Alles anzeigenJetzt einmal völlig unabhängig davon, ob diese Vereinbarung im Vorhinein bestand und welche Version der Geschichte stimmt:
Aber wenn man für jeden Seich, den man irgendwo ausschwatzt, faktisch eine im Vorhinein gegenseitige „off the record“-Vertraulichkeitsvereinbarung braucht, weil einem sonst noch Jahre später jedes Wort gegen einen ausgelegt werden kann, dann hat das doch zwangsläufig Konsequenzen.
Künftig werden Prominente auf potenziell heikle Themen noch weniger eingehen. Statt offener Gespräche gibt es nur noch langweilige, austarierte Standardantworten. Keine Insides, keine spontanen Einblicke, nichts nada mehr...
Erreicht man damit letztlich nicht genau das Gegenteil dessen, was das SRF und öffentliche Interesse wollen?
Etwas überspitzt: aber es erinnert mich etwas an die Situation eines Beschuldigten vor Gericht: Bloss nicht zu viel sagen, ohne Absprache mit dem Anwalt (aka Medienchef in Fischis Fall) schon gar nix - schliesslich könnte jedes Wort irgendwann gegen einen verwendet werden…
Ohne Straftat des einen wäre alles gar nie passiert. Fischi ist selber Schuld, hätte sich impfen oder in Quarantäne gehen sollen und alles wäre gut.