Beiträge von Mirko

    Über vernünftige und unvernünftige Zeitgenossen haben wir ja genug gesprochen...

    Was ich nicht verstehe, wieso kommunizieren die Behörden die Massnahmen nicht noch offensiver? Es sollte doch beispielsweise möglich sein heutzutage, dass man allen Handybenutzern eine Pushnachricht schickt mit dem Inhalt der mittlerweile auf allen Fernsehkanälen eingeblendet wird. Als ich letztes Jahr in den USA war, gab es in der Nähe eine Tornadowarnung und ich habe, ohne dass ich eine App installiert habe, eine Nachricht erhalten, auf mein Handy mit Schweizer SIM-Karte.

    Zudem: Auch wenn ich der Meinung bin, man soll in der Schweiz so schnell wie möglich Deutsch lernen, aber gerade in dieser Situation ist jegliche Form von "Populismus" unnötig und es sollte doch die wichtigsten Infos und Handlungsanweisungen auch auf Albanisch, Jugoslawisch, Tamilisch etc. geben. Ganz in der Nähe wo ich wohne gibt es zum Beispiel einen muslimischen Kulturverein und fast daneben einen Spielplatz. Der Verein ist zwar geschlossen, aber in der Umgebung ist immer noch alt und jung zusammen, die Kinder spielen, die Mütter/Grossmütter tratschen auf den Bänklis und die Männer stehen zusammen und rauchen... Wissen die wirklich alle was abgeht und verstehen die was der Bundesrat im Tagesrhythmus kommuniziert?

    Im Fussball ist man halt verglichen mit anderen Sportarten in einem grösseren Dilemma, vor allem was die internationalen Wettbewerbe anbelangt... Im Eishockey ist eine CL-Teilnahme eher eine "Nice-to-Have" Geschichte mit aktuell wenig Prestige. Für einige Clubs wohl sogar eher mit finanziellen Verlusten verbunden, zudem mit möglichem Substanzverlust in der Mannschaft wegen zusätzlichen Spielen. Im Fussball ist eine Teilnahme am europäischen Wettbewerb eine Gelddruckmaschine und für viele Clubs auch das Zünglein an der Waage für die Kaderplanung. Ist man nicht dabei, verliert man u.U. Spieler bzw. kann einen Wunschspieler nicht holen. Insofern ist es schon verständlich, dass man irgendwie versucht hier europaweit zu synchronisieren.


    "Solidarität" ist nicht einseitig ...

    Manchmal muss man provozieren um Reaktionen auszulösen :wink: Ich gebe dir völlig recht, dass Solidarität nicht einseitig ist. Deshalb habe ich auch überhaupt kein Verständnis aktuell für viele Senioren. Dort müsste doch eigentlich angekommen sein, dass sie zur Risikogruppe gehören, aber das Bewusstsein bzw. die viel zitierte "Egoistengesellschaft" ist eben auch dort verbreitet. So habe ich schon etwas komisch geschaut am Samstagmorgen im recht vollen Supermarkt (Hamsterkauf lässt grüssen) etwa einem Drittel Senioren gezählt zu haben. Oder auf meiner Velotour am Sonntagnachmittag über den Sternenberg, als im Bus eine ganze Seniorenwandergruppe eingestiegen ist und es nicht genügend Sitzplätze gab. Wenn dort dann der Virus zuschlägt, müsste man schon ein bisschen über Selbstverschulden sprechen...

    Jetzt schreiben die einen schon, dass die Kinder traumatisiert werden :spinneli: Wenn ich die heutigen verwöhnten Kinder mit gleichaltrigen in vielen anderen Gegenden dieser Welt wo es Hunger oder Krieg gibt, da kann man nur den Kopf schütteln. Es spricht übrigens niemand von einsperren, man kann mit Kindern ab dem Schulalter auch mal an der frischen Luft Joggen, Velofahren oder in den Wald gehen.

    Gerade Kinder gehören zu den grössten "Virenschleudern". Das ist jetzt nicht negativ gemeint, sondern einfach in der Natur der Sache. Kinder gehen ungezwungen miteinander um, fassen andere und sich an, ohne immer gleich das Desinfektionsmittel hervorzukramen. Und die Kinder bringen dann die Viren nach Hause. Wie oft haben "Kinderlose" Verständnis, wenn der Teamkollege zuerst zu Hause ist weil das Kind Grippe hat und dann weil er selber krank ist. Beim Coronavirus ist das noch tückischer, es hiess dass etwa 70-80% der Kinder keine Symptome zeigen oder so leichte wie eine laufende Nase, wo sonst niemand an eine Krankheit denkt.


    Zürich müsste es auch schon längst kapieren, weil die Stadt voll ist mit Idioten, Ignoranten und Egoisten.
    Dank denen können wir uns dann von einigen Leuten in unserem Umfeld verabschieden, aber diese Deppen müssen wir weiter unterhalten und bespassen, wenn der Spuk mal vorbei sein sollte.

    Dazu passt auch ein Artikel aus dem Züri Oberländer:

    Mangelnde Sensibilität wird sich schnell rächen

    Trotz klaren Verhaltensregeln im Umgang mit dem Coronavirus ist an vielen Ausflugzielen im Oberland kein Abstand gewahrt worden. Das wird rasch zum Bumerang werden.

    Christian Brändli
    Sonntag, 15. März 2020, 18:10 Uhr

    Prächtiges Wetter, tolle Umgebung. Wäre da nur nicht dieses blöde Coronavirus. Das ist etwas lästig, schon alleine wegen der vom Bundesrat neu erlassenen Einschränkungen. Dass sich viele Leute von diesen noch nicht wirklich beeindrucken lassen, zeigt sich am sonntäglichen Treiben an den bekanntesten Ausflugsflugszielen in der Region. Als wäre nichts, wird etwa an den Quais am Pfäffiker- und am Greifensee flaniert, angestanden und angestossen.

    Seequai wie Skigebiet

    Offensichtlich ist es bei vielen noch nicht angekommen: Abstand wahren ist das Gebot der Stunde. Und das gilt auch draussen. Die Skigebiete etwa sind geschlossen worden, weil dort die Distanzregeln nicht eingehalten werden können – auch wenn es eigentlich ganz viel Platz gäbe. Ballungen an einzelnen Punkten lassen sich eben nicht vermeiden. Und solche einzelne Menschentrauben sind an diesem Ausflugstag in Niederuster, Pfäffikon oder Seegräben zu sehen gewesen – und wohl noch an ganz vielen weiteren Orten im Oberland. Hier fehlt schlicht die Sensibilität der Ausflügler für die ausserordentliche Situation.

    Der Bundesrat hat versucht, uns trotz der sich rasant ausbreitenden Pandemie noch so viel Bewegungs- und Konsumationsfreiheit wie möglich zu gewähren. Geschäfte sollen noch geöffnet bleiben. Restaurants sollen, wenn auch auf 50 Gäste und Personal begrenzt, weiterhin betrieben werden können. Und sogar kleinere Veranstaltungen werden nicht ausgeschlossen. Dies allerdings immer unter der Voraussetzung, dass wir uns alle diszipliniert an die klar kommunizierten Regeln halten und uns selbst beschränken.

    Verschärfung wird die Folge sein

    Viele sind dazu nicht in der Lage. Das wird sich rächen, und zwar – so ist es zu befürchten – sehr schnell. Der Bundesrat dürfte gezwungen sein, die Einschränkungen und Verbote zu verschärfen. Erst wenn auch bei uns Läden sowie Restaurants geschlossen sind und wir dazu angehalten werden, die Wohnung oder das Haus möglichst nicht mehr zu verlassen – siehe Italien, Spanien und nun auch Österreich -, kommt das Bedauern. Hätten wir doch Distanz bewahrt.


    Es ist mir eigentlich egal ob Visp oder Kloten oder beide Aufsteiger wären. Ich möchte keine grünen Aufsteiger. Jekami in der obersten Liga gibts schon indem 12 Teams drin sind.

    In welcher Zeit lebst du? Das war vielleicht vor 10 Jahren so... Aktuell ist die Meisterschaft so ausgeglichen wie nie und der Strichkampf ist spannend bis zum letzten Spieltag.


    Wenn man uns zum Meister kürt, kann man von mir aus Kloten zum B meister machen. Aber für den Aufstieg gäbe es ja noch mals eine Best of 7 Serie. Konsequenterweise fixer Absteiger?!

    Konsequent würde heissen, man handhabt es gleich wie in der Saison 2003/04. Im Gegensatz zur abgesagten Meisterschaft gab es eine Playout-Absage schon einmal, darauf könnte man sich sicherlich auch in einem möglichen Rechtsverfahren berufen.

    Zudem die Abneigung einzelner User gegen Kloten in Ehren, ich fand es lustig dass sie den Gang ins B antreten mussten und sich die erste Saison sogar lächerlich gemacht haben. Aber ich hätte lieber wieder echte Derbies in der Halle und auch in Kloten, wo man sie im Direktduell demütigen könnte :mrgreen: Wäre mir hundertmal lieber als emotionslose Spiele wie beispielsweise gegen Rapperswil...


    solange bis jemand krank wird....

    Wie ich im vorigen Post schon erwähnt habe, wird man jetzt sehen was in Hannover passiert, nachdem ein Spieler von Hannover 96 positiv getestet worden ist. Das wird nicht der einzige Fall sein im Mannschaftssport. In Deutschland beginnt man jetzt auch, alle Eventualitäten durchzudenken:

    https://www.sportschau.de/fussball/allge…mentar-100.html

    https://www.sportschau.de/fussball/coron…bbruch-100.html


    hoffetli wird abbroche. es isch nurno lächerlich. es bringt so nix, niemert wett so meischter werde.
    absoluti farce. für eimal es biispiel näh a düütschland und öschtriich. aber ebe...d'Buchli...:facepalm:

    Ich glaube nicht, dass Steffi Buchli dies befohlen hat. Und Deutschland ist ja das beste Beispiel an Inkonsequenz und Heuchlerei wo man sieht dass es nur ums Geld geht. Auf der einen Seite wird die Eishockeymeisterschaft abgesagt, Handballspiele wo etwa gleich viel Geld im Spiel ist wie bei uns im Eishockey, finden aber teilweise in vollen Hallen statt. Auch im Fussball waren gestern 42'000 Zuschauer in Leipzig und morgen fast 50'000 in Frankfurt. Im Prinzip könnte man ja auch die Bundesligasaison abbrechen, mit der genau gleichen Argumentation dass Geisterspiele keinen Spass machen. Aber im Fussball ist halt wesentlich mehr Geld im Spiel... Mal schauen was jetzt abläuft, wo ein Hannover-Profi ein bestätigter Coronafall ist.


    Bin mir sicher dass die UPC mit dem Durchzwängeln der Playoffs gleichzeitig die zukünftigen Rechte verspielt hat!
    Bin mir sicher die gehen wieder an Teleclub.

    Ich glaube nicht, dass dies ein Durchzwängen ist. UPC hat vermutlich zurecht argumentiert, bei Saisonabbruch gibt es Betrag x CHF weniger. Und die Clubs haben abgewogen was finanziell den grösseren Schaden verursacht. Nimmt mich dann Wunder, wenn es im Fussball darum geht ob man die Saison abbrechen oder mit leeren Stadien weiterspielen soll, was dann Teleclub sagt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das einfach so hinnehmen wird und die volle Summe der TV-Gelder auszahlt...


    Ein klarer Entscheid "von oben" hilft, wenn Veranstaltungen an sich verboten werden, und nicht bloss die Anwesenheit von Zuschauern. Deswegen kommt man ja überhaupt erst in die Bredouille mit den TV-Verträgen, weil man sich nicht auf höhere Gewalt berufen kann, welche ja (hoffentlich...) in den TV-Verträgen als Klausel enthalten ist.

    Höhere Gewalt ist ganz sicher geregelt in den TV-Verträgen, ich glaube aber nicht dass es dann einfach heisst im Falle von höherer Gewalt wird die volle Summe bezahlt. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen bei einem amerikanischen Milliardenkonzern wie UnityMedia, dass man so etwas akzeptiert hätte. Deren Anwälte sind vermutlich unserem Verband auch ziemlich überlegen... Ich gehe davon aus, dass im Falle höherer Gewalt eben ein substanzieller Betrag nicht bezahlt wird, und deshalb die Clubs im Gegensatz zu ersten Aussagen mittlerweile zur Ansicht gekommen sind, man müsse spielen.

    Sie (er, sein Team, alle) haben derzeit 14 Stundentage. Und es sind ja noch gar nicht viele krank; und noch weniger haben Probleme ...

    Leute! Wacht auf! Seit sorgsam! Wir haben ein Problem!!!

    Was in der ganzen Diskussion geflissentlich vergessen wird, es gibt nicht nur Corona. Wie mehrfach gesagt könnte das Virus unser Gesundheitssystem ziemlich an den Anschlag bringen, bzw. wie du ja sagst ist das teilweise bereits der Fall. Es gibt aber nach wie vor auch Leute die haben einen Herzinfarkt, einen Hirnschlag, Krebs etc. und brauchen auch eine Behandlung. Im Gegensatz zu einer Knieoperation oder einem künstlichen Hüftgelenk kann man das nicht einfach ein paar Monate aufschieben, was passiert dann mit denen wenn die Spitäler voll sind mit Coronapatienten? Auch aus diesem Grund ist es wichtig, dass nicht alles aufs mal in die Spitäler kommt.


    Ein Problem dürfte auch das Gesundheitswesen in den USA sein: Selbst für Versicherte ist ein Arztbesuch oft teuer. Viele verzichten auf eine medizinische Behandlung - und gehen krank zur Arbeit.

    Nicht nur das. Gerade im Niedriglohnsektor ist es üblich, dass man bei Krankheit nicht bezahlt wird, da lässt man sich von einer „leichten Erkältung“ oder „ein bisschen Fieber“ nicht so rasch abhalten.


    Sieht nach Geisterplayoffs ab 17.3. aus....

    Leider, leider, aber ehrlich gesagt ist auch mir das mittlerweile immer noch lieber als gar nicht. Gut, beruflich bedingt wäre ich sowieso fast nur am TV dabei gewesen. Klar braucht der Sport Emotionen und Eishockey ohne Zuschauer ist nicht dasselbe, aber es gibt auch sonst Tausende von Profisportler ausserhalb der wichtigsten Sportarten, welche fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit Topleistungen bringen und Emotionen zeigen.


    In die Schachenhalle sind an diesem Abend 461 Zuschauer gekommen, halb so viele wie sonst. Die Angst ist stärker. Lukas Wernli sagt zwar, sein Sport kenne keine Berührungsängste. Die Spieler gingen sehr gelassen mit dem Coronavirus um.

    Das finde ich auch noch eindrücklich. Im Gegensatz zu einem hier bekannten Schreiberling, dessen Name mir gerade entfallen ist und gesagt hat die Leute lassen sich nicht einschränken und gehen statt ans Hockeyspiel in Clubs, Restaurants und dergleichen. Das stimmt definitiv nicht wie man auch hier sieht. Und auch sonst zeigt sich dass die Situation nicht ganz normal ist. Ich habe geschäftlich viel mit Selbständigen zu tun. Ein bekannter Coiffeur, der zur Zeit 50 % freie Termine hat. Ein gutes Restaurant in Zürich wo man am Abend nur mit sehr frühzeitiger Reservierung reinkommt, wo mehr als die Hälfte kurzfristig absagt. Ein Kinobetreiber mit mehr als halb leerem Saal etc.

    Das ist natürlich nicht repräsentativ und könnte auch sein weil in Zürich gerade Hauptferienzeit ist und das Wetter so schön :nixwiss:


    Tatsache ist dass fuer die ueberwaeltigende Mehrheit der Menschen, unter 65 und ohne chronische Krankheiten, der Virus nicht gefaehrlich ist. Es laeuft so ungefaehr ab wie eine Grippe und es braucht keine Hospitalisierung. Die 2 Schweizer Todesopher waren 74 respective 76 und hatten chronische Krankheiten, das 76 jaehrige Opfer hatte vor kurzem einen Herzinfarkt.

    Ja, das ist die Tatsache, aber du weisst schon was das heisst? Chronisch krank heisst nicht dass man in den nächsten Monaten sowieso stirbt. Das kann auch Diabetes oder Bluthochdruck sein, chronische Krankheiten mit denen man noch Jahre oder Jahrzehnte lebt und eine normale Grippe auch nicht gerade tödlich ist. Oder Leute die soeben den Krebs besiegt haben und jetzt auf dem Weg zur Besserung sind. Und diese soll man nun einfach gefährden oder sie sollen sich über Monate einfach zu Hause einigeln?

    Und ja, in den USA läuft alles normal: deshalb ordnen ja Apple, Microsoft oder Facebook auch für ihre Angestellten in den USA Home Office an. Das machen sie ja jedes Jahr bei der Grippewelle, oder nicht?