Ich konnte mit jedem ZSC Meistercoach leben! Nur mit den meisten anderen nicht...
Wie hatte es Oscar Wilde so schön gesagt: "...Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden..." ![]()
Ich konnte mit jedem ZSC Meistercoach leben! Nur mit den meisten anderen nicht...
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Ein Sportchef steht in einer solchen Situation immer in der Kritik. Im Rahmen der Ver- oder Beurteilung kann man den Verzicht auf einen 5en Ausländer eindeutig Salis anlasten. Dass es im Jan/Feb keinen tauglichen gegeben habe mag stimmen. Entgegenhalten kann man diesem Argument, dass man sich früher hätte bemühen müssen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass man das Team mit nicht eben billigen CH-Spielern aufrüstet (Pestoni, Kenins, Marti), um bei Verletzungen den Trumpf des breiten Kaders ausspielen zu können, aber bei den Ausländern nicht gleichermassen handelt.
Bei den Ausländern könnte man sich fragen, ob anstelle von Shannon nicht ein "besserer" Ausländer dringelegen wäre. Mit Sjögren hat man wie beabsichtigt einen kräftigen Spieler zwecks grösserer Durchschlagskraft geholt. Über Thoresen + Rundblad muss man keine Worte verlieren. Wirkliche Fehlgriffe sind die Ausländer nicht, zumal diese beim ZSC neben den grossen Namen mit CH-Pass eine etwas andere Rolle spielen als bei Langnau oder Ambri. Was die Transfers der bereits genannten CH-Spieler anbelangt, so kann man dem Salis ebenfalls kein Versagen vorwerfen. Dass Pestoni + Kenins die Erwartungen in dem Ausmass nicht zu erfüllen vermochten, war nicht voraussehbar. Die Trainer sind renommierte Fachleute, welchen den Ruf von aufbauenden, seriösen Schaffern vorauseilt, welche auch mit dem Nachwuchs können. Im Fall Seger hat wohl auch die Überzeugung mitgespielt, dass man sich angesichts des Kaders auch einen Seger jenseits seiner Blütezeit leisten könne, zumal sein Einfluss in der Garderobe wichtig sei. Wobei dies bei nachlassender Leistung zu relativieren ist.
Aufgrund dieser Punkte habe ich den Eindruck, dass Salis, bzw. die Klubphilosophie, bisher immer davon ausgegangen ist, dass von den hervorragenden (und entsprechend teueren...) CH-Spieler "mehr" kommt, als eben jeweils gekommen ist. Damit ist nicht der Anspruch gemeint, dass man z.B. ohne Wick oder Nilsson die Konkurrenz dominiert und zum Titel spaziert (Wick im VJ nicht fit, dieses Mal Nilsson out). Aber etwas mehr durfte auch ohne rosa Klubbrille erwartet werden. In diesem Punkt werden Salis + Zahner vermutlich grundlegend über die Bücher gehen. Bei aller berechtigten Kritik bzw. der Forderung nach mehr (öffentlicher) Selbstkritik bei Sportchef, CEO + Trainern: Die Spieler, vorallem die hochbezahlten Cracks, müssten mindestens ebenso "zerlegt" werden wie die technische Leitung. Es ist aber allgemein so, dass die Spieler bei den Fans stets mit mehr Nachsicht und Milde beurteilt werden als der Rest.
PS: Ja, beim SCB hätte nur Arcobello verletzt sein und Genoni etwas schwächeln müssen, und der 1/4-Final gegen Biel wäre anders verlaufen...
Letztjährige Analyse
Evtl. sollte man sich auch die letztjährige Analyse nochmals in Erinnerung rufen. Aus meiner Sicht wurde damals die Verantwortung relativ schnell auf Crawford geschoben. Frei von Schuld war dieser natürlich nicht. Und möglicherweise wurden die Spieler intern stärker kritisiert, als man es von aussen wahrgenommen hatte. Fazit: Schwierig zu beurteilen - zumindest gegen aussen wurde die Verantwortung zu rasch dem Trainer zugeschoben.
Reaktion auf dem Transfermarkt
Auf dem Transfermarkt hat man dann aber reagiert und mit Pestoni, Marti und Kenins gemacht, was möglich war. Mit Pestoni konnte man die Basis an technisch starken Spielern verbreitern, Marti + Kenins stehen für Physis + Kampfgewicht. Guerra ist absichtlich nicht erwähnt. Insgesamt hat man eine Kaderverbreiterung erreicht, wie sie sonst kaum ein Klub hat. Wenn nun jemand Ausfälle verdauen kann, dann der ZSC. Fazit: Zum damaligen Zeitpunkt nachvollziehbare Transfers.
Pestoni, Cunti, Kenins - verlorenes & nicht abgerufenes Potential
Dass sich mit der Menge an qualitativ guten Spielern auch ein Gerangel in der internen Hierarchie ergibt, hat man bewusst in Kauf genommen - Stichwort Konkurrenzkampf. Ein kleiner Schocker war Edeltransfer Pestoni und seine Fitness - trotz nachträglichem Trainingslager konnte Ambris Sniper vom Dienst nie eine tragende Rolle übernehmen. Freigeist + Filigrantechniker Cunti und das neue Trainergespann konnten nicht miteinander, nachdem schon das Verhältnis zu Crawford nicht ungetrübt war. Da Cuntis Rolle im Team stetig ausfranste, hinterliess sein Abgang keine sofort erkennbare Lücke. Der als Vorkämpfer in Erinnerung gebliebene Kenins kam nach seiner Rückkehr nicht mehr auf seinen Level, für den man ihn eigentlich geholt hatte. Fazit: Durch die Fälle Pestoni + Cunti ging einiges an kreativem Potential verloren, mit dem man in der Planung gerechnet hatte. Der als Kämpfer engagierte Kenins blieb unter den Erwartungen.
Torhüter
Teilweise verletzungsbedingt ergab sich keine eindeutige Hierarchie - man gewann nicht den Eindruck, dass die Trainer eine "Nr. 1" hatten. Schlechte Leistungen bot keiner der beiden, Heldentaten aber auch nicht. Fazit: Man kommt auch in der Beurteilung nicht aus dem Lavieren heraus...
Goldhelm
Bei Nilsson grosses Pech und für die unter enormem Druck stehende Mannschaft letztlich eine zu grosse Hypothek. Aufgrund der Qualität des restlichen Kaders hätte man erwartet, dass der Einbruch in der Torproduktion weniger heftig ausfällt.
Sportchef
Steht nun natürlich im Kreuzfeuer - hat sich durch den Verzicht auf einen "Notnagel-Ausländer" angreifbar gemacht. Mit Thoresen einen Top-Ausländer geholt. Ansonsten fragt man sich als Aussenstehender, warum man sich bei den CH-Spielern eine AAA-Garnitur leistet, bei den Ausländern aber nicht. Was nicht heissen soll, dass die Fremdarbeiter neben Thoresen "schlecht" gewesen sind - aber Fragezeichen bei Shannon bleiben. Fazit: Aufgrund der letzten 3 Saisons kann man dem Sportchef den Vorwurf machen, er habe kein Gegensteuer geben können, bzw. der Versuch habe sich im Zukauf von noch mehr Talent erschöpft. Ob man aber (vor der Saison) radikalere Massnahmen goutiert hätte, um das Team grundlegend zu verändern? Zum Beispiel einen Transfer von Roman Wick im Tausch gegen einen "Leader"? Dies nur als provokatives Gedankenspiel, ohne juristisches blablabla, um auch solche "Optionen" anzusprechen.
Gestern sah ich das erste Play-off Spiel des ZSC in voller Länge - nach 5 Minuten war ich sicher, dass der ZSC die Luganesi in Grund und Boden stampfen würde. Dann nur noch die Frage, wie es sein kann, dass bei all den Möglichkeiten, Chancen, Schüssen etc. nicht ein 2er Puck für den ZSC reinfällt. Da wurden alle Wahrscheinlichkeitsrechnungen widerlegt.
Finde ich an sich noch positiv. Derzeit kann man dem EVZ auch nicht unterstellen, er wolle sich in der Serie einen Vorteil verschaffen, und deswegen eine möglichst lange Sperre herausholen. Es geht aber hier um das Prinzip. Zudem war das ursprüngliche Urteil "toxisch" für das CH-Hockey im allgemeinen und die Verbandsjustiz im speziellen. Denn mit Bezug auf diesen unrühmlichen Fall kann letztlich alles in Zweifel gezogen werden (...und wird es auch...).
Wahrscheinlich müsste man sowieso mal im Sinne einer "Aufarbeitung" transparent machen, wie es soweit hat kommen können, dass Juristen und vor allem Hockeyexperten zum ursprünglichen Urteil kamen. Ist nur Auger schuld, oder gehörten nicht Krüger + Stancescu auch einer hinter die Löffel? Oder liegen Fans und aussenstehende Experten alle falsch?
Man hat am ganzen System kürzlich gewisse Anpassungen vorgenommen, wobei diese eher kosmetischer Natur waren. Wenn die heutige Verbandsjustiz tatsächlich derart fehlbesetzt, parteiisch und unfähig sein sollte, dann muss dies natürlich geändert werden. Ob es weitere Reformen und mehr technische und letztlich finanzielle Mittel braucht (bessere Videokameras in den Stadien, War Room zur Schiedsrichterunterstützung etc. etc.) müssen letztlich die Klubs bestimmen + bezahlen.
Stichwort Schiedsrichterwesen, dort soll es - zumindest gemäss BLICK - nicht mehr nur gären, sondern gar brodeln, was scheints auf die autistischen Führung durch Brent Reiber zurückzuführen sei. Aber eben, behauptet wird derzeit viel. Und wenn man schon bei grundsätzlichen Themen ist, müsste man sich auch mal darüber unterhalten, was Spieler und Kluboffizielle rauslassen dürfen und was nicht in Sachen der alljährlichen Verschwörungstheorien. Gerade gegenüber den Referees, an denen man sich offenbar ungestraft die Schuhe abputzen kann. In der NHL gibt es dazu Regeln, von denen man sich durchaus inspirieren lassen könnte. Die Klubs haben andere Möglichkeiten um Kritik zu üben, als irgendwelche Rundumschläge in die Mikrophone zu grännen.
Kurz und gut, es gibt verschiedene Baustellen, wobei durch die Hitze der Play-off's auch Fata Morganas projiziert werden. Letztlich müssen die Klubs aber diese Probleme abklären und lösen. Bisher hat man aber den Eindruck, dass der Eifer für Verbesserungsmassnahmen nach der Saison und wenn es darum ginge, Kohle locker zu machen, rapide nachlässt.
http://www.watson.ch/Sport/Eismeist…-Justiz-SkandalKeine Ahnung ob das schon jemand gelesen hat, aber was Zaugg hier abzieht und vor Allem was seine Absichten dabei sind, keine Ahnung. Aber auf jeden Fall ist es eine riesen Sauerei und wäre ich Stancescu würde ich mir überlegen rechtlich gegen ihn vorzugehen. Das grenzt ja schon fast an Verleumdung oder Rufmord. Was für ein unglaubliches A...
Die Medien spielen in diesem Fall so oder so eine etwas zweifelhafte Rolle. Dazu kommen noch einzelne Exponenten wie Dino Kessler oder eben Klaus Zaugg, welche beide ihre (festgefahrene) Meinung haben und diese bei jeder Gelegenheit zum Besten geben. Einfach etwas polemischer und weniger verklausuliert als die übrigen Journalisten. Man wird sich nach der Saison grunsätzlicher über verschiedene Vorkommnisse - nicht nur solche in den Play-off's oder in der Serie ZSC-LugaNO - unterhalten müssen. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür.
Man kann davon ausgehen, dass heute in beiden noch laufenden Serien die Schiris eine "Nulltoleranz-Linie" anschlagen werden, welche ungefähr so ausfallen wird wie bei der erstmaligen Anwendung mitten in der Saison, um von der ersten Sekunde an irgendwelche Nettigkeiten und weitere Disziplinarfälle zu unterbinden.... ![]()
Wäre noch interessant, was ein NHL-Gremium zum Fall Blindenbacher sagen würde. Denn mittlerweile ist das Klima derart vergiftet, dass Referees & die Verbandsjustiz in jedem Fall die Buhmänner sind. Wobei sie sich mit dem Fall Vukovic schon auch selber in den Sumpf geritten haben. Klar ist, dass die Hockeyschweiz mit Argusaugen verfolgt, wie der Verband mit einem Schwergewicht der Liga umgeht. Diverse Protagonisten haben schon Atem geholt um loszulegen mit "Liga- bzw. Zürcher Medien Mafia".
Gehe davon aus, dass die Strafe eher milde ausfallen wird, zumindest im Vergleich mit ähnlichen, teilweise auch sehr strittigen Fällen. Klar ist aber auch, dass schon nur 1 Sperre weh tut. Die "Urteilsbegründung" bzw. die Sicht der Referees und TV-Richter wird sinngemäss so ausfallen, dass es sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr nur um ein Versehen handelte oder um ein ungeschicktes Losreissen. Dazu offenbar noch ein paar entsprechende "Kraftausdrücke" an die Adresse des Referees.
Was ist letztes Mal im PO-Final in Lugano alles abgegangen? Da wurden Spieler auf der Strafbank + Schiris attackiert, mit dem Werfen von Gegenständen dauernd das Spiel unterbrochen (...wenn's nicht für die Ticinesi lief...) usw. usw. - der einzige Unterschied zur guten alten Zeit war, dass ich nicht mit eingeschlagenen Carfenstern durch den Gotthard zurückgefahren bin. War nämlich mit dem Zug dort.
Man hat das Theater in der Liga stillschweigend beerdigt, um nicht wieder den Sermon von der "Deutschschweizer-Mafia" anhören zu müssen, den Madame Mantegazza schon vorsorglich angestimmt hatte. Solange dies so bleibt, wird man es sich selber als zusätzliche "Challenge" für das Gastteam schönreden müssen.
2012 wurden wir trotz inexistentem Poweplay Meister... Ein Omen?
Aufpassen, im edlen Wettstreit um das mieseste Powerplay ist der SCB dann aber ganz weit vorne, wir können uns (glaub') auch noch damit brüsten, am meisten Shorthander eingefahren zu haben. Statistisch ist man nur deshalb noch nicht komplett unterirdisch, weil es bis Saisonhälfte einigermassen passabel war. Aus der Perspektive des "guten Omens" habe ich's noch gar nie betrachtet, wobei dieses Omen bisher ja auch nur für den ZSC gilt..... ![]()
...sonst geht bei Bänderverletzungen doch jeweils noch was mit Schienen und so, aber ein Riss ist evtl. schon etwas am oberen Ende von dem, was man mit tapen, schienen und spritzen noch hinbiegen kann. Rabenschwarzes Pech ist's auf jeden Fall.
Einige interessante Aussagen zum Hockey von früher der "Graubärte". Ob es auch heute noch Schlägereien gibt im Training? Oder ist man da zu normiert?
Ausschnitt aus Gespräch Steinegger / Leuenberger:
Verklärt man die früheren Zeiten oder waren sie wirklich wilder?
Leuenberger: Neben dem Eis machte man schon noch mehr Faxen. Es gab weniger Spiele, und man ging dann schon mal etwas gar lange in den Ausgang. Das können sie sich nicht mehr leisten.
Steinegger: Ich erinnere mich, wie wir morgens beim Training als Alkohol- Leichen übers Eis gefahren sind. Aber es war eine andere Zeit. Wenn die Jungs heute irgendwo über die Stränge hauen, ist das noch am gleichen Abend im Internet. Abgesehen davon ist der Leistungsdruck heute viel grösser.
Leuenberger: Aber die Gestandenen haben dir auch gezeigt, wo es langgeht. Wer saufen kann, kann auch «seckle», pflegte Dekumbis zu sagen. Und Haword ist morgens aufs Velo gestiegen und hat alles rausgeschwitzt, ehe er aufs Eis ging. Wir hatten eine viel grössere Obrigkeitsgläubigkeit als die Jungen heute.
Steinegger: Zu Olivier Anken habe ich im ersten Sommertraining «Guten Tag Herr Anken» gesagt.
Leuenberger: Und wenn ein Altgedienter etwas gesagt hat, hättest du dich nie getraut, etwas hinzuzufügen. Heute widersprechen sie, ohne mit der Wimper zu zucken.
Und trotzdem hat man das Gefühl, dass es früher mehr Charakterspieler gegeben hat, die sich nichts vorschreiben liessen.
Leuenberger: Ja, da gab es schon sehr lustige Figuren. Zu meiner Zeit gab es jedes Jahr eine Schlägerei im Training.
Steinegger: Eine jedes Jahr? Alle zwei Wochen.
Leuenberger: Auch der Umgang untereinander war anders. Früher hat man Konflikte persönlich ausgetragen. Heute schreiben sie sich eine SMS.
Steinegger: Das ist ein Stück weit auch unsere Schuld. Wenn einer heute ein bisschen aufmuckst, kommt er viel schneller eins auf den Deckel. Dann sagen sie auch nicht mehr viel.
Und geben in der Öffentlichkeit stets die gleichen, normierten Antworten, die der Club mit ihnen übt.
Steinegger: Nicht unbedingt. Sie sind heute einfach auch weiter, als wir es waren. Weniger naiv. Heute wissen sie als 13-Jährige, was sie erreichen wollen. Und dass sie weniger Probleme haben, wenn sie sich nicht exponieren.
Zaugg hat schon abenteuerlichere Schlussfolgerungen gezogen als die, dass Walter Frey am Ende evtl. noch eine kleine "Ermunterung" an die operative Führung erlassen hat in der Causa Seger. Dies wäre für Zahner / Salis zumindest auch eine "salomonische Lösung", denn damit stünden sie mit reiner Weste da und könnten die bekannten Vorwürfe (Nachwuchsförderung, Leistungsprinzip etc. etc.) mit dem Hinweis entkräften, dass der Entscheid nicht von ihnen stamme. Der langmütige + grosszügige Mäzen Walter Frey hätte - wenn es denn zuträfe - unter Beweis gestellt, dass er genau weiss, wann er sich einmischen muss.
Die These, dass die schwedischen Trainer beim ZSC unbeliebt seien im Team, nehme ich nicht allzu ernst. Ebensowenig wie ich dies bei den SCB-Finnen tun würde. Es gibt immer Spieler, welche mit diesem + jenem Trainer besser / weniger gut können. Auf Zuschauerseite hält sich das Vorurteil, dass skandinavische Trainer alles Softies + Spielerversteher seien, ihre nordamerikanischen Pendants hingegen harte Hunde. Dabei kann gerade die ruhige, kühle Art der Nordländer irritieren, wenn sie kaltlächelnd ihr Ding durchziehen. Da kann ich mir gut vorstellen, dass nicht jeder erbaut darüber ist. Scotty Bowman hat auch keine Beliebtheitspreise gewonnen.
Für die ersten 3 diese Saison kann es im Prinzip nur den Titel geben (...sofern keine plötzlichen Verletzungsorgien...)
1/4-Final-Aus = Desaster
1/2-Final-Aus = absolutes (nicht kommuniziertes) Minimalziel, vorsichtiges finanzielles Budget knapp gehalten, Fans sind schwer enttäuscht
Final verlieren = hängt vom Auftritt ab - wenn es klar + deutlich ausfällt ist man enttäuscht, und wenn es knapp war ärgert es einem noch mehr.
Final gewinnen = Glück, Jubel, etc.
Die ganz grossen Überraschungen im Sinne eines "Favoritensterbens" sind in der Quali ausgeblieben. Hatte zwar geglaubt, dass der Final bei Lugano mehr Hunger und eine bessere Saison auslöst, was aber nicht der Fall war.
Ist ja nicht so, dass man Plüss altershalber nicht mehr wollte. Dann müsste man sich in der Tat fragen, warum man nicht einen "Frischling" holt oder aus dem Nachwuchs befördert. Die Centerpositionen für 17/18 sind mit Haas, Ebbett, Ausländer (Arcobello, wenn der nicht geht...) besetzt. Und eben einem Neuzuzug anstelle von Reichert. Als solider Defensivcenter ist Trachsler vermutlich in jedem Verein willkommen. Daran anschliessend wäre anzumerken, dass zumindest ich nichts offizielles gehört habe, was darauf schliessen liesse, dass es zwischen Trachsler und dem ZSC nicht zu einer Verlängerung käme.
Eine harte Analyse, eben ohne "Begler-Romantik" und pseudorevolutionären Che Guevara Schmus. Das passt übrigens schon lange nicht mehr zum Klub, der in den letzten Jahren zunehmend abgetakelte Stars für Null-Leistung vergoldet. Da hätte ihnen der gute Che aber eine schöne Strafpredigt aus der marxistischen Abendschule gehalten.... ![]()
Sieht nach einem weiteren Siechtum in Kloten aus, denn daneben müsste man ja noch die Juniorenförderung auf Vordermann bringen, was auch nicht gratis sein wird. Wie konsequent es Lehmann durchziehen bzw. in welchem Umfang er Defizite tragen will wird sich weisen. Dass das Defizit primär ertragsseitig seine Ursachen hat ist nicht weiter erstaunlich, denn Publikum + Sponsoren herbeizuschaffen ist schwierig, wenn es sportlich schlecht läuft. Und selbst als es in Kloten zu Saisonbeginn eine starke Phase gab, war der Schluefweg nur selten (...wenn überhaupt...) wirklich voll.
Ist die Zuschauerbasis tatsächlich nicht grösser und kann man nicht einmal den bescheidenen Schluefweg einigermassen füllen, so wird Lehmann noch weniger als bisher gewillt sein, in Kloten Geld zu versenken. Der Sparkurs wird vom Publikum offensichtlich nicht goutiert, auch wenn jeder natürlich das pure Gegenteil behauptet. Abgestimmt wird jedoch beim Ticket- und Aboverkauf bzw. mit dem Zuschaueraufmarsch. Es ist ein Teufelskreis absehbar, in welchem sich das Anziehen der Sparschraube und der Rückgang des Publikumsinteresses gegenseitig vorantreibt. Den alljährlichen Kloten-Gag "...wir spielen jetzt dann ohne Ausländer..." könnte man sich nach all den Jahren aber trotzdem mal schenken.
Dass es auch anders geht sieht man in Langnau: Zwar sind die Fans unzufrieden, dass nicht mehr Geld in das Fanionteam gesteckt wird bzw. zuerst Geld für ein 2es Eisfeld und die Schuldenrückzahlung locker gemacht wurde, aber der Zuschaueraufmarsch und die damit verbundenen Gastro-Einnahmen sind eher dazu geeignet, von einer positiven Entwicklung auszugehen. Zumindest vorläufig...
Kampf um den "Heimnachteil" - allerdings ist es bis dorthin noch ein steiniger Weg. Wie es den vorderen Quali-Plätzen in den Play-off's ergehen kann, hat man schon öfters mit Schrecken miterleben müssen. Mit Vorteil richten die beiden gestrigen Kontrahenten den Fokus deshalb zuerst mal auf das Überleben der 1/4-Finals aus, bevor man sich über allfällige Finalkonstellationen und "taktische Niederlagen" Sorgen macht. Beide Teams haben gestern starke Phasen gehabt, aber auch solche eingezogen, die einem gerade in den Play-off's zum Verhängnis werden können....
Es ist kaum vorstellbar, dass man auf diese Saison hin bei einem starken Team nochmals ein solches Brikett drauflegt, wie es der ZSC mit seinen Transfers getan hat, und dann ausgerechnet bei einem "PO-Notnagel-Ersatzausländer" nichts gehen soll.
Um jedem unglücklichen Zufall begegnen zu können hat man ein Team beisammen, welches schier 6 Blöcke auf's Eis bringt. Man hat eine aufgrund der Kadergrösse nicht ungewöhnliche "heilsame Unruhe" in Kauf genommen, mit allen Konsequenzen. Und bei der "billigsten" Übung, eben einem Ersatzausländer für ein paar Wochen, will man auf einen möglichen Vorteil verzichten? Kann ich mir, wie schon gesagt, kaum vorstellen. Nicht dass es ohne nicht gehen würde (...bei den personellen Resourcen...), aber diese Saison steht ja beim ZSC nicht gerade unter dem Motto "wie kommen wir am günstigsten weg....". Ich erwarte, dass Salis noch mit einer Überraschung aufwartet.
Die Phase des "zusammenrückens" geht weiter, und die der steigenden Kosten sicher auch. Mit Kloten ist zwar ein Kandidat ausgestiegen, dafür mit Lausanne ein neuer auf den Plan getreten, wo man mit praktisch unbeschränkten Mitteln ein Meisterteam aus dem Boden stampfen will. Stellt sich höchstens - wie auch schon in Kloten - die Frage, was sich die kanadischen Milliardäre genau erhoffen von ihrem Engagement in der NLA.
Sind es Hockeyfans, welche aus Spass an der Freud alle Jahre ein paar Millionen in ihr Hobby investieren, so wie Otto Normalverdiener ein Saisonabo kauft, Motorrad fährt etc.? Kann ich mir eher schlecht vorstellen, da die lokale Bindung komplett fehlt.
Will man irgendwie Geld verdienen? Dann wird man einen sehr langen Atem benötigen. Zudem fallen die im Ölgeschäft so erfolgreichen Herren bisher höchstens mit katastrophalen Fehleinschätzungen der lokalen (Hockey) Gegebenheiten auf.
Daneben hat Biel seine Situation verbessert und kann mehr Geld aufwenden, in Fribourg wird man mindestens vorübergehend zum Befreiungsschlag ansetzen, wobei das Engagement der Kantonalbank Grenzen haben wird, selbst im Kanton Fribourg, wo das Hockey quasi "Staatsaufgabe" ist. Angesichts dieser Entwicklung sind die Auswirkungen der neuen TV-Millionen zur relativieren, da auch ohne diese das allgemeine Kostenniveau nach oben gehen wird.