Das ist eine sehr gute Frage bei der die 08:15 Kritiker keine substantielle Antwort geben werden.
Ich bin ein wenig verwirrt........
Das ist eine sehr gute Frage bei der die 08:15 Kritiker keine substantielle Antwort geben werden.
Ich bin ein wenig verwirrt........
Wollt ihr mich verarschen, Dolder geschlossen
Zamboni kaputt, wir sind im Heuried.
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Robin Grossmann brannten im dritten Viertelfinal-Duell im Hallenstadion gegen die ZSC Lions die Sicherungen durch, als er Gegenspieler Kyen Sopa mit dem Schlittschuh getreten hatte. Die Aktion wurde jedoch nicht bestraft und auch nachträglich ist der EHCB-Verteidiger nicht sanktioniert worden.
Robin Grossmann steht nämlich im Line-Up für das vierte Spiel an diesem Dienstagabend in Biel, womit der Verteidiger also definitiv nicht von der Disziplinarkommission gesperrt worden ist. Ausserdem geben die EHCB-Spieler Luca Cunti, Tino Kessler sowie Yannick Rathgeb ihr Comeback, während Damien Brunner leider wieder fehlt, nachdem er in Spiel drei mittun konnte.
Weber scheint heute Abend zu spielen, gemäss Instagram Filmli hat er seine Tasche in den Bus gepackt.
Vielleicht wollte er aber damit nur AT verwirren........
Die Freude war zurück, dann traf ihn dieser Kinnhaken
Stehaufmännchen Simon Bodenmann Den ZSC-Flügel plagen seit zwei Jahren gesundheitliche Probleme. Aus seiner Leidenssoll im Playoff eine Erfolgsgeschichte werden.
Simon Graf
Wer so viel erlebt hat wie Simon Bodenmann in den letzten zwei Jahren, ist so leicht nicht mehr aus der Bahn zu werfen. «Ich bin heute besser
aufgestanden als nach anderen Niederlagen», sagt er gestern, am Tag nach dem missglückten Playoff-Auftakt beim 4:5 gegen Biel und blinzelt bei
der Kunsteisbahn Oerlikon in die Sonne.
«Weil ich weiss, dass wir die Fehler bei uns suchen müssen. Die Energie war da bei allen, alle freuten sich aufs Playoff, und das endlich wieder vor
Zuschauern. Aber wir waren übermotiviert, wollten zu viel und verloren die Geduld. Im Unterzahlspiel stürmten wir zu dritt in die Ecke, und ein
Bieler war allein vor dem Tor. So etwas tun wir sonst nicht. Wenn sich jeder auf seinen Job konzentriert, bin ich positiv gestimmt.»
Geduld war für den 34-Jährigen in diesem Winter ein Schlüsselwort. Er blickte auf eine schwierige Saison 2020/21 zurück mit zwei Corona-
Infektionen und einer schweren Gehirnerschütterung, wegen der er mehrere Monate verpasst hatte. «Ich fühlte mich auch danach nie so, wie ich
mich sonst auf dem Eis fühle», sagt er. «Dazu die Spiele in leeren Hallen. Es war trostlos, ein sehr schwieriges Jahr für mich. Umso mehr freute ich
mich auf diese Saison. Ich hatte den Spass am Eishockey wiedergefunden.»
Dieser Spass überdauerte genau zwei Meisterschaftsspiele. Oder nicht einmal. Dann prallte Bodenmann im Heimspiel gegen Ambri mit Goalie
Damiano Ciaccio zusammen. Der Puck war nach einem Schuss via Ciaccio in die Höhe gespickt, Bodenmann wollte nachsetzen und schaute nach
oben zum Puck, der Torhüter verpasste ihm mit der Hand einen Kinnhaken. «Es war null Absicht von Ciaccio», sagt Bodenmann. «Einfach eine
blöde Situation.» Er sackte nach dem Kinnhaken aufs Eis. «Ich dachte zuerst, es sei nicht so schlimm», sagt er. Er täuschte sich.
Gesundheit vor Vertrag
Daraus wurde eine über dreimonatige Pause, in der er auf eine harte Probe gestellt wurde: «Eine Zeitlang war ich weg vom Team, um den Fragen
auszuweichen, ob es mir besser gehe und wann ich zurückkehren würde.» Darauf wusste er selber keine Antwort. Er trainierte mit Athletikcoach
Matt Stendahl und im Swiss Concussion Center in der Schulthess-Klinik, tastete sich immer wieder an seine Grenzen heran. Manchmal überschritt
er sie. «Dann bekommst du am nächsten Tag die Rechnung, hast du Kopfweh.»
Wie gut ging er damit um? «Da müssten Sie wohl meine Freundin fragen», sagt er schmunzelnd. «Nicht immer gut. Es war eine mühsame Zeit.»
Manchmal sei er zu Hause wohl ungeniessbar gewesen, sagt er. Zum Glück sei seine Freundin, die als Sportlehrerin in Kantonsschulen in Zürich-
Enge und Zug unterrichtet, beruflich sehr engagiert gewesen. «So konnten wir uns beide auf unsere Sachen konzentrieren. Es war gut, machte sie
sich nicht auch noch tausend Gedanken um mich. Dafür hatte ich ja meine Therapeuten.»
Auch Teamarzt Gery Büsser habe sich immer wieder bei ihm erkundigt, wie es ihm gehe. «Er ist sehr feinfühlig und merkt, wenn einer nicht so ist,
wie er sonst ist. Ich hatte das Gefühl, ich hatte es mental im Griff, auch wenn es nicht einfach war.» Bodenmann ist inzwischen so vertraut mit dem
Umgang mit Gehirnerschütterungen, dass sein Testimonial auf der Website des Swiss Concussion Center als Erstes erscheint.
Zu den körperlichen Leiden kam die Ungewissheit, wie es für ihn weitergeht. Er kam 2018 mit einem Vierjahresvertrag nach Zürich, der nun auslief.
Sportchef Sven Leuenberger habe ihm offen kommuniziert, dass er erst wieder mit ihm über einen neuen Vertrag reden könne, wenn er gesund sei.
25.03.22, 08:58 Artikel auf Seite 28 der Zeitung Tages-Anzeiger vom Fr, 25.03.2022
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Dann aber würden sie zusammensitzen. Bodenmann sagt: «Mir war auch klar: Wenn ich mich nicht gut fühle, muss ich auch nicht über einen neuen
Vertrag nachstudieren. Dann höre ich auf. Mein Fokus lag also ganz darauf, wieder gesund zu werden. Der Rest würde sich dann schon ergeben.»
Im letzten Spiel vor Weihnachten gab Bodenmann sein Comeback, quasi als verfrühtes Weihnachtsgeschenk. «Zuerst musst du das Vertrauen in
deinen Körper wiederfinden. Dass es kracht und es ist okay. Dann brauchst du Spielpraxis, denn im Match geht schon alles viel schneller als im
Training.»
Allmählich kam er wieder besser in Schwung, Anfang Februar unterschrieb er für ein weiteres Jahr. Andere Optionen habe er gar nicht abgecheckt:
«Ich fühle mich mega wohl hier in Zürich. Wir haben von der Qualität her ein geniales Team. Wenn wir das aufs Eis bringen, können wir grossen
Erfolg haben. Und davon möchte ich Teil sein.»
Wie damals mit dem SCB
Fragt sich nur, ob die ZSC Lions im Playoff zusammenfinden. Bodenmann sagt: «Es ist ein Teamsport. Jeder muss für den anderen laufen, das Ego
zurückstecken, die Fehler des anderen ausbügeln. Nur dann kannst du Erfolg haben. Wir haben so viele gute Einzelspieler, die immer mal wieder den
Unterschied ausmachen können. Aber im Playoff reicht einer allein nicht, da musst du miteinander spielen. Wenn wir das schaffen, ist alles möglich.
Und wenn nicht, ebenfalls, aber in die andere Richtung. Das sahen wir vor nicht zu langer Zeit, als wir in Ajoie chancenlos waren.»
Bodenmann weiss, wie es ist, Meister zu werden. 2016 und 2017 triumphierte er mit dem SC Bern. Aber was braucht es, um im Playoff
zusammenzufinden? «In meinem ersten Jahr in Bern wurden wir von Rang 8 aus Meister. Wir gewannen den ersten Playoff-Match gegen den ZSC
im Penaltyschiessen, das gab uns so viel Energie. Wir kamen in einen Flow, plötzlich passte alles zusammen.»
Wer weiss, vielleicht kommt diese Initialzündung bei den ZSC Lions ja heute in Biel.
Quelle? Auf der off. Homepage habe ich nichts gefunden.
Ah ja, der "gute" alte Fruithof ....... War bei meinem ehem. Arbeitgeber mal auch DIE grosse Nummer. Bis er gehen musste/wollte.
Same here! Einfach der jetzige Arbeitgeber.
Ist halt auch ein Spezi vom Spuhler, darum verkauft er jetzt Traktörli.
Still und leise macht er alle besser
ZSC-Stürmer Marcus Krüger Er ist der erfolgreichste Akteur der Liga. Öffentlich wahrgenommen wird er kaum - das stört
sogar seine Gegner.
Es gibt ein gutes Beispiel, um zu illustrieren, wie still sich Marcus Krüger durch seine ganze Karriere manövriert. In seinem 2017 erschienenen
Buch beschreibt Journalist Mark Lazerus die Geschichte der Chicago Blackhawks zwischen 2010 und 2015 mit drei Stanley-Cups. Zu Wort
kommen viele Spieler, Coachs, Betreuer, Barkeeper, Krethi und Plethi - nicht aber Krüger, Stürmer in immerhin zwei Champion-Teams.
Der 31-jährige Schwede schmunzelt, als er das hört. Er kennt den Buchautor persönlich, ist ihm aber nicht böse. Krüger hört auf Feedback, wenn
es zum Beispiel von Vater Peter kommt, der sich jedes seiner Spiele am Bildschirm anschaut. «Aber ich brauche keine Anerkennung von
aussen», sagt der Mittelstürmer. «Ich fühlte mich in Chicago im Team immer respektiert, und das ist das Wichtigste.»
Ähnliches gilt auch in der Schweiz. Egal, ob sich Mitspieler oder Gegner äussern, es tönt so oder ähnlich: Der Schwede sei der ultimative
Teamplayer. Einer sagt, es sei Zeit, dass einer wie Krüger in den Fokus rücke. Denn dort stand er auch in bald drei Jahren ZSC nie. Dieses
Gespräch sei sein erstes Interview in der Schweiz, bestätigt Krüger.
«Mit ihm gewinnst du»
Was zeichnet ihn aus? Nicht die Skorerwerte: 27 Punkte (8 Tore) in 43 Spielen sind nicht schlecht, aber alles andere als bemerkenswert für
Ausländer, die in der Schweiz meist nur anhand ihres offensiven Outputs bewertet werden. Sein Palmarès als zweifacher NHL-Champion, der
auch WM-Gold und Olympia-Silber gewann, machen ihn zum erfolgreichsten Spieler der National League, doch auch das macht den Spieler
Krüger nicht greifbar.
Wenn Trainer «die kleinen Dinge» betonen, die Krüger richtig mache, oder Mitspieler sein «Game Management» loben, tönt auch das so abstrakt
wie ein früherer Center und heutiger Coach, der sagt: «Den Millionen-Sponsoringvertrag mit Nike kriegen in der NHL andere, die Topskorer.
Gewinnen tust du aber mit Spielern wie Krüger.»
Wer aber in den Analytics wühlt, findet etwas Besonderes: Jeder ZSC-Stürmer, der diese Saison neben Krüger spielte, hatte bessere persönliche
Werte, als wenn er Teil einer Linie ohne ihn war. Jeder einzelne.
Krüger verbessert seine Mitspieler nicht vorwiegend mit Offensivtaten, sondern mit der Stabilisierung des Spiels. Krüger ist, auch das wird von
den Analytics belegt, jener ZSC-Stürmer, mit dem auf dem Eis am wenigsten Torgefahr für das Team herrscht.
Er bewunderte unübliches
Wie wurde Krüger zum Spieler, der er heute ist? Er wuchs in Stockholms Vorort Huddinge auf, unter Bedingungen, die sich für eine
Dokumentation eignen würden, warum in Schweden mehr junge Eishockeyaner rekrutiert werden als in der Schweiz: Direkt neben Krügers
Schule war eine der vielen Eishallen, «und alle Jungen verbrachten jede freie Minute dort», erzählt er.
Er begann als Verteidiger, wurde bald Center, seine Vorbilder waren schwedische Weltstars wie Forsberg, Sundin oder Zetterberg. Er bewunderte
sie aber für ihre Fähigkeit, auch die defensive Drecksarbeit im Repertoire zu haben: «Es gefiel mir, wie Zetterberg eine ganze NHL-Finalserie
lang Crosby in Schach halten musste.»
Wie bei Spielern mit ausgeprägter Spielintelligenz häufig, betrieb Krüger als Jugendlicher diverse Sportarten und interessiert sich bis heute noch
für alles Mögliche - er gilt im Team als Sportfreak. Besonders Handball hat es ihm angetan. Einerseits, weil seine Verlobte Malin früher aktiv
spielte, andererseits, «weil es eine der ehrlichsten Sportarten ist - und eine der attraktivsten zum Schauen». Während der EM versuchte Krüger
seine diesbezüglich ahnungslosen kanadischen Linienkollegen Quenneville und Azevedo für Handball zu begeistern - ohne Erfolg.
Krüger bewegte sich fast immer unter dem Radar. Als er 2009 von Chicago in der 5. Runde gedraftet wurde, interessierte das kaum jemanden, da
in jenem Jahr sieben Schweden in Runde 1 gezogen wurden. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit war Krüger aber schon zwei Jahre später
Stammspieler bei Chicago. Natürlich in rein defensiven Rollen.
Der eher introvertierte Schwede lernte von der Führungsgruppe rund um Superstar Jonathan Toews eine Diskussionskultur kennen, die ihm neu
war: «Man war sehr ehrlich und direkt, teilweise artete das fast schon aus.» Krüger lernte und wuchs, in Zürich gehört er in der Garderobe zu
jenen Spielern, die auch verbal Kritik anbringen.
Krüger kam als schlechter Bullyspieler zu den Blackhawks. Er hatte noch nie etwas von spezifischem Training gehört. Assistenzcoach Yanic
Perreault, bester Bullyspieler der NHL-Geschichte, lehrte ihn, und Krüger war ein guter Schüler: Er ist in der Schweiz unangefochten bester
Bullyspieler, er war kürzlich auch bei Olympia die Nummer 1.
Der Abschied in die Heimat
Das Playoff steht vor der Tür, es soll die Zeit werden, in der Krügers Einfluss noch grösser wird. Es ist seine letzte Chance, um auch in der
Schweiz einen Titel zu holen. Denn es steht fest, dass er zu seinem Heimatclub Djurgarden zurückkehrt. Weil die Familien Krügers und seiner
Verlobten dort leben. Weil er in Stockholm mit vielen früheren Freunden wird spielen können.
Und weil Krüger mithelfen will, den Club, der eine sportliche Baisse erlebt, wieder besser zu machen. So, wie er bei den Lions derzeit alle
besser macht. Der ZSC wird ihn vermissen, es dürfte auf Sportchef Sven Leuenbergers Agenda weit oben stehen, einen Typ Krüger zu finden.
Kristian Kapp
Eine Spielsperre und Busse gegen Sven Jung vom HC Davos.
Sven Jung vom HC Davos wird wegen eines Checks gegen den Kopf von Denis Malgin von den ZSC Lions in der 38. Minute des Meisterschaftsspiels der National League vom 25. Februar 2022 für ein Spiel gesperrt und mit CHF 1’500.- gebüsst (inkl. Verfahrenskosten).
Capaul auf nächste Saison zu KLOten
Der wurde auch mit viel Vorschusslorbeeren geholt...
Ja, es war einfach eine dämliche Aktion. Jetzt waren wir zwei Mal hintereinander ziemlich chancenlos, und haben den Frust dann mit einer unfairen Aktion gegen den Gegner ausgelassen. Zuerst Ghetto, jetzt Hollenstein.
Entscheid im ordentlichen Verfahren: Zwei Spielsperren und Busse gegen Denis Hollenstein von den ZSC Lions.
Denis Hollenstein von den ZSC Lions wird wegen eines Stockendstosses gegen Reto Suri vom EV Zug in der 59. Minute des Meisterschaftsspiels der National League vom 22. Februar 2022 für zwei Spiele gesperrt und mit CHF 4’100.- gebüsst (inkl. Verfahrenskosten).
Sie wollen schon, aber erst wenn die Kauleiste das erste mal richtig saniert wurde
Konfuzius sagt: "Je höher der Schaden umso höher der Lerneffekt"
Noch einer mit pürierter Pizza auf dem Speisezettel:
Denis Hollenstein
Pech für den ZSC-Flügel, der gut ins neue Jahr gestartet war: Er wurde im Training von einem Puck am Kopf getroffen, verlor mehrere Zähne und fällt vorderhand aus.
ZSC Lions ohne Morant, Hollenstein (beide verletzt/rekonvaleszent), Flüeler, Noreau, Andrighetto, Diem (alle krank), Capaul, Küng, Suter (alle GCK Lions).
Azevedo auch wieder mit dabei
Ist gemäss Chlöisuu schon fix, dass er wieder für Zug spielen wird:
Wie die Karriere von Hofmann nun weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. In der Schweiz wird er sich aber nur einem Team anschliessen können, wenn er eine Lösung mit den Columbus Blue Jackets findet. Theoretisch hat er zudem noch einen Vertrag beim EVZ bis Ende 2023.
In Bern wollten sie ihn nicht mehr, in Zürich blüht der junge Stürmer nach harzigem Start auf und ist der unerwartetste ZSC-Stammspieler.

Kristian Kapp
Publiziert heute um 12:34 Uhr
Das dritte Tor in den letzten vier Spielen: ZSC-Stürmer Kyen Sopa feiert gegen Fribourg seinen Treffer zum 3:1.
Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)
Ein Schweizer Eishockeyprofi mit italienischer Mutter und tibetischen Wurzeln, weil die Eltern des Vaters auswanderten – Kyen Sopa ist hierzulande keine alltägliche Figur im Sport. Dass der 21-jährige Stürmer spät mit Eishockey begann, jahrelang vor allem vom Talent lebte, erst mit 18 ein richtiges Sommertraining betrieb und mit vielen Toren im Schweizer Nachwuchshockey dennoch unterfordert wirkte – all das macht seinen Werdegang nicht gewöhnlicher.
Um gefordert zu werden, wechselte er 2018 für zwei Jahre in die Juniorenliga Kanadas und schoss auch dort nach Anlaufschwierigkeit eine ordentliche Anzahl Tore. Der Flügelstürmer tat dies zuletzt auch für den ZSC: vier Treffer in den letzten sieben Spielen. Bei allen zeigte Sopa Attribute des natürlichen Skorers. Die Ruhe beim Abschluss, die feinen Hände. Und dennoch: Profihockey und Kyen Sopa, das war zuvor keine einfache Beziehung.
Es war bereits Dezember und Sopas 20. Spiel im ZSC-Dress, als endlich, endlich das erste Tor gelang. Es erlöste ihn zwar aus seiner Verzweiflung, die ihn aber noch immer beschäftigt: «Warum lief es mir am Anfang nicht?» Sopa ist ein nachdenklicher junger Mann, das bemerkte auch Rikard Grönborg sofort. Der ZSC-Cheftrainer sah auch dessen Frust, als die Tore ausblieben.
Fototermin vor der Saison Ende Juli: Kyen Sopa posiert im Trikot der GCK Lions.
Foto: Melanie Duchene (Keystone)
Sopa begann die Saison beim Farmteam GCK. Dort hatten ihn die meisten erwartet, als er nach Zürich wechselte. Dies nach einem ersten schlechten Profijahr in Bern, wo ihm schon bald mitgeteilt wurde, dass man ohne ihn plane. Dank vieler Ausfälle im ZSC-Kader spielte Sopa aber plötzlich in der National League. Da war die Chance, doch er schien sie einfach nicht nutzen zu können. Und dennoch gab Grönborg Sopa jene Zeit, die beim ZSC in dieser Saison nicht alle jungen Spieler erhielten.
«Kyen ist eine angenehme Überraschung für uns.»
Rikard Grönborg, Cheftrainer ZSC Lions
Solange Sopa weiter zeige, dass er hart an seinen Defiziten arbeiten wolle, habe er auch Geduld mit ihm, sagt Grönborg. Er fand bereits in der Vorbereitung Gefallen am Stürmer: Wie Sopa auf dem Eis an die «dreckigen Orte» entlang der Banden und vor dem Tor gehe. Wie er daneben neugierig sei, sich nicht scheue, ständig Fragen zu stellen, lernen zu wollen. «Kyen ist eine angenehme Überraschung für uns», sagt Grönborg.
Sopa freut sich über das regelmässige Feedback von Grönborg und dessen Assistenten Johan Andersson. «Sie teilen mir auch mit, wenn ich Dinge gut gemacht habe», sagt Sopa und fügt fast schon entschuldigend an, dass ihm das hin und wieder guttue, dass er Vertrauen brauche.
Zwei Jahre kanadische Juniorenliga: Kyen Sopa im Jersey der Niagara Ice Dogs, aufgenommen bei den Niagarafällen am 29. Oktober 2019.
Foto: Kristian Kapp
Fragen stellt Sopa nicht nur den Trainern. Auf seine Torflaute reagierte er, «indem ich im Training schoss und schoss und schoss». Aber auch, indem er Mitspieler um Rat bat und mit ihnen Extraschichten einlegte: Denis Malgin, Simon Bodenmann, Reto Schäppi oder Denis Hollenstein sind seine ersten Ansprechpersonen. Und, wenn es ums Schiessen geht, natürlich John Quenneville – kein anderer ZSC-Stürmer feuert so viele Pucks aufs Tor.
Bei aller vermeintlichen Hockey-Exotik: Die Sopas sind eine Ostschweizer Hockeyfamilie. Kyens Cousin Liam ist U-20-Spieler bei Bülach und Kloten, Liams Vater Tashi figuriert noch mit 54 Jahren im Kader des heimischen Drittligisten Uzwil, als Teenager knebelte er noch mit dem heutigen ZSC-Sportchef Sven Leuenberger, genauso wie zwei weitere seiner Brüder – nur Kyens Vater spielte von den vier Sopa-Brüdern nicht Eishockey. Leuenberger holte 2017 Kyen in seinem letzten Jahr als Sportchef in Bern in die Nachwuchsabteilung, darum war Sopa für eine Saison noch an den SCB gebunden, als er aus der kanadischen Juniorenliga in die Schweiz zurückkehrte. Und Leuenberger schlug letzte Saison sofort zu, als er erfuhr, dass Sopa beim SCB schon nach vier Spielen mitgeteilt bekam, in Bern keine Zukunft mehr zu haben. Der junge Ostschweizer unterschrieb in der ZSC-Organisation schon früh einen Zweiwegvertrag bis 2023. In diesem sind die Spielprämien geregelt, falls Sopa nicht bei GCK, sondern beim ZSC eingesetzt wird – was diese Saison unerwartet häufig der Fall ist. (kk)
Dass Sopa eine Umgebung benötigt, in der er sich wohlfühlt, war auch seinem Trainer bei GCK schnell klar. Michael Liniger kannte Sopa zuvor nicht, er hatte aber von den Vorurteilen gehört, die den Spieler begleiteten und die nicht untypisch sind für junge, vorwiegend von ihrem Talent zehrende Sportler: zwar kreativ, aber auch eigenwillig, nicht einfach, keine Trainingsweltmeister.
«Kyen ordnete sich sofort im Team unter, er war selbstkritisch und gab Vollgas.»
Michael Liniger, Cheftrainer GCK Lions
Doch dann wurde auch Liniger überrascht, selbst bei jenen kurzen Aufenthalten bei GCK mitten in der Saison, in denen Sopa wieder unten aushelfen musste: Es kam ein lernwilliger Spieler, der keinerlei Frust zeigte, in der zweithöchsten Liga sein zu müssen. «Kyen ordnete sich sofort im Team unter, er war selbstkritisch und gab Vollgas», sagt Liniger. Dieser wurde zum ersten Trainer, der ihn aufbaute nach dem Jahr in Bern, das ihn mental gebrochen hatte, wie Sopa sagt. Beim ZSC zunächst auch nur mit minimaler Eiszeit spielend, war er bei GCK einer der meisteingesetzten Spieler. «Damit gab mir Liniger sehr viel Vertrauen», sagt Sopa.
Seit Mitte November spielt Sopa nur noch in der National League. Auch er staunt, dass er bereits 26-mal für den ZSC auflaufen konnte. Sein Agent Sven Helfenstein sei zwar von Anfang an überzeugt gewesen, dass er in der höchsten Liga spielen würde, er selbst habe sich aber kleinere Ziele gesetzt, sagt Sopa: «Ich bin lieber realistisch, vor allem in einer Mannschaft wie dem ZSC. Da hätte ich mich mit zu hohen Erwartungen nur enttäuscht.»
Wohin führt Sopas Weg? Wenn die prominent besetzte ZSC-Offensive wieder komplett ist, könnte er sich wieder bei GCK wiederfinden. «Ich will darüber nicht zu viel nachdenken», sagt Sopa. Versprechen vom Trainer kann er keine erwarten. Und er weiss, worauf er sich einliess, als er bei den Lions unterschrieb. Grönborg erlaubt zumindest einen Blick in die fernere Zukunft: «Wenn Kyen sich in der National League etabliert hat, kann er ein Leistungsträger in einer Skorer-Rolle werden. Er hat alle Voraussetzungen.»
So sind auch bei den ZSC Lions drei Covid-Fälle festgestellt worden. Die ganze Mannschaft machte nun am Donnerstag PCR-Tests, deren Resultate am Silvester vorliegen dürften. Erst dann wird man wissen, ob das Spiel am Sonntag gegen Leader Fribourg stattfinden kann. Die Handhabung von Quarantänen ist von Kantonsarzt zu Kantonsarzt unterschiedlich.
Jakub Kovar
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