Posts by vancouver

    Absolut deiner Meinung!
    Es ist halt schon cool wenn der eigene Nachwuchs (Züribube) chönd em Rolle übernäh und ab und zu de Pokal id höchi stämä!

    Aber Pius spielt ja quasi schon "bei uns". Ihn würde ich jetzt nicht in den gleichen Topf werfen. Auch ein Siegenthaler, welcher ein echtes Eigengewächs ist würde ich nicht zwingend so sehen. Was sicher schwierig wird, bzw. nicht sein sollte, ist dass man sich jetzt einen teuren Ausländer leistet. Da bin ich schon auch bei dir. Auch wenn es einige Clubs halt doch tun, leider.

    Anfangs Saison hatte der Z kommuniziert, dass man nur Spieler beschäftigen will, die bis Ende Saison bleiben.
    Für mich persönlich ist dies absolut verständlich und auch logisch.


    Spieler die man für ca 10 Spiele holt und die sich dann verabschieden Richtung NHL Camp ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Ich habe zuerst gehofft, dass Rossi bis Ende Saison bleibt. Aber eventuell wird er ja für die ganze Saison noch ausgeliehen, dann macht wieder das ganze Sinne.

    Wäre freiwilliger Abstieg eine Variante? Allenfalls in die zweite Liga? Und und langsam wieder hocharbeiten?

    Evtl. könnte man Magnin vom FCZ als Sportchef holen. Würde bei beiden Zürcher Vereinen ein Problem lösen und wäre kostengünstig. Das Stadion könnte man bis zum Wiederaufstieg in die NLB an Kloten vermieten. Die könnten dann solange den Schlüpferweg umbauen. Hoffe Sie werden dann nicht noch gleich Meister. Wäre dann noch übler als 2014 Meister im Schlüpferweg. Wick würde auf diesem Niveau sicher noch ein Saison anhängen und Sulo möchte zurück in die Schweiz.

    🤣

    ich habe gehört, dass man diesen sommer bewusst auf das konditionstraining verzichtete. einfach um die meisterschaft nicht zu verfälschen! es bringt ja niemandem etwas, wenn der zsc die 50 spiele mit 150 punkten und 250:0 toren absolviert! :mrgreen:



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    🤣

    Habe ihn nach seiner Verpflichtung auch etwas genauer angeschaut bei Zug. Wenn er sich im Griff hat, dann ist er eine echte Verstärkung.

    Ich denke dass es wirklich nötig war ein Spieler zu verpflichten der den Gegner unter die Haut geht.


    Wie du schreibst, „wenn er sich sich im Griff hat“ mal schauen.

    Mein Senf: Bin (noch?) nicht begeistert. Da will ich zuerst sehen, was die Liga dann aus ihrer gewonnen "Freiheit" macht.

    Bei Vielem kann ich lobend nicken, bei der Aufhebung der Ausländerbeschränkung würde bei mir der Spass aber aufhören.

    Sehe es auch so, sowie die Idee einer geschlossene Liga begeistert mich überhaupt nicht.

    <woltlab-quote data-author="Larry" data-link="https://forum.zscfans.ch/thread/2081-zsc-kader/?postID=125758#post125758"><p>Wir werden seinen Entscheid bald erfahren! Ich persönlich würde lieber Suter behalten aber dann geht Ghetto wohl zu Zug.</p></woltlab-quote><p>Wenn Sutter bleibt, sehr gut, diese wäre aber wohl nur eine Verzögerung bis zu seinem Abgang.</p><p><br></p><p>Ghetto würde ich unbedingt nehmen, für ihn ist die NHL und andere Abenteuer abgeschlossen und die Zukunft ist die Schweiz.<br>So ein Schweizer Spieler ist nicht jedes Jahr auf dem Mark und daher muss man zugreifen und er ist Zürcher und aus der Nachwuchs Abteilung.</p><p><br></p><p>Man möchte sicher auch mit einer Top Mannschaft ins neue Stadion ziehen. Das heisst für mich, falls Sutter noch bleibt, beide unter Vertrag nehmen
    !</p>

    Mit dieser Tätowierung sollte eigentlich alles klar sein !


    Anbei noch den Link


    ZSC, Zug und Lausanne sind heiss auf den Nati-Star: Sven Andrighetto löst Millionen-Vertrag in Russland auf


    https://www.blick.ch/-id159807…tm_campaign=blick_app_iOS

    Betreffend PO, wenn ich mich richtig erinnere, hat er uns 2008+2009 in den PO Viertelfinale praktisch allein abgeschlossen 😉

    Absolut deiner Meinung !


    Man kann über kleine Details diskutieren, ob das Sinn macht oder nicht, aber im grossen und ganzen passte es.


    Und wenn es einem nicht passt, steht es jemand frei in ein Land seiner Wahl auszuwandern 😉

    Von einer zweiten Welle will ich schon gar nichts hören, ich glaube auch nicht daran

    Das hoffen wir natürlich alle !!!


    Aber ich möchte dich schon daran erinnern, dass es für dich auch unvorstellbare war, dass die NHL pausiert.


    Aber blicken wir nach vorne, auf eine neue Saison, von mir aus könnte sie jetzt schon starten !
    🔵⚪️🔴

    Solche Ausländer kennen wir ja, das sind in etwa solche Kaliber die eigentlich bei den GCK Lions spielen und bei uns jeweils zum Einsatz gekommen sind... Ob sich die Fans dann mit solchen Ausländern in der dritten Linie wirklich identifizieren können? Gerade bei uns werden die Fans dann sicherlich 8 Ausländer à la Garrett Roe gefordert und sicher nicht Spieler die in der dritten Liga in Amerika spielen...


    Ich könnte mit einem Kompromiss von ZSColin gut leben, sechs Ausländer wobei die "Ausländer mit CH-Lizenz" dafür nicht mehr als Schweizer zählen.

    Wäre schon cool, wenn man einen eigenen Junior wieder zurück holen könnte !


    Omsk will Andrighetto loswerden
    Montag, 25. Mai 2020, 16:30 - Maurizio Urech


    Laut der Agentur Ria Novosti soll Avangard Omsk daran denken Sven Andrighetto und Taylor Beck für die Preseason zu Ihrem Farmteam in der VHL Metallurg Novokuznetsk abzuschieben.


    Die Saläre der beiden Spieler (rund 2 Mio CHF) stellen für Omsk ein Problem dar, nachdem der Salary-Cap für die nächste Saison 990 Mio Rubel festgesetzt wurde. Avangard versucht mit beiden Spieler ein Abkommen zur vorzeitigen Vertragsauflösung zu finden.

    Quote from ZSC4E

    https://www.blick.ch/sport/eis…rer-suter-id15826971.html


    Spannend, spannend. Bei Malgin weiss ich nicht so recht. Andrighetto find ich sowieso genial. Rossi s Stats sind unglaublich und wäre spannend ihn auf Profi Niveau zu sehen.


    Wenn ich lese, dass Andrighetto bei uns anscheinend ein Thema ist, dann werde ich gleich wieder Hockeygeil.


    Na ja, auf etwas muss man sich ja freuen können !


    Dazu muss man ja nichts mehr sagen !


    So chaotisch kommuniziert Trump während der Coronavirus-Krise https://www.tagesanzeiger.ch/12170914


    Bin absolut deiner Meinung,
    sehr guter Beitrag !
    [emoji838][emoji836]️[emoji837]

    Quote from snowcat


    Aus dem Tagi von heute;


    Sterberate? Ansteckungs­gefahr? Über­tragungs­wege? Das ist der aktuelle Stand der Wissenschaft


    Vor allem das Unbekannte an Covid-19 beunruhigt uns. Forscher rund um die Welt arbeiten daran, der neuen Krankheit ein Gesicht zu geben. Wir tragen hier die neuesten Erkenntnisse zusammen.
    M. Brupbacher, T. Plattner, A. Moor
    Stand 7. März 2020
    Wir befinden uns immer noch am Anfang der Sars-CoV-2-Epidemie. Die Forscher passen bei neuen Daten jeweils ihre Ergebnisse und Erkenntnisse an. Das ist der aktuelle Stand der Wissenschaft:
    Sterblichkeit


    Die Sterberate von Covid-19 beträgt laut neuesten Berechnungen über alle Altersgruppen 1,1% bei Fällen mit Symptomen (Case Fatality Rate). Wenn man auch die Fälle ohne Symptome miteinbezieht, sind es 0,5% (Infection Fatality Rate). Diese Werte hat Adam Kucharski, Mathematiker und Epidemiologe an der London School of Hygiene & Tropical Medicine, aktuell berechnet. Bei jüngeren Personen nehme der Wert ab (0,1%), bei älteren nehme er zu (5 bis 10%), wie er gegenüber der «New York Times» erklärt. Diese Werte bestätigt auch der Schweizer Epidemienforscher Christian Althaus auf Twitter, auch wenn seine berechnete Sterberate über alle Altersgruppen mit 1.6% etwas höher liegt. Damit bleibt es dabei, was ein grosser Teil der Wissenschaftler nun schon länger sagt: Covid-19 ist fünf- bis fünfzehnmal so gefährlich wie die saisonale Grippe, was die Sterblichkeit betrifft. Bei Influenza beträgt die Sterberate 0,02 bis 0,1 Prozent. Influenzafälle gibt es pro Jahr weltweit bis zu 90 Millionen, dabei sterben 200'000 bis 650'000 Personen, in der Schweiz sterben zwischen 300 und 2500 Personen jährlich.
    Gefährlichkeit


    Besonders gefährdet sind ältere Personen. Ab 65 Jahren steigt das Risiko für Komplikationen deutlich. Auch Menschen mit Vorerkrankungen gilt es zu schützen. In Italien lag gemäss der Gesundheitsbehörde das Durchschnittsalter bei den ersten 105 Toten bei 81 Jahren, die meisten waren chronisch krank und männlich. Das mittlere Alter der an Covid-19 Verstorbenen in China wurde in einer in «The Lancet» publizierten Studie mit 70 Jahre angegeben. «Daten zeigen, dass ungefähr die Hälfte der Verstorbenen weitere Erkrankungen wie Diabetes oder einen hohen Blutdruck aufwies. Aber umgekehrt waren auch 30 bis 50 Prozent der Verstorbenen gesund», sagt Manuel Battegay, Professor für Infektiologie an der Universität Basel. Ein Wissenschaftsteam um Christian Althaus hat aktuell in einer Studie die Sterberate nach Altersgruppen berechnet. Es handelt sich hier um Falldaten aus der chinesischen Krisenprovinz Hubei.



    Die Berechnungen von Althaus und seinen Kollegen decken sich mit der bisher grössten Untersuchung zum Aspekt des Alters und den Todesraten: Über die im chinesischen Fachblatt «Chinese Journal of Epidemiology» publizierte Studie von 44'672 bestätigten Covid-19-Fällen in Festlandchina bis zum 11. Februar 2020, berichteten wir detailliert.


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    Für wen Covid-19 gefährlich ist
    Krankheitsverlauf


    80% der Covid-19-Erkrankungen verlaufen mild. Der allergrösste Teil der Bevölkerung wird bei einer Infektion die Krankheit sehr gut überstehen, manche werden nicht einmal etwas bemerken. Aber was heisst mild konkret? WHO-Epidemie-Experte Bruce Aylward sagt, es seien nicht immer nur leichte Erkältungssymptome. «Mild kann auch Fieber, Husten – vielleicht sogar eine Lungenentzündung bedeuten, aber ohne der Notwendigkeit einer künstlichen Sauerstoffzufuhr. Bei den 20% schweren Fällen ist die Atemfrequenz erhöht und die Sauerstoffsättigung sinkt, so dass ein Sauerstoff- oder Beatmungsgerät nötig wird. Kritisch (5%) bedeutet Atemversagen oder Multiorganversagen.» Ärzte in Norditalien teilen in einem Schreiben mit, dass 10% der Fälle intensive medizinische Betreuung benötigen.
    Kinder und Schwangere


    Kinder können sich auch infizieren, entwickeln aber in den meisten Fällen keine oder nur sehr milde Symptome. Noch ist unklar, ob sie das Virus weitergeben können. WHO-Epidemie-Experte Aylward sagte nach einem Studien-Besuch in China: «Ich habe Dutzende von Ärzten gefragt: Haben Sie eine Übertragungskette gesehen, bei der ein Kind der Ursprung war? Die Antwort war nein.» Vorläufige Daten lassen demnach annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken, Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern. Auch bei Sars und Mers waren Kinder weniger stark betroffen. «Eine Theorie ist, dass die Andockstellen in der Lunge für Sars-CoV-2 noch weniger ausgeprägt sind. Wir verstehen aber noch nicht, bei wem 2019-nCoV zu einer schweren Krankheit mit Lungenentzündung oder einem milden Verlauf führt», so Manuel Battegay, Professor für Infektiologie an der Universität Basel. Anders bei der Grippe: Als besonders von schweren Verläufen betroffene Risikogruppen gelten bei Influenza auch Kinder. Und: Sie sind bedeutsame Treiber für die Übertragung von Influenzaviren in der Gemeinschaft. Die «New York Times» ging der Frage detaillierter nach, warum Kinder so selten und wenig schwer an Covid-19 erkranken. Klare Antworten gibt es noch nicht. Bei Covid-19 gehören gemäss WHO auch Schwangere nach derzeitigem Wissensstand NICHT zu den Risikogruppen.
    Verbreitung


    Covid-19 ist relativ einfach übertragbar. Infektionsmediziner Jeremy Farrar sagt: «Was wir gerade sehen, ist beispiellos. Ich weiss von keinem Ausbruch in den letzten 100 Jahren, der sich so schnell so weit ausgebreitet hat.» Die Ansteckungsgefahr eines Virus wird durch den sogenannten R0-Wert bestimmt, der angibt, wie viele ­weitere Menschen ein einzelner Infizierter ansteckt. Die ETH berechnete mit einem Computermodell, dass eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt zwischen 2 und 3,5 weitere Menschen ansteckt. Das Coronavirus ist ansteckender als die saisonale Grippe mit einem R0-Wert von 1,3 bis 3. Solange der R0-Wert eines Virus grösser als 1 ist, kann es sich weiter in der Bevölkerung ausbreiten. In der am stärksten betroffenen chinesischen Stadt Wuhan wurde laut einer Studie dieser Durchschnitt von 2,35 vor dem Reiseverbot am 29. Januar auf 1,05 gesenkt. «Aber ein solcher Wert lässt sich nur mit drastischen Massnahmen erreichen – in der Schweiz sind wir noch weit davon entfernt», sagt Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor an der ETH in Lausanne. «Die aktuellsten R0-Werte in Wuhan werden mit 0,3 angegeben», sagt Christian Althaus, Epidemiologe an der Universität Bern. Sobald aber die gegenwärtigen Quarantäne-Massnahmen aufgehoben würden, könne die Ansteckungsrate wieder steigen.
    Inkubationszeit


    Die Inkubationszeit des neuen Coronavirus, das heisst die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt etwa drei bis sieben Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern. Im Schnitt beträgt sie 5.5 Tage. Wenn man an einer viralen Atemwegserkrankung leidet, ist man in der Regel dann am ansteckendsten, wenn man die stärksten Symptome hat. Beim neuen Coronavirus könnte das anders sein. Man ist möglicherweise bereits vorher ansteckend: unmittelbar bevor Symptome auftreten. Eine neue Studie stützt diese These, gemäss ihr geschehen 25 bis 30% der Ansteckungen in der Phase, wo der Erkrankte keine Symptome hat. Die WHO sagt hingegen: Bei Covid-19 seien zwar Übertragungen 24 bis 48 Stunden vor dem Auftreten von Symptomen bekannt, sie seien aber nach derzeitigem Kenntnisstand anders als bei der Grippe selten und spielten für die Weiterverbreitung kaum eine Rolle. Eine Übertragung vor dem Auftreten von Symptomen lässt sich nur schwer kontrollieren. Bei Sars war das anders. Da passierte die Übertragung fast ausschliesslich von Menschen mit Symptomen.
    Ansteckungswege


    Die Übertragung erfolgt primär durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände.



    Eine Studie, die im US-Fachblatt «Journal of the American Medical Association» (Jama) veröffentlicht wurde, kommt zum Schluss, dass das neue Coronavirus auch über verunreinigte Flächen weitergegeben werden kann. In der gleichen Studie, in welcher die Zimmer von Covid-19-Patienten untersucht wurden, gibt es auch Hinweise, dass das Virus über Exkremente übertragen werden kann. In der Luft fanden sie keine Viren.


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    Wie sich das Coronavirus verbreitet — und wie nicht
    Infektionszahlen


    Der Epidemieforscher Marc Lipsitch von der Harvard University sagt, 20 bis 60% der Menschen werden sich mit Sars-CoV-2 infizieren. Die meisten seiner Kollegen stimmen ihm zu, die WHO spricht von 40 bis 80%. Auch der deutsche Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité erwartet hohe Infektionszahlen. «Es werden sich wahrscheinlich bis zu 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit», sagte er. «Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger.» Problematisch werde das Infektionsgeschehen nur, wenn es in komprimierter, kurzer Zeit auftrete. Die meisten Epidemiologen gehen davon aus, dass das Virus langfristig bei uns bleiben wird. Sars-CoV-2 wird sich in der menschlichen Population etablieren und über die nächsten Jahre mit uns bleiben. Zum Vergleich: Mit der Grippe stecken sich gemäss WHO weltweit jährlich 5 bis 20% an.
    Szenarien für die Schweiz


    Auch wenn das Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine Szenarien durchspielen will, so gehört dies doch zum Alltag von Epidemiologen. Gerade zu Beginn eines Ausbruchs sei es wichtig, auch über Worst-Case-Szenarien zu sprechen, weil alle wissen sollten, was es zu verhindern gelte, sagt Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor an der ETH Lausanne. Vor zwei Wochen bezifferte er beim schlimmsten Szenario ohne Massnahmen die Anzahl Toten mit 20’000 bis 35’000 in der Schweiz. Auch sein Kollege Christian Althaus von der Universität Bern hat solche Prognosen mit 30’000 Toten aufgezeigt. «Das Schwierige an dieser Rechnung ist, dass man diese Zahlen zu Beginn nur grob abschätzen kann», sagt Salathé. Aber würde man zu einem Zeitpunkt ohne Impfstoff oder Medikamente Sars-Cov-2 einfach durchlaufen lassen, dann müsste man ohne Gegenmassnahmen durchaus mit solchen Todeszahlen rechnen.


    «Wir haben keinen Impfstoff und keine Immunität wie bei der saisonalen Grippe, an welcher jedes Jahr dennoch etwa 10% der Bevölkerung erkranken und zwischen 500 und 2500 Personen sterben», so Salathé. «Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Verbreitung so gut wie möglich eindämmen. Aber nicht mit dem Konzept Hoffnung, sondern mit Massnahmen.» Um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und Zeit für die Entwicklung eines Impfstoffes zu gewinnen, müsse die Zunahme der Infektionen zeitlich möglichst lange hinausgezögert werden.


    Basierend auf dem sogenannten Modell SEIR, das Virologen weltweit anwenden um Prognosen zur Ausbreitung ansteckender Krankheiten zu machen, haben wir eine Modellierung für die Schweiz gemacht. Für die Variablen wie Ansteckungsrate, Inkubationszeit und Dauer der Erkrankung haben wir Daten verwendet, von welchen die Forscher bisher ausgehen für Covid-19. Ohne Massnahmen würde sich die Epidemie extrem schnell verbreitet und einen Höhepunkt im Mai erreichen. Dabei würden über 100’000 Menschen in der Schweiz gleichzeitig erkranken. Der Basler Professor am Biozentrum der Universität Basel Gerhard Neher sieht es noch düsterer: «Es ist realistisch, dass 200'000 Personen in der Schweiz gleichzeitig krank sein könnten. Aber die Unsicherheit bei diesen Prognosen ist natürlich gross.»


    Viele werden mit milden Symptomen die Krankheit überstehen. Aber gemäss heutigen Annahmen werden auch 10% intensivmedizinische Pflege benötigen. Im Szenario ohne Massnahmen wären also im Mai 10’000 Spitalbetten nötig gewesen - die Schweiz verfügt über 40’000 Betten. Durch Versammlungsverbote, Hygieneregeln, Social Distancing, etc. kann aber die Verbreitung des Coronavirus stark gebremst werden. Die Anzahl Personen, die medizinische Hilfe benötigen, könnte um zwei Drittel gesenkt werden.



    Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte Salathé: «Vielleicht können wir die Dynamik abbremsen, weil die Leute jetzt schon zu Hause bleiben und Social Distancing machen. Dementsprechend würde die Epi­demie in der Schweiz dann viel langsamer verlaufen, und es brauchte gar keine zusätzlichen drastischen Massnahmen. Das wäre der Idealfall. Aber man sollte sich zumindest psychologisch darauf vorbereiten, dass es ein aussergewöhnliches Jahr wird mit weniger Meetings, weniger Reisen und mehr Homeoffice. Das ist unvermeidbar.»
    Saisonalität


    US-Präsident Donald Trump behauptete in einem Meeting im Weissen Haus, dass das Coronavirus mit den wärmeren Tagen im April wieder verschwinden werde. «Es ist möglich, aber diese Analogie zur Grippe und Erkältungskrankheiten ist bisher noch reines Wunschdenken», sagt der Epidemiologe Stephen Morse von der Columbia University in New York. «Warten wir bis April, dann wissen wir, ob es wahr ist.» Was wir bis jetzt wissen: Andere Coronaviren treten durchaus nur in bestimmten Jahreszeiten auf, wie diese Studie eines schwedisch-schweizerischen Forschungsteams belegt. Es ist also zu hoffen, dass Sars-CoV-2 sich bald weniger stark verbreiten wird.


    Aber selbst wenn es so wäre, würde die Saisonalität des Virus die Pandemie nicht stoppen. Wie Marc Lipsitch, Professor für Epidemiologie an der Universität Harvard, schreibt, kann ein leichter Rückgang von Sars-CoV-2 in den nördlichen Hemisphären möglich sein. Es sei aber nicht vernünftig, zu hoffen, dass dies zu einem entscheidenden Rückgang führen werde. Ein aktuell erschienener Vorabdruck einer Studie, an welcher Lipsitch mitgearbeitet hat, legt nahe, dass eine Verbreitung des neuen Coronavirus in vielen verschiedenen Klimazonen stattfinden kann. So sei beispielsweise auch Singapur, das fast am Äquator liegt, von der Epidemie betroffen.


    Für Richard Neher, Professor am Biozentrum der Universität Basel und Experte für die Verbreitung von Viren ist klar: «Sars-CoV-19 wird im Frühling und Sommer nicht verschwinden, im besten Fall können wir mit weniger Ansteckungen rechnen. Falls es gelingt, den Ausbruch derart zu verzögern, dass sich bis im Sommer nur ein kleiner Teil der Bevölkerung infiziert, gewinnen wir Zeit, um uns auf eine zweite Welle im Herbst vorzubereiten.»


    Auch Epidemiologe Marcel Saltahé relativiert: «Man kann nicht davon ausgehen, dass das Virus im Frühling einfach verschwinden wird, wie dies gewisse Politiker auch jenseits des Atlantiks behauptet haben.» Das Virus breite sich ja auch in Ländern mit ganz anderen klimatischen Verhältnissen stark aus. «Wir rechnen damit, dass es uns die kommenden Wochen und Monate erhalten bleibt.»
    Medikamente


    Amerikanische und chinesische Forscher testen im Moment ein Medikament, das vor allem den Schwererkrankten helfen soll. Noch gibt es keine Substanz, die spezifisch gegen das neue ­Virus entwickelt worden ist, denn das dauert Jahre. Doch die Wissenschaftler greifen auf bestehende Medikamente zurück und testen, ob sie im Kampf gegen das Virus helfen. Ein erfolgversprechender Kandidat ist das Medikament Remdesivir, das in Einzelfällen bereits gewirkt hat. Die Forscher des Pharmaunternehmens ­Gilead Sciences haben es ursprünglich gegen Ebola entwickelt. Remdesivir schleicht sich in den Mechanismus ein, den sogenannte RNA-Viren zur Vermehrung nützen, und stört diesen. Sowohl das Ebola- wie auch das Coronavirus gehören zu den RNA-Viren. Ein 35-jähriger Mann, der schwer an Covid-19 erkrankt ist, konnte so in Seattle geheilt werden. Rechtlich gäbe es keine Hürden, um das Medikament auch in der Schweiz einzusetzen.


    Eine weitere Strategie: Schwererkrankte könnte man mit Blutplasma von Menschen behandeln, die die Krankheit erfolgreich überstanden haben. Die Antikörper der Genesenen würden dabei das Immunsystem der Neuinfizierten unterstützen. Das hat bei Ebola, Mers und Sars schon funktioniert.


    Zudem haben Norwegische Forscher letzte Woche in einer Literaturanalyse nach weiteren Substanzen gesucht und überprüften 120 bereits zugelassene Medikamente, die Ärzte gegen Viren einsetzen. Darunter auch die beiden HIV-Medikamente Lopinavir und Ritonavir. Zu diesen beiden Mitteln laufen in Hongkong und Guangdong ebenfalls bereits Studien. Auch das Antirheumatikum Actemra des Schweizer Pharmaherstellers Roche wollen chinesische Forscher testen. Es soll die Entzündungsreaktionen eindämmen.


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    Hoffnung im Kampf gegen Covid-19: Tests mit bestehendem Medikament
    Impfung


    Nach Angaben von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sind für den Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 jetzt 20 Impfstoffe in Entwicklung. Bei der WHO seien zudem Anträge auf Prüfung und Zulassung von 40 Tests eingegangen.


    Mitte Februar einigten sich 400 Experten auf einer Konferenz in Genf, die Suche nach einem Impfstoff zu beschleunigen. In vielen Ländern wird derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet. Doch wie schnell könnte er einsatzbereit sein? «Ich bin insgesamt sehr sicher, dass wir erste experimentelle Impfstoffe noch dieses Jahr sehen werden», sagt der Virologe Gerd Sutter von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ob und wann sie an Menschen getestet werden könnten, sei eine andere Sache. «Die Entwicklung eines Impfstoffs ist ein langwieriger, mühsamer Prozess, vor allem die Zulassung und die klinische Prüfung eines Kandidaten.»


    Optimistisch zeigt sich der Epidemiologe Salathé: «Mich würde es erstaunen, wenn man nicht bis Ende Jahr einen Impfstoff hätte. Dann wäre nächstes Jahr die Situation ­wieder normal. In den nächsten sechs Monaten müssen wir das Coronavirus aber mit nichtpharmazeutischen Massnahmen managen.»