Beiträge von Iceman

    Ja, war eine "schöne" Feier. Am Ende ging es nur, weil sich die ehemals kritisierten Leistungsträger steigerten. Zum Zeitpunkt meiner Kritik war diese aber gerechtfertigt. Der Scheitelpunkt war die "alles-oder-nichts" Partie gegen Biel, wo man vor dem Ausscheiden stand. Danach kamen Verletzte zurück, auch wenn diese zusammengeflickter spielten, als man von aussen sehen konnte. Das sah gestern teilweise komisch aus, als die Handschuhe und Trikots nicht mehr getragen wurden, bzw. tat schon vom hinsehen weh.

    Nun, man hat die Gelegenheit nochmals genutzt. Man muss kein Prophet sein um festzustellen, dass es inskünftig allgemein schwieriger werden wird, und eine so erfolgreiche (fast) Dekade für Bern wird es so schnell nicht mehr geben. Das ist aber nichts neues; man kann ja nicht ständig die Ausgeglichenheit der Liga feststellen, und gleichzeitig erwarten, dass trotzdem die gleichen gewinnen. Der HCD dürfte sich vorläufig von ganz vorne verabschiedet haben, bei Lugano weiss man nicht so recht, dafür stehen Zug, Lausanne und Biel bereit. Was nicht auf wundersame Weise zustande gekommen ist, denn neben guter Arbeit hat man dort auch entsprechende Geldquellen anzapfen können.

    Nächste Saison wird es am ZSC liegen, den 2en Zuger Titel noch etwas hinauszuschieben...

    Es hat zwar keinen Sinn, aber trotzdem:

    Genoni wurde nicht "gefühlte 30 Sekunden vorher behindert", sondern Everberg stand so im Torraum, dass sich Genoni nicht in die Ecke verschieben konnte, wo der Schuss von der blauen Linie drohte, bzw. auf dem Weg dorthin zwangsläufig mit ihm kollidieren musste. Natürlich hat Genoni diese Kollision in Kauf genommen. Hätte er nichts gemacht, so hätte es in der Tat keine Rolle gespielt, ob ihm einer im Weg gestanden wäre oder nicht. Und dann hätte auch niemand von Behinderung reden können. PS: Es bleibt trotzdem ein umstrittener Entscheid, auch wenn man den Sachverhalt nicht verdreht. Es hat in diesem Zusammenhang aber schon in die eine oder andere Richtung wesentlich strittigere Szenen gegeben (...und damit meine ich nicht diejenige von 2012...).

    Ein andermal zählt es wieder. Allerdings war es nicht ganz so, wie es da und dort abgekürzt geschrieben wird. Gerber hat Everberg in den Torraum geschubst, aber nicht in Genoni. Danach blieb Everberg dort stehen, drehte sich noch etwas, und gleichzeitig hätte sich Genoni nach Links verschieben müssen, weil von dort die Scheibe kam. Da Everberg im Weg stand, kam es zum Zusammenstoss zwischen ihm und Genoni. Das Ganze passierte zwar zügig, aber doch nicht gerade so, dass Everberg nicht zumindest hätte Anstalten machen können, sich aus dem Torraum zu begeben. Die Alternative wäre gewesen, dass Genoni einfach stehen geblieben wäre, weil ihm Everberg im Weg stand. Oder dass er versucht hätte, um Everberg herum zu manöverieren auf dem Weg in die Ecke. Das Ganze unter der Prämisse, dass ein Zuger an der blauen Linie zum Schuss ansetzt. Ist aus meiner Sicht nicht realistisch.

    Man könnte auch noch die Strafe thematisieren, die überhaupt zur umstrittenen Szene geführt hatte. Die war bedeutend fragwürdiger als manch anderer Entscheid. Egal, am Samstag geht es weiter. Und wenn Zug weiter so stark spielt, dann ist die Serie noch keineswegs entschieden.

    Ich glaube, das ist noch sehr weit weg. Natürlich langt das „alte“ nicht mehr wirklich. Aber schon bei der letzten Renovation / Umbau war die einzige Frage, wieviel Miete der SCB zahlen kann. Und dieser Betrag dividiert durch Renditeerwartung plus Risikofaktor multipliziert mit 100 ergab dann das Budget für den Umbau (unterirdische Trainingshalle inklusive). Klar wäre eine komplett neue, WM taugliche etc. etc. Halle der Idealfall gewesen. Aber es fehlte das Geld. Von der Stadt ist nichts zu erwarten, das war so und wird so bleiben. Denn es besteht die grosse Gefahr, dass am Ende irgendwo noch Geld verdient werden könnte. Das käme zwar auch der Stadt zugute, aber für die linken Ideologen ist das alles Teufelszeug. Es müssten somit irgendwelche „Investoren“ eine gröbere Summe sprechen. Vermutlich heisst es Ade Stehrampe, es wird dann irgendeine glattgebügelte, schallgedämpfte, mit Massagesesseln und Arschheizung inkl. Getränkehalter ausgerüstete Halle geben.

    Gibt schon die "Kari raus" Dampfplauderer - aber das sind diejenigen, welche jeden Trainer eher früher als später wegmobben wollen. Der Kari macht es aber nicht schlecht, auch wenn man natürlich immer etwas kritisieren kann. Die epische Diskussion, welcher Trainer seine 4e Linie mehr laufen lässt, ist in den Medien beliebt. Wegen Verletzungen ergab sich in Bern die Linie Kämpf (kam von Langenthal), Brügger (NLB-Leihspieler von Visp, ex EHC Basel, ex Gottéron) + Alain Berger (...nein, der Fernseher läuft nicht in slow-motion, das ist in Echtzeit). Ich hätte gerne gesehen, wie viel Eiszeit die genannten 3 Spieler bei einem anderen Trainer gehabt hätten. Egal, die fundamentalen strategischen Langzeitanalysen ändern sich bekanntlich alle paar Tage in Abhängigkeit vom letzten Resultat.

    Als Favorit und Quali-Spitzenklub ist der Druck von wegen einer „Blamage“ im 1/4-Final am grössten, im HF noch immer relativ gross, und erst im Final wird man bei einer verlorenen Serie nicht mehr gevierteilt, sondern nur mittendurch gesägt. Ob dieses „Muster“ bei Tampa zutrifft, oder andere Faktoren ausschlaggebend waren, muss der „embedded“ Reporter Larry oder die anderen NHL-Gurus hier analysieren.

    Offenbar hat Roe alles richtig gemacht, sicherheitshalber hat man Mursak ja auch gleich rausgestellt. Man muss nur lange genug warten mit dem Pfiff, bis der andere glaubt, eines auf‘s Maul sei erlaubt.

    Nach den knappen 1:0 Spielen, wo komischerweise jeweils der verlor, der mehr Torchancen hatte, lief das gestrige Spiel gleich am Anfang gegen die Bieler. Etwas übermotivierte, unglückliche Interventionen mit Stock bzw. mit einem "Tackling" führten zu frühen Strafen und einem Torerfolg für Bern, dann der Puckverlust von Earl an der blauen Linie mit anschliessendem Hiller-Crash, dem damit verbundenen Gegentreffer und dem vorübergehendem Ausfall von Hiller. Der Ersatzgoali musste in seinen 14 Einsatzminuten zwar "nur" 1 Treffer einstecken während einer weiteren Bieler Strafe, trotzdem hiess es 3:1 nach dem ersten Drittel. Zwar noch nicht die endgültige Vorentscheidung, trotzdem fand der EHCB nicht mehr so richtig in die Spur zurück. Zusammenfassung: "Fehlstart mit Folgen" oder "Dumm gelaufen".

    Wie der SCB seinen Fehlstart in die Play-off's verkraften wird, bleibt abzuwarten. Zwar haben diverse, lange unsichtbar gebliebene Leistungsträger Aufwärtstendenz, der Ausfall eines Haas oder eines Andersson steckt man aber nicht so einfach weg, die Mehrbelastung gegenüber dem ausgeruhten EVZ vermutlich auch nicht.


    Hat ja noch Vertrag bis 2020.

    Ist die Frage, ob er diesen erfüllen darf oder will. Ich persönlich schätze Jalonen, aber der Pöbel sieht's anders. Kommt dann aber auf die Geschäftsführung an. Könnte mir vorstellen, dass Kari von sich aus geht. Je früher man ausscheidet, desto wahrscheinlicher ist dieses Szenario.

    Der Kari habe scheints Angebote aus der KHL und / oder des russischen Verbandes. Sollte letzteres tatsächlich stimmen, so tippe ich darauf, dass er dorthin geht. Quasi ein Teilzeitpensum auf die alten Tage hin. Von mir aus ein sehr guter Trainer, der - anders als es Dummschwätzer herumposaunen - den Spielern weder die Offensive verbietet, noch gute Schüsse oder einen geraden Pass auf 3 Meter. Aber wie der Heinz Ehlers muss er die Taktik den Spielern und deren Formstand anpassen. Er hat den Kern des Teams hinter sich, seine Linie wird akzeptiert und es herrscht seit seinem Amtsantritt Ruhe im Klub. Das passt natürlich nicht allen, vor allem Chronisten und Journalisten tun sich schwer damit, dass nicht soviel "läuft". Dass man nicht jahrzehntelang Zuschauerrekorde aufstellt, und nicht nur viel Geld von mySports scheffeln kann, sondern auch damit rechnen muss, dass die Zuschauer Spiele am TV verfolgen, ist natürlich auch der Fehler des Finnen. Aber wie heisst es doch so treffend: "Problem erkannt, Problem gebannt". Der Schattenläng muss nun einfach einen Trainer finden, der während der Quali ein unterhaltsames Feuerwerk von Hockey spielen lässt, so dass sich die Zuschauer auch an einem Dienstagsspiel gegen Rappi die Tickets aus den Händen reissen, und jedes 3e Jahr ist mindestens ein Titel gefragt. Daneben noch etwa 3 Nachwuchsspieler pro Jahr einbauen, welche kompensieren, dass an anderen Orten mit der noch grösseren Kelle angerichtet wird. Das wär's im groben. Immerhin hat er sich bisher 3 Saisons in Bern gehalten, das ist schon länger keinem Trainer mehr gelungen.

    Wenn es um Finanzierung, Stadien, Leistungszentren etc. geht, müsste man zuerst einmal die Datengrundlagen bereinigen, um überhaupt vergleichen zu können. Wer genau was zahlt, Kosten ganz oder teilweise erlässt etc. etc. ist im CH-Hockey unklar. Oder anders gesagt: Es gibt verschiedene Methoden, einen Sportverein zu alimentieren. Ansatzweise kann man ein paar Plausibilitätsüberlegungen anstellen, etwa anhand der Zuschauerzahlen, und von dort aus gewisse Dinge abschätzen. Klar ist, dass - zum Beispiel - rein von der Lage her die Tigers an der Ilfis wohl weniger lösen werden aus Sponsoring und Werbung als die zuschauermässig vergleichbaren Zuger. Im Restaurationsgeschäft sind die Langnauer aber gut unterwegs. Die Frage wäre beispielsweise, ob die beiden Unterschiede bereits ausreichen, um die Differenz in Sachen Budget / Löhne / Qualität der Spieler zu begründen. Im Fall der Langnauer kann man auch ein näherliegendes Beispiel nehmen, etwa den EHC Biel, der ebenfalls über ein neues Stadion, entsprechende Gastronomie und vergleichbare Zuschauerzahlen verfügt. Aber eben, dass sind alles relativ vage, grobschlächtige Überlegungen, welche höchstens zeigen, dass man bei Beurteilungen von Klubs, Organisationen bzw. bei der Wertung von Aussagen eine gewisse Skepsis walten lassen muss.

    Der EVZ wird nicht scheitern, dafür stimmt beim SCB zu vieles nicht in diesen PO's, welche bisher optimal für Zug gelaufen sind. In den 1/4-Finals gegen das wohl schwächste Lugano der letzten Jahre und einen Merzlinkis, der fehlerhaft + geistig schon woanders war. Statt ein zusätzlicher Schub, wie man dies wegen den starken PO-Auftritte Luganos in den letzten paar Jahren erwarten konnte, kam da gar nichts. Umgekehrt spielte Servette und insbesondere Robert Mayer gegen den SCB in absoluter Topform. In den Halbfinals der EVZ gegen ein Lausanne, welches praktisch nur mit einer gefährlichen Linie spielte, welche aber durch den Ausfall des Schlüsselspielers Jeffrey geschwächt war. Und auf der anderen Seite der SCB, welchem so langsam der Sprit ausgeht, gegen ein spielstarkes Biel mit einem hervorragenden Hiller im Tor.

    Beim SCB hätten diverse Spieler früher ihre Leistung abrufen müssen, bevor man über so viele Spiele und Verlängerungen musste. Mit Haas fehlt kein Nobody, auch wenn der gegen die physisch starken Genfer uralt ausgesehen hatte. Gegen Biel würde man aber seinen Speed und seine Technik benötigen. Alles Ausreden, ich weiss, aber es ist eben am Ende des Tages so, dass in den Play-off's sehr vieles passen muss. Das tut es beim SCB diesmal nicht.

    War wohl die Ausgleichende Gerechtigkeit für die 3 Pfostenschüsse vom Dienstag. Mehr Argumente für den SCB-Sieg findet man aber nur mit viel Phantasie. Hinten und in Unterzahl zwar diszipliniert, in der Vorwärtsbewegung hingegen unterirdisch. Wirkliche Torchancen konnte man an weniger als einer Hand abzählen.

    Irgendwo fehlt's dann doch immer. Im Powerplay besser als auch schon, aber immer noch viel zu statisch. Drei Metalltreffer ergeben nach wie vor kein Tor, und ein dummer Fehler ist dann halt spielentscheidend. Ebbett und Mursak nun in Form gekommen, dafür schleppt sich Arcobello kränkelnd über's Eis. Dazu Hiller in Hochform. Bleibt die Chance am Samstag. Wenigstens ist der Schuldige vom Pöbel bereits identifiziert: Er steht - was für eine Überraschung - an der Bande.

    Das mit den Schweden war schon eine Strategie, und nicht einfach weitere grosse Name wie Hartley oder Crawford. Angesichts der hochgelobten schwedischen Nachwuchsarbeit und der damit verbundenen Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs und Fanionteam war das Engagement von Koryphäen, welche in dieser Disziplin über einen Leistungsausweis verfügen, sogar eine wohlüberlegte Strategie. Am Ende scheiterte es an der "Inkompatibilität" zwischen der Philosophie der Koryphäen und einer hochdekorierten CH-Mannschaft. Dass man den Schweden zusätzlich Zeit gab, war zwar lobenswert angesichts des ansonsten herrschenden Brauchtumes. Vermutlich unterschätzte man aber von Anfang die Konsequenzen der "neuen" Hockey-Philosophie, welche man hierzulande stets nur anhand ihres Endproduktes lobpreist. Die Umsetzung hätte wohl eine entsprechenden Veränderung in der Mannschaft erfordert, welche weder kurzfristig zu haben gewesen wäre noch eine Erfolgsgarantie beinhaltet hätte. Dafür fehlte aber nach dem Abgang von Salis der Support in der Führung.

    Schreibt nach wie vor Kommentare unter seinem Namen Bruno Wüthrich auf watson, vor allem nach SCL Berichten von Zaugg.

    Hat auch eine eigene Website über die Langnauer (Fantiger), wo er Spielberichte, verlinkte Artikel zu den Tigers, und - natürlich - seine Kommentare präsentiert. Macht das gar nicht schlecht. Aber eben, seine berüchtigten "Predigten" sind unvergessen, die er früher unter dem Künstlernamen "SCL-Bruno" in diversen Fanforen hinterliess. Da scheint er mittlerweile drüber weg zu sein, und versucht sich nun eher als kleiner Zaugg, zumindest was die Formulierung von rhetorischen Fragen anbelangt.

    Also die medizinischen Erkenntnisse und die unbegrenzten Mittel des EVZ-Präsidenten in Ehren, aber der vom - abgesehen von den Basiseinheiten - auf den jeweiligen Spieler abgestimmten Training ist doch schon länger der Standard. Es hat vor ca. 4 Jahren SCB-intern mal einen Info-Artikel gegeben darüber, wie aufgrund von individuellen medizinischen Daten der Spieler sowie deren "medizinischen Vergangenheit" und sonstigen Stärken / Schwächen die Trainingspläne aussehen. Wer bei den Adduktoren eine Schwäche hat, trainiert anders als einer, der anfällig ist auf Bauchmuskelzerrungen oder das Zipperlein im Rücken hat. Die schweren "Gschtabis" trainieren Antritt / Explosivität stärker als die Hobbits, wer mit Gewicht / Körperfett zu kämpfen hat bekommt einen Ernährungsplan verpasst etc.

    Trotzdem setzt der EVZ mit seinem Zentrum natürlich Massstäbe, und diese "Excellence" kann durchaus den Unterschied machen - wenn auf allen anderen Gebieten Gleichstand herrscht. Wenn ich aber so sehe, an was es in der geschützten Werkstatt der "National League" im allgemeinen fehlt, so würde ich als Fan-Milliardär vor dem medizinischen Hochleistungslabor noch eher einen Lehrstuhl für Sportpsychologie und Mentaltraining einrichten.

    Das hat nicht viel mit Understatement zu tun, aber wenn man sich auch noch in den PO‘s bei den meisten Spielen an den Kopf langen muss und kaum eine Handvoll Spieler auch nur Normalform erreicht, ist die Schlussfolgerung daraus nun mal nicht die, dass sich die Formkurve offensichtlich dem Höhepunkt nähert. Ob der Sieg am Samstag eine nachhaltige Besserung eingeläutet hat, wird man sehen.

    Habe meinen Senf ja schon das eine oder andere Mal zum Besten gegeben - geändert hat sich daran (leider) nicht viel. Wer bestenfalls 2 und manchmal gar 3 Tore schiesst, ist nicht unbedingt auf der sicheren Seite im Hockey.

    Anders als in anderen Jahren hat man nicht mehr 4 gute Ausländer, sondern mit Arcobello noch einen. Ebbett ist ein Schatten seiner selbst, Mursak nie in Bern angekommen, Almquist in der Quali ein solider Back, nun aber immer fehlerhafter, und Boychuck ein Notnagel, der - abgesehen von den ersten 3 Spielen - keinen Einfluss auf's Spiel hat. Bei den CH-Spielern reissen (wenig überraschend) Lückenfüller-Transfers wie Bieber oder Sciaroni im allgemeinen nicht viel, Rüfenacht hat und hatte eine schwierige Saison bzw. erreicht auch keine Formhöhepunkte. Haas ist verletzt und war vorher unsichtbar. Kämpf als Wühler aus der NLB kommend ist mit Hirnerschütterung aus der Quali seit Wochen out.

    Am Ende verbleiben als tragende Elemente in der Offensive Captain Moser mit Arcobello, der starke Heim mit Grassi, und - mit Abstrichen - noch Scherwey, der sich angeschlagen durch die Spiele seucht.

    Die bisher positivste Nachricht der Play-off's ist, dass Untersander den Einstieg wieder gefunden hat nach monatelanger Absenz, und noch keinen Rückfall hatte. Die fehlende Matchpraxis ist aber nicht zu übersehen, womit wir bei den Verteidigern wäre. Marathon-Blum muss viel Eiszeit fressen, einerseits weil Untersander noch nicht soviel verträgt, aber auch weil der in der Quali noch starke Andersson neben den Schuhen steht und vor sich hinschnitzert wie ein nervöser Junior. Dummerweise wären Blum / Untersander und Andersson auch etwa die Spieler, welche der schwachen Offensive Inputs verleihen könnten. Aber dafür reicht es aus den genannten Gründen nicht. Der junge Burren und Oldie Gerber solide, Krüger immer langsamer.

    Summa summarum reicht's halt einfach nicht, wobei die Offensive die grosse Baustelle ist, und die (defensive) Defensive einigermassen funktioniert.

    Am Trainer liegt es von mir aus nicht, sondern dank Disziplin und "System" plus Genoni kam man trotz der genannten Schwächen überhaupt soweit. Das sehen natürlich nicht alle so. Zum Zuschauen ist's bitter, aber nach ein paar erfolgreichen Jahren gibt's eben auch andere. Klubs wie Zug, Lausanne oder Biel haben gut gearbeitet (...auch entsprechend Geld investiert...) und zeigen starke Leistungen. Beim SCB kommen diesmal zuviele Unzulänglichkeiten zusammen. An eine wundersame Wende bzw. einen "Knopflöser-Effekt" glaube ich deshalb nicht.