Schwalbe hat für Lausannes Glauser Konsequenzen
Es war der Aufreger des fünften Final-Duells zwischen den ZSC Lions und Lausanne (3:0): die Schwalbe von LHC-Verteidiger Andrea Glauser. Die Liga bittet den 28-Jährigen deswegen nun zur Kasse. 2000 Franken (inkl. Verfahrenskosten) muss Glauser für das Vortäuschen eines Fouls abdrücken.
Glauser ging zu Boden, als er von ZSC-Center Derek Grant von hinten leicht mit dem Stock am Trikot berührt wurde. Die Schiedsrichter Mark Lemelin und Cedric Borga fielen auf die Schauspieleinlage rein und schickten Grant für zwei Minuten in die Kühlbox.
«Es handelt sich maximal um einen leichten ‹Zupfer› im sehr gut geschützten Hosenbereich, welcher ein Eishockeyprofi normalerweise kaum bemerkt. Trotzdem fällt der Beschuldigte verzögert und übertrieben theatralisch hin, hält sich im nachweislich nicht getroffenen Genitalbereich und verzieht das Gesicht, als ob er schwer getroffen worden wäre», schreibt Einzelrichter Stefan Müller in seinem Entscheid. «Das ist unsportlich, eines Playoff-Finals absolut unwürdig und im Eishockey in hohem Masse verpönt.»
Ich hoffe Glauser braucht nun keine Therapie oder noch schlimmer, ein Sonder-Setting. 