Plätze 1-4:
Die üblichen Verdächtigen Lugano, Zürich, Bern + Zug. Die offiziellen Prognosen lassen sich immer stark von der unmittelbaren Vergangenheit blenden, was zu Über- bzw. Unterbewertungen führt. Die letzten Play-off's wurden wesentlich beeinflusst durch 2 "Ausreisser" nach unten, d.h. durch nur noch prügelnde, systemfrei + wirr auftretende Genfer und komplett stehengebliebene Lausanner. Profiteure waren der EVZ + Davos, welche nun in den meisten Prognosen stark geschrieben werden.
Plätze 5-8:
Davos, Lausanne, Biel, Servette. Beim HCD vertraut man wie immer dem Wunder wirkenden AdC und weiteren Fortschritten der Torhüter. Lausanne rüstet kontinuierlich auf und könnte für eine Überraschung gut sein - wenn der ewige Huet nicht zu oft ausfällt oder Zurkirchen ihn vergessen macht. Bei Biel war der Aderlass heftig, ob dies kompensiert werden kann? Bei Servette ist man sich derart an das verlässliche Sorleysche "Systemhockey" gewöhnt, dass ein Totalabsturz auch ohne McSorbet an der Front fast nicht vorstellbar ist - eine offenbar noch etwas dauernde Unfallheilung bei Stammkeeper Robert Mayer könnte Servette den Saisonstart vermiesen.
Plätze 9-12:
Auch hier keine Überraschungen. Ambri eher noch etwas schwächer als ohnehin schon, trotz gutem Willen und der Rückkehr zu heimischen Verantwortungsträgern (Cereda, Duca). Langnau unter Ehlers zwar solide, im Angriff sind zündende Ideen aber Mangelware - möglicherweise viel Frust durch knapp verlorene Spiele. Gottéron könnte mit etwas Schlachten- + Verletzungsglück eine Überraschung Richtung Play-off's gelingen, wenn Barry Brust im Tor auftrumpft und nicht zuviele Strafen kassiert. Endlich mal wieder einen verlässlichen Schlussmann zu haben könnte an der Saane etwas auslösen.
In Kloten wird der Erfolg derzeit primär daran gemessen, wie viel Einsparungen erzielt werden können. Eigentlich ein löbliches Unterfangen, nur scheint Patron Lehmann nicht zu beachten, dass es in der NLA ohne ein gewisses Minimum an Einnahmen nicht geht. Wenn man sich keine Ausländer mehr leisten kann, bewegt man sich stark Richtung Amateurliga. Bislang scheint dies aber nur eine Drohkulisse von Lehmann zu sein. Trotzdem, die Kommunikation von Kloten nehme ich derzeit eher in der Kategorie "der Letzte löscht das Licht" wahr. Irgendwie müssten aber Zuschauer, Sponsoren, Geschäftspartner etc. ja begeistert werden. Fazit: Zwischen den Extremen an Geld verpulvern und extremer Sparsamkeit müsste ein Mittelweg da sein. Sonst bewegt man sich punkto Zuschauerschnitt und den davon auch abhängenden Sponsoren-/ Werbegeldern - und früher od. später auch auf dem Eis - in die Regionen der NLB.