Beiträge von 007

    Es ist der erste Transfer von Leuenberger, soweit so gut. Ich bin vorerst mal zufrieden damit, aber er hat noch zwei weitere Positionen offen. Ich hoffe schon auf einen ausländischen Verteidiger, aber in erster Linie muss er passen.

    Statistisch gesehen macht Drew Shore viel Sinn, er bringt einiges mit, was uns gefehlt hat: Er ist Rechtsschütze, im besten Alter, trifft das Tor (24 Tore ist drittbester Wert letzte Saison), Faceoffstatistik mit 55% überdurchschnittlich, von 8 Penalties hat er 3 versenkt, auch ein guter Wert. Hatte in Kloten am meisten Ice-Time von allen Stürmern! Was ich in Erinnerung habe, ist ein sehr guter (Handgelenk)-Schuss und er ist schnell und spielstark. Trotz seiner Grösse nicht der physisch stärkste Spieler, so quasi das Gegenstück zu Sjögren. Spielt viel im Powerplay, ist aber scheinbar defensiv so stark, dass er auch in der 2. Boxplay Linie spielte. Und nicht zu vergessen, er hat schon eine Saison unter einem skandinavischen Trainer gespielt, er braucht also nicht eine Anlaufzeit von einer Saison...

    Wir haben 3 Positionen offen und einen Defensivstürmer unter Vertrag. Da erwarte ich vor allem Tore! Letzte Saison haben gerade mal Arcobello und Sprunger mehr Tore geschossen, also gibts an Shore wenig zu bemängeln aus meiner Sicht.

    Ging mir relativ ähnlich, bin eigentlich immer für Kanada, aber nicht nur wegen dieser Einlage ist es bei mir gekippt. Bei mir kam noch hinzu, dass ich Lundqvist den Titel gönnte und ich etwas gegen Langeweile im Sport habe (ausser der ZSC wird Serienmeister...). Nun, der 3. Titel in Folge kam nicht.

    Sportlicher Gehalt hielt nicht was man sich versprach, 10 Spiele in gut 2 Wochen sind einfach zuviel. Von den Namen her war Schweden besser besetzt und trotzdem brauchte es ein Penaltyschiessen. Gute WM, mässiger Abschluss.

    Ein umgekehrtes Deja-vu gestern, Kanada wie der ZSC in der Quali. Man macht mächtig Druck im ersten Drittel, Schussstatistik eindeutig, Goalie warmgeschossen und man geht mit einem 2:0 in die Pause (das gefährlichste Resultat für mich, ich ziehe ein Unentschieden oder Eintorevorsprung vor, so komisch das klingt). Man fährt etwas zurück und irgendwann kommt das 2:1, der Underdog wittert Morgenluft, dann beinahe das 3:1. Nicht tragisch, es wird schon noch kommen... Dann 2:2! Man macht nochmals Druck aber Overtime und dann kommt es wie es kommen muss.

    Bin gespannt, ob wir das nächste Saison bei uns auch wieder sehen werden. Und wieso spielen Herzog und Schäppi Klassen besser als bei uns? Suter und Marti etwa so wie gewohnt. Fragen über Fragen...

    Völlig dumme Strafe von Hollenstein. Eindrücklich das Tempo, die Passgenauigkeit und die Arbeit im Slot der Kanadier.

    Auf diesem Level kann ein "Special One" wie Karlsson den Unterschied ausmachen. Bei den Rangers stand der zwischen den Pfosten, aber auf dem Feld fehlt halt die wirklich absolute Extraklasse. Nash ist es seit langem nicht mehr. Tut weh, aber zweimal den Ausgleich kurz vor Schluss hinnehmen und in OT verlieren darf man nicht, wenn man in den Conference Final will. Für mich waren die Rangers nie ein ernsthafter Kandidat, aber es kann viel passieren. Das waren die Sens aber auch nicht. Mal schauen, ob es gegen WAS/PIT reicht.

    Mag es Crawford und Boucher aber gönnen. Ich habe die beiden nie verschmäht. Das letzte Jahr für Crawford war sehr, sehr unglücklich, aber tempi passati. Und nicht zuletzt hat Kanada wieder mal eine Chance auf einen Stanleycupfinal, evt. sogar mit zwei Teams, wovon ich jedoch kaum ausgehe.

    Zuerst WM, jetzt NHL beim 2:0 für die Schweiz! Frage mich, was den Unterschied ausmacht. Die Klasse der Spieler, die Grösse der Spielfelder, die Stimmung im Stadion (Playoffstimmung drüben ist wohl klar besser als hier!), die Fernsehbilder, die Kommentatoren?

    Ein weiterer Playoff-Fight wie er einfach nur Spass macht, wenn man nicht wie ich Rangers-Fan wäre... 0-2, 3-2, 3-4 und dann der Ausgleich kurz vor Schluss, dann Sieg des Heimteams in Overtime. Stimmung 1a, Playoffs pur! Lucky bounces, nicht gegebener Treffer von Grabner in der Overtime, Lattenstreifer kurz vor Schluss. That's Hockey.

    Und auch interessant, wie Spieler wie Tanner Glass und nun auch Chris Neil einen Einfluss auf den Charakter eines Spiels haben können, auch wenn sie wie Neil kaum Ice-Time sehen.

    Wenn ich das so anschaue, hat das wenig mit dem zu tun, was bei uns in den Playoffs geboten wurde bezüglich Intensität, Tempo,Emotionen, Kampfgeist aber trotz allem meistens auch Fairness. Und mit der Linie unserer Schiris gäbe es drüben kaum je eine Minute 5 gegen 5... Irgendwie schon krass!

    Fand den Post von Larry etwas übertrieben, aber wenn ich sehe, dass die Rangers gestern 27 Schüsse geblockt haben und wir in 6 Spielen gerade mal 45, dann muss ich ihm nach einer kurzen Analyse recht geben!

    Heisst der Conference Final nun Pittsburgh - Ottawa? Ich hoffe nicht!

    Frisches Blut und Know How von aussen in der Chefetage ist mal gut. Die Aufgabe nicht einfach, aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ist klar, das kann es noch nicht sein, aber wir sind anfangs Mai und der Sommer kommt! Also schauen wir mal, was auf der Ausländerfront passiert.

    Schusstatistik war 182:134 für uns, Schusseffizienz 6.35% bei uns, Lugano 10.3%

    Ist schon so, in Statistiken kann man viel interpretieren. Zusammen mit blocked shots kommen wir gegen 300 und Lugano knapp 200 Versuche wobei da die Schüsse neben das Tor noch dazukommen.

    Aber eben, Typen wie Fritsche, Ouimet, Hodgson fehlen uns oder dann konnten sie diese Rolle wieso auch immer nicht spielen.

    cool down! Fands einfach ein interessantes Interview. Seit Fritsche fehlt uns dieses Element und Rüfi ist nicht mein Hockeygott.. habe nie geschrieben, dass ich ihn bei uns will. Es gibt nicht nur schwarz und weiss.

    Wie auch immer. Auch wenn man die Blocked Shots nicht überbewerten sollte, dann ist das doch ein guter Indikator wer bereit war, mehr für den Sieg zu tun:

    Lugano hatte 105 zu 52 blocked Shots gegen uns!

    Im Halbfinal dann Bern - Lugano 87:66, Sieger Bern
    Und Zug:Davos 90:49, Sieger Davos

    Final Bern:Zug 87:74, Meister Bern...

    Wenn es eng wird, gewinnt häufig das Team, das mehr blaue Flecken holt. Unser bester Blocker übrigens Marti mit 11 und Siegenthaler mit 7, dann Guerra. Ansonsten keiner mit mehr als 4 Blocks in 6 Games. Alle unter ferner liefen, Marti auf Rang 15 und Sigi Rang 36 blocked Shots per Game.

    Fehlt es an der Mentalität oder dem Willen? Spielt keine Rolle.

    Danke Benny! Bin natürlich glücklich, dass die Rangers es geschafft haben. Hank in der Form seines Lebens, Price zwar auch unglaublich stark, gerade mal 23 Treffer in 6 Spielen und 12:11 für die Rangers. Die Intensität unglaublich hoch! Wie du sagst, Playoff Icehockey at ist best!!

    Minnesota wurde bei vielen Experten auf nhl.com nicht so hoch gehandelt, viele sahen STL vorne. Trotzdem unglaublich eng.

    Habe EDM-SJS auch nicht gesehen, die Oilers seit über 10 Jahren zum ersten mal eine Runde weiter. Heute Abend dann noch OTT @ BOS ab 21h! Viele kanadische Teams werden nicht weiterkommen, aber besser als letztes Jahr auf alle Fälle.

    Interessanter Artikel in der SZ mit Rüfenacht:

    ...

    Ihr Image war lange von den vielen Strafminuten geprägt, die Sie sammelten. Ist es schwieriger, sich selbst zu ändern - oder die Meinungder Leute?

    Ich spiele durchaus aggressiv, aber fair. Das mit den Strafminuten erzählt nicht die ganze Geschichte. Ich musste mich immer überall zuerst beweisen. Für mich war es logisch, dass ich gute Eiszeit nie geschenkt bekomme. Bei der heutigen Generation ist das vielleicht weniger so. Die Mentalität ist oft: Du musst mir die Eiszeit geben, dann bekommst du von mir die Leistung. Meine Mentalität war dagegen: Ich probiere mich zu beweisen und hochzukämpfen - von der vierten Linie in die dritte, von der dritten in die zweite, von der zweiten in die erste. In Zug hatte ich eine andere Rolle, in Lugano anfangs auch - das änderte erst, als sich Domenichelli und Murray verletzt hatten.

    ......


    Das Theater gehört also zum Eishockey?


    Klar. Wenn mich einer berührt und ich zurückweiche und hässig aussehe, bin ich gar nicht so hässig. Aber so gebe ich ihm das Gefühl, dass ich aus dem Konzept bin. Dabei lenkt mich das gar nicht ab. Es ist wie ein Spiel, aber das begreifen viele Leute nicht: dass ich diese Emotionen sehr gut unterscheiden kann und im Griff habe. Wir sind auch Entertainer, und die Leute wollen das sehen. Ich finde es ausserdem lustig, es macht Spass, einander anzuzünden. Die Leute zahlen, um uns zu sehen, da sollten wir ihnen eine Show bieten. Aber ich will diese Show auch gewinnen.

    Dann trägt man solche Szenen dem Gegner auch nicht nach?

    Nein. Lapierre hat einfach seinen Job gemacht, ich meinen. Wäre es 1:5 gewesen, hätte ich vielleicht zurückgeschlagen.

    Ist solches Verhalten Schweizern fremd?

    Schwierig zu sagen. Ich habe das einfach in mir drin. In der Schweiz kennt jeder jeden, ist fast miteinander aufgewachsen, hat Freunde in anderen Teams. Ich habe hier keine Freundschaften, die in die Kindheit zurückreichen. Ich rede auch nicht mit Gegnern vor dem Spiel, wie man das in der NLA immer wieder sieht. Bei mir kommt das wohl aus den USA, wo von klein auf starker Konkurrenzkampf herrscht. Wo es vor jeder Saison Tryouts gibt, in denen man sich fürs Team qualifizieren muss. Nach dem Spiel ist das anders, aber vorher will ich nicht der Freund eines Gegners sein. Ich weiss nicht, ob alle das unterscheiden können.

    .....

    Ist diese Rücksichtslosigkeit im Sport unschweizerisch?

    Hier gibt es einfach viel weniger Konkurrenz. Wenn du mal in der Liga bist und ein schlechtes Jahr hast, bekommst du in der nächsten Saison wieder die Chance, dich zu beweisen. Wenn du in Amerika eine schlechte Saison hast, bist du schnell weg vom Fenster. Aber es ist wohl auch eine Charaktersache: Ich wollte immer der Beste sein, schon in der Familie. Wenn ich gewonnen habe, habe ich das meine Brüder immer wissen lassen, weiter Öl ins Feuer gegossen. Ich war stets ein Schlitzohr und Wettkampftyp. Du willst dich ja immer verbessern, und spätestens wenn du Kinder hast, geht es auch ums Geldverdienen. Darum, für die Familie zu schauen. Vielleicht habe ich das einfach darum mehr im Blut, weil ich mir alles erkämpfen musste.

    Interessant auch die Aussage, dass Thoresen in der Kabine ein Leader war, Rundblad dagegen nicht...

    Stimmt mich positiv!

    Sieht also danach aus, dass wir 3 neue Ausländer kriegen und hier kann der neue Sportchef beweisen, was er draufhat.

    Grundsätzlich einverstanden, dass wir "meh Dräck" gebraucht hätten. Aber es gibt zwei Einwände:

    1. Rüfenacht kommt nicht aus Berns Nachwuchs, also hätte ein Sportchef ihn auch verpflichten können. Unser ex-Sportchef holte aber lieber Talente als leidenschaftliche Kämpfer ( Ausnahmen Kenins und Marti)

    2. ein Baltisberger, Kenins, Blindi, Marti etc wären dazu in der Lage, aber konnten oder wollten nicht..

    Es muss halt alles passen und das tat es nicht.