Beiträge von zappa10

    EVZ verneint Transfergerüchte um Andrighetto

    Freitag, 10. Juli 2020, 23:30 - Roman Badertscher

    Gegenüber der Innerschweizer Zeitung "Zentralplus" verneint EVZ-Sportchef Reto Kläy, Transfergerüchte um Sven Andrighetto.

    Nachdem Avangard Omsk gestern die Vertragsauflösung mit Sven Andrighetto bekannt gab, kamen schliesslich Gerüchte um einen Wechsel in die National League auf. Interesse am Schweizer Nationalspieler zeigen offenbar die ZSC Lions, der Lausanne HC und der EV Zug.

    Reto Kläy dementiert gegenüber "Zentralplus" die Frage, ob der EV Zug an Andrighetto interessiert sei: "Bei uns herrscht ein Einstellungsstopp. Ich kann niemanden verpflichten. Der EVZ hat Andrighetto kein Vertragsangebot gemacht."

    Joni Ortio wechselt in die KHL

    Freitag, 29. Mai 2020, 12:53 - Maurizio Urech

    Der finnische Torhüter Joni Ortio hat für die kommende Saison einen Vertrag mit Barys Nur-Sultan unterschrieben.

    Konkrete Anfrage aus der NHL – aber Trainer Rikard Grönborg bleibt in Zürich

    Die New Jersey Devils wollten Rikard Grönborg (50), aber die ZSC Lions haben abgelehnt. Der schwedische Trainer bleibt eine weitere Saison in Zürich. Aber damit zeichnet sich ab: Im Frühjahr 2021 muss Sportchef Sven Leuenberger wohl einen neuen Trainer suchen.

    https://www.watson.ch/sport/eismeist…eibt-in-zuerich

    Dann ist ja wohl jetzt schon klar, wer Schweizermeister wird!

    Aus dem Tagi von heute:

    Die Betreiberfirma Hallenstadion AG erarbeitete ein Worst-Case-Szenario, wonach der Normalbetrieb erst im Sommer 2021 wieder aufgenommen werden kann. «In diesem Jahr wird es vermutlich keine Grossanlässe mehr geben», sagt Geschäftsführer Philipp Musshafen, der seit fünf Monaten im Amt ist.

    Fredrik Stillman verlässt die ZSC Lions

    Mittwoch, 15. April 2020, 18:01 - Maurizio Urech

    Der Assistent von Rikard Grönborg, Fredrik Stillman, verlässt die ZSC Lions und wechselt als Assistenz-Coach in die KHL zu Metallurg Magnitogorsk. Dies hat der russische Club bestätigt.

    Keine Sportveranstaltungen im Tessin bis am 29. März

    Die Tessiner Kantonsregierung hat an einer Pressekonferenz bekannt gegeben dass sämtliche Sportveranstaltungen bis am 29. März verboten sind. Dazu bleiben auch sämtliche Hallen bis zum gleichen Datum geschlossen.

    Das war's dann wohl mit der Saison 2019/2020.........

    Rikard Grönborg in einem interessanten Gespräch
    "...dann kann es durchaus sein, dass ich zehn Jahre bleibe"

    Rikard Grönborg kam im Sommer zu den ZSC Lions. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Schwede noch nie eine Clubmannschaft auf Profistufe trainiert. Nachdem die Zürcher in den beiden Regular Seasons zuvor nicht überzeugen konnten, wusste der 51-Jährige natürlich ob der Schwierigkeit der Aufgabe.
    In seinem Interview mit dem Slapshot Magazin sagte der Schwede sogar Folgendes: "In der Hockey-Welt wird gern gesagt, dass du überall erfolgreich sein kannst, wenn du beim ZSC erfolgreich bist." Diese Aussage alleine zeigt, dass Grönborg einen grossen Respekt vor der Aufgabe hatte.

    Der Schwede begann seine Coaching-Karriere in der USA, wo er in der College-Liga NCAA an der St.Cloud University das Amt als Assistenztrainer inne hatte. Nebenbei machte Grönborg den Master in Management. Dabei konnte er wichtige Schlüsse für seine Karriere als Eishockeycoach ziehen. "An der Basis liegt die Erkenntnis, dass man sich besser entfalten kann, wenn jeder in der Gruppe eine gewisse Verantwortung im Prozess hat." Das gilt auch bei den ZSC Lions wo er im Sommer mit den Spielern zusammen eine Art Vertrag erarbeitet hat. Diesen nennen die Zürcher die "Grundlagen des Erfolgs".
    Ich bin mit jedem einzelnen Spieler hingesessen und habe mit ihm über die letzte Saison gesprochen und was er sich von der neuen verspricht. Im Trainingscamp haben wir dann Gruppen von fünf, sechs Spielern gebildet, die miteinander Themen besprochen und sich zum Schluss darauf geeinigt haben, was sie von sich selbst und gegenseitig erwarten. Das ist dann in die Grundlagen und in unser "Playbook" eingeflossen.

    So konnten die Spieler auch mitentscheiden, wie sie auf dem Eis auftreten wollen. So kam bei den Lions zum Schluss, dass sie aktiv spielen wollen, weil dies weniger Energie verbraucht, erklärt Grönborg weiter. Wie es scheint, war dies genau die richtige Herangehensweise. Denn die Zürcher konnten endlich wieder einmal eine ruhige Regular Season spielen und sich im oberen Tabellendrittel festsetzen. So musste der Schwede auch nie ungemütlich werden. Er selbst erklärt, dass dies sowieso nur in einem Fall geschehen kann: "Wenn wir das nicht tun, was wir uns vorgenommen haben." Grönborg weiss haargenau, dass "Coaching mittels Angst nicht mehr funktioniert." Viel mehr muss er beim Spieler die Überzeugung treffen."

    Das alles funktioniert bei den ZSC Lions bisher gut und Siege kommen bisher auch nicht zu kurz. Sein Vertrag bei den Zürchern läuft noch bis Ende nächste Saison und es ist bekannt, dass Grönborg die NHL als Ziel hat, doch er könnte sich auch vorstellen, in Zürich zu bleiben:
    Mein Job ist es, in meinen zwei Vertragsjahren Erfolg zu haben. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen. Wenn mich die Organisation nicht loswerden will, dann kann es durchaus sein, dass ich zehn Jahre bleibe. Sollte es mit der NHL irgendwann mal klappen, wäre das wunderbar, und wenn nicht, wäre das auch kein Weltuntergang.

    Rikard Grönborg, Slapshot Magazin Nr. 5 Saison 2019/20

    Die ZSC Lions verpflichten für den Rest der laufenden Saison den schwedischen Torhüter Fredrik Pettersson Wentzel.

    Ähnlich wie beim Transfer von Verteidiger Topi Jaakola, wollen sich die ZSC Lions auch auf der Goalieposition absichern. Joni Ortio fehlt derzeit bekanntlich verletzt und Lukas Flüeler gab nach längerer Verletzung erst am vergangenen Samstag sein Comeback. Es verbleibt Daniel Guntern. Dem Risiko, plötzlich nur noch mit einem Torhüter dazustehen, möchten die Verantwortlichen der Zürcher im Hinblick auf die Playoffs vorbeugen. Deshalb haben sie kurzfristig Fredrik Pettersson Wentzel verpflichtet.

    «Unser Coach Rikard Grönborg kennt Fredrik aus der Zeit mit der schwedischen Junioren-Nationalmannschaft. Er ist ein physisch starker sowie explosiver Goalie», sagt Sportchef Sven Leuenberger.

    Der 28-jährige Torhüter stösst von IK Oskarshamn aus der höchsten schwedischen Eishockeyliga zu den Löwen. Dort absolvierte er in dieser Saison 23 Partien. Pettersson Wentzel spielte in Schweden auch schon für Timrå, Färjestad und HV71, zudem war er eine Saison lang in Düsseldorf engagiert. Mit HV71 wurde der Goalie als Backup schwedischer Meister 2017. Pettersson Wentzel sammelte auch Erfahrungen in der schwedischen A-Nationalmannschaft. Mit der U20 nahm der NHL-Fünftrundendraft von 2010 an der Weltmeisterschaft 2011 teil.

    Fredrik Pettersson Wentzel ist ab sofort spielberechtigt. Er trägt beim ZSC die Rückennummer 53 mit dem Namen Wentzel.

    Der Junior von Walti, Lorenz Emil Walter Frey-Hilti würde übernehmen, er sitzt seit dem 3. Dezember 2018 im Verwaltungsrat.
    Er wird auch Waltis Autobudeli zusammen mit seiner Schwester Kathrin übernehmen.
    Es ist alles in trockenen Tüchern, keine Bange diesbezüglich.

    Joni Ortio für Vortäuschen eines Fouls gebüsst. Daniel Winnik für Vortäuschen einer Verletzung gebüsst.

    Joni Ortio von den ZSC Lions wird wegen Vortäuschen eines Fouls im Meisterschaftsspiel der National League vom 25. Januar 2020 zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos mit CHF 2’000.— gebüsst (inkl. Verfahrenskosten).

    Daniel Winnik vom Genève-Servette HC wird wegen Vortäuschen einer Verletzung im Meisterschaftsspiel der National League vom 25. Januar 2020 zwischen dem SC Bern und dem Genève-Servette HC mit CHF 2’000.— gebüsst (inkl. Verfahrenskosten).

    Denis Hollenstein: Vom Glück, einfach nur Spieler zu sein

    Denis Hollenstein ist beim ZSC viel weniger im Rampenlicht als früher in Kloten – genau das geniesst er.

    Ulrich Pickel
    27.01.2020, 07.30 Uhr

    Unter welchen Umständen ein Treffen mit einem Spieler stattfindet, hat oft auch mit dem Zufall zu tun. Oder mit Timing. Es ist Donnerstag, Denis Hollenstein sagt zum Gespräch zu. Am Abend steht ein Auswärtsspiel in Genf an. Tags darauf findet das Gespräch statt – und Hollenstein steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Er schoss in Genf drei Tore, war der Matchwinner. Aber Hollenstein bleibt Hollenstein, ob er nun keinen oder drei Treffer erzielt. «Wichtig ist, dass wir die drei Punkte gewannen», sagt er im TV-Interview nach dem Sieg. Die klassische, die alte Schule im Eishockey: Das Team zählt, der Einzelne ist nicht so wichtig. Was auch nur irgendwie nach Selbstdarstellung riecht, ist verpönt. Hollenstein lebt dieses Credo in Reinkultur vor, schon immer.

    Das hat er vom Vater geerbt – wie vieles andere auch. Aber drei Tore in einem Spiel, das gehört zum Schönsten, was man als Stürmer erleben kann. Und so kommt sogar Hollenstein ein kleines bisschen aus dem Schneckenhaus. Mit einem leicht verlegenen Lächeln sagt er: «Ja klar, das tut gut. Es gibt Selbstvertrauen.» Es sind schliesslich persönliche Efforts wie dieser, weswegen die ZSC Lions ihn vor zwei Jahren verpflichtet haben. Hollenstein, der Reisser, der Kämpfer, der Leader. So hat er sich in Kloten einen Namen gemacht, so soll er auch in Zürich wirken. Ein Statement wie in Genf darf es deshalb schon sein ab und zu. Muss es auch sein bei einem Spieler wie ihm. Er ist 30-jährig, im besten Alter: massenhaft Erfahrung und immer noch voll jugendlicher Kraft.
    Klartext in der Kabine

    Meistens ist es ruhig um Denis Hollenstein, seit er bei den ZSC Lions spielt. Ganz am Anfang, als sein Wechsel vom Lokalrivalen ins Hallenstadion mit einem Fünfjahresvertrag bekanntwurde, gab es vereinzelt Unmut. Die grosse Masse der Fans aber blieb ruhig und war gespannt, wie sich der Sohn der Klotener Reizfigur Felix Hollenstein machen würde. Er machte sich von Anfang an gut. Im letzten Jahr, seinem ersten bei den Lions, war er einer der wenigen Spieler, die regelmässig auf ansprechendem Niveau spielten. So erarbeitete er sich viel Akzeptanz. Aber weil die Zürcher die Play-offs verpassten, ging seine Leistung praktisch unter. Im zweiten Jahr sieht alles besser aus.

    «Er weicht keinem Zweikampf aus, arbeitet vorbildlich nach hinten und steht auch in der Kabine auf, wenn es sein muss.» So sprach der Sportchef Sven Leuenberger schon vor zwei Jahren, als er den Transfer erklärte. Hollenstein brauchte etwas Zeit, bis er dem letzten Teil dieser Beschreibung gerecht werden konnte. Im ersten Jahr hatte er sich noch Zurückhaltung auferlegt, musste sich im neuen Umfeld zuerst finden. Intern hat sich der Flügelstürmer nun aber als eine der Leaderfiguren etabliert. Bissig und ehrgeizig auf dem Eis, ist er einer, der keine Halbheiten duldet und eine Niederlage nie gelassen hinnimmt. Läuft etwas falsch, gibt es von ihm Klartext in der Kabine. Hollenstein beschreibt das so: «Wir sind ehrlich zueinander und können die Dinge ansprechen, ohne dass einer nachtragend ist.»

    Der Unterschied zur letzten Saison liege in der Einstellung, sagt er: «Uns wurde bewusst, dass nichts von allein geht. Wir pushen uns jeden Tag im Training.» Und dass die ZSC Lions nun wieder ein Spitzenteam sind, hat natürlich auch mit der Führung zu tun. Seit Rikard Grönborg die Lions trainiert, sind Konzentration und Selbstvertrauen zurück. Hollenstein schwärmt: «Er ist eine Riesenpersönlichkeit, nur schon sein Auftreten. Jeder weiss: Wenn er etwas sagt, hat das Hand und Fuss. Er ist direkt und spricht die Dinge sofort an. So muss es sein.»

    Grönborg gibt die Komplimente zurück. Für ihn ist Hollenstein «ein Herzstück des Teams». Als Trainer müsse man ihn einfach lieben: «In jedem Training, in jedem Spiel gibt er immer alles. Und niemand spielt gerne gegen ihn. Genau solche Spieler braucht es. Wenn er auch noch skort, umso besser.»
    Der Meistertitel fehlt noch

    Hollenstein erlebt derzeit im Hallenstadion, wonach er sich jahrelang vergeblich sehnte. Er kann sein, was er seit früher Jugend am liebsten sein wollte: einfach nur Eishockeyspieler. In den turbulenten Klotener Jahren vor dem Abstieg 2018 war das fast nie möglich gewesen. Besitzerwechsel, Beinahekonkurse, Zukunftssorgen – und nicht zuletzt der Vater, der als Trainer entlassen, wieder eingestellt und wieder entlassen wurde.

    Denis Hollenstein war immer mittendrin, als Sohn, Captain, Identifikationsfigur und Hoffnungsträger, der verzweifelt versuchte, das Team und sich selber von all diesen belastenden Geschichten abzuschirmen. Er hat starke Schultern, doch am Ende lastete zu viel auf ihnen. Den Abstieg konnte auch er nicht verhindern. «Ich habe viel gelernt, das machte mich als Person stärker», sagt er.

    Jetzt gibt es nur noch den Alltag, das nächste Spiel, den nächsten Einsatz. Seine Rolle ist viel weniger prominent. In Kloten standen nach jedem Spiel die Journalisten mit ihren Fragen im Halbkreis um ihn herum. In Zürich wird er nur gelegentlich vors Mikrofon gebeten – er geniesst das. Hollenstein steht mit seinen bisher 12 Toren und 16 Assists gut da, liegt in der internen Zürcher Skorerliste auf Platz fünf. Er spielt im zweiten Sturm. Ist diese Rolle nicht etwas gar klein? «Sicher nicht», sagt er vehement. «Hier ist alles breiter verteilt, das braucht es auch für den Erfolg.»

    Es ist klar, was mit Erfolg gemeint ist. Hollenstein hat in seiner Karriere schon viel erreicht, rund 500 National-League-Spiele, 118 Länderspiele, WM-Silber 2013 in Stockholm, den Cup-Sieg 2017 mit Kloten. Nur Meister war er noch nie.