Beiträge von Iceman

    Falls mySports auf Übertragung bzw. Durchführung besteht, und man somit in den Genuss von zig Geisterspielen käme, bliebe noch eine Frage: Was passiert, wenn sich in einem Team ein paar Spieler infiziert haben? Ist das dann einfach Pech, wie bei einer saisonalen Grippe (gegen welche man sich aber immerhin ziemlich gut schützen kann...)? Testet man die anderen und - falls man Glück hat - gibt's keine anderen Fälle und es geht weiter? Gibt es dann alle 2 Tage ein Test, um sicherzustellen, dass es keine Neuinfektionen gibt? Was macht der Gegner - "Sicherheitsabstand" einhalten und so?

    Bleibt zu hoffen, dass man sich die entsprechenden Szenarien gut überlegt, bevor man das Ganze aus finanziellen Überlegungen in eine Sackgasse steuert.

    ...habe ich erst jetzt gesehen; immerhin hat er den Humor nicht verloren.

    Im Sport geht's auf und ab, und ich gehe davon aus, dass - selbst wenn man beim SCB auf und neben dem Eis etwas weniger schwach gefuhrwerkt hätte - die letzten ziemlich erfolgreichen 10 Jahre ohnehin an ein Ende gekommen wären. Vielleicht hätte es nicht gerade das Verpassen der Play-off's sein müssen, aber den Zenit hatte man bereits vor dem letzten Titel überschritten.

    Aber Play-off's ohne Titelchancen sind ohnehin überschätzt.... :mrgreen: auch wenn sie (...unter normalen Bedingungen ohne Virus...) mehr Geld in die Kasse spülen als der Play-out Murks.

    Der Einschätzung von Tikkanen von wegen dem Titel und Hipsterville schliesse ich mich an. Der EVZ hat zwar nochmals massiv aufgerüstet, aber die Play-off Härte fehlt auch dieses Jahr. Da wird der Strebel nochmals in die Tasche greifen müssen. Natürlich nur für den Nachwuchs...

    Keine Angst Larry, viel gelacht wird derzeit in Bern nicht... :kotz:

    Gehe mal nicht davon aus, dass man für die aktuelle Saison keinen Meister küren wird. Notfalls ist es dann halt der Qualisieger.

    Falls es aber betreffend Play-off's bzw. Play-out's zu Absagen kommen wird, so könnte man - je nach Sachlage - höchstens den vom "Glück im Unglück" bringen, wobei dies dann eher "weniger Unglück im Unglück" heissen würde. Denn in den Play-out's hätte man ja ohnehin nicht so viele Zuschauer gehabt.

    Kritischer ist die Frage,

    a) wieviel die Klubs an Konventionalstrafe blechen müssen an mySports oder SRF, wenn das Verbot für Veranstaltungen von mehr als 1'000 Zuschauern bestehen bleibt, und die Klubs aber keine Geisterspiele absolvieren wollen.

    b) wievel es die Klubs kostet, wenn man - um a) zu vermeiden - die Geisterspiele nur für das Fernsehen durchzieht.

    Gehe aber davon aus, dass man im Sommer diverse Vertragswerke um Klauseln ergänzen wird für solche Fälle.

    Mal schauen, ob der EVZ heute im Hinblick auf die PO‘s nicht einen plötzlichen Schwächeanfall erleidet gegen Gottéron. Aber eben, der SCB hätte es lange einfacher haben können, wenn man nur etwas weniger schlecht gewesen wäre. Nun hat man es nur noch halbwegs in den eigenen Händen. Aber es passt dafür alles gut zusammen, etwa zum „Erfolg“ bei der Rekrutierung einer ausl. PO-Absicherung, was man ja auch nicht auf die Reihe bekommt.

    Hatte zwar eine Seuchensaison erwartet, aber doch nicht ganz so schlimm. Es gibt immer Dinge, die man bei einem Trainer kritisieren kann, aber Jalonen machte daneben vieles richtig. Die bekannte Kritik vom "Schablonenhockey" mag zwar zutreffen, umgekehrt wird aber bei anderen Trainern gemotzt, es sei kein "System" ersichtlich. Und die Schablone hat verhindert, dass in schwierigen Momenten, wo die Kummerbuben kaum noch wussten / wissen, wie man den Stock hält, alles auseinander fällt. Viel mehr als das Defensivsystem hatte Jalonen übrigens auch nicht "schabloniert".

    Es stimmt, dass es etwas dauert, bis er jungen Spielern völlig vertraut. Mit Leistung ist er aber durchaus zu überzeugen. Spieler wie Heim oder Burren haben nach sporadischen Einsätzen in ihrer ersten Saison nun einen Stammplatz. Die sofortige Integration eines Nachwuchsspielers in seiner ersten Saison mit der 1en Mannschaft mag bei überdurchschnittlichen Talenten möglich sein, ist aber nicht der Normalfall. Kurz, man kann Jalonen auf dem Gebiet kritisieren, vieles ist aber völlig überzogen.

    Nebenbei verpasste man es, bei den Ausländern ein paar Wechsel vorzunehmen, um das Team zu stabilisieren. Nicht dass man deswegen brilliert hätte, aber wenn man so oft mit einem Tor verliert, kann das schon etwas ausmachen. Der Sportchef steht nicht nur deswegen in der Kritik.

    Letztlich läuft es dann halt immer wieder gleich, und Kossmann kann sich nun versuchen. Viel erwarte ich allerdings nicht, denn im Unterschied zu den ZSC-Lions damals oder der letzten solchen Aktion in Bern mit Lars Leuenberger hat das Team, neben Verunsicherung, auch echte Defizite. Mit "Schalter umlegen" und dann rauscht es plötzlich wird es deshalb wohl eher nichts.

    Abgesehen vom Mist auf dem Eis, der in Bern produziert wird, wird auch seit längerem über die "zu wenig physische" / "zu kontrollierte" und "langweilige" Spielweise geklönt. Aktuell ist natürlich nach alter Väter Sitte der Trainer der Hauptschuldige, wobei dann trotzdem niemand so genau sagen kann wie "anders" oder "unterhaltsamer" denn die Gegner spielen.

    Es gibt aber allgemein einen Trend hin zu mehr Spielkontrolle, zu Fehlervermeidung und möglichst wasserdichtem Defensivverhalten - alles Dinge, über die man vor einigen Jahren insbesondere bei schwedischen Mannschaften lästerte und die als "Eisschach" verschrien wurden bzw. verschrien werden.

    Was die physische Seite anbelangt, so hatten und haben die CH-Spieler nach wie vor Mühe beim korrekten Austeilen und Einstecken. Mögliche Fortschritte sind durch die Tempoverschärfung quasi wieder "pulverisiert" worden. Dass Trainer unter diesen Voraussetzungen eher Zurückhaltung statt "voll drauf" bevorzugen, kann ich nachvollziehen. Trotzdem "fehlt" dem Spiel etwas dadurch. Beim (eher seltenen) Verfolgen von NHL-Partien habe ich den Eindruck, dass dort zwar die grossen Prügelszenen nicht mehr so häufig sind wie zu den "Goon-Zeiten", dass aber punkto Checks immer noch ganz ordentlich ausgeteilt wird. Aber vermutlich können es dort der "Verteiler" und der "Empfänger" halt einfach besser, zudem gibt es dort auch nicht jedesmal, wenn es kracht, tumultartige Szenen auf dem Eis wie hierzulande.

    Wobei ja bemerkenswert ist, dass mittlerweile die HCD-Exponenten nicht mehr so laut verkünden, was für ein Qualitätsturnier der SC doch sei. Denn es ist seit Jahren offensichtlich, dass die angeblichen Topmannschaften das Ganze eher als einen Familienausflug betrachten, und nicht mit letzter Konsequenz dabei sind, und es überhaupt immer schwieriger wird, konkurrenzfähige Teams zu verpflichten, da in vielen Ligen durchgespielt wird. Kommt dazu, dass der HCD selber auch nicht mehr die Qualität hat, um entscheidend mitzumischen. Bleibt noch das Team Canada, welchem man offenbar insoweit entgegenkommen muss, als dass sie stets am 1en Tag spielen dürfen, um mit einem Sieg einen Ruhetag herausholen zu können. Natürlich muss der Sieg auch zuerst eingefahren werden, aber eben, bei der Konkurrenz....

    Aber um zum eigentlichen Punkt zurückzukehren: Es ist hauptsächlich das Schweizerische Farbfernsehen bzw. dessen Moderatoren, welche sich bemüssigt fühlen, künstliche Begeisterung zu verbreiten und ein leicht überzogenes Bohei ablassen. Was insoweit verständlich ist, als dass der Sender ordentlich Geld in das Turnier buttert, und natürlich entsprechend Werbung verkaufen und Einschaltquoten generieren muss. Ergo muss die Sache halt auf Tod und Leben schöngeschwätzt werden, egal was auf dem Eis tatsächlich abgeht. Wenigstens hat man mittlerweile aufgehört, jeden (ausländischen...) Interviewpartner zu fragen, wie es ihm hier am SC gefalle, um dessen absehbar höfliche Antwort umgehend als Beweis zu verkaufen, was für ein Top-Event der SC doch ist.

    Gegen die Punkte "Tradition" und ähnliches hat kaum jemand etwas einzuwenden, und schön haben die Ambri-Fans natürlich auch gesungen - was aber die meisten Hockeyfans so oder so bereits in der Leventina live miterlebt haben. Nur eben, auch wenn es selten taktisch bierernst zu und her gegangen ist und eher Freistil angesagt war, so hatte das Turnier vor etlichen Jahren einiges mehr an sportlicher Qualität zu bieten. Dieses Jahr habe ich nur das 1e Drittel Team Canada gegen den HCD gesehen und die Tschechen gegen die Russen. Zum Davos Spiel muss man nichts mehr hinzufügen, und beim vermeintlichen Leckerbissen der alten Erzrivalen war die Kost wegen des russischen Schonganges auch eher mager.

    Ich bin durchaus kein notorischer "SC-Hasser", aber meine Einschaltquote hat in den letzten rund 10 Jahren massiv nachgelassen.

    Es ist wohl niemand glücklich in der Causa "Schlegel"; jeder hätte sich gewünscht, dass es gut kommt. Ob man länger hätte warten sollen? Schwer zu sagen, es gibt ja auch Stimmen, welche meinen, man habe zu spät reagiert. Schlegel hat 19 Partien gespielt und Caminada 4. Am Ende hätte man eine Antwort finden müssen auf die Frage, nach wie vielen Spielen der "richtige" Zeitpunkt gewesen wäre für eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung.

    Man hatte einfach nicht den Eindruck, dass sich Schlegel oder Caminada jeweils mental erholt hätten in den "Pausen". Statt ein Neustart gab's dann meist gleich den nächsten Unfall. Und damit sind nicht die Tore nach katastrophalen Fehlern der Vorderleute gemeint. Sondern beispielsweise solche von der (verlängerten) Torlinie aus, und der Torschütze stand fast in der Ecke.

    Letztlich war es auch Pech für Schlegel, dass der SCB nach einer erfolgreichen Phase nun eher auf dem ab- als auf dem aufsteigenden Ast sitzt, dazu kamen noch diverse Verletzungen etc., wie es halt so läuft, wenn's nicht läuft.

    Wünsche Schlegel alles Gute in Laguno.

    Seit zig Jahren hört man die Klage, dass die CH-Spieler im allgemeinen weder Checks richtig austeilen noch annehmen können - Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Mittlerweile müsste man doch als Folge der (hoffentlich...) entsprechend angepassten Ausbildung im Nachwuchsbereich langsam eine Besserung erkennen. Nicht bei den Oldies auf dem Eis, aber bei den jüngeren Generationen. Oder ist das Spiel mittlerweile so schnell, dass die "Fehlerwahrscheinlichkeit" halt trotz besserer Ausbildung zunimmt? Aber eben, in der NHL ist man ja auch nicht mit dem Rollator unterwegs.

    Ich glaube immer noch, dass Schlegel eigentlich den Schritt zur Nr. 1 schaffen könnte. Beim ZSC musste er auch in schwierigen Zeiten oft ran und fand sich in einer anderen Situation als die meisten "Ersatzgoalis", welche wohldosiert ab und an einen Match bestreiten - immer in der Gewissheit, dass noch einer da wäre, sollte es mal gar nicht gehen.

    Schlegel hat einfach Pech, dass es beim SCB (...wie von mir zu Saisonbeginn hier mal prognostiziert...) die erwartet schwierige Saison ist. In den letzten 10 Jahren ging es - ausser dem Abstecher in die Play-out's - eigentlich fast nur von Erfolg zu Erfolg, vor allem in den letzten 5 Jahren. Und wie es im Sport halt so ist, kommt auch wieder mal ein Wellental. Dazu kommt noch der eine oder andere "Begleitumstand", der sich nicht förderlich auswirkt:

      Ende Saison laufen über 10 Verträge aus, wenn ich mich richtig erinnere; diverse Spieler werden mit Angeboten überhäuft, andere wittern ihre Chance in Übersee und studieren an dem und an ihren Ausstiegsklauseln herum - beides wirkt sich in einer sowieso schon schwierigen Lage nicht positiv aus.

      Die Abgänge von überdurchschnittlichen Spielern in den letzten 2 Jahren (Bodenmann, Haas, Genoni) konnten nicht gleichwertig ersetzt werden, wobei das diverse Ursachen hat.

      Man hat es verpasst oder nicht fertig gebracht, einen adäquaten Ersatz für den in die Jahre gekommenen Ebbett zu finden; mit der Suche hätte man schon vor 2 Jahren anfangen müssen (...hat man vielleicht auch, und einfach nichts zahlbares gefunden...) => möglicherweise der Fisch vom Sportchef

      Die seit der Verpflichtung von Arcobello und Ebbett geholten Ausländer gehör(t)en mit wenigen Ausnahmen (Almquist, der wenigstens defensiv top war, oder der temporäre Lasch) in die Kategorie "bestenfalls biederer Durchschnitt". Mursak ist ein Chancentod auf Kufen, der mittlerweile ersetzte Koivisto gehörte selbst im kriselnden Ensemble zu den schwächsten Akteuren. => fast mit Sicherheit der Fisch vom Sportchef

      Nachdem man die letzten 2 Saisons enormes Glück hatte punkto Verletzungen, hat es nun wieder mal richtig zugeschlagen. Nicht dass die Verletzten vorher alle überragend gewesen wären, aber gerade hilfreich ist es trotzdem nicht.

    Es liegt somit nicht "nur" an den Torhütern. Bisher wurde versucht, auch nur schwächste positive Trends der Goalis auszunützen, wobei diese bisher bestenfalls ca. 2 Spiele anhielten - und dann kommt halt wieder ein faules Ei der Kategorie, wo man sich nur noch an den Kopf langen kann. Schlegel + Caminada realisieren das natürlich auch, der Druck wächst mit jedem faulen Tor, die Vorderleute sind verunsichert und produzieren erst Recht Blödsinn. Der klassische Teufelskreis. Natürlich würde es helfen, wenn man etwas mehr als die üblichen 2 Tore erzielen würde, und dies nicht fast nur von Arcobello oder Untersander bewerkstelligt würde. Aber eben, siehe oben.

    Ob der neue Goali helfen kann bleibt abzuwarten, der müsste über ziemliche mentale Reserven verfügen, so umgeben vor lauter schlotternden Knien und Händen. Andererseits macht es auch keinen Sinn, Schlegel oder Caminada immer tiefer ins Elend zu reiten. Die haben derzeit psychologische Aufbauhilfe nötiger als weitere Negativerlebnisse.

    Man hat nun 10 Jahre lang überdurchschnittlichen Erfolg gehabt, mit einem Tiefpunkt. Dass dies nicht ewig währt gehört zum Sport. Dass in Bern in Zukunft tendenziell kleinere Brötchen gebacken werden dürfte auch klar sein, die Anzahl an guten Spielern nimmt nicht in gleichem Mass zu wie die Anzahl an finanzkräftigen Konkurrenten. Da liegen lange Erfolgsserien nicht mehr so drin. Ausser man kann klotzen und auch nebenbei stimmt alles punkto Teamzusammenstellung, Trainer etc. Zum Armenhaus wird man deswegen nicht, aber der „Ligakrösus“ ist man schon längst nicht mehr und wird es in Zukunft noch weniger sein.

    Die Szene hat sich zudem sehr beruhigt im Hockey - Ausschreitungen wie man sie beim Fussball immer wieder sieht, gibt es praktisch nicht mehr. Die Polizeiaufgebote bei den Stadien halten sich dementsprechend in Grenzen - derart exorbitante Kosten dürften da kaum anfallen.

    Zudem gibt es andere Methoden als die Abschaffung der Gästesektoren, um die Dinge unter Kontrolle zu bringen, sollte dies wirklich nötig werden. Dann muss man halt auf die ungeliebten personalisierten Tickets, auf Ausweisscans etc. setzen. Sicher kein Wunschszenario, aber wenn es nicht anders geht.

    Die Nagelprobe wird auch in Genf dann kommen, wenn es mit den Siegen nicht mehr so klappt, und die Zuschauer weniger werden. Die neuen Klubgeneräle scheinen immerhin genug Geld zu haben, so dass die ausbleibenden Zuschauer bzw. eine allgemein sinkende Attraktivität kompensiert werden könnte. Natürlich schafft die Förderung der "Jungen" viel Goodwill, allerdings auch nicht für die Ewigkeit. In Davos oben etwa hat man die Erfahrung gemacht, dass viel Eiszeit für den Nachwuchs nicht zwangsläufig dazu führt, dass dieser automatisch immer besser wird. Und die Euphorie darüber, dass man einen eigenen Weg geht mit den "Jungen", statt teure "Stars" zu beschäftigen, hielt die Zuschauer nur kurzfristig bei Laune.

    Ist auch einer Verkrampfung geschuldet, weil man es möglichst gut machen will. Ein Wick begeht doch sonst nicht so viele Fouls - aber im Übereifer dann eben schon. Bis sich das wieder ausbalanciert hat und Ruhe und Selbstvertrauen zurückkehren, wird es wohl noch etwas dauern. Dafür braucht es mehr als ein paar gewonnene Spiele. Wobei die schwer genug zu gewinnen sind, wenn man fast Dellen in den Stock drückt vor lauter "besser-machen-wollen".

    Einen Cervenka ohne "medizinisches Risiko" würde wohl jeder Klub mit Handkuss verpflichten. Aber eben, seinerzeit musste Thomas Vrabec wegen ähnlicher Probleme mit Venen + Thrombosen seine Hockeykarriere abbrechen. So schlimm scheint es glücklicherweise bei Cervenka nicht zu sein.

    Die Zuger haben (auch) bei den Ausländern nicht geknausert und Top-Leute geholt. Kovar hat sie dann auch "versorgt" zu Ungunsten des ZSC. Die Auftritte des Z (habe diesen nur teilweise verfolgt) sind aber definitiv anders als auch schon. So ein "Wiedergutmachungs-Teufelchen" auf dem Buckel kann schon Wunder bewirken. Der Nachteil ist, dass das Umfeld extrem empfindlich reagiert, wenn auch nur vermutet wird, dass die Jungs nicht 110%ig bei der Sache sind.


    Ich habe meine Erwartungshaltung geändert. Es ist schlicht nicht realistisch, zu erwarten, dass wir jedes Jahr Titelanwärter sind. Ich hatte lange die Hoffnung, dass wir uns neben dem scb als Spitzenteam etablieren können. Das versucht man nun seit 10 Jahren und man hat es zeitweise geschafft (2012 - 2015). Danach riss es jedoch ab.

    Heute ist es ehrgeizig, jedes Jahr das Halbfinale zu erwarten. Playouts sollten allerdings nun 10 Jahre nicht mehr vorkommen.

    Einmal alle 4 Jahre halte ich einen Titel allerdings für möglich, wenn es gut läuft und vieles zusammen kommt. Das ist auch nicht schlecht, immer noch mehr als Zug, Lugano und Biel. Die restlichen Titel werden wohl an den scb gehen. Davos traue ich ebenfalls zu, in Zukunft wieder Titel zu holen.

    Die "Häufung" in den letzten 4 Jahren beim SCB ist nicht nur Zufall + Glück zu verdanken, aber es "lief" vieles zu Gunsten des SCB. Es gab auch schon andere Phasen (2005 - 2009) wo man umgekehrt von einer Pleiten, Pech und Pannen-Saison in die nächste stolperte, und als haushoher Quali-Sieger nicht bloss 1x gegen einen Wurstklub auf dem 8en Platz in der 1en Runde rausgeflogen ist.

    Es zeichnet sich aber ab, dass es in dieser "Titelfrequenz" nicht weitergehen wird. Diese war - neben dem nötigen Glück mit Verletzungen bzw. gerade noch rechtzeitig zurückgekehrten Spielern - auch nur möglich, weil man ein paar ideale Transfers tätigen konnte, insbesondere Genoni, ohne den es in den letzten 3 Jahren kaum 2 Titel gegeben hätte. Gleichzeitig war die potentiell starke Konkurrenz nicht / noch nicht auf der Höhe, weil sich der eine oder andere Transfer nicht wunschgemäss entwickelte, wichtige Spieler langzeitverletzt sind oder waren, und man in Lausanne oder Zug erst noch am Atem holen war. Bei diesen beiden Klubs werden sich die schier unbegrenzt scheinenden Finanzquellen aber eher früher als später noch viel stärker bemerkbar machen als bis anhin.

    Im Gegensatz zum SCB kann der ZSC dort eher noch Paroli bieten. Aber W. Frey ist, bei aller Grosszügigkeit, bisher nicht dadurch aufgefallen, dass er bedingungslose "Wer-bietet-mehr-Aktionen" um einzelne Spieler mitmacht. Da scheint mir die Neigung in Zug und Lausanne, nun endlich gehauen oder gestochen (...und fast um jeden Preis...) den Titel zu holen, deutlich ausgeprägter. In Lugano dagegen hat man zwar jahrelang sehr viel Geld ausgegeben, ohne viel zählbares zu erreichen. In den letzten paar Saisons waren die Tessiner aber öfter bis zum Schluss ganz vorne dabei, obwohl an den Trainern kein gutes Haar gelassen wurde, und man sich im Geld verpulvern etwas zurückgenommen hat. Grundsätzlich könnte aber auch Lugano noch eine Schippe drauflegen, wenn es nur um Geld geht.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Der SCB wird sich damit abfinden müssen, dass er eher etwas zurückgestuft wird. In den letzten 10 Jahren war man überdurchschnittlich erfolgreich, nun könnte die umgekehrte Situation eintreten. Nicht weil man speziell viel falsch macht, sondern weil die Konkurrenz stärker wird, und man die Einnahmen nicht einfach so in einem Ausmass steigern kann, um gleichziehen zu können. Nicht ganz unwichtig in diesem Zusammenhang ist das sich abzeichnende Projekt einer neuen Halle. Ob man in Bern mit öffentlichem Support für eine "neue" Halle rechnen kann wie andernorts, wird man abwarten müssen. Zwar ist die Stadt Zürich auch "links-grün" ausgerichtet, in der Stadt Bern wird das aber noch durch eine fundamentalistische, "antikapitalistische" Strömung verschlimmert. Von politischer Seite ist daher nicht viel Support zu erwarten. Vom "Volk" würde es eher goutiert. Man muss wohl ein paar Investoren / Baugesellschaften finden, welche das berappen. Wäre ja eigentlich in Zeiten von Minuszinsen und so noch etwas lohnendes. Statt Strafzinsen gäbe es wenigstens etwas Miete...

    Die "Belastbarkeit" der Fan-Seele hängt auch davon ab, wo der Klub im Konkurrenzvergleich eingereiht wird, bzw. wie gut eine Mannschaft ihr (vom Fan diagnostiziertes...) "Potential" ausschöpft. Erst wenn bei den Fans der Eindruck entsteht, dass trotz viel Talent und Salär die Herren auf dem Eis nicht so ganz bei der Sache sind, werden Pfiffe laut.

    Natürlich sieht man als Fan das eigene Team immer besonders kritisch, aber selbst wenn das Gros der Fans Laien sind, so haben diejenigen, welche seit Jahrzehnten Hockeyspiele verfolgen, zumindest ein Bauchgefühl dafür entwickelt, wie es um die Mannschaft steht und was etwa erwartet werden darf.

    Fanunterstützung in guten wie in schlechten Zeiten ist ebenso lobens- wie nachahmenswert. Eine "Nibelungentreue" braucht es hingegen nicht. Oder anders gesagt: Wenn Wille, Kampfgeist und Herz auf dem Eis (immer wieder) fehlen, so muss der Fan auf der Tribüne nicht fahnenschwenkend und singend Begeisterung heucheln. Die üblichen "Unmutsäusserungen" sind da durchaus angebracht, allerdings ohne persönliche Beschimpfungen.

    ...und Strebel finanziert nur den Nachwuchs, den Rest macht man mit ca. 6500 Zuschauern im Schnitt, den Werbekunden + der Stadiongastronomie. Da sieht man nur, was eigentlich möglich wäre. Der M. Lüthi müsste mal bei Zug in die Lehre. Keine Ahnung, was da in Bern für ein Missmanagement herrscht... :suff:

    ...wahrscheinlich simuliert Marner schon das Packen seiner Hockeytasche, um die Verantwortlichen seines Klubs weichzuklopfen. Falls er überhaupt etwas von seinem angedrohten Zürich-Aufenthalt weiss, und das nicht nur zum Repertoire der psychologischen Kriegsführung seines Agenten gehört. Immerhin, wenn man Glück hat und es auf die Spitze getrieben wird, sieht man den Superstar evtl. sogar auf CH-Eis. Ob es die Parteien aber soweit kommen lassen, wage ich zu bezweifeln.

    Hat nicht anfangs letzter Saison auch ein "Star" (glaub' ein Nilsson oder so...) den Abflug zu einem Klub ausserhalb der NHL gemacht, bis er die gewollte Kohle dann doch noch bekam? Kann mich aber nur noch vage erinnern....