Beiträge von Iceman


    Gratulation zum verdienten Sieg. Kloten wie erwartet zu schwach besetzt um zu punkten, auch wenn man angesichts der sehr unterschiedlich stark besetzten Kader gar nicht mal so schlecht ausgesehen hat.

    So oder so scheint es nicht danach auszusehen, dass sich Kloten bei konsequenter Umsetzung der jetzigen Strategie (welche ich unterstütze) noch lange in der NLA halten kann. Mit 3 Ausländer (aktuell 2), die höchstens biederer Durchschnitt sind, hast Du auf Dauer verloren. Gerade das erste Wochenende hat wieder gezeigt, dass überdurchschnittliche Ausländer noch immer den Unterschied ausmachen können.

    Mit 3 Ausländern ist's aber immer noch realistischer als mit gar keinem mehr - ob die nun bieder sind oder nicht. Und dies soll ja das Ziel sein gemäss Lehmann. Dort habe ich eben den Eindruck, dass Lehmann entweder den "Pögg nid gseht" oder aber sich nicht übermässig gegen den Abstieg in die NLB sträuben würde. Natürlich kann man von ihm keine permanenten Einschüsse verlangen, wenn die Einnahmen nicht ausreichen, um ein NLA-Team zu finanzieren.


    Ich hatte lette Saison aber nich das Gefühl das nicht gekämpft wurde! Und zwei gleichwertige gute Torhüter als Risiko zu sehen finde ich auch speziell!Wenn bei Bern der Goalie ausfällt haben die mehr Probleme als wir!

    Ist natürlich so. Und 2 (gute) gleichwertige Torhüter zu haben wäre in der Tat das theoretische Optimum - sofern ALLE Beteiligten dies genauso sehen und mit allen Konsequenzen leben können. Dies dürfte eher der Punkt sein, den die NZZ meint, wenn auch etwas diplomatisch verklausuliert, wie es sich für die NZZ gehört.

    Der mit den Torhütern ist schon auffällig. Ist noch nicht solange her, wo man sich fragte, weshalb in der CH nur die Goalis internationale Klasse aufweisen. Letzthin kommt da aber kaum noch was, oder aber es dauert halt länger, bis sich einer als Top-Goali etablieren kann. Mal schauen, ob es der Goaliflüsterer Kull in Davos mit Senn / Pottelberghe ebenso hinkriegt wie seinerzeit bei Genoni / Berra.

    Und sonst?

      Der ehemals als bester U20-Goali ausgezeichnete Conz ist mittlerweile auf dem Selbstfindungstrip in Ambri, und setzt Hoffnung auf meditative Übungen in der Kälte + Einsamkeit am Gotthard.

      Die smootheste Legendenablösung ever von Sulander zu Flüeler hat nicht verhindern können, dass letzterer nach erfolgreichem Start durch Verletzungen eingebremst worden ist, und ihm seine launenhaften Vorderleute die Rückkehr auf's Podest als unumstrittene Nr. 1 auch nicht gerade leicht machen.

      Bei Zurkirchen wird man sehen, ob er in Lausanne zur grossen Figur wird und Huet wirklich ablösen kann. In der Schiessbude von Ambri war es einigermassen schwierig, Zurkirchen wirklich beurteilen zu können.

      Ähnliches gilt in Kloten, wo Boltshauser Martin Gerber ersetzen soll

    Genoni, Mayer + Stephan lasse ich mal aus, da diese schon länger "etabliert" sind oder nicht mehr als Newcomer gelten.

    Plätze 1-4:
    Die üblichen Verdächtigen Lugano, Zürich, Bern + Zug. Die offiziellen Prognosen lassen sich immer stark von der unmittelbaren Vergangenheit blenden, was zu Über- bzw. Unterbewertungen führt. Die letzten Play-off's wurden wesentlich beeinflusst durch 2 "Ausreisser" nach unten, d.h. durch nur noch prügelnde, systemfrei + wirr auftretende Genfer und komplett stehengebliebene Lausanner. Profiteure waren der EVZ + Davos, welche nun in den meisten Prognosen stark geschrieben werden.

    Plätze 5-8:
    Davos, Lausanne, Biel, Servette. Beim HCD vertraut man wie immer dem Wunder wirkenden AdC und weiteren Fortschritten der Torhüter. Lausanne rüstet kontinuierlich auf und könnte für eine Überraschung gut sein - wenn der ewige Huet nicht zu oft ausfällt oder Zurkirchen ihn vergessen macht. Bei Biel war der Aderlass heftig, ob dies kompensiert werden kann? Bei Servette ist man sich derart an das verlässliche Sorleysche "Systemhockey" gewöhnt, dass ein Totalabsturz auch ohne McSorbet an der Front fast nicht vorstellbar ist - eine offenbar noch etwas dauernde Unfallheilung bei Stammkeeper Robert Mayer könnte Servette den Saisonstart vermiesen.

    Plätze 9-12:
    Auch hier keine Überraschungen. Ambri eher noch etwas schwächer als ohnehin schon, trotz gutem Willen und der Rückkehr zu heimischen Verantwortungsträgern (Cereda, Duca). Langnau unter Ehlers zwar solide, im Angriff sind zündende Ideen aber Mangelware - möglicherweise viel Frust durch knapp verlorene Spiele. Gottéron könnte mit etwas Schlachten- + Verletzungsglück eine Überraschung Richtung Play-off's gelingen, wenn Barry Brust im Tor auftrumpft und nicht zuviele Strafen kassiert. Endlich mal wieder einen verlässlichen Schlussmann zu haben könnte an der Saane etwas auslösen.

    In Kloten wird der Erfolg derzeit primär daran gemessen, wie viel Einsparungen erzielt werden können. Eigentlich ein löbliches Unterfangen, nur scheint Patron Lehmann nicht zu beachten, dass es in der NLA ohne ein gewisses Minimum an Einnahmen nicht geht. Wenn man sich keine Ausländer mehr leisten kann, bewegt man sich stark Richtung Amateurliga. Bislang scheint dies aber nur eine Drohkulisse von Lehmann zu sein. Trotzdem, die Kommunikation von Kloten nehme ich derzeit eher in der Kategorie "der Letzte löscht das Licht" wahr. Irgendwie müssten aber Zuschauer, Sponsoren, Geschäftspartner etc. ja begeistert werden. Fazit: Zwischen den Extremen an Geld verpulvern und extremer Sparsamkeit müsste ein Mittelweg da sein. Sonst bewegt man sich punkto Zuschauerschnitt und den davon auch abhängenden Sponsoren-/ Werbegeldern - und früher od. später auch auf dem Eis - in die Regionen der NLB.

    Habe zur Erholung von der traurigen Vorstellung von Bern ab und zu auf das Spiel ZSC-Frölunda umgeschaltet und hatte den Eindruck, dass der Z für eine gute Leistung schlecht belohnt worden ist. Aber eben, einfach so hat der Gegner nicht schon 2x die CHL gewonnen. Die Spitzenteams der Schweden und Finnen sind in verschiedener Hinsicht einen Schritt voraus (...welch grandiose Erkenntnis...), was sich auch dann bemerkbar macht, wenn bei ihnen zu Saisonbeginn die Automatismen (auch) noch nicht ganz funktionieren. Besonders deutlich wird dies bei den Special-Teams + der Chancenauswertung.

    Einfach die üblichen Verdächtigen - bezüglich des EVZ teile ich die Meinung jedoch nicht so ganz. Ich bin fast sicher dass - hätte der EVZ statt dem ZSC diesen Frühling in der ersten Runde gegen die Luganesi antreten müssen - es beim EVZ zur grossen Ernüchterung gekommen wäre. Lugano war die letzten beiden Saisons in den PO's ganz stark, nicht zuletzt wegen Goali Merzlinkis, der jeweils über sich hinauswuchs. Aber eben, dass ist die Vergangenheit. Mich erstaunt einfach immer wieder, dass offenbar (fast) niemand realisierte, dass der EVZ nicht so stark war, wie der Vorstoss in den Final vermuten liesse. Lugano + teilweise sogar Biel waren schwierigere Gegner. Neue Saison, neues Glück - mit Stalberg und Roe haben die Zuger evtl. tatsächlich das grosse Los gezogen.

    Falls Bern wieder Meister wird in der kommenden Saison: CHF 1 Mio in die Hand nehmen und Genoni zurück holen. Der hat in Bern dann ja keine wirkliche Aufgabe und ist völlig Overkill... ,-)

    ...die Idee wollte ich zuerst auch noch vorbringen, deshalb habe ich geschrieben "kurzum verfügbar" - schon klar, dass man Genoni nach seinem 3 (?)-Jahresvertrag in Bern zum ZSC lotsen kann. Und - oh Wunder - plötzlich amtet an der ZSC-Bande ein Trainer-Magier... :wink:

    S. Leuenberger ist "unbelastet" punkto Goalis. Sollte das hier immer mal wieder aufpoppende "Unbehagen" in der Goalifrage nicht bloss ein Phantomschmerz in Fankreisen sein, so kann ich mir schon vorstellen, dass es zu einem Befreiungsschlag kommt. Ganz sicher bessere Keeper mit CH-Pass, welche kurzum verfügbar wären, sehe ich derzeit (aus der Laienperspektive) jedoch nicht. Allenfalls wäre Berra eine Option, wobei bei ihm aber in Sachen Leistungsfähigkeit auch nicht jegliches Fragezeichen ausgeräumt ist. Kann er sich nun in NA durchsetzen dann natürlich schon (...es nützt hier dann nicht mehr allzu viel) und wenn es ihm nicht gelingen sollte wäre noch die vertragliche Situation mit Gottéron zu klären. Wäre aber nichts, was nicht mit Geld zu regeln wäre. Sofern man ansonsten überzeugt ist. Sind aber alles bloss Gedankenspiele... :suff:

    Mit Frölunda kommt der wohl dickste Brocken des Turniers schon am Anfang für den ZSC - zumindest hat dies einen "Hallo Wach" Effekt und man bekommt gleich aufgezeigt, wo es (möglicherweise...) noch fehlt. Im Ligaalltag in der geschützten Werkstatt ist dies weniger der Fall, zumindest nicht bei den finanziell + somit auch personell gut ausstaffierten Klubs. Da neigen CH-Spieler dazu, sich selbst und das Liganiveau zu überschätzen. Der SCB hat heute gegen die Robin Hoods auf Nottingham einen (vermutlich...) etwas einfacheren Start als der ZSC; dafür ist das Lazarett mit 5 Patienten schon wieder gut gefüllt. Am Samstag gegen Turku wartet dann schon ein anderes Kaliber, welches allfälligen Selbstüberschätzungstendenzen den Stecker ziehen wird.



    Muss man dazu twitter user sein oder wird auf der homepage gestreamt?

    Auf der ZSC-Homepage unter Trainingsspiele / Vorschau:

    Es gibt zwei Möglichkeiten, die Partie gegen den SCB live mit zu verfolgen: Direkt im Stadion auf dem Sitzplatz für 30 Franken oder Stehplatz für 15 Franken (Erwachsene) respektive 10 Franken (Kinder). Dank Livestream aus Worb können Fans auch vor dem PC und am Handy die Daumen drücken. Möglich via Homepage, Facebook und Twitter. Um 19:45 Uhr ist Showtime.

    Mal schauen, ob diesmal auch wieder ein paar vor lauter Hockeybegeisterung blinde Fans vor der Prostbilanz-Arena gegen die geschlossenen Drehkreuze rennen. Wie beim Spiel "SCB - Langnau" am Berner-Cup - welches in Langenthal stattfand, was eben nicht alle geschnallt hatten... :mrgreen:

    In der Vergangenheit haben die Klubs zwar gemotzt über Fehlentscheide (...natürlich waren die stets zu Gunsten des Gegners...), aber wirklich entscheidendes wollte man (...aus Kostengründen) dann doch nicht verändern. Nun scheint man sich aber zu bewegen und einen "war room" nach nordamerikanischem Vorbild zu planen. Wie es dann tatsächlich umgesetzt wird bleibt natürlich abzuwarten, dennoch ist die gute Absicht nach jahrelangem Stillstand schon mal positiv.

    Evtl. ist es dem einen oder anderen doch etwas anachronistisch vorgekommen, dass man mit jensten Regeländerungen das Spiel "schneller" und "unterhaltsamer" machen will, gleichzeitig aber das Publikum immer wieder mit mehrminütigen Videosessions durch die geplagten Schiris nervt. Vor allem, weil das Publikum auf den Grossbildschirmen meist die bessere Sicht auf die "Replays" hat als die Schiris im Zeitnehmerkabäuschen. Die neue Einrichtung wird zwar auch nicht die absolute Gerechtigkeit garantieren, da nicht jede Entscheidung des Schiris überrwacht bzw. nicht permanent eingegriffen wird. Aber eine Verbesserung darf man sicher erwarten.

    http://www.watson.ch/Sport/Eismeist…BWar-Room%C2%BB

    ...daraus müsste man ja folgern, dass das Gros der als "olympiatauglich" eingestuften Spieler in Europa tätig ist. Schön für die CH-Klubs, dass sie offenbar nicht gerade Nieten verpflichtet haben. Andererseits sollten die AHL-Klubs nicht dadurch bevorteilt werden, dass man hautpsächlich im Ausland tätige Spieler aufbietet. Egal ob die jetzt "sowieso grad in der Nähe..." tätig sind oder nicht.


    Streit war zu wenig gut für die NHL-Playoffs und wurde von den Penguins nicht eine einzige Minute eingesetzt. Jetzt holt er sich noch etwas Rente in Montreal ab. Aber klar, das ist natürlich ganz was anderes.

    Streit hat aber den Vertrag von den Leuten bekommen, welche für den Sport verantwortlich sind, und nicht gegen deren Willen bzw. indem er den "Dienstweg" ausgehebelt hätte. Dieser Umstand - und nicht das Alter - ist der Grund, warum die Verlängerung von Seger überhaupt ein Thema ist. Der auch gezogene Vergleich mit Steinegger ist aus dem gleichen Grund hinfällig, auch er wechselte mit Einverständnis der "Techniker" von Biel. Gleichzeitig veranschaulicht das Beispiel "Stoney" einen andereren wichtigen Aspekt. Als dieser für sein Karriereende zu Biel wechselte (...mit dem Posten als Sportchef vor Augen...) gehörte er - für Bieler-Verhältnisse - immer noch zu den soliden Grössen auf dem Eis. Bei einem ZSC und dessen hochkarätigem Kader herrschen jedoch komplett andere Verhältnisse.

    Immerhin, bei W. Frey kann man da wohl von einer "einmaligen" Sache reden, da er sonst - zumindest was man von aussen wahrnimmt - zahlt und sich nicht ins Tagesgeschäft einmischt. Ich verstehe den "Patron" teilweise; für ihn war das wohl so, wie wenn ein forscher Garagenchef einen altgedienten Mechaniker gegen dessen Willen frühpensionieren bzw. aus der Werkstatt werfen will. Das hat Frey halt nicht über's Herz gebracht bzw. übersehen, dass es da um verschiedene Welten geht. Bin aber auch der der Meinung, dass Seger seine "Schlaumeierei" eher früher als später noch ernsthaft hinterfragen wird...

    ...sozusagen "reumütig".... wohin in Sibirien hatte es Santala überhaupt verschlagen? War aber wohl doch nicht so der Burner dort, aber aufgrund des Abgangs Hals-über-Kopf bei Kloten nehme ich mal an, dass sie den guten Tommi ordentlich mit Geld zuschütteten in der KHL. Hat sich finanziell wahrscheinlich trotzdem gelohnt...


    Mir kommt spontan einer in den Sinn und nein, er ist nicht mehr jung! :)

    Ich denke die jungen glauben nun eben an ihre Chance in die NHL zu kommen während die älteren nie wirklich daran geglaubt haben und/oder zu früh aufgegeben haben.

    Es stimmt, dass "die Älteren" - von den ganz wenigen bekannten Ausnahmen abgesehen - nicht den gleichen Biss an den Tag legten, wie dies heute der Fall ist. Andererseits war die CH damals eben auch kein Faktor auf dem Radar der NHL-Gewaltigen. Trotz des Mantras, dass alleine die Leistung zählen würde, kann ich mir gut vorstellen, dass die geistige Grundhaltung der Entscheidungsträger in der NHL eine wesentliche Rolle spielt bei der Entscheidung, wer eine Chance erhält und wer nicht. Der unbekannte Schweizer oder der unbekannte Schwede...?

    Natürlich soll dies nicht heissen, dass die von Arxens, Helblings, Wicks, Ambühls etc. etc. allesamt verkannt worden wären, aber sie hatten schon von ihrem Pass her nicht unbedingt einen Bonus. Kommt noch dazu, dass viele erst relativ spät den Versuch wagten. Und ab einem gewissen Alter macht es - rational gesehen - schon nicht mehr unbedingt viel Sinn, auf unbestimmte Zeit in einer unteren Liga zu spielen und zu hoffen, dass sich vielleicht dann doch noch eventuell ein NHL-Klub interessieren würde.

    Aber wie man sieht haben sich die Zeiten geändert, einerseits durch die Pioniere wie Mark Streit, andererseits auch durch CH-Talente, welche sich etabliert haben (Josi, Niederreiter & Co.) oder - neuerdings - zumindest am Anfang einer hoffnungsvollen Karriere stehen (Hischier).

    Ist ein schöner Karriere-Abschluss für Streit. Der Respekt, den er in den verschiedenen Clubs auf seinem Weg stets erarbeitet hat, sagt einiges über ihn aus. Ob er nun (scheints) als 6er den Pott in die Höhe hieven durfte letzthin, zum Captain gemacht wurde oder im "hohen Hockey-Alter" nochmals einen NHL-Vertrag erhält - das passiert nicht einfach so.