Beiträge von Iceman


    schöner Sommer und spannende NHL Playoffs, geht was ab CHI und die Nino-Wild vor dem aus, wer hätte das gedacht ??

    ...die Nationalmannschaft könnte Niederreiter gut brauchen. Wenn er überhaupt noch mag nach einer langen Saison..

    Man hat den Level aus dem letzten Spiel diesmal halten können, und auch die Tore zum richtigen Moment erzielt. Dass man auch immer viel Glück benötigt, um ohne Verletzungen von Schlüsselspielern und Krankheiten über die Runden zu kommen, muss man keinem hier erklären. Auch wenn man in den Medien die Tendenz hat, das Ganze allzu "logisch" zu begründen.


    Ich als Sportchef würde Genoni sofort verkaufen. Völlig überbewertet der Mann. Hängt dem HCD doch bis heute nach. Ab dem nächsten Spiel den Extra für die PO's eingeflogenen kanadischen Goalie in die Kiste stellen und Arcobello für sein nicht das Tor treffen auf die Tribüne verbannen. Der will ja Ende Saison eh weg und das gehört abgestraft. Damit wäre ein Zeichen gesetzt der die ganze lahme Organisation des SCB endlich weckt. Es kann ja nicht sein das ein 40-jähriger Spieler einer der besten Akteure in einem Playoff Final ist. Da müssen doch junge hungrige Bären rein. (Ironie off)

    :mrgreen: .....in den See, in den See, mit Gewicht an den Füssen!! Oder zumindest ein Stehrampen-Wischen unter der Aufsicht von Lüthi!

    Man war phasenweise schlicht und einfach zu passiv und hat zu viele Abschlüsse der Zuger zugelassen. Mit nur einem Tor Vorsprung hätte man viel früher und viel energischer stören müssen, sowohl beim Tor von Martschini wie auch in der Verlängerung. Da hat man sich zu sehr auf Genoni und das Glück verlassen. Aber dafür, dass man das Glück an diesem Abend nicht gerade gepachtet hat, hätten den Spielern die 4 Pfostenschüsse Warnung genug sein sollen. Jä nu, dass es einfach wird in einem PO-Final hat niemand behauptet. Oder dann höchstens, um etwas Polemik zu verbreiten.

    Irgendwas spektakuläres macht Jalonen ja nicht, er hat auch kein revolutionäres "System" oder sonstwas. Am ehesten trifft noch die Floskel zu, welche angeblich Dave King bei seinen Seminaren am Ende stets gebracht haben soll: "Und wenn Sie keinen herausragenden Torhüter haben, so vergessen sie gleich alles, was wir über Taktik besprochen haben".

    Aber eben, in der CH-Presse ist man derzeit nicht auf der Suche nach banalem...

    Hatte damals nicht mitbekommen, dass Jalonen auch mit dem ZSC verhandelte - zumindest gemäss NZZ von heute:

    "...Jalonen fordert viel – von den Spielern, aber auch vom Umfeld. In Bern hat er unter anderem darauf gedrängt, für die Play-offs als Rückversicherung für Leonardo Genoni den kanadischen Torhüter Michael Garnett unter Vertrag zu nehmen. Jalonens fordernder Zug hatte die ZSC Lions unter anderem dazu veranlasst, im Januar vor einem Jahr die Verhandlungen mit ihm abzubrechen..."

    https://www.nzz.ch/sport/eishocke…hner-ld.1085504

    ...von wegen "langweilig" und "defensiv" wird derzeit in den Zeitungen auch viel erzählt, wenn der Tag lang ist. Dass man versucht die Mittelzone abzuriegeln ist 0815-Taktik, die Frage ist höchstens, wie gut es einem gelingt. Gegen Lugano hat es einem am Nerv gezerrt, weil sich die Abwehrarbeit von der Mittelzone zu stark vor Genoni verlagert hatte. Nicht weil man dies so wollte, sondern weil der Druck von Lugano so gross war.

    Deshalb ist es auch Unsinn zu behaupten, der SCB würde sein "Potential" zu stark in die Defensive legen. Damit wird suggeriert, der SCB habe quasi die Wahl, ob nun ein Offensivspektakel abgebrannt werden solle, oder ob man sich auf's Verteidigen verlege. Dabei hängt dies davon ab, wie stark ein Gegner agiert. Man wurde schon von Biel oder Lugano ins eigene Drittel gedrängt, nicht weil man dies taktisch "wollte", sondern weil man keine andere Wahl hatte. Was stimmt ist, dass man in solchen Momenten diszipliniert und aufopferungsvoll verteidigt. Das Wichtigste dabei: Wenn auch das nicht mehr reicht, ist dann immer noch Genoni da. Und damit erledigen sich die meisten Taktik-Schwurbeleien in den Medien. Und daneben benötigt man immer noch eine gute Portion Glück, sei es nun punkto Verletzungen oder wenn der Puck wieder mal einen halben Zentimeter am eigenen Pfosten vorbeischrammt. Aber das gibt vermutlich zu wenig her für einen Artikel... :wink:

    Wenn Salis die Verlängerung nicht wollte, war die Auswahl an möglichen Verhandlungspartnern für Seger ja relativ überschaubar. Und die Varianten auch:

    a) das Gerücht stimmt nicht und es war Salis, der von sich aus den Vertrag verlängerte
    b) Zahner hat über den Kopf von Salis hinweg entschieden bzw. Druck auf Salis ausgeübt
    c) W. Frey hat entschieden bzw. Druck auf Zahner und / oder Salis ausgeübt

    Ob die Varianten b) und c) massgeblichen Einfluss hatten auf den Entscheid für den Amtswechsel von Salis (...wenn es denn wirklich sein eigener Entscheid war...) ist dann wiederum eine andere Frage.

    ...scheint der neue Trend zu sein, dass sich die altgedienten Sportchefs nun auf "übergeordnete" Positionen mit eher "strategischen" Aufgaben verschieben. Bei S. Leuenberger tönte es etwa gleich. Man kann es natürlich als Verlegenheitslösung abkanzeln, aber ich finde die Idee eigentlich nicht schlecht, dass sich einer über die gesamte Organisation hinweg mit gewissen Themen befasst und eine "unité de doctrine" wahrt.

    Die neuen Sportchefs müssen sich aber zuerst wieder im Metier einleben, und wie man hört sind die Vorgänger da noch lange "mitaktiv".

    ...das wohl kaum, Tikkanen ist einfach ein Plauderi, der Freude daran hat, wenn sich die Leute aber seiner Grosskotz-Attitüde nerven. Der Witz hat sich aber längst totgelaufen, sofern überhaupt mal viel davon vorhanden war. Interessant wird es bei Tikkanen ja erst, wenn dem SCB die Titelverteidigung dann doch nicht gelingt. Da müsste er natürlich auch das "Füdle" haben, um kommentarmässig hinzustehen und die Schadenfreude über sich ergehen zu lassen...

    ...der "Hardboiled Tuni" ist im Alter (ein klein wenig) ruhiger geworden, ist aber immer noch ein "Spinner" im positiven Sinn. Mit der Fäkalsprache hält er sich mittlerweile zurück, die Statements sind (...zumindest für die Fans...) umso lesenswerter. Wie es sich für einen Fan gehört ist er dem eigenen Klub gegenüber sehr viel kritischer eingestellt als der Rest der Welt. Als "running gag" pflegt er die armen Gottéronisten auf die Schippe zu nehmen, mit Vorliebe Goali Conz, bei dem stets der "kurze" bzw. "fehlende" Hals ein Thema ist.

    Du meinst das ist halt einfach Schicksal und wir müssen das jetzt aussitzen! :razz:

    Na dann gute Nacht! :suff:

    :mrgreen:

    ...Du weisst schon, wie ich es meinte - natürlich nicht "aussitzen", nur dauert es manchmal etwas, bis ein Team wieder auf Kurs ist. Zumal es aus meiner Froschperspektive schon um eine Art Paradigmawechsel geht. Bisher setzte man primär auf die Qualitäten von ebenso brillanten wie teuren CH-Spielern, umgeben von selbst herangezogenen guten Nachwuchsleuten und Ausländern. In den letzten 2 Saisons konnten die designierten CH-Spieler aber ihre Leaderrolle nicht so wahrnehmen, wie man sich dies gewünscht hätte. Teilweise lag es an Verletzungen, teilweise aber wohl auch daran, dass nicht jeder zum "Führungsspieler" geboren ist. Mit Thoresen hat man einen solchen Führungsspieler geholt, mit Inti Pestoni hat man einen (weiteren) Sniper verpflichtet um gerüstet zu sein, falls Wick & Co. im entscheidenden Moment verletzt sind, mit Kenins hat man auf physischem / kämpferischen Gebiet ein Zeichen gesetzt, ebenso mit Sjögren.

    Dass ausser Thoresen keiner die Erwartungen erfüllen konnte ist einigermassen erstaunlich, selbst wenn mit gewissen Anpassungsschwierigkeiten bei Pestoni gerechnet werden musste. Deshalb meine Aussage, dass es manchmal etwas länger dauert, auch wenn man es absolut nicht "aussitzt"... :wink:

    Bern wird (mehr oder weniger) immer an der Spitze sein, das muss auch das Ziel des ZSC sein!

    ...zwischen 2004 und 2010 hatte man in Bern eine erhebliche Durststrecke zu überwinden - Qualisiege mit zig Punkten Vorsprung und dann (etwa) 3x Ausscheiden im 1/4-Final. Mit dabei waren offensive Spitzentänzer und Filigrantechniker wie Dubé, Gamache & Co., dazu mit J. van Boxmeer ein Trainer, der nicht wirklich gemacht für die NLA war, einmal noch Pech als man mit einigen verletzten Spielern (Bordeleau mit Fussbruch...) im 7en Finalspiel mit 0:1 in Davos verlor usw. usw.

    Erst mit Läry Harrass und dem Engagement von Krampfern wie Vigier und Brett McLean gelang 2010 eine Kurskorrektur, vorher scheiterten mannschaftliche Umbauversuche am kleinen CH-Transfermarkt und fehlendem eigenem Nachwuchs. Es braucht nicht viel, damit es läuft oder eben nicht, und einem gewissen "Schweinezyklus" kann man über die Jahre gesehen kaum ausweichen.

    Die Frage ist, wie man sich in Ambri mental vorbereitet hat. Die Spiele in den letzten Wochen machten nicht den Eindruck, als ob da bei Ambri die letzten Kräfte mobilisiert worden wären. Gegen Fribourg war man so praktisch chancenlos, und wäre es wohl auch mit mehr Effort gewesen. Wenn bei Gottéron der Goali auch nur einigermassen dicht hält, sind die Fribourger nämlich gar nicht schlecht. Und wenn Sprunger noch in grosser Form aufspielt... Für mich sah das bei Ambri etwas danach aus, als ob man sich seit geraumer Zeit auf die Auf-/Abstiegsrunde vorbereiten würde.

    Jetzt ist bei Ambri dann aber definitiv Zeit, dass sich ehemalige Heroen wie Guggisberg, Monnet sowie die Ausländer als Leader hervortun. Vor allem bei den (ehemals) renommierten CH-Spielern herrscht noch sehr viel Luft nach oben.

    Der berühmte 4e Sieg, und weshalb der nicht so einfach ist, mit einem weiteren Beispiel untermauert. Lugano auf dem ganzen Feld entschlossener und immer einen Tick konsequenter nützte seine Gelegenheiten diesmal früh. Der SCB murkste sich einen ab, gab aber nicht auf, obwohl es enorm harzte - was aber auch am starken Gegner lag. In der Penaltylotterie fast das übliche Bild, wo wir mit Justin Krüger nur einen halbwegs sicheren Schützen haben, was auch mit einem Genoni im Kasten normalerweise nicht langt. Diesmal aber auch Arcobello nervenstark mit seinem ersten (selbst geschossenen) Tor in der Serie, nachdem er vorher ganze Spiele lang alles versiebte.

    Das 4:1 in der Serie täuscht darüber hinweg, wie eng es in Tat + Wahrheit zuging. Aber wie schon früher erwähnt: Trotz nicht so dominanter Ausländer (...das war beim SCB aber nicht sooo viel besser...) war Lugano stark und taktisch hervorragend eingestellt. Und technisch haben sie eben schon etwas drauf. Einfach so standen die nicht im Halbfinal.

    Sieger haben immer recht. Für den neutralen Fan war's ein grauenhaftes Spiel zum einschlafen. Genoni klar besser als Merzlikins der bei weitem nicht mehr an seine Performance vom Viertelfinal kommt.
    Bei den Ausländern Bern meilenweit im Vorteil. Luganos Ausländer total ausser Form. Selbst Smile-Fratze Lappiere ohne Wirkung.

    Ja, gross an den Karren fahren kann man Jalonen natürlich nicht, solange es aufgeht. Für meinen Geschmack ist die Taktik (Gegner kommen lassen und ihn nur von guten Schusspositionen fernhalten oder dann Schuss zu blocken versuchen) einfach ein Spiel mit dem Feuer angesichts der "dummen Zufälle" wie Ablenker etc., gegen die niemand gefeit ist. Verstehe nicht, warum man nicht früher und aktiver stört. Letzten Samstag hat man es gemacht, am Dienstag nicht, was zig Schüsse auf Genoni zur Folge hatte, von denen dann auch irgendwann 2-3 reinfallen können. Andererseits sind die Luganesi, trotz aller medialen Kritik, eben auch nicht irgend eine Wursttruppe. Oder anders gesagt: evtl. wollte der SCB schon früher stören, wurde aber von Lugano einfach ins eigene Drittel gedrückt.

    Der SCB kam mir gestern etwas vor wie Muhammed Ali, wenn er sich in die Seile hing, auf seine Deckung achtete und den Gegner auf sich einprügeln liess, bis der müde wurde. Wenn's gut geht kann man die Floskel von wegen der "Abgeklärtheit" bringen. Damit es gestern hinhaute brauchte es (einmal mehr...) einen Genoni in Hochform, im Abschluss etwas unglücklich agierende Luganesi und das nötige Glück, dass man selber fast aus nichts 2 Tore schoss.

    Mir zieht diese "eingelegter Hering" Auswärtstaktik des finnischen Schweigers noch den letzten Nerv, aber solange es klappt muss man sich den wohl ziehen lassen.

    Heute mal nicht passiv auf der blauen Linie gewartet, sondern früh gestört. Lugano hat zu viele gute Techniker, als dass man einfach auf abwarten spielen könnte. Was gleich bleibt ist der obligate Shorthander - den Titel für die meisten kassierten Shorthander haben wir zumindest auf sicher. :suff:


    Für 20min no en überraschend guete Artikel:
    http://www.20min.ch/sport/dossier/…-Lokal-31478629

    Finde ich auch, vor allem beleuchtet er relativ neutral gewisse Dinge, die andernorts in der Presse generell und laienhaft als "macht doch nichts" abgetan worden sind. Es zeigt aber auch, wie amateurhaft man beim Verband vorgegangen ist bei der Geschichte. Natürlich hat keiner der Klubs opponiert, als man Stancescu ins Amt einsetzte, wobei dieser ja seine offiziellen "Verbindungen" zu noch aktiven Spielern offenlegte. Nur sind die Klubvertreter in Sachen Compliance, Unabhängigkeit etc. halt Amateure, welche die Folgen ihres Entscheides nicht abschätzen konnten. In der Welt ausserhalb des Hockeys gibt es ja nicht einfach so ziemlich strikte Regeln für solche Konstellationen, unter anderem auch eine sog. "cool down" Periode, wenn man von einer "Seite" auf die andere wechselt. Denn so sicher wie das Amen in der Kirche wird spätestens beim ersten von einer Partei als nachteilig empfundenen Entscheid das Hinterletzte hervorgezogen, um die Befangenheit des "Entscheiders" zu demonstrieren und damit auch den Entscheid per se als "ungerecht" darzustellen. Egal ob man ein paar Monate vorher der Besetzung des Amtes zugestimmt hat oder nicht. Stancescu als Jurist hätte allerdings wissen müssen, dass es so nicht funktioniert.

    Dass gerade Lugano solche Haarspaltereien betreibt wirkt unfreiwillig komisch angesichts des Affentheaters, welches in der Resega seit Jahrzenten abgeht, und wo man es mit Reglementen + Konsequenzen alles andere als genau nimmt. Bei jedem Pfiff gegen das eigene Team wird das Eis zugemüllt, minutenlange Unterbrüche sind die Folge; ist ein Tor aus der Verankerung verschoben dauert es - zufälligerweise immer dann, wenn das Heimteam in Unterzahl ist - minutenlang, bis sich einer der Eismeister an den Tatort begibt, um dort dann umständlich tätig zu werden. Der Stadionspeaker heizt nicht nur das Publikum an, sondern teilt diesem auch mit, dass man nicht nur gegen den Gegner auf dem Eis kein Glück habe. Was wohl heissen soll, dass auch der Verband, die Schiedsrichter + die Einzelrichter gegen den HC Lugano agieren würden. Aber man hat sich inzwischen derart daran gewöhnt, dass praktisch Narrenfreiheit herrscht. Fazit: Man kann es ohne weiteres ganz genau und peinlich korrekt nehmen, genauso wie Lugano bei Stancescu, nur müsste dies dann durchs Band weg so gehandhabt werden. Da käme man im Südtessin noch auf die Welt.