Beiträge von Iceman

    ...ein Vorteil ist auch, das in der CL den immer mal wieder zu euphorischen Selbsteinschätzungen, welche weniger in Fankreisen, sondern in den Medien vorherrschen, etwas die Luft rausgelassen wird.

    Du bist aber nicht gerade ein höflicher Gast hier... ,-)

    Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr daran gedacht...

    Aber diese Dresses fallen ja nicht sofort aus der Kollektion. Und man darf glaub' davon ausgehen, dass der "Z" das nächste Mal wieder dabei ist, womit man spätestens dann im Fanshop "zuschlagen" kann...

    Vor allem grelle Farben wie das orange unterlegte Logo fallen aus dem "Designrahmen" bzw. schmerzen Augen und Fan-Seele. Wahrscheinlich ist der Marketingdirektor des Werbekunden aber erfreut darüber, weil die Klagen ja unterstreichen, dass man "sein" Logo zur Kenntnis nimmt, egal ob mit oder ohne Ärger.

    Für den Ästheten bleiben ja noch die Champions-League Dresses...

    ...frage mich, wie lange Andri im sibirischen Ghetto ausharren muss, bis er für einen Megabatzen in die CH wechselt. Tippe auf Lausanne oder Zug, wenn es darum geht, wer am schnellsten aus der Hüfte schiesst bzw. zahlt.

    Der ZSC könnte zwar auch, wenn er wollte. Und da man sich über die Rückkehr von Spielmacher Nilsson wohl je länger je weniger Illusionen macht, wäre die Rückkehr des ehemaligen ZSC-Nachwuchsspielers nicht die grösste aller Überraschungen. Auch wenn Andrighetto kein Center ist, oder zumindest in den letzten Jahren am Flügel spielte.

    Für den Rest der Liga dürfte Andrighetto zu teuer sein. Überraschungen sind allerdings nicht ausgeschlossen. Vielleicht will ja eine Unternehmung aus dem Bieler-Umfeld mal einen Kracher landen, und wirft dafür Geld auf. Die Wahrscheinlichkeit für einen Geld- bzw. Transfersegen dieser Art dürfte aber in Biel und anderswo eher gering sein.

    Ein Problem beim direkten Auf-/Abstieg ist auch, dass die sportliche Qualität damit nicht zwingend befördert wird. Je nachdem ist der Absteiger an sich stärker als der Aufsteiger, bzw. würde sich in einer "Auf-/Abstiegsrunde" problemlos durchsetzen.

    Abgesehen vom rein sportlichen wird das fröhlichen "Liftspiel" die Bereitschaft von potentiellen Geldgebern / Sponsoren nicht gerade befördern, wenn es nach einer Saison schon wieder "abwärts" gehen kann, obwohl man das Menschenmögliche getan hat, an sich sportlich besser wäre als der neue Aufsteiger, aber infolge der CH-Transfergepflogenheiten halt keine Chance hatte, sich nach dem Aufstieg zu verstärken. Da hilft auch viel Geld nichts, da die relevanten Spieler schlichtweg nicht mehr auf dem Markt sind.

    Das heutige System mag einige Nachteile haben, der direkte Auf-/Abstieg hat meiner Meinung nach aber noch grössere Baustellen, und man müsste sehr vieles umstellen und neu regeln, um die grössten Probleme auch nur halbwegs zu lösen. Ob das in der CH bzw. im CH-Rechtssystem möglich wäre, wage ich zu bezweifeln. Und wie lange sog. "Gentleman-Agreements" halten würden, na ja. Nur weil der mit den Ausländern bislang funktioniert, würde ich da nicht auf unbestimmte Zeit die Hand ins Feuer legen für solche "Lösungen".

    Angesichts der erdrückenden Macht des vielbeklagten "Kommerzes" muss man sich vermutlich von der hehren Theorie der rein sportlichen Logik auch irgendwann verabschieden, d.h. es wird wohl in Richtung einer geschlossenen Liga gehen. Natürlich will dann dort jeder "dabei sein", womit wir wieder beim Problem von zu wenig guten Spielern sind - schon heute reicht es im Prinzip nicht für die 12 Klubs in der NLA, was durch die rasant steigenden Löhne offensichtlich ist. Der nächste Punkt in der Endlosschleife wäre dann die Aufweichung der Ausländerregel, um so 1ens an genügend Spieler mit der nötigen Qualität zu kommen und 2ens die Kosten durch Konkurrenz etwas zu dämpfen.... daran schliessen sich dann selbstverständlich die ebenso endlosen Diskussionen an von wegen Nachwuchsförderung und deren Untergang im Falle eines Falles usw. usw.

    Summa summarum ist es schon einigermassen klar, warum man sich im aktuellen Modus halt irgendwie durchwurstelt....

    ....jeder der beiden somit Nachfolger des anderen. Die Qualität des Goalitrainers ist aber für den Laien eher schwierig zu beurteilen. Letzte Saison kam es mir aber vor, dass der ewige Ersatz Caminada deutlich besser war als in anderen Saisons, auch wenn er neben Genoni nicht so viele Einsätze hatte. Ob das mit dem auf letzte Saison hin neu verpflichteten Goalitrainer zu tun hatte (...der, der jetzt eben geht...) ist aber eben nicht wirklich klar, das müsste man die Goalis fragen. Man wird sehen wie sich Schlegel / Caminada machen werden. Wenn ein Goalitrainer die nochmals weiter bringt ist‘s ja gut. Aber da beide bereits ein gute Niveau aufweisen, wird es kaum bahnbrechende Entwicklungen geben.

    ...die Defensive, hinter der Genoni steht, spielt auch noch eine Rolle. So super ist der EVZ dort nicht aufgestellt. Es ist ein Trugschluss zu glauben, Genoni könne alles ausbügeln. Seine Rekordwerte in Bern hatten viel mit der von Kari Schablonen geforderten Disziplin in der Defensive zu tun. Daneben ist Genoni natürlich ein Top-Goali, der den EVZ stärker machen wird. Aber eben, evtl. schätzt man da die Dinge nicht immer ganz richtig ein...

    ...ja gut, aber ausser den Langnauern basht der ja sowieso jeden, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ob Klubs, Orte oder Personen. Und nach Kari "Schablone" hat er mit Grönborg ja nun ein neues potentielles Opfer gefunden. Ausser natürlich die Mannschaft setzt ihr Potential ausnahmsweise mal ansatzweise um. Wobei Siege + Qualigewinne noch nichts nützen, wie man bei Jalonen gesehen hat. Abgesehen davon fühlen sich bekanntlich diejenigen Fangruppen diskriminiert, deren Klubs/Trainer/CEO's etc. vom Klaus nicht durch den Kakao gezogen werden.

    Die Hintergründe zu der Causa mit den Austragungsorten wären aber zweifellos interessant. Kann mir nicht vorstellen, dass die angemessene Berücksichtigung der potentiellen Spielorte nie ein Thema war bei den WM-Organisatoren. Allenfalls gibt's ja gute Gründe für den Entscheid. Oder dann auch nicht. Mal schauen, ob die Breitseite von Klaus da eine Debatte auslöst.

    ...wobei es schon nicht ganz nachvollziehbar ist, warum man da nicht eine Art „Ausgleich“ gesucht hat. Eben aus sportpolitischen Gründen, auch wenn es stets am effizientesten ist, wenn ein Turnier auf möglichst kleinem Raum ohne viel „Züglerei“ abgehalten werden kann. Aber Politik ist bekanntlich nicht primär effizient.

    Im ersten Drittel hatte man noch den Eindruck, dass die Russen nicht im Spiel ankommen. Danach drückten die Russen aber derart auf‘s Tempo, und liessen den Schweden keinen Raum mehr, dass die seither kaum mehr an die Scheibe kommen. Extrem, wie schnell die Russen kombinieren und wie präzise die schiessen - das ist nicht nur eine Ansammlung von Topstars, wie auch schon, sondern arbeiten auch hart in der Defensive. Bisher sehe ich nur die Kanadier halbwegs auf Augenhöhe.

    Tja, etwas zu viel fröhlicher Optimismus und „wir-sind-auf-Augenhöhe“ Hockey, mit teilweise fehlender Absicherung. Natürlich sieht man phasenweise gut aus, aber die Mängel im physischen Bereich bzw. bei der Durchschlagskraft kann man auch mit guter Technik nicht kompensieren. Dazu kommen dann noch naives taktisches Verhalten und eine gewisse Fahrlässigkeit. Wahrscheinlich will man damit mutiges Spiel und Selbstvertrauen signalisieren - mehr Geduld und bessere Absicherung wären eher ratsam. Deswegen muss man noch lange nicht zögerlich agieren.

    Dort, wo die CH-Nati ihre Stärken im technisch-läuferischen Bereich hat, sind die Russen nochmals eine Klasse besser. Und dort, wo die CH-Nati ihre Schwächen hat punkto Physis und Durchschlagskraft, sind es mindestens 2 Klassen. Gegen Russland werden sich auch höher dekorierte Gegner nicht zu schade sein dürfen, Zweckhockey zu spielen und die Russen mit Checks zu nerven. Im Gegensatz zu anderen Turnieren sind sich die Russen nämlich auch nicht zu schade, unter Druck die Scheibe humorlos aus dem eigenen Drittel zu spielen - früher hätte ihnen so etwas, vor allem gegen einen "Nobody", der Stolz nicht zugelassen.

    Der frühere Vorteil, dass einem die Gegner nicht ganz für voll nehmen und man deshalb Punkte ergattern kann, hat die CH durch den Steigerungslauf in den letzten 10 Jahren quasi "verspielt".

    Noch ein Wort zur Kritik an Trainer Fischer: Die war zumindest in der Vergangenheit absolut berechtigt, da Fischer's "Vorwärts-Hockey" nur unter bestimmten Rahmenbedingungen funktioniert. Dass man anders spielen muss, wenn keine oder kaum NHL-Cracks im Team sind, scheint Fischer nicht immer zu realisieren. Ein ausländischer Trainer wäre mit den gleichen Fehlleistungen, wie sie Fischer zu Beginn seiner Nati-Trainer-Karriere geboten hatte, kurzum entlassen worden. Swissness-Strategie sei Dank ergriff der Verband stattdessen aber "Fördermassnahmen", indem man dem taktisch unbedarften Fischer den Defensivspezialisten Albelin zur Seite stellte, um wenigstens die taktischen Basics sicherzustellen. Kein Wunder, bedeutete damals beim HC Lugano die Ablösung von Fischer durch "Steinzeit-Coach" Shedden bereits ein Riesenfortschritt und der Abschied vom Tabellenende. Gleichzeitig sollen die Qualitäten von Fischer aber auch nicht unerwähnt bleiben, nämlich der gute Draht zu den Spielern in Übersee, und das geschickte Lavieren zwischen egoistischen Klubinteressen und denjenigen der Nationalmannschaft - evtl. sind diese Qualitäten sogar entscheidender für einen CH-Nati-Coach. Denn taktischen Support kann man dazu kaufen, diplomatisches Geschick weniger.

    Schade staffelt man nach einem Treffer nicht etwas zurück, wenn die Schweden drücken um gleich wieder in Führung zu gehen. Man kann ja nach ein paar Minuten wieder nach vorne stürmen, wenn der Hochdruck der Schweden etwas abflaut. Soviel taktische Flexibilität sollte man haben, um nicht gleich 2x nacheinander innert kürzester Zeit wieder in Rückstand zu geraten.

    Das war doch schon vor Monaten zu lesen, ebenso wie die Tatsache, dass Praplan es noch mindestens eine Saison in Übersee versuchen will. Sollte er gar einen Klub dort drüben finden, bekommt man ihn in Bern gar nie zu sehen. Der „Newswert“ und die Relevanz für die kommende Spielzeit halten sich somit in engen Grenzen...

    Das hätte auch anders ausgehen können - 2x konnte aber auf der Linie für den bereits geschlagenen Genoni gerettet werden. Kann mich aber nicht erinnern, die Letten jemals so stark gesehen zu haben. Von der Physis her lagen die Vorteile bei ihnen. Die CH-Nati muss verstärkt darauf aus sein, früher zu stören, um solche Gegner nicht mit Tempo ins eigene Drittel fahren zu lassen. Gerade gegen diejenigen, welche neben der Physis auch noch technisch viele Qualitäten mitbringen, wird es sonst schwierig. Schön hat man den Sieg trotzdem eingefahren, und die vorhandenen technischen Qualitäten ausspielen können. Im Gegensatz zum Spiel gegen Italien war das gestern eher ein Gradmesser, auch wenn keine neuen Erkenntnisse resultierten. Die Special-Teams muss man noch üben lassen. Und die "übermotivierten" Strafen in der Offensivzone abstellen.

    Natürlich kein Massstab, aber man hat in solchen Partien ja auch schon Müll gespielt. Heute ist die Konzentration und der Wille jedoch vorhanden. Für die Neulinge ein guter Einstieg, welcher viele Scheibenkontakte und Selbstvertrauen bringt. So billig wird man kaum nochmals zu Toren kommen wie gegen den inferioren Aufsteiger.

    Fischer lernt immerhin dazu, dass anerkenne ich, auch wenn ich Mühe habe (oder allenfalls hatte) mit seinem Ansatz, die CH-Nati besser zu reden, als sie es - je nach Anzahl NHL-Cracks - tatsächlich ist. Und mit dem Problem, dass er taktisch zu wenig Rücksicht nimmt auf diese Konstellation. Im letzten Mai konnte man mit den "Brechern" Niederreiter und Meier tatsächlich fröhlich vorwärtsstürmen, da hatte man insgesamt den Kader dazu. In Korea ging es dagegen in die Hosen, wobei ich das nicht nur an Fischer festmache. Aber wenn's nicht läuft, muss man halt "back to the roots" und etwas Krüger-Hockey spielen, auch wenn es einem der Grind schier nicht zugibt.

    Für die aktuelle WM könnte das alte Problem der mangelnden Physis und Durchschlagskraft wieder mal aktuell werden. Natürlich zeigt ein Hischier, dass mit Talent, Tempo und Spielintelligenz auch einiges zu erreichen ist. Aber in der NHL sind die Mitspieler auch andere Kaliber. Aber letztlich muss man mit den Steinen bauen, die man hat. An der Selektion ist Fischers Vorliebe für Technik, Kunst und Tempo zu sehen - Kampf + Chrampf haben da kaum Platz.

    In Sachen Ausbildung und Nachwuchs hatten Wallson & Co. ja ebenfalls gute Referenzen. Vom Werdegang her scheint Grönborg aber mehr "Bodenhaftung" zu haben und weiss hoffentlich, dass die schwedische Mentalität mit Eigenverantwortung und so nicht überall gleich gut funktioniert. Und dass einer in die NHL will, ist kein Nachteil, solange er diesen Plan nicht allzu offensiv bzw. sicht- und hörbar verfolgt.

    Boucher war das Beispiel, wie man es nicht machen sollte punkto „nach Nordamerika schielen“. Auch wenn jeder weiss, dass das Ziel dieser Trainer die NHL ist, kann man die entsprechenden Avancen möglichst diskret machen, oder - wie eben Boucher - die in Übersee offensiv in allen Medien in einer für den aktuellen Klub despektierlichen Weise herumpralagen.

    Für mich zählt die Erfahrung, die z.B. ein Hollenstein auf internationalem Niveau hat, auch etwas. Bin sicher, der hätte sich noch erheblich gesteigert oder wäre, um die Worte von Fischer zu verwenden, noch "heisser gelaufen". Aber jeder Nati-Trainer hat halt seine eigene Philosophie, nach welchen Kriterien er aufbietet. Wenn es nach Testspielen geht, so haben sich andere gegen Frankreich und Lettland in der Tat mehr in den Vordergrund gespielt. Ob das für den Ernstfall relevant ist, wird man sehen. Und beim einen oder anderen Teilnehmer könnte man mindestens ebenso kritisch Hinschauen wie bei Hollenstein.