Beiträge von Iceman

    Du meinst das ist halt einfach Schicksal und wir müssen das jetzt aussitzen! :razz:

    Na dann gute Nacht! :suff:

    :mrgreen:

    ...Du weisst schon, wie ich es meinte - natürlich nicht "aussitzen", nur dauert es manchmal etwas, bis ein Team wieder auf Kurs ist. Zumal es aus meiner Froschperspektive schon um eine Art Paradigmawechsel geht. Bisher setzte man primär auf die Qualitäten von ebenso brillanten wie teuren CH-Spielern, umgeben von selbst herangezogenen guten Nachwuchsleuten und Ausländern. In den letzten 2 Saisons konnten die designierten CH-Spieler aber ihre Leaderrolle nicht so wahrnehmen, wie man sich dies gewünscht hätte. Teilweise lag es an Verletzungen, teilweise aber wohl auch daran, dass nicht jeder zum "Führungsspieler" geboren ist. Mit Thoresen hat man einen solchen Führungsspieler geholt, mit Inti Pestoni hat man einen (weiteren) Sniper verpflichtet um gerüstet zu sein, falls Wick & Co. im entscheidenden Moment verletzt sind, mit Kenins hat man auf physischem / kämpferischen Gebiet ein Zeichen gesetzt, ebenso mit Sjögren.

    Dass ausser Thoresen keiner die Erwartungen erfüllen konnte ist einigermassen erstaunlich, selbst wenn mit gewissen Anpassungsschwierigkeiten bei Pestoni gerechnet werden musste. Deshalb meine Aussage, dass es manchmal etwas länger dauert, auch wenn man es absolut nicht "aussitzt"... :wink:

    Bern wird (mehr oder weniger) immer an der Spitze sein, das muss auch das Ziel des ZSC sein!

    ...zwischen 2004 und 2010 hatte man in Bern eine erhebliche Durststrecke zu überwinden - Qualisiege mit zig Punkten Vorsprung und dann (etwa) 3x Ausscheiden im 1/4-Final. Mit dabei waren offensive Spitzentänzer und Filigrantechniker wie Dubé, Gamache & Co., dazu mit J. van Boxmeer ein Trainer, der nicht wirklich gemacht für die NLA war, einmal noch Pech als man mit einigen verletzten Spielern (Bordeleau mit Fussbruch...) im 7en Finalspiel mit 0:1 in Davos verlor usw. usw.

    Erst mit Läry Harrass und dem Engagement von Krampfern wie Vigier und Brett McLean gelang 2010 eine Kurskorrektur, vorher scheiterten mannschaftliche Umbauversuche am kleinen CH-Transfermarkt und fehlendem eigenem Nachwuchs. Es braucht nicht viel, damit es läuft oder eben nicht, und einem gewissen "Schweinezyklus" kann man über die Jahre gesehen kaum ausweichen.

    Die Frage ist, wie man sich in Ambri mental vorbereitet hat. Die Spiele in den letzten Wochen machten nicht den Eindruck, als ob da bei Ambri die letzten Kräfte mobilisiert worden wären. Gegen Fribourg war man so praktisch chancenlos, und wäre es wohl auch mit mehr Effort gewesen. Wenn bei Gottéron der Goali auch nur einigermassen dicht hält, sind die Fribourger nämlich gar nicht schlecht. Und wenn Sprunger noch in grosser Form aufspielt... Für mich sah das bei Ambri etwas danach aus, als ob man sich seit geraumer Zeit auf die Auf-/Abstiegsrunde vorbereiten würde.

    Jetzt ist bei Ambri dann aber definitiv Zeit, dass sich ehemalige Heroen wie Guggisberg, Monnet sowie die Ausländer als Leader hervortun. Vor allem bei den (ehemals) renommierten CH-Spielern herrscht noch sehr viel Luft nach oben.

    Der berühmte 4e Sieg, und weshalb der nicht so einfach ist, mit einem weiteren Beispiel untermauert. Lugano auf dem ganzen Feld entschlossener und immer einen Tick konsequenter nützte seine Gelegenheiten diesmal früh. Der SCB murkste sich einen ab, gab aber nicht auf, obwohl es enorm harzte - was aber auch am starken Gegner lag. In der Penaltylotterie fast das übliche Bild, wo wir mit Justin Krüger nur einen halbwegs sicheren Schützen haben, was auch mit einem Genoni im Kasten normalerweise nicht langt. Diesmal aber auch Arcobello nervenstark mit seinem ersten (selbst geschossenen) Tor in der Serie, nachdem er vorher ganze Spiele lang alles versiebte.

    Das 4:1 in der Serie täuscht darüber hinweg, wie eng es in Tat + Wahrheit zuging. Aber wie schon früher erwähnt: Trotz nicht so dominanter Ausländer (...das war beim SCB aber nicht sooo viel besser...) war Lugano stark und taktisch hervorragend eingestellt. Und technisch haben sie eben schon etwas drauf. Einfach so standen die nicht im Halbfinal.

    Sieger haben immer recht. Für den neutralen Fan war's ein grauenhaftes Spiel zum einschlafen. Genoni klar besser als Merzlikins der bei weitem nicht mehr an seine Performance vom Viertelfinal kommt.
    Bei den Ausländern Bern meilenweit im Vorteil. Luganos Ausländer total ausser Form. Selbst Smile-Fratze Lappiere ohne Wirkung.

    Ja, gross an den Karren fahren kann man Jalonen natürlich nicht, solange es aufgeht. Für meinen Geschmack ist die Taktik (Gegner kommen lassen und ihn nur von guten Schusspositionen fernhalten oder dann Schuss zu blocken versuchen) einfach ein Spiel mit dem Feuer angesichts der "dummen Zufälle" wie Ablenker etc., gegen die niemand gefeit ist. Verstehe nicht, warum man nicht früher und aktiver stört. Letzten Samstag hat man es gemacht, am Dienstag nicht, was zig Schüsse auf Genoni zur Folge hatte, von denen dann auch irgendwann 2-3 reinfallen können. Andererseits sind die Luganesi, trotz aller medialen Kritik, eben auch nicht irgend eine Wursttruppe. Oder anders gesagt: evtl. wollte der SCB schon früher stören, wurde aber von Lugano einfach ins eigene Drittel gedrückt.

    Der SCB kam mir gestern etwas vor wie Muhammed Ali, wenn er sich in die Seile hing, auf seine Deckung achtete und den Gegner auf sich einprügeln liess, bis der müde wurde. Wenn's gut geht kann man die Floskel von wegen der "Abgeklärtheit" bringen. Damit es gestern hinhaute brauchte es (einmal mehr...) einen Genoni in Hochform, im Abschluss etwas unglücklich agierende Luganesi und das nötige Glück, dass man selber fast aus nichts 2 Tore schoss.

    Mir zieht diese "eingelegter Hering" Auswärtstaktik des finnischen Schweigers noch den letzten Nerv, aber solange es klappt muss man sich den wohl ziehen lassen.

    Heute mal nicht passiv auf der blauen Linie gewartet, sondern früh gestört. Lugano hat zu viele gute Techniker, als dass man einfach auf abwarten spielen könnte. Was gleich bleibt ist der obligate Shorthander - den Titel für die meisten kassierten Shorthander haben wir zumindest auf sicher. :suff:


    Für 20min no en überraschend guete Artikel:
    http://www.20min.ch/sport/dossier/…-Lokal-31478629

    Finde ich auch, vor allem beleuchtet er relativ neutral gewisse Dinge, die andernorts in der Presse generell und laienhaft als "macht doch nichts" abgetan worden sind. Es zeigt aber auch, wie amateurhaft man beim Verband vorgegangen ist bei der Geschichte. Natürlich hat keiner der Klubs opponiert, als man Stancescu ins Amt einsetzte, wobei dieser ja seine offiziellen "Verbindungen" zu noch aktiven Spielern offenlegte. Nur sind die Klubvertreter in Sachen Compliance, Unabhängigkeit etc. halt Amateure, welche die Folgen ihres Entscheides nicht abschätzen konnten. In der Welt ausserhalb des Hockeys gibt es ja nicht einfach so ziemlich strikte Regeln für solche Konstellationen, unter anderem auch eine sog. "cool down" Periode, wenn man von einer "Seite" auf die andere wechselt. Denn so sicher wie das Amen in der Kirche wird spätestens beim ersten von einer Partei als nachteilig empfundenen Entscheid das Hinterletzte hervorgezogen, um die Befangenheit des "Entscheiders" zu demonstrieren und damit auch den Entscheid per se als "ungerecht" darzustellen. Egal ob man ein paar Monate vorher der Besetzung des Amtes zugestimmt hat oder nicht. Stancescu als Jurist hätte allerdings wissen müssen, dass es so nicht funktioniert.

    Dass gerade Lugano solche Haarspaltereien betreibt wirkt unfreiwillig komisch angesichts des Affentheaters, welches in der Resega seit Jahrzenten abgeht, und wo man es mit Reglementen + Konsequenzen alles andere als genau nimmt. Bei jedem Pfiff gegen das eigene Team wird das Eis zugemüllt, minutenlange Unterbrüche sind die Folge; ist ein Tor aus der Verankerung verschoben dauert es - zufälligerweise immer dann, wenn das Heimteam in Unterzahl ist - minutenlang, bis sich einer der Eismeister an den Tatort begibt, um dort dann umständlich tätig zu werden. Der Stadionspeaker heizt nicht nur das Publikum an, sondern teilt diesem auch mit, dass man nicht nur gegen den Gegner auf dem Eis kein Glück habe. Was wohl heissen soll, dass auch der Verband, die Schiedsrichter + die Einzelrichter gegen den HC Lugano agieren würden. Aber man hat sich inzwischen derart daran gewöhnt, dass praktisch Narrenfreiheit herrscht. Fazit: Man kann es ohne weiteres ganz genau und peinlich korrekt nehmen, genauso wie Lugano bei Stancescu, nur müsste dies dann durchs Band weg so gehandhabt werden. Da käme man im Südtessin noch auf die Welt.

    Ein Sportchef steht in einer solchen Situation immer in der Kritik. Im Rahmen der Ver- oder Beurteilung kann man den Verzicht auf einen 5en Ausländer eindeutig Salis anlasten. Dass es im Jan/Feb keinen tauglichen gegeben habe mag stimmen. Entgegenhalten kann man diesem Argument, dass man sich früher hätte bemühen müssen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass man das Team mit nicht eben billigen CH-Spielern aufrüstet (Pestoni, Kenins, Marti), um bei Verletzungen den Trumpf des breiten Kaders ausspielen zu können, aber bei den Ausländern nicht gleichermassen handelt.

    Bei den Ausländern könnte man sich fragen, ob anstelle von Shannon nicht ein "besserer" Ausländer dringelegen wäre. Mit Sjögren hat man wie beabsichtigt einen kräftigen Spieler zwecks grösserer Durchschlagskraft geholt. Über Thoresen + Rundblad muss man keine Worte verlieren. Wirkliche Fehlgriffe sind die Ausländer nicht, zumal diese beim ZSC neben den grossen Namen mit CH-Pass eine etwas andere Rolle spielen als bei Langnau oder Ambri. Was die Transfers der bereits genannten CH-Spieler anbelangt, so kann man dem Salis ebenfalls kein Versagen vorwerfen. Dass Pestoni + Kenins die Erwartungen in dem Ausmass nicht zu erfüllen vermochten, war nicht voraussehbar. Die Trainer sind renommierte Fachleute, welchen den Ruf von aufbauenden, seriösen Schaffern vorauseilt, welche auch mit dem Nachwuchs können. Im Fall Seger hat wohl auch die Überzeugung mitgespielt, dass man sich angesichts des Kaders auch einen Seger jenseits seiner Blütezeit leisten könne, zumal sein Einfluss in der Garderobe wichtig sei. Wobei dies bei nachlassender Leistung zu relativieren ist.

    Aufgrund dieser Punkte habe ich den Eindruck, dass Salis, bzw. die Klubphilosophie, bisher immer davon ausgegangen ist, dass von den hervorragenden (und entsprechend teueren...) CH-Spieler "mehr" kommt, als eben jeweils gekommen ist. Damit ist nicht der Anspruch gemeint, dass man z.B. ohne Wick oder Nilsson die Konkurrenz dominiert und zum Titel spaziert (Wick im VJ nicht fit, dieses Mal Nilsson out). Aber etwas mehr durfte auch ohne rosa Klubbrille erwartet werden. In diesem Punkt werden Salis + Zahner vermutlich grundlegend über die Bücher gehen. Bei aller berechtigten Kritik bzw. der Forderung nach mehr (öffentlicher) Selbstkritik bei Sportchef, CEO + Trainern: Die Spieler, vorallem die hochbezahlten Cracks, müssten mindestens ebenso "zerlegt" werden wie die technische Leitung. Es ist aber allgemein so, dass die Spieler bei den Fans stets mit mehr Nachsicht und Milde beurteilt werden als der Rest.

    PS: Ja, beim SCB hätte nur Arcobello verletzt sein und Genoni etwas schwächeln müssen, und der 1/4-Final gegen Biel wäre anders verlaufen...

    Letztjährige Analyse
    Evtl. sollte man sich auch die letztjährige Analyse nochmals in Erinnerung rufen. Aus meiner Sicht wurde damals die Verantwortung relativ schnell auf Crawford geschoben. Frei von Schuld war dieser natürlich nicht. Und möglicherweise wurden die Spieler intern stärker kritisiert, als man es von aussen wahrgenommen hatte. Fazit: Schwierig zu beurteilen - zumindest gegen aussen wurde die Verantwortung zu rasch dem Trainer zugeschoben.

    Reaktion auf dem Transfermarkt
    Auf dem Transfermarkt hat man dann aber reagiert und mit Pestoni, Marti und Kenins gemacht, was möglich war. Mit Pestoni konnte man die Basis an technisch starken Spielern verbreitern, Marti + Kenins stehen für Physis + Kampfgewicht. Guerra ist absichtlich nicht erwähnt. Insgesamt hat man eine Kaderverbreiterung erreicht, wie sie sonst kaum ein Klub hat. Wenn nun jemand Ausfälle verdauen kann, dann der ZSC. Fazit: Zum damaligen Zeitpunkt nachvollziehbare Transfers.

    Pestoni, Cunti, Kenins - verlorenes & nicht abgerufenes Potential
    Dass sich mit der Menge an qualitativ guten Spielern auch ein Gerangel in der internen Hierarchie ergibt, hat man bewusst in Kauf genommen - Stichwort Konkurrenzkampf. Ein kleiner Schocker war Edeltransfer Pestoni und seine Fitness - trotz nachträglichem Trainingslager konnte Ambris Sniper vom Dienst nie eine tragende Rolle übernehmen. Freigeist + Filigrantechniker Cunti und das neue Trainergespann konnten nicht miteinander, nachdem schon das Verhältnis zu Crawford nicht ungetrübt war. Da Cuntis Rolle im Team stetig ausfranste, hinterliess sein Abgang keine sofort erkennbare Lücke. Der als Vorkämpfer in Erinnerung gebliebene Kenins kam nach seiner Rückkehr nicht mehr auf seinen Level, für den man ihn eigentlich geholt hatte. Fazit: Durch die Fälle Pestoni + Cunti ging einiges an kreativem Potential verloren, mit dem man in der Planung gerechnet hatte. Der als Kämpfer engagierte Kenins blieb unter den Erwartungen.

    Torhüter
    Teilweise verletzungsbedingt ergab sich keine eindeutige Hierarchie - man gewann nicht den Eindruck, dass die Trainer eine "Nr. 1" hatten. Schlechte Leistungen bot keiner der beiden, Heldentaten aber auch nicht. Fazit: Man kommt auch in der Beurteilung nicht aus dem Lavieren heraus...

    Goldhelm
    Bei Nilsson grosses Pech und für die unter enormem Druck stehende Mannschaft letztlich eine zu grosse Hypothek. Aufgrund der Qualität des restlichen Kaders hätte man erwartet, dass der Einbruch in der Torproduktion weniger heftig ausfällt.

    Sportchef
    Steht nun natürlich im Kreuzfeuer - hat sich durch den Verzicht auf einen "Notnagel-Ausländer" angreifbar gemacht. Mit Thoresen einen Top-Ausländer geholt. Ansonsten fragt man sich als Aussenstehender, warum man sich bei den CH-Spielern eine AAA-Garnitur leistet, bei den Ausländern aber nicht. Was nicht heissen soll, dass die Fremdarbeiter neben Thoresen "schlecht" gewesen sind - aber Fragezeichen bei Shannon bleiben. Fazit: Aufgrund der letzten 3 Saisons kann man dem Sportchef den Vorwurf machen, er habe kein Gegensteuer geben können, bzw. der Versuch habe sich im Zukauf von noch mehr Talent erschöpft. Ob man aber (vor der Saison) radikalere Massnahmen goutiert hätte, um das Team grundlegend zu verändern? Zum Beispiel einen Transfer von Roman Wick im Tausch gegen einen "Leader"? Dies nur als provokatives Gedankenspiel, ohne juristisches blablabla, um auch solche "Optionen" anzusprechen.

    Gestern sah ich das erste Play-off Spiel des ZSC in voller Länge - nach 5 Minuten war ich sicher, dass der ZSC die Luganesi in Grund und Boden stampfen würde. Dann nur noch die Frage, wie es sein kann, dass bei all den Möglichkeiten, Chancen, Schüssen etc. nicht ein 2er Puck für den ZSC reinfällt. Da wurden alle Wahrscheinlichkeitsrechnungen widerlegt.

    Finde ich an sich noch positiv. Derzeit kann man dem EVZ auch nicht unterstellen, er wolle sich in der Serie einen Vorteil verschaffen, und deswegen eine möglichst lange Sperre herausholen. Es geht aber hier um das Prinzip. Zudem war das ursprüngliche Urteil "toxisch" für das CH-Hockey im allgemeinen und die Verbandsjustiz im speziellen. Denn mit Bezug auf diesen unrühmlichen Fall kann letztlich alles in Zweifel gezogen werden (...und wird es auch...).

    Wahrscheinlich müsste man sowieso mal im Sinne einer "Aufarbeitung" transparent machen, wie es soweit hat kommen können, dass Juristen und vor allem Hockeyexperten zum ursprünglichen Urteil kamen. Ist nur Auger schuld, oder gehörten nicht Krüger + Stancescu auch einer hinter die Löffel? Oder liegen Fans und aussenstehende Experten alle falsch?

    Man hat am ganzen System kürzlich gewisse Anpassungen vorgenommen, wobei diese eher kosmetischer Natur waren. Wenn die heutige Verbandsjustiz tatsächlich derart fehlbesetzt, parteiisch und unfähig sein sollte, dann muss dies natürlich geändert werden. Ob es weitere Reformen und mehr technische und letztlich finanzielle Mittel braucht (bessere Videokameras in den Stadien, War Room zur Schiedsrichterunterstützung etc. etc.) müssen letztlich die Klubs bestimmen + bezahlen.

    Stichwort Schiedsrichterwesen, dort soll es - zumindest gemäss BLICK - nicht mehr nur gären, sondern gar brodeln, was scheints auf die autistischen Führung durch Brent Reiber zurückzuführen sei. Aber eben, behauptet wird derzeit viel. Und wenn man schon bei grundsätzlichen Themen ist, müsste man sich auch mal darüber unterhalten, was Spieler und Kluboffizielle rauslassen dürfen und was nicht in Sachen der alljährlichen Verschwörungstheorien. Gerade gegenüber den Referees, an denen man sich offenbar ungestraft die Schuhe abputzen kann. In der NHL gibt es dazu Regeln, von denen man sich durchaus inspirieren lassen könnte. Die Klubs haben andere Möglichkeiten um Kritik zu üben, als irgendwelche Rundumschläge in die Mikrophone zu grännen.

    Kurz und gut, es gibt verschiedene Baustellen, wobei durch die Hitze der Play-off's auch Fata Morganas projiziert werden. Letztlich müssen die Klubs aber diese Probleme abklären und lösen. Bisher hat man aber den Eindruck, dass der Eifer für Verbesserungsmassnahmen nach der Saison und wenn es darum ginge, Kohle locker zu machen, rapide nachlässt.


    http://www.watson.ch/Sport/Eismeist…-Justiz-Skandal

    Keine Ahnung ob das schon jemand gelesen hat, aber was Zaugg hier abzieht und vor Allem was seine Absichten dabei sind, keine Ahnung. Aber auf jeden Fall ist es eine riesen Sauerei und wäre ich Stancescu würde ich mir überlegen rechtlich gegen ihn vorzugehen. Das grenzt ja schon fast an Verleumdung oder Rufmord. Was für ein unglaubliches A...

    Die Medien spielen in diesem Fall so oder so eine etwas zweifelhafte Rolle. Dazu kommen noch einzelne Exponenten wie Dino Kessler oder eben Klaus Zaugg, welche beide ihre (festgefahrene) Meinung haben und diese bei jeder Gelegenheit zum Besten geben. Einfach etwas polemischer und weniger verklausuliert als die übrigen Journalisten. Man wird sich nach der Saison grunsätzlicher über verschiedene Vorkommnisse - nicht nur solche in den Play-off's oder in der Serie ZSC-LugaNO - unterhalten müssen. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

    Man kann davon ausgehen, dass heute in beiden noch laufenden Serien die Schiris eine "Nulltoleranz-Linie" anschlagen werden, welche ungefähr so ausfallen wird wie bei der erstmaligen Anwendung mitten in der Saison, um von der ersten Sekunde an irgendwelche Nettigkeiten und weitere Disziplinarfälle zu unterbinden.... :floet:

    Wäre noch interessant, was ein NHL-Gremium zum Fall Blindenbacher sagen würde. Denn mittlerweile ist das Klima derart vergiftet, dass Referees & die Verbandsjustiz in jedem Fall die Buhmänner sind. Wobei sie sich mit dem Fall Vukovic schon auch selber in den Sumpf geritten haben. Klar ist, dass die Hockeyschweiz mit Argusaugen verfolgt, wie der Verband mit einem Schwergewicht der Liga umgeht. Diverse Protagonisten haben schon Atem geholt um loszulegen mit "Liga- bzw. Zürcher Medien Mafia".

    Gehe davon aus, dass die Strafe eher milde ausfallen wird, zumindest im Vergleich mit ähnlichen, teilweise auch sehr strittigen Fällen. Klar ist aber auch, dass schon nur 1 Sperre weh tut. Die "Urteilsbegründung" bzw. die Sicht der Referees und TV-Richter wird sinngemäss so ausfallen, dass es sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr nur um ein Versehen handelte oder um ein ungeschicktes Losreissen. Dazu offenbar noch ein paar entsprechende "Kraftausdrücke" an die Adresse des Referees.

    Was ist letztes Mal im PO-Final in Lugano alles abgegangen? Da wurden Spieler auf der Strafbank + Schiris attackiert, mit dem Werfen von Gegenständen dauernd das Spiel unterbrochen (...wenn's nicht für die Ticinesi lief...) usw. usw. - der einzige Unterschied zur guten alten Zeit war, dass ich nicht mit eingeschlagenen Carfenstern durch den Gotthard zurückgefahren bin. War nämlich mit dem Zug dort.

    Man hat das Theater in der Liga stillschweigend beerdigt, um nicht wieder den Sermon von der "Deutschschweizer-Mafia" anhören zu müssen, den Madame Mantegazza schon vorsorglich angestimmt hatte. Solange dies so bleibt, wird man es sich selber als zusätzliche "Challenge" für das Gastteam schönreden müssen.


    2012 wurden wir trotz inexistentem Poweplay Meister... Ein Omen? ;)

    Aufpassen, im edlen Wettstreit um das mieseste Powerplay ist der SCB dann aber ganz weit vorne, wir können uns (glaub') auch noch damit brüsten, am meisten Shorthander eingefahren zu haben. Statistisch ist man nur deshalb noch nicht komplett unterirdisch, weil es bis Saisonhälfte einigermassen passabel war. Aus der Perspektive des "guten Omens" habe ich's noch gar nie betrachtet, wobei dieses Omen bisher ja auch nur für den ZSC gilt..... :suff:

    ...sonst geht bei Bänderverletzungen doch jeweils noch was mit Schienen und so, aber ein Riss ist evtl. schon etwas am oberen Ende von dem, was man mit tapen, schienen und spritzen noch hinbiegen kann. Rabenschwarzes Pech ist's auf jeden Fall.

    Einige interessante Aussagen zum Hockey von früher der "Graubärte". Ob es auch heute noch Schlägereien gibt im Training? Oder ist man da zu normiert?

    Ausschnitt aus Gespräch Steinegger / Leuenberger:

    Verklärt man die früheren Zeiten oder waren sie wirklich wilder?
    Leuenberger: Neben dem Eis machte man schon noch mehr Faxen. Es gab weniger Spiele, und man ging dann schon mal etwas gar lange in den Ausgang. Das können sie sich nicht mehr leisten.
    Steinegger: Ich erinnere mich, wie wir morgens beim Training als Alkohol- Leichen übers Eis gefahren sind. Aber es war eine andere Zeit. Wenn die Jungs heute irgendwo über die Stränge hauen, ist das noch am gleichen Abend im Internet. Abgesehen davon ist der Leistungsdruck heute viel grösser.
    Leuenberger: Aber die Gestandenen haben dir auch gezeigt, wo es langgeht. Wer saufen kann, kann auch «seckle», pflegte Dekumbis zu sagen. Und Haword ist morgens aufs Velo gestiegen und hat alles rausgeschwitzt, ehe er aufs Eis ging. Wir hatten eine viel grössere Obrigkeitsgläubigkeit als die Jungen heute.
    Steinegger: Zu Olivier Anken habe ich im ersten Sommertraining «Guten Tag Herr Anken» gesagt.
    Leuenberger: Und wenn ein Altgedienter etwas gesagt hat, hättest du dich nie getraut, etwas hinzuzufügen. Heute widersprechen sie, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Und trotzdem hat man das Gefühl, dass es früher mehr Charakterspieler gegeben hat, die sich nichts vorschreiben liessen.
    Leuenberger: Ja, da gab es schon sehr lustige Figuren. Zu meiner Zeit gab es jedes Jahr eine Schlägerei im Training.
    Steinegger: Eine jedes Jahr? Alle zwei Wochen.
    Leuenberger: Auch der Umgang untereinander war anders. Früher hat man Konflikte persönlich ausgetragen. Heute schreiben sie sich eine SMS.
    Steinegger: Das ist ein Stück weit auch unsere Schuld. Wenn einer heute ein bisschen aufmuckst, kommt er viel schneller eins auf den Deckel. Dann sagen sie auch nicht mehr viel.

    Und geben in der Öffentlichkeit stets die gleichen, normierten Antworten, die der Club mit ihnen übt.
    Steinegger: Nicht unbedingt. Sie sind heute einfach auch weiter, als wir es waren. Weniger naiv. Heute wissen sie als 13-Jährige, was sie erreichen wollen. Und dass sie weniger Probleme haben, wenn sie sich nicht exponieren.