Aber gibt‘s irgendeine Kategorie, in der Grönbörg besser war als Crawford in seinen 4 Jahren?
Champions League - da schaffte es Crawford 2014 nicht in das Achtelfinal (man flog gegen Wien raus), RG kam immer über die Gruppenspiele hinaus weiter….
Aber gibt‘s irgendeine Kategorie, in der Grönbörg besser war als Crawford in seinen 4 Jahren?
Champions League - da schaffte es Crawford 2014 nicht in das Achtelfinal (man flog gegen Wien raus), RG kam immer über die Gruppenspiele hinaus weiter….
SL ist einfach eine Pfeiffe. Wir haben sportlich schlicht keine Strategie:
- Trainer werden völlig random gewählt, einmal so, einmal so, irgendwann hat man vielleicht wieder mal einen Glückstreffer.
- Ein Spieler soll nicht verlängert werden, weil man verjüngen will. Nach 10 guten Spielen, gilt das plötzlich nicht mehr. Wurde er durch die guten Spiele jünger? Ich kann sehr gut damit leben, dass man verlängert hat, es zeugt einfach von 0 Strategie, wenn man so kommuniziert.
- Obwohl man 52 leide Qualispiele hat, hat man 30 Spiele zugeschaut, wie der Trainer keinem einzigen jungen Spieler auch nur ein bisschen Eiszeit gegeben hat. Keiner, null. Dies während man die Abstand teuerste und grösste Nachwuchsabteilung hat.
Zusammengefasst - Sportlich orientierungslos und keine Strategie.
🙌👏 völli einverstanden.
Zum Glück ist bald Saisonbeginn. Erwarte nichts, von daher kann es nur gut kommen.
Die Tabellenlage ist komfortabel genug, dass man sich dies leisten kann.
Nicht wirklich. Rang 3 für die CHL Quali (sofern Biel oder Genf Meister wird) plus allfälliger Heimvorteil in den PO. Komfortabel hat es nur Genf und Biel.
hoffentlich müssen wir jetzt nicht auf die tollen chinesischen Gerichte im Letzi verzichten!
Katar war nur der Vorgeschmack….
Wie Saudiarabien mit einem unmoralischen Angebot lockt
Angestachelt von der Endrunde in Katar, hofft das saudische Königshaus, die WM 2030 ausrichten zu können. Das Geld dazu ist locker vorhanden – und soll mithelfen.
Manchmal braucht es nicht viel, damit aus einem Vorgeschmack ein Geschmäckle wird. So geschehen dieser Tage. Wie die britische Zeitung «Guardian» berichtet, soll während der Frauen-WM im kommenden Sommer die saudiarabische Tourismusbehörde mit dem Slogan «Visit Saudi» werben: Besucht Saudiarabien.
Pikant ist der noch nicht abgesegnete Deal aus mehreren Gründen. Zum einen findet die Endrunde sehr weit weg von Saudiarabien statt, in Australien und Neuseeland. Zweitens existieren in den beiden Ländern aktive LGBTQ-Bewegungen, wie es sie in Saudiarabien eher weniger gibt: Da ist Homosexualität verboten. Unter Androhung der Todesstrafe.
Lesbische Fussballerinnen aber stehen sehr viel offener zu ihrer Homosexualität, als dies schwule Fussballer tun. US-Superstar Megan Rapinoe wirbt bestimmt gerne für ein Land, das ihre Sexualität unter Androhung der Todesstrafe verbietet. «Ein gigantisches Eigentor der Fifa», schreibt der «Sydney Morning Herald».
Die Fifa hingegen scheint kein Problem mit dem Slogan zu haben, der Werbepartner passe ins Portfolio neben Coca-Cola, Visa und Adidas, schreibt der «Guardian». Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura verweist auf die Fortschritte, die in Saudiarabien gemacht wurden, um die Frauenrechte zu stärken, ihnen etwa den Besuch von Fussballspielen zu ermöglichen. Seit 2020 besteht in Saudiarabien eine Fussballliga für Frauen.
Die Rolle von Cristiano Ronaldo
Die Fifa scheint sowieso keine Probleme mit Saudiarabien zu haben. Die jüngste Partnerschaft ist deshalb als nächster Vorgeschmack zu deuten auf das, was auf den Weltfussball zukommt: Immer lauter scharrt das Riesenland nach Einfluss im Weltsport Nummer 1 und wirkt geradezu angestachelt seit der WM 2022 beim ungeliebten Nachbarn Katar. Kein Zweifel: Saudiarabien will nachziehen. So ist das Investment bei Premier-League-Club Newcastle zu verstehen und auch die Verpflichtung von Cristiano Ronaldo, der seit kurzem beim al-Nasr FC spielt.
Der Superstar soll nach dem Ende seiner Karriere Botschafter für das Land bleiben und könnte eingespannt werden für das Vorhaben, die WM 2030 erneut auf die Arabische Halbinsel zu holen. Glaubt man den Berichten, ist es eine Frage der Zeit, bis die saudische (Co-)Kandidatur für die Endrunde offiziell wird. Demnach will sich Saudiarabien zusammen mit Griechenland und Ägypten um die WM bewerben. Es wäre die erste WM auf mehr als einem Kontinent.
Was das Nachrichtenmagazin «Politico» diesbezüglich nun meldet, hat Sprengkraft. Laut dem Portal will Saudiarabien die Kosten für alle Stadien übernehmen, also auch für jene in Griechenland und Ägypten. Im Gegenzug sollen 75 Prozent der Spiele in Saudiarabien stattfinden. Die WM ist für das Land Teil des gigantischen Investitionspakets «Vision 2030». Im Rahmen dessen organisiert Saudiarabien 2029 schon die Asien-Winterspiele.
Grosse Konkurrenz für die Jahrhundert-WM
Als Quellen für den brisanten Fussball-Deal dienen «Politico» Mitarbeiter des griechischen Premiers Kyriakos Mitsotakis, der im Sommer 2022 den saudischen Prinzen Mohammed bin Salman in Athen empfangen und sich mit ihm über diesen Plan ausgetauscht haben soll. Keine der beiden Regierungen kommentiert die Recherche, auch die Fifa nicht.
Wie das Magazin insinuiert, könnte mit dem milliardenschweren Deal, der für das reiche Saudiarabien problemlos zu stemmen ist, die WM sichergestellt werden. Gelingt es, beim entscheidenden Fifa-Kongress 2024 in Osaka die afrikanischen, asiatischen und Teile der südosteuropäischen Stimmen hinter der Dreierbewerbung zu vereinen, könnte das für die Ausrichtung schon reichen.
Voraussichtliche Gegner sind Spanien/Portugal (und allenfalls die Ukraine), Marokko sowie eine südamerikanische Bewerbung mit Argentinien, Uruguay, Paraguay und Chile. 2030 ist die Jahrhundert-WM nach der allerersten Endrunde 1930 in Uruguay.
Schwierig zu vergleichen. Ich habe mich nicht einmal um Tickets bemüht und wurde trotzdem mit mind. 4 verschiedenen Aktionen konfrontiert. Bei einer waren Kids bis 16 Jahre gar gratis, für Erwachsene alle Tickets 50%.
CHL war gegenüber Meisterschaft auch über 50% günstiger (Stehplatz 15, freie Sitzwahl 20.—)
Heute leider kein Schweizer Tag… und bis jetzt erst 1 Medaille… Hoffe Odermatt packts dann beim Riesen ![]()
«Muss ich mich wirklich noch jemandem beweisen?»
Obwohl er den SCB zum Titel führte, bekam Lars Leuenberger in der höchsten Eishockeyliga keine richtige Chance. Nun winkt die Rückkehr – mit Olten.
Nebelschwaden wie in einem Edgar-Wallace-Film, Umsteigebahnhof, Langeweile: Ist von Olten die Rede, werden oft Klischees bedient. Sie sind jedem Oltner geläufig. Dabei dringen an diesem Februartag Sonnenstrahlen durch die Fenster der «Muusfalle», des Restaurants im Stadion Kleinholz. Lars Leuenberger sitzt beim Mittagessen. Fleisch, Kartoffeln, aber kein Gemüse. Der heute 47-Jährige mochte das Gesunde schon als Kind nicht, schob es jeweils seinem Bruder Sven zu.
Leuenberger steht in seiner zweiten Saison als Cheftrainer der Solothurner. Er gilt als fordernd, befand schon an seinem ersten Arbeitstag, die Spieler sollten fitter sein. Der gebürtige Uzwiler fragte sie nach ihren Zielen und Träumen und wollte wissen, wie viel sie bereit seien zu investieren. «Ich war ein Leben lang in der höchsten Liga tätig und weiss, was es heisst, professionell zu arbeiten», sagt Leuenberger. «Ich wollte meine Ideen reinbringen, musste mit dem Kopf durch die Wand. Die Spieler zogen mit, obwohl ich sie auch überfordert habe. Nun sind wir einen Schritt weiter.»
Sein Führungsstil findet Anklang. «Lars kommuniziert offen und behandelt alle gleich. Wir wissen stets, woran wir sind», sagt Stürmer Cédric Hüsler. «Wer nicht gut spielt, erhält weniger Eiszeit. Das klingt logisch, wird aber nicht überall so praktiziert.» Leuenberger selbst spricht von einem fortlaufenden Prozess. «Neue Spieler stossen zum Team, was interessante und ernste Gespräche mit sich bringen kann. Wenn jemand aus einer höheren Liga meint, er könne hier einfach ein bisschen mitspielen, liegt er falsch. Wir haben in Olten eine andere DNA entwickelt.»
Kaffee und Gipfeli mit der Trainercrew
Unter Leuenbergers Leitung waren die Oltner nie schlechter als auf Platz 2 klassiert. Im letzten Jahr scheiterten sie erst im Final an Aufsteiger Kloten, und heuer zogen sie zusammen mit La Chaux-de-Fonds der Konkurrenz früh davon. Der EHC gewann auch Spiele, ohne an seine Leistungsgrenze gehen zu müssen, was den Coach vor neue Herausforderungen stellte. Er musste den Spielern auch mal nach Siegen vermitteln, dass das Gezeigte nicht genügte. «Bei Lars gilt: Man kann einen schlechten Tag haben, aber kämpfen kann man immer», so Verteidiger Cédric Hächler.
Auch Kreativität war gefragt. «Wenn es draussen kalt und dunkel wird, der Saisonstart weit zurückliegt, das Playoff aber noch weit entfernt ist, muss man aufpassen, dass nicht der blosse Alltag einkehrt», betont Leuenberger. Während der Fussball-WM strich der Coach einmal kurzerhand das Training und schickte seine Jungs zu den Kindern auf den freien Eislauf. Danach verfolgte man gemeinsam in der Garderobe den Auftritt des Nationalteams von Murat Yakin.
Der 47-Jährige führte auch das sogenannte «Banking Time»-Konzept ein. Zwar stünden seine Türen immer offen, doch es sei schwierig, allen Spielern gleich viel Gehör zu schenken. Wer möchte, kann sich also in eine Liste eintragen und sich bei Kaffee und Gipfeli mit der Trainercrew austauschen. «Die Jugend von heute sucht das Gespräch und verlangt nach Erklärungen. Die Zeiten haben sich geändert», sagt Leuenberger. «Ich hatte einen supertollen Vater. Doch wenn ich einen Fehler beging, konnte ich niemand anderen dafür verantwortlich machen. Heute, und das stelle ich auch in der Erziehung meiner eigenen Kinder fest, wird mehr diskutiert. Es wurde sozialer. Zudem gehen wir Widerständen häufiger aus dem Weg. All diesen Veränderungen gilt es Rechnung zu tragen.»
«Wir Schweizer haben es im Eishockey nicht leicht. Das Geld wird lieber in Ausländer investiert, die doch nicht mehr erreichen.»
Lars Leuenberger
Vor sieben Jahren führte Leuenberger den SCB aus den Niederungen der Tabelle bis zum Meistertitel. Trotzdem musste er dem Finnen Kari Jalonen weichen. Versprechungen, er komme hinterher noch einmal zum Zug, wurden gebrochen. Lieber holte man den Austro-Kanadier Don Nachbaur, der perfekt in eine US-Sitcom der 1980er-Jahre gepasst hätte, nicht aber zum SCB. In Biel sprang Leuenberger erfolgreich für den an Krebs erkrankten Antti Törmänen ein, musste nach dessen Genesung aber dennoch den Schritt in die Swiss League machen. Doch Rückschläge konnten Leuenbergers Selbstvertrauen nichts anhaben.
«Ich durfte drei Jahre eine Mannschaft führen, erreichte zweimal den Final. Muss ich mich wirklich noch jemandem beweisen?», fragt er rhetorisch. «Wir Schweizer haben es aus all jenen Gründen, die wir schon mehrfach durchdiskutiert haben, im Eishockey nicht leicht. Das Geld wird lieber in Ausländer investiert, die doch nicht mehr erreichen.» Statt zu grübeln, schwärmt Leuenberger, der in Olten bis 2025 verlängert hat, lieber von seiner aktuellen Aufgabe. Er lobt die Verantwortlichen für ihre Offenheit und den Ehrgeiz, sagt aber auch: «Natürlich will ich dereinst wieder bei den Grossen mitmischen.»
Swiss League soll stärker subventioniert werden
Das Unterfangen National League soll nun mit Olten gelingen. Der B-Meistertitel ist schon jetzt das erklärte Ziel. Danach müssten sich die Solothurner noch einem Duell mit dem schwächsten NL-Vertreter stellen. Die Zielsetzungen hätten nicht primär mit den Problemen der Swiss League zu tun. «Es ist keine Flucht aus der Liga. Wir haben einfach Ambitionen», hält Leuenberger fest. Man habe das Thema intensiv besprochen, sagt Geschäftsführer Patrick Reber. «Wir könnten einen Aufstieg stemmen, es wäre aber auch eine grosse Herausforderung.»
In welche Richtung sich die zweithöchste Liga entwickeln und wie viele Teams sie umfassen wird, ist unklar. Nach dem Alleingang der Liga fehlen den Clubs die Gelder aus der zentralen Vermarktung, rund 380’000 Franken. Olten konnte einen gewissen Teil auffangen und Werbeflächen selbst verkaufen. Doch mit dem Rückzug des Dauerrivalen SC Langenthal gehen nicht nur sportliche Höhepunkte verloren, es brechen auch weitere Einnahmen weg. Reber spricht von einem mittleren fünfstelligen Betrag.
Mehr Unterstützung soll die Swiss League von oben erhalten. Die Clubs aus der höchsten Liga wollen ihre Zuschüsse auf eine Million Franken verdoppeln. Dies allerdings unter der Bedingung, dass auch der Verband 500’000 Franken beisteuert.
Duell mit dem Dauerrivalen
Beim EHC Olten nimmt man Schritt für Schritt. Die Qualifikation beendete der Club auf dem zweiten Platz – mit nur 3 Punkten Rückstand auf La Chaux-de-Fonds, aber mit 32 Punkten Vorsprung auf Rang 3. Am 14. Februar beginnt dann das Playoff, ausgerechnet gegen den langjährigen Dauerrivalen Langenthal, der sich Ende Saison aus wirtschaftlichen Gründen in den Amateursport zurückzieht.
Was für Olten gilt, trifft auch auf den Club zu. Ausserhalb der Dreitannenstadt wird der EHC oft auch als graue Maus wahrgenommen. «Selbst wenn wir eine graue Maus wären: Was gibt es Schöneres, als eine graue Maus farbig, bissig, schnell und gefährlich zu machen?», sagte Leuenberger nach seiner Amtsübernahme. Nun ist er auf bestem Weg dazu.
zwar fussball, aber betreffend auswärtsfans in kanton sankt gallen.
Hat Nordstream 2 den Geldhahn zugedreht?
Haben ja immer noch Glencore
Alles anzeigenKadermutationen EHC Winterthur
Donnerstag, 2. Februar 2023, 17:56 - Medienmitteilung
Per Anfang Februar bzw. nach dem Saisonende vom kommenden Wochenende kommen einzelne Spieler des EHC Winterthur in andern Teams zum Einsatz. Die Kadermutationen sehen wie folgt aus:
Matt Wilkins zum HC La Chaux-de-Fonds
Gaëtan Jobin zum HC Sierre
Jan Zwissler zum EHC Frauenfeld
Nelson Chiquet/Timur Shyianov/Aaro Törmänen zum HC Ajoie
Lukas Rubin zum EHC Chur
Dominique Posch zum EHC Bülach
Gianluca Barbei zum HC Ambri-Piotta
Theo Beglieri zum HCV Martigny
Alle weiteren Nachwuchsspieler welche mit einer B-Lizenz beim EHC Winterthur zum Einsatz kamen, wechseln zurück zu den jeweiligen U20 Elit-Teams.
macht ja Sinn, nach dem Verpassen der Playoffs mit Spielern noch etwas Geld zu verdienen. Aber zeigt halt auch den Zustand der Liga ...
Donnerstag, 2. Februar 2023, 17:56 - Medienmitteilung
Per Anfang Februar bzw. nach dem Saisonende vom kommenden Wochenende kommen einzelne Spieler des EHC Winterthur in andern Teams zum Einsatz. Die Kadermutationen sehen wie folgt aus:
Matt Wilkins zum HC La Chaux-de-Fonds
Gaëtan Jobin zum HC Sierre
Jan Zwissler zum EHC Frauenfeld
Nelson Chiquet/Timur Shyianov/Aaro Törmänen zum HC Ajoie
Lukas Rubin zum EHC Chur
Dominique Posch zum EHC Bülach
Gianluca Barbei zum HC Ambri-Piotta
Theo Beglieri zum HCV Martigny
Alle weiteren Nachwuchsspieler welche mit einer B-Lizenz beim EHC Winterthur zum Einsatz kamen, wechseln zurück zu den jeweiligen U20 Elit-Teams.
Kann mir jemand diesen Artikel posten?
merci im Voraus
scho wieder eine vo klote 🤣🤣🤟🤟
So viele Entlassungen wie noch nie – was bringt das?
Bereits sechs Teams haben diesen Winter in der National League den Coach gewechselt. Wo es sich gelohnt hat.
In der National League werden in dieser Saison fleissig Trainer entlassen, 6 von 14 Teams haben einen anderen als noch zu Beginn. Das ist Schweizer Rekord! Und es bestätigt jene Kritiker, die den Clubs Heuchelei vorwerfen, weil sie während Corona den Willen zum Sparen betont hatten. Nun gibt es aber auch Stimmen, die sagen, dass Trainerwechsel Geld einsparen können. Weil ohne Entlassung die Resultate immer schlechter, folglich der Erfolg immer kleiner und Zuschauerzahlen immer tiefer würden.
Schauen wir die Wechsel unter diesem Aspekt an. Eine Trainerentlassung ist zunächst aber fast immer auch ein Scheitern im Management. Entweder wurde der falsche Coach ausgewählt, oder der Vertrag entpuppte sich als zu lang. Am deutlichsten zeigte sich dies in Lugano, wo Chris McSorley nach acht Spielen mit neun Punkten gehen musste. Auch weil es auf zwischenmenschlicher Ebene mit Trainer und Team nicht mehr funktionierte.
Es folgte der junge Luca Gianinazzi (29) und damit eine neue Trainerphilosophie. Seine Bilanz (1,35 Punkte pro Spiel) ist besser, nicht nur darum dürfte dieser Wechsel am meisten Sinn ergeben. Allerdings: Das fast ligaweite, aber insbesondere bei Lugano krasse Auf und Ab konnte der Jungtrainer auch noch nicht bekämpfen. Nach zuletzt mehreren guten Leistungen lagen die Tessiner am Dienstag zuhause gegen Fribourg nach dem Startdrittel 0:5 zurück!
Ajoie feuerte Filip Pesan als abgeschlagener Letzter, seit Sportchef Julien Vauclair an der Bande steht, punkten die Jurassier regelmässig. Bleibt dieser Boost nachhaltig und sichert sich Ajoie den Ligaerhalt, hat sich wohl auch dieser Wechsel gelohnt.
Die ZSC Lions und der HC Davos machten fast das exakt Umgekehrte.
Speziell wird es bei den Clubs, die den Trainer entliessen, als sie in den Top 6 klassiert waren: Bern, der ZSC und Davos. Johan Lundskog holte mit Bern in 20 Spielen 31 Punkte, Nachfolger Toni Söderholm, allerdings mit noch grösserer Verletzungsmisere konfrontiert, kam nach ebenso vielen Partien auf 28 Punkte. Der Finne hat allerdings mit deutlich grösserer Verletzungsmisere zu kämpfen. Man kann es sich natürlich einfach machen, dies ignorieren und als Ausrede abtun. Doch wenn fast die halbe Abwehr, darunter auch die meisten der spielerischen Elemente, verletzt fehlt, dann hat das halt grosse Auswirkungen auf das Spiel der Mannschaft und sind einem Trainer taktisch die Hände gebunden. Ansonsten könnte man ja irgendwelche Leute aufs Eis stellen …
Interessant sind die Wechsel in Zürich und Davos. Sie zeigen auch, dass es keine richtige oder falsche Spielphilosophie gibt: Der ZSC wechselte von viel Puckkontrolle mit Rikard Grönborg auf schnelleres, direkteres, aber auch hektischeres Spiel mit Marc Crawford. Die Resultate sind vorerst nicht besser geworden.
Der HCD machte vereinfacht gesagt das Umgekehrte: Waltteri Immonen änderte als Erstes den Spielaufbau und setzt dabei auf mehr Scheibenkontrolle – ähnlich wie sein Landsmann Söderholm in Bern. Das Spiel des HCD dürfte nun wohl weniger hektisch und defensiv etwas ruhiger und strukturierter sein. Allerdings, ebenfalls ähnlich wie beim SCB mit Söderholm, auf Kosten der Offensive: Davos schoss in sieben Spielen seit dem Trainerwechsel nur 16 Tore.
Bleibt noch der Unruheherd Lausanne. Nicht nur böse Zungen behaupten, dass dort diese Saison die Besetzung des Trainerpostens zweitrangig ist. John Fust wurde nach 19 Spielen mit 20 Punkten zum Sportchef, Nachfolger Geoff Ward hatte kürzlich die 19. Partie, er stand da bei 23 Punkten. Ob die zuletzt vier Siege nun wirklich der Start zu besseren und ruhigeren Zeiten sind? Für das definitive Urteil ist es noch zu früh.
Lohnen sich also Trainerwechsel in der Regel langfristig? Der kurze Blick auf den Mikrokosmos National League sagt: eher nicht.
Wiederr auf CHL Rang 3
Der WM-Silberheld, der auch mit bald 35 noch topfit ist, jede Mannschaft besser macht und auch menschlich in jedes Team passt, steht nun bei 14 Saisontreffern. Ligaweit haben nur zwei Spieler mit Schweizer Lizenz öfter getroffen. Biels Fabio Hofer (16) und Lakers-Stürmer Tyler Moy (20). Kaum zu glauben, dass Bodenmann bei den Lions keinen Vertrag mehr erhält und auch Stammclub Kloten kein Interesse bekundet. Dabei würde der routinierte Spieler mit seiner Lauf- und Zweikampfstärke dem Aufsteiger gut tun.