Beiträge von Iceman


    Hat ja noch Vertrag bis 2020.

    Ist die Frage, ob er diesen erfüllen darf oder will. Ich persönlich schätze Jalonen, aber der Pöbel sieht's anders. Kommt dann aber auf die Geschäftsführung an. Könnte mir vorstellen, dass Kari von sich aus geht. Je früher man ausscheidet, desto wahrscheinlicher ist dieses Szenario.

    Der Kari habe scheints Angebote aus der KHL und / oder des russischen Verbandes. Sollte letzteres tatsächlich stimmen, so tippe ich darauf, dass er dorthin geht. Quasi ein Teilzeitpensum auf die alten Tage hin. Von mir aus ein sehr guter Trainer, der - anders als es Dummschwätzer herumposaunen - den Spielern weder die Offensive verbietet, noch gute Schüsse oder einen geraden Pass auf 3 Meter. Aber wie der Heinz Ehlers muss er die Taktik den Spielern und deren Formstand anpassen. Er hat den Kern des Teams hinter sich, seine Linie wird akzeptiert und es herrscht seit seinem Amtsantritt Ruhe im Klub. Das passt natürlich nicht allen, vor allem Chronisten und Journalisten tun sich schwer damit, dass nicht soviel "läuft". Dass man nicht jahrzehntelang Zuschauerrekorde aufstellt, und nicht nur viel Geld von mySports scheffeln kann, sondern auch damit rechnen muss, dass die Zuschauer Spiele am TV verfolgen, ist natürlich auch der Fehler des Finnen. Aber wie heisst es doch so treffend: "Problem erkannt, Problem gebannt". Der Schattenläng muss nun einfach einen Trainer finden, der während der Quali ein unterhaltsames Feuerwerk von Hockey spielen lässt, so dass sich die Zuschauer auch an einem Dienstagsspiel gegen Rappi die Tickets aus den Händen reissen, und jedes 3e Jahr ist mindestens ein Titel gefragt. Daneben noch etwa 3 Nachwuchsspieler pro Jahr einbauen, welche kompensieren, dass an anderen Orten mit der noch grösseren Kelle angerichtet wird. Das wär's im groben. Immerhin hat er sich bisher 3 Saisons in Bern gehalten, das ist schon länger keinem Trainer mehr gelungen.

    Wenn es um Finanzierung, Stadien, Leistungszentren etc. geht, müsste man zuerst einmal die Datengrundlagen bereinigen, um überhaupt vergleichen zu können. Wer genau was zahlt, Kosten ganz oder teilweise erlässt etc. etc. ist im CH-Hockey unklar. Oder anders gesagt: Es gibt verschiedene Methoden, einen Sportverein zu alimentieren. Ansatzweise kann man ein paar Plausibilitätsüberlegungen anstellen, etwa anhand der Zuschauerzahlen, und von dort aus gewisse Dinge abschätzen. Klar ist, dass - zum Beispiel - rein von der Lage her die Tigers an der Ilfis wohl weniger lösen werden aus Sponsoring und Werbung als die zuschauermässig vergleichbaren Zuger. Im Restaurationsgeschäft sind die Langnauer aber gut unterwegs. Die Frage wäre beispielsweise, ob die beiden Unterschiede bereits ausreichen, um die Differenz in Sachen Budget / Löhne / Qualität der Spieler zu begründen. Im Fall der Langnauer kann man auch ein näherliegendes Beispiel nehmen, etwa den EHC Biel, der ebenfalls über ein neues Stadion, entsprechende Gastronomie und vergleichbare Zuschauerzahlen verfügt. Aber eben, dass sind alles relativ vage, grobschlächtige Überlegungen, welche höchstens zeigen, dass man bei Beurteilungen von Klubs, Organisationen bzw. bei der Wertung von Aussagen eine gewisse Skepsis walten lassen muss.

    Der EVZ wird nicht scheitern, dafür stimmt beim SCB zu vieles nicht in diesen PO's, welche bisher optimal für Zug gelaufen sind. In den 1/4-Finals gegen das wohl schwächste Lugano der letzten Jahre und einen Merzlinkis, der fehlerhaft + geistig schon woanders war. Statt ein zusätzlicher Schub, wie man dies wegen den starken PO-Auftritte Luganos in den letzten paar Jahren erwarten konnte, kam da gar nichts. Umgekehrt spielte Servette und insbesondere Robert Mayer gegen den SCB in absoluter Topform. In den Halbfinals der EVZ gegen ein Lausanne, welches praktisch nur mit einer gefährlichen Linie spielte, welche aber durch den Ausfall des Schlüsselspielers Jeffrey geschwächt war. Und auf der anderen Seite der SCB, welchem so langsam der Sprit ausgeht, gegen ein spielstarkes Biel mit einem hervorragenden Hiller im Tor.

    Beim SCB hätten diverse Spieler früher ihre Leistung abrufen müssen, bevor man über so viele Spiele und Verlängerungen musste. Mit Haas fehlt kein Nobody, auch wenn der gegen die physisch starken Genfer uralt ausgesehen hatte. Gegen Biel würde man aber seinen Speed und seine Technik benötigen. Alles Ausreden, ich weiss, aber es ist eben am Ende des Tages so, dass in den Play-off's sehr vieles passen muss. Das tut es beim SCB diesmal nicht.

    War wohl die Ausgleichende Gerechtigkeit für die 3 Pfostenschüsse vom Dienstag. Mehr Argumente für den SCB-Sieg findet man aber nur mit viel Phantasie. Hinten und in Unterzahl zwar diszipliniert, in der Vorwärtsbewegung hingegen unterirdisch. Wirkliche Torchancen konnte man an weniger als einer Hand abzählen.

    Irgendwo fehlt's dann doch immer. Im Powerplay besser als auch schon, aber immer noch viel zu statisch. Drei Metalltreffer ergeben nach wie vor kein Tor, und ein dummer Fehler ist dann halt spielentscheidend. Ebbett und Mursak nun in Form gekommen, dafür schleppt sich Arcobello kränkelnd über's Eis. Dazu Hiller in Hochform. Bleibt die Chance am Samstag. Wenigstens ist der Schuldige vom Pöbel bereits identifiziert: Er steht - was für eine Überraschung - an der Bande.

    Das mit den Schweden war schon eine Strategie, und nicht einfach weitere grosse Name wie Hartley oder Crawford. Angesichts der hochgelobten schwedischen Nachwuchsarbeit und der damit verbundenen Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs und Fanionteam war das Engagement von Koryphäen, welche in dieser Disziplin über einen Leistungsausweis verfügen, sogar eine wohlüberlegte Strategie. Am Ende scheiterte es an der "Inkompatibilität" zwischen der Philosophie der Koryphäen und einer hochdekorierten CH-Mannschaft. Dass man den Schweden zusätzlich Zeit gab, war zwar lobenswert angesichts des ansonsten herrschenden Brauchtumes. Vermutlich unterschätzte man aber von Anfang die Konsequenzen der "neuen" Hockey-Philosophie, welche man hierzulande stets nur anhand ihres Endproduktes lobpreist. Die Umsetzung hätte wohl eine entsprechenden Veränderung in der Mannschaft erfordert, welche weder kurzfristig zu haben gewesen wäre noch eine Erfolgsgarantie beinhaltet hätte. Dafür fehlte aber nach dem Abgang von Salis der Support in der Führung.

    Schreibt nach wie vor Kommentare unter seinem Namen Bruno Wüthrich auf watson, vor allem nach SCL Berichten von Zaugg.

    Hat auch eine eigene Website über die Langnauer (Fantiger), wo er Spielberichte, verlinkte Artikel zu den Tigers, und - natürlich - seine Kommentare präsentiert. Macht das gar nicht schlecht. Aber eben, seine berüchtigten "Predigten" sind unvergessen, die er früher unter dem Künstlernamen "SCL-Bruno" in diversen Fanforen hinterliess. Da scheint er mittlerweile drüber weg zu sein, und versucht sich nun eher als kleiner Zaugg, zumindest was die Formulierung von rhetorischen Fragen anbelangt.

    Also die medizinischen Erkenntnisse und die unbegrenzten Mittel des EVZ-Präsidenten in Ehren, aber der vom - abgesehen von den Basiseinheiten - auf den jeweiligen Spieler abgestimmten Training ist doch schon länger der Standard. Es hat vor ca. 4 Jahren SCB-intern mal einen Info-Artikel gegeben darüber, wie aufgrund von individuellen medizinischen Daten der Spieler sowie deren "medizinischen Vergangenheit" und sonstigen Stärken / Schwächen die Trainingspläne aussehen. Wer bei den Adduktoren eine Schwäche hat, trainiert anders als einer, der anfällig ist auf Bauchmuskelzerrungen oder das Zipperlein im Rücken hat. Die schweren "Gschtabis" trainieren Antritt / Explosivität stärker als die Hobbits, wer mit Gewicht / Körperfett zu kämpfen hat bekommt einen Ernährungsplan verpasst etc.

    Trotzdem setzt der EVZ mit seinem Zentrum natürlich Massstäbe, und diese "Excellence" kann durchaus den Unterschied machen - wenn auf allen anderen Gebieten Gleichstand herrscht. Wenn ich aber so sehe, an was es in der geschützten Werkstatt der "National League" im allgemeinen fehlt, so würde ich als Fan-Milliardär vor dem medizinischen Hochleistungslabor noch eher einen Lehrstuhl für Sportpsychologie und Mentaltraining einrichten.

    Das hat nicht viel mit Understatement zu tun, aber wenn man sich auch noch in den PO‘s bei den meisten Spielen an den Kopf langen muss und kaum eine Handvoll Spieler auch nur Normalform erreicht, ist die Schlussfolgerung daraus nun mal nicht die, dass sich die Formkurve offensichtlich dem Höhepunkt nähert. Ob der Sieg am Samstag eine nachhaltige Besserung eingeläutet hat, wird man sehen.

    Habe meinen Senf ja schon das eine oder andere Mal zum Besten gegeben - geändert hat sich daran (leider) nicht viel. Wer bestenfalls 2 und manchmal gar 3 Tore schiesst, ist nicht unbedingt auf der sicheren Seite im Hockey.

    Anders als in anderen Jahren hat man nicht mehr 4 gute Ausländer, sondern mit Arcobello noch einen. Ebbett ist ein Schatten seiner selbst, Mursak nie in Bern angekommen, Almquist in der Quali ein solider Back, nun aber immer fehlerhafter, und Boychuck ein Notnagel, der - abgesehen von den ersten 3 Spielen - keinen Einfluss auf's Spiel hat. Bei den CH-Spielern reissen (wenig überraschend) Lückenfüller-Transfers wie Bieber oder Sciaroni im allgemeinen nicht viel, Rüfenacht hat und hatte eine schwierige Saison bzw. erreicht auch keine Formhöhepunkte. Haas ist verletzt und war vorher unsichtbar. Kämpf als Wühler aus der NLB kommend ist mit Hirnerschütterung aus der Quali seit Wochen out.

    Am Ende verbleiben als tragende Elemente in der Offensive Captain Moser mit Arcobello, der starke Heim mit Grassi, und - mit Abstrichen - noch Scherwey, der sich angeschlagen durch die Spiele seucht.

    Die bisher positivste Nachricht der Play-off's ist, dass Untersander den Einstieg wieder gefunden hat nach monatelanger Absenz, und noch keinen Rückfall hatte. Die fehlende Matchpraxis ist aber nicht zu übersehen, womit wir bei den Verteidigern wäre. Marathon-Blum muss viel Eiszeit fressen, einerseits weil Untersander noch nicht soviel verträgt, aber auch weil der in der Quali noch starke Andersson neben den Schuhen steht und vor sich hinschnitzert wie ein nervöser Junior. Dummerweise wären Blum / Untersander und Andersson auch etwa die Spieler, welche der schwachen Offensive Inputs verleihen könnten. Aber dafür reicht es aus den genannten Gründen nicht. Der junge Burren und Oldie Gerber solide, Krüger immer langsamer.

    Summa summarum reicht's halt einfach nicht, wobei die Offensive die grosse Baustelle ist, und die (defensive) Defensive einigermassen funktioniert.

    Am Trainer liegt es von mir aus nicht, sondern dank Disziplin und "System" plus Genoni kam man trotz der genannten Schwächen überhaupt soweit. Das sehen natürlich nicht alle so. Zum Zuschauen ist's bitter, aber nach ein paar erfolgreichen Jahren gibt's eben auch andere. Klubs wie Zug, Lausanne oder Biel haben gut gearbeitet (...auch entsprechend Geld investiert...) und zeigen starke Leistungen. Beim SCB kommen diesmal zuviele Unzulänglichkeiten zusammen. An eine wundersame Wende bzw. einen "Knopflöser-Effekt" glaube ich deshalb nicht.


    Hat Biel dieses Jahr den Torhüter, den es braucht? Genoni macht schon seit einiger Zeit nicht den unwiderstehlichen Eindruck der letzten Jahr ...

    Liegt vielleicht auch daran, dass er schon die ganze Saison etwas "überbeansprucht" wird. Wenn man mit Ach und Krach zwei Tore pro Spiel fertigbringt, im totalen Torrausch vielleicht drei, hat man mit und ohne Genoni ein Problem. Hätten die Eishockey-Experten die Quali etwas genauer analysiert, hätten sie kaum den SCB zum grossen Titelfavoriten emporgeschrieben. Dass man in der Quali vor allem dank hinten mauern, Genoni und Glück mit Fussballresultaten Punkte holte, ist den Fachmännern (gibt's auch Frauen??) offensichtlich nicht aufgefallen. Oder man glaubte, dass dann schon noch eine Steigerung kommen werde. Das Problem ist nur, dass es für diese "Steigerung" keinerlei Referenzpunkt in der Quali gibt. Es gab nie eine Phase, wo der SCB wirklich überzeugte bzw. man davon ausgehen konnte, dass man mit diesem Hockey in den Play-off's zum Erfolg kommt. Im Gegensatz etwa zum EVZ, der zwar in der Quali auch mal diskretere Phasen hatte, aber dann auch wieder solche, wo ausgezeichnetes Hockey gezeigt wurde.

    Ob nun tatsächlich Jalonen der Grund allen Übels ist, wie der Klaus meint, wäre noch zu diskutieren. Man könnte auch die Meinung vertreten, dass Kari halt irgendwie versucht, mit Disziplin und Struktur die Schwächen im Team zu kaschieren. Dass man kaum einen Zweikampf gewinnt, Pässe auf 3 Meter nicht funktionieren, und man in der Vorwärtsbewegung laufend Scheiben mit Anfängerfehlern verliert, muss man nicht zwingend dem Trainer anlasten. Item, die gewohnten Mechanismen im Mannschaftssport wird das nicht aufhalten. Und da die Russen offenbar Kari als Nati-Coach wollen, ist ein freiwilliger Abgang von Jalonen im Bereich des möglichen. Und dann wird ja alles besser... :suff:

    Derzeit sieht es nach einem problemlosen Durchmarsch der Zuger aus. Ob im 1/4-Final Lugano derart schnitzerte, oder der EVZ halt einfach so viel besser war? Lausanne lebt vor allem von seiner ersten Linie, und nun scheint auch noch Spielmacher Jeffrey auszufallen. Entweder kommt bei Lausanne noch das grosse Erwachen, oder die auf allen Zylindern laufenden Zuger spazieren im Schongang in den Final.

    Beim SCB ist Arcobello der einzige Ausländer, welcher auf hohem Niveau spielt, und die 1e Linie mit ihm, Moser und Rüfenacht - zusammen mit Heim + Grassi in der 4en Linie - die einzigen, die den offensiven Karren reissen beim SCB. Haas (Center Linie 3) war bis zu seiner Verletzung kein Faktor und ist vorläufig ausser Gefecht, ähnlich verhält es sich mit Mursak (vermutl. wieder einsatzfähig) und Ebbett. Letzterer ist seit Dezember angeschlagen, aber an den SC liess man ihn trotzdem - Fehler Sportchef. Somit ist von den Linien 2 + 3 bisher noch nicht viel brauchbares gekommen. Dank viel taktischer Disziplin + Genoni hat es trotzdem mit Ach und Krach gereicht, um die verletzungsgeschwächten Genfer zu überwinden. Ohne eine wesentliche Steigerung wird das aber nicht so weitergehen.

    Nachdem die möglichen B-Meister Chaux-de-Fonds und Langenthal angeblich gar nicht aufsteigen können (Stadion, Budget), dürfte die Ausgangslage im Duell zwischen Rappi + Davos nicht mehr ganz so brisant sein. Was unter solchen Umständen die Erklärung für einen Sinn macht, welcher die potentiellen Aufstiegskandidaten vorgängig abgeben müssen, ist die Frage.

    Die Herren Journalisten / Experten sind halt auch etwas wankelmütig in ihren Urteilen. Gelobt wird letztlich, wer Erfolg hat. Wäre beim ZSC die Sache etwas "zeitverschoben" abgelaufen, bzw. hätte das Team statt unter Kossmann im Vorjahr unter Arno in diesem Frühling in den "Flow" gefunden, so hätten sich alle wieder gegenseitig auf die Schulter geklopft: Arno ist halt doch der Tausendsassa. Wogegen man bedeutend nüchterner reagiert, wenn einer wie eben Kossmann oder in Bern Lars Leuenberger in solchen Momenten an der Bande steht. Was aber auch irgendwie nachvollziehbar ist. Der eine hat schon eine Erfolgsstory, und deshalb schreibt man auch glückliche Zufälle dessen Genie zu. Und der andere nicht, und da bleibt's dann eben in der Beurteilung beim glücklichen Zufall.

    McSorley wird in Genf zu Recht verehrt vom Publikum, denn er hat mit seiner Art dort erstaunlichen Erfolg gehabt. Das ist nun aber offenbar vielen zu unbequem geworden, scheints werde sein autoritärer Führungsstil bemängelt, dazu würden sich Nachwuchsspieler nicht so wohl wie gewünscht fühlen. Komischerweise hindert dies diverse ZSC-Jungspunde nicht daran, an den Genfersee zu wechseln. Evtl. sind die geistig schon weiter bzw. haben gehört, wie es in Nordamerika zu- und hergeht. Dagegen dürfte CMS direkt ein "Spielerversteher" sein. Ob sie allerdings McSorley im Klub noch antreffen werden, scheint zweifelhaft.

    Antti Törmännen wird für seinen modernen Führungsstil gelobt, zumindest solange er Erfolg hat. Funktioniert es plötzlich nicht mehr, finden seine einstigen Befürworter (und dazu gehört nicht nur "Windfahne" Zaugg...) plötzlich heraus, dass er den Spielern zuviel Selbstverantwortung zumute und zuwenig hart sei. Gerade um 180 Grad anders verhält es sich mit Jalonen, der zu stur sei und die "Jungen" zuwenig fördere. Dass eine ganze Anzahl Spieler sich unter seiner "Sturheit" wesentlich weiter entwickelt haben, wird dabei gerne unter den Teppich gekehrt. Dabei scheint der Stoiker durchaus ein Gespür zu haben, was es braucht. Wer sich unter ihm "durchbeisst", entpuppt sich plötzlich sogar als "Play-off-tauglich". Vom Vorwurf, dass Jalonen zu stark auf Disziplin und System setze, kann man ihn wohl kaum freisprechen. Würden man die konkrete Qualität im SCB-Kader mal mindestens so kritisch wie den Trainer analysieren, könnte man aber auch zum Schluss kommen, dass Jalonen diverse Defizite mit "Disziplin + System" kaschieren muss.

    Und mit diesem "Hui oder Pfui" könnte man noch beliebig weiterfahren. Wenig erstaunlich ist derzeit gerade der EVZ-Trainer im Quotenhoch. Man darf gespannt darauf sein, welche Mängel man ihm dereinst anlasten wird.


    Stimmt. Und gewinnt noch alle Bullys..

    Tja, der Tanner Richard hätte bei einer Messung wohl eine überdurchschnittlich tiefe Reaktionszeit. Auch wenn das alleine natürlich nicht genügt, und man auch noch die richtige Technik haben muss. Aber seine Gegner am Bully sind ja auch nicht alle stocktechnische Legastheniker. Kein Wunder, führt Richard die Bullystatistik an.

    Es gibt halt auch keine Konkurrenz, und aus lauter Angst, irgend ein Nachwuchsspieler hätte dann sein Plätzli nicht, schützt man die „Werkstatt“ National League auch vor der kleinsten „Zuwanderung“. Und so haben die Coaches meistens keine grossen Alternativen. Etwas konkreter zum Thema: Dass der ZSC an mangelnder Fitness gelitten hätte, habe ich bisher noch in keiner (...öffentlich zugänglichen...) Analyse gelesen. Nach dem Sommertraining, wenn dann auch die Ausländer da sind, gibt‘s auch beim ZSC umfangreiche Tests punkto Fitness, Körperfett etc. und individuelle Besonderheiten bei jedem Spieler. Wenn dabei tatsächlich entdeckt würde, dass die Spieler nicht auf dem Soll-Level sind, gäbe das doch ein Riesentheater - man denke nur daran, wie Pastatoni demonstrativ ins „Fitnesstraining“ geschickt wurde. Ein Gelauer beim Sommertraining kann ich mir bei den Musterprofis des ZSC nicht vorstellen.

    Die NZZ bzw. die dortigen Hockeyjournalisten sind - soweit ich mich erinnere - die einzigen, welche dem Wechsel zu AdC und dessen allfälliger Weiterbeschäftigung kritisch gegenüberstanden bzw stehen. Immerhin werden die Argumente und Erwägungen pro und kontra aufgelistet, was aber das Dilemma auch nicht löst. Gerade bezüglich Defense kann man das "Jugend forscht" Projekt in Davos nicht mit der Situation beim ZSC vergleichen bzw. nicht schlussfolgern, dass Arno die Verteidigung grundsätzlich nicht im Griff hätte. Beim ZSC hat er - vermutlich wegen des versammellten Potentials - evtl. zu viel auf's Mal gewollt und darob etwas die Balance zwischen Defensive und Offensive verloren. Man hat aber weder hochkant verloren noch ist man im taktischen Chaos versunken, es gelang einfach keine Trendwende und die allseits erhoffte oder erwartete "Initialzündung" zu einem neuerlichen Play-off Sturmlauf blieb aus. Und ein klein wenig hatte AdC wohl auf einen solchen neuerlichen Sturmlauf spekuliert, um es all den Nörglern in Davos und in den Medien zu zeigen, welche immer offener Kritik an ihm übten.

    Warum nicht einfach mal einen 1-Jahresvertrag mit Option? Wenn Arno schlau ist, so kommt er selber mit dieser Idee.

    Habe hier vor ein paar Wochen mal gepostet, dass ich mit der Passivität in der Verteidigung des SCB, welche rein auf dem Blockieren von Schussbahnen bzw. dem Blocken von Schüssen beruht, nichts anfangen kann. Denn a) hält Genoni auch nicht alles und b) provoziert man so gefährliche Ablenker und Abpraller - 2 solche sind dem SCB gestern letztlich zum Verhängnis geworden. Nur hatte man als Kritiker das Problem, dass man gegen Statistiken anredete, welche belegten, dass man rekordwenig Gegentore erhält.

    Der Quali-Trott und dass wesentliche Gradmesser wie der ZSC oder Lugano mehrheitlich mit sich selbst beschäftigt waren, hat diverse Baustellen im SCB verschleiert. Ausser Arcobello genügt kein Ausländer höheren Ansprüchen. Ebbett - einstmals ein tragendes Element - ist ein Totalausfall, Mursak hatte vielversprechend begonnen, ist aber schon länger Zeit zum Mitläufer herabgesunken. Bei den CH-Spielern wären Moser, Scherwey und der junge Heim zu nennen, welche positiv auffallen. Aber soviel können selbst die ersatzgeschwächten Genfer auch noch bieten. Die Baustellen der Quali sind - wenig überraschend - mit Play-off Beginn nicht verschwunden:

    - einigermassen erfolgversprechende Angriffe haben Seltenheitswert
    - das Überzahlspiel ist für das eigene Tor gefährlicher als für den Gegner
    - von den Zweikämpfen gehen ca. 90% verloren

    Die Genfer liegen völlig verdient vorne und spielen so, wie man es in den Play-off's tun muss. Und Qualionen müsste sich evtl. mal Gedanken darüber machen, ob man systemgetreu untergehen oder evtl. doch Anpassungen vornehmen will. Diese werden sich aber nun so oder so aufdrängen, nachdem man gestern mit Mursak, Blum und Kamerzin 3 Spieler verloren hat.

    ...also wenn ich derzeit (auswärts) via mySport dem SCB gegen Genf zuschaue, und dann in der Pause noch etwas Laguno gegen EVZ, so ist das echt demoralisierend. Da müsste noch eine gewaltige Steigerung hin. Beim SCB sind nur Genoni und die erste Linie einigermassen auf der Höhe, und dann hat man einfach noch 3 vierte Linien, welche eine Art Pausenfüller-Funktion haben. Wenn man nicht über 4 Linien einigermassen eine Performance hinbekommt, ist nichts mit Titel. Der ZSC hatte diese 4 Linien letzte Saison, der SCB davor. Ist aber keine neue Erkenntnis.