Hoffe dass Weber in Bern ein Thema ist, in der Abwehr hätte man dringenden Verbesserungsbedarf. Aber wenn er irgend eine Chance sieht, bei einem anderen Verein in der NHL unterzukommen, wird da wohl nichts draus. Kenins würde - wenn er sich nicht via untere Liga durchbeissen will - wohl wieder beim ZSC landen. Mal schauen, ob es Interessenten gibt in Übersee.
Beiträge von Iceman
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Nun, immerhin muss ich mir hier (hoffentlich...) nicht mehr Zweckpessimismus vorhalten lassen, wenn ich die "Leistungen" des SCB mit einem leicht weinerlichen Unterton kommentiere. Nach den knappen Niederlagen im neuen Jahr und der leichten Aufwärtstendenz gegen den EVZ konnte man sich noch an einem Hoffnungs-Strohhalm festklammern, die Verkrampfung würde sich lösen. Aber eben, der Strohhalm ging in einem Strohfeuer auf, und es ist halt bei weitem nicht nur die Verkrampfung und das Verletzungspech, worauf die jammervollen Darbietungen zurückzuführen sind. Angesichts des Abwärtstrends steht für mich schon seit Weihnachten der Ligaerhalt als Saisonziel fest. Das mag zum damaligen Zeitpunkt vordergründig eine etwas zu negative Zielsetzung gewesen sein. Wer jedoch die zahlreichen Unzulänglichkeiten bei den Grundlagen des Hockey-ABC's (Passen, Schiessen, Laufen etc.) über die ganze Saison mitverfolgte, musste zwangsläufig etwas verbittert werden. Das Lamento um den Trainer schiesst deshalb am Ziel vorbei; mit gewissen Herren wäre intensive Schulung der Grundlagen im Hockey notwendig, d.h. die müssten eigentlich einen Repetitionskurs bei den Junioren belegen. Damit wären wohl auch renommiertere Trainer als der vielkritisierte Lars Leuenberger auf die Schnelle überfordert.
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Zitat von Larry
Wenn man den Jungs zuhört, die es in NA versuchen, so ist dies schon eine immer wiederkehrende Aussage auf die Frage, wo genau der Unterschied liege: In der Leistungskonstanz auf hohem Niveau über ein Spiel bzw. über die ganze Saison hinweg! Ab und zu ein Highlight abliefern reicht nicht, ein angedeutes Potential interessiert dort auf Dauer niemanden, wenn der Spieler dies nicht dauerhaft abzurufen imstande ist. Und zwar egal, ob es dem Team jetzt grad läuft oder nicht, oder ob man sowieso auf einem Bein gewinnt und die Kollegen es ja auch so richten.
Andererseits ist dieser Unterschied nicht einfach per Definition da, sondern eine Folge der Umstände. Wo die Konkurrenz und der Druck fehlt, so kann man den Minimalismus kaum abstellen. Vielleicht in Zürich noch am ehesten, da der Trainer dank der grossen Nachwuchsbewegung und dem hochstehenden Kader etwas mehr Optionen hat als andernorts. So könnte Crawford den einen oder anderen Star schon für ein paar Spiele auf die Tribüne setzen, ohne dass er dies mit Niederlagen büssen müsste. Andererseits sind die meisten Trainer auch rational genug um zu erkennen, dass sie mit den Gegebenheiten in unserem Hockey-Biotop irgendwie leben müssen.
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Ein rückzahlbares Darlehen wäre dem (nicht eishockeybegeisterten) Wähler wohl noch schmackhaft zu machen.
Stein des Anstosses dürfte aber der jährlich wiederkehrende Betrag von 2 Mio. an die Betriebskosten sein. Da wird es reflexartig heissen "die Stadt Zürich subventioniert damit den Spitzensport, und die Sportklubs (egal ob Fussball oder Hockey) zahlen ihrem Personal umgekehrt Traumgagen".
Der Vergleich mit dem Opernhaus drängt sich natürlich auf, das war aber auch schon bei der letzten Stadion-Abstimmung so. Blöderweise hat sich "das Volk" dann primär über die Subventionierung eines "elitären Zirkels" am Opernhaus echauffiert, aber es hat kein oder ein zu kleiner Meinungsumschwung stattgefunden nach dem Motto "wenn wir schon im Opernhaus jährlich 60 Mio. versenken, kommt's doch auf die einstelligen jährlichen Millionenbeträge für den Stadionbetrieb auch nicht mehr an".
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Mindestens dieses Problem hatte man in Bern nicht, da die Halle schon stand. Die Limitierung bestand (bzw. besteht) darin, dass der SCB nicht mehr als (glaub) 4 Mio. pro Jahr an Miete abdrücken kann. Somit war dann auch das Budget für den Hallenumbau gegeben, bzw. wie viel Geld die Investoren abzudrücken bereit waren. Von der Stadt gab's natürlich nichts, ausser der Auflage, dass der öffentliche Eislauf sichergestellt werden müsse. Ein Komplettumbau (z.B. zur geschlossenen, klimatisierten Halle) lag da finanziell leider nicht drin. Da es von der öffentlichen Hand kein Geld gab, ist einem aber möglicherweise auch ein jahrelanges Abstimmungstheater erspart geblieben.
Aber ich verspreche es: Ich werde PRO neues Stadion abstimmen, egal ob für Eishockey oder für Fussball, wenn's soweit ist. Im Fussball hat's das letzte Mal leider nicht ganz gereicht (50.8% Nein), trotz meiner gewichtigen Stimme...
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...und Ende Woche muss jede(r) eine Liste vorlegen mit der Anzahl Telefonkontakte, mit wem man geredet hat, warum keine Abo gewünscht wurde etc. etc.
Klar will man die Zuschauerzahl erhöhen, aber ob es bei der Kundschaft auf Anklang stösst, wenn neben den "Liiribänze" von den diversen Krankenkassen auch noch die Kloten-Flyers telefonisch ins Haus fallen, bezweifle ich. Ohne spezifischere Adressliste ist die Chance nicht sehr gross, auf einen Kloten-Sympathisanten zu treffen, dem nur noch eine kleine telefonische "Ermunterung" fehlt, um ein Abo zu kaufen. Ist doch eher etwas für Fans, und wem ab und zu bloss das Theater- oder Kinoprogramm zu blöd ist, nimmt einen Einzeleintritt.
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Und das von "grumpy" Byron Ritchie - der redet sonst in 2 Wochen nicht so viel. Frage mich, wieso Lugano den "Diva-Faktor" noch erhöht. Hätte eher gedacht, dass die noch so einen grundsoliden Chrampfer + Wühler à la Brett McLean auf die Play-off's hin holen. Edeltechniker, welche nicht gerade den Drang verspüren dorthin zu stehen wo man einstecken muss, haben sie schon genug.
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Frölunda war, wie erwartet, eine Nummer zu gross. Mindestens in den Abschnitten, welche ich mitbekommen habe. Es ist auch deutlich geworden, warum die in der heimischen Liga so gut dastehen. Von den Einzelspielern her sind das alles Leute der gehobenen Hubraumklasse, welche nicht nur läuferisch + technisch, sondern eben auch physisch stark sind. Mit letzterem hapert es in der CH nach wie vor. Verfolgt man die internationalen Juniorenturniere, so sind die Schweizer - natürlich etwas jahrgangabhängig - durchaus bei den Leuten. Bis der Sprung auf die höchste Juniorenstufe ansteht bzw. der Wechsel ins Profigeschäft. Da hat man als Zuschauer immer den Eindruck, dass viele CH-Spieler "Buben" bleiben, währenddem die Nordamerikaner, Skandinavier oder Tschechen sich um eine Gewichtsklasse nach oben schrauben. Natürlich ist der Talentpool dort etwas grösser, und es kann stärker gesiebt werden. In der CH muss man zu den Talenten mehr Sorge tragen. Als generelle Ausrede kann dieser Umstand aber nicht vorgebracht werden.
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Habe mich - ohne die effektiven Werte allerdings zu kennen - auch gewundert, was Arno während des SC in einem Radiointerview von sich gegeben hat. Da er aber permanent die Grosskatastrophe in Davos zum Besten gibt, habe ich das nicht weiter ernstgenommen. Abseits von solchen Hanswurstiaden schadet es aber nicht, wenn die Lage diesbezüglich thematisiert wird. Es zeigt sich immer deutlicher, dass das, was die NHL auf kleineren Eisfeldern zur Steigerung der Attraktivität eingeführt hatte, auf den grösseren europäischen Eisfeldern andere Konsequenzen haben KANN. Allerdings müsste man dazu auch mehrjährige Statistiken aus anderen Ligen zu Rate ziehen. Möglicherweise ist dort die Verletzungsquote tiefer, weil taktischer gespielt wird (Skandinavien? KHL?). Oder sind die Spieler besser ausgebildet, d.h. können Checks besser entgegennehmen / regelkonform anbringen? Da gäbe es noch einiges zu analysieren, bevor abgekürzte Schlussfolgerungen gezogen werden.
Die geforderten flexiblen Banden sind zumindest ein technisches Mittel, um in gewissen Situationen das Risiko schwerer Verletzungen zu mildern. Das Gros der Hirnerschütterungen passiert allerdings durch ausgefahrene Schultern und Ellbogen, zudem sind flexible Banden auch nicht gerade sooo flexibel, dass sie so schnell nachgeben, um bei einem Anprall eine Hirnerschütterung zu vermeiden - wenn sie aber eine Wirbelverletzung verhindern, ist die Übung schon erfüllt.
Letztlich geht es auch darum, wie man sich auf Verletzungsorgien einstellen kann. Man benötigt möglicherweise ein breiteres Kader; ein Farmteam schadet sicher auch nicht. Allerdings können Ausfälle von Schlüsselspielern auch so nicht beliebig kompensiert werden, denn diese Qualität hat man üblicherweise nicht "auf Lager".
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Auf den ersten Blick möchte man meinen, es könne doch nicht so ein Problem sein, dass die Finalgegner das Spiel in einem gewissen Zeitrahmen verschieben könnten. Aber möglicherweise zieht dies einen Rattenschwanz an terminlichen / vertraglichen Friktionen auf verschiedenen Ebenen nach sich, so dass es tatsächlich nicht geht. Den Klubs selber spielt es kaum eine Rolle, ob der Final ein paar Tage früher oder später über die Bühne geht.
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Tja, man soll natürlich alles versuchen, aber momentan hat für mich das Erreichen der Play-off's eine höhere Priorität als der Cup.
Beim letzten Meisterschaftsspiel gegen den ZSC vom 23. Dezember kamen mit Rüfenacht, Jobin und Randegger 3 Spieler von Verletzungen zurück, nach 5 Spielminuten hatte der als Ersatz von Gottéron verpflichtete Ness die Schulter ausgekugelt nach einem Bandencheck von hinten, und Jobin einen Stock plus eine Schramme an der Rübe. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn's nicht noch mit einer Hirnerschütterung geendet hätte. Summa summarum also 3 Spieler zurück - 2 schon wieder out. Erstaunlicherweise überlebte man das erste Spiel im neuen Jahr gegen Kloten ohne weitere Ausfälle - was dann im Rückspiel aber umgehend korrigiert worden ist, nachdem Blum mit dem Fuss in einer Gletscherspalte in Kloten hängengeblieben ist bzw. sich die Bänder im Fuss / Schienbeinbereich an- und gerissen hat.Fazit: Man ist noch blöder dran als vorher, weil Blum defensiv und vor allem offensiv eine wesentliche Stütze ist, die nun bis Ende Quali fehlen wird. Dass man vom Höchststand mit 12 Ausfällen nun bei "nur" noch 9 steht, ist angesichts der vielen Langzeitausfälle kein wirklicher Fortschritt. Keine Ahnung, was da falsch läuft, dass die Buben überall in die Bärenfallen treten. Wenn die Hälfte mit Adduktorenverletzungen oder Muskelrissen darnieder liegen würde, müsste wohl das Sommertraining hinterfragt werden. Aber es handelt sich im Wesentlichen um Knochenbrüche bzw. -absplitterungen, Hirnerschütterungen und eben die Bänder bei Blum. Entweder schlichtweg Pech, möglicherweise aber (teilweise) auch Unkonzentriertheit / Überforderung und "nicht genügend Aufpassen".
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Zitat von Blackstar
Ich persönlich finde es schade. Wäre eine schöne Abewechslung in der Weihnachtswoche. Aber ja.. die beiden haben und hatten das Heu nie auf der gleichen Bühne. Sportlich ist der Cup ohne Wert und wenn sich sehe wie sich das mit den verletzten Spielern entwickelt kann man Zahner nur zustimmen.
Davos hat allein am SC 2 Spieler verletzt verloren.
Stellt sich sogar die Frage ob Davos noch mehr Antrittsgeld zahlen muss damit noch Mannschaften kommen. Und immer weniger Clubs werden gerne Verstärkungsspieler abgeben.Wie ernst es mit dem "Pflichttermin" bei den Kanadiern wohl wirklich ist? Wenn ein P.-M. Bouchard vom EVZ für's Team Canada entweder nicht aufgeboten wird oder das Aufgebot ausgeschlagen hat, stimmt doch etwas nicht. Auf der anderen Seite nehmen bei anderen Klubs 2 Kanadier am Turnier teil. Ich bin kein fanatischer Spenglercup-Gegner, mir geht höchstens die Diskussion über den sportlichen Wert etwas auf die Nerven. Aber wenn ich sehe, wie Roy + Conacher im ersten Block der Kanadier teilweise forciert worden sind, macht mich das angesichts der Verletzungsorgie beim SCB (...und der dadurch aufgebrauchten Ausländerlizenzen...) etwas hässig.
Übrigens hat Arno in einem Interview etwas sehr treffendes von sich gegeben, als die Reporter vom Farbfernsehen Leutschenbach vor lauter Begeisterung über den Cup schier ins Mikro bissen und von Arno etwas zum Thema "Plauschturnier" hören wollten. Er sagte:"St. Petersburg, odr Jokerit, oder ZSKA Moskau - die können alle ausgezeichnet Hockey spielen". Da hat Arno zweifellos Recht, die Frage ist nur, ob sie dies am Familien-Event über Weihnachten-Neujahr auch wirklich konsequent umsetzen. Angesichts des am SC mehrheitlich gebotenen kann man dies verneinen. Ernst nehmen es die Kanadier und der HCD, für den Rest sind es Familienferien mit Training unter Wettkampfbedingungen.
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OK, ist von mir nun auch nicht vollumfänglich gewürdigt worden. Im Fan-Tunnelblick sind wir einfach die "noch etwas Verletzteren" - vor allem weil wir die Absenzen nicht gleich gut ersetzen können. Dort hat der ZSC einen (hart erarbeiteten + teuer bezahlten) gewichtigen Vorteil gegenüber dem Rest der Liga.
Gerade im Tor macht Schlegel eine ausgezeichnete Falle, wogegen es in Bern eine wenig erfolgversprechende Sache ist (oder eher war...), in einem kriselnden Team einen Schwendener an die Rolle eines Nr. 1 Goalis heranführen zu wollen. Hinter einer halbwegs soliden Abwehr würde der wohl auch bedeutend besser aussehen, wie seine Einsätze mit Servette-Senf gezeigt haben. Und nun verbrät man halt in Bern einen Ausländerplatz im Tor statt bei den Feldspielern.
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Na ja, ob der SCB momentan der richtige Gegner ist, um die eigenen (ZSC) Absenzen breitzuschlagen, bleibe dahingestellt. Der Unterschied besteht darin, dass beim ZSC die aktuelle, grosse Absenzenliste für etwa 2 Wochen gilt. In Bern waren es 2.5 Monate.
Gestern haben zwar 3 Langzeitverletzte (Rüfenacht, Scherwey, Jobin) ihr Comeback gegeben, stehen aber naturgemäss noch etwas im Schilf. Die Absenzen beim ZSC sind nicht unbedingt von Vorteil für den SCB. Im Vollbestand würde der "Z" wohl mal zuerst versuchen, die Sache mit Schönspielen ins Trockene zu bringen. Im "ausgedünnten" Zustand nimmt es der ZSC aber vermutlich ernster und ist konzentrierter.
Wie auch immer, die Punkte bräuchte der SCB dringend, aber primär muss man darauf achten, dass nicht gegen Klubs wie Langnau oder Ambri Punkte verblödet werden wie letzthin.
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Kobasew wird seine Karriere wohl beenden müssen, und bei Ebbett mit seinem Bein- bzw. Schienbeinkopfbruch ist eine Rückkehr diese Saison eher fraglich. Smith dürfte am ehesten wieder zurück sein, war aber bisher eine kleinere Nummer. Sofern Stepanek im Tor überzeugt, wird der wohl meistens gesetzt sein - schade für Schwendener, aber ein Team in der Krise eignet sich nicht dazu, einen Nachwuchsmann im Tor als Stammtorhüter aufzubauen. Auch wenn der dies nicht in Bern sein wird. Verheizen macht trotzdem keinen Sinn. Bleibt dann noch die Wahl übrig, wer von den Stürmern (Conacher, Bergenheim, Roy) zuschaut, oder ob's den Mini-Finnen in der Verteidigung (Kousa) trifft. Da dort weiterhin ein paar ausfallen, ist der Verteidiger vorläufig wohl auch gesetzt.
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Einige Dinge hat man in der CH und anderswo in Europa schon ausprobiert, und es hatte nicht den gewünschten Effekt:
Bei den Ausländern haben die einen dann einfach 6 statt 4 mittelprächtige Söldner am Start, und die anderen 6 statt 4 "Stars" - sofern man die nötige Kohle lockermacht. Zur Kostenreduktion hat das meines Wissens noch nie geführt. Diejenigen die können, buttern rein was geht, und der Rest guckt genauso in die Röhre wie vorher. Ob ein durchschnittlicher Ausländer wirklich billiger ist als ein durchschnittlicher CH-Spieler? Wenn die aufgerufenen TCHF 200 stimmen (für irgendwelche hinteren Ränge...), kann ich mir nicht vorstellen, dass ein ausländischer Spieler insgesamt wirklich für weniger kommt.
Limitierung der Mäzenbeiträge: Das artet in eine uferlose Bürokratie aus, wenn man alle denkbaren Kanäle erfassen wollte, auf welchen einem Klub direkt oder indirekt finanzielle Unterstützung zufliessen kann. Zum Beispiel könnten Walti Frey & Co. dem ZSC das neue Stadion "schenken", und dafür die direkten Zuwendungen stark herunterfahren oder stoppen. Und dann, wie erfasst man den finanziellen Wert dieser Leistung pro Saison? Gibt's dann einen "Eigenmietwert" für den ZSC? Und wie berechnet sich dieser? Wer prüft die Verfahren und Berechnungen?
Wie schon richtig angemerkt stellt sich die Frage, wie mit "eishockeyfremden" Einnahmequellen (Ein Teil der Gastrogewinne beim SCB) der Klubs verfahren wird, oder solchen aus Spezial-Events (Spenglercup beim HCD). Und wo genau würde der Referenzwert für solche Limitierungen - inklusive Salary-Cap - liegen? Es herrschen keine NHL-Verhältnisse im CH-Eishockey-Biotop, mit Draftpicks ist auch kaum etwas zu machen. Der Verband ist schon mit der Lizenzerteilung an der Grenze zur Überforderung. Um irgendwelchen komplexen Überwachungs-, Berechnungs- und Beurteilungsaufgaben kompetent wahrnehmen zu können, müsste er für sehr viel Geld ein Expertenteam einstellen oder mieten.
Fazit: Die Vorschläge tönen so, als hätte man eishockeybegeisterten 4-Klässlern an einem Projektnachmittag die Aufgabe gestellt, das Kostenwachstum und die Ungleichheit zwischen den Vereinen zu verringern. Gut gemeint, hemdsärmlig, und in der Praxis kaum umsetzbar. Nimmt mich ja wunder, ob an diesem Laferi-Nachmittag etwas konkretes rausschaut. Wahrscheinlich der einstimmige Beschluss, das Thema an einer nächsten Besprechung wieder aufzunehmen....
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NZZ
Eishockeyklubs planen Revolution
Aufstand gegen die Spieler
Die Nationalliga-A-Klubs sind sich einig: Die Spielerlöhne sind zu hoch. Sie wissen auch, wie das zu ändern wäre. Die Frage aber ist: Gibt es die Solidarität?von Daniel Germann15.12.2015, 21:24 Uhr
Egerkingen am Schnittpunkt zwischen den Strassen-Transversalen A 1 und A 2 hat im Schweizer Eishockey schon mehr als einmal eine Rolle gespielt. In Egerkingen wurden Nationaltrainer verpflichtet und entmachtet, in Egerkingen wurden grosse Spielertransfers vorbereitet und vollzogen oder konspirative Gespräche über Sein und Schein der Liga geführt. Am Dienstag war Egerkingen wieder Schauplatz einer Zusammenkunft, die erst halboffiziellen Charakter hatte. Sollten die diskutierten Themen aber nur ansatzweise umgesetzt werden, würden sie das Schweizer Eishockey nachhaltig verändern.
Vier brisante VorschlägeDie führenden Exponenten der zwölf A-Klubs trafen sich zu einer Sitzung ausserhalb der normalen Agenda, die nur einer Frage nachging: Wie bekommen wir die ausufernden Salärkosten in den Griff? Innerhalb der letzten 15 Jahre haben sich die Spielerlöhne nahezu verdoppelt. Das durchschnittliche Salär beträgt heute rund 200 000 Franken, die Toplöhne liegen über einer halben Million. Geht diese Entwicklung weiter, befürchtet ein Klub wie der HC Lausanne, in drei Jahren finanziell nicht mehr länger in der NLA bestehen zu können. Dabei haben die Waadtländer mit 6515 Zuschauern den dritthöchsten Durchschnittswert der Liga.
Während Jahren wurden die steigenden Kosten als unvermeidliche Begleiterscheinung der Professionalisierung beklagt, aber schulterzuckend hingenommen. Nun scheint der Leidensdruck vor allem bei den kleineren Klubs derart gross, dass sich ernstzunehmender Widerstand gegen die Entwicklung formt. Die Klubs diskutieren über vier Punkte, mit denen sie gegensteuern wollen. Die Liga wird für die nächsten drei bis fünf Jahre geschlossen. Das verhindert kostspielige Notaktionen und gibt abstiegsbedrohten Klubs eine gewisse Planungssicherheit. Nach dem Vorbild des US-Profisports wird eine Lohnobergrenze, ein Salary Cap, eingeführt werden. Die Zahl der Ausländer wird erhöht, um das Monopol der Schweizer Spieler einzuschränken. Mäzenen-Beiträge sind nur noch bis zu einer Höhe von fünf Millionen Franken zulässig. Überschreitet ein Klub die Summe, wird eine Strafzahlung an die Konkurrenten fällig.
Bis zum Januar nehmen sich die Klubs nun Zeit, die Vorschläge zu konkretisieren und auszuformulieren. Im optimalen Fall sollen sie an der ordentlichen Gesellschafterversammlung im kommenden Juni verabschiedet und auf die Saison 2017/18 umgesetzt werden.
Innerhalb der Liga ist unumstritten, dass etwas gegen die Lohntreiberei getan werden muss. Obwohl die Nationalliga ein hervorragendes Produkt und auf dem Werbemarkt gut positioniert ist, ist in den letzten zwei Jahrzehnten ausser der HC Lugano praktisch jeder NLA-Klub mindestens einmal in eine existenzbedrohende Situation geraten. Zu publizitätsträchtigen Konkursen wie im Fussball beim FC Servette, FC Neuenburg Xamax oder dem FC Lugano ist es bisher nur deshalb nicht gekommen, weil die Eishockeyklubs als Spekulationsobjekte ausländischer Investoren weniger attraktiv sind. Betroffen von Konkursen waren kleinere Klubs wie der EHC Chur, der HC Sierre oder die Young Sprinters aus Neuenburg.
Gleichzeitig ist der Widerstand gegen das Paket programmiert, sollte es tatsächlich in der andiskutierten Form zur Abstimmung kommen. Die Schliessung der Liga und die Erhöhung der Ausländerzahl sind in der Schweiz Reizthemen, die politisch bereits mehrmals gescheitert und aus kartellrechtlicher Optik heikel sind. Der letzte Versuch, den Abstieg abzuschaffen, liegt mittlerweile 15 Jahre zurück, wurde damals allerdings denkbar knapp abgelehnt. Ein Salary Cap wurde bisher als unzulässiger Eingriff in den Markt betrachtet.
DEL – Vorbild und WarnsignalMittlerweile ist der Kostendruck aber offensichtlich so hoch, dass man gewillt ist, sich der Diskussion erneut zu stellen. Als Vorbild und Warnsignal zugleich dient die deutsche Eishockeyliga (DEL), die vor 20 Jahren einen ähnlichen Weg wählte, wegen der Schwemme von billigen und zweitklassigen Ausländern vorübergehend aber den sportlichen Anschluss verpasste und dies unter anderem mit zwei Abstiegen aus der A-Gruppe bezahlte.
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In den letzten Jahren ist am Spengler-Cup selbst an den Spielen des HCD die wirkliche Fangemeinde praktisch verschwunden, die Stimmung - abgesehen vom IAIAIAO durch den Lautsprecher - auf Niveau einer Messehalle für Haushaltsartikel. Dass man für eine Gastmannschaft eine Choreo organisiert halte ich auch in meinen fortgeschritteneren bzw. altersmilden "Fanjahren" für einen Blödsinn. Wenn schon soll man den Luganesi einen grossen Posten Tickets halb gratis zur Verfügung stellen, um so die Curva Nord für das erste Spiel von Lugano nach Davos zu holen. Die machen dann schon Choreo.
Früher habe ich in der Altjahreswoche schon häufiger via TV reingeschaut. Irgendwann war's dann eher aus nostalgischen Gründen, weil man es halt immer so gemacht hat. Letztmals hat's mich in der Lockout-Season interessiert, wo das Team-Canada mit Superstars gespickt war. Und seither zappe ich bei schlechtem Wetter mal rein, und nach ein paar Minuten wieder raus.
Dass der HCD seine Kohle irgendwie verdienen muss ist mir klar, und seit die anderen Klubs für den Unterbruch zur besten Zeit bzw. die täglich 4-stündige Werbeshow seitens Farbfernsehen Leutschenbach vom HCD entschädigt werden, kann man auch etwas besser leben damit.
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Besser machen kann man es immer, allerdings sind nicht wenige der "guten Ideen" klar auf den viel grösseren Markt in Nordamerika gemünzt.
Viel mehr Geld aus Fernsehrechten gibt's auf dem kleinen Markt CH nicht, die Liga hat keinerlei internationale Ausstrahlung. Individuelle Möglichkeiten der Klubs sind überschaubar (z.B. Spiele selbst vermarkten/übertragen via Internet) und die Zuschauerbasis am Ende trotzdem zu tief, um etwas professionelles aufzuziehen.
Mehr Interviews, möglichst noch von der Bank aus? Wäre vielleicht noch vor 20 Jahren lustiger gewesen, heute parlieren schon Nachwuchsleute derart unverbindlich-nichtssagend-glattgebürstet, dass mehr davon die Sache nicht attraktiver macht. Und die Kamera in der Kabine ist auch witzlos, da die Post ganz sicher nicht dann abgeht, wenn die Kamera da ist. Bestenfalls schauspielert der Trainer und erzählt ein paar taktische Allgemeinplätze. Diese "vorgespielte Intimität" mag für den unbedarften Zuschauer attraktiv wirken, die Fans durchschauen das Theater.
All-Star-Games, Skill-Wettbewerbe etc. - hatten wir ja schon, aus irgend einem Grund gibt es sie nicht mehr. Wahrscheinlich nicht deshalb, weil man nicht wohin wusste mit der eingenommenen Kohle.
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Gleich wie im Vorjahr, wo (glaub'..) ebenfalls wegen HaSta-Belegung die Partie in Bern stattfand. Warum man beim SEHV bzw. Ringier die paar einfach zu behebenden Ärgernisse nicht zügig ausräumen kann, ist unklar. Für die Cup-Partien spielfreie Sonntage wählen, und die Anzahl spielberechtigter Ausländer der jeweils tieferen Liga anpassen.
Ob der SCB bis anfangs Januar wieder besser in die Spur gefunden haben wird, wissen die Götter. Evtl. kommen im Dezember noch ein paar "geheilte" Spieler auf's Eis zurück. Mindestens 4 sind aber noch länger "out" bzw. ist die Saison gelaufen. Was Lars Leuenberger als neuer Übungsleiter fertig bringt, wird man sehen.