Beiträge von Iceman

    Die Nagelprobe wird auch in Genf dann kommen, wenn es mit den Siegen nicht mehr so klappt, und die Zuschauer weniger werden. Die neuen Klubgeneräle scheinen immerhin genug Geld zu haben, so dass die ausbleibenden Zuschauer bzw. eine allgemein sinkende Attraktivität kompensiert werden könnte. Natürlich schafft die Förderung der "Jungen" viel Goodwill, allerdings auch nicht für die Ewigkeit. In Davos oben etwa hat man die Erfahrung gemacht, dass viel Eiszeit für den Nachwuchs nicht zwangsläufig dazu führt, dass dieser automatisch immer besser wird. Und die Euphorie darüber, dass man einen eigenen Weg geht mit den "Jungen", statt teure "Stars" zu beschäftigen, hielt die Zuschauer nur kurzfristig bei Laune.

    Ist auch einer Verkrampfung geschuldet, weil man es möglichst gut machen will. Ein Wick begeht doch sonst nicht so viele Fouls - aber im Übereifer dann eben schon. Bis sich das wieder ausbalanciert hat und Ruhe und Selbstvertrauen zurückkehren, wird es wohl noch etwas dauern. Dafür braucht es mehr als ein paar gewonnene Spiele. Wobei die schwer genug zu gewinnen sind, wenn man fast Dellen in den Stock drückt vor lauter "besser-machen-wollen".

    Einen Cervenka ohne "medizinisches Risiko" würde wohl jeder Klub mit Handkuss verpflichten. Aber eben, seinerzeit musste Thomas Vrabec wegen ähnlicher Probleme mit Venen + Thrombosen seine Hockeykarriere abbrechen. So schlimm scheint es glücklicherweise bei Cervenka nicht zu sein.

    Die Zuger haben (auch) bei den Ausländern nicht geknausert und Top-Leute geholt. Kovar hat sie dann auch "versorgt" zu Ungunsten des ZSC. Die Auftritte des Z (habe diesen nur teilweise verfolgt) sind aber definitiv anders als auch schon. So ein "Wiedergutmachungs-Teufelchen" auf dem Buckel kann schon Wunder bewirken. Der Nachteil ist, dass das Umfeld extrem empfindlich reagiert, wenn auch nur vermutet wird, dass die Jungs nicht 110%ig bei der Sache sind.


    Ich habe meine Erwartungshaltung geändert. Es ist schlicht nicht realistisch, zu erwarten, dass wir jedes Jahr Titelanwärter sind. Ich hatte lange die Hoffnung, dass wir uns neben dem scb als Spitzenteam etablieren können. Das versucht man nun seit 10 Jahren und man hat es zeitweise geschafft (2012 - 2015). Danach riss es jedoch ab.

    Heute ist es ehrgeizig, jedes Jahr das Halbfinale zu erwarten. Playouts sollten allerdings nun 10 Jahre nicht mehr vorkommen.

    Einmal alle 4 Jahre halte ich einen Titel allerdings für möglich, wenn es gut läuft und vieles zusammen kommt. Das ist auch nicht schlecht, immer noch mehr als Zug, Lugano und Biel. Die restlichen Titel werden wohl an den scb gehen. Davos traue ich ebenfalls zu, in Zukunft wieder Titel zu holen.

    Die "Häufung" in den letzten 4 Jahren beim SCB ist nicht nur Zufall + Glück zu verdanken, aber es "lief" vieles zu Gunsten des SCB. Es gab auch schon andere Phasen (2005 - 2009) wo man umgekehrt von einer Pleiten, Pech und Pannen-Saison in die nächste stolperte, und als haushoher Quali-Sieger nicht bloss 1x gegen einen Wurstklub auf dem 8en Platz in der 1en Runde rausgeflogen ist.

    Es zeichnet sich aber ab, dass es in dieser "Titelfrequenz" nicht weitergehen wird. Diese war - neben dem nötigen Glück mit Verletzungen bzw. gerade noch rechtzeitig zurückgekehrten Spielern - auch nur möglich, weil man ein paar ideale Transfers tätigen konnte, insbesondere Genoni, ohne den es in den letzten 3 Jahren kaum 2 Titel gegeben hätte. Gleichzeitig war die potentiell starke Konkurrenz nicht / noch nicht auf der Höhe, weil sich der eine oder andere Transfer nicht wunschgemäss entwickelte, wichtige Spieler langzeitverletzt sind oder waren, und man in Lausanne oder Zug erst noch am Atem holen war. Bei diesen beiden Klubs werden sich die schier unbegrenzt scheinenden Finanzquellen aber eher früher als später noch viel stärker bemerkbar machen als bis anhin.

    Im Gegensatz zum SCB kann der ZSC dort eher noch Paroli bieten. Aber W. Frey ist, bei aller Grosszügigkeit, bisher nicht dadurch aufgefallen, dass er bedingungslose "Wer-bietet-mehr-Aktionen" um einzelne Spieler mitmacht. Da scheint mir die Neigung in Zug und Lausanne, nun endlich gehauen oder gestochen (...und fast um jeden Preis...) den Titel zu holen, deutlich ausgeprägter. In Lugano dagegen hat man zwar jahrelang sehr viel Geld ausgegeben, ohne viel zählbares zu erreichen. In den letzten paar Saisons waren die Tessiner aber öfter bis zum Schluss ganz vorne dabei, obwohl an den Trainern kein gutes Haar gelassen wurde, und man sich im Geld verpulvern etwas zurückgenommen hat. Grundsätzlich könnte aber auch Lugano noch eine Schippe drauflegen, wenn es nur um Geld geht.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Der SCB wird sich damit abfinden müssen, dass er eher etwas zurückgestuft wird. In den letzten 10 Jahren war man überdurchschnittlich erfolgreich, nun könnte die umgekehrte Situation eintreten. Nicht weil man speziell viel falsch macht, sondern weil die Konkurrenz stärker wird, und man die Einnahmen nicht einfach so in einem Ausmass steigern kann, um gleichziehen zu können. Nicht ganz unwichtig in diesem Zusammenhang ist das sich abzeichnende Projekt einer neuen Halle. Ob man in Bern mit öffentlichem Support für eine "neue" Halle rechnen kann wie andernorts, wird man abwarten müssen. Zwar ist die Stadt Zürich auch "links-grün" ausgerichtet, in der Stadt Bern wird das aber noch durch eine fundamentalistische, "antikapitalistische" Strömung verschlimmert. Von politischer Seite ist daher nicht viel Support zu erwarten. Vom "Volk" würde es eher goutiert. Man muss wohl ein paar Investoren / Baugesellschaften finden, welche das berappen. Wäre ja eigentlich in Zeiten von Minuszinsen und so noch etwas lohnendes. Statt Strafzinsen gäbe es wenigstens etwas Miete...

    Die "Belastbarkeit" der Fan-Seele hängt auch davon ab, wo der Klub im Konkurrenzvergleich eingereiht wird, bzw. wie gut eine Mannschaft ihr (vom Fan diagnostiziertes...) "Potential" ausschöpft. Erst wenn bei den Fans der Eindruck entsteht, dass trotz viel Talent und Salär die Herren auf dem Eis nicht so ganz bei der Sache sind, werden Pfiffe laut.

    Natürlich sieht man als Fan das eigene Team immer besonders kritisch, aber selbst wenn das Gros der Fans Laien sind, so haben diejenigen, welche seit Jahrzehnten Hockeyspiele verfolgen, zumindest ein Bauchgefühl dafür entwickelt, wie es um die Mannschaft steht und was etwa erwartet werden darf.

    Fanunterstützung in guten wie in schlechten Zeiten ist ebenso lobens- wie nachahmenswert. Eine "Nibelungentreue" braucht es hingegen nicht. Oder anders gesagt: Wenn Wille, Kampfgeist und Herz auf dem Eis (immer wieder) fehlen, so muss der Fan auf der Tribüne nicht fahnenschwenkend und singend Begeisterung heucheln. Die üblichen "Unmutsäusserungen" sind da durchaus angebracht, allerdings ohne persönliche Beschimpfungen.

    ...und Strebel finanziert nur den Nachwuchs, den Rest macht man mit ca. 6500 Zuschauern im Schnitt, den Werbekunden + der Stadiongastronomie. Da sieht man nur, was eigentlich möglich wäre. Der M. Lüthi müsste mal bei Zug in die Lehre. Keine Ahnung, was da in Bern für ein Missmanagement herrscht... :suff:

    ...wahrscheinlich simuliert Marner schon das Packen seiner Hockeytasche, um die Verantwortlichen seines Klubs weichzuklopfen. Falls er überhaupt etwas von seinem angedrohten Zürich-Aufenthalt weiss, und das nicht nur zum Repertoire der psychologischen Kriegsführung seines Agenten gehört. Immerhin, wenn man Glück hat und es auf die Spitze getrieben wird, sieht man den Superstar evtl. sogar auf CH-Eis. Ob es die Parteien aber soweit kommen lassen, wage ich zu bezweifeln.

    Hat nicht anfangs letzter Saison auch ein "Star" (glaub' ein Nilsson oder so...) den Abflug zu einem Klub ausserhalb der NHL gemacht, bis er die gewollte Kohle dann doch noch bekam? Kann mich aber nur noch vage erinnern....

    ...ein Vorteil ist auch, das in der CL den immer mal wieder zu euphorischen Selbsteinschätzungen, welche weniger in Fankreisen, sondern in den Medien vorherrschen, etwas die Luft rausgelassen wird.

    Du bist aber nicht gerade ein höflicher Gast hier... ,-)

    Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr daran gedacht...

    Aber diese Dresses fallen ja nicht sofort aus der Kollektion. Und man darf glaub' davon ausgehen, dass der "Z" das nächste Mal wieder dabei ist, womit man spätestens dann im Fanshop "zuschlagen" kann...

    Vor allem grelle Farben wie das orange unterlegte Logo fallen aus dem "Designrahmen" bzw. schmerzen Augen und Fan-Seele. Wahrscheinlich ist der Marketingdirektor des Werbekunden aber erfreut darüber, weil die Klagen ja unterstreichen, dass man "sein" Logo zur Kenntnis nimmt, egal ob mit oder ohne Ärger.

    Für den Ästheten bleiben ja noch die Champions-League Dresses...

    ...frage mich, wie lange Andri im sibirischen Ghetto ausharren muss, bis er für einen Megabatzen in die CH wechselt. Tippe auf Lausanne oder Zug, wenn es darum geht, wer am schnellsten aus der Hüfte schiesst bzw. zahlt.

    Der ZSC könnte zwar auch, wenn er wollte. Und da man sich über die Rückkehr von Spielmacher Nilsson wohl je länger je weniger Illusionen macht, wäre die Rückkehr des ehemaligen ZSC-Nachwuchsspielers nicht die grösste aller Überraschungen. Auch wenn Andrighetto kein Center ist, oder zumindest in den letzten Jahren am Flügel spielte.

    Für den Rest der Liga dürfte Andrighetto zu teuer sein. Überraschungen sind allerdings nicht ausgeschlossen. Vielleicht will ja eine Unternehmung aus dem Bieler-Umfeld mal einen Kracher landen, und wirft dafür Geld auf. Die Wahrscheinlichkeit für einen Geld- bzw. Transfersegen dieser Art dürfte aber in Biel und anderswo eher gering sein.

    Ein Problem beim direkten Auf-/Abstieg ist auch, dass die sportliche Qualität damit nicht zwingend befördert wird. Je nachdem ist der Absteiger an sich stärker als der Aufsteiger, bzw. würde sich in einer "Auf-/Abstiegsrunde" problemlos durchsetzen.

    Abgesehen vom rein sportlichen wird das fröhlichen "Liftspiel" die Bereitschaft von potentiellen Geldgebern / Sponsoren nicht gerade befördern, wenn es nach einer Saison schon wieder "abwärts" gehen kann, obwohl man das Menschenmögliche getan hat, an sich sportlich besser wäre als der neue Aufsteiger, aber infolge der CH-Transfergepflogenheiten halt keine Chance hatte, sich nach dem Aufstieg zu verstärken. Da hilft auch viel Geld nichts, da die relevanten Spieler schlichtweg nicht mehr auf dem Markt sind.

    Das heutige System mag einige Nachteile haben, der direkte Auf-/Abstieg hat meiner Meinung nach aber noch grössere Baustellen, und man müsste sehr vieles umstellen und neu regeln, um die grössten Probleme auch nur halbwegs zu lösen. Ob das in der CH bzw. im CH-Rechtssystem möglich wäre, wage ich zu bezweifeln. Und wie lange sog. "Gentleman-Agreements" halten würden, na ja. Nur weil der mit den Ausländern bislang funktioniert, würde ich da nicht auf unbestimmte Zeit die Hand ins Feuer legen für solche "Lösungen".

    Angesichts der erdrückenden Macht des vielbeklagten "Kommerzes" muss man sich vermutlich von der hehren Theorie der rein sportlichen Logik auch irgendwann verabschieden, d.h. es wird wohl in Richtung einer geschlossenen Liga gehen. Natürlich will dann dort jeder "dabei sein", womit wir wieder beim Problem von zu wenig guten Spielern sind - schon heute reicht es im Prinzip nicht für die 12 Klubs in der NLA, was durch die rasant steigenden Löhne offensichtlich ist. Der nächste Punkt in der Endlosschleife wäre dann die Aufweichung der Ausländerregel, um so 1ens an genügend Spieler mit der nötigen Qualität zu kommen und 2ens die Kosten durch Konkurrenz etwas zu dämpfen.... daran schliessen sich dann selbstverständlich die ebenso endlosen Diskussionen an von wegen Nachwuchsförderung und deren Untergang im Falle eines Falles usw. usw.

    Summa summarum ist es schon einigermassen klar, warum man sich im aktuellen Modus halt irgendwie durchwurstelt....

    ....jeder der beiden somit Nachfolger des anderen. Die Qualität des Goalitrainers ist aber für den Laien eher schwierig zu beurteilen. Letzte Saison kam es mir aber vor, dass der ewige Ersatz Caminada deutlich besser war als in anderen Saisons, auch wenn er neben Genoni nicht so viele Einsätze hatte. Ob das mit dem auf letzte Saison hin neu verpflichteten Goalitrainer zu tun hatte (...der, der jetzt eben geht...) ist aber eben nicht wirklich klar, das müsste man die Goalis fragen. Man wird sehen wie sich Schlegel / Caminada machen werden. Wenn ein Goalitrainer die nochmals weiter bringt ist‘s ja gut. Aber da beide bereits ein gute Niveau aufweisen, wird es kaum bahnbrechende Entwicklungen geben.

    ...die Defensive, hinter der Genoni steht, spielt auch noch eine Rolle. So super ist der EVZ dort nicht aufgestellt. Es ist ein Trugschluss zu glauben, Genoni könne alles ausbügeln. Seine Rekordwerte in Bern hatten viel mit der von Kari Schablonen geforderten Disziplin in der Defensive zu tun. Daneben ist Genoni natürlich ein Top-Goali, der den EVZ stärker machen wird. Aber eben, evtl. schätzt man da die Dinge nicht immer ganz richtig ein...

    ...ja gut, aber ausser den Langnauern basht der ja sowieso jeden, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ob Klubs, Orte oder Personen. Und nach Kari "Schablone" hat er mit Grönborg ja nun ein neues potentielles Opfer gefunden. Ausser natürlich die Mannschaft setzt ihr Potential ausnahmsweise mal ansatzweise um. Wobei Siege + Qualigewinne noch nichts nützen, wie man bei Jalonen gesehen hat. Abgesehen davon fühlen sich bekanntlich diejenigen Fangruppen diskriminiert, deren Klubs/Trainer/CEO's etc. vom Klaus nicht durch den Kakao gezogen werden.

    Die Hintergründe zu der Causa mit den Austragungsorten wären aber zweifellos interessant. Kann mir nicht vorstellen, dass die angemessene Berücksichtigung der potentiellen Spielorte nie ein Thema war bei den WM-Organisatoren. Allenfalls gibt's ja gute Gründe für den Entscheid. Oder dann auch nicht. Mal schauen, ob die Breitseite von Klaus da eine Debatte auslöst.

    ...wobei es schon nicht ganz nachvollziehbar ist, warum man da nicht eine Art „Ausgleich“ gesucht hat. Eben aus sportpolitischen Gründen, auch wenn es stets am effizientesten ist, wenn ein Turnier auf möglichst kleinem Raum ohne viel „Züglerei“ abgehalten werden kann. Aber Politik ist bekanntlich nicht primär effizient.

    Im ersten Drittel hatte man noch den Eindruck, dass die Russen nicht im Spiel ankommen. Danach drückten die Russen aber derart auf‘s Tempo, und liessen den Schweden keinen Raum mehr, dass die seither kaum mehr an die Scheibe kommen. Extrem, wie schnell die Russen kombinieren und wie präzise die schiessen - das ist nicht nur eine Ansammlung von Topstars, wie auch schon, sondern arbeiten auch hart in der Defensive. Bisher sehe ich nur die Kanadier halbwegs auf Augenhöhe.

    Tja, etwas zu viel fröhlicher Optimismus und „wir-sind-auf-Augenhöhe“ Hockey, mit teilweise fehlender Absicherung. Natürlich sieht man phasenweise gut aus, aber die Mängel im physischen Bereich bzw. bei der Durchschlagskraft kann man auch mit guter Technik nicht kompensieren. Dazu kommen dann noch naives taktisches Verhalten und eine gewisse Fahrlässigkeit. Wahrscheinlich will man damit mutiges Spiel und Selbstvertrauen signalisieren - mehr Geduld und bessere Absicherung wären eher ratsam. Deswegen muss man noch lange nicht zögerlich agieren.

    Dort, wo die CH-Nati ihre Stärken im technisch-läuferischen Bereich hat, sind die Russen nochmals eine Klasse besser. Und dort, wo die CH-Nati ihre Schwächen hat punkto Physis und Durchschlagskraft, sind es mindestens 2 Klassen. Gegen Russland werden sich auch höher dekorierte Gegner nicht zu schade sein dürfen, Zweckhockey zu spielen und die Russen mit Checks zu nerven. Im Gegensatz zu anderen Turnieren sind sich die Russen nämlich auch nicht zu schade, unter Druck die Scheibe humorlos aus dem eigenen Drittel zu spielen - früher hätte ihnen so etwas, vor allem gegen einen "Nobody", der Stolz nicht zugelassen.

    Der frühere Vorteil, dass einem die Gegner nicht ganz für voll nehmen und man deshalb Punkte ergattern kann, hat die CH durch den Steigerungslauf in den letzten 10 Jahren quasi "verspielt".

    Noch ein Wort zur Kritik an Trainer Fischer: Die war zumindest in der Vergangenheit absolut berechtigt, da Fischer's "Vorwärts-Hockey" nur unter bestimmten Rahmenbedingungen funktioniert. Dass man anders spielen muss, wenn keine oder kaum NHL-Cracks im Team sind, scheint Fischer nicht immer zu realisieren. Ein ausländischer Trainer wäre mit den gleichen Fehlleistungen, wie sie Fischer zu Beginn seiner Nati-Trainer-Karriere geboten hatte, kurzum entlassen worden. Swissness-Strategie sei Dank ergriff der Verband stattdessen aber "Fördermassnahmen", indem man dem taktisch unbedarften Fischer den Defensivspezialisten Albelin zur Seite stellte, um wenigstens die taktischen Basics sicherzustellen. Kein Wunder, bedeutete damals beim HC Lugano die Ablösung von Fischer durch "Steinzeit-Coach" Shedden bereits ein Riesenfortschritt und der Abschied vom Tabellenende. Gleichzeitig sollen die Qualitäten von Fischer aber auch nicht unerwähnt bleiben, nämlich der gute Draht zu den Spielern in Übersee, und das geschickte Lavieren zwischen egoistischen Klubinteressen und denjenigen der Nationalmannschaft - evtl. sind diese Qualitäten sogar entscheidender für einen CH-Nati-Coach. Denn taktischen Support kann man dazu kaufen, diplomatisches Geschick weniger.