Aktuell ist es noch ein Spiel um Ehre und Ruhm (Zitat Martin Baumann CEO CHL-Schweiz) mehr nicht.
Geld verdienst du kaum (siehe Statistik).
Die SLA zu betreiben kostet ebenfalls mehr Schotter, als dass diese (bis mindestens 1/4 Final) einnimmt.
Werden die Tickets wie gewünscht in die Saisonkarte inkludiert, kommt noch weniger Kohle rein...
Ich sehe nicht etwas positives in der CHL Kampagne ausser ein paar "lustig-reisli" für unsere Fans/Ultras.
Nicht mit eingerechnet sind Start- und Siegprämie für unsere Spieler, sowie Flüge Hotel und und und.
Den ganzen ZSC Tross auf Flugreisen zu schicken kostet einiges mehr als nur die 200`000.- die hier genannt wurden.
Heimspiele (SLA) sind in der CHL vermutlich immer defizitär, wie oben geschrieben (bis 1/4 Final).
Hier würde mich mal persönlich wundernehmen, wieviele Zuschauer es in der SLA für eine schwarze Null pro Spiel benötigt.
Besserung kommt nur schrittweise
Die Champions Hockey League hat ein grosses Problem
Am 1. September finden die ersten Pflichtspiele der neuen Eishockeysaison statt. Das geschieht traditionell auf internationaler Ebene, in der Champions Hockey League. Wie in den letzten Jahren üblich, stellt die Schweiz fünf Vertreter.
Der EV Zug, der HC Fribourg-Gottéron, die ZSC Lions, die SC Rapperswil-Jona Lakers und der HC Davos vertreten die National League im Kampf um die begehrte internationale Trophäe. Diese war in den letzten Jahren vor allem in schwedischen Händen. Teams aus der SHL konnten nämlich sechs der bisherigen sieben Austragungen für sich entscheiden.
Nicht so gut abgeschnitten haben hingegen die Teams aus der National League. Zwei Qualifikationen für die Halbfinals sind bislang das höchste der Gefühle. Dies gelang dem HC Davos und dem HC Fribourg-Gottéron. In der vergangenen Austragung qualifizierten sich nur zwei Schweizer Teams für die K.o.-Phase und schieden da bereits im Achtelfinale aus. Es ist also eine Steigerung gefragt.
Der Schweizer Vorteil der Import-Spieler
Ein Vorteil für die Mannschaften aus der National League dürfte definitiv die Erhöhung von vier auf sechs Import-Spieler sein. Diese Positionen konnten hauptsächlich mit Top-Imports aus der KHL, NHL oder Skandinavien besetzt werden. Das heisst die Schweizer CHL-Vertreter verfügen allesamt über Top-Ausländer.
Das heisst aber auch, dass von den Schweizer Vertretern in der Champions Hockey League automatisch mehr erwartet wird. Gefordert sind vor allem auch der EV Zug und die ZSC Lions. Die beiden Top-Teams haben es seit der Auferstehung der CHL in der Saison 2014/15 nie weiter als das Viertelfinale geschafft. Beide Mannschaften haben Top-Schweizer und Top-Imports unter Vertrag, weshalb die Erwartungen entsprechend hoch sind. EVZ-Coach Dan Tangnes hat auch eine klares Ziel vor Augen:
Zitat
"Wir wollen die Champions Hockey League gewinnen. Wir haben es noch nicht weiter als bis ins Viertelfinale geschafft, das wollen wir nun ändern. Jedes Turnier, an dem wir teilnehmen, wollen wir gewinnen. Aber natürlich sind wir auch bescheiden und haben grossen Respekt vor all den guten Mannschaften aus vielen guten Ligen. Wir haben es mit einer harten Gruppe zu tun, wie es in der Champions Hockey League sein sollte."
Dan Tangnes, championshockeyleague.com
Das grosse Problem der Champions Hockey League
Der Sieger der CHL darf sich in der Austragung 2022/23 über ein Preisgeld von 500'ooo Euro freuen. Ein Team, das nicht über die Gruppenphase hinauskommt, erhält 65'000 Euro. Im Vergleich zum Fussball sind diese Summen sehr klein und entsprechend zahlt es sich für die Mannschaften auch nicht unbedingt aus, an der Champions Hockey League teilzunehmen. Vor der letztjährigen Austragung war von Seiten des HC Fribourg-Gottéron zu hören, dass man mindestens das Halbfinale erreichen müsse, wenn man einen Gewinn erzielen möchte. Das dürfte dieses Jahr für Mannschaften aus der Schweiz nicht anders sein.

Das grosse Problem sind vor allem die Reisekosten. Um nach Skandinavien zu reisen, muss ein Eishockeyteam einen Flieger chartern. Das kostet sehr viel Geld und wird mit den 65'000 Euro Preisgeld für die Gruppenphase nicht gedeckt. Es macht die Champions Hockey League also nicht wirklich attraktiv, wenn man bei zu frühem Ausscheiden einen Verlust schreibt. Gerade für Mannschaften mit einem kleineren Budget, wie die Rapperswil-Jona Lakers, ist es nicht förderlich, wenn man sich nach einer Qualifikation für einen tollen Wettbewerb mit einem finanziellen Verlust auseinandersetzen muss.
Martin Baumann, der Schweizer CEO der Champions Hockey League, erklärt gegenüber der SDA: "Das Geld ist immer ein grosses Thema, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich würde es nicht am Preisgeld aufhängen. Es geht in erster Linie um Ehre und Ruhm." Das mag für ihn stimmen, die Clubs schauen aber definitiv darauf, dass auch der finanzielle Aspekt stimmt. Beschwichtigend muss man aber sagen, dass die Champions Hockey League das Preisgeld seit dem Start 2014/15 von 1.5 Millionen Euro auf 3.47 Millionen Euro erhöhen konnte. Es entwickelt sich also in die richtige Richtung, aber es muss noch mehr gehen, damit eine Qualifikation für die Champions Hockey League auch einen finanziellen Ansporn hat.