Beiträge von Iceman

    Letzthin hat Gaydoul scheints den Klotener-Lokalpolitikern die Leviten verlesen punkto Halle + allgemeiner Infrastruktur. Das gedeckte Aussenfeld erschien mir unter all den Forderungen noch am realisierbarsten, anderes hätte ich als Laie schon eher unter dem Titel "neues Stadion" verortet. Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, wie man mit einem Stadion von 6 - 7'000 Plätzen (Annahme: immer ausverkauft), inklusive der meist überschätzten "Stadiongastronomie", ein Budget für ein NLA-Spitzenteam stemmen will. Wenn das Ziel darin besteht, statt einem Loch von 6 Mio. nur noch eines von 4 - 5 Mio. stopfen zu müssen, ist's - viel Optimismus eingerechnet - eher möglich. Von einer realistische Hallenmiete und anderen Nebensächlichkeiten wollen wir gar nicht erst anfangen.

    Werde den Eindruck weiterhin nicht los, dass Gaydoul die Sache unterschätzt hat bzw. davon ausgegangen ist, mit etwas "Management-Know-how" lasse sich das Ding schon hinbiegen.

    Im Prinzip egal, wer jetzt auf dem Eis vom Schiedsrichter zitiert wird, und sich die Strafenverkündigung anhören muss und etwas an dieser herummäkelt. Die Funktion als Vertrauensperson bleibt trotzdem beim eigentlichen Captain und bei anderen, evtl. "inoffiziellen" Stellen. In der Garderobe ist der Captain ja auch nicht allein auf weiter Flur - sondern wird in Form eines Spieler- bzw. Manschaftsrates von anderen, üblicherweise routinierten Kollegen unterstützt. Ob jetzt ein anderer während des Spiels die Captainbinde hat, ändert an der Teamhierarchie nichts. Das ist einfach etwas "frischer Wind" Therapie - andere lassen die Garderobe neu streichen.

    Zitat von Blackstar

    Würde ich auch so sehen wenn ich dich wäre. Bodenmann ist ja jetzt bei euch. Guggisberg am Schluss halt nicht :nick:
    Das mit Guggisberg war irgendwo im Zeitraum Januar, Februar wenn ich mich recht entsinne.
    Fand schon die Geschichte mit Gardner sehr eigenartig. Als Fan ist das hier schlicht Vollverarschung. Zumal Bodenmann noch
    ein Klotener Urgestein ist.
    Es zeigt aber auch unter welchen Druck Leuenberger steht. Würde mich noch interessieren was die an Kohle hingelegt haben..

    Leuenberger steht grundsätzlich immer unter Druck - welcher Sportchef schon nicht. Dass die Mannschaft verjüngt werden muss, ist öffentlich bekannt. Rüthemann ist weg, Plüss + Gardner auch nicht mehr die jüngsten, dito Bührer, etc. etc.

    Und - obwohl man sich da verbessert hat - gerade so viel Nachwuchs produziert man auch nicht, dass einem da Spieler vom Format eines M. Plüss & Co. einfach so vor die Füsse purzeln würden. Hätte einer ansatzweise das Zeug dazu, lockt halt Übersee. Das merkt der ZSC ja ebenfalls, auch wenn der Output der Nachwuchsabteilung dort bedeutend grösser ist. Und, wie es halt so ist im Leben, kann man auch Pech haben, wie im Fall von Lötscher. Wie lange er ohne den tragischen Unfall in Bern geblieben wäre, ist die andere Frage. Hätte er brilliert, wäre er früher oder später evtl. auch in Übersee gelandet. Im Prinzip spielt es aber keine Rolle: Macht der SCB ein paar Jahre keine Riesentransfers (...Plüss & Gardner waren die letzten "grossen"...) ist's nicht gut, umgekehrt natürlich genauso wenig.

    Ich halte den ganzjährigen Transferbasar trotzdem für Blödsinn. Im aktuellen Fall hätte Bodenmann gemäss den Aussagen seines Agenten gerne noch abgewartet, wurde aber zur Entscheidung gedrängt. Zitat
    "...Georges Müller, Bodenmanns Agent, spricht von einem aussergewöhnlichen Zeitpunkt und erklärt, der Grund hierfür liege weder beim Spieler noch beim SC Bern, sondern bei Kloten. Die Verantwortlichen der Flyers hätten Bodenmann bis zum 31. Juli 2014 eine Frist gesetzt, ihr Angebot auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung anzunehmen oder abzulehnen. «Der Spieler hätte sich gewünscht, mit dem Zukunftsentscheid bis Oktober oder November zuzuwarten. Aber Kloten wollte Bescheid», sagt Müller.
    Bodenmann akzeptierte den Vorschlag nicht, und so kamen die Berner ins Spiel, welche am Flügelstürmer bereits in der Vergangenheit Interesse bekundet hatten. Die Verhandlungen zogen sich nicht in die Länge. Zwar schweigen sich die Beteiligten über Vertragsinhalte wie üblich aus, es ist aber zu vernehmen, dass dem SCB die Dienste des Nationalspielers geschätzte 450'000 Franken pro Jahr wert sein sollen. Es handelt sich gewiss um ein gut dotiertes, aber durchaus marktübliches Salär für einen Nationalspieler. Klar ist, dass die Berner Verantwortlichen nach der verpatzten letzten Spielzeit vermehrt gezwungen sind, finanzielle Mittel ins Spielerkader zu investieren..."

    Wie gesagt, ich bin auch kein Anhänger des aktuellen Modells. Eine ehrliche Kommunikation über den Wechsel halte ich aber immer noch für besser als die Dementis und Verdrehungen, welche z.B. mit dem Transfer von Stephan von Genf nach Zug einhergingen. Der spielte übrigens noch etwas mehr als nur eine Saison in Genf, bis der Wechsel dann vollzogen wurde. Die allgemeine Empörung darüber hielt sich in sehr engen Grenzen, was auch bestimmte Schlüsse zulässt.

    Und wenn die Sportchefs ihre Kader für die nächste Saison bis Weihnachten quasi "unter Dach + Fach" bringen wollen, kann man ebenfalls davon ausgehen, dass die Deals bis dahin grösstenteils eingefädelt worden sind - wenn einer bis dahin die Vertragsverlängerung nicht unterschreibt, kann man sich an den Fingern abzählen warum. Schon bei einer moderaten Verschärfung des Transferreglements wäre dann aber auch diese bisherige Praxis, welche jeder als selbstverständlich anschaut, nicht mehr tolerierbar. Das Gezerre um Guggisberg beispielsweise, welches durch Aussagen von ihm, seinem Agenten, AdC, Rötheli etc. die halbe Saison über öffentlich zelebriert worden ist, halte ich für viel grotesker als eine einmalige Ansage vor der Saison.

    Zitat von Rangersfan

    Champs-de-Mars, ich bin ganz Deiner Meinung. Das wird wirklich langsam aber sicher absurd und da muss der Verband ein Transferfenster einfuehren und auch Regeln wann man einen Spieler unter Vertrag kontaktien darf.

    Iceman, in der NHL wie auch in der NFL, NBA und MLB ist tampering ein sehr schweres Vergehen und ich bin mir sicher dass da gar nichts laeuft ausserhalb der erlaubten Zeit. Vergehen werden brutal bestraft mit drakonischen Bussen und Verlusten von Draft Picks.

    OK, da Du die Verhältnisse in der NHL kennst und die Sanktionen drastisch sind, ist für mich plausibel, dass da so gut wie nichts läuft - bin sozusagen von meinen Zweifeln (weitgehend) befreit.

    Habe auch keine Probleme mit einer strengeren Regel dazu in der CH. Die Diskussion dazu ist ja endlos und kommt bei jedem solchen Fall wieder auf. Kann mich aber nicht erinnern, ob eine strengere Regelung bisher nur nicht eingeführt worden ist, weil die Klubs nicht wollen, oder ob nicht auch noch Probleme mit der Durchsetzung eine Rolle spielen. Arbeitsrecht und so. Aber das wird in den nächsten Tagen vermutlich wieder ausgerollt...

    Zitat von Champs-de-Mars

    Mmmh, Kloten's Bodenmann hat noch vor Start der neuen Saison einen Vertrag ab Saison 2015/2016 unterschrieben. Das Ganze nimmt immer absurdere Formen an.

    Grundsätzlich einverstanden, wobei man davon ausgehen kann, dass da sowieso das ganze Jahr über sondiert, geredet und verhandelt wird, und letztlich eben auch Verträge abgeschlossen werden. Ich glaube auch nicht, dass in der NHL absolut rein gar nichts läuft ausserhalb der Transferperiode - einfach keine Vertragsabschlüsse. Aber so ein wenig informell wird man auch dort Geschäfte einfädeln, die dann einfach im bewilligten Zeitfenster noch offizialisiert werden.

    Warum man in der CH in einem solchen Moment nicht einfach Stillschweigen bewahren kann, weiss ich auch nicht.

    Das Zuschauerinteresse ist gar nicht schlecht für den Anfang. In Tschechien und Finnland haben die Klubs die Fans fast noch besser mobilisieren können, als dies bisher in der CH der Fall war. Wobei Gottéron die Hütte ziemlich voll hatte. Die Partien wurden - soweit ich via Teleclub gesehen habe - allesamt engagiert geführt, von "Vorbereitungstramp" war nichts zu sehen, ganz im Gegenteil. Allerdings ist auch nicht zu übersehen, dass es eben erst Ende August ist und die grosse Stilsicherheit noch fehlt. Wie sind die Resultate einzuordnen? Dafür fehlt (mindestens mir) die Kenntnis über die "Qualität" der Gegner. Natürlich kommen reflexartig Pauschalurteile hoch aufgrund der Ligazugehörigkeit - ob jetzt aber Villach oder die Eisbären Berlin die einfachere Aufgaben darstellten als Färjestad, Tampere oder Vitkovice?

    Jedenfalls bin ich motivierter, während der Saison mal ein CHL-Spiel gegen einen "unbekannten" Gegner zu verfolgen, als das 3e Meisterschaftsspiel gegen den gleichen Gegner innert 2 Wochen oder ähnliche Konstellationen, welche uns Spielplan-Gott Vögtlin einbrockt.

    Interessanter Artikel zur KHL. Abgesehen von den momentanen zusätzlichen Problemen durch Krim-Annektierung und Ukraine-Konflikt ist für die Spieler schon der "Normalbetrieb" der Liga offenbar ziemlich strapaziös. Nimmt man die Weltkarte zu Hilfe ist bald ersichtlich, welche enormen Distanzen + Zeitunterschiede die KHL-Teams überbrücken müssen.

    Hoffentlich liest Klaus Zaugg auch etwas jenseits des CH-Medienbiotops - vielleicht "inspiriert" ihn dies wieder mal zu einem Artikel zu Bösigers "Huttwil Falcons" und dem Projekt, mit diesen in der KHL mitzutun. Wobei, die Oligarchen, die so etwas finanzieren könnten, sind aufgrund der Sanktionen gegen das Umfeld von Putin momentan wohl selbst etwas unter Druck...


    http://www.sueddeutsche.de/sport/russisch…litik-1.2094983

    http://www.sueddeutsche.de/sport/russisch…tik-1.2094983-2

    Evtl. geht man da von falschen Vorstellungen aus, beispielsweise die, dass mit einem neuen, vom ZSC betriebenen Stadion sich der Klub per se selbst finanzieren könne. Natürlich, wenn die Halle den Sommer hindurch mit zig Events ausgelastet werden kann, schaut da schon etwas heraus. Bisher halten sich solche Erfolge aber auch in an sich geeigneten neuen Hallen, z.B. in Zug, in Grenzen. Zürich hätte da allenfalls noch einen Standortvorteil.

    Während der Saison wird man im eigenen Stadion sicher aus der Verpflegung bzw. neudeutsch "Catering" mehr lösen als dies im HaSta der Fall ist, wobei auch hier die Sache nicht überschätzt werden darf. In Bern, wo diesbezüglich ein fortgeschrittenes Stadium erreicht ist, würden die im und unmittelbar ums Stadion betriebenen Gastro-Betriebe nie und nimmer ausreichen, um das Eishockey halbwegs ausreichend quersubventionieren zu können. Da kommen noch eine ganze Reihe anderer Betriebe dazu, die - abgesehen von irgendwelchen Badi-Restaurants - ganzjährig in Betrieb sind und keinerlei Bezug zum Eishockey haben. Erst damit erreicht man die heutige Quersubventionierung des Eishockeybetriebs, welche andernorts durch externe Geldgeber besorgt wird.

    Andererseits stellt sich auch die Frage, was für ein Budget realistischerweise selber finanziert werden kann. Für einen "eigenen" NLB-Klub zu reinen Ausbildungszwecken, wie er heute mit den GCK-Lions vorhanden ist, wird es auch bei sehr optimistischen Annahmen kaum reichen. Wobei der ZSC auch mit etwas reduzierten Dimensionen im Nachwuchsbereich gut über die Runden käme.

    Zitat von 007

    Drei Themen für die Saure Gurkenzeit:
    2. Der kleine Liga-Topskorer zu Biel: Immer wieder erstaunlich, wie kleine Spieler (der ist 1.71) erfolgreiche Skorer sind wie zB Zuccarello und St. Louis bei den Rangers. Alle wollen "Schränke" und Wasserverdrängung und dann kommt ein Floh und läuft allen durch die Beine. Sind aber schon Ausnahmen. Auch Shannon ist ein ähnlicher Typ, wenn er auch etwas grösser ist.

    Kommt wohl auch immer etwas auf die "Umgebung" an - Ein "Floh" in einem Block, wo die anderen 4 (auf die Liga bezogen...) genügend Wasserverdrängung erreichen, kann sich durchaus in Szene setzen. Überwiegen jedoch die Leichtgewichte, ist trotz viel Einsatz bald Feierabend. Auf europäischen Eisfeldern gereicht den Elfentänzern allenfalls ein höheres Tempo oder bessere Technik noch etwas mehr zum Vorteil - sofern sie tatsächlich so viel schneller + besser sind. Wenn ich z.B. sehe, was für einen Antritt ein Brocken wie Ovechkin hat, und wen er auf den ersten Metern so alles hinter sich lässt, dann würden sich auch in unserer stets als "tempostark" gepriesenen Liga die angeblich "schnellen" Wusler noch ziemlich die Augen reiben - trotz ungefähr 25% weniger Kampfgewicht!

    Es kursierte noch kurz das Gerücht, Red Bull wolle einsteigen - wobei die sich kaum mit NLB begnügt hätten. Der Standort Basel wäre zwar für den Multi wohl grundsätzlich attraktiv, aber dort mehr als einen Retortenklub ohne wesentliche Verankerung in der Bevölkerung zu etablieren hätte vermutlich viel Zeit und noch mehr Geld gekostet. Für das CH-Hockey wäre es ja nicht schlecht, in mehr Ballungszentren präsent zu sein, eben z.B. in Basel oder in der Ostschweiz (St. Gallen). In der Westschweiz ist man mittlerweile gut vertreten, aber dort gab's auch schon immer eine Hockeykultur. In Basel ist dies schon (zu) lange her, und in der Ostschweiz.... keine Ahnung. Ausserhalb von urbanen Zentren wird es - aller schönen Nostalgie zum Trotz - zunehmend schwierig mit der nachhaltigen Geldbeschaffung.

    Hockeyfans:
    Servette: Almond wechselt in die NHL!
    Montag, 7. Juli 2014, 10:50 - Maurizio Urech

    Noch ein Abgang für Chris Mc Sorley, Stürmer Cody Almond wechselt in die NHL!

    Cody Almond hatte seinen Vertrag mit den Grenats um weitere fünf Jahre verlängert, jetzt steht er kurz davor einen One-Way Vertrag mit den Minnesota Wild zu unterschreiben. Dies meldete die Tribune de Genève.

    Almond hatte schon vor seinem Transfer zu Genf-Servette 25 Spiele in der NHL für Minnesota bestritten.

    Zitat von Larry

    Als langjähriger (Live) Beobachter der NLA sowie der NHL kann ich sagen dass der grösste Unterschied in der Akzeptanz der Schiris liegt!

    In der NHL wird nicht jeder Entscheid endlos von Spielern und Coaches in Frage gestellt wie in der Schweiz!

    Ich wünsche mir die sportliche, professionelle Haltung der NHL Spieler auch in der NLA!

    Gleichzeitig wünsche ich mir von den Schweizer Schiris mehr Linie und weniger Kompensation!

    Die Unsitte der ewigen Diskussionen mit den Schiris hätte längstens angegangen werden können. Seinen Anfang nahm die Sache - wie immer - mit guten Absichten; man wollte Frustrationen abbauen, die von "unverstandenen" Entscheiden ausgehen könnten, gleichzeitig Spielern + Trainern "den Puls" fühlen und ihnen auch auf inoffiziellem Weg - d.h. vor einer ausgesprochenen Strafe - zu verstehen geben, wenn das Limit erricht ist. Die Folgen dieses löblichen Bestrebens sind in der NLA in fast jedem Spiel zu beobachten - praktisch bei jedem Pfiff des Spielleiters fühlen sich Spieler und Coaches berufen, mindestens kopfschüttelnd oder händeverwerfend ihr Missfallen zu äussern - und sei es auch nur deshalb, um den Boden für spätere, handfestere Diskussionen zu bereiten. Bestärkt darin werden sie von den Schiedsrichtern, weil die sich oft aufführen wie Psychiater mit besonders schwierigen Patienten. Kein Wunder, gebärden sich Spieler + Trainer auch wie solche. Bessere Kommunikation wird offenbar in erster Linie quantitativ statt qualitativ verstanden, d.h. es wird viel zu oft und viel zu lange geschwatzt und diskutiert. Natürlich kann man dies als Teil des Showprogramms sehen; ist ja auf den ersten Blick auch irgendwie witzig, wenn man nie genau weiss, wann McSorley dem Schiri dann tatsächlich mal eine runterhaut. Mit der Zeit ist das Theater on Ice aber eher nervtötend....

    Bleibt zu hoffen, dass der schwedische NHL-Schiedsrichter Import diesbezüglich ein gutes Vorbild abgibt, und dem "Ziischtigs-Club" auf dem Eis so den Stecker zieht.

    Zitat von Supreme

    Sehr positive Nachricht. Man könnte ruhig auch noch einen 2en solchen Mann beschäftigen. Auch wenn nicht alles über's Geld gelöst werden kann, aber man kann nicht dauernd an den Schiedsrichtern herumkritisieren, ohne etwas konkretes zu tun.

    Fragt sich nur, ob am Ende Bertolotti ein langes Gesicht machen wird, wenn der NHL-Schiedsrichter die "Nulltoleranz" so pfeift, wie man dies im Stanleycup-Final gesehen hat. Oder ob die Kritiker der Schiris in der Schweiz dumm aus der Wäsche gucken, wenn der NHL-Schiedsrichter nicht wesentlich anders pfeift als man sich das gewohnt ist.... :mrgreen:

    Über die Vergrösserung / Verkleinerung der NLA wurde schon oft trefflich gestritten. Gegen eine Vergrösserung spricht, dass es schon für die heutige Grösse der NLA faktisch zu wenig Spieler gibt, welche einigermassen (heutiges) NLA-Niveau erreichen. Die qualitative Verbesserung des Niveaus in den letzten 10 Jahren führt zudem dazu, dass eine mittlerweile erhebliche Anzahl von Spielern dem heimischen Markt "entzogen" ist, da diese ihr Glück in anderen Ligen versuchen - je nach Zählart kommt man auf gut 20 Spieler - praktisch eine ganze Mannschaft!! Es ist daher nicht weiter erstaunlich, dass die Gehälter - nicht nur ausschliesslich für absolute Topspieler - weiterhin stark steigen.
    Eine Vergrösserung der Liga hätte da zwar kaum grossen Einfluss auf die Saläre der Topspieler - denn auch wenn Olten, Langenthal, Langnau etc. nun zur NLA gehörten, so fehlen dort die finanziellen Mittel, um Leute wie Hollenstein, Wick, Guggisberg, etc. zu verpflichten. Dennoch dürfte der Spielermangel grundsätzlich die Kosten eher ansteigen lassen, auch wenn durch die verstärkte Nachwuchsarbeit potentiell mehr Spieler in die NLA finden als früher.
    Abgesehen von den finanziellen Aspekten sind die sportlichen Konsequenzen zu bedenken. Das Niveau würde verwässert bzw. gesenkt, es ergäbe sich eine klare 2. Klassen-Gesellschaft. Selbst wenn es jedem der neu in die NLA integrierten Klubs gelingen würde, auch einen Milliardär als Mäzen an Land zu ziehen, um beim Wettbieten um Spieler mitzumachen: mehr Spieler mit (heutigem) NLA-Niveau gibt es deswegen trotzdem nicht. Anders gesagt: So mir nichts dir nichts, wie Kläusli das darstellt, wird eine Aufstockung der NLA nicht durchgezogen werden können. Eine Option wäre die Erhöhung des Ausländerkontingentes, um den Spielermangel bzw. den Kostendruck etwas abzudämpfen. Aber eben, dass sind alles Dinge, die schon zigmal sehr kontrovers diskutiert worden sind.

    Man muss sich damit abfinden, dass die meisten Coaches und Spieler - wenn sich eine Möglichkeit ergibt - die NHL der NLA vorziehen. Und ist ein Trainer in Übersee bekannt, kommt er bei Neubesetzungen automatisch "ins Gespräch", unabhängig davon, wie realistisch die Aussichten sind. Solange klare Regeln für Wechselabsichten bestehen, z.B. "Datumsgrenzen" ist das Risiko überschaubar.

    Weiss nicht, was die Aufregung soll. Wenn alles perfekt passt, liegt eine Medaille drin - wenn's gut läuft reicht's für die Viertelfinals, wenn's normal läuft bleibt man ungefährdet in der A-Gruppe - und ja, wenn's schlecht läuft landet man in der Relegation.

    Ob das Team jetzt wesentlich besser wäre, wenn noch der eine oder andere Topspieler mit dabei wäre, wage ich zu bezweifeln. Wenn 3/4 des Kaders ihrer Normalform nachrennen, nützen 1-2 "Stars" auch nicht viel.

    Auch kann es ja wohl kaum sein, dass das Wohl und Wehe der Nationalmannschaft von Oldies im Alter > 36 Jahre wie Streit, Plüss oder Gardner abhängt. Da müsste sich eher mal die Generation im besten Hockey-Alter etwas hinterfragen.

    Irgendwie fehlt die Power und die Entschlossenheit auf dem ganzen Feld - und der mit der angeblichen "schlittschuhläuferischen Überlegenheit" fällt mir seit Jahren nicht so speziell auf. Der 100 Kg Brocken Ovechkin hat einen explosiveren Antritt als jeder CH-Spieler, und dies hat nicht so viel mit "Talent" zu tun, sondern mit entsprechend harter Arbeit. Die Russen mögen gestern sicher noch einen guten Tag gehabt haben und auf Wiedergutmachung aus sein, aber in der Vorbereitung gegen andere Gegner war es genau gleich. Man hat dann einfach nicht gerade 5 Öfen bekommen. Insgesamt merkt man, dass "die Besten" in unserer Liga nicht (mehr) genügend gefordert werden - gewisse Defizite stellt man seit Jahren fest, ohne dass man bei den jüngeren Generationen einen entscheidenden Schritt weiter gekommen wäre. Technisch und läuferisch mögen wir einigermassen bei den Leuten sein, punkto Physis und Zweikampfverhalten fehlt aber weiterhin so einiges.

    ...es kann ja nicht jeder beim ZSC spielen, nur weil die derzeit obenauf schwimmen... :mrgreen:

    Und vielleicht ist Blum die "Star-Dichte" beim ZSC ja auch zu hoch, während er in Bern eher zu den Leadern gehören wird. Der SCB ist für Blum aber ohnehin nur eine Zwischenstation auf dem Weg ins Ausland, der hat nicht gewechselt, weil er nächste Saison unbedingt Meister werden will. Und für den SCB ist angesichts der vielen Dauerverletzten Verteidiger selbst "eine Saison Blum" besser als gar nichts. In einem Jahr sieht's vielleicht schon wieder anders aus.

    Zitat von Gysino

    Ja, absolut kein Problem in Lausanne...:rofl: :rofl:
    2018 :rofl: :rofl:

    Lausanne und Fribourg ghöred Massnahme uufgsetzt für die nägscht Saison, die Uuswärtssektore, die sanitäre
    Aalage und Verpflegismöglichkeite sind menscheunwürdig. In Lausanne probiereds di mit rohe Würscht sogar
    z'vergifte.

    Nachdem die Klubs mit Forderungen konfrontiert sind, für Polizeieinsätze mehr bezahlen zu müssen als bis anhin, sind die Auswärtsfans wahrscheinlich gar kein so gutes Geschäft mehr. Die paar Tausend Eintrittskarten und etwas Bier und Bratwurst decken allfällige Mehrkosten doch nie und nimmer ab. Ich habe den Eindruck, man "vergrämt" die Auswärtsfans ganz bewusst. In Zug mit einer modernen Halle wird bei der Eingangskontrolle möglichst schikaniert, andernorts versucht man offenbar, mittels katastrophaler sanitärer Einrichtungen die Gästefans vom Kommen abzuhalten.