Ist auch etwas eine Frage der Umstände. Es hat diverse Zweikämpfe gegeben, wo einem Davoser der Stock abgerutscht ist und den Gegner in die Visage getroffen hat. Das ist unbeabsichtigt und eine Folge des Kampfes um die Scheibe, und darob muss man auch keine grosse Geschichte machen. Forster jedoch hat keine Chance, im Zweikampf an die Scheibe zu kommen, und führt einen einhändigen "Stockschwinger" gegen Rüfenacht sowie anschliessend noch einen Schlag mit dem Unterarm / Ellbogen gegen den Kopf. Der Stockschlag war sicher kein "Knochenbrecher" - wenn er einem zwischen Handschuh und Polster trifft, spürt man es aber trotzdem. Ganz so kraftlos sind NLA-Profis auch mit einer Hand nicht. Dass Rüfenacht sich dann den Unterarm etwas hält und Eis auflegt, scheint mir nicht derart ungewöhnlich. Niemand will Schauspieleinlagen wie im Fussball, aber im Fall "Forster gegen Rüfenacht" ist dies glaub nicht das vordringlichste Problem.
Beiträge von Iceman
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Bouchard merkt es immerhin früher als Kobasew...
Bürgler ist für mich ein Rätsel. Beim HCD ein Leistungsträger (...zumindest nach meinem Empfinden...) und in Zug irgendwie nie richtig angekommen. Obwohl die Zuger nicht ein komplett anderes Hockey spielen, sondern auch auf Tempo setzen wie der HCD, wenn auch nicht mit der gleichen physischen Komponente. Wobei, bei einem Guggisberg in Kloten läuft's bisher nicht viel anders. Nimmt mich wunder, wohin es Bürgler zieht - bei Guggisberg kann diese Frage wohl auch bereits gestellt werden. Die Lohnangebote dürften diesmal für beide nicht mehr so exorbitant sein, wie sie es bei ihrem Weggang von Davos waren. Damals herrschte ja ein richtiges "Wettbieten" - wo sich der SCB auch kräftig um Guggisberg bewarb......
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Man reduziert Ehlers immer darauf, dass er mit Lausanne nicht ein Spitzenteam trainiert, und ihm wegend fehlendem Glanz im Namen möglicherweise gewisse "Stars" des CH-Hockeys nicht genügend Respekt entgegenbringen könnten. Gerade was letzteres anbelangt kann man aber auch argumentieren, dass der Glanz aus der Vergangenheit sehr rasch verblasst - würde sich der Respekt der Spieler tatsächlich so sehr daran orientieren, wäre es meistens kurzum fertig mit dem Respekt. Mit Lausanne und seinem eruptiven Umfeld hat Ehlers nicht unbedingt ein einfaches Leben, auch dort möchte man natürlich lieber Spektakel und rauschhafte Spiele und vergisst, dass Lausanne bisher vor allem deshalb so erfolgreich war, weil man mit Huet einen exzellenten Goali hat und Ehlers es versteht, dem Team genau jenes taktische Korsett zu veordnen, welches dieses spielen kann. Was spricht dagegen, dass er nicht auch ein Spielkonzept bringen könnte, dass genau auf ein hochtalentiertes Team wie dasjenige des ZSC zugeschnitten wäre? Jedenfalls traue ich es Ehlers eher zu, einen ZSC erfolgreich zu coachen, als ich dies Crawford oder Hartley (...von Boucher wollen wir gar nicht reden...) umgekehrt mit Lausanne zutrauen würde.
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Weiss gar nicht, wieso man so hässig ist über den Klaus. Der ZSC kommt bei ihm immer relativ gut weg im Vergleich zu anderen - wobei es natürlich auch für Zaugg schwierig ist, einen erfolgreichen Klub in die Pfanne zu hauen, und der ZSC nicht eben viel Stoff bietet für saftige Stories - keine Skandale, kein polternder Geschäftsführer, im Hintergrund Walter Frey, der mit seinem Beispiel kaum Getöse zulässt....
Selbst Crawford wurde nach zauggschen Massstäben nur moderat kritisiert, da hat Simon Graf im Tagi einen ganz anderen "Zweihänder" ausgepackt. Meiner Meinung nach zu Unrecht, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr.
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Zitat von ZSColin
Wenn man aufsteigt, dann muss es wirklich so sein, dass man besser als der Letzte vom A ist. Und das waren die Langnauer definitiv! Darum bin ich trotz allem immer noch
dafür, dass der Modus so bleibt wie er ist.Sehe ich auch so, auch wenn dies den Aufstieg schwieriger macht. Aber sonst hat man erst Recht einen "Liftbetrieb", bei welchem der Letzte der NLA automatisch durch einen (möglicherweise) schlechteren Aufsteiger ersetzt wird. Kommt aber natürlich auf die Zielsetzung an: Gewichtet man die sportliche Qualität höher, braucht es die Auf-/Abstiegsrunde für die Selektion; ist eine möglichst grosse Durchlässigkeit gewünscht, so ist der Automatismus besser.
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...wobei dies ja auch nur funktionierte, weil man immer wieder jemand fand, der den Schaden beglich. Gaydoul hatte sich wenigstens irgendwie bemüht, gewisse Dinge zu verändern, kapitulierte am Ende aber vor der Aufgabe. Er wollte primär die Einnahmen steigern, Stadionumbau und so, hatte sich glaub sogar um die Gastrorechte Gedanken gemacht. Er musste dann aber einsehen, dass dies viel komplizierter war und so lange dauern würde, dass es ihn wohl ruiniert hätte. Die andere Alternative, die Kosten rigoros herunterzufahren, mochte er sich, vermutlich aus Imagegründen, nicht antun. Es ist die Frage, ob dies nun innerhalb von kurzer Zeit gelingt.
In diesem Zusammenhang kann das "Geschäftsgebaren" der Investoren nur als jenseitig betitelt werden. Vor 2 Wochen verkündet man noch, dass das Engagement in Kloten langfristiger Natur sei, und nun flüchtet man mit fliegenden Fahnen und überlässt es den Angestellten auf der Geschäftsstelle, den Klub zu retten. So viel Zeit bleibt denen nun nicht mehr. Wenn das so weitergeht, so kann man sich in Lausanne noch auf einiges gefasst machen. Immerhin scheinen die Herren nun zur Kenntnis genommen zu haben, dass es im Wallis noch kein NLA-taugliches Stadion gibt, in welches man die Flyers kurzum verpflanzen könnte.
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Das Thema der geschlossenen Liga wird immer häufiger auf der Traktandenliste auftauchen. Die ex-Klotener und neu Lausanner-Investoren sind ja der Meinung, mit einem sportlichen Auf- und Abstieg sei an ausgeglichenes Wirtschaften nicht zu denken. Diese Leute sind offenbar derart auf das nordamerikanische Modell fixiert, dass sie einen klaren Blick auf die hiesigen Verhältnisse nicht fertigbringen. Somit merken sie auch nicht, wie anders die Situation in der CH ist, und die Probleme nicht einfach damit gelöst werden können, dass man versucht, die NHL zu imitieren.
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Walliser NLA-Träume /Dienstag, 15. März 2016, 08:02 - Martin Merk / Zwei Investorengruppen träumen vom Wallis in der NLA, eine davon auf Kosten des Standorts Kloten. Dort versucht man mit einheimischen Kräften und einem tieferen Budget eine neue Zukunft für die Flyers zu schaffen. Laut "Le Nouvelliste" sollen als Vermittler der Servette-Trainer Chris McSorley und der Lausanne-Besitzer und frühere Kloten-Präsident Ken Stickney im Projekt verstrickt sein, in welchem Investoren den Kloten-Besitzern eine Million Franken bieten, um die Flyers ins Wallis umzusiedeln. Als mögliche Investoren werden Alexei Kowaljow, der Ex-NHL-Star, der seine Karriere in Visp beendete, und ein im Wallis ansässiger Schwede genannt, welche an Sierre als Standort denken.
++++++++++++++++++++++++Laut Regelwerk ist für die Hockey-Klubs bzw. die entsprechenden AG's das Halten von Anteilen an anderen Klubs oder das Gewähren von Darlehen nicht gestattet. Der Grund ist klar, man will keine gegenseitigen Abhängigkeiten bzw. den Verdacht von wegen "getürkten" Resultaten. Mehr oder weniger ein offenes Geheimnis war die Verbandelung zwischen Servette-Genf und Lausanne via Hugh Quennec, der dort nun vor kurzem die Aktienmehrheit abgegeben hat --- an einen der Klotener-Investoren (Stickney). Die gleichen Personen sind nun auch an den "Planspielen" einer Verlagerung der NLA-Lizenz von Kloten ins Wallis beteiligt. Obwohl dies nicht ganz so einfach sein wird, ist doch ersichtlich, dass bei einer solchen Entwicklung am Ende eine Investorengruppe - notfalls schiebt man halt noch irgend einen Strohmann dazwischen - mehrere Klubs aus dem Hintergrund heraus "steuern" könnten. Man kann sich darüber streiten, wie konkret der Einfluss wäre, aber ein solcher könnte jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Und das genügt schon, um dem Sport zu schaden.
Da sich die Ölmilliardäre aus Übersee bisher primär durch ihre sagenhafte Unkenntnis der Verhältnisse im CH-Hockey-Business auszeichnen, hat ihnen Quennec hoffentlich das Nötige erklärt. Etwa dass die Arbeitsverträge der Flyers nur für den Arbeitsort Kloten gelten, und vermutlich ein grosser Teil der Spieler keine Lust auf einen Umzug nach Sierre oder Martigny verspürt. Bzw. dass - anders als in der NHL - ein Klub nicht einfach so samt Spielern gezügelt werden kann. Aber auch wenn sich die Sache bisher noch sehr vage anhört ist klar, dass über solche "Old Boys Netzwerke", welche mehrere Klubs kontrollieren, die genannte Regel ausgehebelt wird.
Die Frage ist, wie der Hockeyverband auf diese Situation reagiert. Die Sache mit Quennec bzw. zwischen Servette und Lausanne hat man stillschweigend toleriert, möglicherweise hat man auch etwas Ahnungslosigkeit simuliert. Ansonsten wäre das Geschrei ännet dem Röstigraben vermutlich wieder gross gewesen. Je nach Entwicklung der Situation ist es mit der freundeidgenössischen Zurückhaltung gegenüber den stets geknechteten Compatriotes aber nicht mehr getan.
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Auf den ersten Blick wäre es von Vorteil, einen "sicheren" Standort für ein Stadionprojekt zu haben, statt sich auf (möglicherweise) endlose Diskussionen, Abstimmungen, Einsprachen, Verzögerungen etc. etc. am Standort Altstetten einzulassen. Ob aber am heutigen Standort Schluefweg ein Stadion in der Grössenordnung von 17'000 - 18'000 Zuschauern, inkl. Ausseineisfeldern, ein Minimum von Parkplätzen etc., gebaut werden dürfte, wäre noch zu klären. Kenne die Zonenpläne nicht, aber die Gegend (Wald, Nähe Wohnquartier...) sieht nicht gerade so aus, als könne man dort beliebige Grossprojekte realisieren.
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War in Bern fast zu erwarten. Möglicherweise aber besser für L.L., wenn er mal vom SCB wegkommt. Mit dem Nachwuchs in Bern hat er seine Sache gut gemacht, der U20-Trainer wäre möglicherweise keine schlechte Sache für ihn. Ob nun der gerüchteweise immer herumgebotene Jalonen + Assi Peltonen kommt, wird man erst nach der WM erfahren, solange will sich der finnische Nati-Trainer verständlicherweise nicht äussern. Oder sonst wird es halt ein anderer. Glaube aber auch, dass weder beim ZSC noch beim SCB der geeignete Ort ist, um eine Trainerkarriere zu starten - Anzahl Assi-Jahre vorher hin oder her. Da braucht es jemanden, der einen gewissen Erfolgsausweis mitbringt, weil er sonst bei der ersten Krise zur Zielscheibe wird.
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Was ausländische "Investoren" mit einem Klub anfangen wollen, welcher unter strukturellen Defiziten von 5 - 7+ Mio. CHF pro Jahr leidet, war für mich nie nachvollziehbar. Selbst für einen grosszügigen Mäzen wäre dies auf Dauer schwierig. OK, die Mantegazzas pulvern vermutlich in Lugano auch nicht wenig rein. Schon nur um eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen, bräuchte es in Kloten sehr grosse Investitionen - grössere Halle, mehr Eisfelder, etwas Stadiongastronomie etc. etc. Und unter normalen Umständen reicht dies dann immer noch nicht. Mit "normal" meine ich zum Beispiel, dass die Halle nicht faktisch gratis zur Verfügung steht. Kloten bräuchte ebenfalls noch Nebeneinnahmen. Ausser ein Mäzen würde die (vermutlich) immer noch fehlenden 3-4 Mio. pro Jahr als auf Dauer tragbar ansehen.
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Die Serie ist beendet, mit meiner Prognose bin ich (...wie vermutlich andere auch...) ziemlich daneben gelegen. Ich meinte vor 1.5 Wochen, mit Glück + einem starken Stepanek + befreitem Aufspielen würde ich dem SCB etwa 1 Sieg zutrauen, mehr aber nicht. Wer den SCB noch 3 Spiele vor Quali-Ende im Hallenstadion erlebt hat, oder 6 Monate Pleiten, Pech + Pannen miterleben musste, fand kaum Argumente dagegen. Ausser dass der "Z" sich in den 1/4-Finals gegen Lausanne + Biel schwertat.
Und nun?
Aus meiner Sicht hat gerade der Faktor "Glück" in den ersten beiden Partien eine grosse Rolle gespielt. So wie dem SCB - neben viel Unvermögen - in der Quali das Pech an den Kufen + Stöcken haftete, so lachte ihm nun das Glück. Abpraller sprangen einem auf die Stöcke, was vorher an den Pfosten ging, kullerte rein - typisch eben. Auch den berühmten Schiedsrichterentscheid gilt es da zu erwähnen - solche "umstrittene" Entscheide in den Serien ZSC / SCB scheinen langsam Tradition zu werden... wenn auch nicht jede gleich grosse Konsequenzen hat...Trainer:
Das Trainer-Bashing hat nach alter Väter Sitte schon begonnen. Selbst im Tagi wurde Crawford abgekanzelt wie ein Schulbub. Einer der Hauptvorwürfe: Er habe Nilsson / Matthews überforciert, statt die grosse Qualität im Kader auszuspielen bzw. mit 4 Linien Volldampf zu geben. Die Frage sei aber erlaubt: Wen von den anderen grossen Namen hätte Crawford forcieren sollen? Cunti kehrte (scheints) um ein paar Kilo leichter von einer Krankheit zurück, Bärtschi schien ausser Form oder krank oder beides; war am Ende glaub nicht mal mehr auf dem Matchblatt, Wick ist nach Verletzungen nur ein Schatten seiner selbst, der Play-off Spieler Keller war vermutlich ebenfalls alles andere als fit.... letztendlich waren die Alternativen von Crawford nicht derart umfangreich, wie dies Simon Graf suggerierte. Ganz so objektiv scheint mir die Abkanzelung von Crawford deshalb nicht zu sein. -
...und diesmal trifft die schwedische Künstlerfraktion auch in den PO's die Kiste. Der EVZ scheint weiterhin zu klein und zu weich für die Play-off's. Bouchard und Marschini sind Künstler vor dem Herrn in der Quali, geht es aber gegen "giftige" Gegner (VJ Davos, nun ein etwas weniger verspieltes und dafür etwas härteres Lugano), schwindet der Einfluss. Ein Dario Bürgler - für nicht wenig Geld vom HCD geholt - fällt seit seinem Wechsel zum EVZ kaum auf; da hat man sich vermutlich einiges mehr versprochen. Und Josh Holden, eigentlich ein typischer Play-off Spieler (...wenn die Nerven halten...), kommt auch langsam in die Jahre. Die Luganesi scheinen auf dem besten Weg, ihren Play-off Fluch zu überwinden...
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Ein weniger offensichtlicher Fall wurde doch am 23. Dezember in Bern von den Schiris annulliert. Weiss nicht mehr, welcher Zürcher es war (Shannon?). Es kam auch zum Stillstand (oder "praktisch" zum Stillstand...), und dann ist es halt etwas "ein heisser" Lauf, welche Bewegungen mit Körper und Stock vom Schiri als "nicht vorwärts" beurteilt werden. Wenn diese Art von Penaltyschiessen mehr aufkommt, werden sich die Schiris besser darauf einstellen (müssen). Gestern beim Laguno-Penalty war's aber ziemlich eindeutig, solche Fehlentscheide in einer erwartet engen Serie sind bitter...
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Der SCB tut das, was er momentan kann. Viel mehr als Kampf & Krampf ist es nicht. Wer seit August in diversen Hockey-Basics ungenügend ist, lernt es nicht plötzlich über Nacht, Befreiung vom Strichkampf hin oder her. Möglicherweise hilft's, wenn Blum wieder dabei ist, der kann wenigstens einen geraden Pass auf 3 Meter spielen. Nach 8 Wochen Verletzungspause dürfte der wichtigste Verteidiger aber nicht gerade in Hochform sein.
Ich sehe es auch so, dass der ZSC einfach zu viele gute Möglichkeiten ausgelassen hat. Und dem SCB sind die Distanzschüsse reingekullert - komisch, in der Quali lief das meist umgekehrt. Halbwegs objektiv betrachtet kann man nicht davon ausgehen, dass in einer Serie manches Spiel so laufen wird, egal wen Crawford forciert und wen nicht.
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Irgendwie muss Crawford den Spielern ja Beine machen. Unglücklicherweise (für Crafword) konnte der ZSC kürzlich gegen den SCB spielen und sich ungefähr ein Bild machen davon, wie "stark" der SCB ist. Ausser Blum hat vor knapp 2 Wochen kein relevanter Spieler gefehlt.
Natürlich wäre es für Bern nicht so eng geworden, wenn man während der Saison nicht so viele Verletzte gehabt hätte, und deshalb (...ist auch nur eine Annahme...) den einen oder anderen Punkt mehr geholt hätte. Trotzdem, auch als man fast wieder im Vollbestand spielte (Minus Blum), klappte ungefähr ähnlich viel im SCB-Spiel wie im August. Wer will, kann heute mal auf die grösseren Baustellen achten: 1) Zweikampfverhalten - von 10 Zweikämpfen an der Bande erobert 9x der Gegner die Scheibe, egal ob 1,2 oder 3 SCB-Spieler involviert sind. 2) Angriffsauslösung: Das Gros der Pässe ist derart unpräzise, dass sie nicht ankommen oder nicht angenommen werden können. 1) + 2) führen dazu, dass selbst bescheidenere Teams den SCB mit einem aggressiven 3-Mann-Forechecking im eigenen Drittel einschnüren können; Angst vor einem Konter muss niemand haben.
Aber eben, nach 6 Monaten Murks-+-geht-nicht kommt heute nun die grosse Wende, ein Eishockeywunder, das Lake Placid von Oerlikon...

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Na ja, ich staple weniger tief, als dass ich gewisse Aussagen etwas relativiere. Wenn es um physisch hartes Spiel geht, und dann Conacher als Beispiel angeführt wird... ich weiss ja nicht. Aber ich könnte natürlich mit gleicher Münze zurückzahlen. Gut, warum nicht:"Ich hoffe, die leicht verbeulten SCB-Spieler werden nicht vom berüchtigten ZSC-Goon Nilsson verhauen".
Im Ernst, es gab Saisons wie z.B. 2012, wo man auf Augenhöhe agierte, und es wie bekannt sehr knapp zu und her ging. Und es wird hoffentlich in Zukunft auch wieder solche Serien geben. In dieser Saison stimmt aber - befreit aufspielen hin oder her - zu vieles nicht beim SCB. Unverkrampft, mit viel Glück im Abschluss, mit generösem Kampf und einem Stepanek in Hochform - sowie einem leicht blasiert auftretenden ZSC - traue ich dem SCB durchaus einen Sieg zu. Aber viel mehr nicht.
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Zitat von Powerplay
Ich denke wir sind uns alle einig, dass wir Punkto Talent, Technik, Speed und Taktik dem SCB gegenüber deutlich im Vorteil sind.
Auf der Goalie-Position sind wir auch im Vorteil aber ich bin nun wirklich sehr gespannt, ob unsere Nr. 1 sein Niveau ebenfalls anheben kann... ja muss !Der SCB kann den Z zu Beginn der Serie, nur über den Kampf destabilisieren. Spieler wir Rüfenacht, Scherwey, Helbling, Conacher und ein paar andere,
werden nichts unversucht lassen, unsere Keyplayers und andere zu malträtieren. Aber eben... was bleibt denen anderes übrig ?
Lasst die Spiele beginnen, höchste Zeit dafür !Na ja, Rüfenacht ist primär ein Trash-Talker + Provokateur. Wer auch nur halbwegs was in der Birne hat, lässt sich davon kaum mehr beeindrucken. Scherwey ist schnell + ein Energiespieler, liegt stocktechnisch aber auf 1.Liga Niveau. Hat seine Checks stark zurückgefahren, da er dafür häufig Strafen kriegt. Conacher ist ein Fliegengewicht, das seine Qualitäten überall sonst hat, aber ganz sicher nicht im "malträtieren". Bleibt also noch Helbling - ja, der hat die Physis, um dagegenzuhalten. Um krachende Checks zu verteilen ist er aber zu langsam. Aus der Liste bleiben somit - mit Einschränkungen - Helbling + Scherwey. Wenn's um das "Malträtieren" geht, so müsste man immerhin noch Simon Moser nennen. Der ist Helbling + Scherwey physisch bei weitem über, und dem möchte ich definitiv nicht im Weg stehen, wenn er Fahrt aufgenommen hat. Im Gegensatz zu Helbling + Scherwey hat er auch die Technik und die Beweglichkeit, um einen "Hit" zu landen. Die tatsächlichen Vorteile des SCB auf diesem Gebiet sind also einigermassen überschaubar, bzw. da kann der ZSC mindestens gleich viel Namen aufbieten, welche physisch hart spielen können.
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Unter anderen Voraussetzungen könnte man hoffen, dass der SCB den ZSC wirklich fordern kann. Vorallem deshalb, weil es das grösste Problem des "Z" ist, dass er ohne Messer zwischen den Zähnen und blutunterlaufenen Augen sich relativ locker durch die Quali gewonnen hat. Und so - der bewährten Theorie folgend - dann eben ein Problem bekommt, falls es in den Play-off's wegen einem generös kämpfenden Gegner plötzlich nicht mehr nur auf einem Bein geht. Aber eben, wer den SCB letzten Sonntag gesehen hat weiss was ich meine wenn ich sage, dass beim SCB dieses Jahr zu vieles fehlt, um den ZSC ernsthaft zu bedrohen. Wird hoffentlich auch bald wieder anders sein, aber da steht zuerst einmal viel Arbeit an, bevor man in solchen Gedanken schwelgen kann.
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Wer den SCB beim letzten Spiel gegen den ZSC gesehen hat, müsste optimistisch in die Zukunft blicken. Wenn wir jetzt in der Saison gut gespielt hätten, aber die Tore vor lauter Nervenflattern nicht gemacht, könnte man hoffen (SCB) bzw. befürchten (ZSC), dass man jetzt befreit aufspielen und die Dinger locker reinhauen würde. Leider fehlt aber beim aktuellen SCB bedeutend mehr als gute Nerven, nämlich die Basics des Hockeys. Aus dem eigenen Drittel kommen? Da sehen Biel, Langnau und Lausanne bedeutend besser aus - beim SCB endet dies in 9 von 10 Fällen mit einem Fehlpass, bei welchem man nicht mal im Ansatz erkennen kann, für wen der gewesen wäre. Vermutlich deshalb, weil man an der Bande prakisch jeden 2-Kampf verliert, und deshalb der Gegner problemlos ein 3-Mann-Forechecking betreiben kann. Angst vor einem Konter muss bei einem derart schwachen Passspiel wie das von Bern niemand haben.
Gegen Lausanne hat man riesig Glück gehabt; genau 1 Tor brachte man aus dem Spiel heraus fertig. Die Bogenlampe von Untersander geht pro Saison 1x rein, wenn überhaupt. Und von den 10% Bullies, welche man gewann, war gottseidank genau das dabei, als Huet das Tor verlassen hatte und wiederum Untersander den Puck quer über das Feld ins leere Tor schieben konnte. Und dank dem EHC Biel hat der SCB die Play-out's im letzten Augenblick verhindern können. Das hätte ganz schlecht ausgehen können. Nun hat man die Chance bekommen, nächste Saison das Ganze zu stabilisieren, und (hoffentlich) nicht wieder am Abgrund zu stehen. Das steht für mich derzeit im Vordergrund. Nach dem, was man nun seit fast 6 Monaten über sich ergehen lassen musste, sehe ich kaum Aussenseiterchancen für den SCB - wo gewisse Journalisten das "Potential" in Bern sehen wollen, ist mir schleierhaft. Mir ist dieses in 50 Qualispielen nie aufgefallen.