Beiträge von Iceman

    In der Vergangenheit haben die Klubs zwar gemotzt über Fehlentscheide (...natürlich waren die stets zu Gunsten des Gegners...), aber wirklich entscheidendes wollte man (...aus Kostengründen) dann doch nicht verändern. Nun scheint man sich aber zu bewegen und einen "war room" nach nordamerikanischem Vorbild zu planen. Wie es dann tatsächlich umgesetzt wird bleibt natürlich abzuwarten, dennoch ist die gute Absicht nach jahrelangem Stillstand schon mal positiv.

    Evtl. ist es dem einen oder anderen doch etwas anachronistisch vorgekommen, dass man mit jensten Regeländerungen das Spiel "schneller" und "unterhaltsamer" machen will, gleichzeitig aber das Publikum immer wieder mit mehrminütigen Videosessions durch die geplagten Schiris nervt. Vor allem, weil das Publikum auf den Grossbildschirmen meist die bessere Sicht auf die "Replays" hat als die Schiris im Zeitnehmerkabäuschen. Die neue Einrichtung wird zwar auch nicht die absolute Gerechtigkeit garantieren, da nicht jede Entscheidung des Schiris überrwacht bzw. nicht permanent eingegriffen wird. Aber eine Verbesserung darf man sicher erwarten.

    http://www.watson.ch/Sport/Eismeist…BWar-Room%C2%BB

    ...daraus müsste man ja folgern, dass das Gros der als "olympiatauglich" eingestuften Spieler in Europa tätig ist. Schön für die CH-Klubs, dass sie offenbar nicht gerade Nieten verpflichtet haben. Andererseits sollten die AHL-Klubs nicht dadurch bevorteilt werden, dass man hautpsächlich im Ausland tätige Spieler aufbietet. Egal ob die jetzt "sowieso grad in der Nähe..." tätig sind oder nicht.


    Streit war zu wenig gut für die NHL-Playoffs und wurde von den Penguins nicht eine einzige Minute eingesetzt. Jetzt holt er sich noch etwas Rente in Montreal ab. Aber klar, das ist natürlich ganz was anderes.

    Streit hat aber den Vertrag von den Leuten bekommen, welche für den Sport verantwortlich sind, und nicht gegen deren Willen bzw. indem er den "Dienstweg" ausgehebelt hätte. Dieser Umstand - und nicht das Alter - ist der Grund, warum die Verlängerung von Seger überhaupt ein Thema ist. Der auch gezogene Vergleich mit Steinegger ist aus dem gleichen Grund hinfällig, auch er wechselte mit Einverständnis der "Techniker" von Biel. Gleichzeitig veranschaulicht das Beispiel "Stoney" einen andereren wichtigen Aspekt. Als dieser für sein Karriereende zu Biel wechselte (...mit dem Posten als Sportchef vor Augen...) gehörte er - für Bieler-Verhältnisse - immer noch zu den soliden Grössen auf dem Eis. Bei einem ZSC und dessen hochkarätigem Kader herrschen jedoch komplett andere Verhältnisse.

    Immerhin, bei W. Frey kann man da wohl von einer "einmaligen" Sache reden, da er sonst - zumindest was man von aussen wahrnimmt - zahlt und sich nicht ins Tagesgeschäft einmischt. Ich verstehe den "Patron" teilweise; für ihn war das wohl so, wie wenn ein forscher Garagenchef einen altgedienten Mechaniker gegen dessen Willen frühpensionieren bzw. aus der Werkstatt werfen will. Das hat Frey halt nicht über's Herz gebracht bzw. übersehen, dass es da um verschiedene Welten geht. Bin aber auch der der Meinung, dass Seger seine "Schlaumeierei" eher früher als später noch ernsthaft hinterfragen wird...

    ...sozusagen "reumütig".... wohin in Sibirien hatte es Santala überhaupt verschlagen? War aber wohl doch nicht so der Burner dort, aber aufgrund des Abgangs Hals-über-Kopf bei Kloten nehme ich mal an, dass sie den guten Tommi ordentlich mit Geld zuschütteten in der KHL. Hat sich finanziell wahrscheinlich trotzdem gelohnt...


    Mir kommt spontan einer in den Sinn und nein, er ist nicht mehr jung! :)

    Ich denke die jungen glauben nun eben an ihre Chance in die NHL zu kommen während die älteren nie wirklich daran geglaubt haben und/oder zu früh aufgegeben haben.

    Es stimmt, dass "die Älteren" - von den ganz wenigen bekannten Ausnahmen abgesehen - nicht den gleichen Biss an den Tag legten, wie dies heute der Fall ist. Andererseits war die CH damals eben auch kein Faktor auf dem Radar der NHL-Gewaltigen. Trotz des Mantras, dass alleine die Leistung zählen würde, kann ich mir gut vorstellen, dass die geistige Grundhaltung der Entscheidungsträger in der NHL eine wesentliche Rolle spielt bei der Entscheidung, wer eine Chance erhält und wer nicht. Der unbekannte Schweizer oder der unbekannte Schwede...?

    Natürlich soll dies nicht heissen, dass die von Arxens, Helblings, Wicks, Ambühls etc. etc. allesamt verkannt worden wären, aber sie hatten schon von ihrem Pass her nicht unbedingt einen Bonus. Kommt noch dazu, dass viele erst relativ spät den Versuch wagten. Und ab einem gewissen Alter macht es - rational gesehen - schon nicht mehr unbedingt viel Sinn, auf unbestimmte Zeit in einer unteren Liga zu spielen und zu hoffen, dass sich vielleicht dann doch noch eventuell ein NHL-Klub interessieren würde.

    Aber wie man sieht haben sich die Zeiten geändert, einerseits durch die Pioniere wie Mark Streit, andererseits auch durch CH-Talente, welche sich etabliert haben (Josi, Niederreiter & Co.) oder - neuerdings - zumindest am Anfang einer hoffnungsvollen Karriere stehen (Hischier).

    Ist ein schöner Karriere-Abschluss für Streit. Der Respekt, den er in den verschiedenen Clubs auf seinem Weg stets erarbeitet hat, sagt einiges über ihn aus. Ob er nun (scheints) als 6er den Pott in die Höhe hieven durfte letzthin, zum Captain gemacht wurde oder im "hohen Hockey-Alter" nochmals einen NHL-Vertrag erhält - das passiert nicht einfach so.

    Auch beim ZSC müssen sich die Ausländer bedeutend strengeren Massstäben stellen, obwohl die CH-Grossverdiener kaum weniger abkassieren und genau gleich in der Verantwortung stehen. Im VJ wurde Crawford vorgeworfen, er hätte Matthews/Nilsson zu sehr forciert, angeblich wegen der Publicity in Übersee. Dass es noch andere Gründe gegeben haben könnte, beispielsweise die Leistungen von designierten CH-Stars, wurde im seinerzeitigen Rundumschlag von Simon Graf im Tagi weitaus weniger stark beleuchtet. Bei Thoresen kommt es mir wieder ähnlich vor: Natürlich erwartet man von einem Spieler mit seinem "Sniper-Ruf", dass er das Zeugs versenkt, und da hätte er aus den Gelegenheiten, die er sich in den PO's erarbeitete, auch mehr herausholen können. Er stach dennoch heraus mit seinem Kampfgeist und dem Willen, das Blatt doch noch irgendwie zu wenden, auch wenn es ihm nicht laufen wollte. Ob man solches von den diversen designierten CH-Leistungsträgern auch sagen kann, wäre die Frage.

    Ist aber ein allgemeines Phänomen, dass sich die Kritik primär über die Sportchefs, Trainer und Ausländer ergiesst, und die CH-Spieler meistens sehr glimpflich wegkommen. Mal abgesehen von Aversionen gewisser Fans gegen einzelne Spieler, bei welchen dann jede falsche Bewegung pro Shift registriert wird.

    Glaube nicht, dass die "Sputniks" weniger trainiert hatten als die Amis, ganz im Gegenteil. Die Herren Bykov + Chomutov haben ja ein paar Müsterchen erzählt, und ich gehe nicht davon aus, dass es vor ihrer Zeit weniger streng zur Sache ging. Nicht umsonst waren die Sowjets ausserhalb der Nati-Termine im "Armeesportklub" zusammengefasst, und so ging es offenbar auch zu- und her. Und zwar gemäss "Tagesbefehl" von morgens bis abends unter der Fuchtel von Tichonow. Es war das "Miracle on Ice", eben darum, weil man es nicht mit den üblichen Argumenten erklären kann.

    Gemäss den Lokalmedien bringt Streit den Stanley-Cup am 2en August nach Bern. Heisst dass nun, dass Streit's Name auf den Kübel kommt? War ja nicht 100%ig sicher wegen der wenigen Eiszeit. Im Team wurde er aber scheints trotzdem geschätzt, weil er seine Notnagel-Rolle professionell wahrnahm. Durfte den Stanley-Cup glaub' sogar als 6er hochstemmen oder so. Mag ich dem unermüdlichen Chrampfer gönnen!

    Wenn der EVZ diesen Frühling statt auf völlig desolate Genfer auf Lugano getroffen wäre, hätte der EVZ die 1/4-Finals kaum überlebt. Auch die Davoser wurden aus meiner Sicht etwas überbewertet, bzw. diverse "Experten" übersahen wegen dem nach wie vor rasante Offensivspiel die eklatanten Mängel im eigenen Drittel. Deshalb kam der EVZ in der Serie auch gross heraus, und ein McIntyre schoss sich zum "Mister Play-off" (...zumindest aus Sicht der "Experten"...). Dass die Davoser mit etwas wirbeln im Zuger-Drittel immer wieder 2 oder 3 Tore-Rückstände aufholte, wurde nicht als Zuger-Schwäche interpretiert, sondern dem überragenden HCD zugeschrieben. Dass die Zuger hinten alles andere als sattelfest waren, wurde erst im Final sichtbar.

    Ich weiss, Tempi passati, interessiert nicht mehr. Aber aus meiner Sicht hätte der ZSC in einer etwas anderen Konstellation problemlos den Final erreichen können. Zu welchem Nennwert man dies genommen hätte, ist wieder eine andere Frage.

    Als Titelkandidaten scheint man zudem Lugano zu vergessen. Die waren (...aus meiner Sicht...) die stärksten Konkurrenten um den Titel in den letzten 2 Jahren, und zwar mit grossem Abstand verglichen mit dem EVZ oder Davos. Und dies trotzdem es im Sottoceneri drunter und drüber ging, und nicht gerade die allerbesten Voraussetzungen bestanden.

    In den Dimensionen, in denen sich Lugano, Zürich, Bern + Zug bewegen (können oder könnten), sehe ich in den nächsten Jahren nur Lausanne. Mit einem neuen Stadion hat man sicher eine solide Grundlage für das Überleben in der NLA, nur gehen die verfügbaren Mittel an der Spitze weit über das hinaus, was man mit dem eigentlichen Sport erwirtschaften kann.

    Die von ausserhalb des Sportbusiness zufliessenden Mittel hängen von einer gewissen Selbstbeschränkung der Mäzene ab, bzw. von der Entwicklung der Nebengeschäfte im Fall von Bern. Gerade in Lausanne werden es die kanadischen Ölmilliardäre aber eine Zeitlang etwas krachen lassen, um eine "Meistermannschaft" aus dem Boden zu stampfen. Da ist dann höchstens noch die Frage, wer mitziehen will oder kann.

    Geht ja auch nicht darum, Conz das Talent abzusprechen. Es ist rätselhaft, wie der ehemals als bester U?? Goali ausgezeichnete Conz, der die Langnauer in die Play-off's hexte, derart abbauten konnte. Schon in Lugano war ein deutlicher Unterschied zu seiner Zeit in Langnau festzustellen, was man damals auch dem Tessiner-Abwehgelauer zuschrieb. Bei Fribourg hoffte man, dass Conz wieder zu alter Stärke finden würde. Ganz dorthin kam er zwar nicht mehr, aber die Leistungen waren bis zum Final 2013 gar nicht schlecht. Danach setzte aber eine Abwärtsspirale ein, es gab Diskussionen um Übergewicht und mangelnden Trainingsfleiss, und das ehemals gefeierte Talent fand den Tritt bis heute nie mehr richtig. Dass er bei Gottéron auch unter mangelhafter Defensivarbeit seiner Vorderleute litt, ist berücksichtigt. Umgekehrt hätten etwas konstantere Auftritte des Goalis dem Team wohl auch mehr Sicherheit vermittelt. Deshalb die Bemerkung, dass Gottéron nicht erst seit diesem Frühling an einem Ersatz für Conz herumstudiert.

    Dubé hat zwar in einem Interview gesagt, dass er eher einen ausländischen Goali im Auge habe (...was aber auch nur eine Schutzbehauptung sein könnte...). Der Grund dafür scheint zu sein, dass Conz seit geraumer Zeit in der Kritik stand, und man in Fribourg nicht erst seit diesem Frühling an einer "Problemlösung" arbeitete. Die Kandidaten, welche zur Auswahl standen, schienen die Verantwortlichen bisher aber auch nicht zu überzeugen.

    Die Auswahl dürfte sich aber auf die jeweils typischen #2 Goalis beschränkt haben. Zudem können sich Goalihierarchien mit der Zeit auch verändern...

    Abgesehen vom Problem, überhaupt einen valablen Kandidaten zu finden: Was erzählt man dem von wegen "Zukunftsperspektiven", und für wie lange macht man den Vertrag? Mit der Klausel "falls Berra zurückkommt bist Du bei 40% des jetzigen Lohns Ersatzgoali" dürfte es schwierig werden...

    Rein vertragstechnisch kann man Berra natürlich nichts ankreiden, und was er oder sein Agent kommuniziert haben weiss man nicht. Ähnlich verhält es sich mit der Abkanzelung von Dubé. Könnte mir vorstellen, dass der Druck, Conz aus Kostengründen möglichst rasch loszuwerden, nicht unbedingt von Dubé selber kam. Abgesehen davon: Ob es wirklich eine Glanzidee wäre, einen derartigen Unsicherheitsfaktor wie Conz weiter zu beschäftigen, muss bezweifelt werden - Berra hin oder her.

    Was man Dubé vorwerfen kann ist, keine "starke" Nr. 2 auf der Goaliposition verpflichtet zu haben. Auch bei diesem vollmundigen Vorwurf des Eismeisters müsste man aber nachhaken und fragen:

      Wer wäre denn überhaupt auf dem Markt (gewesen), der in der jetzigen Situation - schwuppdiwupp - zum Nr. 1 Torhüter Gottérons mutieren würde?

      Welcher dieser verkannten Nr. 1 Torhüter wäre bereit gewesen, einen Vertrag bei Gottéron zu unterzeichnen, um (wahrscheinlich) hinter Reto Berra die 2e Geige zu spielen?

    Ganz so eindeutig und klar, wie es der Eismeister aus unterhaltungstechnischen Gründen darstellt, ist die Sache nicht.

    Kann sein, dass Berra die Fribourger schon mehr oder weniger "intensiv" vorgewarnt hatte, dass er jedwede Chance ergreifen würde, um in Nordamerika zu bleiben. Für Aussenstehende war es zumindest nicht offensichtlich, dass der Wechsel zurück in die CH von grossen Unsicherheiten geprägt sein würde. Falls auch die Verantwortlichen in Fribourg in diesem Glauben belassen worden sind, hätte Berra nicht gerade Imagepflege betrieben. Welchen Status er bei den Ducks neben den beiden anderen Goalis haben wird bzw. ob er Chancen hat, sich zur #1 empor zu arbeiten, müssten die NHL-Sachverständigen beurteilen.

    Sofern sich das Ganze nicht als Missverständnis / Zeitungsente entpuppt jedenfalls ein gehöriger Dämpfer für die Fribourger, denen ich mit einem Berra, welcher einigermassen ein Niveau wie seinerzeit in Biel erreicht, einiges mehr zugetraut hätte, als es mit dem Unsicherheit verströmenden Conz der Fall gewesen ist. Die Ausländer bei Gottéron scheinen mir auch nicht übel. Nach den gescheiterten Experimenten der letzten Jahre mit CH-Goalis, welche Conz hätten entlasten (...oder verdrängen...) sollen, kann ich mir gut vorstellen, dass Dubé nun intensiv im Ausland nach einem einigermassen valablen Goali Ausschau hält.

    Man müsste schon ein so starkes Team beisammen haben, bei dem man es sich leisten könnte, z.B. einen Jagr zu verpflichten, welcher sich noch knapp zwischen der gegnerischen blauen Linie und dem gegnerischen Slot bewegt - quasi eine Stufe vor dem Einbetonieren... :mrgreen:

    Aber immerhin, wenn man sieht, was Jagr im Slot bewirken kann (eigene Treffer plus solche, welche er durch seine Präsenz ermöglicht), erstaunt es nicht, dass er die letzten Jahre immer noch einen NHL-Vertrag erhielt. Aber irgendwann ist halt selbst bei einem Jagr die Kerze abgebrannt...

    Conacher wäre mir auch sehr recht gewesen, aber er liess offenbar schon vor geraumer Zeit verlauten, dass er nur zurückkommen würde, wenn er in NA keine Chance mehr sehe. Was noch nicht der Fall zu sein scheint.

    Solange es nicht gerade so wie in Aarau läuft mit Einsprachen + Verzögerungen muss man vermutlich zufrieden sein. Man hat ja auch ein entsprechendes Zeit- und Finanzbudget für die erwarteten Einspracheverfahren.