Beiträge von Mirko

    Die einen regen sich auf über Menschen, die sich noch in Gruppen aufhalten. Die anderen regen sich auf über die Menschen, welche das denunzieren, etc.

    Sich aufregen über andere Menschen und das öffentlich kund zu tun ist halt offenbar auch in der DNA der Menschen... Ich geniesse lieber das schöne Wetter, zu viel Aufregung schadet schliesslich auch der Gesundheit :cool:


    das ist def. mühsam, eigentlich müsste man die ignoranten der ü65 Risikogruppe dazu verpflichten, dass es keine Wiederbelebungsmassnahmen gibt und sie im Fall der Fälle hinter jüngeren Patienten anstehen müssten: dann wäre es bei einem grossen Ausbruch zumindest für die Ärzte geregelt und sie müssen nicht (in)moralische Entscheidungen treffen?!

    Für Selbstverantwortung im Gesundheitswesen etwas bin ich schon lange, aber bitte dann konsequent. Wer sich beispielsweise mit Rauchen selber mutwillig zerstört, soll eine Behandlung von Lungenkrebs zum Teil selber übernehmen, wer sauft bis zum Umfallen bei einer Leberzirrhose ebenfalls etc. Genauso wie man bei fahrlässig herbeigeführten Unfällen für einen Teil selber verantwortlich ist.


    Das nervt dann doppelt, wenn man sich so einschränkt, wie wir das gerade tun und dann im Migros den Alten mit dem Rollator begegnet.
    Wenn man zusätzlich noch weiss, dass viele Leute gerne ihre Hilfe anbieten würden, aber viele Alte das nicht wollen.

    Auch wenn es mich ebenfalls stört, ein gewisses Verständnis muss man dafür schon auch aufbringen. Viele 70-80+ jährige fühlen sich noch nicht uralt sondern sind eigentlich noch ziemlich fit und sind viel unterwegs. Wenn man denen jetzt sagt, sie müssen wochen- oder sogar monatelang zu Hause bleiben, kann das schon sehr schwer zum Akzeptieren sein und auch psychische Probleme mit sich bringen. Auch wenn die Digitalisierung auch bei den Senioren ankommt, ihr Sozialleben findet halt nach wie vor nicht auf Skype, Facebook oder Instagram statt sondern bei einem kleinen Schwatz im Migros, beim Einzahlen auf der Poststelle, beim Coiffeur etc. Das wie gesagt über lange Zeit zu verlieren ist genauso schwer wie für die jüngere Generation Einschränkungen zu akzeptieren.

    Zudem wollen einige Alte keine Hilfe annehmen, weil sie das als "Kontrollverlust" ansehen, quasi man kann nicht mehr selber für sich sorgen und geht damit den ersten Schritt in Richtung Altersheim. Sagt zumindest eine Kollegin von mir, welche bei der Spitex arbeitet.


    Puh, sind ein paar vom Leben scheinbar doch sehr stark gefrustete Leute hier drin.

    Denke ich auch. Bei gewissen Usern kann man aber getrost die Links nicht beachten, weil dahinter etwas Abstruses zum Vorschein kommen würde...


    ps. was ich aber auch sage: das gesundheitssystem, noch nicht ausgehöhlt von unseren neoliberalen freunden, hätte sogar eine durchseuchung ohne überlastung und grössere probleme ertragen.

    Weshalb wird dann die Schweiz nach wie vor für eines der besten Gesundheitssysteme gelobt? Klar, unsere Cüpli-Sozi-Freunde hätten natürlich am liebsten in jedem Dorf ein Spital gebaut (und gleichzeitig gejammert dass die Krankenkassenprämien noch viel stärker steigen), und das hätte es vermutlich für eine schnelle Durchseuchung auch gebraucht. Aber das ist wie überall im Leben ein Abwägen, nur weil für ein absolutes Topspiel alle 10 Jahre 50'000 Tickets abgesetzt werden könnten, baut der ZSC jetzt auch nicht ein Stadion für 50'000...


    Ich habe nur etwas Mühe mit der Tatsache, dass es uns offenbar so gut geht, dass "wir" es grausam schlimm finden, wenn wir ein paar Wochen nicht raus dürfen, um Party zu machen.

    :nick: :nick:

    Bei einigen ist halt in der Corona-Krise die Hauptsache, dass die Profifussballclubs wieder mit dem Training beginnen können...


    Ist ja logisch. Mit kleineren Bobos geht man momentan auch nicht zum Arzt. Aber nicht unbedingt aus Angst, sonder um die Leute dort zu entlasten. Die Zahnarzttermine hat auf jeden Fall der Zahnarzt abgesagt. Das ist aber auch verständlicher.

    Wenn man verdächtige Symptome hat, sollte man ja den Arzt anrufen und nicht vorbeigehen. Wenn er das Gefühl hat, es könnte Corona sein, dann schickt er dich direkt in ein entsprechendes Spital zur Abklärung. Die "normalen Hausärzte" behandeln keine Covid-Patienten und müssen deshalb aktuell auch nicht entlastet werden. Wie ich gesagt habe ist es eher umgekehrt, es kommen viel weniger Leute. Eine MPA-Kollegin von mir ist aktuell auf Kurzarbeit, weil in ihrer Praxis die Termine um etwa zwei Drittel eingebrochen sind...

    Und beim Zahnarzt ist es so, dass wenn es um Zahnschmerzen geht, man problemlos einen Termin bekommt. Was abgesagt worden ist sind Routinekontrollen und Dentalhygiene.

    Komisches Interview heute im Tages Anzeiger. Es ist ein ABO+ Artikel und ich weiss dass nicht alle es lesen können, ich habe es in der gedruckten Zeitung gelesen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/wir-reden-mit-…st-658327666975

    Für mich war eigentlich nur folgender Teil speziell:

    Zitat

    Pochen Sie auf eine Durchführung der Playoffs zu einem späteren Zeitpunkt?
    Wir sind lediglich Inhaber von Sportrechten und haben keinen Einfluss auf die Spielpläne. Es kommt zuerst darauf an, wann die Regierung ihre Massnahmen dahingehend lockert, dass Sportanlässe wieder möglich sind. Dann entscheidet die Liga, ob die Playoffs nachgeholt werden.

    Es hiess doch, die Saison sei beendet, wie kommen die darauf?


    Nur noch ein Nachtrag. Ich habe soeben einen SRF News Tweet gelesen dass Notfallaerzte besorgt sind weil viel weniger Menschen aus Angst vor dem Virus die Notfallaufnahmen nicht mehr besuchen und dies fatale Fogen haben kann. Ich weiss nicht wie dies in der Schweiz ist aber in den USA gibt es im Moment keine Routine Mammograms, Colonoscopies und andere Screenings. Man koennte meinen dass Krebszellen sich nicht mehr vermehren und andere Krankheiten Pause machen nur weil sich im Moment alles um den Coronavirus dreht.

    Das ist in der Schweiz genau gleich, dass die Patienten nicht mehr zum Arzt/ins Spital gehen. Hat letzthin auch der Koch vom BAG gesagt, dass Eltern sich nicht mehr getrauen mit einem kranken Kind zu einer Untersuchung zu gehen und dass dies nicht sein darf... Viele Hausärzte haben auch Kurzarbeit angemeldet, weil die Patienten ausbleiben.

    Was aber nach wie vor gemacht wird, sind Routineuntersuchungen und Check-ups. Einzig sogenannt aufschiebbare Operationen (z.B. künstliches Gelenk) wo man ein Spitalbett belegt, mussten verschoben werden.

    Der volkswirtschaftliche Schaden ist in der Tat immens und er wird noch grösser werden... Es geht nicht nur darum, dass in der Schweiz das Leben stillsteht, sondern auch im Ausland. Zwei Pfeiler der Schweiz sind Exporte und der Tourismus, diese werden das noch lange spüren. Nicht nur bei uns wird sicherlich die Schere arm/reich grösser und es werden sich viele über längere Zeit nicht mehr das Leben leisten können, was sie hatten. Dann kommt noch Druck auf den Immobilienmarkt, das Rentensystem welches schon seit Jahrzehnten hätte reformiert werden müssen etc. Deshalb hoffe ich schon, dass man da irgendwie wieder die Kurve kratzt...

    Im Gesundheitswesen haben wir es offenbar doch recht gut gemacht, wir können es uns auch leisten Patienten aus dem Ausland aufzunehmen. Ich denke man hat alles was nicht notwendig ist einfach einmal abgesagt, weil man ein mögliches Szenario "Norditalien" im Hinterkopf hatte und die Kapazitäten dafür reserviert hat. Im Tessin und auch in einzelnen westschweizer Kantonen ist man ja effektiv auch am Anschlag...


    „mr. dax“ dirk müller. einer börsenguru, der seit jahren warnt...guter typ. cashkurs auf youtube.

    https://youtu.be/-cgS1RAOR4Y

    Jetzt kommen wieder die selbsternannten Gurus, welche es "seit Jahren gesehen haben"... Wenn etwas sicher war wie das Amen in der Kirche, dass die Börse irgendwann mal wider runter kommt, das hätte sogar ein Primarschüler vorhersagen können... Wenn er wirklich so ein Guru ist, wieso warnt er denn "seit Jahren"? Da lag er ja die letzten 5 Jahre komplett daneben...


    Für den Fussball, dem keine Krise etwas anhaben konnte, wird die Corona-Pandemie zur Zäsur. Im Sommer dürften die Transfersummen deutlich sinken. 

    Vielleicht kommt man da wieder zum Idealbild von einigen Fans, welche jeweils ihre Transparente mit "Nein zum modernen Sport" im Stadion aufhängen...


    tönt einerseits verständlich + auch sinnvoll, nur liest man in der letzten Zeit derbe Berichte von jungen die wieder Gesund sind: sind das die absoluten Ausnahmen, dass es sie in dem Alter so fest getroffen hat + vor allem wie hart das zum Teil war?
    Hätte keinen Bock auf dauerhafte Sauerstoffzufuhr und „stiche in der Lunge“, etc, auch wenn es nur paar Tage dauert...

    Ich finde solche "Horrorgeschichten" sinnvoll, es zeigt auch den jüngeren dass sie nicht "unbesiegbar" sind und die Regeln einhalten sollen. Ich denke aber, das sind statistische Ausreisser die es immer gibt, wie es vermutlich auch den einen oder anderen 85-jährigen gibt, welcher das Virus ohne Probleme überstehen wird. Ich würde mir hier nicht zu grosse Sorgen machen und vor allem die Vorsichtsregeln einhalten damit das Ansteckungsrisiko klein ist. Alles andere ist dann halt genau so "Schicksal" wie wenn man eine schwere Krebsdiagnose bekommt.

    Zudem ist es immer auch möglich, dass man sich zwar gesund und fit fühlt, aber trotzdem eine Vorerkrankung hat. Menschliche Organe sind teilweise sehr gut darin, zu kompensieren und sich erst zu melden wenn schon Teile davon irreversibel geschädigt sind. Bei einer bisher nicht diagnostizierten Vorerkrankung kann dann Corona vermutlich grössere Schäden verursachen. Es gibt halt einfach noch nicht genügend wissenschaftliche Studien...

    Gaht scho um echli meh als es paar Hotelzimmer. Da gaht's au um sau-tüüri Sponsore-Verträg.
    Klar us eusere Sicht müessti das eigentlich machbar si. Aber gem. Vertrag füehret SWE/DEN d'WM im kommende Früehling dure.

    D‘WM nöchst Jahr isch in Minsk und Riga planet... SWE/DEN sind ersch 2025 dra

    Über vernünftige und unvernünftige Zeitgenossen haben wir ja genug gesprochen...

    Was ich nicht verstehe, wieso kommunizieren die Behörden die Massnahmen nicht noch offensiver? Es sollte doch beispielsweise möglich sein heutzutage, dass man allen Handybenutzern eine Pushnachricht schickt mit dem Inhalt der mittlerweile auf allen Fernsehkanälen eingeblendet wird. Als ich letztes Jahr in den USA war, gab es in der Nähe eine Tornadowarnung und ich habe, ohne dass ich eine App installiert habe, eine Nachricht erhalten, auf mein Handy mit Schweizer SIM-Karte.

    Zudem: Auch wenn ich der Meinung bin, man soll in der Schweiz so schnell wie möglich Deutsch lernen, aber gerade in dieser Situation ist jegliche Form von "Populismus" unnötig und es sollte doch die wichtigsten Infos und Handlungsanweisungen auch auf Albanisch, Jugoslawisch, Tamilisch etc. geben. Ganz in der Nähe wo ich wohne gibt es zum Beispiel einen muslimischen Kulturverein und fast daneben einen Spielplatz. Der Verein ist zwar geschlossen, aber in der Umgebung ist immer noch alt und jung zusammen, die Kinder spielen, die Mütter/Grossmütter tratschen auf den Bänklis und die Männer stehen zusammen und rauchen... Wissen die wirklich alle was abgeht und verstehen die was der Bundesrat im Tagesrhythmus kommuniziert?

    Im Fussball ist man halt verglichen mit anderen Sportarten in einem grösseren Dilemma, vor allem was die internationalen Wettbewerbe anbelangt... Im Eishockey ist eine CL-Teilnahme eher eine "Nice-to-Have" Geschichte mit aktuell wenig Prestige. Für einige Clubs wohl sogar eher mit finanziellen Verlusten verbunden, zudem mit möglichem Substanzverlust in der Mannschaft wegen zusätzlichen Spielen. Im Fussball ist eine Teilnahme am europäischen Wettbewerb eine Gelddruckmaschine und für viele Clubs auch das Zünglein an der Waage für die Kaderplanung. Ist man nicht dabei, verliert man u.U. Spieler bzw. kann einen Wunschspieler nicht holen. Insofern ist es schon verständlich, dass man irgendwie versucht hier europaweit zu synchronisieren.


    "Solidarität" ist nicht einseitig ...

    Manchmal muss man provozieren um Reaktionen auszulösen :wink: Ich gebe dir völlig recht, dass Solidarität nicht einseitig ist. Deshalb habe ich auch überhaupt kein Verständnis aktuell für viele Senioren. Dort müsste doch eigentlich angekommen sein, dass sie zur Risikogruppe gehören, aber das Bewusstsein bzw. die viel zitierte "Egoistengesellschaft" ist eben auch dort verbreitet. So habe ich schon etwas komisch geschaut am Samstagmorgen im recht vollen Supermarkt (Hamsterkauf lässt grüssen) etwa einem Drittel Senioren gezählt zu haben. Oder auf meiner Velotour am Sonntagnachmittag über den Sternenberg, als im Bus eine ganze Seniorenwandergruppe eingestiegen ist und es nicht genügend Sitzplätze gab. Wenn dort dann der Virus zuschlägt, müsste man schon ein bisschen über Selbstverschulden sprechen...

    Jetzt schreiben die einen schon, dass die Kinder traumatisiert werden :spinneli: Wenn ich die heutigen verwöhnten Kinder mit gleichaltrigen in vielen anderen Gegenden dieser Welt wo es Hunger oder Krieg gibt, da kann man nur den Kopf schütteln. Es spricht übrigens niemand von einsperren, man kann mit Kindern ab dem Schulalter auch mal an der frischen Luft Joggen, Velofahren oder in den Wald gehen.

    Gerade Kinder gehören zu den grössten "Virenschleudern". Das ist jetzt nicht negativ gemeint, sondern einfach in der Natur der Sache. Kinder gehen ungezwungen miteinander um, fassen andere und sich an, ohne immer gleich das Desinfektionsmittel hervorzukramen. Und die Kinder bringen dann die Viren nach Hause. Wie oft haben "Kinderlose" Verständnis, wenn der Teamkollege zuerst zu Hause ist weil das Kind Grippe hat und dann weil er selber krank ist. Beim Coronavirus ist das noch tückischer, es hiess dass etwa 70-80% der Kinder keine Symptome zeigen oder so leichte wie eine laufende Nase, wo sonst niemand an eine Krankheit denkt.