Beiträge von Iceman

    Kommt wohl auf die Ansprüche an. Wenn es in der NHL nicht mehr für Spitzenleistungen reicht heisst dies noch nicht, dass Hiller zum Lottergoali mutiert ist. Die Bieler haben einfach die Chance ergriffen, sich auf einer enorm wichtigen Position zu verbessern. So wahnsinnig viele Alternativen gibt's ja derzeit nicht, ausser man ist gewillt, eine Ausländerlizenz zu opfern. Ein gewisses Risiko ist immer dabei, dennoch kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass Hiller derart floppt wie ein Aebsicher nach seiner Rückkehr.

    Mit Berra hat's ja jeweils geklappt (...oder doch meistens...weiss gar nicht mehr...). Macht eben schon etwas aus, wenn man über die ganze Quali hinweg immer mal wieder einen Punkt gewinnt wegen einem starken Goali statt einen verliert wegen einem mittelmässigen.

    Grundsätzlich sind wohl alle, die es sich irgendwie leisten können, an den Spielern in Übersee interessiert ( Kenins, Bertschy, Vermin, Tanner Richard, Kukan), aber auch an den gestandenen mit NHL-Erfahrung. Dort ist's wohl primär Weber. Wobei bei diesem schon öfters gemunkelt wurde, er bekomme keinen Vertrag mehr in der NHL, und dann ist er doch noch untergekommen. Bei anderen, z.B. einem Bertschy oder Vermin, glaube ich nicht an die grosse NHL-Karriere. Technisch + läuferisch haben die zwar einiges drauf, aber für die ersten beiden Linien reicht es dann vermutlich doch nicht ganz. Und für 3 + 4 fehlt's dann wiederum an anderen Qualitäten. Fragt sich auch noch, was für Lohnforderungen von allfälligen Rückkehrern gestellt werden. Ab Betrag X bietet dann wohl nur noch Lugano mit - dort wird man durch die knappe Geschichte vergangene Saison alles daran setzen, den letzten Schritt so bald wie möglich auch noch zu tun.

    Bei der nächsten solchen Krise wie vergangene Saison wird es vermutlich weder von Schläpfer noch von der Vertragslaufzeit abhängen, ob er bleibt oder nicht. Evtl. ist aber nun der Fluch des neuen Stadions überwunden. Dennoch muss Schläpfer noch den Nachweis erbringen, dass er das Team weiterbringen kann, auch ohne permanent am emotionalen Abgrund zu operieren bzw. auch ausserhalb von tatsächlichen (...oder selbstgemachten...) Ausnahmesituationen. Ist aber für ihn selber & den Klub gar nicht schlecht, ist dem Hype um seine Person etwas die Luft abgelassen worden.

    Da bin ich ganz bei Larry... :nick:

    Ich habe die Leuenbergers stets in Schutz genommen, wenn gewisse Neider (...mit wenig fachlichen Argumenten, dafür umso mehr persönlichen Aversionen...) verbal auf sie einprügelten. Wobei dies natürlich vorzugsweise im SCB-Forum passiert(e). Einfach um etwas objektives Gegensteuer zu geben.

    Dass nun jeder auf Lüthi einprügelt ist auch klar. Zum Teil ist die Kritik berechtigt, aber nicht in dieser Eindeutigkeit, wie sie nun in besserwisserischem Ton oft geäussert wird. Verunglückt ist die Kommunikation gegenüber L. Leuenberger und gegen aussen. Eine echte Chance hatte LL wohl nie, deshalb hätte man sich in dieser Hinsicht gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen sollen. Das war eine schlechte Leistung der Teppichetage und der Frust der Leuenbergers und der breiten Öffentlichkeit darob ist verständlich. Andererseits habe ich auch ein gewisses Verständnis dafür, dass Lüthi & Co. nicht warten wollten (...und vielleicht auch nicht warten konnten....) mit dem Trainerentscheid, bis die Saison für den SCB definitiv zu Ende ging. Will man einen renommierten Trainer holen muss man sich damit abfinden, dass der auch noch andere Optionen hat als den SCB.

    Ganz sicher kann man aber darüber sein, was passiert wäre, wenn der SCB nächsten Herbst unter LL wieder etwas in die Krise gekommen wäre. Der Lars wäre zur Schnecke gemacht worden, dem Lüthi hätte man geistige Umnachtung bescheinigt, dass er statt Jalonen zu holen LL den Vorzug gegeben habe. Schliesslich könne man die "Ausnahmesituation Play-off" nicht mit dem normalen Alltag vergleichen - Kurz und gut: Die Journalisten (...und Chronisten) + all die restlichen Hockeyexperten hätten in der ihnen eigenen, unnachahmlichen Art aufgezeigt, dass der Entscheid "pro Lars" schon immer komplett hirnverbrannt gewesen sei. Aber das ist eigentlich nichts neues und bei jedem Klub zu beobachten. Läuft's rund sind alles Helden, und sonst eben nicht.

    Wie auch immer, auf den "Neuen" wartet einiges an Arbeit, gerade punkto Verjüngung des Teams.

    ...nächste Saison wäre dann eigentlich wieder der ZSC an der Reihe.

    Wenn Lugano allerdings so weitermacht, ist mit ihnen nach 10 jähriger Absenz auch wieder zu rechnen. Irgendwann muss es Shedden ja einsehen, dass man in den Play-off's seine Stars nicht derart forcieren kann. Der HCD wird den Abgang von Genoni spüren, dafür werden die Zuger nochmal in jeder Hinsicht eine Schippe drauflegen. Wie schnell sie etwas mehr Physis nach Zug lotsen können bleibt abzuwarten.

    Trotz allem muss man die Quali deswegen nicht abschaffen. Diese Saison war es ein Ausnahmefall, von dem nicht anzunehmen ist, dass er häufig vorkommen wird. Auch wenn immer mal wieder ein Klub 8er werden kann, der eigentlich etwas höher eingestuft worden ist. Wie gesehen: Trainerquerelen, Verletzungspech, als Sahnehäubchen noch der Stammgoali out... und schon ist man in der Bredouille. Dass danach plötzlich alles passt ist auch nicht Standard. Die Statistik wird deshalb aber nicht auf den Kopf gestellt - und nach der hat einer der ersten 4 der Quali im Normalfall die Nase vorn.

    Rangersfan:

    Da gebe ich dir Recht. Allerdings kann man nicht einfach selektiv anhand von 5 Sekunden Schnipseln urteilen bzw. den Schiris "Bevorzugung" unterstellen. In den 10 Sekunden vor dieser Szene "übersahen" die Referees, dass Blum via "Umreissen" am Hals vom Puck getrennt wurde und anschliessend Krüger mittels eines "Zweihänders" der Stock aus der Hand gedroschen wurde - so gelangte die Scheibe überhaupt erst zu Brunner. Es ist offensichtlich, dass eine solche "Rückabwicklung" von isolierten Spielszenen nirgends hinführt ausser zu einem Kindergarten.

    Gerade bezüglich der von Dir erwähnten NHL und dem Verhalten von gewissen Coaches gäbe es zudem noch interessante Fragen: Was würde in der NHL passieren, wenn die Herren McSorley oder Shedden sich dauernd über gekaufte Schiedsrichter und Funktionäre auslassen würden? Dabei geht es nicht um einmalige "Ausraster", sondern um permanentes Zetern in die Mikrophone bzw. die Notizblöcke der Journalisten. Vermutlich wird dies über kurz oder lang genauso zum Programm wie die endlosen Diskussionen mit den Schiedsrichtern nach jedem Entscheid und andere Mätzchen mehr, welche mittlerweile an jedem Löli-Qualispiel losgehen.

    Eine Strafe gegen Bodenmann hätte kaum die grosse Empörung ausgelöst - nicht weil unbedingt eine Strafe hätte ausgesprochen werden müssen, sondern weil es schlichtweg keiner richtig sehen konnte, die Schiris wohl inklusive.

    Was danach folgte, ist dann wieder ein anderes Kapitel - unabhängig davon, dass eine Regelwidrigkeit natürlich nicht nur dann gepfiffen werden sollte, wenn das Opfer eine Verletzung davonträgt. Denn gerade ins Koma gefallen ist Brunner nicht, wie er es mit einem guten Schuss Theatralik anzudeuten versuchte. Was nicht heisst, dass es nicht wehgetan hat. Brunner hat solange zum Schiri geblinzelt, bis er merkte, dass die nicht reagieren. Und dann nahte auch schon die Bahre und die Prozedur, einen möglicherweise schwer verletzten Spieler vom Eis zu führen. So weit wollte es Brunner dann aber doch nicht kommen lassen. Die Frage, ob er dabei an ein mögliches Penaltyschiessen gedacht hat oder an das Spiel nächsten Dienstag ist zugegebenermassen bösartig. Diese bösen Unterstellungen sind etwas nachvollziehbarer angesichts der erstaunlichen innovativen medizinischen Methoden des HCL. Denn Brunner verschwand nicht etwa in die Kabine zwecks Pflege, sondern blieb auf der Bank mit etwas Eis und in Gesprächen mit Betreuern + Mannschaftskollegen...

    Wie auch immer, die Serie ist trotz Mediengedönse nicht entschieden. Ich wünsche Brunner gute Besserung und anderen Spielern, dass sie sich aus einer offensichtlich tiefen Bewusstlosigkeit ebenfalls innert knapp 4 Minuten so gut erholen.

    Wenn Helbling etwas "begleitet" wird und nicht nur den bösen Buben markieren muss, ist der gar nicht so schlecht. Bei Gottéron sollte er aber wohl Heins ersetzen und verlor darob etwas den Fokus. Dass der EVZ den scheinbar sehr gut dotierten 2-Jahresvertrag von Kloten übernimmt überrascht nicht so sehr. Dort ist man nach den letzten beiden Saisons unter Druck, etwas unter dem Titel "Wasserverdrängung" zu machen. Helblings Agent hat dies nun genutzt. Wobei ein Helbling auch noch keinen Frühling macht.

    Wer von den zahllosen Unterbrüchen infolge der Münzen- + Abfallentsorgung auf dem Eis mehr profitierte ist nicht ganz klar. Die stark forcierte Schwedenfraktion Luganos bekam so immer mal wieder Zeit zum Luftholen, andererseits war Lugano im 2en Drittel bei weniger Unterbrüchen eher im Vorteil. Trotzdem kam man sich vor wie in den guten alten Zeiten in Lugano. Zur kompletten Nostalgiefahrt wäre es aber erst geworden, wenn man mit eingeschlagenen, notdürftig mit Plastik abgeklebten Carfenstern durch den Gotthard gefahren wäre. Und noch 2 Tage später daheim den einen oder anderen Glaskrümel gefunden hätte.

    ...der Morgan ist beim TC wohl eher für die Unterhaltung und die provozierenden Sprüche zuständig, wogegen Kent Ruhnke das Ganze dann wieder in halbwegs vernünftige Bahnen zu lenken versucht. Wer etwas anderes will, muss in den Play-off's das Schweizerische Farbfernsehen bevorzugen - wobei man dort halt nicht unbedingt "sein" Spiel sehen kann. In den PO's gibt es keine "Freilose", dafür ist über all die Jahre schon zu viel überraschendes passiert. Bin zwar kein NHL-Experte, aber wie man hört, gibt es auch dort in schöner Regelmässigkeit "Überraschungen" in den PO's. Und genau deshalb hat man diese ja eingeführt. Wie man die hochgerüsteten Luganesi, die nun offensichtlich auch wieder mal die richtige Einstellung gefunden haben, als "Freilos" bezeichnen kann, dürfte Samuelssons Geheimnis bleiben.

    ...wobei Boucher den Mittelweg zwischen Sturheit und etwas kreativer Freiheit nie richtig fand. Aber die Spieler haben mit dem NHL-Drill sicher viele Details verinnerlicht, die jetzt nicht schaden. Eigentlich hätte bei Boucher nicht soo viel gefehlt, dass es "Klick" gemacht hätte in den Köpfen. Aber es kam halt auch sonst vieles zusammen, welches nicht gerade half, die Spur zu finden, Ausfall von Bührer, bis zum Schluss eine wahre Verletzungsseuche - da hätten andere Trainer als Boucher wohl auch Mühe gehabt.

    Mitspielen kann der SCB nicht, wenn er das Tempospiel der Davoser nicht frühzeitig unterbinden kann, wird er überrannt. Mal schauen, ob das Feuerwerk schon abgebrannt ist, oder ob man in die Spur zurückfindet.

    Zitat von Vladi-19

    Was gnau isch a dem Transfer "ein geschickter Zug"??

    Soweit habe ich Klausens Schreibe nicht gelesen. Aber was heute ein geschickter Zug ist, wird vom gleichen Klaus etwas später dann auch wieder als grösster Blödsinn bezeichnet. Aber OK, Gardner kann sicher noch eine Zeitlang NLA spielen, der lebt ja nicht vom schnell auf dem Eis herumrennen.

    Lugano holt WM-Silberheld Ryan Gardner: Trotz 38 Jahren ein sehr geschickter Zug

    Luganos Sportchef Roland Habisreutinger ist fleissig: Er hat den WM-Silberhelden und meisterlichen Saurier Ryan Gardner (38) verpflichtet.
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    Von Klaus dem Zaugg, tönt aber einigermassen glaubwürdig. Sozusagen "back to the roots" für Gardner - und weil's Lugano ist muss Ryan wohl auch nicht am Hungertuch nagen...

    Gegenwärtig hat man das Glück in verschiedener Hinsicht etwas gepachtet, das war auch schon umgekehrt. Immerhin ein versöhnlicher Abschluss nach einer Saison zum Vergessen, wie auch immer das Ganze ausgehen wird. Da man aber letztlich von der Quali "lebt" bzw. darauf angewiesen ist, dass die Leute ins Stadion kommen, kann man sich solche Grottensaisons trotzdem nicht allzu oft leisten.

    Zitat von Larry

    Ich hoffe es bleibt so! :twisted: :cool: :geil:

    ...bleibt nicht viel anderes übrig, als auf weiteren "Aufwind" zu hoffen. Mit Fallwinden hat man zwar traditionellerweise mehr Erfahrung...

    Zitat von Larry

    Bern läuft es und so sieht auch Rüfenacht gut aus.

    Wo war er all die Jahre in Zug oder Lugano? :nixwiss:

    Davos läuft es nicht.

    Wo sind nun die Dino Wiesers, die Forsters "durch die man erst mal hindurch fahren muss"? :nixwiss:

    Wenn du gewinnst machst du alles richtig, verlierst du machst du alles falsch!

    Rüfenacht war, wenn ich mich richtig erinnere, sowohl in Zug wie in Lugano nicht unbedingt in einem "Checkerblock" unterwegs, sondern durfte als "Fräser" in vorderen Linien mittun und hat so auch den einen oder anderen Skorerpunkt geholt. Er blüht primär in der besonderen PO-Atmosphäre auf, für den normalen Quali-Modus fehlt es ihm an den Skills, und permanent im Play-off Modus drehen kann man eben auch nicht. Aber derzeit spielt er - wie viele andere auch - klar über seinen Verhältnissen, wie man so schön sagt. Entgegen dem Medienecho sind die Davoser keineswegs von der Rolle, aber wenn die nicht wie gewohnt alles wegputzen geht das Geschrei natürlich schon los.