Ein bisschen «Arno-Voodoo»
Ambri - ZSC, 1:2, noch 100 Sekunden, Bully vor dem ZSC-Tor, Time-out Ambri, der Goalie wird ersetzt durch einen Feldspieler. Was tut der ZSC-Coach? 99 von 100 schicken die defensiv verlässlichsten Stürmer aufs Eis. Logisch! Arno Del Curto? Er bringt die Flügelzange Noreau/Pettersson: einen an diesem Abend als Angreifer eingesetzten Offensiv-Verteidiger sowie einen klassischen 1-Weg-Skorer.
Hat der Engadiner den Verstand verloren? Nein, er macht das bewusst, redet während des Time-outs auf beide ein - Brille tief, Blick hoch. Und als beide 30 Sekunden später auf die Bank zurückkommen (Pettersson traf ins leere Tor, 3:1), packt er sie an der Schulter, schüttelt und herzt sie.
Warum tat er das? Noreau war am Vorabend überzählig, er ist nicht der Typ Verteidiger, den Del Curto tief im Herzen mag. Jetzt muss er als Stürmer ran, so etwas versteht manch einer als Degradierung. Wie also sein Vertrauen nicht verlieren? Ihn im wichtigsten Shift des Spiels völlig unerwartet einsetzen! Ähnlich bei Pettersson: «Du bist wichtig, du kannst das, du bist nicht bloss ein Skorer, wie das alle sagen!» Das ist die Message. Das ist «Arno