Beiträge von Iceman

    Sicher ist in Bern die "Motivation" für einen Salary-Cap höher als früher. Dennoch macht sich Lüthi mehr für eine Öffnung der Liga bezüglich ausländische Spieler stark, wenn auch nicht für eine unbegrenzte. Denn die steigenden Kosten für CH-Spieler oberhalb des Durchschnitts ist auf a) die Abschottung des Spielermarktes zurückzuführen, bei b) gleichzeitiger Erschliessung von neuen Geldquellen, welche den üblichen Gesetzmässigkeiten des Marktes weitgehend enthoben sind. Früher betraf dies nur Lugano, und die konnten auch nur 4 Blöcke haben. Mittlerweile hat sich aber die Riege der Klubs vergrössert, welche - sofern der Geldgeber es denn will - über beträchtliche Mittel verfügen, welche von den üblichen wirtschaftlichen Paramtern grösstenteils entkoppelt sind. Natürlich finanzieren die Mäzen trotzdem nicht jeden Scherz, und auch dort muss man sich an ein Budget halten. Nur ist das eher eine "erzieherische" Massnahme, und wenn sich eine Gelegenheit zu einem transfertechnischen Schachzug bietet, kann man sich eine Budgetüberschreitung problemlos leisten.

    Eine auch nur leichte Öffnung des Spielermarktes zielt auf den vorgenannten Punkt a); ein Salary Cap eher auf Punkt b). a) wäre wohl etwas einfacher umzusetzen, bei b) dürfte die Wirkung grösser sein. Trotzdem dürften deswegen Ambri + Langnau nicht plötzlich konkurrenzfähiger werden in Sachen Lohnbudget, da der "Cap" wohl eher in einer Höhe gezogen würde, welche dem Lohnbudget (oder knapp darunter...) der finanziell stärksten Klubs entspricht.

    Die Auswahl an Klubs, welche Spieler dieser Preisklasse "übernehmen" könnten, beschränkt sich derzeit auf Zug, Lugano und (theoretisch) auch Zürich. Nach dem Zuzug von Andrighetto wäre der ZSC aber wohl nicht gerade der allererste Kandidat. Falls hinter dem Sommertheater wirklich mehr stecken würde (und Vermin das Lohnniveau halten will....) wären somit am ehesten Zug und Lugano in der Poleposition. In Bern könnte man ihn sicher auch "brauchen", aber derzeit hat man genug zu tun, das finanzielle Überleben zu sichern. Theoretisch wäre auch ein Tausch denkbar, z.B. Praplan im Tausch gegen Vermin. Nicht gerade die wahrscheinlichste Variante. Kommt dazu, dass Vermin noch immer betupft ist, weil sich der SCB vor Jahren erfrechte, von der steigenden Anzahl an NHL-Trainingsgästen eine kleine Gebühr für gewisse "Leistungen" zu verlangen (Verpflegung + medizinische Betreuung). Diese schreiende Ungerechtigkeit ist Vermin damals scheinbar in den falschen Hals geraten, was eine Rückkehr zum SCB (...evtl. zu einem gegenüber dem Lausanne-Vertrag reduzierten Gehalt...) nicht wahrscheinlicher macht.

    Natürlich ist eine Hockeyhalle üblicherweise etwas "luftiger" als ein Club / eine Disco, aber die Risikofaktoren sind ähnlich.

    • Im Normalfall sitzen / stehen die Leute dicht an dicht
    • Es ist oft laut, und wer sich unterhalten will, muss den Gesprächspartner praktisch anschreien - mit entsprechendem "Ausstoss". Die Masken mildern diesen zwar etwas ab, aber sind keineswegs "dicht" und wohl auch nicht auf dieses Szenario ausgerichtet. Gleiches gilt wenn (hinter der Maske) lauthals über den Schiri geflucht wird oder ein Torgebrüll fällig ist.
    • Bei den Sitzplätzen weiss man zwar, wer wo sitzt, aber z.B. in Bern wären sogar die abtempierten Distanzregeln nur einzuhalten, wenn höchstens jeder 3e Platz besetzt wäre. Stehplätze gäbe es nicht; dort müssten temporär Sitzplätze installiert werden.
    • Stadionrestaurants haben meistens nicht Dimensionen, wo man Abstandsregeln einhalten könnte, und gleichzeitig noch rentabel gewirtschaftet werden kann. Food- & Gesöffstände kann man kaum öffnen, ohne nicht Detachement Securitas abzustellen, um den Mob im Zaum zu halten.

    Von dem her sind selbst moderate Schutzmassnahmen an einem Hockeyspiel kaum einzuhalten. Zudem kann man Dinge wie "Rücksicht auf andere" oder "Selbstverantwortung" bei einem nicht kleinen Teil der lieben MitbürgerInnen gleich vergessen, wie die Bilder und Vorkommnisse der Wochen seit Ende Lockdown zeigen. Und dann kann man noch die Punkte aufwärmen, welche man schon im Frühling (Play-off's ja oder nein) diskutiert hat. Was passiert, wenn sich in einem Klub plötzlich mehrere Spieler infiziert haben? Spielt man dann à la FCZ mit dem Nachwuchs weiter?

    Wirklich realistisch sehe ich das irgendwie nicht. Ausser natürlich man wendet das vorgenannte "Katzenbeispiel" an.

    Bei Vereinen aller Art wird schon länger über Mitgliederschwund geklagt, oder dass sich niemand mehr für ein "Ämtli" im Verein mehr engagieren wolle. Und dies, nachdem die "Schweizer" früher mal als "Vereinsmeier" bekannt waren. Erfahrungsgemäss ist heutzutage vielen schon 1 fixer Abend pro Woche / 2 Wochen / Monat zu viel, weil befürchtet wird, man könnte genau an diesem Abend allenfalls etwas besseres vorhaben. Und sollte man dann auch noch etwas selber beitragen, und nicht etwas "geboten" bekommen, so ist grad ganz fertig mit dem Interesse.

    Ob mein Jammern über den Zeitgeist im Falle der Lugano-Fans auch zutrifft, oder ob die Auflösung andere Gründe hat, ist unbekannt. Kann mir aber eine gewisse Entwicklung schon ausmalen, wo entweder der Nachwuchs fehlt, oder dieser stets darauf wartet, bis die "alten Säcke" etwas organisieren, Choreos basteln etc.

    Ob alle so darauf erpicht sind, reine Sitzplatzstadien mit höheren Eintrittspreisen zu haben, ist noch nicht erwiesen. Derzeit ist es das Virus, welches treibende Kraft ist, bzw. die Identifizierbarkeit der Zuschauer im Falle von Ansteckungen. Ohne fix zugeordneten Platz wäre das nicht möglich. Sicherheitsbedenken bzw. die Verhinderung von Randalen kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Um z.B. Stadionverbote konsequent durchzuziehen, würde eine eindeutige Identifikation der Zuschauer bei der Eintrittskontrolle ausreichen; Sitzplätze wären dafür nicht notwendig. Anders als im Fussball sind wirkliche Ausschreitungen im Eishockey mittlerweile eine Ausnahme, auch wenn im Zuge der fortschreitenden Verblödung das Risiko besteht, dass sich dies (wieder) ändern könnte.

    Und was da sonst noch an möglichen Reformen ansteht, so rechne ich mit einer Kombination von Massnahmen. Eine komplette Öffnung für Ausländer wird es nicht geben, allenfalls gibt's 2 mehr pro Team oder so. Damit würde der Tatsache Rechnung getragen, dass heute im Vergleich zu früher mehr (talentierte) Nachwuchsspieler im Ausland ihr Glück versuchen, und hier fehlen. Die Erkenntnis, dass (z.B. im Vergleich mit SWE oder FI) der Output an Nachwuchsspielern für die Grösse der Liga zu klein ist, nützt hingegen nichts, da eine Reduktion der National League utopisch ist. Mit dem Salary Cap rechne ich ebenfalls, nur nicht in dem Stil, dass dann Ambri und Langnau plötzlich konkurrenzfähig würden.

    Stellt sich noch die Frage, wie man bei uns irgendwelchen "Schlaumeiereien" begegnet in diesem Zusammenhang. Etwa wenn die Frau eines Spielers vom Mäzen oder einem Sponsor eingestellt und weit überdurchschnittlich bezahlt wird, oder wenn ein Spieler halt noch einen hochdotierten Werbevertrag unterschreibt; in beiden Fällen mit dem Zweck, dass das Geld nicht auf dem Lohnausweis des Spielers auftaucht. Im Prinzip müsste man dann ja statt dem Lohnausweis die Steuererklärung(en) konsultieren.

    Eine gewisse Skepsis ist aber angebracht, da man sich das Ganze wohl etwas zu einfach vorstellt. Der Salary cap in der NHL ist ein Teil eines ganzen Systems, und steht nicht isoliert in der Landschaft, wie es bei uns der Fall sein wird. Und ob damit wirklich die grosse Ausgeglichenheit ausbricht, bleibt abzuwarten. Den Quervergleich zur NHL und die dortige mehr oder weniger grosse Ausgeglichenheit müssten die NHL-Gurus machten. Viel hängt davon ab, welche Obergrenze beim Salärbudget gezogen wird. Man wird sich dabei wohl weder an Langnau noch an Lausanne ausrichten.

    Andrighetto dürfte dann salärmässig wohl in den Regionen von Hofmann / Genoni zu liegen kommen. In der KHL gehörte er bei seinem Klub angeblich zu den Topverdienern mit ca. 2 Mio., wobei man im Ausland nie weiss, was davon beim Spieler "ankommt". In den USA können die Steuern bis zu 50% wegfressen. Keine Ahnung, wie das bei den Russen ist. Ob die aktuelle Krise den Preis drückt, ist die Frage. Bietet sich jedoch eine solche Gelegenheit, gehe ich davon aus, dass der eine oder andere Mäzen zuschlagen wird, und es möglicherweise sogar mehrere Interessenten gibt, was dem Salär sicher nicht abträglich wäre.

    In den Medienberichten über die Kündigung seines Vertrages hiess es, Andrighetto sei zwar nicht schlecht gewesen in der KHL, aber durch das respektable Gehalt seien die Erwartungen trotzdem höher gewesen als das, was abgeliefert worden sei. Gegenüber der sehr taktisch geprägten KHL herrscht in unserer Liga - trotz allen "Schablonen" - immer noch ordentlich Freistil; es ist eine Viel- und Schnelllauf-Liga. Gut möglich, dass bei uns Andrighetto ganz anders aufblüht als in der KHL.

    Tja, wenn man die Aussagen bezüglich der (möglichen...) Lockerung für Sportveranstaltungen genau liest zeigt sich, dass dies in der Praxis schwierig umzusetzen sein wird. Mal abgesehen davon, dass die Rückverfolgbarkeit bestenfalls bei den Sitzplätzen gegeben ist. Dort wiederum wird es bei den Abständen selbst dann schwierig, wenn nur jeder 2e Platz besetzt würde, auch wenn der Minimalabstand auf z.B. einen Meter reduziert werden würde. Natürlich, letztlich kann man auch nur jeden 3en Platz besetzen, wobei es dann irgendwann absurd wird. Davon, wie denn nun z.B. die Saisonkarteninhaber unter solchen Umständen "ausgelost" würden, wollen wir gar nicht erst anfangen. Der Wunschtraum, angesichts der derzeit tiefen Fallzahlen nun einfach eine generelle Freigabe zu erteilen, ist kaum zu verantworten. Derzeit profitiert man von den Auswirkungen des Lockdowns, und dass die Jahreszeit für Coronaviren generell "ungünstig" ist. Im Herbst / Winter fühlt sich dieser Virentyp erfahrungsgemäss wohler. Angesichts der Sorglosigkeit, welche allgemein zu beobachten ist, habe ich bezüglich Zukunftsprognosen ein eher ungutes Gefühl.

    Man hoffte, auf diesem Weg neue Kunden zu gewinnen für das Fernsehen oder für andere Dienstleistungen. Viel erreicht hat man nicht, wenn die veröffentlichten Abo-Zahlen stimmen. Aufgrund dessen dürfte die Bereitschaft gering sein, nochmals so viel Geld zu investieren, egal ob upc, Swisscom oder sonstwer.

    Für den Sportfan wäre es von Vorteil, wenn die Hauptanbieter ein gemeinsames Paket schnüren würden. Denn die Anzahl an "vergifteten" Fans, welche aufgrund des Angebotes den Anbieter wechseln - oder sogar beide abonnieren - dürfte überschaubar gewesen sein, und die Investitionen ebenso wenig gerechtfertigt haben.

    Es geht nicht um einen spezifischen Klub, sondern darum, dass die Darlehensnehmer solidarisch haften, ohne dass sie einen Einfluss auf die Geschäftspolitik der anderen Schuldner hätten. Ob diese nun verantwortungsvoll "geschäften" oder nach dem Motto "wenn es nicht klappt, zahlen ja die anderen" ist der Kontrolle entzogen. Eine Vergabe eines Darlehens schliesst immer ein Risiko ein - wenn der Bund dieses im Falle der Sportclubs nicht eingehen will, so hätte man das halt ehrlich sagen sollen.

    Die Solidarhaftung unter den Darlehensnehmern ist ein völliger Witz. Damit werden gerade diejenigen Klubs, die am ehesten auf ein Darlehen angewiesen wären, einem erheblichen Risiko ausgesetzt. Denn sie müssten im Notfall Schulden übernehmen, die andere nicht zurückzahlen können. Als Verwaltungsrat müsste man, um sich nicht selber einer Verantwortlichkeitsklage auszusetzen, grundsätzlich gegen ein Darlehen des Bundes stimmen, und sein Amt niederlegen, wenn man überstimmt wird. Ein Richter wird - irgendwann in der Zukunft - nämlich nur danach Fragen, warum man trotz dieser Risiken die Aufnahme eines solchen Darlehens nicht verhindert habe, wenn doch klar gewesen sei, dass man beim Ausfall eines anderen Darlehensnehmers in existenzielle Nöte komme. Andererseits könnte man mit Blick auf die ehemalige Swissair auch zum Schluss kommen, dass offensichtliche Verblödung nicht strafbar ist. Bei der Swissair ging es bekanntlich nicht nur darum, dass man Schulden von anderen zurückzahlen musste, sondern dass man im Rahmen der Übernahme von anderen Fluggesellschaften (z.B. Sabena) unbeschränkte Defizitgarantien abgab. Trotzdem, das Konzept der Bundeshilfe für den Sport ist eine Mogelpackung, bei der man eine ganze Liga in Geiselhaft nimmt. Nach dem Motto "wenn ihr nicht wollt, dass euch eure Spielpartner abhanden kommen, müsst ihr halt für sie blechen".

    Man sollte den salary cap und die Kredite nicht mischen. Die Solidarhaftung aller Klubs für Darlehen des Bundes ist natürlich unsinnig, das gibt es sonst nirgends. Es ist völlig systemwidrig, wenn der Entscheid über den Bezug eines Kredites von einem Klub in Eigenregie gefällt werden kann, danach aber alle anderen für die Rückzahlung haften sollen.

    Und was den salary cap anbelangt, so hat der auch in der NHL nicht dazu geführt, dass plötzlich alle "gleich" sind. Er bremst höchstens gewisse Exzesse etwas ab, aber letztlich geht's halt trotzdem eher auf- als abwärts bei den Anpassungen des caps. Auf die CH bezogen: Bei der Untergrenze wird man sich möglicherweise an den Budgets von Ambri oder Langnau orientieren, aber die Obergrenze des caps wird wohl weiterhin deutlich höher liegen, auch wenn nicht gerade Zug oder Lausanne als Referenz herangezogen werden. Das wird sowieso noch mehr Kopfzerbrechen bereiten, als den Klubs lieb sein wird, denn der salary cap in Übersee ist mit anderen Steuerungsgrössen verbunden (z.B. Draftsystem) bzw. nur eine Komponente in einem austarierten System. Einfach so 1:1 wird man das nicht importieren können.

    Tja, am Ende särbelt man dann halt über Jahre dahin, weil neben den laufenden Kosten, welche man bisher schon nur mit Mühe und Not decken konnte, auch noch die Rückzahlung des Darlehens anfällt. Ausser natürlich, man bringt die Kosten insgesamt deutlich herunter, d.h. die Spielersaläre werden reduziert.

    Für ein Darlehen der öffentlchen Hand müsste man über 3 Jahre hinweg die Saläre um 20% senken. Man kann nun natürlich trefflich spekulieren, was da für Szenarien möglich sind. Sollte es noch länger mit Geisterspielen laufen, so haben viele Klubs gar keine Alternative, als die Darlehen zu beanspruchen. Wo Mäzene am Werk sind, kommt es auf diese an. Können und wollen sie den Ertragsausfall mit einem eigenen Darlehen oder à fonds perdu Beitrag überbrücken, und dafür ihre Stars nicht mit Salärkürzungen belästigen? Oder sind sie insgeheim froh darüber, dass etwas Druck von aussen zu einer Kostenreduktion führt? Ist es realistisch anzunehmen, dass der eine oder andere Geldgeber die Chance nutzt, um sein Kader mit Spielern aufzumöbeln, welche anderswo Kürzungen hinnehmen müssten? Oder gibt es zu wenige mit der Devise "Erfolg um jeden Preis", und auch die werden kaum einen 5en Block Nati-Spieler finanzieren?

    Vorerst wird durch die Überbrückungshilfe aber immerhin verbrannte Erde verhindert, indem Klubs aus Liquiditätsgründen verschwinden, und kein wirklicher Ersatz vorhanden ist. Das würde irgendwann auch die Klubs bedrohen, die derzeit noch nicht gerade aus dem letzten Loch pfeiffen.

    Streit soll beim Verband zurücktreten, das gibt sonst nur ein "Gschtürm".

    Wobei man sich in diesem Zusammenhang eigentlich ganz anderes auch noch überlegen könnte: Welche Verwaltungsräte beim Verband sind mit welchen Klubs irgendwie verbandelt und "liefern" Insiderinformationen? Oder nehmen gar Einfluss im Interesse eines Klubs? Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage, denn völlig unabhängig ist eben keiner. Damit soll nicht für einen Verbleib von Streit beim Verband geworben, sondern nur gewisse naive Vorstellungen korrigiert werden.

    Von wegen dem Geld im Zusammenhang mit Streit + Josi: Diese kaufen die Minderheitsanteile am SCB von 2 austretenden Verwaltungsräten. Es fliesst somit Geld von den neuen zu den austretenden VR's. Im Normalfall fliesst bei Aktienkäufen-/verkäufen zwischen Aktionären kein Geld an die AG bzw. in diesem Fall an den SCB.

    Somit bleibt insgesamt eine öffentlichkeitwirksame Rochade im SCB-VR, von welcher man sich mehr sportliche Kompetenz in diesem Gremium erhofft. Ob der Wechsel die Bedeutung hat, welche Klaus Zaugg meint, ist aber fraglich. Aber über was soll der Hockey-Chronist in diesen Tagen sonst schreiben? Er kann immerhin darauf hoffen, dass der ZSC aus seinem Legenden-Fundus den einen oder anderen Heroen mit Grips im Kopf in die Geschäfts- oder "Oberleitung" (VR) beruft. An geeigneten Kandidaten fehlt es ja nicht - Segi for President...

    Der Einstieg als Minderheitsaktionäre von Streit und Josi (...gut ist nicht der 1e April...) kann kaum mit dem Mäzenatentum andernorts verglichen werden. Derzeit spült es willkommenes Geld in die Kasse, aber es ist sicher nicht deren Absicht, jährlich ein paar Millionen einzuschiessen.

    def. e anderi (Sportler) Ziet gsi, vor allem i de Summerpause, aber eusi händ so wenigstens de Heimvorteil chöne nutze :)
    scho krass, wänn mer hüt mit de Ziet verglicht, wo mer d‘Gästefans nur ghört, aber fast nöd gseh, hät, wäg em Rauch im Tämpel...

    ...wobei im Hallenstadion der Rauch der Wurststände mindestens ebenbürtig mit dem Tabakrauch wetteiferte. Es gab dann die Zeit, wo man bezüglich letzterem die Zuschauer in den Stadien aufforderte, das Rauchen auf die 3els-Pausen zu beschränken, bis dann das schliesslich das Rauchverbot nicht nur in den Sportstadien Einzug hielt.

    Natürlich war die "Nebeldecke" primär unter dem Dach, aber man hat sich jeweils schon gefragt, wie das als Sportler so ist. Fast noch mehr bei den 6-Tage-Rennen als im Hockey.

    und zu guter letzt:

    Haas verlängert bei den Oilers (und somit bezüglich Rückkehr vorerst mal ausgeträumt für "Berner-Fans")

    Ich glaube, dieses Szenario war spätestens dann jedem halbwegs realistischen SCB-Fan klar, als 1 Jahr vor Ablauf des ursprünglichen Vertrages die Verlängerung um 2 Jahre ausgehandelt worden ist mit der NHL-Klausel. Diese war relevant, weil er sich bereits damals gute Chancen für einen Vertrag drüben ausrechnen konnte. Dass Haas - wenn nicht gerade alles schief läuft - die entsprechenden 2 Jahre irgendwie in Übersee absitzen würde, war deshalb schon zum Verlängerungszeitpunkt absehbar. Und nun ist es Haas ja gar nicht schlecht ergangen. Selbst wenn sich die 2e Saison weniger gut anlassen würde, so gäbe es halt eine Pendlerei zwischen AHL und NHL - das würde Haas noch in Kauf nehmen für eine Saison. Wobei diese bekanntlich noch in den Sternen steht, aber das muss ja nicht nochmals ausgebreitet werden. Angesichts des Alters von Haas ist kaum damit zu rechnen, dass er sich die AHL lange antun würde, was (anders als bei einem 20jährigen Jungspund) auch keinen grossen Sinn machen würde. Und eben, bisher macht er sich gut, und ein Abbruch der Übung ist deshalb nicht das wahrscheinlichste Szenarion. Bei einer Rückkehr in die CH wäre er dann wohl lohnmässig in den Regionen von Hofmann anzusiedeln. Ob er aus Verbundenheit mit Biel auf ein solches Salär verzichten würde bleibt abzuwarten, abgesehen davon, dass man dort mittlerweile auch ganz schön klotzen kann. Und um den "verlorenen Sohn" heimzuholen, würden die Gönner in Biel vermutlich einen Extrabatzen locker machen.

    ++++ als Disclaimer kann man nun natürlich immer die Corona-Krise repetieren, und was diese für Auswirkungen haben wird. Einen finanzkräftigen Geldgeber wird dies aber kaum davon abhalten, mit einem solchen Spieler "sein" Kader zu veredeln, da übernächste Saison wieder normal verlaufen wird. Und mit Geldgeber sind natürlich nicht die üblichen Firmensponsoren gemeint, welche ebenfalls von der Krise gebeutelt werden.