Schöne Tore, kernige Checks und heroische Aufholjagden berühren mich weniger als sonst.Denn in diesen Corona-Zeiten stelle ich fest, dass mich schöne Tore, kernige Checks und heroische Aufholjagden weniger berühren als sonst. Vielleicht, weil man nicht weiss, ob die Meisterschaft wirklich fertiggespielt wird. Wahrscheinlich, weil die Covid-Turbulenzen einen solch grossen Platz einnehmen in meinem Kopf. Das Virus steckt tief in uns drin – auch in jenen, die (noch) nicht damit infiziert wurden. Es trübt unsere Stimmung und den Reiz der schönsten Nebensache der Welt.
Nicht nur ich scheine es so zu empfinden. Mit rein sportlichen Geschichten können wir aktuell kaum punkten, das zeigt unser Web-Seismograf. Wer gelesen werden will, muss Corona in seine Texte einbauen. Trotzdem ist es gut, läuft der Sport weiter. Irgendwie. In der Hoffnung, dass in einigen Monaten die Zeit kommt, in der er uns wieder richtig fesselt.
Gut geschrieben, das geht mir zumindest im Eishockey auch so.
Im Fussball muss ich aber sagen, dass die "Coronazeit" durchaus auch positive Punkte gebracht hat, und da beziehe ich mich vor allem auf die Bundesliga welche ich noch gerne verfolge. Es gibt aus meiner Sicht viel weniger Theatralik, Schwalben und Diskussionen aka "Rudelbildung", sondern es wird vor allem einfach Fussball gespielt. Und auch die ewigen "Scheiss DFB" Rufe welche gefühlt 5 Minuten in jedem Spiel vorgekommen sind, vermisse ich überhaupt nicht.