Beiträge von Iceman

    Zitat von Larry

    A propos Belastung durch den SC / CL / Cup:

    Habe mal schnell unsere Spiele gezählt:

    Quali / PO / Cup / CL / Test: 82 Spiele Total

    Tampa Star Stamkos (und ein paar andere Spieler) hat sämtliche 82 Quali Spiele in der NHL gespielt und nun bereits 15 Playoff Games.....and counting....

    Einfach mal so in Sachen "zu viele Spiele"......

    ...ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, als ich dem kanadischen Team an der WM zugesehen habe. Die haben in jedem Spiel ziemlich Gas gegeben, nicht bloss das Nötigste gemacht, und im Final nochmals über 3 Drittel Fullpower. Diese Pace hält ein CH-Team wahrscheinlich knapp im 1en Drittel durch, dann ist Feierabend. Und eben, im grösseren Rahmen betrachtet, das Ganze nach einer Saison mit 80 Quali-Spielen plus je nach Spieler noch einer Anzahl PO-Partien.

    Hoffentlich war's für diverse Protagonisten der CH-Hockeyszene - Spieler, Verband, Trainer, Fans, Journalisten + "Chronisten" - auch etwas ein "Augenöffner" bezüglich dem, was man international unter "Belastung" versteht und wie Profispieler damit umgehen.

    Zitat von Ecksen

    Langnau hat einfach den falschen Coach

    Bis jetzt scheint mir Sportchef Reber sehr zielgerichtet + konsequent vorzugehen. Laporte nur aufgrund des Ambri-Engagements abzustempeln ist etwas vorschnell. Wieviel die von Arxens den Langnauern noch bringen werden, ist die Frage. Aber wenn sie sich punkto Salär an die Realitäten in Langnau anpassen relativiert sich der mit der Leistung auch etwas.

    ...nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Mein Kommentar war nicht gegen Wick gerichtet; die Verhältnisse hierzulande und in der NHL sind kaum vergleichbar. Und auch "drüben" hat es sicher die eine oder andere Absage gegeben, weil die Spieler ihre Erhohlung höher gewichteten. Nur sind halt dort die Ressourcen etwas grösser als bei uns.

    Die Nationalmannschaft hat allgemein hierzulande einen schweren Stand. Auf der einen Seite ist sie eine Art "Geldbeschaffungs-Vehikel" für den Verband, und muss deswegen diverse Auftritte während der Saison absolvieren, die sportlich nur mehr bedingt Sinn machen. Die Klubs geben ziemlich genau vor, welche Spieler wann genau vom Nationaltrainer aufgeboten werden dürfen. Was auch der Grund für das mittlerweile ausufernde "erweite Kader" der Nati ist. Die Nationalmannschaft, wie sie dann letztlich an der WM oder Olympiade antritt, profitiert deshalb kaum von diesen Spielen während der Saison, da die wesentlichen Player dort gar nicht am Start sind. Allenfalls kann man noch argumentieren, dass die ewig gleichen Deutschland- & Skoda-Cups dazu dienen können, Nachwuchskräften erste Gehversuche auf internationaler Bühne zu ermöglichen. Ob nicht einfach die Spieler, welche sich in der heimischen Liga als überdurchschnittlich erweisen, auch international halbwegs etwas zustandebringen, wäre da die ketzerische Frage. Ob es dazu dem zigsten Spiel gegen Deutschland oder der Slowakei bedarf??

    Zu den "hausgemachten" Behinderungen der Nati kommt noch, dass wir international kaum zu Testspielen gegen die "Grossen" kommen, weil diese aus verschiedenen Gründen unter sich bleiben wollen bzw. sie sich (wahrscheinlich) keinen wesentlichen Nutzen aus Vergleichen gegen die CH-Nati versprechen.

    Das nachvollziebare Bestreben der Klubs, ihre sehr teuren Schlüsselspieler für sportlich kaum relevante Turniere nicht unnötigen Risiken auszusetzen, führt das aktuelle Konzept ad absurdum. Denn dadurch würde es mittlerweile ausreichen, wenn die Nationalmannschaft nur während den Play-off's zusammengezogen wird, 1-2 Wochen gemeinsam trainiert + mit ausscheidenden Nati-Spielern schrittweise ergänzt wird. Sportlich würde kaum viel ändern. Hingegen ginge dem Verband eine wesentliche Einnahme-Quelle verloren... was wohl dazu führen würde, dass die Klubs finanziell mehr schultern müssten... und dort hört's dann bekanntlich rasch auf.

    Deshalb werden wir auch weiterhin mit einer Art "Zwitterlösung" leben. Wenn's nicht läuft wie gewünscht ist der Nati-Trainer schuld, der entweder zu defensiv oder zu offensiv spielen liess, oder diesen und jenen fälschlicherweise aufgeboten / nicht aufgeboten hat. Sind die Umstände günstig und landet man ein Highlight, kann man das hohe Lied der attraktivsten Liga ausserhalb der NHL absingen.

    ...und dieses Hockeyspektakel nach einer Saison mit 80 Spielen + noch mehr oder weniger PO-Spiele... die "Stars" dort drüben stecken das offenbar problemloser weg als diejenigen in unserem NLA-Biotop. Fairerweise wäre anzumerken, dass die Kanadier - im Gegensatz zur CH - auch noch ein Dreamteam zusammenstellen können, wenn ein Teil der grossen Namen sich eine WM nicht mehr antun mögen.

    Ist halt vorläufig noch etwas ein Jekami, andererseits verständlich, wenn man die Sache irgendwie europäisch verankern will. In Skandinavien ist man, soviel ich mitbekommen habe, mit den Saisonvorbereitungen etwas früher dran als in der Schweiz. Wenn man in der CHL wirklich Ambitionen hegt, müsste man vermutlich die ganze Saisonvorbereitung darauf ausrichten. Bisher scheint es, als ob die "Begeisterung" für die CHL in der Schweiz in den Chefetagen zwar durchaus vorhanden, aber noch nicht ganz auf dem Eis angekommen ist.

    Es gibt natürlich mancherlei Gründe, über das Format abzulästern - nicht vergessen gehen sollte dabei, dass es letztlich ein Versuch der Klubs ist, sich neue Einnahmemöglichkeiten zu erschliessen. Denn die nationalen Märkte sind begrenzt, und bisher wachsen dort nur die Kosten von Jahr zu Jahr.

    Dennoch kann man nicht gerade behaupten, dass bei den CH-Klubs grosse Ambitionen in diesem Wettbewerb offensichtlich wären.

    Die Kanadier scheinen es in der Tat "wissen" zu wollen - kein blasiertes Abspulen gegen die Nobodies in der Vorrunde, sondern schon dort wurde Erfolgs- und Torhunger demonstriert. In der Offensive ist man mit beeindruckender Feuerkraft gespickt. In der Defense und insbesondere im Tor kann ich es weniger beurteilen, das müssen die regelmässigen NHL-Gucker übernehmen. Aber wenn die so weitermachen, führt der Weg zum Titel zwangsläufig über die Ahornblätter...

    Ist auch nicht weiter tragisch - den Bericht aus der Berner-Lokalpresse habe ich nur gepostet, weil damit bestätigt wird, dass der Transfer bis auf die Vertrags- und Verbandsbürokratie über die Bühne ist. Unter den gegebenen Umständen hätte es mich eigentlich gewundert, wenn sich Matthews für den SCB entschieden hätte - schon nur deshalb, weil eine rege familiäre Reisetätigkeit absehbar ist. Da ist ein internationaler Flughafen - für US-Verhältnisse praktisch neben dem Stadion - nicht zu verachten. Ein reines "Höflichkeitstreffen" mit anderen Interessenten macht da in der Tat nicht mehr viel Sinn.

    Scheint schon so zu sein, dass der Transfer des Jungstars beim ZSC in trockenen Tüchern ist...

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    Der Star von morgen gibt dem SC Bern einen Korb

    SC BERN - Gerne hätten sich die Berner Verantwortlichen die Dienste von Auston Matthews gesichert. Doch das 17- jährige Ausnahmetalent entscheidet sich für die ZSC Lions. Auston Matthews ist 17 Jahre alt – zu jung für den diesjährigen NHL-Draft; zu jung für die Teilnahme an der American Hockey League, doch alt und vor allem gut genug für die National League A. Matthews war der dominierende Spieler an der U-18-Weltmeisterschaft in der Schweiz: Er holte mit den USA den Titel, wurde zum wertvollsten Spieler gewählt. Die meisten Experten rechnen damit, dass das Ausnahmetalent 2016 beim NHL-Draft an erster Stelle gewählt wird. Vorher aber möchte sich der Stürmer für eine Saison in der NLA bewähren.

    Ärger über die Art und Weise

    Der Amerikaner wird dies nicht beim SC Bern, sondern im Dress der ZSC Lions tun. Die Berner sind enttäuscht – und was die Art und Weise anbelangt, wie der Transfer zustande kam, gewiss auch verärgert. Trainer Guy Boucher und Sportchef Sven Leuenberger – beide befinden sich in Prag – vereinbarten mit dem umworbenen Center aus Scottsdale, Arizona, einen Gesprächstermin am Rande der Titelkämpfe. Leuenberger hatte Matthews mehrmals an der U-18-WM beobachtet. Den ZSC Lions wurde jedoch ein früherer Termin eingeräumt. Und nach diesem stand für den Spieler und seine Familie fest, dass sie sich die Argumente der Berner nicht mehr anhören wollen. «Wir haben trotz anderslautender Abmachung gar nicht die Chance erhalten, ihn zu treffen und von unseren Ideen zu überzeugen», sagt Leuenberger.
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    Gerade so riesig sollte der Kulturschock für einen jungen Nordamerikaner in der CH-NLA nicht sein. Das war bei den ersten russischen Spielern in der NHL etwas anderes.

    Aber Matthews musste sich bisher schon unter wesentlich schwierigeren Umständen durchschlagen, als er sie im CH-NLA-"geschützte-Werkstatt"-Biotop antreffen wird, und es ging auch ohne eine Rundumbetreuung. Ist ja auch ein Vorteil bei den Spielern aus Übersee (...auch bei solchen mit weniger Talent als es ein Matthews hat...), dass die im Normalfall psychisch etwas robuster sind. Alle anderen fallen schon lange bevor sie für die AHL, NHL, oder eben die NLA in Frage kämen durch das Selektionssieb hindurch. Die Kanadier können sich dieses "Vogel friss oder stirb" leisten, da der Nachwuchs-Pool so riesig ist.

    Dass er die Sache nicht ernst nimmt, weil es "nur" eine Art "Übergangssaison" ist, kann ich mir nicht vorstellen. Ohne eine grosse Disziplin und den Willen, immer und unter allen Umständen besser werden zu wollen, schafft es einer nie so weit, wie Matthews schon gekommen ist. Und das gilt auch für die grossen NHL-Stars. Mindestens die SCB-Spieler haben angesichts des Trainingsfleisses eines J. Tavares eindrücklich vor Augen geführt bekommen, dass diese Spieler es nicht einfach mit dem Talent machen, sondern dass ein wesentlicher Teil auf knochenhartem Training beruht.

    Zitat von larlf

    irgendwie glaub ich nöd gross dra, dass euse Coach d'Mannschaft söll entwickle.

    ...ich ehrlich gesagt auch nicht. Der Nationaltrainer wäre aber auch bei prominenterer Besetzung dazu nur bedingt in der Lage. Der nächste Entwicklungsschritt muss aus dem CH-Hockey kommen. Man ist auf keinem schlechten Weg, was die Nachwuchsförderung anbelangt. Das Problem ist (...aus meiner Laiensicht...) aber, dass wir international auf Nachwuchsstufe bis zu einer bestimmten Alterskategorie "bei den Leuten" sind, und dann aber relativ heftig abreissen lassen.

    Das etwas abgestorbene Projekt unter der ehemaligen Schirmherrschaft von Gaydoul mit dem Trainingszentrum in W'thur (oder wo...) wäre offenbar dazu gedacht gewesen, die grössten Talente - so à la USA - zu versammeln und diese intensiv weiterzuentwickeln. Die Schweden machen es leicht anders, dort "siebt" man erst relativ spät.

    Tja, auch die Tatsache, dass die CH mit so wenigen Punkten wie noch nie irgendwie in die 1/4-Finals rutscht, versetzt mich nicht in Begeisterung. Man hat schon bedeutend stärker gespielt und die 1/4-Finals verpasst. Insgesamt ist diese WM schon eine Zäsur für die Nationalmannschaft und insbesondere deren Verantwortliche. Dass die Nat.mannschaft für die Klubs eher eine lästige Pflicht darstellt, ist aus deren Sicht zwar verständlich. Wenn aber jeder halbwegs durchschnittliche NLA-Spieler zum Kader einer "erweiterten Nationalmannschaft" gehört, ist dass eben auch ein Signal.

    Empfehlung: Mal wieder etwas wegkommen von der Selbstbeweihräucherung und gewisse Probleme offen ansprechen. Einfach so von selbst wird der nächste Entwicklungsschritt nicht kommen....

    Die Ankündigung, man werde den Jungstar als vollwertigen Ausländer nehmen + nichts zur "Absicherung" tun ist vermutlich etwas zu relativieren. Sollte Matthews oder sonst ein Ausländer aus irgendwelchen Gründen die ihm zugedachte Rolle nicht so ausfüllen können, wie dies der ZSC benötigt, so wird man einen entsprechenden Ersatz holen.

    Das Risiko ist aber tatsächlich überschaubar - Matthews entspricht nicht dem typischen CH-Nachwuchsmann, der (meist) physische Defizite aufweist (...die er oft während der ganzen Karriere nicht beheben kann oder will...) und ist ein Supertalent.

    ...der Erfolg in Stockholm hat vieles etwas übertüncht. Schon gegen Ende der Ära Krüger wurden verschiedentlich Stimmen laut, die dem Nationaltrainer vorwarfen, er mache viel zu wenig aus dem grossen Talent, welches man dem CH-Hockey wohl einfach mal deshalb attestierte, weil man sich in der A-Gruppe halten konnte und ab und zu einen "Grossen" schlug. Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht mir nicht darum, müssige Personaldiskussionen um die Nationaltrainer wiederzukäuen. Aber die Bodenhaftung ging nicht erst kürzlich verloren.

    Auch nicht zu unterschätzen ist, dass die CH-Nationalmannschaft aufgrund des verhältnismässig kleinen Spieler-Pools extrem davon abhängig ist, wer überhaupt noch zur Verfügung steht. Jahrelange Eckpfeiler des Teams (z.B. Seger, Plüss) sind nicht mehr dabei. Deren Nachfolger sind bisher nicht wirklich sichtbar geworden - aber das kommt vielleicht noch. Talente wie Wick oder Sprunger wollen sich ausschliesslich auf ihren Klub konzentrieren, irgendwie auch verständlich angesichts des Pensums und der garnierten Gehälter. Und so viele Wicks gibt's im CH-Hockey halt nicht.

    Es wäre wohl realistischer, punkto Zielsetzung solche Umstände etwas mehr zu gewichten. In den Jahren, wo man auf Verstärkung aus der NHL zählen kann (...auch in unserer Konfirmanden-Offensive...), die besten Spieler aus der NLA zur Verfügung stehen, alle in Form sind und man einen guten Lauf bekommt, sind Medaillenträume möglich. Und sonst muss man halt zurückbuchstabieren und zur Kenntnis nehmen, dass der Graben zu den "Grossen" nach wie vor sehr gross ist - und zu den vermeintlichen "Underdogs" kleiner, als man es wahrhaben möchte.

    ...das Leiden währte nicht lange - bei den Letten haben es die Cracks eindrücklich gerichtet. Bei den Schweizern fehlte es insgesamt an der Physis, um sich in 1:1 Situationen durchzusetzen - sowohl offensiv wie defensiv. An sich keine neue Erkenntnis, und wenn's gut läuft kann man dies mit viel Fleiss + Schwung kompensieren. Ansonsten gibt's halt solche Partien wie bisher an dieser WM. Schadet eigentlich gar nichts, wenn die latente Selbstüberschätzung im CH-Hockey wieder etwas relativiert wird. Vielleicht versucht man ja sogar irgendwann einmal, gewisse Probleme grundsätzlich anzugehen, d.h. schon auf Juniorenstufe. Dort ist es nichts neues, dass ab Zeitpunkt X der Rest der Welt scheinbar eine Anabolika-Infusion bekommt, währenddem das Gros der CH-Spieler punkto Physis irgendwie stehen bleibt.

    Durchsetzen kann man sich kaum, stereotyp läuft man auf den Aussenbahnen, lässt sich seitlich abdrängen und schlägt dann den Puck in die Mitte. Natürlich passieren bei der zigsten Wiederholung dieses Angriffsmusters beim Gegner auch mal Fehler, einer verliert das Gleichgewicht oder haut über die Scheibe - nur präsentieren sich die CH-Spieler in diesen raren Momenten als Chancentode, denen der Glaube und die Sicherheit (...und teilweise schlichtweg das Können...) fehlt, um Profit aus solchen Missgeschicken der Gegner zu ziehen.

    Damit auch das Positive erwähnt ist: Ja, das Powerplay sieht nicht mehr ganz so sackschwach aus, man märmelet nicht mehr ausschliesslich im Kreis herum und wartet auf den Abschluss von der blauen Linie, um sich im Infight im Slot ja keine blauen Flecken zu holen. Die Chancen steigen, dass nach knapp 40 torlosen Minuten in Überzahl doch noch irgendwann ein Treffer im Powerplay fällt.

    Zitat von Studi66

    Auf Sport1:"Wieder Hollenstein, wieder Prag...Verdammt!!!" :)

    ...derzeit können wir es uns nicht aussuchen, sondern müssen froh sein, dass überhaupt einer das Tor trifft.... und vor allem dass nicht irgend ein blöder Abpraller bei uns reingegangen ist.

    Immerhin, normalerweise sehen CH-Nationalmannschaften - ob im Hockey oder Fussball - häufig "gut" aus, nur stimmen die Resultate bzw. die Punkteausbeute nicht. Die berühmten "ehrenvollen" Niederlagen eben. Diesmal spielen wir zwar Hockey dass es einem graust, aber dafür holt man die Punkte. Ist mal was anderes. Aber gerade früher aus dem Stollen rennt man dieses Jahr nicht, um unsere Hockeyaner am TV zu sehen. Kommt vielleicht noch....

    Nur schnell via BLICK reingelinst - erwartungsgemäss eine fahrige Angelegenheit, Fehlpässe am Laufmeter, wenigstens kann man zwischendurch etwas Hektik veranstalten vor dem deutschen Tor, zeigt sich aber anfällig für Konter. Aber der Gegner ist - gottseidank - auch nicht eben auf der Höhe. Man ist sichtbar bemüht, aber Spielrythmus, Power + Cleverness sind mittlerweile unter dem Gefrierpunkt angekommen. Scheint so, als ob wieder alles davon abhängen würde, dass Genoni möglichst keinen reinlässt. Ein Tor der Deutschen wäre vermutlich genau eines zuviel für die CH-Nati, welcher auch der mühselige Sieg gegen die Frogs bisher nicht zu mehr Sicherheit verhilft.

    Gegen DE wird man sich vor allem physisch steigern und sich vor dem gegnerischen Tor mehr "festbeissen" müssen. Evtl. tue ich dem Team Unrecht, aber ich hatte bisher immer etwas den Eindruck, man wolle in erster Linie mit spielerischen Mitteln zum Ziel kommen. Dafür sind diese aber schlichtweg nicht gut genug, auch wenn die einheimischen Journalisten vor lauter Betriebsblindheit nicht müde werden, unsere Schnell- und Vielläufer besser zu schreiben, als sie es im internationalen Vergleich wirklich sind.

    Evtl. löst der Murks-Sieg die gröbsten Knoten - die Hoffnung auf "Wunder" fällt nach dem bisher gezeigten aber schwer. Schläpfer hat es gestern nicht schlecht auf den Punkt gebracht: Es kommen sehr viele Impulse für die Offensive von den Verteidigern. Wenn die sich mal etwas zurückhalten oder auf "verklemmen" machen, passiert nach vorne nicht mehr viel zählbares.

    ...die Franzosen werden laufend stärker, auch wenn 2 der besten Spieler bereits nicht mehr dabei sind (Strafe & Verletzung). Bei uns fehlt irgendwie die Power, sich wirklich vor's Tor zu kämpfen. Zu viele Alibiaktionen auf den Aussenbahnen & in den Ecken. Und wo genau sind wir so viel schneller? Frage mich bei jedem internationalen Anlass wieder...