Beiträge von Iceman

    An der Ilfis wird Tigers Sportchef Reber von einem Teil der Fans dafür kritisiert, Steiner nicht zu holen (hat glaub' schon mal dort gespielt). Bei den Tigers wäre es für mich noch am ehesten vorstellbar gewesen, dass sie einen Kompromiss (Störefried vs Punktesammler) machen, wenn Steiner finanziell nicht übertreibt. Offenbar will Reber aber tatsächlich (auch) nicht, wobei er (glaub') zu Zeiten Steiners noch selber für Langnau auf dem Eis stand.

    Wohlwollendere Berichte über Steiner gehen üblicherweise in die Richtung, dass es halt "unkonventionelle" und "verrückte" Spieler brauche, die würden dann eben auch auf dem Eis überraschendes tun, so die Tore schiessen + das Team in schwierigen Momenten mitreissen. Währenddem die braven, systemtreuen Buben dies nicht könnten. Tönt alles schön und gut, aber offenbar scheint Steiners Daniel nicht nur ein "Verrückter" im positiven Sinne zu sein, sondern Eigenschaften zu haben, welche die Sportchefs (...eventuell auch beeinflusst von ihren Spielern...) abschreckt. Entweder wird da noch etwas gepokert, oder Steiner landet am Ende gar bei Olten oder so...

    Zitat von Blackstar

    Man mag von diesem Teil halten was man will. Für die kleineren Clubs ist es halt schon ein schöne Sache. Stärkt doch auch das Publikumsinteresse für Hockey ganz generell.
    Sportlich mag es dann spätestens ab Viertelfinal nur noch zweitranging wichtig sein.

    ....kann ja mal einer versuchen, den Cup UND den Titel zu holen - so als kleine Motivationshilfe. Bisher scheint der Gewin des Cup aber ein böses Omen für die Play-off's zu sein.... (....gibt ja solche, welche die Play-off's dann vorsorglicherweise gleich verpassten...)

    Durch das ausgeglichene Kader und die gute Nachwuchsarbeit bzw. den grossen "Pool" konnte der ZSC Verletzungsserien wegstecken, die beim SCB (neben anderem...) fast schon wieder zum Verpassen der Play-off's geführt haben. Bei beiden Klubs ist erschwerend auch der Stammtorhüter ausgefallen. Allerdings erholten sich die Leaderfiguren beim ZSC irgendwie nicht mehr rechtzeitig von ihren Verletzungen, oder gerieten zur Unzeit in Formtiefs. Der vorher langzeitverletzte Goali Flüeler als Trumpfkarte wurde - nachträglich betrachtet - vermutlich zu früh ausgespielt. Es ist zwar eine Binsenweisheit, aber dennoch: Gelingt es dem neuen Trainerduo, dass die grossen Tenöre wie Wick & Co. ihr Niveau zum richtigen Zeitpunkt erreichen, hat es die Konkurrenz schwer. Das Fragezeichen liegt bei Flüeler - wenn er einigermassen verletzungsfrei bleibt ist er ein Meistergoali. Weitere längere Verletzungspausen würden beim ZSC aber wohl die Suche nach einem Nachfolger provozieren - je nachdem verleidet es Reto Berra dann auch in NA.

    Zitat von Larry

    Good Job, sollte zwingend vorgeschrieben werden!

    Sorry, Fortschrittsglaube meinerseits vermutlich verfrüht - noch keine "gesicherte" Info.... muss an der Hitze + der fehlenden Klimaanlage liegen

    Zitat von 007

    Rundblad? Würde in die skandinavische Schiene passen. Ansonsten, naja...

    http://www.swisshockeynews.ch/index.php/rumo…-david-rundblad

    Scheint doch einige Interessenten zu geben - beim ZSC hatte er in den 15(?) Spielen zwar nicht gerade die Form erreicht, welche ihn in die NHL brachte. Dem neuen schwedischen Duo an der Bande ist aber zuzutrauen, dass sie ihren Landsmann auf Vordermann bringen. Habe aber keinen Überblick, was für vielversprechende Kandidaten sonst noch für einen Wechsel in die CH in Frage kämen. Kommt wohl auch noch darauf an, welche Art Verteidiger man sucht - defensives Gewissen oder einen Offensivverteidiger...

    Zitat von Blackstar

    Conacher zurück in die NHL. Sicher ein Verlust für Bern.

    http://www.swisshockeynews.ch/index.php/int/…ne-way-contract

    Tja, Mist, aber damit muss man halt leben. Wer eine Chance hat, in der NHL unterzukommen, unterschreibt keinen Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Roy + Conacher sind gewichtige Abgänge. Ob Arcobello (...der ja auch noch eine Ausstiegsklausel hat...) und der noch unbekannte 4e die Abgänge ersetzen können bleibt abzuwarten.

    Zitat von Blackstar

    Kommen auch keinen Schritt weiter und haben noch nie einen Blumentopf gewonnen. Stadion schon 93 % ausgelastet....

    http://slapshot.ch.sportalsports.com/sportch/genera…9620700000.html

    ...wobei die Fribourger noch vergleichsweise gut dran sind, dort wird Eishockey quasi als "Staatsaufgabe" gesehen. An die Stadionsanierung werden sie direkt + indirekt (Miete) kaum viel beisteuern müssen. In Genf wird Vater Staat auch den Löwenanteil der Erneuerung der Vernets-Halle berappen, und McSorley wird den Stadtvätern schon verklickern, wieviel (...oder wie wenig...) Miete er bezahlen kann, wenn er es der Deutschschweizer-Mafia zeigen will. In Davos ist's dann glaub' eher der Kurverein, der einen gewichtigen Teil der (Unterhalts)kosten schultert - der HCD zahlt kaum den "Nennwert" als Miete. Von dem her wären damals die Olympischen Spiele natürlich willkommen gewesen, das hätte eine "Gratissanierung" grösstenteils zu Lasten des "Olympiabudgets" ergeben.

    Diese Unterstützung durch den Steuerzahler (mehr oder weniger direkt...) geht bei der Diskussion um die Finanzierung des Hockeys meist vergessen. Sind, auf die Betriebsjahre bezogen, natürlich nicht gerade Unsummen. Immerhin wurde in Zürich + Bern schon darüber debattiert, warum eigentlich Stromversorger als staatliche od. allenfalls halbstaatliche Unternehmen (ekz bzw. ewb) Trikotwerbung machen - schliesslich kann Otto Normalkonsument noch längere Zeit seinen Strom nicht auf dem freien Markt einkaufen... OK, das Thema ist eher ein "Sommerlochfüller".... :suff:

    Von der Theorie von Klaus Zaugg (Titel trotz L.L.) halte ich nicht besonders viel. Wäre allenfalls nachvollziehbar, wenn man gut unterwegs gewesen wäre und Boucher infolge eines Jobangebotes in Übersee den Bettel hingeschmissen hätte. Dann würde ich auch dazu neigen, L.L bestenfalls zu attestieren, die Sache in der vorgespurten Weise zu Ende gebracht zu haben. Die Situation war aber eine andere - wobei man auch dies kontrovers beurteilen kann. Für die einen hat L.L. das Team auch unter (zuerst) schwierigen Bedingungen in der Quali soweit zusammenhalten können, so dass man sich in extremis und quasi mit dem letzten verfügbaren Aufgebot noch hat qualifizieren können. Die anderen machen geltend, dass - nachdem sich in den PO's die Anzahl verletzter Spieler von 8-9 auf 2-3 im Schnitt reduziert habe - es nicht mehr eine unlösbare Aufgabe gewesen sei.

    OK, L.L. ist ja nicht der erste Übungsleiter, bei dem positive Ergebnisse dem Zufall, dem Kader oder sonst einem Faktor zugeschrieben werden, negatives aber durchwegs ihm persönlich angekreidet wird. Aus meiner Sicht hat L.L. unter grossem Druck, mit null moralischem Support seitens der Führungsebene und mit einer schwierigen Ausgangslage sehr vieles richtig gemacht. Teilweise auch auf unkonventionelle Weise. Er hat z.B. die 4e Linie dadurch aufgewertet, dass er G.-A. Randegger von der Verteidigung in ebendiese Linie einbaute. Ist zwar nur ein Detail, zeigt aber auch, dass L.L. Auge + Gespür dafür hat, wie man Leute optimal einsetzt. Vor seiner Assi-Zeit war er Chef des Nachwuchses, und lieferte auch dort einen ordentlichen Job ab. Kurz und gut, dass L.L. einen "schlechten Ruf" in der Liga haben soll, könnte ich mir nicht so recht erklären.

    Wegen eines Titels soll ein Trainer natürlich nicht vor Kritik verschont bleiben. Aber es gibt definitiv schlechtere Referenzen für einen Übungsleiter. Aber schaun mer mal, wann nächste Saison wo der Baum zu brennen beginnt und dem Trainer das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen wird. Dann kommt L.L. plötzlich wieder ins Gespräch... :mrgreen:

    Wahrscheinlich fehlt eine allseits akzeptierte Alternative zu Fischer, und man will sich vermutlich im Moment diesen "Schuh" nicht anziehen bzw. sich nicht dem Vorwurf aussetzen, Fischer voreilig abgesägt zu haben. So lässt man Fischer einfachheitshalber im Amt und wartet mal ab, wie sich die Dinge entwickeln. Mit der Zeit wird Fischer (hoffentlich) taktisch noch etwas dazu lernen bzw. wird nun ja mit Assistenten ausgestattet, welche das Schlimmste verhindern können sollten...müssten...würden.....

    Wie auch immer, steht man beim nächsten internationalen Anlass dann wieder etwas im Schilf (...verpassen 1/4-Finals...) wird die Luft für Fischer dünn. Derzeit gäbe es wohl noch Mediengetöse, da man sich da und dort von der fröhlichen "Swissness", dem Optimismus Fischers und dem grümpelturniermässigen Vorwärtsstürmen hat anstecken lassen.

    Grundsätzlich ist nichts gegen eine "Schweizer-Lösung" einzuwenden - nur sollte dies nicht das einzige Kriterium darstellen. Wie man dazu kam, mit Fischer + Hollenstein zwei zu verpflichten, welche als Trainer nichts zählbares vorzuweisen haben (...damit sind nicht Meistertitel gemeint...) ist auch mit etwas Distanz nicht nachvollziehbar. Wenn schon hätten Zahner + Lüthi damals gegen diesen reinen Marketinggag protestieren sollen. Aber vielleicht können die beiden - entgegen der Ansicht von KZ - halt doch nicht ganz sooo viel beeinflussen.

    ...das Risiko von allgemeinen "Lohnerhöhungen" ist sicher vorhanden; ausser den kassierenden Spielern hat leider niemand etwas davon. Dadurch, dass der Geldsegen bei allen ankommt, bleibt grösstenteils alles wie bisher. Wenn man das Geld für Spieler verpulvern will bringt es höchstens etwas, um dem einen oder anderen Ausländer halt Biel oder Ambri schmackhaft zu machen, statt die KHL. Bei den CH-Spielern dreht sich die Lohnschraube einfach weiter nach oben. Andererseits interessiert es aber z.B. in Lugano wohl niemanden, ob nun statt TCHF 700 halt TCHF 2'000 als Ertrag aus den Fernsehrechten reinschneien - wenn man dort einen bestimmten Spieler will, wurde bzw. wird dem mit oder ohne Zusatzeinnahmen das Verlangte bezahlt. Oder anders ausgedrückt: das "Ausgabeverhalten" wird sich ob den zusätzlichen Mitteln nicht überall in gleichem Ausmass verändern.

    ...warten wir mal die Natipausen ab, wo nach alter Väter Sitte jeweils die ersten Rettungsprogramme gestartet werden... :mrgreen:

    Als Cablecom-Kunde musste man das Sportpaket von Teleclub abonnieren, welches auch noch Kanäle beinhaltete, die man eigentlich gar nicht wollte. Zudem ist dies nur für Konsumenten sinnvoll, welche 24-Stunden am Tag Sport schauen wollen, von Dart über Snooker bis zum 100-Meter-Türenschletzen-unter-Wasser. Als Hockeyfan zahlte man da viel zu viel. Zudem musste man noch Glück haben, dass das Spiel der eigenen Mannschaft tatsächlich auch übertragen wurde, und man stattdessen nicht die Wiederholung eines Golfturniers zu sehen bekam.

    Ein Preismodell wie bei Swisscom wäre für das Gros der Zuschauer sicher idealer - man kauft einzelne Spiele nach Bedarf. Bleibt zu hoffen, dass sich die beiden Anbieter irgendwie finden, und zwar zum Wohl der Konsumenten. Kann ja dann nicht sein, dass man je nach Vertrag alle paar Jahre den TV-Anbieter wechseln müsste...

    Sowohl beim ZSC wie auch beim EVZ ist die höhere Gewichtsklasse der Transfers wohl kein Zufall. Mit Marti und dem neuen Schweden sind dem ZSC bisher 2 hervorragende Zuzüge gelungen. In den vorangehenden Kommentaren wird aber auch der andere entscheidende Faktor angesprochen, nämlich die schwächelnde Form der CH-Führungsspieler wie Wick, Cunti + Bärtschi, welche praktisch die ganze Saison über anhielt. Man kann Crawford den Vorwurf machen, dass er die schwachen Formkurven von Wick & Co. nicht rechtzeitig "hingebogen" hat. Dass er in den PO's dann vornehmlich auf Matthews + Nilsson setzte, kann man ihm aber nicht derartig um die Ohren hauen, wie dies z.B. Simon Graf im Tagi machte. Denn die Alternativen zu dem kongenialen Duo drängten sich eben nicht gerade auf.

    Was sagen die NHL-Gelehrten zum "Vorwurf", Crosby sei quasi aus marketingtechnischen Gründen zum MVP gemacht worden? Entsprechender Auszug aus dem Tagi-Universum, konkret "Der Bund":
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    Neue Besen kehren gut. Was zuletzt der SC Bern mit dem Wechsel von Guy Boucher zu Lars Leuenberger bewiesen hatte, der seine Zeit in der Hauptstadt mit dem Titel krönte, zeigte sich nun auch in der besten Liga der Welt. Am 12. Dezember 2015 war Mike Sullivan, der vorherige Trainer vom AHL-Farmteam Wilkes-Barre/Scranton befördert worden als Ersatz von Mike Johnston, genau sechs Monate später stand der vierte Stanley-Cup-Titel der Pinguine fest, der erste seit 2009 und nach Jahren voller Verletzungen, Enttäuschungen und Zweifel. Sie sind die sechste Organisation, der das Kunststück nach einem Trainerwechsel während der Saison gelungen ist.

    So schwach sie unter Sullivan gestartet waren – vier Niederlagen mit einem Gesamtskore von 4:15 –, so stark hatten sie anschliessend zugelegt. Im Playoff eliminierten sie der Reihe nach die New York Rangers, Qualifikationssieger Washington, Vorjahresfinalist Tampa Bay und nun in sechs Spielen die San Jose Sharks. Hochverdient, die Haie konnten die Serie nur dank überragender Torhüterleistungen auf sechs Partien erstrecken, sie führten nur gerade 49:15 von total 374:53 Minuten.


    Thornton muss weiter warten

    Der Titeltraum von Joe Thornton, überragender HCD-Ausländer während des vorletzten Lockout, hat sich somit auch mit fast 37 Jahren noch nicht erfüllt. Allerdings denkt der spielintelligente Hüne mit dem beeindruckenden Bart noch lange nicht ans Aufhören, er kann sich sogar vorstellen, wie derzeit Jaromir Jagr bis ins biblische Alter zu spielen. Der Schweizer Jungstar Mirco Müller war in allen Finalpartien überzählig.


    Crosby, die politische Wahl

    Dass Sidney Crosby die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler des Playoff erhielt, lässt sich sportlich nicht nachvollziehen. Er war nicht der erfolgreichste Skorer seines Teams mit 19 Punkten (6 Tore), seine Plus-Minus-Bilanz ist mit minus 2 sogar negativ. In den letzten 10 Partien traf «Sid, the Kid» einmal, in den letzten sieben Partien gar nicht mehr. «Er ist aber ein enormer Leader, die Punkte werden seiner Leistung allein nie und nimmer gerecht», versuchte Sullivan die Wahl seines Captains zu rechtfertigen. Vor allem ist das Mitglied des «Triple Gold Club» aber auch der Posterboy der NHL und damit für Marketingzwecke deutlich attraktiver als beispielsweise Phil Kessel (10 Tore / 12 Assists). Crosby ist einer von sechs Spielern, die schon beim Titelgewinn 2009 dabei waren – wie auch Jewgeni Malkin.

    (DerBund.ch/Newsnet)
    (Erstellt: 13.06.2016, 12:23 Uhr)
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    Zitat von Larry

    http://www.watson.ch/Sport/Eishocke…e-Haie-trotzdem

    Wie es auch unser Eggi Salis sagt: Das Beste für ein Team in den PO's ist wenn es aus der Krise kommt und dann zusammen findet.

    Nur kann man eine Krise halt nicht planen.....

    ...eben nur so eine kleinere, vorübergehende wäre ideal, aus welcher man mit dem nötigen Schwung wieder aufersteht. Es muss nicht gleich ein 5-monatiges Trauerspiel sein.... :wink:

    Beim Spielermaterial wird sich Jalonen etwas "nach unten" orientieren müssen, aber mit seiner Erfahrung wird er den in den letzten Jahren schlingernden SCB hoffentlich stabilisieren und in einem gewissen Sinne "voranbringen" können. Qualifikationen wie die letzte und die vorvorletzte sollten nicht alle 2 Jahre die Regel sein, auch wenn's letzte Saison in Minne endete. Aber ein Klub lebt nun mal auch von der Qualifikation. Wird interessant sein, wie sich der Wechsel von NHL nach "Skandinavien" in Bern und Zürich auswirken wird. Obwohl das Eishockey deswegen natürlich nicht neu erfunden wird. Wie letzte Saison betr. SCB öfters gesagt:"Wer kaum einen Zweikampf gewinnt und kaum einen geraden Pass spielen kann, der verliert unabhängig von einem wie auch immer gearteten "System"....."

    Tja, das sind Erkenntnisse, wie man sie nun schon seit Jahrzehnten hat - trotzdem habe ich den Eindruck, dass auf der Nachwuchsstufe überdurchschnittlich viele "kleine Bewegungstalente" produziert werden, obwohl es beim ZSC diesbezüglich in den letzten Jahren eher besser aussah. Wenig erstaunlich, dass diese Spieler für die WM keine schlechten Zensuren erhielten.

    Insgesamt gibt es aber irgendwo im Dunstkreis von U18 und U20 bzw. dem Eintritt ins Profieishockey einen (gefühlten) physischen "Entwicklungssprung" - Skandinavier, Russen, Kanadier, Tschechen, Amerikaner etc. legen (mehrheitlich) erheblich zu punkto Physis. Viele CH-Spieler wirken dagegen eher wie "Buben". Möglicherweise liegt es daran, dass die anderen einen grösseren Talentpool haben und die Selektion so streng ist, dass einer ohne die nötigen Grundvoraussetzungen punkto Technik UND Physis vorher durch die Maschen fällt, von einzelnen Ausnahmen abgesehen. Andererseits demonstriert z.B. ein Andrighetto, dass man nicht gerade ein Kampfgewicht wie Ovechkin haben muss, um sich durchzusetzen.

    Zitat von Larry

    Fischer hat gemäss Note 4 die Erwartungen erfüllt?

    Habe ich etwas verpasst?

    Die 3,5 wäre angebracht wenn man die Viertelfinals verpasst.

    ...hast Du gesehen, wie Klaus der Zaugg die Note begründet? Mag es jetzt nicht nochmal nachlesen, aber irgendwie benotet er Fischer für seine Motivationskünste und sein "Charisma" mit einer 6, für Dinge rings um Taktik demnach mit einer 2, und im Durchschnitt kommt er auf eine 4. Sein Lieblingsstatement ist Klaus auch bereits losgeworden (..."Löwen, geführt von Eseln"...) - insgesamt hat Klaus zwar die ganze WM hindurch - oberflächlich gesehen - den Trend zum Schönreden + Optimismus mitgemacht. Zwischen den Zeilen war aber schon nach dem ersten Spiel abschätzig von "Pausenplatz-Hockey" die Rede. Auch die NZZ, nicht gerade für polemische Rundumschläge bekannt, geht relativ scharf ins Gericht mit dem Team und dem Staff (Hurra-Hockey). Die NZZ schlussfolgert, dass derzeit der Marketingerfolg im Vordergrund stehe, und nicht die mühsame Kleinarbeit + taktische Feinjustierung.

    Mag sein, dass dies eine zu trockene Materie ist, um grosse Schlagzeilen zu generieren. Trotzdem kommt man mit dem "Achtung-fertig-los" Ansatz international nur unter ganz speziellen Umständen zum Erfolg. Ich sehe das Problem in der derzeitigen Besetzung der Trainer-Trojka: Weder Fischer noch Hollenstein (...RvA kann man da eh' aussen vor lassen...) haben sich bisher als gewiefte Taktiker und Strategen erwiesen, welche ein auf die Stärken ihres Teams abgestimmtes "System" implementieren können. Es sind verdiente ehemalige Spieler, welche in ihrer Karriere einiges erreicht und deshalb auch eine gewisse Ausstrahlung oder eben "Charisma" haben. Ein Fischer müsste jedoch durch jemanden ergänzt werden, welcher nicht auch noch den Daueroptimisten mimt, sondern sich um die eishockeytechnische Kleinarbeit kümmert - Taktik, System, Analyse, Über- und Unterzahlspiel etc. etc.

    Der Vergleich mit Krüger hinkt insofern etwas, als dass die Nationalmannschaft mittlerweile während der Saison eine Je-ka-mi Truppe ist. Krüger hatte es diesbezüglich leichter. Trotz grober Mängel war aber an der diesjährigen WM ansatzweise ersichtlich, wie die Truppe eigentlich spielen möchte. Primär hätte wohl die Mitte abgeriegelt und darauf gestützt Druck gemacht werden sollen. Nicht wenige NLA-Klubs verfolgen eine ähnliche Philosophie; demnach benötigt man dafür kaum endlose Workshops während der Saison und in der mehrwöchigen Vorbereitung.

    Nicht vergessen sollte man selbstkritischerweise auch, dass das Genörgel von Fanseite einen heuchlerischen Grundton aufweist. Denn während der Saison interessiert den Durchschnittsfan (...UND DIE KLUBS...) primär, dass möglichst keine der tragenden Figuren aus ihrem Klub aufgeboten wird, um nicht unnötig Energie zu verpuffen und Verletzungsrisiken einzugehen. Relativierend kann angeführt werden, dass die CH-Spieler heute eigentlich soweit sind, dass es nicht mehr nötig sein sollte, dass vom Skoda-Cup über den Arosa-Cup bis hin zur Vorbereitung auf die WM stets die genau gleichen Spieler ein System einschleifen müssen, wie weiland unter Krüger. Man kann das lange Zeit konzeptlose nach vorne Stürmen an dieser WM deshalb m.E. nicht damit begründen, dass der Nationaltrainer nicht genügend Zeit hat, um mit den Spielern zu arbeiten. Oder aber man müsste zur Kenntnis nehmen, dass das CH-Hockey halt doch nicht soweit ist, wie man sich dies vorstellt.... und die entsprechenden Konsequenzen betreffend Zielsetzungen, Vorbereitung, Aufmerksamkeit auf Klubebene für Nationalmannschaftsangelegenheiten etc. etc. ziehen. Die Wahrheit dürfte kaum in einem solchen Extrem liegen. Hingegen benötigt man auf internationalem Niveau nicht nur Euphorie + eine positive Grundeinstellung des Trainerstaffs, sondern das technische + taktische Handwerk muss beherrscht und angewendet werden können. Darin haben sich weder Fischer noch Hollenstein bisher ausgezeichnet.

    ...als "Bashing" sehe ich mein Genörgel jetzt nicht gerade; das Ziel "Viertelfinal" ist zweifellos anspruchsvoller, als man gemeinhin annimmt. Und es gibt immer wieder Umstände, welche halt dazu führen, dass man hinter den Erwartungen zurückbleibt. Ich habe primär die Selbstüberschätzung kritisiert, in welcher man sich m.E. auf allen Ebenen befindet, und welche sich zu Beginn des Turniers in den wichtigen Spielen negativ auswirkte. Wer an der Bande steht ist weniger wichtig, aber da kam zumindest am Anfang zu wenig, um dem oft kopflosen Herumgerenne unter Missachtung der defensiven Stabilität Einhalt zu gebieten. Gegen die "Grossen" haben wir noch fast mit jedem Trainer "gut ausgesehen" - die Partien gegen Russland, Schweden + Tschechien werte ich relativ neutral; tapfer geschlagen und halt trotzdem verloren. Man muss ja nicht gerade das Bonmot vom Präsidenten des Schwimmklubs anführen, der nach einen Wettkampf meinte: "Wir haben zwar nicht gewonnen, sind aber froh dass keiner ertrunken ist".....