...tja, was wohl so ein "Nationalmanschaftsverantwortlicher" den ganzen Tag zu tun hat? Und Raffainer ist nun also quasi der "Vorgesetzte" von Hanlon - sicher kann er Hanlon fachkundig beraten und anweisen aufgrund seiner langjährigen Erfahrung...
Beiträge von Iceman
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Die Frage ist, ob es DIE Lösung überhaupt gibt, um das Luxusproblem des ZSC zu lösen. Das Team ist so gut, dass es im Prinzip (fast) jedes Spiel gewinnen könnte. Zu Saisonbeginn hat man beliebige Rückstände noch aufgeholt und gewonnen. Man ist in der vorherigen Saison zum Meistertitel durchmarschiert. Vor allem in der Offensive ist beim ZSC das who is who der begabtesten Stürmer mit CH-Pass versammelt. Es ist fast nicht zu verhindern, dass sich unter diesen Umständen eine gewisse "Pomadigkeit" einschleicht, da kann auch der beste Trainer nicht allzuviel machen. In der NHL führt der Konkurrenzdruck dazu, dass die Spieler nicht in den Schongang verfallen; in der CH ist dieser Druck zwar beim ZSC infolge der guten Nachwuchsarbeit noch am ehesten vorhanden, aber eine wirkliche Konkurrenz für die grossen Tenöre stellen die Jungspunde halt in der Regel trotzdem nicht dar. Die Optionen, um die gestandenen NLA-Spieler aus der Komfortzone zu hebeln, sind für Trainer und Sportchefs in unserer Liga sehr beschränkt.
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Zitat von Larry
Dafür müsste man die Autobahn zuerst verlassen, und das passiert nicht.
Sie hätten das Stadion an die Gotthard Raststätte anbinden sollen! :razz:
...sozusagen "Eishockey to go" - man kann auf der Fahrt in den Süden noch rasch ein paar Minuten Hockey reinziehen, wenn man das Timing im Griff hat...
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...wahrscheinlich ist der "Schattenwurf" des neuen Valascia-Stadions auch nicht ein so grosses Problem wie im Hardturm, wo den Anwohnern offenbar ein paar Bräunungsstunden verloren gegangen wären. Oder der HCAP hat das Problem vorausgesehen + finanziert allen Betroffenen eine Jahreskarte im Solarium...

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Komisch, Berra hat es in Biel nicht leichtgehabt und hinter einer guten Abwehr brillieren können. Talent ist ihm sicher nicht abzusprechen, weshalb er drüben jetzt so "unter den Karren kommt" kann ich nicht ganz nachvollziehen. Oder hat er einfach nicht gemerkt, dass er mit Absicht etwas psychischem Druck ausgesetzt wird? Das haben andere vor ihm auch schon erfahren müssen, ein Niederreiter wurde bei den Islanders ja auch etwas "terrorisiert" - denn es darf natürlich nicht sein, dass irgend so ein Schnösel einfach mal so in der NHL spielt, ohne vorher nicht gehörig Holz gefressen zu haben. Das würde vermutlich den Mythos beschädigen. Oder schwirren Berra so viele + gute Angebote aus der CH um den Kopf, dass er zu viele "Alternativen" hat, um sich auf Gedeih + Verderben dem Abenteuer NHL zu verschreiben?
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...die Lausanner sind extrem schwierig - einmal in Führung machen die den Laden sehr gut dicht, und Huet in Form ist fast nicht zu bezwingen. Steht und fällt einfach mit Huet, aber solange der so gut hält.... Da bleibt wohl nichts anderes übrig als die alte Weisheit von "viel Verkehr vor dem Tor" und "Sicht nehmen".
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Zitat von Blackstar
Kann ich mir nicht vorstellen.... was will der da ?
...könnte ich mir höchstens vorstellen, wenn er irgend einen Deal mit der Frau hat oder so nach dem Motto "bis jetzt haben wir uns nach der Hockeykarriere ausgerichtet, und nun umgekehrt" - dazu würde ihm der Wechsel offenbar vergoldet. Aber selbst wenn Rappi auf die Unterstützung von ein paar Geldgebern (z.B. A. Rhis) zählen kann, würde Forster einen sportlichen Durchbruch kaum mehr als Aktiver erleben. Andererseits muss Rappi das Kader ja irgendwie verstärken, wenn man vom letzten Platz wegkommen will.
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...und wenn man dann nicht nur die verletzten Spieler bei Lugano in die Analyse einbeziehen würde, sondern auch noch die des SCB, könnte man unter "Fazit + Prognose" über etwas handfesteres schreiben als über ein "Mü" mehr Motivation...
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...wahrscheinlich hat sich Larry den eisgekühlten Drink versehentlich über den sonnengewärmten Bauch geschüttet...

Aber die alte Halle in Biel ist schon eine Legende. Unvergessen die Spiele bei Regenwetter und der damit verbundenen enormen Nebelbildung auf dem Eis. Aus der Zuschauerperspektive hinter dem Tor sah man die Spieler erst, wenn sie auf der blauen Linie auftauchten. Spielte sich das Geschehen im anderen Drittel ab, konnte man die Dramatik nur anhand des Geschreis erahnen....
Aber ich glaube die Bieler werden der zunehmend baufällig gewordenen Halle nicht allzu viele Tränen nachweinen...
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...es ist / war doch ein mehr oder weniger offenes Geheimnis, dass Gaydoul persönlich dem "Lästermaul" Klaus Zaugg bei 20 Min den Stecker gezogen hat. Dass einem Klausi mit seinen polemischen Rundumschlägen auf die Nerven gehen kann, wissen wir ja selber. Trotzdem, dass ein Tycoon Kraft seines Werbeetats missliebige "Chronisten" zum schweigen bringen kann, hat mich erstaunt und etwas erschüttert. Im Falle von "übler Nachrede" etc. hätte Gaydoul den Klaus oder die Gratispostille ja anzeigen können, was bei einer Verurteilung mindestens eine Busse gegeben hätte. Offenbar war er sich der Sache aber nicht so sicher. Von dem her hält sich Klaus bei seinen Artikeln über Kloten derzeit noch geradezu zurück bezüglich der Person Gaydoul. Da kommt der gute Rötheli ganz anders an die Kasse...
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Einen "Gewinn" aus dem eigenen Stadion (...sofern dieses zu marktüblichen Konditionen gebaut, erworben oder gemietet wird...) mit Hockeyspielen ist kaum möglich. Evtl. wenn man die Halle noch gut für andere Events ausserhalb der Saison vermarkten kann. Dort herrscht aber auch grosse Konkurrenz. Mit dem eigenen Stadion wäre der ZSC immerhin nicht mehr der "Lückenbüsser" unter den Hallenbenutzern, der bei jeder Löliveranstaltung - von den "Swiss Awards" bis zu den "Monster Trucks" - hintenanstehen müsste.
In der CH ist es mittlerweilen leider so, dass grössere Bauprojekte bis ins Endlose verzögert werden können, oft mit fadenscheinigen Argumenten.
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Pestoni müsste doch auch auf irgend einem NHL-Scout-Radar sein - aber eben, mit Blick auf Sprunger oder andere ist die Frage, ob Pestoni das überhaupt will. Von der Eiszeit her wäre ein Verbleiben bei Ambri kaum zwingend, der bekäme auch in jedem anderen Team genügend Einsätze in den beiden ersten Sturmformationen. Möglicherweise erfüllt er seinen Vertrag bei Ambri auch deswegen, damit er nicht noch an seinem 90igsten Geburtstag hören muss, er habe Ambri verraten, als er anno dunnemals vorzeitig davongelaufen sei, und wegen ihm sei der Klub abgestiegen etc. etc.
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...ich habe den mit der Kondition auch eher ironisch gemeint. Kann mir nicht recht vorstellen, dass bei einem Hockeyteam bzw. einem Konditionstrainer es einfach plötzlich heisst "jetzt lassen wir die Zügel mal etwas schleifen im Sommertraining".
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....wenn dann mal wieder weniger als 8 Stammspieler fehlen, können wir über das sagenhafte "Glück" des SCB diskutieren. Dieses benötigt jeder so oder so - oder dass der gegnerische Goali solche Aussetzer hat wie Müller gestern. Aber dank Simpson weiss man nun immerhin, dass die Probleme in Kloten darauf zurückzuführen sind, dass das Sommertraining auf lange Hundespaziergänge mit der ganzen Mannschaft reduziert worden ist...
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SLAPSHOT 7.1.2015
Pelletier: ''Völlig aus der Luft gegriffen''
Da hat sich scheinbar jemand gründlich vertan: Servettes CEO Christophe Stucki tönte im Westschweizer Fernsehen an, dass Ambris Stürmer Inti Pestoni ab diesem Sommer auf dem Transfermarkt zu haben sei. Dies dementierte Serge Pelletier mit harschen Worten...
''Inti Pestoni wird ab diesem Sommer zu haben sein. Ambri plant Lohnkürzungen um 10-15 Prozent. Wir sind interessiert, aber im Moment ist Bern im Vorteil'', verkündete Stucki gegenüber ''RTS'' vollmundig. Das Gerücht machte in der Folge in diversen Medien die Runde - und gelangte auch ins Tessin, wo es nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen wurde.
''Seine Äusserungen sind völlig aus der Luft gegriffen''
Ambris Coach Serge Pelletier bedachte Stucki im ''Corriere del Ticino'' mit einigen gut gezielten Entgegnungen. ''Wahrscheinlich hat Herr Stucki am Spengler Cup etwas zu tief ins Glas geschaut. Seine Äusserungen sind völlig aus der Luft gegriffen. Inti hat einen gültigen Vertrag bis Mai 2016.''
Der Kontrakt werde von allen Parteien respektiert, Ambri denke nicht im Traum daran, seine Lebensversicherung demnächst abzugeben. ''Unser Wunsch ist es vielmehr, seinen Vertrag zu verlängern'', so Pelletier, der Stuckis Vorpreschen nicht verstehen kann: ''Ich bin sehr überrascht von der Fantasie von Herrn Stucki. Vielleicht wollte er einfach ein bisschen Publicity.'' (czr)
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Sehe es ähnlich, es gab während dem ganzen Spiel mehrere zweifelhafte Entscheide - und dass bei einem 1:1 irgend ein Fehler eines Schiris oder eines Spielers dann "spielentscheidend" sein kann, ist kein Wunder. Mit etwas Distanz müsste man auch noch selbstkritisch anmerken, dass die Teams viele zwar nicht schlimme, aber versteckte "Nettigkeiten" austauschten, was den Job der Arbiter nicht gerade einfacher machte. Bei der als unverhältnismässig kritisierten Strafe kurz vor Schluss gegen Bergeron (...langte dem Holloway "ins Gefräss"...) wäre diese wohl kaum gepfiffen worden, hätte nicht Bergeron ein paar Sekunden vorher schon einen zweihändigen Stockschlag gegen den Stock von Holloway appliziert - was noch laufen gelassen wurde. Da Holloway ziemlich allein auf weiter Flur unterwegs und von 3 Zürchern umringt war, bestand eigentlich keine Gefahr.
Na ja, es gab bekanntlich auch schon "entscheidendere" Tore kurz vor Schluss, die ebenfalls hitzig diskutiert wurden....

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Tja, wäre froh gewesen, bei Bern hätte sich die Verletztenliste auch etwas "gelichtet" - es fehlen aber nach wie vor 7 Spieler, dummerweise 5 davon gelernte Verteidiger. Und die nach hinten beorderten Stürmer fehlen 1ens vorne, und 2ens stehen sie halt öfters bis zum Helmriemchen im Schilf.
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«Wir leben im Zeitalter des Individualismus»
Von Reto Kirchhofer. Erstellt: 07.01.2015, 13:39 Uhr (Berner Zeitung)
Mathias Seger spielt seit 1996 in der NLA, seine 16 WM-Teilnahmen bedeuten Weltrekord. Der als Musterbeispiel des erfolgreichen Captains geltende 37-Jährige trifft am Mittwoch mit den ZSC Lions zum Cuphalbfinal in Bern an.Sie werden oft als Vorzeigecaptain bezeichnet. Trifft diese Bezeichnung tatsächlich zu?
Mathias Seger: Sie ist übertrieben. Ich habe das Glück, bei einem Klub Captain zu sein, der in letzter Zeit einige Titel geholt hat. Auch an der WM 2013 durfte ich im Silberteam Captain sein. Auf diese Weise entstand in den Medien ein gewisses Bild – und nun trage ich dieses Etikett. Aber es gibt viele Captains, die mindestens den gleich guten, wenn nicht den besseren Job verrichten.Was zeichnet überhaupt einen guten Captain aus?
Er muss ein Gespür für den Menschen haben, das Gefüge und den Zustand der Mannschaft kennen. Zudem ist er das Bindeglied zwischen Trainer respektive der Klubführung und dem Team. Er muss Organisatorisches erledigen – und natürlich sollte er eine Leaderrolle einnehmen können.Sie führen die ZSC Lions seit 2005 als Captain. Inwiefern hat sich Ihre Aufgabe verändert?
Das Eishockey hat sich einerseits extrem entwickelt, die Professionalität ist auf allen Ebenen gestiegen. Heutzutage sind junge Spieler, wenn sie in die NLA kommen, viel weiter entwickelt als früher. Das macht meinen Job einfacher. Anderseits leben wir im Zeitalter von Individualismus und Selbstverwirklichung. Der Teamgedanke, die Philosophie des Gemeinsam-etwas-Erreichens, ist nicht mehr so ausgeprägt wie früher.Wie meinen Sie das?
Heutzutage müssen die Jungen früh lernen, sich durchzusetzen, sollten überall präsent und informiert sein. Die Anforderungen sind riesig. Es ist logisch, dass man unter diesen Voraussetzungen als Erstes auf sich schaut. Aber ich will nicht jammern: Jede Generation ist anders.Davos-Trainer Arno Del Curto sagt, das Eishockey halte ihn jung, im Kopf sei er noch ein Kind. Trifft das auch auf Sie zu?
Wir sind Eishockeyspieler, unser Beruf ist das Spielen, also müssen wir Kind bleiben, um die Freude am Spielen zu erhalten und auszuleben. Auch die neue Generation erhält dich jung, du verfolgst die Entwicklung, kannst dabei aber gut älter werden. Man muss ja nicht jeden Seich mitmachen.Inwiefern beeinflussen soziale Medien wie Facebook und Twitter das Innenleben eines Teams?
Ich vertraue meinen Mitspielern, dass sie sich etwa der Schnelligkeit von Twitter bewusst sind. Eine heikle Äusserung genügt, und es gibt eine Negativstory. Wir legen Wert darauf, dass die Handys weggelegt werden, wenn wir als Mannschaft am Tisch sitzen. Schliesslich soll ein Austausch stattfinden. Eigentlich ist es traurig, muss man mittlerweile auf solche Dinge achtgeben.Sprechen wir über die Affiche SC Bern - ZSC Lions. In den letzten fünf Jahren hiess der Meister je zweimal SCB und ZSC, es hat sich eine Rivalität entwickelt. Wie stehen Sie zum SCB?
Früher gab es das grosse Bern und das grosse Lugano. Ich war SCB-Fan – wegen Sven Leuenberger. Er hat wie ich bei Uzwil gespielt, dann machte er den Schritt zum SCB. Es ist schön, hat sich zwischen der Hauptstadt und der grössten Stadt im Eishockey ein Duell entwickelt. Die Bedeutung von Bern als Eishockeystadt ist unglaublich hoch einzustufen.Die Hockeybegeisterung in Zürich...
...ist regional verankert, etwa im Kreis 11 und den angrenzenden Gebieten. Das Zentrum zählt nicht dazu, Richtung Altstetten ist der FC Zürich Trumpf. Bei den drei grossen Sportklubs – FCZ, GC und ZSC – sind Wellenbewegungen zu beobachten: Wer erfolgreich ist, hat mehr Zuschauer.Demnach ist es das Glück des SCB, hat YB schon lange keinen Titel mehr gewonnen.
(lacht) Verankerung und Popularität des SCB würden auch durch ein erfolgreiches YB kaum beeinträchtigt. Aber es ist schon bitter, was zeitweise bei den Young Boys läuft. Dabei hätte der Klub so viel Potenzial...Ihnen als Fan des FC St.Gallen wird es recht sein, wenn YB schwächelt. Gehen Sie immer noch regelmässig ins Stadion?
Wenn, dann schaue ich mir die Spiele mit den Kindern oder Freunden an. Es ist blöd, ich habe wirklich alles versucht, damit meine Tochter im Fussball ein grün-weisses Herz kriegt – aber vor kurzem sagte sie: «Weisst du, Papi: Du kannst St.-Gallen-Fan sein, aber ich bin in Zürich geboren und deshalb FCZ-Fan.»Das tut weh.
Und wie! Sie ist erst fünf Jahre alt, meine Frau muss Einfluss genommen haben. Das ist unterste Schublade (schmunzelt).Zurück zum Eishockey: Welche Priorität hat der Cuphalbfinal?
Es gibt einen Titel zu gewinnen, beide Teams werden alles geben.Braucht das Schweizer Eishockey den Cup?
Es gab bereits Siege von NLB- gegen NLA-Teams, Erstligisten brachten NLA-Klubs an den Rand der Niederlage. Man sollte dem Wettbewerb drei Jahre Zeit geben. Er muss sich entwickeln.Was das Schweizer Eishockey laut Ihnen sicher bräuchte, wäre eine starke Spielergewerkschaft. Weshalb plädieren Sie dafür?
Es geschehen Dinge, die wir als Spieler nicht als richtig empfinden. Wir sind ein wichtiger Teil des Schweizer Eishockeys, also sollten wir einbezogen werden, wenn es darum geht, das Produkt Eishockey zu verbessern.Nennen Sie Beispiele.
Weichere Banden sind ein Thema, generell geht es um Regelanstrengungen, welche die Gesundheit der Spieler besser schützen. Wir sind direkt betroffen, deshalb müssten wir ein Mitspracherecht haben, gewisse Rechte haben.Sie äussern sich als einer der wenigen Sportler in der Öffentlichkeit zu heiklen Themen. Braucht es hierfür ein gewisses Standing?
Ich denke schon. Ich trage einen bekannten Namen, erhalte dadurch eine Plattform, mich zu äussern – auch jetzt bei diesem Interview. Andere Spieler würden sich mit Sicherheit auch zu solchen Themen äussern, aber sie erhalten die Plattform nicht.Sie haben kein Verständnis, dass in der Schweiz über Minarette abgestimmt wird, sind für mehr Geld im Sozialwesen, die Abschaffung der Armee. Wie stark darf sich ein Sportler bei politischen Debatten exponieren?
Die Meinung, wonach sich Sportler nicht über Politik äussern sollen, ist absolut falsch. Wir sind zwar des Sports wegen angestellt, aber jeder Spieler vertritt eine politische Meinung. In der Garderobe wird oft über Politik diskutiert. Ich kann mich problemlos öffentlich äussern, möchte aber nicht für eine Partei Werbung betreiben.Zumal ZSC-Präsident und -Mäzen Walter Frey SVP-Mitglied ist.
Ich spiele für den ZSC, nicht für Walter Frey. Aber er akzeptiert mich als Person, obwohl wir punkto Politik nicht der gleichen Meinung sind. Sein Engagement für den Sport und die Jugend muss hoch angerechnet werden.Sie sind seit 1999 in Zürich tätig. Aus Altersgründen hat der Klub Ihren Vertrag unlängst nur noch um ein Jahr verlängert. Sind Sie enttäuscht?
Es gehört zur Klubphilosophie, vermehrt Eigengewächse zu integrieren. Einem 37-Jährigen einen Mehrjahresvertrag zu geben, passt nicht ins Konzept. Ich hätte lieber einen langfristigen Vertrag unterzeichnet. Eigentlich ist es eine Frechheit: Ich erhalte in Zürich nur ein zusätzliches Jahr, und Martin Plüss erhält in Bern zwei Jahre. Dabei ist er noch über ein halbes Jahr älter als ich (lacht).Wie gehen Sie mit der Gewissheit um, dass das Karriereende immer näher rückt?
Als Eishockeyprofi bist du dir früh bewusst, dass dein Berufsleben zweigeteilt sein wird: ein Abschnitt Karriere, danach etwas Neues. Aber du weisst nicht, wie du reagierst, wenn das Garderobenleben wegfällt. Ganz ehrlich: Vor dieser Erfahrung habe ich einen Riesenrespekt.Sie haben sich noch nie konkret zu Ihren Plänen nach der Aktivzeit geäussert.
Weil ich wirklich noch nicht weiss, was ich machen werde.Fünfmal Meister, Champions-League-Sieger, WM-Silbergewinner: Was möchten Sie in Ihrer Karriere unbedingt noch erleben?
Den Cup gewinnen (lacht). -
...das muss ein Hammermatch gewesen sein, habe zwar nur eine erweiterte Zusammenfassung gesehen - aber absolut beeindruckend, was die beiden Teams hingelegt haben. Etwas Zweifel kamen bei mir höchstens am russischen Goali auf, wobei da einige Ablenker - gewollte und ungewollte - im Spiel waren, bei denen der Keeper immer etwas "alt" aussieht.