Beiträge von Iceman

    Schade staffelt man nach einem Treffer nicht etwas zurück, wenn die Schweden drücken um gleich wieder in Führung zu gehen. Man kann ja nach ein paar Minuten wieder nach vorne stürmen, wenn der Hochdruck der Schweden etwas abflaut. Soviel taktische Flexibilität sollte man haben, um nicht gleich 2x nacheinander innert kürzester Zeit wieder in Rückstand zu geraten.

    Das war doch schon vor Monaten zu lesen, ebenso wie die Tatsache, dass Praplan es noch mindestens eine Saison in Übersee versuchen will. Sollte er gar einen Klub dort drüben finden, bekommt man ihn in Bern gar nie zu sehen. Der „Newswert“ und die Relevanz für die kommende Spielzeit halten sich somit in engen Grenzen...

    Das hätte auch anders ausgehen können - 2x konnte aber auf der Linie für den bereits geschlagenen Genoni gerettet werden. Kann mich aber nicht erinnern, die Letten jemals so stark gesehen zu haben. Von der Physis her lagen die Vorteile bei ihnen. Die CH-Nati muss verstärkt darauf aus sein, früher zu stören, um solche Gegner nicht mit Tempo ins eigene Drittel fahren zu lassen. Gerade gegen diejenigen, welche neben der Physis auch noch technisch viele Qualitäten mitbringen, wird es sonst schwierig. Schön hat man den Sieg trotzdem eingefahren, und die vorhandenen technischen Qualitäten ausspielen können. Im Gegensatz zum Spiel gegen Italien war das gestern eher ein Gradmesser, auch wenn keine neuen Erkenntnisse resultierten. Die Special-Teams muss man noch üben lassen. Und die "übermotivierten" Strafen in der Offensivzone abstellen.

    Natürlich kein Massstab, aber man hat in solchen Partien ja auch schon Müll gespielt. Heute ist die Konzentration und der Wille jedoch vorhanden. Für die Neulinge ein guter Einstieg, welcher viele Scheibenkontakte und Selbstvertrauen bringt. So billig wird man kaum nochmals zu Toren kommen wie gegen den inferioren Aufsteiger.

    Fischer lernt immerhin dazu, dass anerkenne ich, auch wenn ich Mühe habe (oder allenfalls hatte) mit seinem Ansatz, die CH-Nati besser zu reden, als sie es - je nach Anzahl NHL-Cracks - tatsächlich ist. Und mit dem Problem, dass er taktisch zu wenig Rücksicht nimmt auf diese Konstellation. Im letzten Mai konnte man mit den "Brechern" Niederreiter und Meier tatsächlich fröhlich vorwärtsstürmen, da hatte man insgesamt den Kader dazu. In Korea ging es dagegen in die Hosen, wobei ich das nicht nur an Fischer festmache. Aber wenn's nicht läuft, muss man halt "back to the roots" und etwas Krüger-Hockey spielen, auch wenn es einem der Grind schier nicht zugibt.

    Für die aktuelle WM könnte das alte Problem der mangelnden Physis und Durchschlagskraft wieder mal aktuell werden. Natürlich zeigt ein Hischier, dass mit Talent, Tempo und Spielintelligenz auch einiges zu erreichen ist. Aber in der NHL sind die Mitspieler auch andere Kaliber. Aber letztlich muss man mit den Steinen bauen, die man hat. An der Selektion ist Fischers Vorliebe für Technik, Kunst und Tempo zu sehen - Kampf + Chrampf haben da kaum Platz.

    In Sachen Ausbildung und Nachwuchs hatten Wallson & Co. ja ebenfalls gute Referenzen. Vom Werdegang her scheint Grönborg aber mehr "Bodenhaftung" zu haben und weiss hoffentlich, dass die schwedische Mentalität mit Eigenverantwortung und so nicht überall gleich gut funktioniert. Und dass einer in die NHL will, ist kein Nachteil, solange er diesen Plan nicht allzu offensiv bzw. sicht- und hörbar verfolgt.

    Boucher war das Beispiel, wie man es nicht machen sollte punkto „nach Nordamerika schielen“. Auch wenn jeder weiss, dass das Ziel dieser Trainer die NHL ist, kann man die entsprechenden Avancen möglichst diskret machen, oder - wie eben Boucher - die in Übersee offensiv in allen Medien in einer für den aktuellen Klub despektierlichen Weise herumpralagen.

    Für mich zählt die Erfahrung, die z.B. ein Hollenstein auf internationalem Niveau hat, auch etwas. Bin sicher, der hätte sich noch erheblich gesteigert oder wäre, um die Worte von Fischer zu verwenden, noch "heisser gelaufen". Aber jeder Nati-Trainer hat halt seine eigene Philosophie, nach welchen Kriterien er aufbietet. Wenn es nach Testspielen geht, so haben sich andere gegen Frankreich und Lettland in der Tat mehr in den Vordergrund gespielt. Ob das für den Ernstfall relevant ist, wird man sehen. Und beim einen oder anderen Teilnehmer könnte man mindestens ebenso kritisch Hinschauen wie bei Hollenstein.

    Eine sehr "leichtgewichtige" Nati hat Fischer da aufgeboten, da bin ich gespannt darauf, ob Leute wie Kurashev, Martschini oder Bertaggia die physischen Limiten mit Tempo, Technik und Effizienz im Abschluss werden kompensieren können. Den "Brecher" Nino Niederreiter wird man schmerzlich vermissen; so wie es aussieht, ist der noch eine Zeitlang in den PO's beschäftigt. Ich sehe schon ein, dass man "die Besten" mitnimmt, andererseits sollte auch eine gewisse Ausgewogenheit im Kader vorhanden sein. Ich vermisse etwas die "Kampf+Chrampf-Fraktion" im Team.

    Es gibt einen Kern von Nati-Spielern, der grundsätzlich bei WM und Olympiade dabei sein sollte. Unabhängig davon, ob der Klub gerade Erfolg oder Misserfolg hat. Hollenstein gehört zu dieser Gruppe. Ist einer völlig ausser Form, merkt man dies in der Vorbereitung. Will man sich für den „Kern“ der Nati aufdrängen, so ist der nötige Eifer an den Tag zu legen. Womit man dann wohl bei der Fischer-Philosophie wäre. Schön, wenn einer wie Kurashev ein paar gute Momente hat in Testspielen. Wenn deswegen schon darüber philosophiert wird, ob er statt ein gestandener NLA-Profi an die WM fährt, so wie es Roth im Blick tut, dann kann man nur noch den Kopf schütteln. Ich habe mittlerweile aber den Überblick darüber verloren, wer wegen Verletzungen fehlt oder weil er den Rücktritt aus der Nati gegeben hat.

    Da sich die Situation in Kloten ja nicht wesentlich verändert hat, stellt sich die Frage, welche Art von Hockey in der NLA (sorry National League) überhaupt möglich wäre. Selbst mit der Mannschaft, welche abgestiegen ist, produzierte man ein (Struktur) Defizit. Derzeit schätze ich schon die Ausgangslage in Langnau diesbezüglich als besser ein.

    Offenbar waren die Zuger nicht wahnsinnig unglücklich über den Abgang von Stalberg, da man bei ihm das Engagement für den Klub vermisst haben soll. Er soll seine Fähigkeiten dazu verwendet haben, mit nicht allzu viel Aufwand seine Position zu halten. Falls dies nicht nur üble Nachreden sind, so könnte man auf den ersten Blick auch die Meinung vertreten, dass man einem aus seinem Talent und seiner "Leichtigkeit des Seins" keinen Strick drehen dürfe, sofern ein gewisses Leistungsminimum nicht unterschritten werde. Andererseits fördern solche Diva-Allüren das Klima im Team nicht gerade. Bin gespannt, wie Gottéron mit ihm zurechtkommen wird.

    Es war davon zu lesen, dass Einbussen beim Publikumsinteresse / Attraktivität / Werbeeinnahmen und was-weiss-ich noch alles befürchtet werde, weil es so ein Favoritensterben gab. Evtl. vernimmt man dann mal noch, welche Indikatoren die befürchtete Entwicklung wirklich anzeig(t)en. Als NHL-Laie hätte man auch auf den Gedanken kommen können, dass eine solche Konstellation eine Gelegenheit für die kanadischen Teams hätte sein können. Da ist aber auch schon alles raus....

    Man wird sehen, ob die „Wette“ auf Pestoni aufgeht. In Zürich passte es nicht, in Davos unter AdC taute er auf, nach dessen Abgang dann wieder eher durchzogen. Trotzdem lange mit Gelbhelm. Ob Jalonen da die richtigen Knöpfe drücken kann...?

    Apropos "Krüger-Steinzeit-Hockey": Krüger hat einfach das Hockey spielen lassen, mit dem die (damalige) CH-Nati eine Chance hatte bzw. er war in der Lage, die Taktik dem Können der Mannschaft und der Situation anzupassen. Für unterhaltsames Vorwärtsstürmen hat es damals nicht gereicht (zumindest nicht, wenn das Ergebnis eine Rolle spielte...), und auch heute noch funktioniert dies nur, wenn genügend Support aus der NHL vor Ort ist. Ist dies nicht der Fall, so müsste man die Spielweise anpassen. Ab und zu habe ich gewisse Zweifel, ob diese Erkenntnis bei Fischer schon angekommen ist.

    Wenn ein Trainer die NHL im Visier hat und in der Schweiz nur eine Warteschlaufe absolvieren möchte, muss er einiges an Fingerspitzengefühl haben bei seinen Benühungen, einen NHL-Job zu ergattern. Guy Boucher hatte es damals nicht. Bob Hartley machte es besser bzw. weniger offensichtlich (...oder das Timing ergab sich von selbst ideal...).

    Einen gesunden Ehrgeiz kann man niemanden zum Vorwurf machen. Aber es ist ein Unterschied, ob ein Spieler in die NHL will und dafür z.B. in der CH möglichst gute Leistungen zeigt, oder ob es der Trainer ist. Bei aller Selbstverantwortung und Leistungskultur hat es keinen positiven Einfluss auf das Team, wenn dieses merkt, dass der Trainer mit dem Kopf längst woanders ist.

    Womit die nötige Erläuterung des Entscheides nun auch erfolgt ist. Es ist so ähnlich, wie wenn der Schiedsrichter die Schraube plötzlich anzieht in einem Spiel, und es dann halt mal die ersten Strafen gibt für Dinge, die vorher durchgegangen sind. Da muss man aber beim Hockeyverband eine genaue Liste führen, wer wann mit welcher Begründung einem Aufgebot nicht Folge geleistet hat...

    Falls das wirklich stimmt, was der BLICK da schreibt, stellt sich schon langsam die Frage, ob die Verantwortlichen in Kloten eigentlich eine Sonderprämie bekommen, wenn sie den Klub noch mehr beschädigen, als sie es bisher schon getan haben. Aber es passt zu dem, was Bieber so erzählt hat.

    Das müsste von Fischer schon noch etwas genauer erläutert werden, was er damit meint. Vor allem, wenn er die Nichtnomination öffentlich so begründet. Ich halte zwar nicht eben viel von Fischer in Sachen Taktik, aber auf der Kommunikationsebene verkaufte er sich und die Nati bisher gut, diplomatisierte um Fettnäpfchen herum und fand auch den Draht zu den Spielern in der CH und Übersee. Deshalb kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass er solche Aussagen einfach so aus Gedankenlosigkeit oder aus irgend einer Emotion heraus macht. Allerdings dürfte der Fall kaum grösseres Aufsehen erregen, und entsprechende "Nachfragen" deshalb ausbleiben. Ausser Klaus Zaugg weiss nicht so recht, was er schreiben soll bis zum Beginn der WM.

    Uups... vorläufig gibt der ZSC noch was her https://www.watson.ch/sport/eismeist…c-lions-schadet

    ...einigen CH-Sportjournalisten bzw. deren „Eiszeiten-Theorie“ zufolge dürften die Spieler in den NHL-Play-off‘s eigentlich nur noch auf dem Eis herumkriechen vor Erschöpfung. So viel Eiszeit wie die in den 80 Qualispielen nun schon hatten..... aber halt, die Powerbreaks machen das natürlich wieder wett.