Klasen wurde in den Play-off's jeweils einfach immer unsichtbarer, wobei er eben auch nicht der "Mann für's Grobe" ist. Wenn man solche "Künstler" im Team hat, muss man sie auch richtig einzusetzen wissen - einen Klasen kann man nicht vorschicken, um im Infight die Pucks auszugraben und harte Checks auszuteilen. Zudem würde ich - bei Klasen und bei anderen - Vorsicht walten lassen bei einer Beurteilung aufgrund von Spengler-Cup Auftritten.
Beiträge von Iceman
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Der Klaus verdreht die Fakten, vermutlich weil er in der Zeit irgendwo dann stehen geblieben ist, als man 2x pro Tag nach Davos schaltete, einer das Spiel kommentierte, und man in den Pausen den Zambonis oder dem schlittschuhlaufenden Publikum auf dem Ausseneisfeld zuschauen konnte. Danach sofort zurück ins Studio Zürich für die Nachrichten mit Paul Spahn...
Diese Zeiten sind seit ca. 30 Jahren oder mehr vorbei. Heute ist der SC ein ca. 2.5 - 3 Stunden pro Spiel dauernder Event, der vom schweizerischen Farbfernsehen Leutschenbach vorwärts und rückwärts vermarktet wird. Dass die sportliche Objektivität bei den Kommentatoren und eingeladenen Gästen teilweise auf der Strecke bleibt und die Stimmen der Kommentatoren sich quasi 60 Minuten lang überschlagen ob all dem sensationellen, was da auf und neben dem Eis abgeht, ist zwar etwas peinlich, aber die Leute folgen wohl den SRF-Instruktionen, wonach jegliche Kritik am Spielgeschehen tabu sei. Und ansehen muss es sich ja letztlich keiner.
Aber eben, es ist für mich völlig klar, dass ein Anlass von dieser Grössenordnung nicht mehr einfach angesehen wird wie eine bessere Wohltätigkeitsveranstaltung, wo man ein Auge zudrückt und halt die Meisterschaft in einer der attraktivsten Wochen des Jahres so mir nichts dir nichts pausieren lässt. Die Entschädigung ist für 1 - 2 Heimspiele in dieser Zeit, angemessen. Zudem ist sie verhältnismässig zu der Gratiswerbung für den HCD und die Spenglercup-Sponsoren und den grossen Aufwand des staatstragenden Fernsehens, welchen man sich so ansonsten für das Eishockey nicht gewöhnt ist. Wobei es hier etwas gebessert hat, seit private Konkurrenz vorhanden ist.
Die Entschädigung ist keineswegs eine "Strafaktion", sondern sozusagen der ökonomischen Fairness geschuldet. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn der HCD diese Zahlungen nicht mehr leisten will und man den Meisterschaftsbetrieb dafür nicht pausieren lässt. Gleichzeitig muss SRF bzw. seine Produktionsbetriebe natürlich die gewohnte Abdeckung aufrechterhalten. Es ginge nicht an, dass man auf einen TV-Sparbetrieb umstellt, weil Krethi und Plethi die Altjahreswoche lieber in Davos oben verbringt.
Item, der derzeit gültige Vertrag läuft ja nächstens mal aus, dann wird man weitersehen.
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...na ja, gibt auch andere die nicht viel reden an der Bande, sondern das für die Garderobe sparen. Habe auch schon Spieler sagen hören, es mache sie nervös, wenn einer hinter ihnen dauernd herumtigere und auf sie einrede.
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Ja, und neben Blum gibt's noch diverse Kandidaten; es geht hier nicht um "Klubbrillen" - und der Grat ist wie gesagt schmal zwischen gesunder Härte und gesundheitsgefährdenden Aktionen, siehe Nilsson. Es wird ja laufend gepredigt, dass man in der Ausbildung vermehrt Wert darauf legen wolle, wie man Checks annimmt bzw. nicht mit gesenktem Kopf in den Hammer läuft, aber auch wie ein korrekter Check ausgeteilt wird. OK, für Forster ist das halt zu spät. Wenn es aber soweit kommt, dass man im Meisterschaftsalltag aus Risikoüberlegungen heraus die Checks eher sein lässt, muss man sich nicht wundern, dass sich die Spieler falsche Verhaltensweisen angewöhnen. Die bei internationalen Begegnungen gefährlich werden.
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Es wird ja immer geklagt, es fehle an Härte in der geschützten Werkstatt "National League" - und natürlich ist es ein schmaler Grat zwischen Härte und gesundheitsgefährdenden Attacken. Trotzdem stelle ich hier mal eine kurze Passage aus einem Interview mit dem (mittlerweile doch etwas geläuterten) Scherwey hin, wo ein paar durchaus bekannte Themen bzw. Unsitten zur Sprache kommen...:
Wie hat es Jalonen geschafft, dass Sie sich besser unter Kontrolle haben, kaum noch Sperren riskieren?
Kontrolliert spielen, mit Köpfchen spielen: Das hat er mir auf den Weg gegeben. In Jalonens System gehst du nicht blind ins Forechecking und fährst einen über den Haufen. Sonst kriegst du vom Trainer oder von den Mitspielern auf der Bank mit Sicherheit etwas zu hören.Aber manchmal wünschten Sie sich eine aggressivere Taktik.
Ich versuche, wann immer möglich, mit Checks und Emotionen Akzente zu setzen. Aber in der National League wurde das Bussensystem angepasst. Wenn du bei jedem Check eine Sperre und zusätzlich eine Busse von 10 000 Franken riskierst, überlegst du zweimal, ob du ihn durchziehen willst. Die Liga-Verantwortlichen haben sich für diesen Weg entschieden. Ob es der richtige ist? An Härte werden wir jedenfalls kaum zulegen. Die Quittung folgt bei internationalen Vergleichen. Und: In der Schweiz wird mittlerweile bei jedem Check ein Riesentheater gemacht. Das stört mich.Die Zahl der Hirnerschütterungen ist unverändert hoch.
Einige Spieler wenden sich an der Bande absichtlich ab, kehren dem Gegner den Rücken zu, nur damit er sie nicht regelkonform checken kann. Zieht er durch, wird er gesperrt, weil der Gecheckte in die Bande fliegt.Sie denken allen Ernstes, dass sich einige Spieler absichtlich so verhalten? Immerhin riskieren sie damit ihre Gesundheit.
Es gibt in der Schweiz mehr als genug solche Spieler. Sie nehmen den Check nicht an oder manövrieren sich absichtlich in eine dumme Position. Ich sehe auch viele, die in der Mittelzone den Puck übernehmen und denken, dort lasse es sich gemütlich dribbeln. Also sorry: So läufst in den Hammer. Ich habe früh gelernt: In der Mittelzone hältst du den Kopf oben. Wenn einer vom Kaliber eines Roland Gerber von Langnau auf dem Eis steht, kurve ich sicher nicht mit gesenktem Kopf umher. Andere tun das. Dieses Verhalten schadet der ganzen Liga – nicht nur wegen der fehlenden Härte im internationalen Vergleich.Sondern auch?
Es gibt weniger Spektakel. Die Zuschauer sagen dann: «Es fehlt an Unterhaltung… es ‹chlepft› nicht mehr … weshalb gibt es kaum noch Schlägereien?» Selbst nach der harmlosesten Schlägerei werden Bussen verteilt, um gewisse Kassen zu füllen. Das geht nicht spurlos an den Spielern vorbei. -
Beim Blick auf diejenigen Klubs, die in der CHL noch dabei sind, kann die geschützte Werkstatt „National League“ den mantramässig beschworenen Qualitätsvorsprung nicht nachweisen.
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Hoffe mal, Schlegel entwickelt sich weiterhin bzw. kann das Niveau, welches er letzthin zeigte, halten. Aus meiner Sicht eine gute Lösung, auch wenn es nicht viele Alternativen gab. Zu berücksichtigen ist, dass man bei einer ausländischen Lösung den "verlorenen" ausländischen Feldspieler mit sehr teurem einheimischen Personal hätte kompensieren müssen. Dafür hat man in Bern nicht mehr in jedem Fall das nötige Geld, auch wenn Schlegel wohl nicht so viel verdienen wird wie Genoni. Von Vorteil ist, dass Schlegel sich in einer Organisation behauptet hat, bei welcher Niederlagen auch nicht achselzuckend zur Kenntnis genommen werden. Von dem her dürfte der Kulturschock nicht so gross sein.
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Hollenstein junior mag nicht DER Sympathieträger sein, trotzdem fällt auf, dass er ungewöhnlich viel Ablehnung erfährt. Anderen Klotenern wie z.B. ehemals Wick oder neuerdings Bodenmann passiert(e) das nicht. An den Leistungen kann es kaum liegen, ansonsten müssten andere noch mehr "untendurch" als Hollenstein. Ob es daran liegt, dass er (vorläufig...) als "teuerster Spieler des ZSC" gilt? Wenn schon hätte er diesbezüglich wohl nur einen knappen Vorsprung auf andere Granden im Team. Oder hat ihn sein "giftiger Stil" als Kloten-Captain beim Publikum unbeliebt gemacht? Ist mir zwar nicht aufgefallen, dass er in Kloten speziell provokativ agiert hätte, und Faulheit oder Gleichgültigkeit am neuen Arbeitsort wird man ihm wohl nicht unterstellen. Andernorts wäre man froh, hätte man einen wie Hollenstein. Habe jedoch den Eindruck, dass er lieber in seinem Umfeld und seiner Region spielt.
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Erstaunlich, wie sich die Einschätzung der Lage seitens der Medien / Journalisten innerhalb von ein paar Monaten verändert. Erst noch wurde beklagt, dass bei den Goalis Ebbe herrsche, und ausser Genoni, Berra und allenfalls noch Flüeler eigentlich nichts mehr da sei, was (nach dem Abgang von Merzlinkis...) zum Numero Uno bei einem Spitzenklub tauge. Und kaum 3 Monate später ist alles ganz anders.
Item, zum Thema gibt's nicht viel neues zu verkünden. Verbraucht man einen Ausländerplatz für einen Torhüter, so muss dieser in der Kategorie "Sulander" oder "Huet" angesiedelt sein, damit dies wirklich gerechtfertigt ist. Sonst macht's keinen Sinn.
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Dino Dynamite ist nicht auf Anbiederungstour beim EVZ...:
Blick über die Bande
Wie gut ist EVZ-Neuzugang Hofmann tatsächlich?14:52 Uhr / 04.12.2018
In einer Blick-Talkshow Anfangs November sprach sich EVZ-CEO Patrick Lengwiler äusserst dezidiert für die Akquise Grégory Hofmanns aus. Das sei ein Spieler, der in entscheidenden Partien die Differenz ausmache, sagte Lengwiler sinngemäss. Das Problem? Hofmann hat in entscheidenden Partien noch nie für den Unterschied gesorgt (mindestens dann nicht, wenn die Intensität internationales Niveau erreichte).
Nicht in Davos, wo er beim letzten Meistertitel wohl präsent war, während der härtesten Phase der Finalserie gegen die ZSC Lions (als der HCD die Schraube deutlich anzog) aber keine Schlüsselrolle mehr spielte. Und auch nicht beim HC Lugano, obwohl er im letzten Frühling 14 Treffer markierte. Als die Tessiner die Tore nämlich am dringendsten brauchten (im entscheidenden Spiel 7 gegen Zürich beispielsweise), fehlte bei Hofmann die Bereitschaft, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.
Robustheit fehltHofmanns Talent? Er ist ein vorzüglicher Läufer, er ist beweglich, explosiv und verfügt über eine bestechende Pass- und Schusstechnik. Was ihm fehlt? Das Durchsetzungsvermögen in der Hitze des Gefechts, der Mut, Tore mit der Brechstange zu erzwingen und die Robustheit, den Puck in hart geführten Zweikämpfen entlang der Bande zu behaupten.
Bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen stand er zu Beginn des Turniers in der Formation mit Enzo Corvi und Nino Niederreiter auf verlorenem Posten, weil er seinen Linienkollegen schlicht und einfach nicht genug Unterstützung bieten konnte, wenn der Puck gegen robuste Abwehrspieler verteidigt oder erobert werden musste. Hofmann kam in Kopenhagen erst auf Touren, als die Mannschaft das Gröbste überstanden hatte und auf Viertelfinalkurs war.
Martschini weist bessere Werte aufNatürlich ist Hofmann ein grandioser Spieler – im benutzerfreundlichen Umfeld der National League. In der nationalen Spektakelliga mit viel offenen Räumen und wenig harter Gegenwehr, Durchzug in den Couloirs und genug Zeit vor dem Tor ist der Neuenburger ein Torgarant. Aber einen Scharfschützen hat der EVZ längst: Lino Martschini. Der Rechtsschütze schneidet im Quervergleich mit Hofmann gar besser ab: In den letzten fünf Saisons (die laufende inklusive) kommt Martschini auf 98 Tore in 218 Spielen, Hofmann auf 74 Treffer in 205 Partien (ohne Playoffs).
Wahrscheinlich ist es symptomatisch, dass Hofmann beim EVZ einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel für die NHL eingegangen ist. Mit seinen Vorzügen müsste er einen Versuch doch mindestens wagen – aber weshalb sollte er das tun, wenn er in der geschützten Werkstatt der National League bequem viel Geld verdienen kann? Für dieses Salär müssten sich vergleichbare Spieler aus den Topnationen Europas mindestens in der KHL durchsetzen.
Auf die NHL verzichten, obwohl die Möglichkeiten gegeben sind? Das kommt garantiert nur einem Schweizer in den Sinn. Wohlstandsverwahrlosung nennt sich das dann. Vielleicht haben sich die Talentspäher im EV Zug aber auch einfach nur von den Zahlen blenden lassen und das Wesentliche übersehen. Aber wer so viel Geld für Hofmann hinblättert, sollte sich nie wieder über hohe Spielerlöhne beschweren.
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Wie es richtig bemerkt wurde: Es geht nicht darum, dem EVZ etwas zu missgönnen. Aber man soll dazu stehen, dass man halt nun mit der grossen Geldkelle anrichtet, und nicht einen anderen Anschein zu erwecken versuchen. Könnte man mit einem Zuschauerschnitt von 5-6'000 Nasen ein Team wie den EVZ finanzieren, so hätten z.B. die Langnauer bedeutend bessere Karten auf dem Markt. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in Zug die Bandenwerbung und die Bratwurst wohl etwas teurer sind als an der Ilfis.
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In diversen Zeitungsartikeln wird zwischen den Zeilen gezweifelt, ob diese Ausgaben tatsächlich ohne direkten oder indirekten Zustupf des Präsidenten finanziert werden können, welcher steif und fest behauptet, bloss im Nachwuchsbereich etwas zu helfen. Aber so jung wie Hofmann aussieht, läuft der wahrscheinlich sowieso noch unter „Nachwuchs“ - es ist eben alles eine Frage der Perspektive...

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Weil Kent gerade Aubin + Jalonen anspricht: Wo ich etwas Mühe habe ist, dass man ein "strukturiertes" Spiel stets verdächtigt, der Inspiration und dem Genie der Spieler abträglich zu sein. Es wird so getan, als ob diese sich roboterhaft auf einbetonierten Gleisen über das Eis bewegen müssten, sobald nicht "Pausenplatz-Hockey" gespielt wird. Dabei sind die Gründe für die Probleme viel profanerer Natur: Passspiel, Schusstechnik, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten usw. sind oftmals ungenügend, es fehlt entweder an der nötigen Konzentration oder am Können. Bevor man sich in taktische Sphären versteigt und den Trainern Vorwürfe betreffend Feinjustierung macht, müsste man zuerst einmal sicherstellen, dass das Hockey-ABC (...und bei gewissen Spielern auch die Einstellung...) auf einem genügendem Level ist.
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...und immer liegt es an den bösen Trainern, welche den Genies zu enge taktische Fesseln anlegen - natürlich ist es da ganz normal, dass hochbezahlte Spieler daraufhin über Wochen in eine Unterform versinken, welche sie in anderen Ligen, welche nicht vor Konkurrenz abgeschottet sind, binnen weniger Spiele auf die Tribüne katapultieren würde. Und dann wundert man sich, dass das Hochschalten auf internationales Niveau halt öfters nicht klappt. Ausser es seien die Spieler an Bord, welche sich in Ligen ohne Konkurrenzschutz durchgesetzt haben. Aber das Offensichtliche ignoriert man bekanntlich zu Gunsten einer queren Logik, welche - ausser dem Geldbeutel von ein paar Spielern - niemandem in der Liga etwas nützt.
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Finde es noch witzig, dass auch in Bern am Systemhockey von Jalonen kein gutes Haar gelassen bzw. die Meinung vertreten wird, damit werde das spielerische Genie des SCB in ein zu enges Korsett geschnürt, und das Spiel sei viel zu langweilig so. Dass diverse Leistungsträger seit Monaten ihrer Form nachschleichen, ist natürlich kein Thema. Heute hat es besser ausgesehen als auch schon, wobei das Ausnützen der 5 Min. Strafe im krassen Gegensatz zum ansonsten ideenlosen, an Minigolf erinnernde Überzahlspiel steht. Da merkt man den unbestimmten Ausfall von Untersander und den Abgang von Noreau. Oder evtl. auch das Fehlen von Peltonen, der vorher für das PP zuständig war. Aber eben, im November muss man nicht in Hochform sein - zum Zuschauen ist es natürlich trotzdem ein Graus, und es hatte in Bern auch schon weniger freie Plätze an den Spielen.
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Müller von Ambri würde ich auch gerne (wieder ) in Bern sehen. Allerdings: Mit Arcobello, Ebbett und Haas hat man die Center in den ersten 3 Linien. Und ob Müller in der 4en spielen wollte - selbst wenn diese mit ihm verstärkt mehr Eiszeit hätte als aktuell - ist fraglich. Eine "mutige" Variante wäre natürlich, statt eines ausländischen Centers einen Flügel zu engagieren, und so einen Platz zu schaffen. Eine andere Alternative ergäbe sich, wenn ein Haas nach Übersee wechseln wollte, oder zurück zu Biel. Oder - bei entsprechendem finanziellen Angebot - zu Lausanne ginge.
Es ist die Krux, dass einigermassen "fertige" Teams für aufstrebende Spieler nicht ohne weiteres entsprechend "herausfordernde" Positionen frei haben. Der Spieler müsste sich diese eigentlich erkämpfen, d.h. sich als bessere Alternative als ein bisheriger Spieler erweisen. Aber wer tut sich das noch an?
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...in Davos hat der Haussegen nicht erst seit dieser Saison "Schlagseite". Die Abgänge im Unfrieden betrafen auch nicht bloss irgendwelche Spieler, welche an Altersstarrsinn litten, und längst nicht jeder Spieler verliess den Klub, weil die pösen Unterländer mit den Nötli winkten. Im Kommentar von 20Min werden gewisse Andeutungen gemacht.
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ZSC-Stürmer Roman Cervenka ist gesundheitlich schlimmer angeschlagen als angenommen. Der Tscheche muss eine Lungenembolie auskurieren. Cervenka hat seine längere Ausfalldauer bei den ZSC Lions in einem Interview gegenüber der tschechischen Website iSport auf mindestens zehn Wochen beziffert. Demnach hätten die Ärzte nach der Wadenverletzung und Thrombose auch noch eine Lungenembolie und eine Entzündung an den Lungenflügeln diagnostiziert....nicht "eine" Thrombose, aber die Anfälligkeit darauf hatte seinerzeit der Karriere von Thomas Vrabec eine Ende gemacht. Der hatte diese Schwäche insbesondere in den Beinen, und in den guten alten Zeiten wurde da halt mit dem Stock immer kräftig draufgeschlagen...
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Wenn die KHL mit an Bord wäre, hätte man wohl bessere Voraussetzungen punkto Sponsoren, und nicht nur via "staatlich gelenkte" russische Energiekonzerne. Soweit bekannt ist, scheitert die (erneute) Teilnahme bislang daran, dass die KHL sportliche Privilegien verlangt. Die Konkurrenz für die CH-Klubs würde damit natürlich nochmals erhöht, was das Vorrücken in die Runden jenseits der Gruppenphase anbelangt. In der NZZ von heute (Donnerstag) wird noch eine kurze Analyse der letzten Jahre gezeigt, anhand welcher ersichtlich ist, dass sich der Status des Wettbewerbs bei den CH-Klubs innert weniger Jahre positiv verändert hat. Was das Vordringen in die 1/8 und 1/4 Finals oder - dank dem HCD - sogar bis in die 1/2 Finals angeht, wird der Aspekt der "günstigen Konstellationen" allerdings etwas ausgeblendet. Durch das mittlerweile reduzierte Teilnehmerfeld ist es allerdings kaum mehr möglich, dass man - wie damals Servette oder Fribourg - so weit kommen kann, ohne auf wirklich starke Konkurrenz zu treffen. Trotzdem gibt es nach wie vor günstige Konstellationen, bei welchen man davon profitiert, nicht allzu früh auf die dicken Brocken zu stossen. Im Verlaufe der Zeit kristallieren sich aber natürlich trotzdem gewisse Trends heraus.
Mein persönliches Fazit ist, dass ein CH-Klub spätestens ab dem 1/8 Final einen hohen Formstand erreichen muss, um gegen einen zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlichen "dicken Brocken" bestehen zu können. Diesen Formstand haben CH-Vertreter im November üblicherweise nicht. Der "Brocken" hat diesen Formstand zwar ebensowenig, aber die sind halt schon im 0815-Modus realtiv stark.
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...und vor allem relativiert die CHL die Selbstbeweihräucherung in der Schweiz, welche - je nach Journi - mehr oder weniger polemisch vertreten wird. In diesem Zusammenhang verstehe ich gut, dass Zaugg empfiehlt, die CH-Klubs als Vertreter der "besten Liga ausserhalb der NHL + KHL" sollen die CHL verlassen. Denn dass man nicht weitergekommen ist, hängt selbstverständlich nur damit zusammen, dass Klubs und Spieler gar nicht gewollt haben...