Die DE-Nationalmannschaft setzte ihre Stärken - Kampfkraft und Disziplin - optimal ein. Es bildet sich dort offenbar niemand ein, man könne die "Grossen" mit (überschätzten) spielerischen Qualitäten bezwingen. Die Spielanlage ist auch dementsprechend realistisch. Man hat die Kanadier auch mit dem physischen Einsatz zermürbt und davon profitiert, dass diese die entsprechenden Strafen nur schlecht genutzt haben. Natürlich, wenn's läuft, dann läuft's, aber dafür muss man auch etwas tun. Nur ambitionierte Ziele verkünden reicht nicht.
Beiträge von Iceman
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...das Spiel dauert natürlich noch ein Weilchen, aber trotzdem:
Die Deutschen machen es auch gegen die Kanadier gar nicht schlecht. Sie spielen realistisch, d.h. konzentrieren sich primär auf eine solide Defensive und versuchen, durch schnelle Konter einen Treffer zu landen. Immer wieder erstaunlich, was man mit einer derart ausgefeilten, hochkomplexen und nur von absoluten Genies umzusetzenden Taktik erreichen kann...
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Abgesehen von fragwürdigen Selektionen wie Almond oder DuBois (...Untersander oder Bodenmann könnte man genau so gut nennen...) genügte der Formstand bei zu vielen Nationalspielern nicht. Stimmt die Form und entwickelt sich daraus der berühmte positive "Flow", kann man über sich hinauswachsen. Ansonsten verkehrt sich die Sache ins Gegenteil. Letztlich war das, was man von der Nati in Korea sah, in sehr vielen Teilen ein Spiegelbild der aktuellen Meisterschaft, wo die (angeblichen) Spitzenteams dahintorkeln - und trotzdem auf erstaunlichen Plätzen stehen. Bei allem Eindreschen auf Fischer sollte man diesen Umstand nicht ganz ausblenden.
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Solange die Intensität in der heimischen Liga nicht höher ist, muss man sich nicht wundern, dass es international nicht funktioniert. Hierzulande kann man mit sackschwachen Leistungen über Monate hinweg (...der SCB zum Beispiel ab Mitte Dezember bis jetzt...) durch die Meisterschaft eiern - Konsequenzen gleich Null. Weil der Rest eben auch so unterwegs ist.
Wie anders würde es aussehen, wenn
nur die ersten 4 Teams die Play-off's bestreiten dürften, und der 1/4-Final gestrichen würde? Klar, Riesengeschrei, die Klubs brauchen das Geld, und die Play-off's hat man ja eingeführt, damit unabhängig vom Saisonverlauf am Ende jeder noch mindestens 2x volle Hütte hat.
das Ausländerkontigent erhöht würde, da es offensichtlich nicht genug NLA-taugliche Spieler gibt, und das Niveau trotz aller Jugendförderung in der NLA nicht steigt? Klar, Riesengeschrei, der Untergang, man schaue nur nach Deutschland (...uuups, geht momentan nicht so gut...)
Ist zugegebenermassen etwas aus der Hüfte geschossen, aber bloss mit dem Zusammenfalten des Trainers verändert sich eben auch nichts.
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Das Schlimmste kommt erst noch, wenn jetzt der Raeto und der Fischi die Erfolgsstory in die Mikrophone diktieren. Gut für's Teambuilding, und beim Matrazenkauf war's auch ganz lustig....
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Für die Reaktivierung von Paul di Pietro, Seger und Martin Plüss dürfte es zu spät sein...

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Auch die neuen, flexiblen Banden vermögen einen Zusammenstoss mit einem Spielerkopf nicht auszubalancieren . Bevor die Bande sich überhaupt nur bewegt, ist das Hirn schon erschüttert. Bei allen entscheidenden Vorteilen einer flexiblen Konstruktion ist dieser auch Grenzen gesetzt. Die meisten Hirnerschütterungen passieren meines Wissens nicht wegen "Kopf gegen Bande", sondern wegen "Ellbogen / Schulter gegen Kopf".
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Wenn man die Deutschen besiegt, und dann gegen die Schweden oder einen anderen "Grossen" wie gewohnt verliert, ist man etwa dort, wo man realistischerweise hingehört. Daraus mache ich Fischer oder sonst einem Übungsleiter keinen Vorwurf. Das Geschwätz von wegen Medaillen, mangels NHL-Spieler geschwächten Konkurrenten etc. würde man sich inskünftig aber lieber verkneifen. Realismus bei der Selbsteinschätzung und eine darauf abgestimmte Spielanlage würde zu weniger Kritik und mehr Erfolg führen.
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Habe fast etwas um die Gesundheit von Hischier gefürchtet angesichts seines "Kampfgewichtes". Dass er sich gegen die Brocken in der NHL von Beginn weg so gut behaupten kann hätte ich nicht gedacht.
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....das Spiel war bestenfalls resultatmässig lange ausgeglichen, weil es die Tschechen nicht verstanden haben, aus ihrer Dominanz entsprechend Tore zu erzielen. Auf der Suche nach positiven Aspekten kann man noch die letzten 10 Minuten nehmen, wo man nochmals alles versuchte und etwas besser aussah. Ansonsten war man aber in allen Belangen in einer Weise unterlegen, wie ich es schon länger nicht mehr gesehen habe. Zeitweise wurde man derart im eigenen Drittel eingeschnürt, dass nicht gewechselt werden konnte und die Spieler völlig erschöpft herumrutschten; wäre den Tschechen nicht doch ab und zu ein Fehler passiert, hätte man in diesem Moment ein Foul begehen müssen, um einen Spielunterbruch herbeizuführen.
Die Tschechen lieferten - bis auf die Chancenauswertung - eine sehr starke Leistung ab, dass soll nicht unter den Teppich gekehrt werden. Wenn aber Fischer von einem "ausgeglichenen" Spiel redet, ist der Realitätsverlust weiter fortgeschritten als befürchtet.
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Eindrückliche Lektion der Tschechen - wenn die sich Medaillenchancen ausrechnen ist das noch nachvollziehbar. Sofern sie ihre Chancenauswertung verbessern.
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Reaktion gelungen, nachdem in den ersten 30 Minuten das Selbstvertrauen sichtlich gefehlt hatte. Man stand aber am richtigen Ort und konnte so die Fehler des koreanischen Goalis ausnutzen. Danach deutlich gelöster, Pässe genauer, und mit mehr Selbstvertrauen fielen die Pucks plötzlich rein. Gegen solche Gegner hat man schon deutlich schlechter ausgesehen. Hupkonzerte muss man aber deswegen nicht veranstalten.
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Ob jetzt der Spengler-Cup die Referenz ist, sollten sich Fischer & Co. nochmals überlegen. Mit der bahnbrechenden Feststellung, dass die Kanadier gegenüber dem Plauschturnier aufgedreht hätten, befindet man sich aber schon mal auf dem Weg zur Erleuchtung. Da kommt mir Clarkson von Top Gear in den Sinn bzw. sein Satz:"Und mit dieser Bombensensation beenden wir unsere heutige Sendung..."
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Bitte jetzt keinen lauwarmen CH Auftritt gegen Korea... die Tschechen waren gegen die offenbar am dösen bei ihrem 2:1 Sieg.
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Kommt dazu, dass das Gros der CH-Journalisten ziemlich unkritisch ist, sobald es um die Nationalmannschaft oder deren Trainer geht - zumindest seit dieser ein Einheimischer ist. Nur Chefpolemiker Zaugg hat es gewagt, Fischer zu kritisieren. Ist danach irgendwie "exkommuniziert" worden, und schlägt seither auch etwas sanftere Töne an. Insgesamt scheint der naive Optimismus Fischers aber die spitzen Federn abgestumpft zu haben. Unverdrossen verkünden die schreibenden Experten zudem Weisheiten (hohes Tempo, hohes technisches Niveau) welche sich in der Praxis seit Jahren als Luftheuler erweisen. Nur auf Fischer zu schiessen ist aber zu billig, denn was die Spieler abgeliefert haben spottet auch jeder Beschreibung. Item, man kann es als missglückte "Hauptprobe" nehmen, evtl. bewirkt sie etwas positives.
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Mit Berufsoptimismus und dem Verkünden von grossen Zielen ist es nicht getan, aber das scheinen weder Fischer noch dessen Vorgesetzte beim Verband zu realisieren. Stattdessen wird von "Swissness" gelabert und die Philosophie vertreten, dass ein Trainer primär mal Schweizer sein muss, um es den Hockeyimperialisten von sonstwoher zu zeigen.
OK, um der Gerechtigkeit willen wäre auch noch zu sagen, dass die leistungsmässigen Highlights der Herren Spieler halt auch relativ rar sind. Aber dass ist keine neue Erkenntnis, weshalb es umso mehr erstaunt, dass man im Vorfeld immer wieder in den gleichen "Staubsaugervertreter-Jargon" von wegen "Medaillen" und "Augenhöhe mit den Grossen" verfällt.
Gesuchte positive Aspekte: Zumindest macht sich nun keiner mehr Illusionen darüber, wie "geschwächt" Kanada & Co. sind ohne NHL-Stars. Vielleicht kommt man dadurch wieder zu einer etwas realistischeren Spielanlage und es bleibt bei einem einmaligen Schockerlebnis...
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Liegt sicher an den stürmischen Windverhältnissen dort, da bläst's den Puck halt unversehens rein.
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Selbst bei korrekten Checks oder bei Zusammenstössen werden Spieler und deren Köpfe schon gehörig "erschüttert". Das viel höhere Tempo lässt die dabei wirkenden Kräfte exponentiell ansteigen. Kommen dann noch Schultern oder Ellbogen gegen den Kopf dazu, wird es auch bei geringerem Tempo gefährlich.
Glaube nicht, dass risikomindernde Vorschläge ausbleiben, weil es allen egal ist. Nur ist das Problem wohl nicht so einfach zu lösen. Klar, man kann einfach die Strafen in astronomische Höhen schrauben, um zumindest offensichtliche "Mordversuche" zu ahnden. Ob aber das Gros der Hirnerschütterungen bei den berühmten Fouls passiert, welche dann noch tagelang zu reden geben, bezweifle ich. Letzte Saison waren zwischenzeitlich in Bern 5 Spieler mit einer Gehirnerschütterung out, ohne dass man realisiert hätte, wann und wie es überhaupt passiert ist (keine Verfahren oder Sperren).
Ab einer bestimmten Anzahl von Hirnerschütterungen wird der Heilungsverlauf unberechenbar, wenn überhaupt ein solcher noch eintritt. Bei Kobasew führte letztlich ein zum falschen Zeitpunkt erhobener Arm des Schiris bzw. der damit verbundene "Kopftreffer" zum Karriereende. Nach vermutlich zig in der NHL erlittenen Hirnerschütterungen, welche wohl auch nicht immer gut behandelt worden sind.
Apropos NHL, die Wunderlösung für das Problem hat man dort offenbar auch noch nicht gefunden...
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Man möchte einerseits "mitspielen" und glaubt, längst weiter bzw. zu gut zu sein für das seinerzeitige krügersche Defensivspiel. Andererseits bringt man ohne Feuerunterstützung aus der NHL kaum Tore zustande - das dürfte auch diesmal die Krux sein. Mit etwas Fortune findet man allenfalls den "Flow" und das "Momentum" und tut sich plötzlich nicht mehr ganz so schwer mit dem scoren.
Die Tschechen (Cervenka, Birner) und die USA (Roe, Arcobello) haben jedenfalls auch ohne die NHL-Granden den einen oder anderen der weiss, wo die Kiste steht.
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Immer wieder "faszinierend", was da an Physis fehlt. Das kann man mit dem vielgerühmten Tempo der Eisgenossen nicht kompensieren, zumal dieses eben auch nicht vorhanden ist, wenn mal einer den Weg verstellt. Wie Untersander die Scheibe in der Overtime 2x auf dümmste Weise verlor war auch ein Klassiker der Überheblichkeit - das erste Mal vergab man so eine gute Chance in der Offensive, danach noch ein Fauxpas im eigenen Drittel. Da kann man nur den Kopf schütteln. Aber in Korea wird ja nun alles besser.
Spiel musste offenbar durchgeführt werden, um auf die vertragliche Anzahl Partien in der CH zu kommen (Sponsoren) - zumindest dafür kann Fischer nichts.