Beiträge von Iceman

    ...wenigstens hat Klaus Zaugg Humor genug, die Sache nicht (nur) mit weltbewegenden taktischen Schwurbeleien vom absolut "modernen" Eishockey von AdC zu erklären. Sondern auf die profanen Dinge hinzuweisen, welche am Ende entscheidend sind. Und das ist selten die taktische Grundausrichtung. Jedes Team spielt so, wie es seinen Stärken entspricht - oder sollte dies im Normalfall mindestens tun. Daneben braucht's aber auch "heisse" Spieler, persönliche Exploits etc. etc. - nur sind diese halt zu unberechenbar im Vergleich mit den grossen Taktikdiskussionen.

    Die Experten und Chronisten müssen aber Kolumnen und Sendezeit füllen, da kann man nicht einfach sagen: Der Torhüter hat's ausgemacht plus noch der gute Formstand von diesem und jenem, und daneben hat der HCD nach dem gleichen Muster gespielt, nach dem er sowohl 3x in den letzten 3 Jahren aus den 1/4-Finals flog (...mit durchaus konkurrenzfähigem Kader...) als auch jetzt + in der Vergangenheit Meister geworden ist. Dass soll die Leistung der Davoser nicht schmälern. Höchstens den "Glauben" an die grossen externen Analysen.

    Ob ein etwas physischeres Spiel gegen die teilweise doch lädierten Davoser mehr ergeben hätte? Natürlich nicht erst im in der letzten Partie. Der ZSC ist zwar nicht primär auf Murks + Krampf ausgerichtet, aber er hätte schon auch Spieler, die es krachen lassen könnten. Was ich gestern etwas vermisste war das "sich festkrallen" vor dem Tor von Genoni, der eigentliche Kampf im Slot. Stattdessen sah man schöne Passfolgen des ZSC, mehr oder weniger gefährliche Abschlüsse, und dann ein Abdrehen der ZSC-Stürmer - fast schon etwas stereotyp und ohne die letzte Überzeugung. Dies ermöglichte den Davosern immer wieder, die Scheibe schnell vom eigenen Gehäuse wegzuspedieren - und dort im Infight wären sie m.E. eben schon eher zu packen gewesen, als wenn man ihr Spiel mitmacht. Der ZSC hat derart viele Klassestürmer in seinen Reihen, dass er das Tempo der Davoser mitgehen kann. Es gibt aber immer wieder Momente, wo der Gegner "heisser" ist und/oder sich in einen Rausch spielt... und den eigenen Stürmern im Abschluss erst noch nichts gelingen will. Denn klar hätte es anders ausgesehen, schon nur wenn der ZSC eine durchschnittliche Erfolgsquote im PP erreicht hätte.

    Es hat mich an die legendäre Serie von Niederlagen des ZSC gegen Gottéron erinnert. Auch dort hatte der ZSC in der Vergangenheit den sich in einen Rausch hinein spielenden Fribourgern schon den Gefallen getan, genau das Spiel mitzumachen, dass solche Teams benötigen. Statt etwas den "Knüppel" auszupacken. Andererseits ist auch klar, dass ein Team nicht einfach so aus seiner Haut heraus kann - schnell mal den "McSorley" machen geht nicht. Und weil der ZSC doch immer wieder zu Torchancen kam, ist Crawford evtl. davor zurückgeschreckt, gross etwas zu ändern.

    Hätte der ZSC die Serie noch drehen können, würde man nicht darüber sinnieren, ob diese oder jene taktische Änderung nicht angezeigt gewesen wäre. Sondern es würde gelobt, dass der ZSC sich nicht von seinem Weg habe abbringen lassen und - Satz Klaus Zaugg - eben mit "meisterlicher Arroganz" sein Ding durchgezogen habe.

    Man hat den Eindruck, dass der ZSC eine hohe Drehzahl relativ konstant aufrechterhalten kann, währenddem die Davoser zwischendurch Pausen einlegen müssen. Aber die Davoser können den Motor dann phasenweise in den "roten Bereich" drehen, und dort entscheidendes bewegen. Bis zum 0:2 wirkten die Davoser so, wie man es sich vorgestellt hatte, nämlich etwas müde von den bisherigen Abnützungskämpfen. Wie schon in den bisherigen Spielen machte der ZSC aber zuwenig aus den Chancen. Im Gegensatz zu den Davosern, welche deshalb immer wieder den 2en Atem bekommen. Den grossen Tenören in der Offensive wie Wick, Cunti, Bärtschi + Nilsson ist auch schon mehr gelungen als in diesen Play-off's. Einen wirklich "heissen" Spieler wie es letzten Frühling Ryan Keller war ist beim ZSC derzeit nicht auszumachen. Bisher hat hoher Druck das Team aber stets zu Sonderleistungen getrieben....

    Zitat von ZSColin

    Unglaublich ..... ein Scherbenhaufen .........
    Betr. Rücktritt vom VR Präsi: Im Radio ZHsee wurde zudem mitgeteilt, dass auch seine Kinder (sein Kind?) in der Schule tätlich angegriffen und angefeindet wurden. Not nice.

    Staune allgemein seit ein paar Saisons darüber, dass immer mehr Radaumeldungen an + um Hockeyspiele aus Begegnungen der Kategorie "Rappi vs. Kloten" etc. stammen, welche vorher nie aufgefallen sind. Früher krachte es regelmässig in Lugano, da hat man die Rückfahrt nicht oft in einem unbeschädigten Car angetreten, und trotz viel grobem Klebband hat es durch die zerdepperten Fenster ordentlich reingezogen. Komischerweise hat sich die Situation bei den vormals neuralgischen Punkten beruhigt, dafür schepperts nun dort, wo ich es nie für möglich hielt...

    Die aktuelle Situation in Rappi sorgt nun natürlich für viel zusätzlichen Zündstoff. Was wirklich abgelaufen ist wird unterschiedlich verbreitet - die einen sprechen von einem mehr verbalen Schlagabtausch zwischen Schluep und einem anderen VIP-Bereich-Besucher, zudem soll Schluep über die sozialen Medien Nettigkeiten wie "am besten beim Fischmarkt aufknüpfen" erhalten haben. Ob man dies schon als "Morddrohung" werten kann? Aber möglicherweise war da auch noch mehr bzw. konkreteres.

    Bei allen Relativierungen + auf die Gefahr hin, dem Rappi-Präsidenten Unrecht zu tun: Ich habe den Eindruck, als hätte er diesen "Steilpass" dankbar angenommen, um sich als Opfer mit kaum zu kritisierendem Motiv (Familie, Lebensgefahr) möglichst schnell aus dem Alptraum zu verabschieden. Denn auf die paar Tage bis zum Saisonende der Lakers - egal ob sie jetzt noch 4 Spiele en suite gewinnen oder nicht - wäre es nun wirklich nicht mehr angekommen. Stattdessen sendet er mit seinem fluchtartigen Abgang ein weiteres Zeichen des Zerfalls und fördert die wohl ohnehin schon fortgeschrittene "rette sich wer kann" Stimmung. Aber letztlich passt halt auch dies irgendwie ins Bild...

    Zitat von Blackstar

    Bertschy von Bern in die NHL. Er will es probieren. War absehbar. Sicher ein Verlust für die Verjünung des SCB. Aber man hat ja Gardner mit Helbling tauschen können.
    Immerhin. :winke:

    ...spotte Du nur :suff:

    Nein, ist natürlich schon langsam ein "Problem", wenn einem aufstrebende Spieler wie Bertschy oder Vermin nach Übersee abhanden kommen. Eine solche Nachwuchsbewegung hat Bern nicht, dass dann postwendend wieder ein Talent wie Bertschy nachrücken würde. Vor allem dauert es dann halt auch mindestens 2 -3 Saisons, bis einer wirklich ein Leistungsträger sein kann. Bei Bertschy war diese Saison die erste, wo er wirklich ein konstanter Faktor war. Selbst bei der grösseren Nachwuchsbewegung des ZSC purzeln aber neue Wicks, Cuntis und Bärtschis auch nicht gerade jährlich vom Band...

    Bei Gardner ging es eher darum, auf der Centerposition Platz zu schaffen für jüngere Spieler - mangels inländischer Alternativen werden die beiden freigewordenen Centerpositionen (Ritchie / Gardner) wahrsch. vorläufig mit Ausländern gefüllt. Ob die dann wirklich jünger sein werden ist die Frage, wenn man an die Gerüchte um Danny Brière denkt. Wobei das Thema "Verjüngung" eher bei CH-Spielern relevant ist, welche man längefristig halten möchte. Bei den Ausländern spielt's weniger eine Rolle, da man dort flexibel reagieren kann Der Deal Gardner/Helbling dient eher der Schadensbegrenzung bei den Salären, die von den alten Klubs weiterbezahlt werden.

    Habe auch etwas zugeschaut - attraktives Spiel, in welchem der ZSC eigentlich viel getan hat, um zu gewinnen. Allerdings liessen die Davoser in den gefährlichen Zonen nicht so viel zu - und waren selber extrem effizient. Und dann eben das Penaltyschiessen... dass Entscheidungen in den Play-off's so fallen, hat dem ZSC auch schon zum Vorteil gereicht. Anders wäre besser, die Diskussion wurde schon und wird vermutlich wieder geführt werden, die praktischen Probleme inklusive.

    Wenn ich sehe, wie die Davos-Ausländer immer wieder zur Pflege in die Garderobe verschwanden, wird sich meine Theorie aber evtl. doch noch bestätigen: Der ZSC wird am Ende Erfolg haben, weil er noch mehr gesunde Spieler auf's Eis bringt.

    Ja, die Ambriden - auch ein Phänomen in der NLA. Nächstens dürfte die alljährliche Sammelaktion losgehen, um das Defizit zu decken. Nähme mich mal Wunder, ob im Tessin auch so hohe Ausstände bei den Sozialabgaben bestehen wie sie im Fall der Kloten Flyers ans Licht kamen. Man hat bisher nur mal was läuten hören... Es ist mir ein Rätsel, weshalb der Verband im Zuge der Lizenzvergabe nicht zumindest eine Bestätigung der entspr. Behörden verlangt, dass diesbezüglich keine Ausstände bestehen.

    In Ambri hat man gemäss Medienberichten noch das Problem, dass die Frist der Nationalliga für die Erstellung des neuen Stadions nicht eingehalten werden kann. Offenbar hat man verschiedene Dinge "verlauert" (u.a. kein ordentliches Ausschreibeverfahren), so dass nun praktisch ein Ausschluss droht. Ambri will ein Gesuch an die NL stellen, die Frist zu verlängern - die Vereine müssen dann abstimmen, ob dem Gesuch entsprochen werden soll oder nicht. Weiss nicht, ob dies wirklich "ultima ratio" ist, notfalls wäre wohl ein Abkommen mit Lugano oder Zug vorstellbar in Sachen Hallennutzung, was aber wohl existenzielle finanzielle Probleme zur Folge haben dürfte.

    Keine Ahnung, was eine Ablehnung des Gesuchs zur Folge hätte... Zwangsrelegation? Bleibt dann Rappi oben + rückt zusätzlich Langnau nach? Könnte noch eine interessante "Abstimmung" geben. Wobei man bei Ambri nie so genau weiss, ob sie im allgemeinen Ghetto nicht einfach bloss ein wenig die Übersicht verloren haben, und die Verzögerungen nicht so gross sind wie kommuniziert.

    Rappi macht praktisch das Gleiche wie die Tigers, als sie abgestiegen sind. OK, die Tigers hatten den Trainer noch 1x mehr gewechselt. Aber sonst?

    Beide Klubs spiel(t)en schon fast traditionsgemäss in den Play-out's, die Tigers gewannen jahrelang die entscheidenden Spiele um a) der Auf-/Abstiegsrunde zu entgehen oder b) um den Abstieg zu vermeiden. Die Lakers brachten es bis zu diesem Jahr fertig, sich immer vorzeitig zu retten. Bei Rappi hätte es nicht mal so viel Hockey-Sachverstand benötigt, um den stetigen Abwärtstrend zu erkennen - allein die Tatsache, dass man sich jede Saison früher vom Kampf um einen Platz oberhalb des "Strichs" verabschiedete, war ein Alarmzeichen.

    Bei beiden schlich sich langsam eine Art "Routine" ein - man war ja sozusagen "unabsteigbar". Dass es auch mal "dumm" laufen könnte, hat man vermutlich erfolgreich verdrängt. Parallelen gibt es auch darin, dass beide Klubs Schritte einleiten (Rappi mit "Farmteamprojekt") bzw. einleiteten (Langnau mit neuem Stadion) um dem jahrelangen Krebsgang entgegenzuwirken. Und als man in Langnau mit dem neuen Stadion endlich bereit war für einen Schritt vorwärts, taumelten die "Unabsteigbaren" unversehens in den Abgrund.

    Da es erst 0:2 steht, sind Grabreden für die Lakers verfrüht, aber gewisse Parallelen sind nicht zu übersehen. Sollte es für die Lakers zum schlimmsten kommen, fallen die schönen Ideen mit einem Farmteam und evtl. anderen Massnahmen ins Seewasser. Sollte sich Rappi halten können ist die Frage, wie schnell die Massnahmen greifen. Ein Farmteam benötigt eine gewisse Zeit, bevor die grossen Talente parat sind für die 1e Mannschaft.

    Zitat von Larry

    Ich habe einfach zwei ZSC Ausländer gesehen die bereit waren.

    Was den HCD betrifft halte ich es mit Mario Rottaris der im Studio gesagt hat nach dieser Leistung müsse sich der ZSC nicht überlegen was oder wie der HCD im nächsten Spiel unternimmt sondern sie können sich getrost auf ihre eigene Stärke verlassen.

    ...hätte mich etwas gewundert, wenn die Ausgeglichenheit über 4 Blöcke dem ZSC nicht zum Vorteil gereicht hätte. Wie die Serien gegen Biel oder Genf zeigten, hat der ZSC höchstens ab und zu ein "Kopfproblem", denn dass man dem Gegner an sich überlegen ist, merken die Spieler auch. Dies auszublenden dürfte nicht ganz einfach sein. Im Final sollte die Anspannung aber hoch genug sein, damit es keine Durchhänger gibt. Die Davoser hat man im Vorfeld aus meiner Perspektive etwas zu stark geschrieben, die Probleme in der eigenen Zone kaum erwähnt. Natürlich muss man die Fehler, welche der Davoser-Hintermannschaft unter erhöhtem Druck passieren, dann aber auch auszunützen wissen. Wie das Tor nach der verunglückte Aktion von Schneeberger zeigte, ist der ZSC darin erheblich besser als andere.... :mrgreen:

    Zitat von Larry

    Also Rappi-Langnau.

    Chönt eng werde für Rappi.....

    Hinten lottern beide, der Tigers-Goali letzthin immerhin nervenstark. Inwieweit die Euphorie (Langnau) oder die vielen Negativerlebnisse (Lakers) allfällige "Klasseunterschiede" einzuebnen vermögen ist schwierig vorauszusehen. Grundsätzlich sind sich die Lakers aus der NLA ein höheres Tempo gewohnt als die Tigers aus der NLB, wobei die Lakers dann aber dieses Tempo selber auch anschlagen und nicht nur erdulden müssten.

    Aus der Perspektive der Halbfinal-Looser:
    Die Davoser sind im Vorwärtsgang schnell + gefährlich wie man es kennt, in der Verteidigung begann bei erhöhtem Druck aber relativ schnell ein "Schwimmfest" - selbst gegen einen SCB, der seit Januar 2015 stark abbaute und die Chancen dann halt nicht nutzen konnte. Wenn Genoni weiterhin in guter Form ist, kann er natürlich vieles retten, aber der ZSC wird bei den trotzdem immer wieder auftretenden Lücken nicht zigmal über den Puck oder diesen über das Tor hauen wie die SCB-Kummerbuben. Ich gehe davon aus, dass der ZSC auch bedeutend mehr Druck machen kann und die dadurch provozierten Strafen besser auszunützen versteht als dies der SCB getan hat. Dass man den HCD nicht ungestört Tempo aufnehmen lassen darf, dürfte allseits bekannt sein.

    Den Vorteil für den ZSC sehe ich in der stabileren Abwehr. In der Offensive machen die Davoser durch das hohe Tempo vieles wett, verfügen aber doch nicht ganz über die Klasse des ZSC, die Differenz ist aber sicher kleiner als in der Verteidigung. Will man die Ausländer gesondert betrachten, so sind die Stürmer Paulsson + Axelsson natürlich brandgefährlich - wenn es ihnen läuft. In meiner Wahrnehmung gab's da grosse Schwankungen in der "Laune" der Schweden.

    Die Genfer sahen über weite Strecken gut aus, waren an den richtigen Orten präsent - trotzdem fehlte meist eine Kleinigkeit. In dieser Phase wirkt sich nun das breitere Kader und die höhere "Talentdichte" des ZSC je länger je stärker aus. Man kann verletzte + angeschlagene Spieler besser ersetzen als Genf, und wenn es dem einen oder anderen Schlüsselspieler mal nicht läuft, so hat man eben mehr von der Sorte im Ärmel. Durch die Pluspunkte an Klasse agiert der "Z" (meistens) auch effizienter als der Gegner. Und nach so vielen Partien macht es schon einen Unterschied, wieviel Aufwand man betreiben muss, um Tore zu erzielen. McSorley hat sein Team offensichtlich sehr gut eingestellt, wird dann aber wohl wieder mal den Spruch von der "chinesischen Armee" bemühen müssen. Womit er jeweils auszudrücken pflegt, dass der Gegner halt immer noch ein Batallion mehr hat mobilisieren können. Glaube nicht, dass die Energie der Genfer noch reicht am Samstag, um das Saisonende abzuwenden.

    Es gibt halt mehr Getöse, wenn man in Bern den (eigenen) Ansprüchen hinterherhinkt, als wenn das Gleiche in Zug oder Lugano der Fall ist. Obwohl die Teams dort ganz sicher nicht schlechter oder "billiger" sind. Auch kann man nicht à la Arno del Curto mal für ein paar Jahre "wegen Umbau geschlossen" geltend machen. Vermutlich hat man diese Saison noch mal für den Pfusch von letzter Saison gebüsst - vor lauter "Wiedergutmachung" hat man es in der Quali übertrieben und Schlüsselspieler zu stark forciert, auch wegen der zeitweise langen Verletztenliste. Da hätte man wohl besser etwas zurückgesteckt und ein paar Plätze verloren - evtl. wäre man dann etwas "frischer" in den PO's angekommen. Da sich die Wahrheit aber bekanntlich auf dem Eis manifestiert, ist das alles müssige Spekulation. Nachdem noch kein wirklicher CH-Ersatz für die überalterte Mittelachse Plüss / Gardner absehbar ist, und vielversprechende Nachwuchsspieler wie Vermin oder jetzt Bertschy sich in Übersee versuchen, wird man sich in Bern so oder so auf sportlich durchzogene Jahre gefasst machen müssen. Was auch keine Premiere wäre...

    Zitat von Larry

    Sehe ich auch so.

    Herzig wie gewisse Schreiberlinge (...) sich jetzt auf die Coaches von Bern und Zürich stürzen, obwohl noch nichts entschieden ist.

    Ich sehe die Situation in Bern ähnlich wie in Zürich, nur halt noch etwas dramatischer.

    Wünsche mir nach wie vor einen Final ZSC-SCB.

    Weiss auch nicht, was für eine Aversion gewisse Pausenclowns und "Alt-Trainer" sich da aufgebaut haben. Man glaubt wahrscheinlich "beweisen" zu müssen, dass auch ein ex NHL-Trainer nur mit Wasser kocht - als ob irgendwer etwas anderes behaupten würde. Offenbar haben ein paar Leutchen etwas Mühe mit ihrem Ego, seit sie nicht mehr selber im Scheinwerferlicht stehen. Deinen Finalwunsch müssen wir wohl verschieben - wenn's so weitergeht wie bisher, wären uns bis dahin eh' die Spieler ausgegangen bzw. dem Teamarzt die Spritzen.

    Der ZSC wird sich gegen die Senfer letztlich doch durchsetzen. Wenn es McSorley gelingt, nach Cunti noch einen weiteren schnellen Kreativspieler "auszuschalten", könnte es aber eng werden. Nilsson sollte den "Ellbogen-auf-Kopfhöhe-Warner" einschalten..

    Zitat von Larry

    Iceman, ich warte auf Deinen Bericht!

    Ev. warst Du doch kein Tiefstapler? :nixwiss:

    Leider nein! Auch wenn man dem "eigenen" Team gegenüber stets zu verschärfter Kritik neigt, so glaube ich doch, Leistungen auf dem Eis einigermassen objektiv einschätzen zu können. Und diese Leistungen liessen eben nicht erst sei Beginn der PO's zu wünschen übrig. Man kann's kurz machen: Der Wille ist da, aber es ist die bekannte Geschichte, wenn die Pucks den Weg ins Tor nicht mehr finden. Der Krampf nimmt zu, das Selbstvertrauen sinkt, man zögert die halbe Sekunde zuviel.

    Eine wirklich defensiven Taktik konnte man nur in der Serie gegen Lausanne beobachten - und vermutlich wäre es mit offensivem Hurra schon in den 1/4-Finals in die Binsen. Gegen Davos spielt man so, wie man es während der Saison grösstenteils getan hat, und so schlecht hat das ja nicht ausgesehen. Das Problem liegt - auch wenn es gewisse Eishockey-Talker anders sehen - nicht in der Taktik, sondern in individuellen "Schwächen" von designierten Leistungsträgern. Die einen quälen sich verletzt und fitgespritzt durch die Spiele, die anderen (ver)chrampfen. Gardner ist diese Saison leider kein Faktor. Positiv ist bisher nur Blum aufgefallen. Und so gross ist die "Kreativ- + Torschützenabteilung" beim SCB dann halt auch wieder nicht.

    Weshalb man seit Januar so nachgelassen hat, wird noch zu diskutieren sein. Da man dieses Jahr etwas Verletzungspech bzw. viele Langzeitverletzte hatte ist es möglich, dass gewisse Spieler überforciert worden sind. Schade, eine gewisse Zeit hat es ausgesehen, als ob mehr möglich wäre diese Saison. Man wird sich in nächster Zeit auf den weiteren Umbau konzentrieren müssen, schwierig wird die Nachfolge auf den Mittelstürmer-Positionen von Plüss + Gardner.

    Gruss in den "Sunshine State"!!

    Bei Genf wurde Simek von McSorley mit sinkender Eiszeit und der schrittweisen Versetzung nach "hinten" mehr oder weniger zum Abgang "gedrängt". Nach seiner Rückkehr aus Übersee wetteiferten damals der SCB und Servette um Simek, da dürfte dieser seinen Lohn ziemlich "optimiert" haben. Besonders aufgefallen ist mir Simek aber nie bei Servette, und dass er gegen den SCB stets einen schwachen Abend einzog, nehme ich nicht an. Mit seinem Lohn hätte Simek aber ein Schlüsselspieler bei Servette sein müssen.

    Ob er in Lugano tatsächlich eine faire Chance hatte, oder er sowieso nur als vorübergehende Play-off-Verstärkung gedacht war, weiss ich nicht. Ich hätte angesichts des etwas fehlenden Kampfgewichtes bei Lugano allerdings erwartet, dass er dort bleiben wird. Aber offenbar hat er die Verantwortlichen nicht überzeugt. Aus welchem Grund ein KHL-Verein Simek verpflichten sollte, ist mir nicht klar.

    Zum aktuellen + bisherigen Gehalt stimmt bei Simek das Preis-/Leistungsverhältnis nicht. Aber vielleicht haben ihn die letzten paar Monate soweit "geläutert", dass er es nun allen zeigen will, und es nicht nur beim vermuteten Potential bleibt.

    Bei der Analyse im Tagi geht's auch etwas um die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei.

    ZSC:
    Vereinigt das Gros der talentiertesten CH-Stürmer in seinem Team, neben starken jungen Spieler aus der grossen Nachwuchsabteilung. Wenn sie wollen, könnten sie vermehrt auf Tempospiel machen wie der HCD. Sie können aber auch den Puck kontrollieren und den Gegner einschnüren, weil sie ihm im Zweikampf schlicht überlegen sind. Sich hinten einigeln und auf Abnützung machen könnten sie wohl auch, aber dazu bräuchte es nicht diese Equipe. Der ZSC hat aufgrund seiner Struktur und Klasse wohl am meisten Wahlmöglichkeiten punkto taktische Ausrichtung.

    Bern:
    Die alternden Spieler wie Plüss, Gardner und Ritchie sind nicht geeignet für High-Speed Hockey. Deren Ersatz ist sein Jahren ein Thema, auch weil vielversprechende Nachwuchsspieler nach Übersee abwandern, statt die Nachfolge anzutreten. Beim näheren Hinsehen wird auch klar, dass das Team im wesentlichen aus "Arbeitern" besteht. Die sind der Konkurrenz zwar durchaus ebenbürtig, aber nicht überlegen. Mit Blum, Gragnani, Bertschy, Plüss + Holloway hat man gut gezählt 5 Akteure, welche individuell überdurchschnittlich sind. Damit setzt man sich kaum von der Konkurrenz ab. Die taktischen Optionen sind somit beschränkt; für Tempo- und Angriffshockey fehlt insgesamt die Qualität bzw. die geeigneten Spieler. Somit bleibt Organisation + Disziplin, das Schliessen der Mittelzone, um nicht "überrollt" zu werden. Was übrigens nicht eine "Erfindung" von Boucher ist. Schon Törmännen hat so spielen lassen. Lapidar würde dies heissen: Man baut mit den Steinen, die man hat.

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass diverse "Experten" auf den Klubnahmen schauen, sich dann aus den letzten 20 Jahren Erfahrung irgend ein diffuses Bild des Teams zusammenschustern, und daraus ihre Prognosen ableiten.

    Glaube nicht, dass sich der ZSC von der Härte Servettes gross beeindrucken lässt - im Gegensatz zu Lugano kann man beim ZSC nicht nur 2-3 Spieler neutralisieren, um eine Serie zu gewinnen. Es wird auch physisch viel mehr zur Sache gehen, so dass der "Z" kaum in Versuchung kommen wird, auszuprobieren, ob es nicht doch nur mit spielerischen Mitteln zu machen wäre.

    Zitat von Larry

    Iceman, jetzt noch gegen Davos durchhalten und dann gegen uns einbrechen! ;)

    Du hast gut lachen! Der andere "Klassiker" im Final dürfte nach aktuellem Formstand wahrscheinlicher sein...

    ...pffffff...nach dem Verpassen der Play-off's letztes Jahr wenigstens nicht schon wieder ein Tiefschlag. Der Sieg in der Serie ist hauptsächlich ein Erfolg der "Indianer" im Team und von Bührer, die Vorstellung insgesamt verbreitet aber nicht gerade Zuversicht. Allerdings ist Lausanne nicht ganz der "Underdog", als den sie sich gerne verkaufen, und ein Gegner müsste schon ziemlich hochklassig besetzt sein, um wirklich "gut" auszusehen. Aber aus irgend einem Grund ist Lausanne ja auch problemlos in die Play-off's gekommen.