Beiträge von Iceman

    Eine Strafe gegen Bodenmann hätte kaum die grosse Empörung ausgelöst - nicht weil unbedingt eine Strafe hätte ausgesprochen werden müssen, sondern weil es schlichtweg keiner richtig sehen konnte, die Schiris wohl inklusive.

    Was danach folgte, ist dann wieder ein anderes Kapitel - unabhängig davon, dass eine Regelwidrigkeit natürlich nicht nur dann gepfiffen werden sollte, wenn das Opfer eine Verletzung davonträgt. Denn gerade ins Koma gefallen ist Brunner nicht, wie er es mit einem guten Schuss Theatralik anzudeuten versuchte. Was nicht heisst, dass es nicht wehgetan hat. Brunner hat solange zum Schiri geblinzelt, bis er merkte, dass die nicht reagieren. Und dann nahte auch schon die Bahre und die Prozedur, einen möglicherweise schwer verletzten Spieler vom Eis zu führen. So weit wollte es Brunner dann aber doch nicht kommen lassen. Die Frage, ob er dabei an ein mögliches Penaltyschiessen gedacht hat oder an das Spiel nächsten Dienstag ist zugegebenermassen bösartig. Diese bösen Unterstellungen sind etwas nachvollziehbarer angesichts der erstaunlichen innovativen medizinischen Methoden des HCL. Denn Brunner verschwand nicht etwa in die Kabine zwecks Pflege, sondern blieb auf der Bank mit etwas Eis und in Gesprächen mit Betreuern + Mannschaftskollegen...

    Wie auch immer, die Serie ist trotz Mediengedönse nicht entschieden. Ich wünsche Brunner gute Besserung und anderen Spielern, dass sie sich aus einer offensichtlich tiefen Bewusstlosigkeit ebenfalls innert knapp 4 Minuten so gut erholen.

    Wenn Helbling etwas "begleitet" wird und nicht nur den bösen Buben markieren muss, ist der gar nicht so schlecht. Bei Gottéron sollte er aber wohl Heins ersetzen und verlor darob etwas den Fokus. Dass der EVZ den scheinbar sehr gut dotierten 2-Jahresvertrag von Kloten übernimmt überrascht nicht so sehr. Dort ist man nach den letzten beiden Saisons unter Druck, etwas unter dem Titel "Wasserverdrängung" zu machen. Helblings Agent hat dies nun genutzt. Wobei ein Helbling auch noch keinen Frühling macht.

    Wer von den zahllosen Unterbrüchen infolge der Münzen- + Abfallentsorgung auf dem Eis mehr profitierte ist nicht ganz klar. Die stark forcierte Schwedenfraktion Luganos bekam so immer mal wieder Zeit zum Luftholen, andererseits war Lugano im 2en Drittel bei weniger Unterbrüchen eher im Vorteil. Trotzdem kam man sich vor wie in den guten alten Zeiten in Lugano. Zur kompletten Nostalgiefahrt wäre es aber erst geworden, wenn man mit eingeschlagenen, notdürftig mit Plastik abgeklebten Carfenstern durch den Gotthard gefahren wäre. Und noch 2 Tage später daheim den einen oder anderen Glaskrümel gefunden hätte.

    ...der Morgan ist beim TC wohl eher für die Unterhaltung und die provozierenden Sprüche zuständig, wogegen Kent Ruhnke das Ganze dann wieder in halbwegs vernünftige Bahnen zu lenken versucht. Wer etwas anderes will, muss in den Play-off's das Schweizerische Farbfernsehen bevorzugen - wobei man dort halt nicht unbedingt "sein" Spiel sehen kann. In den PO's gibt es keine "Freilose", dafür ist über all die Jahre schon zu viel überraschendes passiert. Bin zwar kein NHL-Experte, aber wie man hört, gibt es auch dort in schöner Regelmässigkeit "Überraschungen" in den PO's. Und genau deshalb hat man diese ja eingeführt. Wie man die hochgerüsteten Luganesi, die nun offensichtlich auch wieder mal die richtige Einstellung gefunden haben, als "Freilos" bezeichnen kann, dürfte Samuelssons Geheimnis bleiben.

    ...wobei Boucher den Mittelweg zwischen Sturheit und etwas kreativer Freiheit nie richtig fand. Aber die Spieler haben mit dem NHL-Drill sicher viele Details verinnerlicht, die jetzt nicht schaden. Eigentlich hätte bei Boucher nicht soo viel gefehlt, dass es "Klick" gemacht hätte in den Köpfen. Aber es kam halt auch sonst vieles zusammen, welches nicht gerade half, die Spur zu finden, Ausfall von Bührer, bis zum Schluss eine wahre Verletzungsseuche - da hätten andere Trainer als Boucher wohl auch Mühe gehabt.

    Mitspielen kann der SCB nicht, wenn er das Tempospiel der Davoser nicht frühzeitig unterbinden kann, wird er überrannt. Mal schauen, ob das Feuerwerk schon abgebrannt ist, oder ob man in die Spur zurückfindet.

    Zitat von Vladi-19

    Was gnau isch a dem Transfer "ein geschickter Zug"??

    Soweit habe ich Klausens Schreibe nicht gelesen. Aber was heute ein geschickter Zug ist, wird vom gleichen Klaus etwas später dann auch wieder als grösster Blödsinn bezeichnet. Aber OK, Gardner kann sicher noch eine Zeitlang NLA spielen, der lebt ja nicht vom schnell auf dem Eis herumrennen.

    Lugano holt WM-Silberheld Ryan Gardner: Trotz 38 Jahren ein sehr geschickter Zug

    Luganos Sportchef Roland Habisreutinger ist fleissig: Er hat den WM-Silberhelden und meisterlichen Saurier Ryan Gardner (38) verpflichtet.
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    Von Klaus dem Zaugg, tönt aber einigermassen glaubwürdig. Sozusagen "back to the roots" für Gardner - und weil's Lugano ist muss Ryan wohl auch nicht am Hungertuch nagen...

    Gegenwärtig hat man das Glück in verschiedener Hinsicht etwas gepachtet, das war auch schon umgekehrt. Immerhin ein versöhnlicher Abschluss nach einer Saison zum Vergessen, wie auch immer das Ganze ausgehen wird. Da man aber letztlich von der Quali "lebt" bzw. darauf angewiesen ist, dass die Leute ins Stadion kommen, kann man sich solche Grottensaisons trotzdem nicht allzu oft leisten.

    Zitat von Larry

    Ich hoffe es bleibt so! :twisted: :cool: :geil:

    ...bleibt nicht viel anderes übrig, als auf weiteren "Aufwind" zu hoffen. Mit Fallwinden hat man zwar traditionellerweise mehr Erfahrung...

    Zitat von Larry

    Bern läuft es und so sieht auch Rüfenacht gut aus.

    Wo war er all die Jahre in Zug oder Lugano? :nixwiss:

    Davos läuft es nicht.

    Wo sind nun die Dino Wiesers, die Forsters "durch die man erst mal hindurch fahren muss"? :nixwiss:

    Wenn du gewinnst machst du alles richtig, verlierst du machst du alles falsch!

    Rüfenacht war, wenn ich mich richtig erinnere, sowohl in Zug wie in Lugano nicht unbedingt in einem "Checkerblock" unterwegs, sondern durfte als "Fräser" in vorderen Linien mittun und hat so auch den einen oder anderen Skorerpunkt geholt. Er blüht primär in der besonderen PO-Atmosphäre auf, für den normalen Quali-Modus fehlt es ihm an den Skills, und permanent im Play-off Modus drehen kann man eben auch nicht. Aber derzeit spielt er - wie viele andere auch - klar über seinen Verhältnissen, wie man so schön sagt. Entgegen dem Medienecho sind die Davoser keineswegs von der Rolle, aber wenn die nicht wie gewohnt alles wegputzen geht das Geschrei natürlich schon los.

    Ist auch etwas eine Frage der Umstände. Es hat diverse Zweikämpfe gegeben, wo einem Davoser der Stock abgerutscht ist und den Gegner in die Visage getroffen hat. Das ist unbeabsichtigt und eine Folge des Kampfes um die Scheibe, und darob muss man auch keine grosse Geschichte machen. Forster jedoch hat keine Chance, im Zweikampf an die Scheibe zu kommen, und führt einen einhändigen "Stockschwinger" gegen Rüfenacht sowie anschliessend noch einen Schlag mit dem Unterarm / Ellbogen gegen den Kopf. Der Stockschlag war sicher kein "Knochenbrecher" - wenn er einem zwischen Handschuh und Polster trifft, spürt man es aber trotzdem. Ganz so kraftlos sind NLA-Profis auch mit einer Hand nicht. Dass Rüfenacht sich dann den Unterarm etwas hält und Eis auflegt, scheint mir nicht derart ungewöhnlich. Niemand will Schauspieleinlagen wie im Fussball, aber im Fall "Forster gegen Rüfenacht" ist dies glaub nicht das vordringlichste Problem.

    Bouchard merkt es immerhin früher als Kobasew...

    Bürgler ist für mich ein Rätsel. Beim HCD ein Leistungsträger (...zumindest nach meinem Empfinden...) und in Zug irgendwie nie richtig angekommen. Obwohl die Zuger nicht ein komplett anderes Hockey spielen, sondern auch auf Tempo setzen wie der HCD, wenn auch nicht mit der gleichen physischen Komponente. Wobei, bei einem Guggisberg in Kloten läuft's bisher nicht viel anders. Nimmt mich wunder, wohin es Bürgler zieht - bei Guggisberg kann diese Frage wohl auch bereits gestellt werden. Die Lohnangebote dürften diesmal für beide nicht mehr so exorbitant sein, wie sie es bei ihrem Weggang von Davos waren. Damals herrschte ja ein richtiges "Wettbieten" - wo sich der SCB auch kräftig um Guggisberg bewarb......

    Man reduziert Ehlers immer darauf, dass er mit Lausanne nicht ein Spitzenteam trainiert, und ihm wegend fehlendem Glanz im Namen möglicherweise gewisse "Stars" des CH-Hockeys nicht genügend Respekt entgegenbringen könnten. Gerade was letzteres anbelangt kann man aber auch argumentieren, dass der Glanz aus der Vergangenheit sehr rasch verblasst - würde sich der Respekt der Spieler tatsächlich so sehr daran orientieren, wäre es meistens kurzum fertig mit dem Respekt. Mit Lausanne und seinem eruptiven Umfeld hat Ehlers nicht unbedingt ein einfaches Leben, auch dort möchte man natürlich lieber Spektakel und rauschhafte Spiele und vergisst, dass Lausanne bisher vor allem deshalb so erfolgreich war, weil man mit Huet einen exzellenten Goali hat und Ehlers es versteht, dem Team genau jenes taktische Korsett zu veordnen, welches dieses spielen kann. Was spricht dagegen, dass er nicht auch ein Spielkonzept bringen könnte, dass genau auf ein hochtalentiertes Team wie dasjenige des ZSC zugeschnitten wäre? Jedenfalls traue ich es Ehlers eher zu, einen ZSC erfolgreich zu coachen, als ich dies Crawford oder Hartley (...von Boucher wollen wir gar nicht reden...) umgekehrt mit Lausanne zutrauen würde.

    Weiss gar nicht, wieso man so hässig ist über den Klaus. Der ZSC kommt bei ihm immer relativ gut weg im Vergleich zu anderen - wobei es natürlich auch für Zaugg schwierig ist, einen erfolgreichen Klub in die Pfanne zu hauen, und der ZSC nicht eben viel Stoff bietet für saftige Stories - keine Skandale, kein polternder Geschäftsführer, im Hintergrund Walter Frey, der mit seinem Beispiel kaum Getöse zulässt....

    Selbst Crawford wurde nach zauggschen Massstäben nur moderat kritisiert, da hat Simon Graf im Tagi einen ganz anderen "Zweihänder" ausgepackt. Meiner Meinung nach zu Unrecht, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr.

    Zitat von ZSColin


    Wenn man aufsteigt, dann muss es wirklich so sein, dass man besser als der Letzte vom A ist. Und das waren die Langnauer definitiv! Darum bin ich trotz allem immer noch
    dafür, dass der Modus so bleibt wie er ist.

    Sehe ich auch so, auch wenn dies den Aufstieg schwieriger macht. Aber sonst hat man erst Recht einen "Liftbetrieb", bei welchem der Letzte der NLA automatisch durch einen (möglicherweise) schlechteren Aufsteiger ersetzt wird. Kommt aber natürlich auf die Zielsetzung an: Gewichtet man die sportliche Qualität höher, braucht es die Auf-/Abstiegsrunde für die Selektion; ist eine möglichst grosse Durchlässigkeit gewünscht, so ist der Automatismus besser.

    ...wobei dies ja auch nur funktionierte, weil man immer wieder jemand fand, der den Schaden beglich. Gaydoul hatte sich wenigstens irgendwie bemüht, gewisse Dinge zu verändern, kapitulierte am Ende aber vor der Aufgabe. Er wollte primär die Einnahmen steigern, Stadionumbau und so, hatte sich glaub sogar um die Gastrorechte Gedanken gemacht. Er musste dann aber einsehen, dass dies viel komplizierter war und so lange dauern würde, dass es ihn wohl ruiniert hätte. Die andere Alternative, die Kosten rigoros herunterzufahren, mochte er sich, vermutlich aus Imagegründen, nicht antun. Es ist die Frage, ob dies nun innerhalb von kurzer Zeit gelingt.

    In diesem Zusammenhang kann das "Geschäftsgebaren" der Investoren nur als jenseitig betitelt werden. Vor 2 Wochen verkündet man noch, dass das Engagement in Kloten langfristiger Natur sei, und nun flüchtet man mit fliegenden Fahnen und überlässt es den Angestellten auf der Geschäftsstelle, den Klub zu retten. So viel Zeit bleibt denen nun nicht mehr. Wenn das so weitergeht, so kann man sich in Lausanne noch auf einiges gefasst machen. Immerhin scheinen die Herren nun zur Kenntnis genommen zu haben, dass es im Wallis noch kein NLA-taugliches Stadion gibt, in welches man die Flyers kurzum verpflanzen könnte.

    Das Thema der geschlossenen Liga wird immer häufiger auf der Traktandenliste auftauchen. Die ex-Klotener und neu Lausanner-Investoren sind ja der Meinung, mit einem sportlichen Auf- und Abstieg sei an ausgeglichenes Wirtschaften nicht zu denken. Diese Leute sind offenbar derart auf das nordamerikanische Modell fixiert, dass sie einen klaren Blick auf die hiesigen Verhältnisse nicht fertigbringen. Somit merken sie auch nicht, wie anders die Situation in der CH ist, und die Probleme nicht einfach damit gelöst werden können, dass man versucht, die NHL zu imitieren.

    Walliser NLA-Träume /Dienstag, 15. März 2016, 08:02 - Martin Merk / Zwei Investorengruppen träumen vom Wallis in der NLA, eine davon auf Kosten des Standorts Kloten. Dort versucht man mit einheimischen Kräften und einem tieferen Budget eine neue Zukunft für die Flyers zu schaffen. Laut "Le Nouvelliste" sollen als Vermittler der Servette-Trainer Chris McSorley und der Lausanne-Besitzer und frühere Kloten-Präsident Ken Stickney im Projekt verstrickt sein, in welchem Investoren den Kloten-Besitzern eine Million Franken bieten, um die Flyers ins Wallis umzusiedeln. Als mögliche Investoren werden Alexei Kowaljow, der Ex-NHL-Star, der seine Karriere in Visp beendete, und ein im Wallis ansässiger Schwede genannt, welche an Sierre als Standort denken.
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    Laut Regelwerk ist für die Hockey-Klubs bzw. die entsprechenden AG's das Halten von Anteilen an anderen Klubs oder das Gewähren von Darlehen nicht gestattet. Der Grund ist klar, man will keine gegenseitigen Abhängigkeiten bzw. den Verdacht von wegen "getürkten" Resultaten. Mehr oder weniger ein offenes Geheimnis war die Verbandelung zwischen Servette-Genf und Lausanne via Hugh Quennec, der dort nun vor kurzem die Aktienmehrheit abgegeben hat --- an einen der Klotener-Investoren (Stickney). Die gleichen Personen sind nun auch an den "Planspielen" einer Verlagerung der NLA-Lizenz von Kloten ins Wallis beteiligt. Obwohl dies nicht ganz so einfach sein wird, ist doch ersichtlich, dass bei einer solchen Entwicklung am Ende eine Investorengruppe - notfalls schiebt man halt noch irgend einen Strohmann dazwischen - mehrere Klubs aus dem Hintergrund heraus "steuern" könnten. Man kann sich darüber streiten, wie konkret der Einfluss wäre, aber ein solcher könnte jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Und das genügt schon, um dem Sport zu schaden.

    Da sich die Ölmilliardäre aus Übersee bisher primär durch ihre sagenhafte Unkenntnis der Verhältnisse im CH-Hockey-Business auszeichnen, hat ihnen Quennec hoffentlich das Nötige erklärt. Etwa dass die Arbeitsverträge der Flyers nur für den Arbeitsort Kloten gelten, und vermutlich ein grosser Teil der Spieler keine Lust auf einen Umzug nach Sierre oder Martigny verspürt. Bzw. dass - anders als in der NHL - ein Klub nicht einfach so samt Spielern gezügelt werden kann. Aber auch wenn sich die Sache bisher noch sehr vage anhört ist klar, dass über solche "Old Boys Netzwerke", welche mehrere Klubs kontrollieren, die genannte Regel ausgehebelt wird.

    Die Frage ist, wie der Hockeyverband auf diese Situation reagiert. Die Sache mit Quennec bzw. zwischen Servette und Lausanne hat man stillschweigend toleriert, möglicherweise hat man auch etwas Ahnungslosigkeit simuliert. Ansonsten wäre das Geschrei ännet dem Röstigraben vermutlich wieder gross gewesen. Je nach Entwicklung der Situation ist es mit der freundeidgenössischen Zurückhaltung gegenüber den stets geknechteten Compatriotes aber nicht mehr getan.