Beiträge von 007

    Ich bin noch selten so ohne Vorfreude in die neue Saison gestiegen. Das hat sicher mit dem Abschneiden der letzten Saison zu tun, welches seine Spuren hinterlassen hat. Auf der anderen Seite wird es Zeit brauchen, bis das Team ihr altes Fahrwasser verlassen wird. Es wird ein steiniger Weg mit Rückschlägen sein.

    Manchmal vielleicht gut ohne viel Erwartungen zu starten. Rang 5 wie in der SZ prognostiziert, scheint mir eine realistische Prognose zu sein, rechne nicht mit Top 4.

    Ich denke, Lindberg ist ein guter Benchmark für den Krüger Transfer. Beides ähnliche Typen,Schweden, viel NHL Erfahrung, Defensivcenter und Lindberg wäre auch zu haben gewesen. Bin gespannt, wer besser einschlägt.

    Schliesse mich hier in beiden Punkten cm8 an. Von Hockeyfieber keine Spur bei mir und Playouts sind für mich die grössere Demütigung. Und ein Sieg im Startspiel ist für mich kein Muss. Aber ich will ein Team sehen, wo jeder für jeden fightet. Dann kommt es gut.

    Spooner wurde ziemlich herumgereicht in den letzten Saisons. Spielerisch ein Center für die ersten beiden Linien, hat aber nie gereicht. Und für die 3. und 4. Linie körperlich zu schwach. Kann ebenso gut aufgehen wie floppen. Denke Kruger ist solider und der bessere Leader.

    Ein weiteres Schwede mit NA-Background, finde ich grundsätzlich gut. Sehr solider Zweiwegstürmer sagt eigentlich alles aus. Kein Sniper, relativ stark in den Faceoffs, fast ein wenig zu klein für NHL aber beweglich. Was ich nicht beurteilen kann ist seine Leadership aber nachdem er rechte Hand des Coaches sein soll, wird die Hierarchie im Team sicher ändern.

    Hätte auch eher einen Verteidiger geholt, aber an dieser Wahl kann ich nicht viel kritisieren. Kruger und Roe Center der ersten beiden Linien, dazu Suter, Schäppi und Prassl für die 3 und 4 Linie.

    Du meinst FP vorne? Sieht so aus, muss aber nicht, die Saison wird lange sein!

    Was hört man von Nilsson?

    Aber eben drum mag ich nicht viel über den 4. Ausländer diskutieren. Ich hätte Cervenka auch eher als Nr 5 behalten und würde einen Verteidiger holen.

    Aber wenn das Teamgefüge nicht passt, dann bringen Kovar, Koivisto & Co auch nicht viel. Sogar Crosby, McDavid, Kane etc würden im Team untergehen.

    Umgekehrt kann bei einem funktionierenden Team ein „No-Name“ ein wichtiger Puzzlestein sein.

    Darum lass ich mal alles auf mich zukommen. Wir sind noch gebrannt von der letzten Saison, die Erwartungen sind weniger hoch. Gefällt mir viel besser!

    Wenn der 4. Ausländer über Erfolg oder Misserfolg entscheiden soll, dann haben wir ein Problem. Für mich ist es viel wichtiger, dass die neuen Coaches den richtigen Draht zum Team finden und das Team dann auch als solches auftritt. Ein funktionierendes Team ist immer stärker als 5 Einzelspieler. Nicht, dass die Spieler es nicht versucht hätten, aber irgendwie verpuffte alle Energie und nichts passte. Wenn ich Freddy anschaue letzte Saison, dann standen mir die Haare zu Berge, wie der wild herumgekurvt ist und Spieler sinnlos gejagt hat mit dem Resultat, dass seine Energiereserven leer waren und er noch eine dumme Strafe kassiert hat. Ist nur ein Beispiel!

    Ich bin auch der Meinung, wir haben genug Substanz, aber in der letzten Saison hat kaum einer sein Potential auch nur annähernd erreicht. Teamspirit, Leadership, Hierarchie, Teambildung sind für mich also klar wichtiger als Ausländer Nr. 4 oder gar 5.

    Das Budget alleine ist ein Thema. Was man damit anstellt, ein anderes. Beim einen sind wir wohl auf Augenhöhe, bei dem anderen eher weniger.

    Lausanne verpflichtet Josh Jooris für 3 Jahre. Als Ausländer eigentlich keine Notiz wert, aber dank Schweizer Lizenz meines Erachtens ein interessanter Mann.

    Gewisse Teams „graben“ immer wieder Kanada-Schweizer aus. Wir werben sie bestenfalls ab, aber auch schon lange nicht mehr. Frage mich, wieso wir überhaupt einen Chefscout haben?

    Und ja, unsere Defense macht mir Sorgen. Der neue Trainer wird das erst so gegen anfangs Saison feststellen...

    Tagi Artikel von heute, fasst zusammen, wieso mich CH-Fussball nicht (mehr) interessiert.

    Mein Gott, war das schlecht!
    Bald ist diese Saison endlich vorbei. Das Niveau der Super League war manchmal nur schwer zu ertragen. Viele Probleme sind hausgemacht – aber weltweite Trends verschärfen die Lage.

    Heissa, was war das mal wieder für ein Spass! Atemraubend, wie es die Grasshoppers geschafft haben, sich öffentlich so lange zu erniedrigen, bis am Ende gerüchteweise sogar Basler so etwas wie Mitleid verspürt haben sollen. Grossartig, wie Christian Constantin wieder mal so sehr Christian Constantin ist, wie es nur Christian Constantin sein kann. Elektrisierend, wie der FC Basel seine Stars neuerdings im E-Sports kauft – und sich dazu noch ein Stückchen eines indischen Clubs gönnt.
    Ja, Unterhaltung hat uns die Super League seit letztem Sommer durchaus geboten. Etwas schade bloss, dass die Vereine das Niveau nur neben dem Feld hoch halten konnten. Was aber an Fussball abgeliefert wurde? Mein Gott, war das schlecht!

    Ich bin ein optimistisch-positiver Mensch. Wirklich. Da dürfen Sie gerne meine Frau fragen. Aber so ein 0:0 ¬zwischen St. Gallen und GC treibt einem über 90 Minuten plus Nachspielzeit langsam und schmerzhaft den Glauben ans Gute im Schweizer Fussball aus den Knochen. Und das war ja nur eines von ganz, ganz vielen Spielen, in denen 22 Profis scheinbar frei von übergeordneten Plänen und leider oft auch von übermässigem Talent über die hiesigen Felder rannten.

    Sie spielen lieber in Europa den vierten Triangel als in der Schweiz die erste Geige.

    Weil jetzt alle Berner erbost aufjaulen: Nein, die Young Boys sind nicht allein deswegen Meister geworden, weil der Rest der Liga so schlecht war. YB macht das schon gut. Umso bedauerlicher, dass diese feine Mannschaft in der Champions League einen echten Exploit verpasst hat. Die Schweizer Liga hätte ein internationales Ausrufezeichen dringend nötig gehabt, um attraktiv zu bleiben.
    Denn natürlich ist die Super League auch ein Opfer der Umstände. Der Geldfluss in den grossen Fussballländern führt dazu, dass Vereine Spieler auf Vorrat kaufen. 200 bis 300 Top-Fussballer sitzen in den besten fünf Ligen Europas jedes Wochenende auf der Bank oder gleich auf der Tribüne. Weil sich ihre stinkreichen Spitzenclubs mit dem Geld aus der Champions League den Spass erlauben können, Stars in Herden zu halten.

    Da auch die etwas kleineren Vereine der grossen Ligen ihre Kader auffüllen müssen, fischen sie Länder wie die Schweiz leer. Mehr Geld, ein namhafterer Wettbewerb, welcher Profi will da widerstehen? Und so wird ein Yvon Mvogo vom jungen YB-Stammgoalie zum Bankdrücker mit drei Bundesliga-Partien in zwei Jahren Leipzig. Und ein Raphael Dwamena verzaubert nicht mehr die Fans des FC Zürich, sondern kommt auf mickrige 216 Minuten bei Levante.

    Manchmal stellt sich die Frage: Wie bitte wählen die Vereine ihre Mitarbeiter aus?
    Sie stehen beispielhaft für viele andere, die eine Super League besser, interessanter, lustvoller machen könnten. Die aber lieber in einem europäischen Orchester den zweiten bis vierten Triangel spielen als in der Schweizer Volkskapelle die erste Geige.

    Aber bevor wir hier die Verantwortlichen der Schweizer Vereine einfach so davonkommen lassen: Natürlich liegt es ganz direkt auch an ihrem erratischen Auftreten, dass die Liga in dieser Saison fussballerisch zwei Schritte rückwärts gemacht hat. Ein Team muss nämlich nicht aus Supertalenten bestehen, um ein Gesicht, einen Stil zu haben.
    Bestes Beispiel dafür ist der FC Thun. Wie fröhlich verspringen da manchmal im Mittelfeld die Bälle! Und doch ist auch in schwachen Momenten erkennbar, welchen Plan die Mannschaft hat. Ob das vielleicht auch daran liegt, dass Trainer Marc Schneider zwei ganze Saisons am Stück arbeiten durfte und Sportchef Andres Gerber im Sommer mit Abstand die wenigsten Transfers der Liga getätigt hat?
    Es hilft auch nicht, wenn im Sommer das halbe Kader ausgetauscht wird.
    Wenn Sie jetzt spontan «natürlich!» rufen, haben Sie sich verraten. Sie sind weder Sportchef noch Präsident in der Super League, stimmts? Ein Wahnsinn, wie in der Schweiz Trainer geheuert und gefeuert werden, wie Spieler kommen und gehen.

    Natürlich hat das Konsequenzen. Logischerweise können Clubs keine spielerische Identität aufbauen, wenn in der ganzen Liga nur zwei Trainer länger als ein Jahr im Amt sind; Schneider bei Thun und Magnin in Zürich. Und es hilft auch nicht, wenn im Sommer das halbe Kader ausgetauscht wird. In St. Gallen laufen Ende Juni elf Verträge aus, der FC Zürich denkt an einen groben Umbau. Sion und GC muss man gar nicht mehr erwähnen.

    Und ja, manchmal stellt sich schon auch die Frage, wie denn bitte die wichtigsten Mitarbeiter des Clubs ausgewählt werden – nicht nur in Niederhasli. Wer etwa je einen Text über René Weiler gelesen hat, könnte wissen: Weiler ist ein Trainer, der keine geringe Meinung von sich selber hat, viel Qualität im Kader haben will und sich gerne öffentlich äussert. Und doch fällt Luzerns Sportchef Remo Meyer anscheinend aus allen Wolken. Stellt sich doch dieser Weiler als total meinungsstarker Mann heraus, der öffentlich mehr Qualität im Kader fordert. Da bleibt nur die Entlassung.
    Weniger Punkte, mehr Lohn.

    Oder Basel. Da muss erst Urs Fischer gehen, weil sein Fussball zu wenig aufregend sein soll. Und dann holt man ein Jahr später mit Marcel Koller einen Trainer, der einen fast schon hypnotisch langweiligen Fussball spielen lässt. Der damit pro Ligaspiel 0,3 Punkte weniger gewinnt als Fischer, deutlich schlechter kommuniziert, aber wenigstens besser verdient. Bleibt da nur die Entlassung? Affaire à suivre.
    Und jetzt? Gilt Dantes Höllentor-Motto, «lasst alle Hoffnung fahren»? Noch nicht. Ende Saison werden die Clubs der Super League zusammen über zwei Millionen Tickets verkauft haben. Dazu erwartet uns der Spass der Barrage. Die Liga besitzt also durchaus Anziehungskraft. Noch. Aber Aufmerksamkeit ist ein rares Gut in durchdigitalisierten Zeiten.
    Die Sommerpause wäre ein guter Moment für ein paar kluge Entscheidungen im Schweizer Clubfussball.
    (Redaktion Tamedia)
    Erstellt: 25.05.2019, 15:15 Uhr

    Die Russen mit dem stärksten Team auf dem Papier scheiden aus. Aber auf dem Eis spielen halt Teams und nicht Namen, das macht Hockey so interessant! Mal schauen, ob die Kanadier ohne absolute Topstars heute Finalgegner sein werden.

    Benny, danke fürs Organisieren. Auf der einen Seite schon cool, wieviele Ueberraschungen es gab. Anderseits habe ich wenig Emotionen im SC Final. Klar, die Underdogs sind immer mein Favorit und Boston gar nicht mein Lieblingsteam. Trotzdem, Tampa-Sharks hätte mich aus dem Bett geholt, in diesem Final allenfalls Game 7...

    Habe die Gratulationen an Julian weitergeleitet. Er liest hier nicht mit, da kein ZSC-Fan. Hab ihm den Link gegeben und er war letztes Jahr schon ziemlich stark.

    Ausgleichende Gerechtigkeit, denn sein Klub ist vor einem Jahr abgestiegen (...), hat die erste NLB Saison hinter sich und kam nie in die Nähe des Aufstiegs.... :geil:

    Gutes Interview! Musste schmunzeln: "Wird jetzt, da Grönborg als Coach feststeht, der vierte Ausländer ein Schwede sein?
    Nicht unbedingt. Ihm sei egal, woher der vierte Ausländer stamme, sagte er. Es müsse einfach gut sein." Vielleicht ist es doch nicht so kompliziert?

    Wenn wir eine stabile Defensive haben sollen, dann müsste der 4. Ausländer ein Verteidiger sein. Wer ist bei uns ein defensiv solider Verteidiger ausser teilweise Marti? Aber wie kann er beurteilen, dass es so sein wird, bevor er die Truppe auf dem Eis sieht? In diesem Jahr keine ChL, Backman steht bei GCK bereit (und ist auch Schwede). Werden wohl mit Noreau, Pettersson, Roe und Nr. 4 starten.

    Nun wird es wohl ruhiger auf dem Board.... WM ohne Z-Spieler steht an, die Wogen werden sich glätten, im Sommer schmeckt das Bier ebenso gut wie an einem Hockeymatch! So ab Juli wird man auf die Saison schauen, im August haben die eine schon wieder Vorfreude und mitte September geht dann das Vorspiel für den nächsten Versuch los, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Wobei die Erwartungen so tief sind hier, dass es fast nur besser werden kann. Zwei solche Saisons kann, darf und wird es nicht geben!

    War nicht mein Favorit, aber ich kenne ihn nicht. Ist kaum ein typischer Schwede mit viel Nordamerika Erfahrung.

    Leuenberger (wenn er dafür verantwortlich ist) macht so weiter wie beim SCB. Dort Jalonen als finnischer Natitrainer, hier Grönborg als schwedischer Natitrainer.

    Let's see. Zumindest können wir nun planen!

    Wenn Kossmann innert ein paar Monaten mit einer morschen Truppe Meister geworden ist, kann das auch ein anderer. Es sei denn, Kossmann ist ein Wundermann oder der Verein ist nicht so krank und kaputt wie du in darstellst. Hier malst du mal wieder schwarz, aber das kannst du sowieso besser als ich. Manchmal muss man nicht alles auswechseln, sondern einfach die richtigen Schrauben am richtigen Ort neu anziehen.

    Ein Trainer, der eine klare Linie hat, von der Führung gestützt wird und die richtigen Worte mit dem Team findet muss es sein. Eigentlich einfach. Dann werden wir innert der nächsten 5 Jahre mindestens wieder einen Titel holen.

    Was Hartley hinkriegte - und das ist etwas von Schwierigsten - ist die Leistungskultur und Hierarchie im Team. Das Kader war ganz anders unter Crawford, aber das Team „funktionierte“ als Ganzes. Da sind dann einzelne Spieler nicht mehr so wichtig, abgesehen von den Leadern.

    Also abwarten...

    Also ähnliche Ausgangslage, was heisst, dass der 4. Ausländer weniger wichtig sein wird als die Teamhierarchie und -kultur.