Beiträge von Iceman

    Again, jedes Team hatte die Chance sich NICHT in eine solche Situation zu manöverieren.
    Und das somit die Meisterschaft verfälscht wird? Ich weiss nicht. Ist einfach nicht ganz fair, ja.
    Aber nicht mehr und nicht weniger.

    ...der ZSC soll einfach nicht 8er werden, sondern noch ein paar Ränge zulegen... :mrgreen:

    Kommt auch darauf an, wie ernst gewisse Teams gegen Ende der Quali die Sache noch nehmen. Vor allem wenn rangmässig nichts mehr ändern würde. Einerseits will man mit einem guten Gefühl in die PO's starten, andererseits dürfte für Spieler mit vielen Spielen in den Beinen Schonung angesagt sein. Die Klage von wegen Meisterschaftsverfälschung dürfte dann nicht ausbleiben...

    Natürlich trifft es im Bereich der geforderten Melde- und Ausweispflicht alle (Auswärts)fans - wenn man einzelne schwarze Schafe aussortieren will, geht es aber fast nicht anders. Die eigene Security mag eine gewisse Anzahl Radaubrüder im Kopf haben und deshalb in der Lage sein, allein auf Sicht beim Eingang die bösen Buben auszufiltern. Dieser Methode sind aber Grenzen gesetzt.

    Kossmann könnte es ähnlich gehen wie dem "kleinen Leuenberger".

    Vorallem weil die Verletzten dann ja auch einmal zurückkommen werden. Relativ ausgeruht und motiviert. Was man dem Lars L. zugutehalten muss(te) ist seine Fähigkeit, die Spieler gemäss ihren Stärken einzusetzen. Da war sogar die von jeglichem Talent verschonte 4e Linie mit Randegger und Alain Berger ein gewichtiger Faktor, weil er die einfach rumpeln liess, und nicht etwas anderes verlangte, was sie sowieso nicht können.

    Im gar nicht so unwahrscheinlichen Falle eines Falles (angesichts der besonderen Umstände diese Saison...) würde man dann vermutlich auch die Verdienste von Kossmann zu relativieren versuchen. Kann schliesslich nicht sein, dass so ein Nothelfer die Koryphäen abtrocknet, zumal Aubin an der Bande schon installiert ist.

    Tor Leonardo Genoni (SC Bern), Jonas Hiller (Biel), Tobias Stephan (Zug)

    Verteidigung Eric Blum (Bern), Raphael Diaz (Zug), Félicien Du Bois (Davos), Philippe Furrer (Lugano), Patrick Geering (ZSC), Romain Loeffel (Genf), Dominik Schlumpf (Zug), Ramon Untersander (Bern)

    Sturm Cody Almond (Genf), Andres Ambühl (Davos), Simon Bodenmann (Bern), Enzo Corvi (Davos), Gaëtan Haas (Bern), Fabrice
    Herzog (ZSC), Denis Hollenstein (Kloten), Simon Moser (Bern), Vincent Praplan (Kloten), Thomas Rüfenacht (Bern), Reto Schäppi (ZSC), Tristan Scherwey (Bern), Pius Suter (ZSC), Joël Vermin (Lausanne)

    +++++++++++++++++++++++++++++

    8 Spieler bei der CH-Nationalmannschaft
    1 Spieler (Krüger) bei Deutschland
    1 Spieler (Arcobello) bei den USA
    3 Spieler (Ebbett, Raymond, Noreau) bei den Kanadiern

    Gibt sicher lustige Trainings beim SCB, wahrscheinlich liest Jalonen dann halt etwas vor... aber gemäss Klaus Zaugg macht das alles nichts, bloss faule Ausreden, man kann ja ein paar von den Elitejunioren nehmen... :suff:

    Etwas übertrieben vom Klaus, aber das gehört halt dazu. Es geht nicht nur um Nilsson, sondern im ganzen Meisterschaftsverlauf fehlen immer wieder überdurchschnittlich viele Spieler.Dass der ZSC Ausfälle besser als andere kompensieren kann stimmt zwar, brillieren kann man so aber trotzdem nicht. Wie auch immer, irgendwann werden all die Verletzten zurückkommen, und sie werden deutlich weniger Spiele in den Knochen haben als die Konkurrenz. Könnte gerade so auf die Play-off's hin soweit sein.

    Dauerkrise während der Saison, Murks & Krampf, viele Verletzte, Wechsel zu einem Trainer, welcher keine Rücksichten nehmen muss....und dann in den Play-off's plötzlich.... kommt mir irgendwie bekannt vor.

    Keine neuen Erkenntnisse: Gegen den ZSC - wenn er denn will - kann man nicht derart passiv auf abwarten spielen. Der ZSC hat mehr für das Spiel gemacht, der SCB hatte eine Druckphase zu Spielmitte, diese dauerte aber nur kurz. Ein paar gute Gelegenheiten hatte der SCB zwar trotzdem noch, dank dem gross aufspielenden Flüeler gab es für den ZSC aber die vollen 3 Punkte. Fazit: Ein gesunder Flüeler gehört zu den Top-Torhütern der CH....

    ...grad nur mit einem Fingerschnippen kann es Kossmann ja auch nicht richten. Durch das mediale Trommelfeuer in den letzten Wochen wurde allerdings der Eindruck erweckt, die beiden ohne Fortune agierenden Schweden seien das grösste Problem, bzw. schon nur durch deren Abgang würde sich die Sache kurzum wieder einrenken. Ganz so schnell wird es aber kaum gehen.

    Schon bei Crafword hatte sich der Tagi damals m.E. weit aus dem Fenster gelegt, indem S. Graf Crawford unterstellte, Matthews zu forcieren, um bei diesem und in der NHL persönlich zu punkten. Kein Wort wurde darüber verloren, dass durch Verletzungen und Leistungstiefs von (anderen) Schlüsselspielern Crawford damals gar keine grossen Alternativen mehr hatte. Item, Schnee von vorgestern, aber eben bezeichnend. Dass es mit den Schweden nie so recht geigen wollte war offensichtlich, die Gründe dafür eher weniger. Nur taktischen Müll werden sie den Spielern kaum vermittelt haben.

    Aber bis zu den Play-off's passiert noch vieles. A) vergeht noch viel Zeit und B) kommen die olympischen Spielen mit schwer abschätzbaren Konsequenzen. Aus Bern werden schätzungsweise ca. 12 (+/-) Spieler für verschiedenen Nationalmannschaften spielen, neben der schweizerischen auch für die deutsche, die US-amerikanische und die kanadische. Und bekanntlich kann man sich in den Play-off's mit dem Quali-Vorsprung weder frische Spieler noch Ersatz für die verletzten unter ihnen kaufen.

    ...in Davos zeigt die Nati grad wieder einmal, dass es mit schönem Spiel und Pseudochancen nicht geht. Da ist man etwas gar einfach in den Final gerutscht, unter anderem auch wegen einem "ideal-einfachen" Spielplan. Dann noch permanentes sich gegenseitig auf die Schultern klopfen in Interviews & sonstigem Smalltalk - es wollte wieder mal niemand der Böse sein. Sonst darf man wahrscheinlich nicht mehr an die Pressekonferenzen. Nicht dass man permanent nörgeln muss, aber die penetrante Kritiklosigkeit der sogenannten "Experten", um die rosa Einhörner und die Legende der Swissness nicht zu stören, ist schon fragwürdig.

    Dass Berner irgendwann an sich & seine Zukunft denkt ist schon klar. Bei Lüthi, na ja, da weiss man nicht so ganz, ob er seine "Aufgaben" als abgeschlossen betrachtet, oder ob dies nur ein willkommener Grund ist, um gehen zu können. Brauchen könnte man den erfahrenen Lüthi sicher noch bei Kloten. Die andere Variante ist die, dass es zwischenmenschlich nicht klappt mit Lehmann. Neben Berner und Lüthi ist Equilino ja praktisch auch schon "weg" bzw. krankgeschrieben.

    Vielleicht müsste man mal Leute wie Wallson und Jalonen zum Thema "Nachwuchsarbeit" befragen. Evtl. läuft dort nicht alles so gut, wie man es sich hierzulande gerne einredet. Nur als kleines Beispiel sei erwähnt, dass Jalonen letzte Saison den Kopf geschüttelt hatte, weil die Hälfte der Spieler beim SCB (1e Mannschaft) mit dem "falschen" Stock spielten. Mittlerweile wurde jeder vermessen und die Stöcke entsprechend angepasst. Mag ein Detail sein, aber hätte man vor 2 Jahren einem gesagt, er habe den falschen Stock, hätte man die typischen Antworten "so einen hatte ich schon immer..." und "...man muss mir als Profi doch nicht sagen, welche Masse mein Stock haben muss..." gehört. Andererseits gibt es viel profanere Gründe, woran es liegt, das Finnen, Tschechen, Schweden etc. irgendwann zwischen 18 und 23 die Physis entwickeln, welche es international braucht, währenddem das Gros der Schweizer diesbezüglich im Konfirmandenstatus verbleibt. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Andere Trainer (Jalonen) haben im Nachgang zu kürzlichen Niederlagen und angesprochen auf "mögliche Erklärungen" ähnliches "Verliererlatein" zu Protokoll (viele Spiele, fehlende Energie) gegeben. Bei Wallson dreht man ihm nun einfach einen Strick daraus.

    Es ist ja auch bei der "gesellschaftlichen Entwicklung" so, dass man heutzutage Dinge gesetzlich regeln bzw. verbieten muss, welche "früher" überhaupt kein Thema waren. Warum sollte es im Hockey anders sein? Und so muss man halt nun Schwalben bestrafen, damit die Unsitte nicht noch mehr einreisst. Und neuerdings festschreiben, dass es ein technisches Tor gibt, wenn der Goali in aussichtsloser Lage das Tor umdreht. Oder es über die Bande wuchtet. Oder das Tornetz anzündet.

    Was wiederum zur Frage führt, welcher Coach auf den Nachwuchs setzt.... solange er noch andere (routinierte) Optionen hat. Jalonen gibt der Jugend auch nicht gerade unbeschränkt Auslauf, und meinte auf entsprechende Fragen im Vorfeld zum Spiel gegen Växjö folgendes:

    In Anbetracht der hohen Belastung könnten Sie den jüngeren Spielern mehr Eiszeit geben. Weshalb tun Sie das nicht?
    Yanik Burren, Dario Meyer und André Heim erhalten ihre Chancen. Aber wenn ich gegen Ende einer Partie die Entscheidung suche, dann spielen sie tendenziell nicht mehr, das gehört zum professionellen Eishockey. Wir spielen, um zu gewinnen. Manchmal werden an junge Spieler zu hohe Erwartungen herangetragen. Das möchte ich verhindern. Wir werden gute Spieler aus ihnen machen. Aber ich lasse mich da nicht von aussen beeinflussen. Ich mache meinen Job, that’s it!

    Könnte Heim in Zukunft als vierter Center zur Fixkraft werden?
    Ich traue ihm das zu. Heim hat etwas, was für einen Jungen speziell ist: ein gutes Defensivverständnis. Er muss stärker und schneller werden, aber das braucht Zeit und Training. Im Moment haben wir kaum Zeit zum Trainieren.

    Ist es am Ende so, dass halt auch die Skandinavier nicht bloss zum Selbstzweck Jugendarbeit betreiben, und sich beim "auf Sieg coachen" nicht gross von den (angeblichen) "Steinzeitmethoden" der NHL-Coaches unterscheiden? Evtl. schaut man aus der "Ferne" etwas zu blauäugig nach Skandinavien und vergisst, dass es gerade in Sachen Nachwuchs entscheidende Differenzen gibt. Längst nicht jeder Nachwuchsspieler, der hierzulande eine Chance in der 1en Mannschaft erhält, würde diese Chance auch in der schwedischen oder finnischen Liga erhalten. Weil dort die Anforderungen noch höher sind und der Konkurrenzkampf unter den Nachwuchsspielern grösser. Zeigt einer nicht äussersten Trainingsfleiss oder begreift auch nach zig Spielen die taktischen Vorgaben nicht, so wird er abserviert und es wartet schon der Nächste. Die Heilsbringer aus dem Norden "entwickeln" den Nachwuchs auch in ihren Ligen nicht primär mit dem Gewähren von Eiszeit, sondern indem Ziele gesteckt werden und man sich mit deren Erfüllung Eiszeit verdienen muss. Ab- und zu dürften sie sich auch wundern, wer sich von den Jungspunden alles zu höherem berufen fühlt bzw. lieber zu einem Klub mit garantierter Eiszeit wechselt, als sich durchzubeissen.

    ...und der SCB kassiert in Schweden in jedem Drittel in den Startminuten Tore. Im Heimspiel vergab man einen 2-Tore-Vorsprung ebenfalls innert Minuten. Da kann man sich ob den Pfostenschüssen noch lange nerven, den durchaus möglichen Erfolg hat man nicht bloss damit verspielt. Unverständlich, weshalb man bei solchen Partien nicht nach jeder Pause hellwach startet. Aber in der heimischen Liga punktet man halt (meistens) auch mit noch viel gröberen Aussetzern. :warnix:

    Das Tanzen auf verschiedenen Hochzeiten - Meisterschaft, Cup, CHL - scheint mehr an der Substanz zu nagen, als man es sich vorgestellt hatte. Dazu kommen diese Saison auch noch Nationalmannschaftstermine, bei welchen man auch immer in Bestbesetzung antreten will. Je nach Konstellation passt das Ganze nicht mehr unter einen Hut. Deshalb haben sich die betroffenen A-Klubs, spätestens nachdem das Pflichtprogramm gegen regionale 1-Liga Klubs absolviert worden ist, mehr oder weniger geschickt getarnt aus dem Wettbewerb verabschiedet. Trotzdem ist die Belastung für die Schlüsselspieler hoch. Ein Nationalspieler + CHL-Teilnehmer kommt bis Ende Jahr gemäss BLICK auf 75 Partien.