Der ZSC betreibt Profisport mit Millionenumsätzen und die Aufgabe des Sportchefs ist es, die bestmögliche Mannschaft zusammenzustellen. In dem Zusammenhang ist es ziemlich unwichtig, ob ein Spieler von den GCK-Lions, aus Kloten oder vom Hindukusch kommt. Identifikation seitens der Spieler mit dem aktuellen Verein ist im Profisport ein eher rares Gut und wird m.E. überbewertet. Leistung ist auf jeden Fall wichtiger als Identifikation. Leistung bringt Siege und Erfolge. Die Identifikation ist übrigens bei den von den GCK-Lions übernommenen "eigenen" Spielern (z.B. Miranda, Bachofner und Karrer) auch nicht grösser, als jene von den sonstwoher verpflichteten Spielern. Beim Lesen einiger Kommentare hier im Forum habe ich mir gedacht, dass die so viel beschworene Identifikation auch bei den Fans beim Meistertitel letztes Jahr um einiges stärker war als jetzt im Misserfolg. Nach 6 Meistertiteln, 3 Finalteilnahmen, 2 Continentalcupsiegen, einem Cupsieg, einem CHL und einem Victoriacupsieg in den letzten 20 Jahren kann doch nicht einfach alles Scheisse, die Sportchefs immer unfähig, der Zahner ohne Ahnung und der Verein ohne Leistungskultur sein? Von solchen Erfolgen träumen die Fans anderer Vereine ein Leben lang. Ich habe Respekt vor diesen Erfolgen und den wunderbaren Abenden, die mir dieser Verein geschenkt hat.
Jetzt ist es halt mal abverreckt. Das regt mich auch auf und ich hoffe, es ist heilsam und führt zu den richtigen Massnahmen. Aber ich werde doch meine Identifikation, meine Loyalität und meine Treue zum ZSC wegen eines vergeigten Jahres nicht einfach in die Tonne schmeissen.