Ich verstehe dich und fühle mit dir, aber habe aufgehört, mich auf Bergeron einzuschiessen. Wie hier schon mehrfach erwähnt, hat man genau gewusst, was Bergeron kann und was nicht. Er hat ganz klar seine defensiven Schwächen und seine Hochrisikopässe in der defensiven Zone sind unnötig. Er ist kein "Turm", macht seine Fehler im Stellungsspiel und könnte physicher spielen.
Auf der anderen Seite ist seine Angriffsauslösung und Passgenauigkeit (speziell bei Pässen in die Tiefe und nicht bei Querpässen) halt schon sehr gut, sein Slapshot ist auch sehr stark und im Powerplay ist er sicher ein guter Blueliner. (ich muss aufhören, ist fast zuviel...).
Bergeron ist unser einziger ausländischer Verteidiger und einer der absoluten Topverdiener, dazu scheint er das Vertrauen von Crawford zu haben. Wenn er nicht verletzt ist oder ganz schwach spielt, dann werden wir ihn in allen Spielen auf dem Eis sehen. Kommt dazu, dass in 9 von 10 Faellen die gegnerischen Stürmer nichts mit den Geschenken anzufangen wissen und dann auch noch Flüeler im Tor steht.
Ohne die "Defensivminister" Tallinder, Stoffel und Schnyder bis jetzt, hat er natürlich auch mehr Eiszeit. Dieses Risiko wollte man scheinbar eingehen. Bergeron ist Bergeron und er spielt nicht anders als in seiner ganzen NHL Karriere. Und wie gesagt, zumindest offensiv gefällt er mir diese Saison einiges besser als letzte Saison.
Versteh mich nicht falsch, auch ich werde bei seinen Hochrisikofehlpässen und seinen Stellungsfehlern wieder fluchen... und ich frage mich, ob wir nicht noch einen reinen "Defensivverteidiger" a la Stoffel brauchen könnten in unserer Verteidigung.