Beiträge von The Fan

    Die zwei Gesichter der ZSC Lions
    Die Gegentore brachten die Zürcher beim 3:5 in Davos aus dem Rhythmus.
    Von Kai Müller, Davos
    Vergebliche Beschwörungen: ZSC-Coach Bob Hartley. Foto: Staiger (EQ)

    Die ZSC Lions waren das beste Beispiel dafür, was Erfolgserlebnisse und Rückschläge innert weniger Minuten verändern können. Sie durchlebten beim 3:5 in Davos eine Achterbahnfahrt, schwankten zwischen Unsicherheit und Euphorie. Meister Davos war keineswegs unwiderstehlich gestern Abend, doch die herausragenden Einzelspieler entschieden am Ende zu seinen Gunsten. Wie so oft waren es Reto von Arx und Petr Sykora, die den Unterschied machten und dafür sorgten, dass die ZSC Lions nach zuvor vier Auswärtssiegen das zweite Mal in Folge verloren.

    Wie schon gegen Bern hatten die Bündner den Start verschlafen und Bastl das 1:0 nach nur 56 Sekunden und einem Querpass von Monnet ermöglicht. Besser hätte die Partie für die Zürcher nicht beginnen können, zumal sie zuletzt jeweils zunehmend verkrampften, wenn ihnen kein Tor gelang. Statt aus dem Vorsprung Kapital zu schlagen, brachten sie sich jedoch selber aus dem Rhythmus. Just als Stoffels Strafe abgelaufen war, fing Sykora einen halbhohen Pass von Reto von Arx ab, legte ihn sich zurecht und traf ins Lattenkreuz. Das Geschoss lähmte die Lions. Und als kurz später Schommer auf der Strafbank sass, erzielte Ramholt das 2:1.

    Nach Wiesers Tor zu Beginn des Mitteldrittels sah es danach aus, als könnte der HCD die Partie im Schongang zu Ende führen. Die Zürcher agierten in dieser Phase harmlos, liessen jegliche Kreativität vermissen. Bis Pittis Bärtschi von links bediente, und der Goalgetter den Puck zum 2:3 ins Tor lenkte (32.). Die Verkrampfung löste sich und wenige Minuten später traf sogar einer, der im bisherigen Saisonverlauf mehr ein Ärgernis denn eine Verstärkung gewesen war: John Gobbi. Der Verteidiger erwischte HCDGoalie Genoni mit einem Flachschuss. Doch die Szenerie wiederholte sich: Als Reto von Arx im Schlussdrittel mit einem Ablenker den tadellosen ZSC-Torhüter Sulander bezwang, war es um die Zürcher geschehen. Nichts als logisch, dass auch noch das 5:3 durch Sejna fiel.

    «Avery brauche ich nicht»

    Trotz der acht Tore: Eine attraktive Partie war es nicht gewesen. Fehler hatten sie geprägt, flüssige Kombinationen waren selten. Die Ausfälle liessen sich auf beiden Seiten nicht kaschieren. Während bei Davos die routinierten Verteidiger Forster und Back gerade im Spielaufbau schmerzlich vermisst wurden, konnten die Lions Verletzte wie Ambühl, Down, Murphy und Nylander nicht kompensieren.

    Besserung ist aber in Sicht: Der von einem Hexenschuss geplagte Nylander soll am Samstag in Zug erstmals zum Einsatz kommen. Ganz zur Freude von Trainer Bob Hartley, der in seiner wöchentlichen Kolumne im «Journal de Québec» schrieb: «Einen Center wie Nylander können wir bestens gebrauchen.» Bevor die Lions den 39-Jährigen Schweden verpflichteten, war auf dem europäischen Markt auch der kanadische Stürmer Sean Avery von den New York Rangers herumgeboten worden. ZSC-Sportchef Edgar Salis fragte Hartley um Rat, was er von Avery halte. Die Antwort erfolgte in aller Deutlichkeit: «So einen brauche ich nicht in meiner Mannschaft.» Avery gilt als Enfant terrible, während sich Hartleys bevorzugter Spielertyp durch harte Arbeit und Seriosität auszeichnet.

    Zitat von Larry

    In Daffos, auf gefühlten 10'000 m.ü.M., gegen den Meister, kann man immer verlieren.

    Im Moment müssen wir die Punkte gegen die Teams hinten machen, später soll/muss es auch gegen die vorne möglich sein.

    Es bringt aber nichts nun nach jedem Spiel rumzumosern, denn wir waren uns doch mehr oder weniger einig:

    Diesmal MUSS der Coach Zeit bekommen, diesmal wird nicht ER nach kurzer Zeit geschasst.

    Da müssen wir jetzt durch, auch mit dem Risiko, dass in einem Jahr nichts besser ist, denn auch das ist (leider) möglich.

    Gegen die Teams hinten? So viele sind da nicht mehr hinter uns. Am Samstag folgt Zug,und wenn wir mal 7oder 8 Punkte Rückstand haben auf den Strich, wirds nicht einfacher.

    Aber ja, der Trainer soll die Zeit bekommen, kotzt mich halt einfach an, wie uns alle hier. Und du setzt dich sowieso ab....du chasches easy nä!

    Wo isch de Fehler... :razz: :cool:


    Eishockey (awp/Si) - Der HC Davos hat zwei verletzungsbedingte Ausfälle von Verteidigern zu beklagen. In der Auswärtspartie vom Freitag gegen den SC Bern (5:3-Sieg) erlitt Beat Forster eine Fusswurzelknochen-Fraktur. Der frühere Schweizer Internationale fällt rund einen Monat aus. René Back zog sich einen Muskelfaserriss im einen Oberschenkel zu, der ihn zu einer Pause von etwa eineinhalb Wochen zwingt. Die beiden Defensiv-Spezialisten konnten schon gestern (Dienstag) im Heimspiel gegen die ZSC Lions nicht eingesetzt werden.

    ZSC: Noch ohne Nylander in Davos.

    Michael Nylander konnte wegen seines Hexenschusses noch nicht trainieren und kommt heute in Davos nicht zur Premiere für die Lions. Von GCK wurde Tim Ulmann hinaufgeholt, der zweifache Torschütze vom Sonntag. Im Tor steht wieder Sulander, er scheint das Vertrauen des Coachs gewonnen zu haben. (sg.)

    Mit der alten app 2010 war das nicht möglich, nur Ton, allerdings war das auch für die Zusammenfassungen so. Darum wollte ich das nur bestätigt haben....bevor ich die 160 CHF ausgebe und dann trotzdem nicht auf dem tv schauen kann....

    Zitat von Thomi

    Fuck! Das wür erchläre weshalb im Programm vo nächst wuche bi cablecom ESPN kei NHL ufgführt isch und dä Hockey-Link uf ESPN-America is Nirwana zeigt! läckmeramarsch isch das Scheisse!

    Skandalös! Chas nöd navollzieh, isch aber d'Realität. NHL Gamecenter...ich warte aber noch, vielleicht tut sich noch was. :fight:

    Nylander vor seinem ZSC-Debüt
    (sg.)

    Bob Hartley war auch nach dem zweiten Training Mikael Nylanders begeistert vom schwedischen Veteranen: «Er sah ausgezeichnet aus.» Ob und wann der 39-Jährige für die ZSC Lions spiele, könne er indes nicht sagen. «Da ist der Sportchef zuständig.» Edgar Salis nahm den Wunsch des Trainers, Nylander unter Vertrag zu nehmen, auf, gestern waren indes noch letzte Details zu regeln. Es dürfte darauf hinauslaufen, dass die Zürcher den Spielmacher vorerst für einen oder zwei Monate verpflichten. Auch Salis äusserte sich lobend über Nylander: «Er ist fit. Er ist ein genialer Hockeyspieler. Und er will spielen. Das sind gute Voraussetzungen.»

    Gut möglich also, dass dieser bereits heute Freitag im Hallenstadion gegen Servette erstmals im ZSC-Dress aufläuft, wohl anstelle Downs zwischen Ambühl und Monnet. Denn der erste Sturm mit Tambellini, Pittis und Bärtschi zeigte sich in Langnau in bester Spiellaune. Blindenbacher und Ziegler trainierten gestern wieder und dürften heute dabei sein. Bei Servette geben Hecquefeuille und die Gebrüder Randegger ihr Comeback. Eine Serie reisst heute: Die ZSC Lions haben zu Hause, Servette hat auswärts bislang immer verloren.

    Zitat von Mitsch 2006

    läck de jubel da inne bi obligatorische uswärtspünkt

    und am fritig au wieder obligatorischs?

    es ist nicht der erste sieg und ein sieg ist nicht das ende der krise, nicht mal zwei in folge.

    Na ja, guter Fight der Mannschaft, gibt Hoffnung.

    Nicht mehr, nicht weniger.