Beiträge von Iceman

    Die grosse Überraschung ist es nach der ganzen Vorgeschichte nicht; spätestens als die Meldung vom Hausbau kam und Genoni sich sehr viel Zeit liess bei seinem Entscheid war der Fall klar. Für Genoni macht das Gesamtpaket in Zug natürlich Sinn: Ambitionierter Klub, vertretbarer Arbeitsweg, Gehalt stimmt ohnehin, und er und seine Familie sind wieder "daheim".

    Der EVZ ist nun aber eine "Verpflichtung" in doppeltem Sinne eingegangen, mit gewissen wohlfeilen Sprüchen ist nun definitiv Feierabend. Denn Genoni hat man ja nicht geholt, um den Schaden in Grenzen zu halten, wenn man Academy-Novizen Auslauf gibt. Neben den abgeworbenen Langnauern wird man da auch sonst noch an der Schraube drehen müssen beim EVZ zur Kaderverstärkung, ansonsten wäre Genoni dann einfach auf einem äusserst gut bezahlten "Alterssitz" angekommen.

    In Bern muss man schauen, wie man die grosse Lücke wieder schliesst. Vor allem die Optionen mit CH-Pass sind rar.


    https://www.watson.ch/sport/eismeist…ern-oder-ev-zug

    Interessant das der ZSC immer noch im Rennen um Genoni ist.

    ...ist für mich aber immer noch die wahrscheinlichste Option, obwohl auch der EVZ in Frage käme, wenn Genoni zurück in sein Umfeld in Zürich will. Und dies scheint ihm aus familiären Gründen eben wichtig zu sein. Sportlich ist der ZSC aber für Genoni sicher reizvoller als Zug. Weiss nicht, wie lange der Vertrag von Flüeler noch läuft beim ZSC. Kann mir aber gut vorstellen, dass Sven die Chance ergreifen will, auf der Goaliposition für die nächsten paar Jahre Ruhe zu schaffen. Vielversprechender Nachwuchs auf der Goaliposition ist (in dieser Qualität) derzeit schweizweit nicht in Sicht, und Flüeler ist zwar nicht schlechter als Genoni, war aber in den letzten Jahren verletzungsanfällig. Nehme an, dass diese Argumentation auch Walter Frey eingeleuchtet hat....

    Um die üblichen Verdächtigen auf den ersten 4 Plätzen zu sehen braucht's noch keine Kristallkugel - wobei in den letzten Jahren meistens einer (...in der Quali...) die Seuche hatte.

    Der ZSC hat mit Bodenmann + Hollenstein 2 Nationalstürmer der oberen Hubraumklasse verpflichten können - wollte man künstlich nach Problemen suchen könnte man den vom "Dichtestress der Starspieler" bringen, wobei das eben schon Luxusprobleme sind.

    In Bern hat man umgekehrt einen Bodenmann verloren und nicht wirklich ersetzen können. Die Zuzüge geben bestenfalls etwas mehr spielerische Breite. Man muss hoffen, dass Jalonen die altgedienten Sciaroni & Bieber wieder in die Spur bringt und ein Grassi einen Schritt nach vorne macht. Ansonsten ist das Bemühen erkennbar, das Kampfgewicht zu erhöhen, was mit "Beförderungen" von Nachwuchsspielern sowie einem Zuzug aus der NLB bewerkstelligt werden soll. Hoffe auf etwas mehr Emotionen und weniger taktisches rumgeeiere. Und dass man nicht mehr von Weihnachten bis im April den Faden reissen sieht.

    Lugano war in den letzten Jahre spätestens in den Play-off's ein heisser Kandidat, kam aber jeweils nicht am späteren Meister vorbei. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Zudem scheint man nicht mehr so fasziniert von grossen Namen zu sein, was dem Teamgefüge nicht schadet.

    Beim EVZ erwarte ich keine grossen Sprünge - spielerisch nicht schlecht, aber für die Play-off's zu leicht. Stephan hat bisher noch nie überzeugt in den PO's.

    Warum man in der Vorschau den HCD so weit vorne vermutet kann ich nicht nachvollziehen. Habe eher den Eindruck, dass dort die Play-off Teilnahme gefährdet sein könnte.


    Tavares zu den Leafs... Russland im Viertelfinal

    Was für ein Tag!!!

    Der Alk fliesst in Ströhmen bei mir!!!

    Vielleicht erlebt man es ja noch, dass diese "Legenden Franchise" wieder einmal den Pott holt.... schade dass dies nicht mehr gegen die Québec Nordiques möglich ist.... :suff:

    ...die erste Saison ist jeweils noch getragen von der Aufstiegseuphorie, zudem sind die Erwartungen noch nicht allzu gross, weil der Aufsteiger sich infolge der "Transfergepflogenheiten" in der hiesigen Liga nur beschränkt verstärken kann. Und im Falle von Rappi wäre die Kohle - Mäzene sei Dank - ja nicht das Problem gewesen. Andererseits war Rappi für NLB-Verhältnisse mit einer überdurchschnittlichen Mannschaft unterwegs. Sportlich gesehen werden die Kloten problemlos ersetzen können - nostalgiemässig natürlich nicht. Wobei die Unterschiede im ehemals legendären Derby in den letzten Jahren solche Ausmasse angenommen haben, dass von einem "echten" Derby nicht mehr die Rede sein konnte. Wie andere ehemals legendäre Derbies (Bern-Langnau) lebte auch ZSC-Kloten zunehmend von der Erinnerung. Immerhin ist diese noch nicht so verblasst wie in Bern, da man vor ein paar Saisons noch im Playoff-Final gegen Kloten antrat.

    Auf den ersten Blick könnte man angesichts der personellen Situation das Risiko irgendwelcher "Vetternwirtschaft" bemängeln, allerdings hat gerade der IIHF und die Allianz der europ. Hockeyclubs das Heu nicht auf der gleichen Bühne, was u.a. auch mit dem Vorgehen zur Wiederbelebung der CHL seitens der Klubs zusammenhängt. Es ist ähnlich wie in der CH: Die Klubs wollen mehr Einfluss auf den Verband, in diesem Fall auf die IIHF, die Funktionäre dort wollen weitermachen wie bis anhin.

    Der "Goalimangel" würde sich mit dem Abgang von Elvis nochmals verstärken. Gerüchteweise ist zu vernehmen, Genoni wechsle nach der nächsten Saison zum ZSC, was aufgrund des familiären Hintergrundes nicht weiter erstaunlich wäre. Der Hausbau ist offenbar im Gange.

    Weiss ja nicht, was ein Berra bei Gottéron für seinen (glaub') 5 Jahresvertrag kassiert, aber der könnte wahrscheinlich noch mehr kassieren, wenn sich Klubs wie Bern und Lugano nach neuen Goalis umsehen müssen. Und Stephan in Zug wird auch nicht jünger. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es bestenfalls das eine oder andere vielversprechende "Talent" (z.B. A. Schmid im Langnau-Nachwuchs). Das Nachwuchs-Goali-Duo in Davos macht bisher auch nicht gerade den Eindruck, auf den Level des ehemaligen Duos Genoni/Berra zu kommen. Bern, Lugaon oder Zug sind aber die falschen Adressen, um auf der Goaliposition Nachwuchs zur NLA-Reife zu bringen.

    OK, L. Flüeler hat letzte Saison gezeigt, dass er nach wie vor ein Topgoali ist. Das Handicap dürfte seine Verletzungsanfälligkeit sein, welches den ZSC und allfällige Interessenten vermutlich "zögern" lassen. Deshalb kann man davon ausgehen, dass S. Leuenberger das "Problem" mit einem langjährigen Vertrag für Genoni auf Jahre hinaus lösen wird. Da wird's in Bern dann wohl eine Ausländerlizenz kosten.

    Die Voraussetzungen sind aktuell sicher besser als auch schon. Die meist hohe taktische Schule der Schweden + Finnen ist uns aber noch nie sonderlich gelegen, währenddem man gegen die (uns ab und an wohl unterschätzenden...) Nordamerikaner schon Überraschungen landen konnte.

    Defense first, würde es eigentlich heissen, auch wenn man mit den NHL-Verstärkungen nun eher in dem "Vorwärtsgang" spielen kann, der Fischer vorschwebt. Wenn dieser bzw. der Verband gelegentlich zur Einsicht käme, dass man Taktik und Ausrichtung dem Aufgebot anpassen müsste, wäre schon viel gewonnen. Es ist nicht so, dass die CH-Nati nun plötzlich ein offensives Erweckungserlebnis gehabt hätte, sondern man hat derzeit das Glück, dass so viele Verstärkungen aus der NHL wie noch nie den Weg nach Dänemark gefunden haben. Sind beim nächsten Termin dann wieder eher die typischen NLA-Vertreter am Start, so kann man nicht gleich auftreten. Oder aber man fliegt vor den 1/4-Finals sang- und klanglos aus den Turnieren.

    Der Natitrainer muss einfach hoffen, dass er im Schnitt alle 2 Jahre Glück hat mit NHL-Verstärkungen. Andererseits ist der ansonsten vielkritisierten Fischer dafür zu loben, dass er einen guten Draht zu den Übersee-Profis hat, und die auch kommen, wenn sie können.

    So, auch die grössten Festbrüder haben mittlerweile (...hoffentlich...) nach Hause gefunden... :suff:

    Gratuliere zum Titel - verdient durch den Effort bzw. die endlich erwachten Lebensgeister eines Teams, welches in den letzten Jahren Rätsel aufgab. Die vielkritisierte nächste Generation übernahm je länger je mehr Verantwortung in den PO's. Das relativiert auch etwas die Kritik an Salis und zeigt, dass er grösstenteils die richtigen Spieler am Start hatte, allenfalls wäre jeweils bei den Ausländern noch mehr möglich gewesen. Aber wie immer in den PO's sind es nicht die ausländischen Heilsbringer, welche entscheidend sind. Und wie jeder Finalist / Meister verfügte der ZSC über eine starke 4e Linie. Nicht zu vergessen einen starken Goali, ohne den natürlich nichts geht.

    Die Puzzleteile lagen eigentlich schon länger auf dem Tisch, und ein wesentlicher Teil bzw. der Kern des Teams hatte noch der vielkritisierte vorherige Sportchef zusammengestellt..... (...das ist ein Zitat aus einer Analyse über die freudentaumelnden Young Boys, aber es passt auch nicht schlecht zum ZSC...).

    Also, feiert noch schön!

    PS: Interessiert in Zürich nicht unbedingt, aber trotzdem: SCB-Kultfan "Hardboiled-Tuni" ist leider verstorben. Gehe davon aus, dass es im Zusammenhang mit dem Hirntumor steht, den man bei ihm letzten Sommer operieren musste. In der Serie gegen den ZSC war er jeweils noch im Stadion, und dann ging es offennbar sehr schnell, wie es in solchen Fällen nicht untypisch ist. Werde seine schonungslos-bissigen Kommentare und ihn selber vermissen. Er teilte zwar auch gegen andere Klubs aus, aber am kritischsten und bissigsten war er - wie jeder echte Fan - gegenüber seinem eigenen Team.

    Gratulation zum verdienten Finaleinzug!
    Rechtzeitiges und starkes Comeback des ZSC nach einer schwierigen Saison. Der SCB leider mit etwas umgekehrtem Formverlauf. Seit Weihnachten zeigte die Formkurve "abwärts"; die erhoffte Steigerung bekam man nicht mehr hin. Das war gegen einen starken ZSC insgesamt zu wenig. Der entscheidende Treffer in der Verlängerung stand für diverse andere solche Momente, wo man immer wieder haarsträubende Fehler im Defensivverhalten des SCB zur Kenntnis nehmen musste. Defense wins Championships - die Floskel kommt nicht von ungefähr. :nick:

    Das Spiel SC Bern gegen die NJ Devils vom 1. Oktober 2018 ist 24 Stunden nach Beginn des Vorverkaufs bereits ausverkauft. Da die Devils und die Event Agentur "LiveNations" (Kalifornien) die Sache vermarkten, hatten die Saisonkartenbesitzer kein Vorkaufsrecht. Na ja, Pech gehabt, aber vorläufig gibt's andere Prioritäten...

    Ich glaube auch (immer) noch, dass mit einem Erfolgserlebnis beim ZSC mancher Knoten gelöst würde. Die Verweise auf die Play-out Saison (trotz valablem Kader) oder den Steigerungslauf 2016 (nach verunglückter Saison) des SCB halte ich aber für verfehlt, da die damaligen Umstände aus meiner Sicht nicht vergleichbar sind mit denen beim ZSC. Am ehesten vergleichbar wäre wohl noch die Durststrecke zwischen 2006 und 2010, als man (ausser 1x im Final) jeweils sang- und klanglos früh scheiterte in den Play-off's (...als Qualisieger).

    Vorerst ist aber mal gerade die 1e Runde in den Play-off's gespielt, auch wenn die Resultate für Play-off's zu wenig "eng" sind. Eben gerade deshalb glaube ich, dass es nicht in diesem Stil weitergehen wird. Und eben, ein grosser Abend kann vieles bewirken in einem blockierten Team.

    Ohne die Statistik der Saison zu kennen sehe ich auch nicht ein, warum der HCD gegen Biel der Favorit sein sollte. Angesichts der Formkurve der Bieler scheint die Serie mindestens ausgeglichen. In der Defensive schnitzern die Davoser zu häufig, und die Goalis sind halt trotz aller Lobpreisungen für den Davoser "Goaliflüsterer" bzw. Torhütertrainer nicht die Nachfolger des Duos "Genoni / Berra". Vorteil Biel.

    Bei Zürich gegen Zug müssen sich die ZSC-Spieler einfach vorstellen, sie würden gegen den SCB spielen. Dann gibt jeder mehr als Vollgas. Spielerisch sind die Zuger stark und haben treffsichere Ausländer - der ZSC muss über Kampf + Chrampf die schönen + schnellen Spielzüge stören. Mit einem Erfolgserlebnis im Rücken ist beim ZSC alles möglich.

    Bern / Senf: Wird darauf ankommen, wieviele Verletzte der SCB im Lauf der Serie einfängt. Wenn die Schiris nicht von Beginn weg durchgreifen bei der "Stock- und Ellbogenarbeit" wird es so ausarten wie letzten Frühling in der Serie Zug / Genf. Aus aktuellem Anlass ein gutes Beispiel dafür, warum man mit dieser "Härte" international nicht weiterkommt - dort wird halt nicht nur jeder 5e Stockschlag gepfiffen, damit die Strafenbilanz nicht so "einseitig" aussieht. Die Spiele waren bisher stets knapp und die Quali-Bilanz der Direktbegegnungen ist ausgeglichen. Der SCB somit nur vom Schlussrang her Favorit.

    Lugano / Gottéron: Lugano durch 3 Ausfälle geschwächt, bei Gottéron kehrt Sprunger als offensiver Denker + Lenker zurück. Die Frage ist, wie lange er "überlebt". Mit Cervenka + Birner verfügen die Fribourger aber über zusätzliche Trümpfe, die standfester sind als der zerbrechliche Klasen. Merzlinkis in den letzten beiden Saisons in den PO's jeweils überragend. Aber auch bei Gottéron ist der Goali nicht mehr der grosse Unsicherheitsfaktor, trotz Brusts "Freistil-Ansatz". Beide Teams können sich von Emotionen tragen lassen, aber auch so abstürzen - Lugano hat trotz allem mehr Qualität im Kader.

    Wenigstens bestätigt sich damit die bekannte Statistik bezüglich dem Effekt von Trainerrochaden (siehe auch Lausanne...) - wobei man in Zürich die Sache erst nach den Play-off's beurteilen sollte. Der Lars quälte sich seinerzeit auch mit nicht viel mehr Erfolg als Boucher durch den Rest der Quali, bevor die (damals zahlreichen) Verletzten zurückkehrten. Wobei das Elend zumindest insofern gemildert wurde, als dass die Kummerbuben auf dem Eis stets alles gaben, auch wenn die Art und Weise einem verzweifeln liess.

    ...und wenn man das Verletzungspech von Lugano sieht (Brunner out mit Beinbruch, Bürgler Muskelfaserriss oder so, Chiesa auch irgendwie out...) merkt man, dass sich das Blatt sehr schnell drehen kann. Nach dem Pseudo-PO Auftakt gegen Servette gestern muss man einmal mehr feststellen, dass "hart" spielen in der CH-Meisterschaft primär Stockschläge auf das Handgelenk und Crosschecks von hinten bedeuten. Auf normale Checks Schulter gegen Schulter ist man trotzdem nicht vorbereitet.


    Gemäss SCB-Fans etwa gleich: ein defensiver „Hasardeur“...

    "Hasardeur" ist meiner Meinung nach übertrieben. Aber es ist natürlich kein Zufall, dass er üblicherweise mit Beat Gerber auf dem Eis steht. So what, wenn auf der Verpackung "OFFENSIVverteidiger" steht ist auch das drin. Die Universalgenies spielen nicht in unserer Liga.

    Dass Noreau nicht immer spielte hängt mit den Verletzten zusammen. Am Anfang waren Verteidiger verletzt, da spielte Noreau immer. Danach waren Stürmer verletzt, und da kamen halt die ausländischen Stürmer (meistens) zum Zug. Nur Arcobello und Ebbett rotieren fast nie, Raymond + Pyörälä hingegen öfter und die haben auch weniger Spiele als Noreau.

    Ist nichts neues, dass es mit 5 Ausländern zu Problemen kommen kann. Ich schätze Noreau als guten Offensivverteidiger. Bliebe noch anzumerken, dass man von Raymond + Pyörälä, welche ein etwas grösseres Palmares aufweisen als Noreau, keine öffentlichen Klagen hört über ihre Einsatzzeiten.

    Fragt sich, ob man in Bern rechtzeitig aus dem "ist doch egal, wir haben ja Vorsprung" Modus heraus- bzw. wieder zu den nötigen Emotionen findet. Das war seit ca. Mitte Dezember nicht mehr der Fall, sogar Genoni hat sich vom "Löli-Modus" anstecken lassen, wobei der - im Gegensatz etwa zum Duo Blum/Untersander - noch geradezu harmlos war mit seinen Ausrutschern. Kari hat dem Treiben (...zumindest gegen aussen...) relativ unbeeindruckt zugesehen. Hoffe, der hat noch ein psychlogisches "Hallo wach" im Ärmel....


    Deutschland :applaus: :applaus: :applaus: :fleht:

    Die Deutschen können Powerplay und Boxplay spielen, sie kämpfen, sie gewinnen Zweikämpfe, und vor allem adaptierten sie eine Spielweise, die zu den Fähigkeiten der Spieler passt und an das erfolgreiche Schweizer System unter Ralph Krueger (1997 bis 2010) erinnerte.

    So wie die Schweizer derzeit unter Patrick Fischer spielen wollen, nämlich mit spielerischen und läuferischen Qualitäten den Gegner ausspielen, so stehen die Aussichten auf ein baldiges Schweizer «Miracle on Ice» eher nicht gut.

    Tja, man hält krampfhaft an einer verzerrten Selbstwahrnehmung fest und hängt diese immer am Ausnahmefall "Stockholm" auf bzw. zieht aus diesem schönen Erfolg die falschen Schlüsse. Es fehlt ein realistisches Gesamtbild über die Entwicklung der relevanten Stufen U-irgendwas bis hin zur CH-Nati. Vor jedem internationalen Event schreiben die CH-Hockeyjournalisten den gleichen Stuss betreffend Tempo & Technik, und in den meisten Fällen wird diese Legende schon im ersten Spiel gegen einen kampfstarken angeblichen "Nobody" widerlegt. Und es geht immer um's Gleiche: Man kann sich nicht durchsetzen, man gewinnt zu wenig Zweikämpfe, und deshalb kommt man auch selten in eine Abschlussposition bzw. schiesst zu wenig Tore. Statt erstmal "krügermässig-defensiv" anzufangen und dann, wenn man den Tritt gefunden hat, etwas offensiver aufzutreten, will man von Anfang an spielen wie die "Grossen". Kommt mir jeweils vor, als ob einer mit 50 Km/h auf die Autobahn einspuren will, statt zuerst noch soviel Tempo aufzunehmen, dass er nicht gleich über den Haufen gefahren wird.

    Aber eben, im Verband und bei ein paar betriebsblinden Journalisten ist 50 Km/h das neue 120 Km/h.

    Bin gespannt ob unser Verband etwas draus lernt. Denke jedoch nicht.

    Das Resultat wird nur insoweit zur Kenntnis genommen werden, als dass man damit das eigene Ausscheiden etwas schönreden kann. Aber ansonsten ist man ja nach eigenem Befinden auf dem "richtigen Weg"...