Beiträge von 007

    Ich sehe das wie Der Weise. Crawford sucht nicht den Sieg in jedem Spiel um jeden Preis, sondern versucht in dieser Phase der Saison einige neue Dinge. Neben Wolf in Fribourg kommt mir auch das Penaltyschiessen in den Sinn, wo nur Junge geschossen haben (kann auch ein Zeichen an die Leader gewesen sein). Und bei uns sind praktisch durchgehend Stammspieler/Teamstützen von Verletzungen betroffen (McCarthy, Nilsson, Trachsler, Wick, Keller, Cunti).

    Klar, wir werden erst Ende der Saison sehen, ob das erfolgreich war, aber ich bin nicht so pessimistisch. Auch wenn natürlich ein Titel nie geplant werden kann und viele Details stimmen müssen.

    Nilsson sollte gegen Kloten spielen, aber ein Knipser ist er sicher auch nicht. Heute war das Powerplay nicht so übel, einmal waren wir sogar fast ganze 2 Minuten im gegnerischen Drittel, dazu 2 Tore. Biel war ein unangenehmer Gegner, aber spielerisch limitiert.

    Punkto Intensität sicher eines der besseren Spiele in dieser Saison von zwei ausgeglichenen Teams. Wenn ich daran denke, dass bei uns Wick, Nilsson und McCarthy fehlen, müsste ich eigentlich optimistisch sein. Wenn ich aber sehe, dass wir jedes Penaltyschiessen verlieren, dann wieder nicht. Ich frage mich, ob wir einfach immer Pech haben im Penaltyschiessen, ob wir das einfach nicht können, oder fehlt das Selbstvertrauen? Wenn ich dann einen ausländischen Stürmer wie Paulsson sehe im Dress des HCD...

    Und den angeblichen diversen Behinderungen des 48ers standen diverse ungeahndete Halten eures 29ers gegenüber und von RvA fange ich gar nicht an... Ich würde nicht sagen, dass wir wegen Reiber das Spiel verloren haben, aber der Typ bringt es einfach nicht fertig, 60 Minuten konsequent zu pfeifen ohne sich in den Vordergrund zu stellen und zu kompensieren.

    Was auch immer, es ist schlicht zu früh, um auf Panik zu machen. Klar ist es frustrierend, so zu verlieren, aber wenn sich die Mannschaft aufgegeben hätte oder ich das Gefühl hätte, der Teamgeist stimmt nicht, oder man spielt gegen den Trainer, das wäre schlecht. Ist es aber nicht.

    Wir haben zwei Schwächen a) Powerplay b) Chancenauswertung und immer ein paar Verletzte, das haben andere aber auch. Und wir sind nicht irgendwo abgeschlagen unter dem Strich sondern trotz 4 Overtime-Niederlagen mittendrin dabei. Und jene Spieler haben noch massiv Reserven, die man in den nächsten 40 Runden langsam ausgraben muss.

    Dass die ersten 8 eng zusammenliegen, war zu erwarten. Wer das Gefühl hat, wir müssten 50 Spiele lang auf Platz 1 liegen um in den Playoffs gut zu sein, liegt einfach falsch.

    Mein Wissensstand bezüglich Stadionfinanzierung in Altstetten:

    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/…/story/14031143

    Gesamtkosten 193 Mio, private Finanzierung 44 Mio, Darlehen der Stadt 149 Mio auf 65 Jahre, plus jährlicher Beitrag ans Betriebsdefizit von 2.5 Mio.

    Ja, es ist privat finanziert mit einem Darlehen der Stadt, aber die Grössenordnungen sprechen eine klare Sprache. Ohne die Stadt(bevölkerung) gibt es im heutigen politischen Umfeld kein solches Stadion.

    Wir werden für den ZSC wohl in 10 Jahren noch ins Hallenstadion gehen. Wenn die Stadtzürcher nicht mal ein Fussballstadion wollen, wieso soll man in den nächsten Jahren im x-ten Versuch ein Fussball- und ein Eishockeystadion durchbringen, ausser es wird voll privat finanziert. Die Stadtfinanzen werden nicht besser wenn man weiterhin grosse Steuerzahler verliert und dieser Trend wird wohl anhalten bei dieser politischen Lage.

    Duplexarena wäre die einzige Lösung, aber wenn man sich nicht mal zusammen an den Tisch setzt, um diese Idee nochmals durchzugehen, dann bleibt es wohl leider dabei... Schade, schade...

    Dass man nach einer Auswärtsniederlage nicht jubelt, ist auch klar. Und in solchen Spielen sieht man, dass ohne richtige Einstellung nichts gewonnen werden kann. Wir haben seit jeher die Tendenz, gegen die vermeintlich "Kleinen" überheblich zu spielen. Mit dieser Einstellung hätten wohl auch Cunti, Trachsler und Nilsson nichts geändert. Es ist und bleibt ein Teamsport und da muss schon noch mehr kommen.

    Ich bin gespannt, wie die Mannschaft nun morgen in Davos auftritt. Sicher wird dann nicht alles zusammenpassen, aber anhand der Reaktion gibt es eine erste Indikation, wie man mit Kritik umgeht und ob der Charakter des Teams stimmt.

    Klar wird er nicht so flink wie Shannon unterwegs sein, aber dafür braucht es etwas mehr, um seine 108kg wegzuchecken. Ein wenig mehr Wasserverdrängung vor dem Tor kann mal nicht schaden.

    In seinen 2 Pre-Season Games mit Phoenix hat er 2 Tore und 2 Assists gebucht, gehe also davon aus, dass er fit ist. Dass er kein Defensiv- oder Zweiwegstürmer ist, sollte auch klar sein, aber davon haben wir schon genug. Bin mal wieder etwas optimistischer als der Durchschnitt hier, was nicht heisst, dass ich Salis verteidigen möchte. Auf der Ausländerfront kam in den letzten Jahren klar zuwenig.

    Schaun wer mal.

    Die Führung von Zug wie das Team auf dem Eis sehr offensiv, bereits 6 Ausländer-Lizenzen vergeben.

    Unser Motto "Defense first" hat sich von der Führung bis aufs Eis durchgeschlagen. Mal schauen, welche Taktik gewinnt.

    In 4 von 6 Spielen in die Overtime. Bilanz: einmal nach Verlängerung verloren, 3 mal im Penaltyschiessen. Die letzten 12 Schüsse im Penaltyschiessen alle vergeigt. Klar ist es nicht einfach, aber wir schiessen unsere Penalties ebenso kompliziert wie wir vor dem Tor sind. Am liebsten will man den Puck ins Tor legen, wenn der Goalie auf der anderen Seite liegt. Wieso nicht einfach mal draufhauen, schlechter kann es nicht kommen.

    Wobei er gestern bei weitem nicht der ärgste Langsamstarter war, er hat zumindest regelmässig für Gefahr vor dem Tor gesorgt, auch wenn nichts daraus resultierte. Sicher ist es zu früh für Einzelkritik, aber es gibt einige arrivierte Spieler, die noch nicht dort sind, wo sie sein sollten. Darunter sind auch die, die in der Vorbereitung "geschont" wurden. Wenn sie es dann sind, wenn es drauf ankommt, dann war die Saisonplanung richtig.

    Nichts gegen diese Spieler, aber sind Künzle, Geering und Zangger wirklich unsere besten Penaltyschützen?

    Für ihn hat die Geschichte ein glückliches Ende gefunden. Irrtum vorbehalten hat er nun zu den Bedingungen bei den Devils unterschrieben, die er in Detroit auch gekriegt hätte. Das hätte er also einfacher haben können, aber so geht es halt beim Pokern.

    Aber 5 Mio minus Steuern für 2 Jahre sind per se nicht so schlecht für einen Stürmer der gerade mal eine halbe NHL-Saison hinter sich hat.

    Es sind erst 5 Runden gespielt, aber für eine lange Saison muss vor dem Tor etwas ändern. Einzig Bärtschi ist torgefährlich und sich alleine auf die Defensive und FlüeLANDER zu verlassen ist riskant. Ob Nilsson kommt und ob er dann auch Tore schiesst, steht auch auf einem anderen Blatt und unsere ausländischen Stürmer können/wollen/dürfen nicht mal im Penaltyschiessen ran. So schnell geht es von souverän (wobei das erste Drittel gegen Lugano nicht souverän war und nachher hat uns Flüeler im Spiel gehalten) zu peinlich. Der Spielaufbau ist gefällig, aber je näher das Tor kommt, desto ineffizienter werden wir.

    Von daher erwarte ich ganz klar, dass ein ausländischer Stürmer kommt, alles andere ware völlig unverständlich.

    Nikiforuk hochzunehmen eilt nicht, diese Lizenz würde ich mir mal aufsparen. Morrow und Raymond sind schon mal weg, von denen, die hier genannt wurden. Man wird sicher mal den 1. Oktober abwarten und auch schauen, wie sich die Verletung von Nilsson entwickelt.

    Kein Grund zur Panik. Aber es gibt doch wiederkehrende Themen: a) wir werden zu passiv wenn wir zwei Tore in Fuehrung liegen b) von unseren ausl. Stuermern muss mehr kommen. Aber die Saison hat erst begonnen. Und wahrscheinlich sind die Loehne von Lehtonen und Keller nicht vergleichbar. Der Blick schreibt von 1 Mio fuer Lehtonen. Aber ich denke auf der Defensive kann man aufbauen.