Da fehlte so einiges beim SCB für den Erfolg, und der ZSC lieferte eine gute Leistung ab. Die bei Bern auf Schlüsselpositionen agierenden Ausländer zerrissen weder dicke noch dünne Stricke. Arcobello bisher in der Tat weit von seiner Performance von letzter Quali entfernt, obwohl er im Gegensatz zu anderen Schlüsselspielern nicht mit der Nationalmannschaft unterwegs war. Bei den von längeren Verletzungspausen zurückkehrenden Gerber, Berger + Andersson war die fehlende Praxis erkennbar, der Aussetzer von Andersson hinter dem eigenen Tor war aber kaum entscheidend. Statt 3:1 hätte es einfach 2:1 geheissen. Denn in der Vorwärtsbewegung war der SCB gestern keine grosse Gefahr.
Beiträge von Iceman
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Kann mir kaum vorstellen, dass Lehmann freiwillig auf jedwede Kompensationszahlung verzichten würde. Höchstens dass er nach dem Motto "lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" verfährt, d.h. dass er einen "Sonderpreis" macht - statt 1.5 Mio. nur 1 Mio. und so. Nachdem nächsten Frühling in Kloten diverse Verträge auslaufen, welche bisher von grossen Sparmassnahmen verschont geblieben sind, stellt sich die Frage nach einem möglichen "Exodus" bei den Flyers. Betrifft zwar nicht mehr die grosse Mehrheit, aber nachdem gemäss BLICK bereits Boltshauser + Grassi den Abgang machen (welche nicht zur kleinen Gruppe den privilegierten "Altherren" wie von Gunten & Co. zählten), könnte sich die Sache schon "erdrutschartig" entwickeln. Die ganz grosse Überraschung wäre es nicht bei den sportlichen + finanziellen Perspektiven; für Nachwuchskräfte ist höchstens die schon fast garantierte Eiszeit attraktiv. Aber damit hält man den Klub nicht in der NLA.
Aber vielleicht hat Lehmann insgeheim schon eingesehen, dass es für Kloten in der NLA im aktuellen Stil keine Zukunft gibt. Selbst die milliardenschweren kanadischen Hobby-Hockey-Investoren mochten weder soviel Geld noch soviel Geduld aufbringen, wie nötig wäre, um die Flyers nachhaltig in der NLA zu halten (Stadion, Vermarktung, vermutlich jahrelange Verlustdeckung etc.).
Dass Hollenstein nach Bern wechselt ist kaum wahrscheinlich; gemäss sog. "Insidern" aus Genf soll er sich während seiner Zeit dort entsprechend geäussert haben. Sind natürlich keine erwiesenen Tatsachen, aber angesichts der Leuenbergerschen Aktivitäten beim ZSC wäre es schon erstaunlich, wenn er Hollenstein Junior nicht zum Z lotsen könnte. Ausser der lässt sich für eine Art "cool down" Zeit zuerst mal für 3 Jahre von Lausanne vergolden. Aber wie hier auch schon angemerkt worden ist, schien er sich bei seinem letzten Engagement ausserhalb von Zürich nicht wohlzufühlen.
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Bin erstaunt, dass Hischier körperlich (noch) nicht "energischer" (...oder übler...) angegangen wird, wobei seine Übersicht und seine Wendikeit natürlich helfen, nicht von einem gegnerischen Brocken plattgewalzt zu werden. Mit 1.85 gehört er andererseits ja nicht zur Hobbit-Fraktion, auch wenn das Kampfgewicht noch nicht erreicht ist.
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Glaube eher, Sven will Wick aus der Komfortzone kitzeln, allenfalls den Preis etwas drücken. Zudem ist es eine Message an das Team, dass niemand sakrosankt ist. Nach allem was man von Wick weiss ist er sehr familienbezogen und fühlt sich ausserhalb von Zürich nicht wohl, Bandgspändli Blum hin oder her. Ansonsten könnte er sich von Lausanne oder Lugano viel eher vergolden lassen.
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Liegt "CHL-rechtlich" wohl nicht viel mehr drin, bzw. auch ein höheres Strafmass würde Spieler + Trainer vermutlich nicht so stark kümmern, da es nur die CHL betrifft. Kann mich nicht erinnern, ausserhalb von speziellen "NHL-youtube-Schnipseln" schon jemals eine solche Attacke gegen den Kopf gesehen zu haben, inkl. erhobenem Stock.
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Souverän ins Viertelfinale. Nottingham hatte nicht den Hauch einer Chance. Marketing ist bestimmt heute noch schwindelig wenn die an das letzte Drittel gegen Bern denken. Für mich Pest gegen Cholera, und Cholera war ganz stark im letzten Drittel. In der Liga kann München einen auf dicke Hose machen, aber International ist auch nach der Gruppenphase schluss. Dafür würde ich meinem Lieblingsklub niemals raten, seine Seele zu verkaufen.Was Mannheim anbelangt, mein lieber Schwan. Der hat den nicht mal kommen sehen. Und dann auch noch ohne Puckbesitz des Schweden solch ein Monsterfoul. Da waren die Herren aus Nottingham wirklich reinste Waisenknaben dagegen. Baltisberger entwickelt sich aber zu solch einem unbequemen Gegenspieler, den der ZSC schon seit langem braucht.
ZSC/DEGShanahan
@Shanahan
Was führte eigentlich die Münchner (Barons ??) zu Red Bull? Mussten die aus einer Notlage gerettet werden, oder hat man sich einfach so in die Arme eines finanzkräftigen "Hauptsponsors" begeben? Im deutschen Sportbusiness ist es ja nicht derart ungewöhnlich, wenn Sportklubs massgeblich von einem Grosskonzern gesponsort werden. Sobald jedoch Red Bull ins Spiel kommt, ticken die gegnerischen Fans schier aus. Wobei es meistens eher um die "Tradition" geht bzw. um den Vorwurf, dass Red Bull quasi ein "künstliches Gebilde" schaffen würde, welches es ansonsten gar nicht gäbe. Kann dies schon nachvollziehen, aber evtl. kannst Du ja trotzdem ein paar Worte darüber verlieren... -
Solides Spiel des Z, haben sich von den zum Teil unfairen Attacken der 3. Garde Kanadier nicht unterkriegen lassen und teils gut dagegen gehalten (unsere 14). Allerdings war die Angst der Unseren von Checks bis ins Wohnzimmer spürbar, kann nur gut tun sich mehr und mehr daran zu gewöhnen, dass Körperkontakt erlaubt ist. Flüeler sehr gut, mit ein paar wenigen Unsicherheiten, die nicht ausgenutzt wurden.Habe noch ein bisschen bei EnergyDrink gegen Mutzen reingeschaut. Hatte den Eindruck, dass die Intensität des Spiels in München nochmals um einiges höher lag, als das des Z.
Möglicherweise auf eine etwas andere Art, ganz so "dreingeschlagen" wie Nottingham haben die Münchner natürlich nicht. Die Feststellung von wegen den Checks stimmt aber auch für den SCB. Man ist sich aus dem Ligaalltag derzeit wirklich physische Spiele offensichtlich nicht mehr gewohnt und benötigt jeweils Zeit, um sich auf "normales" Hockey einzustellen. Da in der NLA diverse Klubs nicht an die Leistungen der letzten Saison herankommen (Servette, Lausanne) ergibt sich zusammen mit den übrigen eher schwächeren Teams (Ambri, Kloten, Langnau) eine Mischung, welche nicht dazu beiträgt, dass sich die Spieler an eine hohe Intensität gewöhnen können. Mal schauen, wie es am Karajala-Cup (...oder wie der heisst...) aussieht.
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Nein, Vertrag läuft von 2012 bis 2022:
Umgerechnet bekommt glaub' jeder Klub für die "Pause" bzw. die während des SC quasi entgangenen Heimspiele etwas über TCHF 70. Ob das jetzt eher ein Trostpflaster ist oder in etwa den Einnahmen an einem Heimspiel entspricht, dürfte je nach Klub unterschiedlich beurteilt werden. Andererseits war es damals ja nicht das Ziel der Vereinbarung, den HCD möglichst stark zu schädigen, sondern einen einigermassen fairen Ausgleich zu schaffen. In den Augen mancher HCD-Fans ist's natürlich trotzdem total unfair, obwohl die designierten "Hauptfeinde" aus Zürich + Bern kaum unmittelbar von dem Deal profitieren. Nicht ganz so "unmittelbar" profitiert man natürlich trotzdem von konkurrenzfähigen Gegnern, welche sich einigermassen selber finanzieren.
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Man müsste die Sache auch mal im Vergleich mit anderen Nationen betrachten. Das eine "Extrem" dürften die Kanadier sein, welche ihr Team mit einer gewissen "was-ist-wenn" Vorselektion jeweils quasi ad-hoc bilden. Der Rest wird wohl mehr oder weniger Vorbereitungsspiele bestreiten, wobei auch dort am Ende noch soviele NHL-Grössen ins Team kommen, wie können und wollen. Wo die CH-Nati in einem solchen Quervergleich stehen würde wäre mal ein journalistisches Arbeitsthema, statt immer wieder die gleiche Litanei zu schreiben.
Dass die Klubs es mit gemischten Gefühlen sehen, wenn wesentliche Leistungsträger für Nati-Termine abgestellt werden müssen, ist keine neue Sache. Diese Saison ist es noch mal spezieller, weil kurz vor den Play-off's die Olympiade stattfindet. Bei den Klubs in den vorderen Regionen bestehen "gute Aussichten" darauf, dass die wesentlichen Leistungsträger in der Nati sein werden, und weil die NHL den Betrieb nicht unterbricht, dürften auch einige der hierzulande beschäftigten Kanadier + Amerikaner zum Handkuss kommen. Mit College-Mannschaften wollen die Nordamerikaner offenbar nicht antreten.
Beim SCB könnte dies etwa folgendes heissen: S. Moser, G. Haas, S. Bodenmann, R. Untersander, E. Blum + Genoni wären ja praktisch gesetzt. Ob das Aufgebot eine gewisse "Ausgeglichenheit" zwischen den Klubs beachten wird, bleibt abzuwarten, weil ja nicht jeder Klub gleich viele Anwärter stellt bzw. stellen kann. Bei den Ausländern werden Ebbett + Raymond wahrscheinlich für die Kanadier spielen, allenfalls kommt auch Noreau zum Handkuss. Wie es bei den USA bestellt ist, ist mir weniger bekannt, aber dort dürfte Arcobello auch vorne auf der Kandidatenliste der in Europa tätigen Amis stehen. Die Chancen auf überraschende Play-off's stehen, je nach Verletzungspech, relativ gut. Deshalb kann man sich im Prinzip die ganzen derzeitigen Analysen zum Meisterschaftsalltag sparen. Nach der Olympiade werden die Karten möglicherweise völlig neu gemischt.
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ich rechne damit, dass Schläpfer in den kommenden Tagen in Kloten präsentiert wird.Ob der schon so weichgekocht ist, dass er sich das antut? Die Zukunftsperspektiven sind ja nicht rosig - sparen bis zum Abwinken, und vom Trainer werden Wunder erwartet. Mit seiner emotionalen Art könnte Schläpfer, mindestens vorübergehend, sicher etwas herausholen. Ob er aber der richtige Trainer ist, um Nachwuchs- und Billigspieler auszubilden bzw. auf einen höheren Level zu bringen?
Schon fast seldwylamässig an der Entlassung von Tirkkonen + Müller ist die Aussage Lehmanns, für die entsprechenden Kosten (weiterlaufende Verträge) habe man externe Geldgeber gefunden. Es wäre keine schlechte Idee, wenn diese Geldgeber nicht nur Kohle sprechen würden, um damit Scherben wegzuräumen. Viel konstruktiver wäre beispielsweise, einen guten Ausländer zu finanzieren. Die Chancen auf Erfolg, etwas mehr Zuschauer, etwas positive Dynamik etc. etc. wären ungleich grösser.
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Ich male mir gerade aus was mit Bern passiert wenn sich Genoni verletzt.....
Wir haben 2 sehr gute Goalies, vielleicht nicht ganz so gut wie Genoni, aber meiner Meinung nach können sie sich mit allen anderen Goalies messen. Und wir haben in den letzten Playoffs nicht wegen den Goalies verloren, wir haben schlicht zu wenig Tore geschossen! Und soll mir keiner sagen das lag an Elvis, wir haben uns einfach zu dämlich angestellt!Das ist das ewige Lied - wenn man einen Top-Goali hat, so ist der die klare Nr. 1. Neben ihm kann man keinen "fast so guten" haben. Denn ein "fast so guter" findet jederzeit einen Klub, wo er das numero uno ist, und wird sich deshalb nicht mit der Rolle als Ersatz zufriedengeben. Den typischen Ersatzgoali würde man bestenfalls in der Quali eine Zeitlang laufen lassen. Spätestens in Play-off Nähe würde alles daran gesetzt, einen guten ausländischen Ersatz zu holen.
Ob beim aktuellen ZSC-Goaliduo Flüeler / Schlegel der eine klaglos bleiben würde, wenn sich der andere als klarer Nr. 1Torhüter etablieren würde? Glaube nicht, dass einer von ihnen seine Ambitionen schon aufgeben und sich mit der Rolle als Ersatzgoali abfinden würde.
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Müller war schon länger auf einer "mission impossible", indem der Spagat zwischen Sport / Unterhaltung und dem Sparkurs von Präsident Lehmann immer grösser geworden ist. Tirkkonen kann ich nicht beurteilen; emotionale Weckrufe und Volksreden à la Schläpfer waren aber wohl eher nicht sein Ding. Und solche Methoden kann man auch nicht permanent anwenden. Nachdem man aber solange gewartet hat, hätte man die Rückkehr von Santala auch noch abwarten können. Eine Verbesserung sollte mit ihm schon drinliegen.
Die nächste Zäsur wird mit dem Auslaufen von diversen "alten", trotz Sparbeiträgen der Spieler immer noch hoch dotierten Verträgen erfolgen. Ob solche Spieler zu den Löhnen in Kloten spielen werden, wie sie Lehmann wohl vorschweben, wird sich weisen.
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Gut.. es gab in Bern ja auch schon Torhüterbehinderungen die nicht gepfiffen wurden. Und dieser Entscheid war massiv relevanter...Das Theater hätte ich auch so umschrieben. Relevanter wäre die Erkenntnis, dass der ZSC keinerlei Probleme oder Trainerdiskussionen hätte, würde man öfter so auftreten wie gestern. Der ZSC hatte mehr Power in den Aktionen, gewann mehr Zweikämpfe an der Bande, lief mehr + war deshalb in Scheibennähe immer in Überzahl. Schon erstaunlich, was unabhängig vom Trainer und dem "System" möglich ist, wenn man die Basics des Hockeys richtig macht.
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Der SCB muss gegen den ZSC gewinnen, weil sie dann am Samstag in Langnau - einer alten Tradition folgend - auf's Dach bekommen...

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Ich glaube man muss sich keine Illusionen darüber machen, dass die Spieler + ihre Agenten ganz genau wissen, welche "Knöpfe" man drücken muss, bzw. welche Infos man wem "stecken" muss, um eine Thema öffentlich zu machen und so etwas Druck gegenüber dem Arbeitgeber aufzubauen. Zudem kann ein Agent eines NLA-Topspielers meist ohne zu flunkern bekanntgeben, es gäbe diverse Interessenten für den Spieler...
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Bern und Zug sind durch.Bitte nachmachen!
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die zu Beginn sehr starken Tschechen wollten vermutlich nicht umsverr..cken weiterkommen und schonten scheints 8 "Stammspieler" (...was immer das auch heissen mag, müssen offenbar eine erkleckliche Kaderbreite haben...). Man sah richtiggehend, wie es die Berner durchschüttelte in den Zweikämpfen, bis sie gemerkt hatten, dass man - offenbar anders als im Ligaalltag - alles und noch mehr reinlegen musste, um nicht plattgedrückt zu werden. Bis diese "Anpassung" geschafft war, benötigte man Glück + Genoni. Danach gelang eine Tempoverschärfung, welche die Tschechen zu diversen Fouls zwang, welche (teilw.) genutzt werden konnten. Letztlich war es so wie häufig auf internationaler Ebene; am meisten fällt einem auf, dass (fast) alle anderen in physischer Hinsicht im Durchschnitt "besser" sind. Ganz so extrem wie letztes Jahr gegen Sparta Prag war es allerdings nicht. Das waren Brocken, bei denen ein S. Moser zu den "schmalen Würfen" gezählt hätte.
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Auch wenn der Z eine beispielhafte Nachwuchsförderung betreibt, ist er bezüglich der 1en Mannschaft dennoch kein "Ausbildungsverein", in welchem der Nachwuchs mehr als 2-3 Saisons Zeit hat, um sich mindestens als wertvoller 4-Linien-Spieler aufzudrängen. Neue Kräfte rücken nach, und die Ansprüche sind hoch. Was Nilsson anbelangt so gibt es vermutlich keinen Klub, der ihn nicht gerne verpflichten würde. Wie ernst die Sache mit Lugano wohl ist? Dort würden sich die Stockmagier ja langsam auf den Füssen stehen - Brunner, Cunti, Nilsson, Klasen, Hofmann etc... ob das die richtige Mischung ist? Aber wie schon bei Athanasiou erwähnt kann es schon sein, dass man in Lugano entschlossen ist, den Titel so zu erzwingen. Da die Geldgeber in LS scheints gleiches im Sinne haben, stehen den NLA-Spielern goldene Zeiten ins Haus.
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Bisher hiess es ja immer nur, dass Athanasiou (oder so...) bei Lugano "trainieren" würde - aber es nicht um einen Vertrag ginge

Na ja, in Lugano sind die finanziellen Mittel vorhanden, einen Spieler mit den (vermuteten) Gehaltsvorstellungen eines Athanasiou zu verpflichten, falls dieser sich auf ein solches Intermezzo - mit Olympia-Aussichten - einlassen wollte. Zudem vermute ich bei Lugano bzw. der Familie Mantegazza einen grossen Drang dazu, nun endlich mit der (finanziellen) Brechstange den Titel zu erzwingen, zumal man in den letzten beiden Saisons diesem Ziel sehr nahe war.
Dass W. Frey bzw. der ZSC die Mittel auch hätten dazu ist klar. Nur schätze ich W. Frey diesbezüglich etwas anders ein. Aber evtl. mache ich mir auch falsche Vorstellungen von den Forderungen des Spielers, und der ist gar nicht so übermässig teuer. Bzw. lässt sich auf eine "Zwischensaison" ein. Mit Olympiateilnahme.
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Schläpfer sehe ich noch eher als LL. Sportchef + Trainer aus der gleichen Familie - das würde spätestens dann ein Theater geben, wenn es (mal) nicht wunschgemäss läuft. Man stelle sich vor, ein Verwandter von Wallson wäre Sportchef beim ZSC. Es würde schon längst heissen, der Trainer sei nur noch deshalb im Amt. Auch wenn es natürlich Käse ist und schon beim SCB Käse war: Im Sport kann man nur sehr schwer mauscheln, da die Wahrheit bekanntlich auf dem Eis stattfindet und nicht im Büro des Sportchefs. Abgesehen davon hatte ich überhaupt nicht den Eindruck, in Davos würde das Team gegen den Trainer spielen. Es war ein emotionaler Fight, wobei der ZSC im Abschluss etwas unglücklich agierte. Wie es halt so geht in dieser Situation.
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Ist ja auch der Grundlagenirrtum von Lehmann bei Kloten. Für diesen scheint es irgendwie gottgegeben, dass die Leute ins Stadion kommen. Ergo geht es nur noch darum, die Kosten für den Hockeybetrieb den (gottgegebenen) Einnahmen anzupassen. Aber selbst wenn die Liga geschlossen würde - was Lehmann als Allheilmittel ansieht - müssen die laufenden Kosten gedeckt werden. Und wenn schon im Dezember klar ist, dass die Play-off's verpasst werden, dürften die Einnahmen auf ein Niveau absinken, bei welchem Lehmann den Eismeister + die Stromkosten bis zum (vorzeitigen) Saisonende am Ende der Quali aus dem eigenen Sack bezahlen muss. Da Lehmann als Unternehmer erfolgreich war, erstaunt mich seine weltfremde Ansicht in dieser Beziehung. Aber offenbar scheint es das Schicksal von Kloten zu sein, von "Extremisten" regiert zu werden. Die einen können gar nicht genug Kohle raushauen, und die anderen sparen den Klub kaputt. Irgendwann haben dann auch Spieler wie Praplan oder Hollenstein Junior ihre "Treuepflicht" abgeleistet...