Beiträge von Iceman

    Auf watson ist das grosse "Schweizer Liga Bashing" im Gange und es wird kritisiert, dass die NLA (...sorry, die "National League"...) viel zu gut eingeschätzt werde. Das ist keine neue Erkenntnis, nur müsste noch der Hinweis folgen, dass diese Einschätzung nicht von den vielen regelmässigen Hockeyzuschauern stammt, sondern von einer Handvoll Journalisten, "Chronisten" und Kommentatoren. Diese schreiben oder palavern mit der Attitüde, dass - ausser in Schweden, Tschechei oder Finnland - ja sowieso alles Provinz + Fallobst sei im Vergleich mit der hiesigen Liga. Dabei würde man sich noch wundern, wo diese Klubs in der NLA stehen würden, wären sie dabei. Die als "Hockeyexoten" bezeichneten englischen Meister aus Nottingham beispielsweise wären in der NLA mit Sicherheit NICHT auf dem letzten oder zweitletzten Platz. Klagenfurt und die Vienna Capitals sind auch nicht irgendwelche Wurstklubs auf mittlerem NLB-Niveau, welche man auch dann wegputzt, wenn man verunsichert auf Formsuche ist. Gerade punkto Physis + Kampfkraft brauchen die "Provinzklubs" den Vergleich mit einheimischem Schaffen in keiner Weise zu scheuen, ganz im Gegenteil.

    Nachdem Simon Graf vom "Tagi" seinerzeit Crawford medial zusammengefaltet hatte, will die NZZ diesmal nicht hinten anstehen. Schon klar, dass bei den Journalisten / Redaktionen die Meinungen irgendwann "gemacht" sind. Und wenn die im Vergleich zum Ausland doch eher zurückhaltenden Redaktionen sich mal zu grundsätzlicher Kritik an einer Person "durchgerungen" haben, so braucht es für eine Rehabilitation schon einiges. Bemerkenswert ist höchstens, dass Klaus Zaugg bisher (...für seine Verhältnisse...) moderater kritisiert als die etablierte Tagespresse. Vermutlich weiss Klaus, dass eine Krise zur rechten Zeit viel mehr bewirkt als alle Kabinenreden des Trainers...


    Interessant, dass er auf seine miserable Plus/Minus-Bilanz noch hingewiesen werden musste, er diese offenbar nicht mal im Ansatz kannte ...

    ...könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass die Trainer die -9 nicht unbedingt einem Fehlverhalten von Wick selber zuschreiben. Bei gewissen statistischen Werten müssten auch noch andere Faktoren beigezogen werden. Die Eiszeit, in welchen Situationen wird der Spieler auf's Eis geschickt, wie wird dessen Linie eingesetzt etc. etc.

    Resignieren wird Seger nie. Aber er kann nicht mehr im gleichen Stil vorangehen und mit dem guten Beispiel auf dem Eis führen. Das schränkt einem auch in der Kabine ein. Deshalb war die Übergabe des Captainamtes an Geering auch nötig. Andererseits hat der Captain im Normalfall eine Art "Kerngruppe" um sich, welche aus bestandenen Spielern besteht die - mit dem Captain - das Team tragen müssten...


    Viele Trainer sagen, die Namen auf dem Rücken würden keine Rolle spielen. Ich sehe das anders. Es gibt Topspieler, die sich mehr erlauben dürfen. Du musst ihnen Freiheiten gewähren, sonst nimmst du ihnen ihre Stärken. Aber: Sie müssen dir die Vorzüge im Match retour geben. Du brauchst in jeder Mannschaft ein paar Ausnahmekönner.

    ...sagte "Granit" Beutler, ehemaliger Verteidiger & heutiger Coach bei Cupteilnehmer Brandis. Unrecht hat er damit wohl nicht. Solange wirklich das Leistungsprinzip gilt...

    Die Situation ist auch nicht ganz vergleichbar - man konnte dem SCB unter Boucher nicht vorwerfen, dass man nicht gefightet hätte. Das "Feuer" war eigentlich immer da. Vor lauter Taktik + System war das Gros der Spieler aber überfordert. Eine noch grössere Rolle spielte, dass während der ganzen Saison stets ein Drittel des Teams verletzt war. Pünktlich zum Play-off Beginn waren dann erstmals seit langem wieder alle an Bord.

    Lars Leuenberger kann man zugutehalten, dass er die Spieler genau kannte und - offenbar im Unterschied zu Boucher - auch wusste, wie + wo man die Spieler am effektivsten einsetzt. Zudem hatte er die Taktik von Boucher etwas entlastet und in der Offensive mehr Freiheiten gewährt. Auch wenn die "Leuenberger-Basher" etwas anderes behaupten, aber ein Selbstläufer war es, selbst nach Rückkehr der Verletzten, eben dann doch nicht.

    Ob Kari Jalonen es nun besser macht mit einer dezimierten Defense und dem etwas meisterbluesig-abkackenden Rest wird man sehen.

    ...sind stets Momentaufnahmen, und man kann sich jeweils darob amüsieren, wie das gerade auf dem Wellenkamm surfenden Team in den Himmel gelobt wird, als sei die Sache in Stein gemeisselt. Dabei braucht es nur wenig, um die Saison auf den letzten Metern zu versenken. Der eine oder andere verletzte Schlüsselspieler, etwas Glück oder Pech bei den PO-Paarungen - uns schon scheidet man im 1/4-Final aus oder steht im Final. Ist mir vorallem in den letzten PO's extrem aufgefallen mit dem ZSC und Zug, wo es mit leicht veränderten "Startbedingungen" aus meiner Sicht genau umgekehrt hätte laufen können...

    Kenne das "Phänomen" gut - der SCB ist bekanntlich zwischen dem Titel 2004 und demjenigen 2010 noch etwas krasser abgestürzt. Das Beste war noch der mit 1:0 verlorene Final in Davos, danach gab's nur noch frustrierendes Ausscheiden im 1/4-Final als haushoher Qualisieger mit Rekordvorsprüngen.

    Im 2010 standen dann halt alle erstmal unter "Generalverdacht". Wurde ansehlich bis gut gespielt war der Tenor "Ja ja, schon gut, nützt aber nichts, wenn man in den Play-off's wieder früh rausfällt", zog das Team einen schwachen Abend ein hiess es "Ist ja klar, dass man nichts auf die Reihe kriegt". Kurz, es war dann eben bis zum Tag X erstmal alles im besten Fall nur "gut mit Vorbehalt" oder "der übliche Mist".


    Gratulation zum verdienten Sieg. Kloten wie erwartet zu schwach besetzt um zu punkten, auch wenn man angesichts der sehr unterschiedlich stark besetzten Kader gar nicht mal so schlecht ausgesehen hat.

    So oder so scheint es nicht danach auszusehen, dass sich Kloten bei konsequenter Umsetzung der jetzigen Strategie (welche ich unterstütze) noch lange in der NLA halten kann. Mit 3 Ausländer (aktuell 2), die höchstens biederer Durchschnitt sind, hast Du auf Dauer verloren. Gerade das erste Wochenende hat wieder gezeigt, dass überdurchschnittliche Ausländer noch immer den Unterschied ausmachen können.

    Mit 3 Ausländern ist's aber immer noch realistischer als mit gar keinem mehr - ob die nun bieder sind oder nicht. Und dies soll ja das Ziel sein gemäss Lehmann. Dort habe ich eben den Eindruck, dass Lehmann entweder den "Pögg nid gseht" oder aber sich nicht übermässig gegen den Abstieg in die NLB sträuben würde. Natürlich kann man von ihm keine permanenten Einschüsse verlangen, wenn die Einnahmen nicht ausreichen, um ein NLA-Team zu finanzieren.


    Ich hatte lette Saison aber nich das Gefühl das nicht gekämpft wurde! Und zwei gleichwertige gute Torhüter als Risiko zu sehen finde ich auch speziell!Wenn bei Bern der Goalie ausfällt haben die mehr Probleme als wir!

    Ist natürlich so. Und 2 (gute) gleichwertige Torhüter zu haben wäre in der Tat das theoretische Optimum - sofern ALLE Beteiligten dies genauso sehen und mit allen Konsequenzen leben können. Dies dürfte eher der Punkt sein, den die NZZ meint, wenn auch etwas diplomatisch verklausuliert, wie es sich für die NZZ gehört.

    Der mit den Torhütern ist schon auffällig. Ist noch nicht solange her, wo man sich fragte, weshalb in der CH nur die Goalis internationale Klasse aufweisen. Letzthin kommt da aber kaum noch was, oder aber es dauert halt länger, bis sich einer als Top-Goali etablieren kann. Mal schauen, ob es der Goaliflüsterer Kull in Davos mit Senn / Pottelberghe ebenso hinkriegt wie seinerzeit bei Genoni / Berra.

    Und sonst?

      Der ehemals als bester U20-Goali ausgezeichnete Conz ist mittlerweile auf dem Selbstfindungstrip in Ambri, und setzt Hoffnung auf meditative Übungen in der Kälte + Einsamkeit am Gotthard.

      Die smootheste Legendenablösung ever von Sulander zu Flüeler hat nicht verhindern können, dass letzterer nach erfolgreichem Start durch Verletzungen eingebremst worden ist, und ihm seine launenhaften Vorderleute die Rückkehr auf's Podest als unumstrittene Nr. 1 auch nicht gerade leicht machen.

      Bei Zurkirchen wird man sehen, ob er in Lausanne zur grossen Figur wird und Huet wirklich ablösen kann. In der Schiessbude von Ambri war es einigermassen schwierig, Zurkirchen wirklich beurteilen zu können.

      Ähnliches gilt in Kloten, wo Boltshauser Martin Gerber ersetzen soll

    Genoni, Mayer + Stephan lasse ich mal aus, da diese schon länger "etabliert" sind oder nicht mehr als Newcomer gelten.

    Plätze 1-4:
    Die üblichen Verdächtigen Lugano, Zürich, Bern + Zug. Die offiziellen Prognosen lassen sich immer stark von der unmittelbaren Vergangenheit blenden, was zu Über- bzw. Unterbewertungen führt. Die letzten Play-off's wurden wesentlich beeinflusst durch 2 "Ausreisser" nach unten, d.h. durch nur noch prügelnde, systemfrei + wirr auftretende Genfer und komplett stehengebliebene Lausanner. Profiteure waren der EVZ + Davos, welche nun in den meisten Prognosen stark geschrieben werden.

    Plätze 5-8:
    Davos, Lausanne, Biel, Servette. Beim HCD vertraut man wie immer dem Wunder wirkenden AdC und weiteren Fortschritten der Torhüter. Lausanne rüstet kontinuierlich auf und könnte für eine Überraschung gut sein - wenn der ewige Huet nicht zu oft ausfällt oder Zurkirchen ihn vergessen macht. Bei Biel war der Aderlass heftig, ob dies kompensiert werden kann? Bei Servette ist man sich derart an das verlässliche Sorleysche "Systemhockey" gewöhnt, dass ein Totalabsturz auch ohne McSorbet an der Front fast nicht vorstellbar ist - eine offenbar noch etwas dauernde Unfallheilung bei Stammkeeper Robert Mayer könnte Servette den Saisonstart vermiesen.

    Plätze 9-12:
    Auch hier keine Überraschungen. Ambri eher noch etwas schwächer als ohnehin schon, trotz gutem Willen und der Rückkehr zu heimischen Verantwortungsträgern (Cereda, Duca). Langnau unter Ehlers zwar solide, im Angriff sind zündende Ideen aber Mangelware - möglicherweise viel Frust durch knapp verlorene Spiele. Gottéron könnte mit etwas Schlachten- + Verletzungsglück eine Überraschung Richtung Play-off's gelingen, wenn Barry Brust im Tor auftrumpft und nicht zuviele Strafen kassiert. Endlich mal wieder einen verlässlichen Schlussmann zu haben könnte an der Saane etwas auslösen.

    In Kloten wird der Erfolg derzeit primär daran gemessen, wie viel Einsparungen erzielt werden können. Eigentlich ein löbliches Unterfangen, nur scheint Patron Lehmann nicht zu beachten, dass es in der NLA ohne ein gewisses Minimum an Einnahmen nicht geht. Wenn man sich keine Ausländer mehr leisten kann, bewegt man sich stark Richtung Amateurliga. Bislang scheint dies aber nur eine Drohkulisse von Lehmann zu sein. Trotzdem, die Kommunikation von Kloten nehme ich derzeit eher in der Kategorie "der Letzte löscht das Licht" wahr. Irgendwie müssten aber Zuschauer, Sponsoren, Geschäftspartner etc. ja begeistert werden. Fazit: Zwischen den Extremen an Geld verpulvern und extremer Sparsamkeit müsste ein Mittelweg da sein. Sonst bewegt man sich punkto Zuschauerschnitt und den davon auch abhängenden Sponsoren-/ Werbegeldern - und früher od. später auch auf dem Eis - in die Regionen der NLB.

    Habe zur Erholung von der traurigen Vorstellung von Bern ab und zu auf das Spiel ZSC-Frölunda umgeschaltet und hatte den Eindruck, dass der Z für eine gute Leistung schlecht belohnt worden ist. Aber eben, einfach so hat der Gegner nicht schon 2x die CHL gewonnen. Die Spitzenteams der Schweden und Finnen sind in verschiedener Hinsicht einen Schritt voraus (...welch grandiose Erkenntnis...), was sich auch dann bemerkbar macht, wenn bei ihnen zu Saisonbeginn die Automatismen (auch) noch nicht ganz funktionieren. Besonders deutlich wird dies bei den Special-Teams + der Chancenauswertung.

    Einfach die üblichen Verdächtigen - bezüglich des EVZ teile ich die Meinung jedoch nicht so ganz. Ich bin fast sicher dass - hätte der EVZ statt dem ZSC diesen Frühling in der ersten Runde gegen die Luganesi antreten müssen - es beim EVZ zur grossen Ernüchterung gekommen wäre. Lugano war die letzten beiden Saisons in den PO's ganz stark, nicht zuletzt wegen Goali Merzlinkis, der jeweils über sich hinauswuchs. Aber eben, dass ist die Vergangenheit. Mich erstaunt einfach immer wieder, dass offenbar (fast) niemand realisierte, dass der EVZ nicht so stark war, wie der Vorstoss in den Final vermuten liesse. Lugano + teilweise sogar Biel waren schwierigere Gegner. Neue Saison, neues Glück - mit Stalberg und Roe haben die Zuger evtl. tatsächlich das grosse Los gezogen.

    Falls Bern wieder Meister wird in der kommenden Saison: CHF 1 Mio in die Hand nehmen und Genoni zurück holen. Der hat in Bern dann ja keine wirkliche Aufgabe und ist völlig Overkill... ,-)

    ...die Idee wollte ich zuerst auch noch vorbringen, deshalb habe ich geschrieben "kurzum verfügbar" - schon klar, dass man Genoni nach seinem 3 (?)-Jahresvertrag in Bern zum ZSC lotsen kann. Und - oh Wunder - plötzlich amtet an der ZSC-Bande ein Trainer-Magier... :wink:

    S. Leuenberger ist "unbelastet" punkto Goalis. Sollte das hier immer mal wieder aufpoppende "Unbehagen" in der Goalifrage nicht bloss ein Phantomschmerz in Fankreisen sein, so kann ich mir schon vorstellen, dass es zu einem Befreiungsschlag kommt. Ganz sicher bessere Keeper mit CH-Pass, welche kurzum verfügbar wären, sehe ich derzeit (aus der Laienperspektive) jedoch nicht. Allenfalls wäre Berra eine Option, wobei bei ihm aber in Sachen Leistungsfähigkeit auch nicht jegliches Fragezeichen ausgeräumt ist. Kann er sich nun in NA durchsetzen dann natürlich schon (...es nützt hier dann nicht mehr allzu viel) und wenn es ihm nicht gelingen sollte wäre noch die vertragliche Situation mit Gottéron zu klären. Wäre aber nichts, was nicht mit Geld zu regeln wäre. Sofern man ansonsten überzeugt ist. Sind aber alles bloss Gedankenspiele... :suff:

    Mit Frölunda kommt der wohl dickste Brocken des Turniers schon am Anfang für den ZSC - zumindest hat dies einen "Hallo Wach" Effekt und man bekommt gleich aufgezeigt, wo es (möglicherweise...) noch fehlt. Im Ligaalltag in der geschützten Werkstatt ist dies weniger der Fall, zumindest nicht bei den finanziell + somit auch personell gut ausstaffierten Klubs. Da neigen CH-Spieler dazu, sich selbst und das Liganiveau zu überschätzen. Der SCB hat heute gegen die Robin Hoods auf Nottingham einen (vermutlich...) etwas einfacheren Start als der ZSC; dafür ist das Lazarett mit 5 Patienten schon wieder gut gefüllt. Am Samstag gegen Turku wartet dann schon ein anderes Kaliber, welches allfälligen Selbstüberschätzungstendenzen den Stecker ziehen wird.



    Muss man dazu twitter user sein oder wird auf der homepage gestreamt?

    Auf der ZSC-Homepage unter Trainingsspiele / Vorschau:

    Es gibt zwei Möglichkeiten, die Partie gegen den SCB live mit zu verfolgen: Direkt im Stadion auf dem Sitzplatz für 30 Franken oder Stehplatz für 15 Franken (Erwachsene) respektive 10 Franken (Kinder). Dank Livestream aus Worb können Fans auch vor dem PC und am Handy die Daumen drücken. Möglich via Homepage, Facebook und Twitter. Um 19:45 Uhr ist Showtime.

    Mal schauen, ob diesmal auch wieder ein paar vor lauter Hockeybegeisterung blinde Fans vor der Prostbilanz-Arena gegen die geschlossenen Drehkreuze rennen. Wie beim Spiel "SCB - Langnau" am Berner-Cup - welches in Langenthal stattfand, was eben nicht alle geschnallt hatten... :mrgreen: