Evtl. geht man da von falschen Vorstellungen aus, beispielsweise die, dass mit einem neuen, vom ZSC betriebenen Stadion sich der Klub per se selbst finanzieren könne. Natürlich, wenn die Halle den Sommer hindurch mit zig Events ausgelastet werden kann, schaut da schon etwas heraus. Bisher halten sich solche Erfolge aber auch in an sich geeigneten neuen Hallen, z.B. in Zug, in Grenzen. Zürich hätte da allenfalls noch einen Standortvorteil.
Während der Saison wird man im eigenen Stadion sicher aus der Verpflegung bzw. neudeutsch "Catering" mehr lösen als dies im HaSta der Fall ist, wobei auch hier die Sache nicht überschätzt werden darf. In Bern, wo diesbezüglich ein fortgeschrittenes Stadium erreicht ist, würden die im und unmittelbar ums Stadion betriebenen Gastro-Betriebe nie und nimmer ausreichen, um das Eishockey halbwegs ausreichend quersubventionieren zu können. Da kommen noch eine ganze Reihe anderer Betriebe dazu, die - abgesehen von irgendwelchen Badi-Restaurants - ganzjährig in Betrieb sind und keinerlei Bezug zum Eishockey haben. Erst damit erreicht man die heutige Quersubventionierung des Eishockeybetriebs, welche andernorts durch externe Geldgeber besorgt wird.
Andererseits stellt sich auch die Frage, was für ein Budget realistischerweise selber finanziert werden kann. Für einen "eigenen" NLB-Klub zu reinen Ausbildungszwecken, wie er heute mit den GCK-Lions vorhanden ist, wird es auch bei sehr optimistischen Annahmen kaum reichen. Wobei der ZSC auch mit etwas reduzierten Dimensionen im Nachwuchsbereich gut über die Runden käme.