Beiträge von Iceman

    Erstaunlich, wie sich die Einschätzung der Lage seitens der Medien / Journalisten innerhalb von ein paar Monaten verändert. Erst noch wurde beklagt, dass bei den Goalis Ebbe herrsche, und ausser Genoni, Berra und allenfalls noch Flüeler eigentlich nichts mehr da sei, was (nach dem Abgang von Merzlinkis...) zum Numero Uno bei einem Spitzenklub tauge. Und kaum 3 Monate später ist alles ganz anders.

    Item, zum Thema gibt's nicht viel neues zu verkünden. Verbraucht man einen Ausländerplatz für einen Torhüter, so muss dieser in der Kategorie "Sulander" oder "Huet" angesiedelt sein, damit dies wirklich gerechtfertigt ist. Sonst macht's keinen Sinn.

    Dino Dynamite ist nicht auf Anbiederungstour beim EVZ...:

    Blick über die Bande
    Wie gut ist EVZ-Neuzugang Hofmann tatsächlich?

    14:52 Uhr / 04.12.2018

    In einer Blick-Talkshow Anfangs November sprach sich EVZ-CEO Patrick Lengwiler äusserst dezidiert für die Akquise Grégory Hofmanns aus. Das sei ein Spieler, der in entscheidenden Partien die Differenz ausmache, sagte Lengwiler sinngemäss. Das Problem? Hofmann hat in entscheidenden Partien noch nie für den Unterschied gesorgt (mindestens dann nicht, wenn die Intensität internationales Niveau erreichte).

    Nicht in Davos, wo er beim letzten Meistertitel wohl präsent war, während der härtesten Phase der Finalserie gegen die ZSC Lions (als der HCD die Schraube deutlich anzog) aber keine Schlüsselrolle mehr spielte. Und auch nicht beim HC Lugano, obwohl er im letzten Frühling 14 Treffer markierte. Als die Tessiner die Tore nämlich am dringendsten brauchten (im entscheidenden Spiel 7 gegen Zürich beispielsweise), fehlte bei Hofmann die Bereitschaft, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.
    Robustheit fehlt

    Hofmanns Talent? Er ist ein vorzüglicher Läufer, er ist beweglich, explosiv und verfügt über eine bestechende Pass- und Schusstechnik. Was ihm fehlt? Das Durchsetzungsvermögen in der Hitze des Gefechts, der Mut, Tore mit der Brechstange zu erzwingen und die Robustheit, den Puck in hart geführten Zweikämpfen entlang der Bande zu behaupten.

    Bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen stand er zu Beginn des Turniers in der Formation mit Enzo Corvi und Nino Niederreiter auf verlorenem Posten, weil er seinen Linienkollegen schlicht und einfach nicht genug Unterstützung bieten konnte, wenn der Puck gegen robuste Abwehrspieler verteidigt oder erobert werden musste. Hofmann kam in Kopenhagen erst auf Touren, als die Mannschaft das Gröbste überstanden hatte und auf Viertelfinalkurs war.
    Martschini weist bessere Werte auf

    Natürlich ist Hofmann ein grandioser Spieler – im benutzerfreundlichen Umfeld der National League. In der nationalen Spektakelliga mit viel offenen Räumen und wenig harter Gegenwehr, Durchzug in den Couloirs und genug Zeit vor dem Tor ist der Neuenburger ein Torgarant. Aber einen Scharfschützen hat der EVZ längst: Lino Martschini. Der Rechtsschütze schneidet im Quervergleich mit Hofmann gar besser ab: In den letzten fünf Saisons (die laufende inklusive) kommt Martschini auf 98 Tore in 218 Spielen, Hofmann auf 74 Treffer in 205 Partien (ohne Playoffs).

    Wahrscheinlich ist es symptomatisch, dass Hofmann beim EVZ einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel für die NHL eingegangen ist. Mit seinen Vorzügen müsste er einen Versuch doch mindestens wagen – aber weshalb sollte er das tun, wenn er in der geschützten Werkstatt der National League bequem viel Geld verdienen kann? Für dieses Salär müssten sich vergleichbare Spieler aus den Topnationen Europas mindestens in der KHL durchsetzen.

    Auf die NHL verzichten, obwohl die Möglichkeiten gegeben sind? Das kommt garantiert nur einem Schweizer in den Sinn. Wohlstandsverwahrlosung nennt sich das dann. Vielleicht haben sich die Talentspäher im EV Zug aber auch einfach nur von den Zahlen blenden lassen und das Wesentliche übersehen. Aber wer so viel Geld für Hofmann hinblättert, sollte sich nie wieder über hohe Spielerlöhne beschweren.

    Wie es richtig bemerkt wurde: Es geht nicht darum, dem EVZ etwas zu missgönnen. Aber man soll dazu stehen, dass man halt nun mit der grossen Geldkelle anrichtet, und nicht einen anderen Anschein zu erwecken versuchen. Könnte man mit einem Zuschauerschnitt von 5-6'000 Nasen ein Team wie den EVZ finanzieren, so hätten z.B. die Langnauer bedeutend bessere Karten auf dem Markt. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in Zug die Bandenwerbung und die Bratwurst wohl etwas teurer sind als an der Ilfis.

    In diversen Zeitungsartikeln wird zwischen den Zeilen gezweifelt, ob diese Ausgaben tatsächlich ohne direkten oder indirekten Zustupf des Präsidenten finanziert werden können, welcher steif und fest behauptet, bloss im Nachwuchsbereich etwas zu helfen. Aber so jung wie Hofmann aussieht, läuft der wahrscheinlich sowieso noch unter „Nachwuchs“ - es ist eben alles eine Frage der Perspektive... :mrgreen:

    Weil Kent gerade Aubin + Jalonen anspricht: Wo ich etwas Mühe habe ist, dass man ein "strukturiertes" Spiel stets verdächtigt, der Inspiration und dem Genie der Spieler abträglich zu sein. Es wird so getan, als ob diese sich roboterhaft auf einbetonierten Gleisen über das Eis bewegen müssten, sobald nicht "Pausenplatz-Hockey" gespielt wird. Dabei sind die Gründe für die Probleme viel profanerer Natur: Passspiel, Schusstechnik, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten usw. sind oftmals ungenügend, es fehlt entweder an der nötigen Konzentration oder am Können. Bevor man sich in taktische Sphären versteigt und den Trainern Vorwürfe betreffend Feinjustierung macht, müsste man zuerst einmal sicherstellen, dass das Hockey-ABC (...und bei gewissen Spielern auch die Einstellung...) auf einem genügendem Level ist.

    ...und immer liegt es an den bösen Trainern, welche den Genies zu enge taktische Fesseln anlegen - natürlich ist es da ganz normal, dass hochbezahlte Spieler daraufhin über Wochen in eine Unterform versinken, welche sie in anderen Ligen, welche nicht vor Konkurrenz abgeschottet sind, binnen weniger Spiele auf die Tribüne katapultieren würde. Und dann wundert man sich, dass das Hochschalten auf internationales Niveau halt öfters nicht klappt. Ausser es seien die Spieler an Bord, welche sich in Ligen ohne Konkurrenzschutz durchgesetzt haben. Aber das Offensichtliche ignoriert man bekanntlich zu Gunsten einer queren Logik, welche - ausser dem Geldbeutel von ein paar Spielern - niemandem in der Liga etwas nützt.

    Finde es noch witzig, dass auch in Bern am Systemhockey von Jalonen kein gutes Haar gelassen bzw. die Meinung vertreten wird, damit werde das spielerische Genie des SCB in ein zu enges Korsett geschnürt, und das Spiel sei viel zu langweilig so. Dass diverse Leistungsträger seit Monaten ihrer Form nachschleichen, ist natürlich kein Thema. Heute hat es besser ausgesehen als auch schon, wobei das Ausnützen der 5 Min. Strafe im krassen Gegensatz zum ansonsten ideenlosen, an Minigolf erinnernde Überzahlspiel steht. Da merkt man den unbestimmten Ausfall von Untersander und den Abgang von Noreau. Oder evtl. auch das Fehlen von Peltonen, der vorher für das PP zuständig war. Aber eben, im November muss man nicht in Hochform sein - zum Zuschauen ist es natürlich trotzdem ein Graus, und es hatte in Bern auch schon weniger freie Plätze an den Spielen.

    Müller von Ambri würde ich auch gerne (wieder ) in Bern sehen. Allerdings: Mit Arcobello, Ebbett und Haas hat man die Center in den ersten 3 Linien. Und ob Müller in der 4en spielen wollte - selbst wenn diese mit ihm verstärkt mehr Eiszeit hätte als aktuell - ist fraglich. Eine "mutige" Variante wäre natürlich, statt eines ausländischen Centers einen Flügel zu engagieren, und so einen Platz zu schaffen. Eine andere Alternative ergäbe sich, wenn ein Haas nach Übersee wechseln wollte, oder zurück zu Biel. Oder - bei entsprechendem finanziellen Angebot - zu Lausanne ginge.

    Es ist die Krux, dass einigermassen "fertige" Teams für aufstrebende Spieler nicht ohne weiteres entsprechend "herausfordernde" Positionen frei haben. Der Spieler müsste sich diese eigentlich erkämpfen, d.h. sich als bessere Alternative als ein bisheriger Spieler erweisen. Aber wer tut sich das noch an?

    ...in Davos hat der Haussegen nicht erst seit dieser Saison "Schlagseite". Die Abgänge im Unfrieden betrafen auch nicht bloss irgendwelche Spieler, welche an Altersstarrsinn litten, und längst nicht jeder Spieler verliess den Klub, weil die pösen Unterländer mit den Nötli winkten. Im Kommentar von 20Min werden gewisse Andeutungen gemacht.


    ZSC-Stürmer Roman Cervenka ist gesundheitlich schlimmer angeschlagen als angenommen. Der Tscheche muss eine Lungenembolie auskurieren. Cervenka hat seine längere Ausfalldauer bei den ZSC Lions in einem Interview gegenüber der tschechischen Website iSport auf mindestens zehn Wochen beziffert. Demnach hätten die Ärzte nach der Wadenverletzung und Thrombose auch noch eine Lungenembolie und eine Entzündung an den Lungenflügeln diagnostiziert.

    ...nicht "eine" Thrombose, aber die Anfälligkeit darauf hatte seinerzeit der Karriere von Thomas Vrabec eine Ende gemacht. Der hatte diese Schwäche insbesondere in den Beinen, und in den guten alten Zeiten wurde da halt mit dem Stock immer kräftig draufgeschlagen...

    Wenn die KHL mit an Bord wäre, hätte man wohl bessere Voraussetzungen punkto Sponsoren, und nicht nur via "staatlich gelenkte" russische Energiekonzerne. Soweit bekannt ist, scheitert die (erneute) Teilnahme bislang daran, dass die KHL sportliche Privilegien verlangt. Die Konkurrenz für die CH-Klubs würde damit natürlich nochmals erhöht, was das Vorrücken in die Runden jenseits der Gruppenphase anbelangt. In der NZZ von heute (Donnerstag) wird noch eine kurze Analyse der letzten Jahre gezeigt, anhand welcher ersichtlich ist, dass sich der Status des Wettbewerbs bei den CH-Klubs innert weniger Jahre positiv verändert hat. Was das Vordringen in die 1/8 und 1/4 Finals oder - dank dem HCD - sogar bis in die 1/2 Finals angeht, wird der Aspekt der "günstigen Konstellationen" allerdings etwas ausgeblendet. Durch das mittlerweile reduzierte Teilnehmerfeld ist es allerdings kaum mehr möglich, dass man - wie damals Servette oder Fribourg - so weit kommen kann, ohne auf wirklich starke Konkurrenz zu treffen. Trotzdem gibt es nach wie vor günstige Konstellationen, bei welchen man davon profitiert, nicht allzu früh auf die dicken Brocken zu stossen. Im Verlaufe der Zeit kristallieren sich aber natürlich trotzdem gewisse Trends heraus.

    Mein persönliches Fazit ist, dass ein CH-Klub spätestens ab dem 1/8 Final einen hohen Formstand erreichen muss, um gegen einen zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlichen "dicken Brocken" bestehen zu können. Diesen Formstand haben CH-Vertreter im November üblicherweise nicht. Der "Brocken" hat diesen Formstand zwar ebensowenig, aber die sind halt schon im 0815-Modus realtiv stark.

    ...und vor allem relativiert die CHL die Selbstbeweihräucherung in der Schweiz, welche - je nach Journi - mehr oder weniger polemisch vertreten wird. In diesem Zusammenhang verstehe ich gut, dass Zaugg empfiehlt, die CH-Klubs als Vertreter der "besten Liga ausserhalb der NHL + KHL" sollen die CHL verlassen. Denn dass man nicht weitergekommen ist, hängt selbstverständlich nur damit zusammen, dass Klubs und Spieler gar nicht gewollt haben...

    Ich glaube nicht, dass Germann es sich zu einfach macht. Ich hatte eher den Eindruck, dass die Gegner der Aufstockung einer allzu einfachen Argumentation folgten. Germann ist eigentlich der erste Journalist, der etwas selbständig denkt und nicht einfach gebetsmühlenartig etwas nachplappert.

    Man kann mir ruhig die Klubbrille vorwerfen, aber die Argumente, welche M. Lüthi (auch wieder) gestern im NZZ-Interview vorbrachte, sind für mich um einiges nachvollziehbarer als die simplifizierten Annahmen der "Aufstockungs-Gegner". Da ich dazu bereits etwas geposted habe, wiederhole ich mich hier nicht nochmals. Zudem ist das Thema nach der Abstimmung nun mal vom Tisch.

    Glaube nicht, dass Lüthi es so gemeint hat, dass er bzw. der SCB die Vereinbarung aufkündigen will. Der Hintergrund ist, dass man seit Jahren über Massnahmen redet, um den Kostenanstieg zu dämpfen. Eine der sinnvollen Massnahmen, nämlich die Reduktion auf 10 Teams, kann aus sportpolitischen Gründen auf absehbare Zeit kaum umgesetzt werden. Bei der Ausländerfrage wäre eine Umsetzung immerhin kurzfristig möglich. Die Argumentation, die Kosten würden dadurch automatisch steigen, weil dann einfach noch 2 superteure Ausländer mehr beschäftigt würden, ist jedoch nur unter bestimmten Annahmen haltbar. Beispielsweise, dass das Geld keine Rolle spielt. Aber wenn die Mehrheit dagegen ist, lässt man es halt bleiben.

    Wie auch immer, ich finde es grundsätzlich richtig, dass zumindest mal offiziell darüber abgestimmt wird. Allenfalls gäbe es noch andere Punkte, welche von der Liga seit Jahren gewälzt werden, welche eine solche Publizität auch verdienen würden, bzw. wo die Klubs und Klubvertreter mal öffentlich dazu Stellung nehmen müssten. Dies würde die Transparenz erhöhen und verhindern, dass öffentlich das eine gesagt, und hinter verschlossenen Türen etwas anderes getan wird. Wenn nur in Hinterzimmern über wichtige Fragen gesprochen wird, und - je nach Laune und Situation der jeweiligen Klubs - Ideen und Vorschläge still beerdigt werden, kann man sich die diversen Arbeitsgruppen sparen. Nur noch Ideen offiziell zur Abstimmung zu bringen, wenn alle einverstanden sind, kann nicht Sinn der Sache sein.


    müsste ja scb und lugaNo sein, mir ist schlegel paar cm zu klein, um unsere nr. 1 zu werden

    Ist dann halt ein Abwägen, wo die kleineren Nachteile liegen. Ein Goali, dem ein paar Zentimeter fehlen - dafür 4 ausländische Feldspieler, oder einen Ausländer im Tor (...der dann aber eine ordentliche Nummer sein müsste...) und dafür nur noch 3 ausl. Feldspieler. Keine Ahnung, wie der Markt punkto Goalis international aussieht. Aber Koryphäen auf Stufe eines Sulander oder Genoni dürften auch nicht an jeder Ecke zu finden sein.

    Wobei das mit dem Goali nur ein Faktor ist. Die schleichende Auszehrung dauert im Prinzip seit dem letzten Titel an. Die Illusion, man könne dies kompensieren, indem man einfach dem hoffnungsvollen Nachwuchs mehr Eiszeit einräumt bzw. auf die Wundertaten von Arno hofft, kommt höchstens in den Medien gut an. In der Realität zeigt sich, dass ein nicht kleiner Teil der (teilweise gar nicht mehr so jungen) Nachwuchsleute trotz allem Schleifen von Arno nicht über knappe 4–Linien-Tauglichkeit hinauskommt. Wenn überhaupt. Die Goali-Geschichte sei (scheints) auch so gelaufen, weil seitens des Teams entsprechende „Vorbehalte“ gekommen seien.

    Der Speed macht's - noch vor 20 und mehr Jahren wurde bedeutend unfairer und "gewalttätiger" gespielt, es wurde mit dem Stock nicht nur auf dem Eis, sondern auch am Gegner "gearbeitet". Aber das Ganze erfolgte mit viel niedrigeren Tourenzahlen. Heute ist alles auf Tempo Teufel ausgerichtet, das Material leichter, die Schlittschuhe schneller, die Spieler athletischer und skatingmässig von Jugend auf gefördert. Die Zusammenstösse erfolgen mit entsprechender Wucht und Kollateralschäden. Diese Entwicklung wird kaum rückgängig gemacht. Mit richtigem Verhalten und mehr Respekt vor der Gesundheit des Gegners kann man einiges verbessern, trotzdem darf man sich keine Illusionen machen. Bei einer Vollkontakt-Sportart wird es immer zu physischen Rencontres kommen, und mit dem gesteigerten Tempo steigt auch das Risiko steil an, dass der grundsätzlich nicht auf solche Be- und Entschleunigungen ausgerichtete menschliche Körper Schaden nimmt.

    Animiertes Spiel mit Tempo, bei welchem beide Teams nicht verbergen konnten, dass der letzte „Zwick“ da und dort noch fehlt. Das PP ist nur eine Baustelle, welche beiden Klubs in der Champions League zum Verhängnis werden könnte. Dafür die Goalis in Topform - den Schlegel würde ich manchem ausländischen Genoni-Ersatz vorziehen. Der hat ausgezeichnet gehalten.

    Schon extrem. Offenbar scheint eine Rückkehr aber immerhin möglich zu sein. Anderen Spielern hat man nach der 6en Hirneschütterung dringend nahegelegt, mit dem Hockey aufzuhören. Wobei es da natürlich auf die Schwere der einzelnen Fälle ankommt, und wohl auch, wie man diese auskurierte. Scheint bis vor wenigen Jahren zum guten Ton gehört zu haben, dass man den harten Typen markierte, und kurzum auf's Eis zurückkehrte, oder aber vom Klub unter Druck gesetzt wurde.

    Aufgrund von einzelnen Turnieren, ob auf Nationalmannschafts- oder auf Klubebene, kommt selten etwas schlaues heraus bei solchen Analysen. Was die Kritik an Fischer angeht, so ändert sich zumindest meinerseits aber nichts: Sein System der mutigen Offensive funktioniert, wenn die NHL-Fraktion im Nationalteam gut vertreten und einigermassen in Form ist. Sind die Verhältnisse jedoch nicht derart optimal, so hat Fischer keinen Plan B, wonach man das Spiel viel defensiver ausrichten müsste. Top und Flop wechseln sich deshalb ab, je nachdem, wie es betreffend des genannten Kriteriums aussieht. Immerhin scheint er einen guten Draht zu den Spielern zu haben, welche seinen Aufgeboten meistens folgen - das ist auch etwas wert. Ein ausländischer Coach, den keine "Swissness" schützt und dem der naive Optimismus von Fischer abgeht, wäre unter gleichen Verhältnissen längst abgesägt worden.