Beiträge von Iceman

    ....der Prognose sieht man an, dass sich (verständlicherweise...) noch keiner hier ein Spiel zwischen LS und dem SCB angesehen hat. Ausser von Blum, Bührer + mit gewissen Abstrichen von Plüss kommt von keinem derjenigen Spieler etwas, welche angeblich den qualitativen Unterschied zu LS ausmachen sollten. Und Bertschy haben die LS mit einem Stockschlag schon wieder ausgeknipst. Bisher hat man nur in Spiel 5 solide gespielt, ein Sieg war mehr od. weniger Zufall, und allgemein kann man sich dafür bedanken, dass die Lausanner ihre zahlreichen Chancen nicht auswerten konnten. Das Gefasel von Klaus Zaugg oder Samuelsson von wegen "zu defensiver Spielweise" kann man sich an den Hut stecken. Wer die meisten Duelle um die Scheibe verliert, kaum einen Pass zum Mitspieler bringt, und im Powerplay die Zeit mit Kämpfen an der Bande zubringt, der kann offensiv, defensiv oder auch digéstif spielen - viel ändern wird sich am Ergebnis nicht. Man kann für heute einfach hoffen, dass es nochmals einen Lichtblick wie in Spiel 5 gibt, oder - falls eine Grippewelle im Team grassiert - dass sie langsam nachlässt.

    Gemäss S. Leuenberger habe der SCB kein Angebot unterbreitet, McSorbet hat offiziell ebenfalls dementiert. Muss natürlich alles nichts heissen, aber für mich wäre es am nachvollziehbarsten, wenn Lugano seine Schwedenkolonie mit Martensson komplettiert. McLean ist auch für mich ein unterschätzter Spieler, zwar kein Scorer, aber er steht am richtigen Ort, würgt die Scheibe rein, ist aufsässig und kampfstark - hätte ihn gern in Bern behalten, aber uns fehlte es schon damals am "konstruktiven", dass andere Optionen punkto Ausländer gewählt wurden. Mit sehr überschaubarem Erfolg.

    Zitat von Larry

    Iceman, Du Tiefstapler! Wir treffen uns im Final! Wirst sehen! :mrgreen:

    ...die Hoffnung stirbt zuletzt. Ist immer ein erhebendes Gefühl, wenn man bei dieser Floskel angelangt ist... :suff:

    ...hätte schon erwartet, dass Bern mindestens die 1/4-Finals übersteht - auch wenn es in der gegenwärtigen Verfassung wohl zu einem Debakel in den HF kommen würde. Dass wir auf ein ausgepowertes Biel treffen könnten, nehme ich nicht ernsthaft an...

    Zitat von Larry

    De Zaugg wie er leibt und lebt (mit Hockeymaschine! :razz: ):

    http://www.watson.ch/Front/articles…tehen-im-Finale

    Mindestens in der Serie zwischen Bern + Lausanne ist es weitaus trivialer, als Klaus schreibt. Lausanne hatte im 5en Spiel einfach nicht mehr genügend Energie, um sich überall auf dem Feld eine numerische Überzahl zu erlaufen wie vorher. Mit mehr oder weniger "Guy Boucher" Hockey hatte es nicht viel zu tun. Dieses bestand in den anderen Spielen bestenfalls darin, sich vom provokativen Puckgeschiebe der Lausanner vor Huet nicht zur Aufgabe der Positionen verleiten zu lassen und ihnen so die Räume für Konter zu öffnen.

    Zwar nicht wirklich eine Überraschung, aber "wir" sehen nicht eben gut aus gegen die Lausanner - die machen ihren Job fast perfekt. Nicht nur mit einer soliden Defensive, aber wenn die den Puck haben, wissen sie auch etwas anzufangen damit. Da haben sie dem SCB schon einiges voraus. Von den paar Akteuren, welche (...auf dem Papier...) den Unterschied machen könnten, sind die Einen verletzt, die Anderen krank, und die Dritten finden den Tritt sonst nicht. Die knappen Resultate täuschen etwas im Vergleich mit dem, was sich auf dem Eis wirklich abspielt.

    Die Diskussion betreffend Torhüter ist stets ähnlich. In Davos wurde auch schon Genoni kritisiert in den letzten Jahren, als es im 1/4-Final 3x fertig war. Tobias Stephan in Genf und Zug kam + kommt auch nicht ohne Kritik weg ("...kein Play-off Goali..." etc.) - obwohl die beiden nach allgemeiner Auffassung zu den starken CH-Goalis gehören. Man orientiert sich immer noch an den mittlerweile wohl etwas verklärten Heroen aus der Vergangenheit, welche eine Saison und die PO's durchspielten und hielten + hexten, auch wenn die Vorderleute patzerten. Mit Klubbrille ist da natürlich Tosio zu erwähnen, der den SCB gegen ein an sich überlegenes Lugano fast im Alleingang zum Titel hexte. Diese Zeiten sind aber Vergangenheit.

    Mittlerweile hat sich das Hockey aber weiter entwickelt - sonst schaue man sich mal Spiele "von früher" an, so zwischen 1995 und 2000 und etwas. Natürlich kann ein Goali auch heute noch mit einem "big save" entscheidendes beitragen, um das eigene Team im Spiel zu halten. Stimmt die Leistung der Feldspieler aber nicht, sieht heutzutage kein Goali auf Dauer gut aus.

    ...ich glaube auch wenn die Spieler genau wissen, was die Folgen sind beim Unterschätzen eines Gegners, so ist es schwierig, dies aus dem Hinterkopf zu drängen. Da nützen auch die bekannten Redensarten nichts. Es fehlt derzeit einfach noch der Druck, damit der ZSC wirklich in die Gänge kommt. Nachdem man nun aber mindestens etwas im Stolz verletzt worden ist, wird die Konzentration am Dienstag eine ganz andere sein.

    Zitat von Joey_88

    Interessant....aber wieso kam der denn nicht mehr so oft zum einsatz? Das wird ja wohl auch seine gründe haben....aber könnte natürlich für uns sicherlich interessant sein! Kann mir gut vorstellen das er in der westschweiz bleibt oder zu bern wechselt...

    Dubé neuer Sportchef in Fribourg
    Dubé Teilhaber an Spielervermittlungsagentur von Métroz
    Gerd Zenhäusern Kunde von Métroz + Trainer bei Gottéron
    Bezina Kunde von Métroz
    Tippe darauf, dass Bezina bei Gottéron landet - wobei es auch nicht das erste Mal wäre, dass vom bevorstehenden Abgang von Bezina nur geschwafelt wird, und er dann doch bleibt

    Wobei im Hallenstadion ja beim Umbau explizit eine gewisse Geräuschdämpfung eingebaut worden ist wegen den Konzerten. In unbedämpften Hallen braucht es bedeutend weniger, dass es etwas "lärmt". Der von wegen "Stimmung im Stadion" hört man aber überall. Evtl. sind die Zuschauer von heute auch etwas übersättigt - bei 50 Spielen gibt's halt nicht jedesmal ein Highlight.

    ZSC - Biel 4:0
    Was nicht heisst, dass die einzelnen Spiele nicht sehr knapp ausgehen könnten. Der ZSC hat aber in den letzten Spielen bewiesen, dass sie bedeutend mehr können wenn sie wollen. Und jetzt wollen sie eben. Die Bieler sind vom schieren Überlebenskampf gezeichnet, die Verantwortung lastet auf sehr wenigen Schultern. Die EHCB-Torhüter sind nicht über alle Zweifel erhaben, obwohl gerade Rytz aktuell im Hoch ist.

    Bern - Lausanne 4:3
    Kann ja nicht gut das Ausscheiden des SCB prognostizieren - der Trend seit Anfang Januar spricht allerdings gegen meinen Tipp.

    Lugano - Genf 4:2
    Im Südtessin hat man ein schon gutes Kader im Verlauf der Saison mit Brunner + Simek nochmals aufgerüstet, was die Abhängigkeit von Petersson + Klasen verringert hat. Bei Servette ging ausser dem Spengler-Cup Sieg diese Saison nicht viel, Torhüter Stephan hinterliess eine grosse Lücke. McSorley wird es zwar krachen lassen dass den Piankoneri Hören + Sehen vergehen wird, was aber - auch aufgrund der eingefangenen Strafen - nicht reichen dürfte.

    Zug - Davos 3:4
    Arno hat nach den letzten 1/4-Final Outs nochmals alle Register gezogen - allerdings wird viel davon abhängen, ob die Davoser sich in den für sie wichtigen Rausch spielen können. Beide mit starken Torhütern.

    Die Website "Hardboiled SCB" glänzt zwar normalerweise mit kritischen Berichten zum SCB plus noch etwas Gottéron-Bashing, aber zu Beginn der PO's hat man sich dort auch noch mit gewissen Aspekten des "Schiedsrichterwesens" befasst. Neben den in vorgängigen Posts schon erwähnten Kritikpunkten hier noch ein paar, welche auch nicht ganz ohne sind:

    Damit diese Playoffs auch ein Hit werden, hoffe ich doch schwer, dass ihr Eure Zebras alle nochmals unter die Fittiche genommen habt. Schiri sein ist schwer, das ist mir klar, wie schon tausendmal erwähnt haben sie keine Zeitlupe und müssen innert Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen treffen, die wir erst nachher in Einzebildzeitlupe in aller Ruhe kritisieren können.

    Aber es gibt ein paar Sachen, da braucht man keine schnellen Entscheidungen zu treffen, da muss man eine gesunde Autorität auf dem Eis ausstrahlen. Es gibt ein paar Punkte, die ich in der Regular Season bemerkt habe, die auf die Playoffs sofort abgestellt werden sollten:

    - Da unsägliche Geleier mit dem Schiri von Spielern, die weder das "C" oder ein "A" auf der Brust haben. Es nervt nur noch, wenn ein paar Heulknaben nach jeder harten Charge weinend zum Schiri gehen. Ermahnen, im Wiederholgungsfall auf die Gefängnisbank schicken und basta.

    - Das unsägliche Zeitspiel gewisser Coaches. Die Verwarnung für Spielverzögerung muss da viel früher ausgesprochen werden, im Wiederholungsfall dann ebenfalls den 2er aussprechen. Es kann nicht sein, dass das Spiel durch Regeln beschleunigt wird, durch dauernd reklamierende und lamentierende Coaches dann aber immer verzögert wird.

    - Das Bully-Drama abschaffen. Man hat oft das Gefühl, dass der Linesman zwei Chirurgen beim Bully erwartet, die Mikromillimeter genau alles so machen, wie es im Regelbuch vorgebetet wird. Meistens muss das Bully wiederholt oder abgebrochen werden. Lustigerweise geht es beim zweiten Bully dann schnell und zügig, obschon die zwei Typen genau so wie die ersten zwei sich bereit gemacht haben.

    - Den Supervisor einführen. In den Playoffs wäre es doch so langsam an der Zeit, im Jahr 2015 einen Mann hinzusetzten, der mit dem Schiri über Funk in Verbindung ist und bei kritischen Toren sich alles anschaut und dem Schiri dann Bescheid gibt. Es kann doch nicht sein, dass zwei vor Schweiss triefende Head's sich in das Zeitnehmerhäuschen quetschen und auf einem 8 x 8 cm Bildschirm eine Szene minutelang ansehen zu müssen um zu einem Entscheid zu kommen. Wenn ihr schon dauernd zur NHL schielt, dann nehmt doch die guten Sachen von dort hierher. Dazu gehört auch die Übertorkamera, kostet verdammt wenig Geld und kann in jeder Halle montiert werden.

    Natürlich weiss ich, dass sich nichts ändern wird, da jede gute Idee eh in ihrem Bürosessel versandet. Aber nerven tut es trotzdem, die Hoffnung auf Besserung bleibt aber bestehen. Ab und zu geschehen ja noch Wunder.

    Ob das Theater beim Bullyspiel wirklich ein Schiri-Problem ist, oder ob die Spieler derart schwer von Begriff sind, wäre noch zu diskutieren.

    Kloten muss sich warm anziehen - da waren letzthin (Spiel gegen Rappi) schon fast Auflösungserscheinungen sichtbar. Entweder geht jetzt noch ein radikaler Ruck durch das Team, oder man findet sich im Duell mit den Lakers wieder. Und die bereiten sich seit Monaten in aller Ruhe auf diese Situation vor. Gerade ist noch die Meldung gekommen, dass für Klotens neuen Finne Leino die Saison infolge Schulterverletzung auch schon zu Ende ist. Man wird also nur mit 3 Ausländern weitermachen können. Nach dem Motto "und wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu".

    Ob ein NLB-Klub dann wirklich stärker wäre als die Klotener, mag man mit Blick auf deren Kader kaum glauben. Aber mit diesen negativen Fliehkräften, welche schon die ganze Saison an der Flyers-Organisation zerren, scheint langsam alles möglich.

    Ist aus meiner Sicht kaum eine haltbare Erklärung für das momentane SCB-Tief - die Spiele im 2015 waren alle nicht besonders, inkl. der Cupfinal. Die Schwächen sind gegen Kloten oder Fribourg einfach nicht so aufgefallen. Derzeit spielt man schlichtweg schlechtes Hockey, basta. Als Grund dafür könnte man anführen, dass der SCB vom Team her eher eine "Arbeiter-Truppe" stellt, welche deswegen stark abhängig ist von technisch versierteren Spielern wie Plüss, Bertschy sowie den Ausländern Holloway, Kobasew, Ritchie + Gragnani. Und bei diesen "Stützen" muss man feststellen, dass man einen verletzten Bertschy halt vermisst und Kobasew nach über 2monatiger Pause noch nicht wirklich "zurück" ist. Die Oldies Plüss + Ritchie können's auch nicht immer reissen. Man hatte zwar diese Saison auch schon mehr Verletzte, vorab aber in der Defenisve, wo gewisse Stürmer zu Verteidigern "umfunktioniert" werden konnten + die Situation mit viel Krampf + Doppeleinsätzen unter Kontrolle blieb. Mangelnden Einsatz kann man dem Team nicht vorwerfen, aber die in der Offensive nötige Prise Kreativität und Genie ist relativ dünn gesät, und kann bei Formschwankungen oder Verletzungen auch mit viel Eifer + Krampf nicht wirklich kompensiert werden. Letztlich sind dies aber genau die Umstände, welche am Ende den Unterschied zwischen den Teams ausmachen. Und deswegen ist der ZSC Qualisieger und nicht der SCB.

    Eine Partie, in welcher der SCB praktisch chancenlos war - erstaunlich höchstens, dass der ZSC die Überlegenheit nicht zu mehr Toren nützte. Immerhin schien der ZSC mal wieder so motiviert, um sein spielerisches Potential abzurufen. Beim SCB beschränkte sich die Sache auf Zufälligkeiten, und falls sich daraus doch Möglichkeiten ergaben, so versiebte man diese. Bleibt noch festzuhalten, dass schon die vorherigen (gewonnen) Partien des SCB nicht besser waren.

    Die letzten Spiele - Cupsieg gegen Kloten und gestern gegen Gottéron - hat der SCB zwar gewonnen. Aber eben auch nur, weil die verunsicherten Gegner die teilweise eklatanten Schwächen in der Defensive nicht bestraften. Derzeit weiss man bei vielen Teams nicht, ob es einfach nur an der letzten Konsequenz fehlt, oder ob das Problem tiefer liegt. Die Spieler haben die Play-off's im Kopf, und da braucht's nicht viel, dass die Konzentration nicht mehr 100%ig ist. Und das reicht schon, um gegen eine motivierte Truppe den Kürzeren zu ziehen. Trotzdem erfüllt einem dies nicht gerade mit Zuversicht im Hinblick auf die 1/4-Finals...

    Wie "problemlos" das für den SCB wird mit Fribourg - ob im heutigen Spiel oder evtl. in den Play-off's - wird man noch sehen. Mit Bertschy fällt der neben Plüss kreativste und technisch stärkste CH-Einzelspieler und Punktesammler vorläufig aus. Falls der SCB so weit kommt, sieht man Bertschy im besten Fall im Halbfinal wieder - in welcher Form stelle ich mir lieber nicht vor. Ersetzen kann ihn aus dem aktuellen Kader keiner - man hat zwar viele willige Chrampfer, aber Kreativität + Können kann ein braver Arbeiter auch mit viel Engagement nicht wirklich wettmachen. Irgendwie ist es diese Saison wie verhext mit den Verletzungen, unterhalb von 4-5 Wochen Ausfallzeit fängt man sich nichts ein...

    Arno von Curto macht es auch spannend. Irgendwie tut er sich schwer damit, dass junge Spieler einfach so plötzlich wieder abhauen. Als er demjenigen, der glaub' nach Lugano wechselt, ins Interview gequatscht hatte, fand man es noch spassig. Denn wo gibt's denn sowas schon. Weiss nicht, ob die Spieler selber dies auch so lustig finden. Letztlich ist es aber ähnlich wie bei RvA: Man hat lange Zeit von RvA profitiert, dass er ist wie er eben ist. Genauso hat man von AdC profitiert, dass er ein etwas "eigener" Typ ist, mit Sportchef und so nichts anfangen kann, und im Prinzip alles allein entscheiden will. Der "Sportchef" ist dort bloss einer, der dafür schaut, dass die Administration nicht aus dem Ruder läuft. Dass eine so lange Karriere im gleichen Klub in einer solchem Machtposition nicht nur positive Seiten hat, wie dies in den Jahren des Erfolgs von "Experten" gebetsmühlenartig wiederholt wurde, ist aber keine neue Erkenntnis. Die Querelen um Verträge und Abgänge, die mehr od. weniger offen ausgetragenen Konflikte mit Spielern (letzte Saison z.B. mit Grossmann + anderen...) verursachen beim HCD in den letzten beiden Jahren einen erheblichen Aufruhr. Irgendwie hatte man sich den vom "Umbau" wohl etwas einfacher vorgestellt....

    Kommunikativ hat man sich in Davos etwas verheddert. Denn wenn ein Spieler als nicht mehr tauglich für ein Spielsystem erachtet wird, dann muss man nicht wochenlang über einen neuen Vertrag verhandeln. Um Geld ging es wohl höchstens insofern, als dass RvA versuchte, auch für JvA nochmals einen Vertrag rauszuholen - was dann sportlich definitiv keinen Sinn mehr gemacht hätte bzw. Geld zum Fenster hinaus geworfen wäre. Na ja, ein Verbleib von JvA in einer anderen Funktion ist noch nicht vom Tisch.