Beiträge von BMW

    Wenn man offenbar mehr als 1.5 Jahre braucht um eine System einzuführen, dann ist dieses beim Zeitpunkt der Einführung bereits wieder veraltet.
    Die gesamte Gegnerschaft weiss doch mittlerweile, wie wir dann mal spielen werden, falls überhaupt.

    Das Einzige was du im Eishockey in der CH langfristig aufbauen kannst, ist die Nachwuchsförderung. Da waren Hartley und Crawford sehr gut, die Schweden nichts. Und soll keiner sagen die Frischlinge waren nicht jeweils eine Bereicherung in ihren ersten 2 Saisons. Nachher passen sie sich dann leider an...

    Wir haben 1.5 oder dann vielleicht auch 2 Jahre verloren, der Schaden im Nachwuchsbereich wird nachhaltiger sein als heute sichtbar. Wieso soll man als Talent in Zürich spielen? Um die Bank zu drücken?
    Ebenso wird das Publikum sich den Kauf der nächsten Saisonkarte gut überlegen. Schliesslich will man ja guten Sport und Erfolge sehen.
    Momentan kommt mir der Kauf eines Saisonabos vor wie eine gutgemeinte Spende an einen Dorfverein.

    Ein Sieg ist ein Sieg, ok.
    Aber es war ein Sieg gegen einen Schwanzklub nach Verlängerung. Aber es war nicht ein knapper Sieg, weil wir den Gegner unterschätzt haben, sondern weil wir nicht mehr drauf haben.
    Ausser viel Kampf und Chrampf war gestern wieder nix zu sehen. Und soll keiner sagen, dies hätte mit den Absenzen zu tun. Genf und Davos beweisen das Gegenteil eindrücklich.

    Ich hoffe mal, dass sich die Verantwortlichen nicht wie teilweise hier auf dem Board in der "kommt schon gut Schönschwätzerei" oder "sachlich differenzierten Betrachtungsweise" verlieren. Die Zeit ist hierfür abgelaufen. Neuer Trainer - neues Glück, und zu Weihnachten wünsche ich mir noch einen 2. ausländischen Verteidiger. Das Zweite dürfte aber fast schwieriger werden zu finden als das Erste.

    Ja, habe ich gestern auch gedacht. Rückendeckung tönt anders und sieht (Körpersprache) anders aus.
    Aber letztendlich hat WF das letzte Wort und nicht SL.

    Wer jetzt die Parallelen zur Aera Colin Muller noch nicht erkannt hat ist betriebsblind und wird sich bald bei Plan C wieder finden...

    Die guten Spiele sind wahrscheinlich jene, wo sich die Spieler selber coachen... :winke:

    Auf Schlegel würde ich nicht setzen, für mich definitiv keine Meistergoalie. War auch gestern wieder einmal sehr anfällig in der "oberen Gehäusehälfte", d.h. der gute Mann füllt das Tor ganz einfach zu wenig aus, da helfen auch nicht sein gutes Stellungsspiel und seine Reflexe.
    Dies haben vermutlich auch die Zuger bemerkt, die schossen praktisch nur hoch... Ergebnis bekannt.
    Falls Flüeler zurück kommt ist es für mich keine Frage. auf wen man setzen sollte.

    Der Weise
    Teile deine Meinung nicht, dass wir irgend ein System spielen. Ausser: den Puck der Bande nach nach vorne und schwupps hinterher, Puck ausgraben und versuchen vors Tor zu bringen. Wo dann meistens keiner steht oder der Gegner in Überzahl ist. Diese Ansicht teilen auch diverse Aktivspieler (ausserhalb des ZSC) mit denen ich mich unterhalten habe.

    Richtig ist hingegen, dass wir viele Verletzte haben. Hatten wir aber früher auch. Die jeweiligen Ergänzungsspieler hatten dann vielleicht nicht die individuelle Klasse, aber sie fügten sich jeweils relativ problemlos ins Gefüge/System ein.

    Ein neuer Trainer könnte auf Grund des Zeitpunkts eigentlich nur ein Alter erfolgreicher sein (siehe Bayern München). Alles andere wäre riskant und ungewiss, man könnte noch mehr Geschirr zerschlagen.

    Hartley kennt die Liga, die ZSC-Organisation und daraus einige Spieler, dessen Vertrauen und Wertschätzung er durchaus geniesst. Auch ist er nicht an Olympia engagiert.
    Idealere Voraussetzungen bei einem allfälligen Trainerwechsel gibt es wohl kaum.
    Was nach der Saison ist, bleibt eine andere Geschichte.

    Feiern die Trainer Weihnachten in Zürich......etc.

    Ob ein Trainerwechsel jetzt noch etwas bringt, wage ich zu bezweifeln. Vermutlich zu spät, und trotzdem muss man den Schritt tun, weil es ganz einfach nicht passt.
    Die spezielle Situation mit der Olympiapause könnte noch helfen, viele Spieler von uns werden da ja nicht dabei sein. Zudem betrachte ich die physische Verfassung des Teams mehrheitlich als ok, der Wille ist mehrheitlich (noch) spürbar und an individueller Klasse fehlt es sicher definitiv nicht. Es fehlt an System, Organisation und Taktik.

    Bob Hartley, übernehmen Sie.

    Thja mein lieber Weise...
    So oft wie wir uns schon den Mund abgewischt haben in den letzten 3 Jahren müssten wir alle schon offene Lippen haben...
    Der Spruch wirkt und ist definitiv abgelutscht.

    Apropos Hiller: genau auf solche Torhüter trifft man in den Playoffs, und nicht nur dann und wann.

    Für mich ist dieser Transfer einfach der coolste ever mit einer gewaltigen Symbolwirkung. Ein Hollenstein beim ZSC...

    Nach mittlerweile 48 Jahren als ZSC Fan empfinde ich es nach all den Schmähungen in den 80/90er Jahren seitens der Klötis aus meinem persönlichen Umfeld so etwas wie Genugtuung.

    Ich werde ihn mit einer Standing Ovation empfangen.

    Wick unbedingt mit einem 2-Jahresvertrag plus Option für 1 Jahr ausstatten.

    Dies schafft Luft für nächste Saison für einen 2. ausländischen Verteidiger. Werden wir nötig haben.

    Ja, das ist richtig.
    Aber auch über einen gewissen Colin Muller wurde gleiches geschrieben, und diese Geschichte kennen wir auch. Wird in diesem Fall aber sicher nicht so enden :)

    Im Frühjahr sind wir alle schlauer und auch bei mir stirbt die Hoffnung zuletzt.

    Auch ich wiederhole mich gerne:
    Feiern die Trainer Weihnachten in Zürich, kann man die schönste Zeit im Eishockeyjahr bereits abhacken.

    Dabei geht es gar nicht darum, ob wir gestern gewonnen oder verloren haben. Einmal mehr war kein System, keine Ordnung erkennbar. Weder in der Defensive noch in der Offensive stimmt die Zuordnung, Fehlpässe sind zu häufig. Während die Defensive oftmals vom Tempo und dem direkten Zug der Davoser aufs Tor schlicht überfordert war, leben wir in der Offensive primär von der individuellen Klasse einiger weniger Spieler, aber sicher nicht von einem tempostarken und präzisen Kombinationsspiel.
    Einziger Lichtblick gestern Nachmittag: Flüeler... und teilweise gute Ansätze im Körperspiel.

    Die Hälfte der Quali ist bald erreicht. Ein vermeintliches Spitzten Team sollte zu diesem Zeitpunkt weiter sein. Davos hat es uns gezeigt, noch nicht perfekt, aber wesentlich weiter.

    Meine Prognose:
    Wick wird sich noch weiter steigern und seinen Wert aufzeigen, bekommt daher einen (vermutlich aber tiefer dotierten) 2-3 Jahresvertrag (weg will er ja nicht).
    Hollenstein muss jetzt den Klub wechseln, möchte er irgendwann mal noch Meister werden. ZSC oder SCB? Ich empfehle ihm ZSC, zu Bern passt er als Typ irgendwie nicht. Und zudem lebt er lieber im Grossraum Zürich, Genf war ja damals auch nicht gerade förderlich für ihn.

    Guter Artikel mit den richtigen Ansätzen. Mal schauen was "Super Sven", unser (einziger?) Hoffnungsträger daraus macht.

    Heisst aber auch, dass die Arbeit von Leuenbergers Vorgänger mindestens kritisch zu hinterfragen ist, schliesslich steht er und sein damaliger Chef ja immer noch auf der Lohnliste...

    Charaktertest (einmal mehr) nicht bestanden. Nicht mehr und nicht weniger.

    Da hilft auch kein "nicht so wichtig", " der Cup ist egal" oder "Mund abwischen, weiter geht's"; diese Mannschaft wird so und auch mit dem bisher gezeigten keine PO-Serie gewinnen.
    Meiner Meinung nach ein unorganisierter, desolater Haufen von Individualisten, aber sicher kein Topverein und Meisterschaftsanwärter. Da fehlt es schlicht an allen Ecken und Enden, nicht nur heute.

    Es wird Zeit zu handeln, Leadership ist gefragt...

    Einen totalen Umbau gibt es nur in Davos, weil Schwätzer Arno dies allen glaubhaft erklären kann, obwohl es eigentlich bei genauerer Betrachtung gar nicht so ist...

    Wenn ich sehe, wie viele neue Spieler in den vergangenen Saisons zu uns gestossen sind, dann würde ich dies als eine kontinuierliche Erneuerung/Auffrischung des Kaders beurteilen. Und dies wäre eigentlich genau die richtige Strategie, um regelmässig erfolgreich zu sein.
    Wir haben jährlich genug frisches Blut im Kader, um regelmässig Impulse zu setzen. Von einem totalen Teamumbau halte ich wenig bis gar nichts, es wäre nur die Vorstufe zum nächsten Teamumbau oder anders gesagt: ewige Baustelle.
    Und by the way: hatten wir nicht schon auf das neue Hasta hin eine solche Aufbaustrategie? Was daraus geworden ist wissen wir.

    Bei vielen hier ruhen die Hoffnungen auf Leuenberger, er soll es richten. Wenn er aus der ganzen Führungscrew wirklich unser einziger Hoffnungsträger ist in Bezug auf die erforderliche Fachkompetenz etc, dann wird es ganz einfach schwierig.

    Die ganze Organisation wirkt für mich in den vergangenen Jahren von aussen betrachtet eher lethargisch bis genügsam. Das Ergebnis daraus ist, dass letztendlich alles immer wieder und mit Regelmässigkeit in einer Trainerdiskussion endet, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt.

    Vielleicht müsste man es mal mit einem Umbau ausserhalb des Teams versuchen.
    Abschliessend beurteilen kann und möchte ich dies auch nicht, da fehlt dann doch das Hintergrundwissen.

    Objektiv betrachtet ist es doch so, dass wir seit dem letzten Meistertitel 2014 sportlich stagnieren oder teilweise sogar abbauen. Wir haben zwar die grösstmögliche individuelle Klasse aller Teams, aber wir haben seit Jahren kein Konzept, Taktik, System oder wie man das nennen will. Das war übrigens auch unter Crawford bereits sichtbar, der anfänglich noch von der Aufbauarbeit von Hartley profitierte, der einfach und schnörkellos spielen liess.
    Hinzu kommt nun erschwerend, dass die physische Verfassung einiger Spieler (nicht alle!!!) absolut ungenügend ist. Flüeler braucht auffällig lange bis er verschoben hat, der grössere Teil der Verteidiger läuft aktuell jedem gegnerischen Stürmer hinterher oder wird von ihm im Laufduell mind. eingeholt. Gegen laufstarke Teams wird es so schwierig.
    Ebenso trägt das permanente Rotieren in den Linien keinesfalls zur Stabilität bei, dies hin bis zu den PP- und BP-Formationen. So entstehen keine Automatismen, dies sollte man nach 3 Jahren endlich begriffen haben, es funktioniert nicht. Andere Teams setzen diesbezgl von Anfang Saison auf Stabilität und beginnen dann im Laufe der Saison noch zu rotieren, damit man variabel bleibt. Auch denke ich, dass gestern der Wille bei vielen Spielern vorhanden war, aber es fehlte trotzdem einiges...

    Selbstverständlich sind in einer solchen Konstellation der Trainer und sein gesamter Staff (inkl. Torhütertrainer!) zuerst in der Kritik und gefordert. Ob dies so noch gut kommt, wage ich zu bezweifeln.
    Sollte Leuenberger (und nur auf ihm ruhen meine Hoffnungen) zum Schluss kommen, den Headcoach zu ersetzen, sollte er dies bis spätestens A November tun. Und sich gleichzeitig auch noch überlegen, ob die sehr wichtige Position des Torhütertrainers nicht auch in Frage zu stellen sei.

    Vermutlich geht es weniger um die Resultate und Punkte, die wären ja ok.
    Aber das war in den Vorjahren ja auch so.

    Ich denke, es geht mehr um die Art und Weise wie wir auftreten.
    Und da sehe ich keine Unterschiede zu den Vorjahren und den anschliessend gemachten Erfahrungen.

    Da muss definitiv noch sehr viel kommen. Es wäre ja kein Unglück, mal von einem höheren Level in die Saison zu starten und von diesem aus dann aufzubauen.
    Das Niveau steigt ja schliesslich auch von Saison zu Saison.

    "Tragisch war die gestrige Zuschauerzahl... das waren keine 4000."

    Offenbar hat bei vielen Zuschauern die Vorstellung gegen Kloten genügt und ist zum Schluss gekommen, dass alles immer noch gleich ist wie die letzten 2 Jahre.
    Der Spielverlauf gegen Langnau widerlegt diese Theorie auch nicht zwingend.

    Von aussen betrachtet macht es momentan schon etwas den Anschein, dass sich diese Mannschaft selber coacht. Aber vielleicht ist es noch ein paar Spiele zu früh für solche Beurteilungen.