Beiträge von Simms

    Ich hatte letzthin die Gelegenheit, an einer geschäftlichen Veranstaltung teilzunehmen, wo u.a. ein Radprofi eines ProTour Teams, der auch an der TdF teilgenommen hat, zum Thema Ernährung berichtet hat. Was der so alles gesagt hat wie die überwacht werden, und damit meinte er nicht Dopingkontrollen, die noch zusätzlich dazukommen. Schweissanalyse und Smartwatch-Tracking während des Trainings & Rennens, Echtzeit-Schlafanalyse, Spezialwaage direkt nach dem Aufstehen mit Datenlink, worauf u.a. noch direkt fürs Frühstück etwas an der Ernährung angepasst wird etc. Dagegen ist das OYM ein Kindergeburtstag...

    Macht im Radsport durchaus auch mehr Sinn als in Hockey. Logisch kann ein Sportler nicht irgendwie essen, aber ein Hockeyspieler kann durchaus auch mal einen Burger essen ohne deswegen weg vom Fenster zu sein.

    Irgendwie würde ich mich als HP Strebel schon leicht verarscht fühlen.
    Wenn du jährlich rund drei Kisten - grösstenteils aus der eigenen Tasche - fürs OYM hinblätterst, sollte trainingstechnisch für die Spieler/Athleten schon alles abgedeckt sein..
    Und dann siehst du auf Instagram, wie ein Rohrer zusätzlich bei Movementpatterns (einem Unternehmen, bei dem notabene Malgin Mitinhaber ist) trainiert. ^^

    Gut, vermutlich hat er Instagram nicht. :)

    Glaube das OYM ist mittlerweile sowieso eher eine Bürde für Zug. Glaube die meisten Spieler haben wenig Lust auf mikronährstoff-optimierte Lachs-Broccoli-Pasta und maximale Überwachung.

    Wenns nicht für die ganz ganz grosse Karriere im Ausland reicht (Ghetto, Malgin, Kukan....) dann hast du sicher gute Karten, dass der Spieler dann in deine Organisation zurückkehrt. Da wir auch finanziell immer mithalten können, sind die Chancen sicher noch grösser. Von dem her ist diese Investition in die Jugend für später gedacht und aus meinen Augen schon okay.

    Wie vorher geschrieben, dass ist tiptop, aber bringt halt nicht so viele Vorteile, wie es eigentlich sollte, wenn man die grösste (und vermutlich beste) Juniorenabteilung hat. Die kommen schon zurück, aber kosten dann nicht weniger, als wenn man sonst fertige Topspieler holt:

    3. Natürlich hilft es auch später, die Spieler kommen ja in der Regel gerne zurück. Aber da man im Eishockey keine Ablöse generieren kann, ist der grösste Vorteil als guter Ausbilder, dass du immer wieder gute Talente nachziehen kannst, dadurch ein kompletteres Kader hast und ab und an einen super Spieler hast, der noch nicht 500k-1m kostet. All diese Vorteile fallen weg, wenn die talentierten mit 16-18 das weiter suchen.

    Denke auch die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Mir gings auch nicht darum, dass wir jetzt alles komplett umstellen müssen. Aber wenn meine Firma/Club jedes Jahr Millionen in junge Talente steckt, die richtig guten Talente aber gehen, bevor ich als Firma/Club einen Mehrwert habe, dann würde ich mir doch zumindest Gedanken machen, was wir ändern können, damit es nicht mehr passiert bzw. dass vielleicht 1-2 gehen und nicht ein halbes Team.

    Eigentlich wollte ich nicht nochmals schreiben, hab’s schon in einigen Threads geschrieben und scheinbar findens die meisten gut, dass wir ein nettes Farmteam für Schweden sind. Aber ich finde, dass ist schon eine Diskussion wert.

    Grundsätzlich gibt es zwei Wege, die talentierte junge Spieler nehmen, wenn sie weg vom Zett gehen.

    1. Nordamerika, in der Regel CHL (wie bspw. Ghetto): Dort ist es schwierig wirklich was zu machen. Denke aber auch, dass dies immer weniger der Fall sein wird, da die CHL immer mehr gegen US Colleges den Kürzeren zieht, da es halt den richtig talentierten mehr hilft, wenn das Hockey kein reines Juniorenhockey mehr ist. Und die US Colleges sind definitiv näher am Erwachsenen Hockey als die CHL.
    2. Schweden: Die Liga ist etwas besser, als die Schweizer Liga, aber vom Niveau her sicher nicht meilenweit weg von der Schweiz. Sprich, der Grund, weshalb die Spieler gehen, ist nicht das höhere Niveau in der obersten Liga. Die schwedischen Juniorenligen sind dann aber vermutlich deutlich besser, da in der Breite und Spitze viel mehr Talente nachkommen. Aber primär gehen sie, weil sie davon ausgehen, dass sie sich dort schneller, besser, weiter entwickeln.

      Wäre ich jetzt der Verantwortliche beim ZSC, ziemlich sicher die Organisation, die europaweit am meisten ausgibt für die Junioren, würde ich mir sowas von den Finger aus dem Arsch ziehen, um zu sehen, weshalb dies so ist (dass jeder talentierte sein Glück in Schweden sucht) und ob es wirklich unmöglich ist, etwas zu ändern, so dass junge Spieler bei uns nicht den schlechteren Weg sehen.

      1. Wenn Du einen Pius hast (zum fair sein, er war glaubs auch 2 Jahre in Kanada, aber bei uns ins Erwachsenenhockey gefunden), die mit einem Juniorenvertrag Leistungsträger werden, hast du sportlich gewonnen, weil du einen Spieler hast, der für 100-200k das leistet, was du sonst für 500-750k einkaufen musst.

      2. Machts auch Spass für die Fans, wenn ein eigener durchstartet aus dem Nachwuchs. Klar, auch cool, wenn ein Ghetto als Gestandener zurückfindet. Aber so eine Story wie bei Pius ist gerade für einen Club, der sich als der Ausbildner im europäischen Eishockey versteht, extrem wichtig.

      3. Natürlich hilft es auch später, die Spieler kommen ja in der Regel gerne zurück. Aber da man im Eishockey keine Ablöse generieren kann, ist der grösste Vorteil als guter Ausbilder, dass du immer wieder gute Talente nachziehen kannst, dadurch ein kompletteres Kader hast und ab und an einen super Spieler hast, der noch nicht 500k-1m kostet. All diese Vorteile fallen weg, wenn die talentierten mit 16-18 das weiter suchen.


      Mir ist klar, man wird nie alle halten und integrieren können. Und es gibt auch nicht den einen Weg, der für alle jungen Spieler der goldene Weg ist. Aber ich fände ein wenig Selbstkritik oder Verbesserungswillen durchaus gut für unseren Club, wenn man sich die Integration von Nachwuchsspielern die letzten 5-10 Jahre anschaut. Nur schulternzuckend zu sagen, können wir halt nichts machen, ist mir zu einfach für einen grossen, professionellen Club wie dem ZSC.

    Im Fuessball isch halt au s Niveau nöd unbedingt entscheidend, öbs Spass macht zum zueluege. Es 3-3 ide Super League isch immer und wird immer underhaltsamer si, als es 0-0 ide Champions League. Und sit Basel/YB Dominanz zumindest zwüscheziitlich broche worde isch (han s Gfühl YB chönt ets wieder zunere Serie ufbreche), isch d Liga au unfassbar unberechebar, was scho Spass mache chan zum luege.

    Bei uns würde sich auch nicht viel ändern. An den Spielen mit tiefer Präsenz, sprich unter der Woche gegen weniger attraktive Gegner, gibt es schlicht keinen Markt. Selbst wenn die 3’000 nicht-Besucher die Tickets anbieten würden, würden keine 300 verkauft für ZSC-Langnau an einen Dienstag im November.

    Doch doch, Sebastian Weber, Leo Ulrich und Gian Lamprecht sind aus unserer Organisation, versuchen sich einfach alle nächste Saison mal in Schweden.

    Aber wir machen absolut nichts falsch bei der Ausbildung. Es ist völlig okay, dass wirklich jeder, der etwas mehr Potential hat als ein 4. Linienspieler in der Schweiz zu sein, seine Möglichkeiten irgendwo weg vom ZSC weit besser sieht.

    Yup, du wiederholst ja was ich sage. Es wird fast IMMER so laufen bei uns so lange wir ein absolutes Spitzen Team sind/sein wollen:
    Zu schlecht für die Linie 1. und 2. oder gut genug für diese beiden Linien und dann ab nach NA. Der Malgin/Ghetto/Kukan - Weg ist nicht
    die Ausnahme, es ist normal. Ein Berni gehört auch noch knapp in diese Kategorie - mit Abstrichen.

    Darum schreibe ich ja auch, dass ein Rohner genau dazwischen gewesen ist und darum durchaus bei uns zu einem Stammspieler - was er
    schon war - UND Leader hätte heranwachsen können. Ich find's schade!

    Ja und hier denke ich fehlt den Schweizer Teams der Mut, oder zumindest uns. Wieso konnte Rohrer letzte Saison nicht einmal PP spielen? Wir haben 52 scheiss games, gebt doch den Jungen mal eine Chance und schaut, ob sie fliegen können oder nicht.

    Sehe es aber ein, bin vermutlich eher die Ausnahme und vielleicht etwas zu fest am Fussball orientiert. Dort würde der Zett einem Jungen einen Vertrag geben, ihn vielleicht ein Jahr an Langnau, Ambri ausleihen zum reifen und hat ihn dann unter Vertrag? Dann sieht man, ob einer das Talent für die ersten 6 hat oder nicht und er muss nicht bei uns in der vierten rumsitzen. Mit der Strategie wie bisher müssen wir einen wie Rohrer abgeben und können ihn vermutlich frühstens 2032 oder so zurückholen. Ich hätte unsere eigenen Spieler einfach lieber 10-15 Jahre bei uns, statt nur die letzten 5 der Karriere.

    Naja, zur Zeit Spielen 3 Spieler von uns, welche in unserer Juniorenabteilung gespielt haben, in den ersten beiden Linien.
    Und nein, es ist bei uns eben anders als bei Biel. Bei uns erhält man als Junger nur ganz wenig Eiszeit. Und wenn du dann
    nicht DAS Talent bist der auch reüssiert, dann geht's halt in die 3. und 4. Linie. Und WENN du das Talent hast und reüssierst
    als Junger, dann gehst du nach NA.

    Aber ja, Roher wäre genau so ein "Zwischenspieler" gewesen. Aus meiner Sicht nicht gut genug für die NHL - auch keine echten
    Aussichten darauf, aber gut genug für die 2. oder 3. Linie bei uns.

    Aber 2 von 3 sind nicht bei uns zu Erstlinienspieler geworden. Einer sah die Juniorenligen in Kanada als besser an für die Entwicklung, der andere Schweden (wenn wir die gleichen 3 meinen). Müssten wir doch mit unserer Juniorenabteilung hinbringen, dass die richtig guten auch schon früh ins kalte Wasser geworfen werden, wie es in Schweden jedes Team macht. Wenn einer dann nicht schwimmen kann, kann man ihn immer noch abgeben, statt sie zu anderen Clubs zum Schwimmen lernen zu zwingen.

    Wahrscheinlich war ja Bayer schuld, aber in der vergangenen Saison war Rohrer für mich kein Leistungsträger.

    Trotzdem schade, wenn es denn so herauskommen würde.

    War er definitiv nicht. Aber eben im Gegensatz zu Schwendeler/Gruber, etc, endlich wieder mal ein „Eigener“, der mehr sein kann als in der letzten Linie zu füllen. Wahnsinnig viele davon hatten wir trotz der riesigen Juniorenabteilung nicht die letzten Jahre.

    Da kommt endlich wieder mal ein Spieler hoch, der mehr als NLA Durchschnitt sein könnte und man kann ihn nicht halten.

    Haben wir einen Leistungsträger unter 30? Langsam müssten wir mit Abstand das älteste Team der Liga sein.

    Die UEFA sind einfach auch eher Lutscher. Die könnten so viel Druck machen, da die WM ohne UEFA keine 20% vom jetztigen kommerziellen Wert hat und sie mit einer Euro alle 2 Jahre mehr verdienen würden als im aktuellen Modell.

    Aber ausser paar empörten Voten kommt eh nie was von der UEFA.

    Glaube für Schweizer bzw. allgemein europäische Fans wird die EM immer interessanter zum besuchen im Vergleich zur WM. Ticketpreise viel günstiger, 3-4h von Spielort zu Spielort, bevorzugtere Reisedestinationen.

    Ich bin ja wirklich häufig in den USA gewesen für Sport, vor allem Football. Und für mich war die EM in De viel attraktiver vor 2 Jahren als die WM jetzt, um als Zuschauer zu gehen. Unabhängig von Medien, Politik, etc.