, dass sich innerhalb der katarischen Wirtschaft zunehmend Widerstand gegen die Reformen bilde und erste Fortschritte rückgängig gemacht worden seien.

    «Wir vom SFV haben uns für den Dialog und gegen einen Boykott entschieden und wollen uns aktiv in dieses Thema einbringen.»
    Dominique Blanc, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands

    Die WM in Katar wird wohl auch eine der politisch brisantesten der Fussballgeschichte werden. In Norwegen zum Beispiel gab es eine ernsthafte Debatte, die WM zu boykottieren (allerdings qualifizierte sich die Nationalmannschaft dann nicht). Ein niederländisches Unternehmen, das den Rasen für die WM-Stadien liefern sollte, lehnte den Auftrag mit Verweis auf die Ausbeutung der Arbeiter in Katar ab – und wurde so, für kurze Zeit, weltbekannt.

    Dominique Blanc, Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) kommentierte einen möglichen Boykott der WM 2022 auf Anfrage: «Wir vom SFV haben uns für den Dialog und gegen einen Boykott entschieden und wollen uns aktiv in dieses Thema einbringen. Wir haben uns den Austragungsort nicht ausgesucht, wollen aber die Zeit vor, während und nach der WM unter dem Brennglas der Öffentlichkeit nutzen, um uns für die nachhaltige Einhaltung der Menschen- und Arbeiterrechte in Katar einzusetzen. Der SFV setzt sich im Bereich seiner Möglichkeiten als Sportverband und in der Arbeitsgruppe Menschenrechte für die Arbeiterrechte in Katar ein. Das Schweizer Nationalteam unterstützt die Position des Verbandes. Im März 2021 wurde der Mannschaftsrat der Nati in die Debatte miteinbezogen.»

    Ständig geht es vor dieser WM um Symbole und deren Wert. Auch die Verantwortlichen des FC Bayern München können sich dem nicht entziehen. Im Juli 2022 diskutierten sie öffentlich mit dem katarischen Botschafter und zwei Fanvertretern über die Menschenrechtslage in Katar. Der FC Bayern wird von Qatar Airways gesponsert. Kritische Fans fordern, dass dieser Vertrag nicht verlängert wird.

    Dass ein sportliches Grossereignis die Kraft hat, das Gastgeberland zu demokratisieren und zu liberalisieren – eine Wandel-durch-Handel-Theorie –, behauptet heute öffentlich wohl nur noch der Fifa-Präsident Infantino, der sich auf die «beste Weltmeisterschaft der Geschichte» freut. Die meisten anderen werden wohl eher an Putins Russland denken, zuletzt Ausrichter einer WM und olympischer Winterspiele, das mittlerweile die Ukraine angegriffen hat.

    Auffällig viele «Suizide», kaum Entschädigungen

    Beim Länderspiel Deutschland gegen Italien, das im Juni 2022 stattfand, reckten einige ein Banner in die Luft, das für die Zuschauer vor den Fernsehern gut zu lesen war: «15’000 Tote für grosse Kulissen – Fifa und Co. ohne Gewissen».

    Wie viele Menschenleben hat die WM in Katar gekostet? Eine Frage, die die grosse Party, zu der die WM werden soll, tatsächlich stören könnte. Dass Arbeiter auf den Baustellen und in den Massenunterkünften gestorben sind, bezweifeln auch die Katarer nicht. Die Frage ist, wie viele Tote es sind. Und warum sie starben. Lag es an den Arbeitsbedingungen?

    Die Zahl 15’000 stammt aus einem Bericht von Amnesty International. Viele Medien verbreiteten sie, ohne zu erwähnen, wie ungenau die Zahl ist. Denn sie umfasst sämtliche Ausländer, die in den Jahren 2010 bis 2019 in Katar gestorben sind. Also Wanderarbeiter wie Touristen, Kinder wie Männer. In dem Amnesty-Bericht wird explizit auf diese Ungenauigkeit hingewiesen. Die Daten, die Katar veröffentlicht, ermöglichten keine genauere Analyse.

    Oft zitiert wird auch die Zahl 6500. Etwa so viele Wanderarbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesh und Sri Lanka sind laut einer Recherche von «The Guardian» zwischen 2011 und 2020 in Katar gestorben. Der «Guardian» bezieht sich auf Daten aus diesen Ländern.

    Unter den 6500 Gestorbenen sind 1641 Nepalesinnen und Nepalesen, fast alle sind Männer. Die Zahl wird greifbarer, wenn man sie in einen Durchschnittswert umrechnet: Demnach starb jeden dritten Tag ein Nepalese in Katar.

    Diese Männer hinterlassen Ehefrauen und Kinder, Brüder und Schwestern, Mütter und Väter, die von dem Geld lebten, das die Männer in Katar verdienten und nach Nepal überwiesen. Ihr Tod stürzt die Familien nicht nur in emotionalen Schmerz.

    So ist es auch bei Sikindar Mandal, dessen Leichnam in der Holzkiste lag, die mit dem Flug QR 644 Kathmandu erreichte. Ein paar Tage nach der Feuerbestattung erzählt der Bruder am Telefon, dass Sikindar Mandal Vater zweier Söhne und einer Tochter gewesen sei. Er habe sich in seiner Unterkunft in Katar erhängt. Warum? Das weiss der Bruder nicht.

    Laut Zahlen des nepalesischen Foreign Employment Board sterben auffallend viele Wanderarbeiter durch Suizide. In Katar war es demnach zwischen 2008 und 2019 die fünfthäufigste Todesursache.


    Ich habe im Juli 2022 fünf Familien in Nepal besucht, deren Ehemänner in Katar gestorben sind oder, in einem Fall, schwer verletzt wurden. Den Bruder von Sikindar Mandal habe ich am Flughafen in Kathmandu getroffen und später mit ihm telefoniert. Sämtliche Männer haben laut Aussagen der Hinterbliebenen auf Baustellen gearbeitet und im Monat umgerechnet rund 220 Franken nach Nepal überwiesen. Die meisten starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Ich habe in jedem bis auf einen Fall Sterbeurkunden und Reisepässe eingesehen, um Angaben der Familien zu prüfen. Keine Familie hat laut eigenen Aussagen bisher eine Entschädigung von den Arbeitgebern in Katar oder dem katarischen Staat erhalten.

    Geld bekamen sie nur vom nepalesischen Foreign Employment Board, umgerechnet jeweils etwa 5300 Franken, und der Versicherung, die sämtliche nepalesische Wanderarbeiter vor ihrer Reise abschliessen müssen, umgerechnet jeweils etwa 10’600 Franken. Für diese Summe hätten die Männer rund sechs Jahre in Katar arbeiten müssen.

    Jal Maya Tamang sitzt auf einem Plastikstuhl. Sie ist dreiundvierzig, ihr Mann ist neunundvierzig Jahre alt geworden. 2018 begann seine letzte Reise nach Katar.

    Sechs Jahre Lohn für ein Leben. Die Beispiele zeigen, wie gross das Leid für die Hinterbliebenen ist, wie ungenügend in Katar die Todesursachen ermittelt werden – und warum die Männer trotz der Risiken nach Katar gingen.

    Es sollte seine letzte Reise nach Katar werden, so hatten sie es vereinbart. Das Stückchen Land war gekauft, ihr Haus darauf war im Bau. Es reichte. Fünfzehn Jahre Fernbeziehung, oder waren es siebzehn? Jal Maya Tamang erinnert sich nicht, wann genau ihr Mann Desh Bahadur zum ersten Mal ins Ausland ging, um dort Geld zu verdienen. Anfangs arbeitete er in Saudiarabien, später in Katar. Jedes dritte Jahr kam er zurück, um zwei Monate mit seiner Familie zu verbringen.

    So erzählt es Jal Maya Tamang in ihrem Haus, das noch immer ein Rohbau aus roten Ziegeln ist, unverputzt, weil seit zwei Jahren das Geld aus Katar fehlt. Wenn es regne, sagt sie, dringe das Wasser durch die Steine und Ritzen in die Zimmer ein. Jal Maya Tamang sitzt auf einem Plastikstuhl und trägt einen leuchtend gelben Sari, goldene Ohrringe und einen goldenen Nasenstecker. Sie ist dreiundvierzig Jahre alt, ihr Mann ist neunundvierzig Jahre alt geworden. 2018 begann seine letzte Reise nach Katar.

    Im Juni 2020 kam er im Frachtraum eines Flugzeugs zurück. Jal Maya Tamang hat die Kiste mit seinem Leichnam am Flughafen in Kathmandu abgeholt und hineingeschaut. Sein Gesicht sei seltsam schwarz gewesen, sagt sie, trotzdem habe sie ihn gleich erkannt. Sie muss weinen. Die Tränen wischt sie sich mit einem rosa Tuch von den Wangen.


    Jal Maya Tamang und ihr Mann stammen aus einem Bergdorf nordwestlich von Kathmandu. Eine felsige Gegend, schlecht für die Landwirtschaft und deshalb sehr arm. Die Lebenswege dort waren seit Generationen vorbestimmt. Jal Maya Tamang und ihr Mann haben weder Lesen noch Schreiben gelernt. Ihre Ehe wurde von ihren Eltern arrangiert. «Doch ich hatte Glück», sagt sie. «Wir verliebten uns wirklich.»

    Gemeinsam gingen sie dann einen eigenen Weg, der sie ins nepalesische Flachland führte, ins sogenannte Terai. Mehr als die Hälfte aller Nepalesinnen und Nepalesen wohnen mittlerweile in diesem fruchtbaren Streifen Land an der Grenze zu Indien.

    Früher war hier alles von Dschungel überwuchert, heute blickt man kilometerweit über Reisfelder, in denen das stehende Wasser den Himmel spiegelt. Im Juli ist Regenzeit. Es ist 35 Grad heiss. Jal Maya Tamang wischt sich den Schweiss von der Stirn und dann wieder die Tränen von den Wangen. «Wenn mich mein Mann geschlagen hätte, wäre es nun einfacher für mich», sagt sie. «Weil ich ihn nicht so vermissen würde.»

    Ihre Kinder – drei Söhne und eine Tochter – sah ihr Mann auf Fotos aufwachsen. Jal Maya Tamang und er hielten übers Mobiltelefon Kontakt, sie sprachen fast täglich. Textnachrichten konnten sie ja nicht schreiben.

    Auffallend viele nepalesische Wanderarbeiter starben in Katar an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie hatten vor der Abreise einen Gesundheitscheck absolviert.

    Über das Land, in dem ihr Mann so viele Jahre gelebt hat, weiss sie trotzdem wenig: Katar sei sehr klein und sehr reich, sagt sie. Ihr Mann habe dort auf Baustellen gearbeitet. Sie wisse aber nicht, was genau er tat und für welche Firma. Auf dem Lieferschein, den sie am Flughafen mit der Holzkiste bekam, ist als Absender das Unternehmen Qatar Building Company eingetragen, eines der grössten Bauunternehmen in Katar, das neben vielen anderen Projekten am Bau des neuen U-Bahn-Systems beteiligt war. An der WM-Infrastruktur also.

    Auf dem Totenschein, ausgestellt vom katarischen Gesundheitsamt, ist als Todesursache «akutes Herz-Lungen-Versagen» eingetragen, aufgrund von «natürlichen Ursachen».

    Auffallend viele nepalesische Wanderarbeiter starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Katar (wie auch in anderen Golfstaaten). Im Fachmagazin «Cardiology» erschien 2019 ein Artikel darüber. Die Forschenden beziehen sich (wie der «Guardian») auf Zahlen des Foreign Employment Board und anderer nepalesischer Behörden.

    Sie betrachten die Jahre 2009 bis 2017, in denen demnach 1354 nepalesische Arbeiter in Katar starben – fast jeder Zweite davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die meisten Verstorbenen waren zwischen fünfundzwanzig und fünfunddreissig Jahren alt und hatten, wie jeder registrierte Wanderarbeiter aus Nepal, vor der Abreise einen Gesundheitscheck absolviert.

    In dieser jungen und gesunden Altersgruppe seien normalerweise maximal 15 Prozent der Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Krankheiten zurückzuführen, schreiben die Forschenden. Bei den nepalesischen Wanderarbeitern in Katar seien es jedoch 22 Prozent während der kühlen Jahreszeit von Dezember bis Ende Februar – und 58 Prozent während der heissen Monate von Juni bis Ende August.

    Tödliches Schuften bei 40 Grad

    Im Kern zeigt diese Studie, dass viele der tödlich verlaufenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermutlich durch Hitzestress ausgelöst wurden, nicht durch «natürliche Ursachen», wie es auf vielen Totenscheinen vermerkt ist.

    Das ist wichtig, denn damit hinge der Tod eines Arbeiters in den meisten Fällen wohl mit seinen Arbeitsbedingungen zusammen – und die Hinterbliebenen könnten für eine Entschädigung streiten. Dafür muss nach katarischem Recht ein Mensch «aufgrund der Arbeit» oder infolge «rechtswidriger Handlungen» gestorben sein, wenn zum Beispiel Arbeitsschutzvorschriften missachtet wurden.

    Im Juni, Juli und August liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur in Doha bei rund 40 Grad. In Spitzenzeiten kann es selbst im Schatten 50 Grad heiss werden. In dieser Hitze zu arbeiten ist lebensgefährlich.

    Bis vor einem Jahr bestand der Arbeitsschutz in Katar im Grunde darin, in diesen heissen Monaten (15. Juni bis 31. August) die Arbeit in der Sonne zwischen 11 und 13 Uhr zu verbieten. Im Mai 2022 wurden die Vorschriften erweitert, wohl auch wegen der zahlreichen Berichte über das Leid der Wanderarbeiter und des daraus gewachsenen öffentlichen Drucks: Unter anderem wurden die Arbeitspausen verlängert und die Arbeitgeber verpflichtet, «angemessene Schutzkleidung» und «jährliche Gesundheitschecks» anzubieten.

    Ein grundsätzliches Problem besteht aber weiter: Weil die Todesfälle der Wanderarbeiter nicht tiefgründig untersucht würden, könne auch nicht festgestellt werden, ob Gesetze verletzt wurden, heisst es in einem Bericht von Amnesty International.

    «Alle unsere Nachbarn leben von dem Geld, das die Männer im Ausland verdienen», sagt Jal Maya Tamang.

    Jal Maya Tamang sagt, ihr Mann sei bis zuletzt gesund und fit gewesen. Seit seinem Tod lebt sie von den Überweisungen ihrer Tochter, die in Jordanien in einer Textilfabrik arbeitet, und von denen ihres Sohnes, der in Saudiarabien als Hotelpage Geld verdient. Auch ihre beiden anderen Söhne planen, bald ins Ausland zu gehen. Jal Maya Tamangs Schwester, die nebenan wohnt, hat ihren Ehemann bereits vor fünfzehn Jahren verloren. Er starb in Saudiarabien, wo er als Gärtner arbeitete.

    «Alle unsere Nachbarn leben von dem Geld, das die Männer im Ausland verdienen», sagt Jal Maya Tamang. In ihrem unverputzten Haus wohnt sie wohl bald allein. Das einzige Foto, das ihre Schwester Sita Lama von ihrem Ehemann hat, klebt auf dessen nepalesischem Personalausweis. Es ist so verblasst, dass man den Mann kaum erkennt. Sie muss heute nicht mehr weinen, wenn sie das Foto betrachtet. «Es ist so lange her», sagt sie. «Ich habe mich daran gewöhnt.»

    Vor dreizehn Jahren flog ihr Mann nach Katar, um dort auf dem Bau zu arbeiten. Er starb einen Monat nach seiner Ankunft durch einen Verkehrsunfall. Neben Sita Lama sitzen ihre Tochter Jyoti (18) und ihre Schwiegermutter Hari Maya Rumba (75). Im Hintergrund rauscht ein Bach an ihrem Haus vorbei, das an eine bunt gestrichene Datsche erinnert. Mangobäume spenden Schatten. Ein matschiger Trampelpfad führt ins Dorf.

    Ihre Tochter Jyoti erzählt, dass vor einiger Zeit in der Schule nach dem Namen ihres Vaters gefragt wurde. «Aber der Name fiel mir nicht ein», sagt sie. Sie hatte ihn vergessen. Die Schwiegermutter Hari Maya Rumba hat noch einen Sohn in Katar verloren. Er starb dort vor zwei Jahren an einem Herzinfarkt.

    Ist sie wütend? «Natürlich», sagt sie. «Auf meine Söhne. Ich habe beiden gesagt, dass sie nicht gehen sollen. Uns gehört etwas Land, darauf können wir Reis, Mais und Senfsamen anbauen. Um etwas Geld zu verdienen, hätten sie im Dorf als Rikschafahrer arbeiten können. Aber sie wollten das nicht. Die Arbeit war ihnen nicht gut genug.»

    Katar hat sich für die Familie nicht ausgezahlt. Nur Leid, kein Gewinn. Die Tochter Jyoti möchte auch ins Ausland, aber auf keinen Fall in die Golfstaaten.

    Vor vier Tagen passierte es wieder: Es regnete fast den gesamten Tag. Der kurze Hang oberhalb ihres Grundstücks wurde zu einem Sturzbach. Das Wasser füllte erst ihren Innenhof und spülte ihre Kochstelle fort, dann stieg es weiter und floss in die drei kleinen Zimmer, in denen ihre Betten stehen.

    So erzählt es Somitra Devi Mandal (die nicht mit Sikindar Mandal verwandt ist, Mandal ist ein verbreiteter Name in Nepal) und zeigt dann auf ihrer Hauswand den dunklen, immer noch feuchten Streifen, etwa 30 Zentimeter hoch vom Boden aus. Bis dorthin sei das Wasser diesmal gestiegen, sagt sie. Während der Regenzeit erlebten sie solche Fluten mehrere Male. Jedes Jahr.

    Ihre Familie und sie sind den Naturgewalten fast schutzlos ausgeliefert: Die Wände ihres Hauses bestehen aus ineinander geflochtenen Bambusstöcken, die mit Lehm beschmiert sind. Die Sonne hat diesen getrocknet und gehärtet. Ihre Kochstelle war ebenfalls aus Lehm geformt. Sie haben nun eine neue gebaut. Weil der nächste Wald einige Kilometer entfernt ist und sie kein Geld haben, um Feuerholz zu kaufen, verbrennen sie darin getrocknete Blätter.

    Schulden abzahlen mit dem Geld aus Katar

    Somitra Devi Mandal ist dreiundvierzig Jahre alt und muss seit dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren – er starb laut Totenschein an den Verletzungen durch einen Sturz – eine Tochter, zwei Söhne und ihre Schwiegermutter versorgen. Zwei andere Töchter sind verheiratet und ausgezogen.

    Seitdem gibt es mehr Platz in ihrem Haus aus Lehm, aber Somitra Devi Mandal ist auch hoch verschuldet, denn sie habe die Familien der Ehemänner ausbezahlen müssen, sagt sie. Umgerechnet rund 5800 Franken jeweils, eine gängige Summe in dieser Gegend im Südosten von Nepal, in der es die Tradition den Familien der Bräute vorschreibt, eine Mitgift zu zahlen.



    Diese Tradition ist in Nepal eigentlich längst verboten, sie besteht jedoch vor allem im Terai weiter. Familien mit Töchtern haben deshalb im Grunde keine Chance auf etwas Wohlstand, ausser: sich Arbeit im Ausland zu suchen. Das war auch der Plan von Somitra Devi Mandal und ihrem Mann.

    Mit dem Geld, das er seit 2012 aus Katar schickte, bezahlten sie erst den Kredit für die Gebühren der nepalesischen Agentur, die ihm die Arbeit in Katar vermittelt hatte. Jeder nepalesische Wanderarbeiter wendet sich an so eine Agentur. Somitra Devi Mandal erinnert sich an die Summe nicht mehr, laut Recherchen von Amnesty International lag sie damals, 2012, im Durchschnitt bei rund 1600 Franken (nach damaligem Wechselkurs).

    Für die Mitgift nahmen sie weitere Kredite auf, für deren Tilgung das Geld am Ende nicht gereicht habe, sagt Somitra Devi Mandal. Auch weil die Zinsen sehr hoch seien: 30 Prozent. Laut Recherchen von Amnesty International ist das eine gängige Zinsrate für nepalesische Wanderarbeiter, weil sie sich das Geld nicht bei einer Bank, sondern bei Händlern aus ihrem Dorf leihen.

    So taten es auch Somitra Devi Mandal und ihr Mann. Die beiden lebten also schon vor dem Tod des Mannes in einer Schuldenfalle. Die nepalesische Regierung hat 2015 die Höhe der Gebühren, welche die Agenturen verlangen dürfen, auf rund 115 Franken beschränkt (zum damaligen Wechselkurs) und die Rechte der Wanderarbeiter generell gestärkt.

    Aber es ist wohl wie beim Verbot der Mitgift: Es existieren Gesetze, aber niemand befolgt sie. So formuliert es jedenfalls Anurag Devkota, ein nepalesischer Anwalt, der seit Jahren zur Ausbeutung der Wanderarbeiter recherchiert, auch für internationale Organisationen. Wohl niemand kennt die aktuelle Lage so gut wie er. «Es gibt rund 800 registrierte Agenturen in Nepal, die mit rund 80’000 lokalen Agenten in den Dörfern zusammenarbeiten», sagt er im Gespräch mit mir. «Für die Kontrolle dieses Netzes sind in der dafür zuständigen Behörde aber nur insgesamt vier Mitarbeiter verantwortlich.»

    «Wie sollen wir ohne einen Mann leben?», fragt Somitra Devi Mandal vor ihrem Haus aus Lehm.

    Selbst wenn die Gesetze befolgt würden, dann würde das den nepalesischen Wanderarbeitern kaum helfen, glaubt Anurag Devkota: weil die nepalesischen Agenturen dann nicht mehr wettbewerbsfähig seien. Auch sie müssten Gebühren bezahlen: an Agenturen auf der anderen Seite, in Katar und den übrigen Golfstaaten. Agenturen aus Indien, Bangladesh oder Sri Lanka seien dann im Vorteil. «Mit nepalesischem Recht allein kommt man nicht weiter», sagt Anurag Devkota.

    «Wie sollen wir ohne einen Mann leben?», fragt Somitra Devi Mandal vor ihrem Haus aus Lehm. Die Entschädigung von der nepalesischen Regierung und das Geld von der Versicherung hätten geholfen, aber nicht gereicht. Noch immer habe sie Schulden, umgerechnet rund 7200 Franken.

    Sie und ihr älterer Sohn arbeiten auf den Reisfeldern rund um ihr Dorf. Mit dem Lohn könnten sie Lebensmittel kaufen: Reis und Linsen. Die gebe es meistens zum Frühstück, zum Mittag, zum Abend, sagt sie. Jeden Tag. Ihre Schwiegermutter hat ihren Teller bereits vor sich stehen. Sie hockt an die Hauswand gelehnt auf dem Lehmboden und schiebt sich mit einer Hand das Essen in den Mund, mit der anderen verscheucht sie die Fliegen, die wie eine schwarze Wolke um ihren Teller kreisen.

    Die Schwiegermutter ist zweiundachtzig Jahre alt. Zu Beginn unseres Gesprächs weinte sie minutenlang im Hintergrund. Somitra Devi Mandal erklärt dann, ihre Schwiegermutter habe vier Töchter und zwei Söhne geboren. Alle seien in der Kindheit gestorben, bis auf einen Sohn. Doch auch ihn habe sie schlussendlich überlebt.

    Sie sei um vier Uhr aufgestanden, um ihre Ziegen auf die Weide zu treiben, so wie immer. Danach habe sie im Reisfeld Setzlinge gepflanzt. Dann das Frühstück für ihre Mutter und ihre drei Kinder gekocht: Reis mit Linsen.


    Nun ist es 15 Uhr, und Sarita Kumari Chaudhari (38) fällt es sichtlich schwer, sich auf die Fragen zu konzentrieren. Sie antwortet langsam und leise. In den langen Redepausen blickt sie abwesend an einem vorbei. Auch ihre Hütte, vor der sie in einem schmalen Streifen Schatten sitzt, besteht aus Bambus und Lehm. Das Dach ist aus Wellblech. Die anderen Hütten in ihrem Dorf sehen ähnlich windschief aus. In den Gassen riecht es nach Vieh. Sarita Kumari Chaudhari wurde in diesem Dorf geboren.

    Während sie von ihren ewig gleichen Tagen erzählt, kommen mehr und mehr Nachbarn, um ihr zuzuhören. Zeitweise stehen fünfzehn Menschen hinter ihr und entziehen dem Gespräch die letzte Energie. Wach wird Sarita Kumari Chaudhari dann aber doch noch: als sie über ihre Ehe redet. Es sei eine Liebesheirat gewesen, keine arrangierte Ehe. Ihre Tochter läuft in die Lehmhütte und holt ein Foto des Paares.

    Sarita Kumari Chaudhari weiss nichts über das Land, in dem ihre Liebe zu Ende ging. Nicht einmal, dass dort die Fussball-WM stattfinden wird.

    Sarita Kumari Chaudhari ist darauf etwa zwanzig Jahre alt, ihr Mann ist ein Jahr älter. Sie trägt eine blaue Hose und Tunika, er eine lässige schwarze Hose und ein weisses T-Shirt. Das Bild sei in einem Fotostudio in Kathmandu gemacht worden, sagt Sarita Kumari Chaudhari. Nach ihrer Hochzeit seien sie für drei Jahre in die Hauptstadt gezogen. Ihr Mann habe als Tischler gearbeitet, sie habe sich um den Haushalt und ihre damals gerade geborene Tochter gekümmert. «Wir waren gemeinsam im Zoo und in den Tempeln», sagt sie. «Die drei Jahre waren die besten meines Lebens.»

    2018 ging ihr Mann nach Katar, um als Tischler auf dem Bau zu arbeiten. 2020 starb er dort, laut Totenschein an einem Herzinfarkt. Sarita Kumari Chaudhari weiss nichts über das Land, in dem ihre Liebe zu Ende ging. Nicht einmal, dass dort die Fussball-WM stattfinden wird.


    Indra Narayan Mandal hat hingegen überlebt und doch fast alles verloren. 20 Meter stürzte er in die Tiefe, «durch das Dach eines Warenlagers». So steht es in einem Bericht seiner Ärzte aus Katar. Die Sanitäter fanden ihn mit dem Gesicht nach unten liegend in einer Blutlache. Sein rechtes Schulterblatt war gebrochen und sein linker Oberarmknochen. Dazu mehrere Rippen, seine Hüftgelenkspfanne und seine Wirbelsäule an verschiedenen Stellen. Auch schwere Hirnverletzungen erlitt er. Was er auf dem Dach getan hatte und warum er stürzte, wird in dem Bericht nicht beschrieben. Nur, dass es ein Arbeitsunfall gewesen sei.

    Als ich ihn besuche, liegt er in einem Bett im Schlafzimmer seines Hauses in Rajbiraj, einer Stadt in Südosten von Nepal. Ein massiger, bewegungsloser Körper. Er blickt in Richtung Decke, an der sich ein Ventilator dreht, sein linkes Augenlied ist halb geschlossen. Sie müsse ihn füttern, waschen und auf dem Weg zur Toilette stützen, erzählt seine Frau Chandana Mandal (nicht verwandt mit den anderen Familien namens Mandal in diesem Text).

    Sie ist neununddreissig Jahre alt, er ist vierzig. Sie greift seinen linken Arm, hebt ihn wie einen Stock und erklärt, dass er ihn nicht anwinkeln könne. Dann deutet sie auf die Narben auf seinem Kopf, leuchtet mit der Lampe ihres Smartphones darauf, weil der Raum nur von einer Energiesparlampe beleuchtet wird. Zieht sein T-Shirt hoch, auf dem ausgerechnet für die WM in Katar geworben wird, um auch die Narben auf seinem Oberkörper zu zeigen. Ihr Mann wirkt weiter teilnahmslos, als bekäme er nicht mit, dass über ihn geredet wird.


    Plötzlich spricht er dann doch: «Mir geht es okay, aber ich kann meinen Arm, meinen Rücken und meine Füsse nicht gut bewegen», sagt er. An den Unfall habe er keine Erinnerung. Er habe oft Kopfschmerzen. Im Krankenhaus in Katar sei ihm oft schwindelig gewesen. Welche Prognose ihm die Ärzte dort gaben? «Ich habe sie nicht verstanden», sagt er. «Es gab keinen Übersetzer.» Dann erzählt er von einer Frau, die mal neben ihm gesessen habe, aber sein Sohn unterbricht ihn. «Wenn mein Vater zu viel redet», erklärt der Sohn, «hält er uns später die ganze Nacht wach, weil er dann ruhelos wird.»

    Kampf um Entschädigungen

    Drei Jahre ist der Unfall nun her. Zweieinhalb Jahre lang lag Indra Narayan Mandal anschliessend im Krankenhaus in Katar, dann in der Arbeiterunterkunft, in der er vor dem Unfall gewohnt hatte. Pfleger versorgten ihn dort. Vor zwei Monaten flog er zurück nach Nepal und liegt seitdem in diesem Bett in diesem Raum mit den unverputzten Wänden.

    Das Haus haben er und seine Frau mit dem Geld bezahlt, das er in Katar seit 2008 verdient hatte. Auch sie sind nicht fertig geworden mit dem Bau. «Jetzt brauchen wir auch noch Geld für Medikamente und Arztbesuche», sagt seine Frau. In Katar seien die Behandlungskosten übernommen worden, und die Firma, für die ihr Mann arbeitete, habe zudem seinen Lohn weiter überwiesen. Seit seiner Rückkehr müssten sie alles selbst zahlen und bekämen kein Geld mehr aus Katar. Sie hoffe, dass die Firma zumindest noch eine Entschädigung zahle, weil es ja laut Arztbericht ein Arbeitsunfall gewesen sei.

    440 Millionen US-Dollar forderte Amnesty International im Mai von der Fifa. Eine symbolträchtige Summe, denn sie ist so hoch wie das Preisgeld bei der WM.

    Das Unternehmen, Al Maher Construction & Services, reagiert auf mehrere Anfragen nicht. Auch Menschenrechtsorganisationen konzentrieren sich jetzt, wo die WM-Stadien und der grösste Teil der Infrastruktur gebaut sind, auf die Entschädigung der Arbeiter, die ausgebeutet oder verletzt wurden oder die gestorben sind. 440 Millionen US-Dollar forderte Amnesty International dafür im Mai 2022 von der Fifa. Eine symbolträchtige Summe, denn sie ist so hoch wie das Preisgeld bei der WM.

    Der Anwalt Anurag Devkota wünscht sich für die Zukunft vor allem, dass die Todesursachen genauer ergründet werden, auch wegen möglicher Entschädigungen. «Wir sollten die toten Wanderarbeiter wie die Opfer eines Verbrechens behandeln», sagt er. «Wenn die Katarer nicht genau ermitteln, obwohl es in ihrer Verantwortung liegt, sollten wir die Leichen in Nepal noch einmal untersuchen.»

    In dem unverputzten Haus verlässt der Sohn Ajay Kumar Mandal irgendwann den Raum, während sein Vater weiter in Richtung Ventilator starrt und seine Mutter ihre Sorgen ausbreitet. Ajay geht in sein Zimmer und nimmt sich ein Schulbuch, unser Fotograf begleitet ihn. Ajay lernt die Programmiersprache C++, er besucht ein Internat in einer Grossstadt in der Nähe. Gerade sind Ferien. Die Schulgebühren, rund 1900 Franken, könnten seine Eltern im kommenden Jahr wohl nicht bezahlen, sagt er. Aber Ajay glaubt, dass er aufgrund seiner guten Leistungen ein Stipendium bekommt.

    Er ist sechzehn Jahre alt und optimistisch.

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