Ob jetzt der Spengler-Cup die Referenz ist, sollten sich Fischer & Co. nochmals überlegen. Mit der bahnbrechenden Feststellung, dass die Kanadier gegenüber dem Plauschturnier aufgedreht hätten, befindet man sich aber schon mal auf dem Weg zur Erleuchtung. Da kommt mir Clarkson von Top Gear in den Sinn bzw. sein Satz:"Und mit dieser Bombensensation beenden wir unsere heutige Sendung..."
Beiträge von Iceman
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Bitte jetzt keinen lauwarmen CH Auftritt gegen Korea... die Tschechen waren gegen die offenbar am dösen bei ihrem 2:1 Sieg.
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Kommt dazu, dass das Gros der CH-Journalisten ziemlich unkritisch ist, sobald es um die Nationalmannschaft oder deren Trainer geht - zumindest seit dieser ein Einheimischer ist. Nur Chefpolemiker Zaugg hat es gewagt, Fischer zu kritisieren. Ist danach irgendwie "exkommuniziert" worden, und schlägt seither auch etwas sanftere Töne an. Insgesamt scheint der naive Optimismus Fischers aber die spitzen Federn abgestumpft zu haben. Unverdrossen verkünden die schreibenden Experten zudem Weisheiten (hohes Tempo, hohes technisches Niveau) welche sich in der Praxis seit Jahren als Luftheuler erweisen. Nur auf Fischer zu schiessen ist aber zu billig, denn was die Spieler abgeliefert haben spottet auch jeder Beschreibung. Item, man kann es als missglückte "Hauptprobe" nehmen, evtl. bewirkt sie etwas positives.
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Mit Berufsoptimismus und dem Verkünden von grossen Zielen ist es nicht getan, aber das scheinen weder Fischer noch dessen Vorgesetzte beim Verband zu realisieren. Stattdessen wird von "Swissness" gelabert und die Philosophie vertreten, dass ein Trainer primär mal Schweizer sein muss, um es den Hockeyimperialisten von sonstwoher zu zeigen.
OK, um der Gerechtigkeit willen wäre auch noch zu sagen, dass die leistungsmässigen Highlights der Herren Spieler halt auch relativ rar sind. Aber dass ist keine neue Erkenntnis, weshalb es umso mehr erstaunt, dass man im Vorfeld immer wieder in den gleichen "Staubsaugervertreter-Jargon" von wegen "Medaillen" und "Augenhöhe mit den Grossen" verfällt.
Gesuchte positive Aspekte: Zumindest macht sich nun keiner mehr Illusionen darüber, wie "geschwächt" Kanada & Co. sind ohne NHL-Stars. Vielleicht kommt man dadurch wieder zu einer etwas realistischeren Spielanlage und es bleibt bei einem einmaligen Schockerlebnis...
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Liegt sicher an den stürmischen Windverhältnissen dort, da bläst's den Puck halt unversehens rein.
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Selbst bei korrekten Checks oder bei Zusammenstössen werden Spieler und deren Köpfe schon gehörig "erschüttert". Das viel höhere Tempo lässt die dabei wirkenden Kräfte exponentiell ansteigen. Kommen dann noch Schultern oder Ellbogen gegen den Kopf dazu, wird es auch bei geringerem Tempo gefährlich.
Glaube nicht, dass risikomindernde Vorschläge ausbleiben, weil es allen egal ist. Nur ist das Problem wohl nicht so einfach zu lösen. Klar, man kann einfach die Strafen in astronomische Höhen schrauben, um zumindest offensichtliche "Mordversuche" zu ahnden. Ob aber das Gros der Hirnerschütterungen bei den berühmten Fouls passiert, welche dann noch tagelang zu reden geben, bezweifle ich. Letzte Saison waren zwischenzeitlich in Bern 5 Spieler mit einer Gehirnerschütterung out, ohne dass man realisiert hätte, wann und wie es überhaupt passiert ist (keine Verfahren oder Sperren).
Ab einer bestimmten Anzahl von Hirnerschütterungen wird der Heilungsverlauf unberechenbar, wenn überhaupt ein solcher noch eintritt. Bei Kobasew führte letztlich ein zum falschen Zeitpunkt erhobener Arm des Schiris bzw. der damit verbundene "Kopftreffer" zum Karriereende. Nach vermutlich zig in der NHL erlittenen Hirnerschütterungen, welche wohl auch nicht immer gut behandelt worden sind.
Apropos NHL, die Wunderlösung für das Problem hat man dort offenbar auch noch nicht gefunden...
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Man möchte einerseits "mitspielen" und glaubt, längst weiter bzw. zu gut zu sein für das seinerzeitige krügersche Defensivspiel. Andererseits bringt man ohne Feuerunterstützung aus der NHL kaum Tore zustande - das dürfte auch diesmal die Krux sein. Mit etwas Fortune findet man allenfalls den "Flow" und das "Momentum" und tut sich plötzlich nicht mehr ganz so schwer mit dem scoren.
Die Tschechen (Cervenka, Birner) und die USA (Roe, Arcobello) haben jedenfalls auch ohne die NHL-Granden den einen oder anderen der weiss, wo die Kiste steht.
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Immer wieder "faszinierend", was da an Physis fehlt. Das kann man mit dem vielgerühmten Tempo der Eisgenossen nicht kompensieren, zumal dieses eben auch nicht vorhanden ist, wenn mal einer den Weg verstellt. Wie Untersander die Scheibe in der Overtime 2x auf dümmste Weise verlor war auch ein Klassiker der Überheblichkeit - das erste Mal vergab man so eine gute Chance in der Offensive, danach noch ein Fauxpas im eigenen Drittel. Da kann man nur den Kopf schütteln. Aber in Korea wird ja nun alles besser.
Spiel musste offenbar durchgeführt werden, um auf die vertragliche Anzahl Partien in der CH zu kommen (Sponsoren) - zumindest dafür kann Fischer nichts.
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....da hätten noch andere etwas alt ausgesehen heute gegen Rappi, auch wenn die Davoser keinen guten Tag hatten.
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Again, jedes Team hatte die Chance sich NICHT in eine solche Situation zu manöverieren.
Und das somit die Meisterschaft verfälscht wird? Ich weiss nicht. Ist einfach nicht ganz fair, ja.
Aber nicht mehr und nicht weniger....der ZSC soll einfach nicht 8er werden, sondern noch ein paar Ränge zulegen...

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Kommt auch darauf an, wie ernst gewisse Teams gegen Ende der Quali die Sache noch nehmen. Vor allem wenn rangmässig nichts mehr ändern würde. Einerseits will man mit einem guten Gefühl in die PO's starten, andererseits dürfte für Spieler mit vielen Spielen in den Beinen Schonung angesagt sein. Die Klage von wegen Meisterschaftsverfälschung dürfte dann nicht ausbleiben...
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Natürlich trifft es im Bereich der geforderten Melde- und Ausweispflicht alle (Auswärts)fans - wenn man einzelne schwarze Schafe aussortieren will, geht es aber fast nicht anders. Die eigene Security mag eine gewisse Anzahl Radaubrüder im Kopf haben und deshalb in der Lage sein, allein auf Sicht beim Eingang die bösen Buben auszufiltern. Dieser Methode sind aber Grenzen gesetzt.
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Kossmann könnte es ähnlich gehen wie dem "kleinen Leuenberger".
Vorallem weil die Verletzten dann ja auch einmal zurückkommen werden. Relativ ausgeruht und motiviert. Was man dem Lars L. zugutehalten muss(te) ist seine Fähigkeit, die Spieler gemäss ihren Stärken einzusetzen. Da war sogar die von jeglichem Talent verschonte 4e Linie mit Randegger und Alain Berger ein gewichtiger Faktor, weil er die einfach rumpeln liess, und nicht etwas anderes verlangte, was sie sowieso nicht können.
Im gar nicht so unwahrscheinlichen Falle eines Falles (angesichts der besonderen Umstände diese Saison...) würde man dann vermutlich auch die Verdienste von Kossmann zu relativieren versuchen. Kann schliesslich nicht sein, dass so ein Nothelfer die Koryphäen abtrocknet, zumal Aubin an der Bande schon installiert ist.
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Tor Leonardo Genoni (SC Bern), Jonas Hiller (Biel), Tobias Stephan (Zug)
Verteidigung Eric Blum (Bern), Raphael Diaz (Zug), Félicien Du Bois (Davos), Philippe Furrer (Lugano), Patrick Geering (ZSC), Romain Loeffel (Genf), Dominik Schlumpf (Zug), Ramon Untersander (Bern)
Sturm Cody Almond (Genf), Andres Ambühl (Davos), Simon Bodenmann (Bern), Enzo Corvi (Davos), Gaëtan Haas (Bern), Fabrice
Herzog (ZSC), Denis Hollenstein (Kloten), Simon Moser (Bern), Vincent Praplan (Kloten), Thomas Rüfenacht (Bern), Reto Schäppi (ZSC), Tristan Scherwey (Bern), Pius Suter (ZSC), Joël Vermin (Lausanne)+++++++++++++++++++++++++++++
8 Spieler bei der CH-Nationalmannschaft
1 Spieler (Krüger) bei Deutschland
1 Spieler (Arcobello) bei den USA
3 Spieler (Ebbett, Raymond, Noreau) bei den KanadiernGibt sicher lustige Trainings beim SCB, wahrscheinlich liest Jalonen dann halt etwas vor... aber gemäss Klaus Zaugg macht das alles nichts, bloss faule Ausreden, man kann ja ein paar von den Elitejunioren nehmen...

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Etwas übertrieben vom Klaus, aber das gehört halt dazu. Es geht nicht nur um Nilsson, sondern im ganzen Meisterschaftsverlauf fehlen immer wieder überdurchschnittlich viele Spieler.Dass der ZSC Ausfälle besser als andere kompensieren kann stimmt zwar, brillieren kann man so aber trotzdem nicht. Wie auch immer, irgendwann werden all die Verletzten zurückkommen, und sie werden deutlich weniger Spiele in den Knochen haben als die Konkurrenz. Könnte gerade so auf die Play-off's hin soweit sein.
Dauerkrise während der Saison, Murks & Krampf, viele Verletzte, Wechsel zu einem Trainer, welcher keine Rücksichten nehmen muss....und dann in den Play-off's plötzlich.... kommt mir irgendwie bekannt vor.
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http://www.20min.ch/sport/eishocke…t-Fans-10985082Tie Domi Tribute.........
...komisch, dass die Strafbank gegen die Zuschauerseite völlig offen ist. Üblicherweise ist doch eine Scheibe zwischen dem Pöbel und dem Spieler...

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Keine neuen Erkenntnisse: Gegen den ZSC - wenn er denn will - kann man nicht derart passiv auf abwarten spielen. Der ZSC hat mehr für das Spiel gemacht, der SCB hatte eine Druckphase zu Spielmitte, diese dauerte aber nur kurz. Ein paar gute Gelegenheiten hatte der SCB zwar trotzdem noch, dank dem gross aufspielenden Flüeler gab es für den ZSC aber die vollen 3 Punkte. Fazit: Ein gesunder Flüeler gehört zu den Top-Torhütern der CH....
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...grad nur mit einem Fingerschnippen kann es Kossmann ja auch nicht richten. Durch das mediale Trommelfeuer in den letzten Wochen wurde allerdings der Eindruck erweckt, die beiden ohne Fortune agierenden Schweden seien das grösste Problem, bzw. schon nur durch deren Abgang würde sich die Sache kurzum wieder einrenken. Ganz so schnell wird es aber kaum gehen.
Schon bei Crafword hatte sich der Tagi damals m.E. weit aus dem Fenster gelegt, indem S. Graf Crawford unterstellte, Matthews zu forcieren, um bei diesem und in der NHL persönlich zu punkten. Kein Wort wurde darüber verloren, dass durch Verletzungen und Leistungstiefs von (anderen) Schlüsselspielern Crawford damals gar keine grossen Alternativen mehr hatte. Item, Schnee von vorgestern, aber eben bezeichnend. Dass es mit den Schweden nie so recht geigen wollte war offensichtlich, die Gründe dafür eher weniger. Nur taktischen Müll werden sie den Spielern kaum vermittelt haben.
Aber bis zu den Play-off's passiert noch vieles. A) vergeht noch viel Zeit und B) kommen die olympischen Spielen mit schwer abschätzbaren Konsequenzen. Aus Bern werden schätzungsweise ca. 12 (+/-) Spieler für verschiedenen Nationalmannschaften spielen, neben der schweizerischen auch für die deutsche, die US-amerikanische und die kanadische. Und bekanntlich kann man sich in den Play-off's mit dem Quali-Vorsprung weder frische Spieler noch Ersatz für die verletzten unter ihnen kaufen.
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...in Davos zeigt die Nati grad wieder einmal, dass es mit schönem Spiel und Pseudochancen nicht geht. Da ist man etwas gar einfach in den Final gerutscht, unter anderem auch wegen einem "ideal-einfachen" Spielplan. Dann noch permanentes sich gegenseitig auf die Schultern klopfen in Interviews & sonstigem Smalltalk - es wollte wieder mal niemand der Böse sein. Sonst darf man wahrscheinlich nicht mehr an die Pressekonferenzen. Nicht dass man permanent nörgeln muss, aber die penetrante Kritiklosigkeit der sogenannten "Experten", um die rosa Einhörner und die Legende der Swissness nicht zu stören, ist schon fragwürdig.