Beiträge von Iceman

    Evtl. geht man da von falschen Vorstellungen aus, beispielsweise die, dass mit einem neuen, vom ZSC betriebenen Stadion sich der Klub per se selbst finanzieren könne. Natürlich, wenn die Halle den Sommer hindurch mit zig Events ausgelastet werden kann, schaut da schon etwas heraus. Bisher halten sich solche Erfolge aber auch in an sich geeigneten neuen Hallen, z.B. in Zug, in Grenzen. Zürich hätte da allenfalls noch einen Standortvorteil.

    Während der Saison wird man im eigenen Stadion sicher aus der Verpflegung bzw. neudeutsch "Catering" mehr lösen als dies im HaSta der Fall ist, wobei auch hier die Sache nicht überschätzt werden darf. In Bern, wo diesbezüglich ein fortgeschrittenes Stadium erreicht ist, würden die im und unmittelbar ums Stadion betriebenen Gastro-Betriebe nie und nimmer ausreichen, um das Eishockey halbwegs ausreichend quersubventionieren zu können. Da kommen noch eine ganze Reihe anderer Betriebe dazu, die - abgesehen von irgendwelchen Badi-Restaurants - ganzjährig in Betrieb sind und keinerlei Bezug zum Eishockey haben. Erst damit erreicht man die heutige Quersubventionierung des Eishockeybetriebs, welche andernorts durch externe Geldgeber besorgt wird.

    Andererseits stellt sich auch die Frage, was für ein Budget realistischerweise selber finanziert werden kann. Für einen "eigenen" NLB-Klub zu reinen Ausbildungszwecken, wie er heute mit den GCK-Lions vorhanden ist, wird es auch bei sehr optimistischen Annahmen kaum reichen. Wobei der ZSC auch mit etwas reduzierten Dimensionen im Nachwuchsbereich gut über die Runden käme.

    Zitat von 007

    Drei Themen für die Saure Gurkenzeit:
    2. Der kleine Liga-Topskorer zu Biel: Immer wieder erstaunlich, wie kleine Spieler (der ist 1.71) erfolgreiche Skorer sind wie zB Zuccarello und St. Louis bei den Rangers. Alle wollen "Schränke" und Wasserverdrängung und dann kommt ein Floh und läuft allen durch die Beine. Sind aber schon Ausnahmen. Auch Shannon ist ein ähnlicher Typ, wenn er auch etwas grösser ist.

    Kommt wohl auch immer etwas auf die "Umgebung" an - Ein "Floh" in einem Block, wo die anderen 4 (auf die Liga bezogen...) genügend Wasserverdrängung erreichen, kann sich durchaus in Szene setzen. Überwiegen jedoch die Leichtgewichte, ist trotz viel Einsatz bald Feierabend. Auf europäischen Eisfeldern gereicht den Elfentänzern allenfalls ein höheres Tempo oder bessere Technik noch etwas mehr zum Vorteil - sofern sie tatsächlich so viel schneller + besser sind. Wenn ich z.B. sehe, was für einen Antritt ein Brocken wie Ovechkin hat, und wen er auf den ersten Metern so alles hinter sich lässt, dann würden sich auch in unserer stets als "tempostark" gepriesenen Liga die angeblich "schnellen" Wusler noch ziemlich die Augen reiben - trotz ungefähr 25% weniger Kampfgewicht!

    Es kursierte noch kurz das Gerücht, Red Bull wolle einsteigen - wobei die sich kaum mit NLB begnügt hätten. Der Standort Basel wäre zwar für den Multi wohl grundsätzlich attraktiv, aber dort mehr als einen Retortenklub ohne wesentliche Verankerung in der Bevölkerung zu etablieren hätte vermutlich viel Zeit und noch mehr Geld gekostet. Für das CH-Hockey wäre es ja nicht schlecht, in mehr Ballungszentren präsent zu sein, eben z.B. in Basel oder in der Ostschweiz (St. Gallen). In der Westschweiz ist man mittlerweile gut vertreten, aber dort gab's auch schon immer eine Hockeykultur. In Basel ist dies schon (zu) lange her, und in der Ostschweiz.... keine Ahnung. Ausserhalb von urbanen Zentren wird es - aller schönen Nostalgie zum Trotz - zunehmend schwierig mit der nachhaltigen Geldbeschaffung.

    Hockeyfans:
    Servette: Almond wechselt in die NHL!
    Montag, 7. Juli 2014, 10:50 - Maurizio Urech

    Noch ein Abgang für Chris Mc Sorley, Stürmer Cody Almond wechselt in die NHL!

    Cody Almond hatte seinen Vertrag mit den Grenats um weitere fünf Jahre verlängert, jetzt steht er kurz davor einen One-Way Vertrag mit den Minnesota Wild zu unterschreiben. Dies meldete die Tribune de Genève.

    Almond hatte schon vor seinem Transfer zu Genf-Servette 25 Spiele in der NHL für Minnesota bestritten.

    Zitat von Larry

    Als langjähriger (Live) Beobachter der NLA sowie der NHL kann ich sagen dass der grösste Unterschied in der Akzeptanz der Schiris liegt!

    In der NHL wird nicht jeder Entscheid endlos von Spielern und Coaches in Frage gestellt wie in der Schweiz!

    Ich wünsche mir die sportliche, professionelle Haltung der NHL Spieler auch in der NLA!

    Gleichzeitig wünsche ich mir von den Schweizer Schiris mehr Linie und weniger Kompensation!

    Die Unsitte der ewigen Diskussionen mit den Schiris hätte längstens angegangen werden können. Seinen Anfang nahm die Sache - wie immer - mit guten Absichten; man wollte Frustrationen abbauen, die von "unverstandenen" Entscheiden ausgehen könnten, gleichzeitig Spielern + Trainern "den Puls" fühlen und ihnen auch auf inoffiziellem Weg - d.h. vor einer ausgesprochenen Strafe - zu verstehen geben, wenn das Limit erricht ist. Die Folgen dieses löblichen Bestrebens sind in der NLA in fast jedem Spiel zu beobachten - praktisch bei jedem Pfiff des Spielleiters fühlen sich Spieler und Coaches berufen, mindestens kopfschüttelnd oder händeverwerfend ihr Missfallen zu äussern - und sei es auch nur deshalb, um den Boden für spätere, handfestere Diskussionen zu bereiten. Bestärkt darin werden sie von den Schiedsrichtern, weil die sich oft aufführen wie Psychiater mit besonders schwierigen Patienten. Kein Wunder, gebärden sich Spieler + Trainer auch wie solche. Bessere Kommunikation wird offenbar in erster Linie quantitativ statt qualitativ verstanden, d.h. es wird viel zu oft und viel zu lange geschwatzt und diskutiert. Natürlich kann man dies als Teil des Showprogramms sehen; ist ja auf den ersten Blick auch irgendwie witzig, wenn man nie genau weiss, wann McSorley dem Schiri dann tatsächlich mal eine runterhaut. Mit der Zeit ist das Theater on Ice aber eher nervtötend....

    Bleibt zu hoffen, dass der schwedische NHL-Schiedsrichter Import diesbezüglich ein gutes Vorbild abgibt, und dem "Ziischtigs-Club" auf dem Eis so den Stecker zieht.

    Zitat von Supreme

    Sehr positive Nachricht. Man könnte ruhig auch noch einen 2en solchen Mann beschäftigen. Auch wenn nicht alles über's Geld gelöst werden kann, aber man kann nicht dauernd an den Schiedsrichtern herumkritisieren, ohne etwas konkretes zu tun.

    Fragt sich nur, ob am Ende Bertolotti ein langes Gesicht machen wird, wenn der NHL-Schiedsrichter die "Nulltoleranz" so pfeift, wie man dies im Stanleycup-Final gesehen hat. Oder ob die Kritiker der Schiris in der Schweiz dumm aus der Wäsche gucken, wenn der NHL-Schiedsrichter nicht wesentlich anders pfeift als man sich das gewohnt ist.... :mrgreen:

    Über die Vergrösserung / Verkleinerung der NLA wurde schon oft trefflich gestritten. Gegen eine Vergrösserung spricht, dass es schon für die heutige Grösse der NLA faktisch zu wenig Spieler gibt, welche einigermassen (heutiges) NLA-Niveau erreichen. Die qualitative Verbesserung des Niveaus in den letzten 10 Jahren führt zudem dazu, dass eine mittlerweile erhebliche Anzahl von Spielern dem heimischen Markt "entzogen" ist, da diese ihr Glück in anderen Ligen versuchen - je nach Zählart kommt man auf gut 20 Spieler - praktisch eine ganze Mannschaft!! Es ist daher nicht weiter erstaunlich, dass die Gehälter - nicht nur ausschliesslich für absolute Topspieler - weiterhin stark steigen.
    Eine Vergrösserung der Liga hätte da zwar kaum grossen Einfluss auf die Saläre der Topspieler - denn auch wenn Olten, Langenthal, Langnau etc. nun zur NLA gehörten, so fehlen dort die finanziellen Mittel, um Leute wie Hollenstein, Wick, Guggisberg, etc. zu verpflichten. Dennoch dürfte der Spielermangel grundsätzlich die Kosten eher ansteigen lassen, auch wenn durch die verstärkte Nachwuchsarbeit potentiell mehr Spieler in die NLA finden als früher.
    Abgesehen von den finanziellen Aspekten sind die sportlichen Konsequenzen zu bedenken. Das Niveau würde verwässert bzw. gesenkt, es ergäbe sich eine klare 2. Klassen-Gesellschaft. Selbst wenn es jedem der neu in die NLA integrierten Klubs gelingen würde, auch einen Milliardär als Mäzen an Land zu ziehen, um beim Wettbieten um Spieler mitzumachen: mehr Spieler mit (heutigem) NLA-Niveau gibt es deswegen trotzdem nicht. Anders gesagt: So mir nichts dir nichts, wie Kläusli das darstellt, wird eine Aufstockung der NLA nicht durchgezogen werden können. Eine Option wäre die Erhöhung des Ausländerkontingentes, um den Spielermangel bzw. den Kostendruck etwas abzudämpfen. Aber eben, dass sind alles Dinge, die schon zigmal sehr kontrovers diskutiert worden sind.

    Man muss sich damit abfinden, dass die meisten Coaches und Spieler - wenn sich eine Möglichkeit ergibt - die NHL der NLA vorziehen. Und ist ein Trainer in Übersee bekannt, kommt er bei Neubesetzungen automatisch "ins Gespräch", unabhängig davon, wie realistisch die Aussichten sind. Solange klare Regeln für Wechselabsichten bestehen, z.B. "Datumsgrenzen" ist das Risiko überschaubar.

    Weiss nicht, was die Aufregung soll. Wenn alles perfekt passt, liegt eine Medaille drin - wenn's gut läuft reicht's für die Viertelfinals, wenn's normal läuft bleibt man ungefährdet in der A-Gruppe - und ja, wenn's schlecht läuft landet man in der Relegation.

    Ob das Team jetzt wesentlich besser wäre, wenn noch der eine oder andere Topspieler mit dabei wäre, wage ich zu bezweifeln. Wenn 3/4 des Kaders ihrer Normalform nachrennen, nützen 1-2 "Stars" auch nicht viel.

    Auch kann es ja wohl kaum sein, dass das Wohl und Wehe der Nationalmannschaft von Oldies im Alter > 36 Jahre wie Streit, Plüss oder Gardner abhängt. Da müsste sich eher mal die Generation im besten Hockey-Alter etwas hinterfragen.

    Irgendwie fehlt die Power und die Entschlossenheit auf dem ganzen Feld - und der mit der angeblichen "schlittschuhläuferischen Überlegenheit" fällt mir seit Jahren nicht so speziell auf. Der 100 Kg Brocken Ovechkin hat einen explosiveren Antritt als jeder CH-Spieler, und dies hat nicht so viel mit "Talent" zu tun, sondern mit entsprechend harter Arbeit. Die Russen mögen gestern sicher noch einen guten Tag gehabt haben und auf Wiedergutmachung aus sein, aber in der Vorbereitung gegen andere Gegner war es genau gleich. Man hat dann einfach nicht gerade 5 Öfen bekommen. Insgesamt merkt man, dass "die Besten" in unserer Liga nicht (mehr) genügend gefordert werden - gewisse Defizite stellt man seit Jahren fest, ohne dass man bei den jüngeren Generationen einen entscheidenden Schritt weiter gekommen wäre. Technisch und läuferisch mögen wir einigermassen bei den Leuten sein, punkto Physis und Zweikampfverhalten fehlt aber weiterhin so einiges.

    ...es kann ja nicht jeder beim ZSC spielen, nur weil die derzeit obenauf schwimmen... :mrgreen:

    Und vielleicht ist Blum die "Star-Dichte" beim ZSC ja auch zu hoch, während er in Bern eher zu den Leadern gehören wird. Der SCB ist für Blum aber ohnehin nur eine Zwischenstation auf dem Weg ins Ausland, der hat nicht gewechselt, weil er nächste Saison unbedingt Meister werden will. Und für den SCB ist angesichts der vielen Dauerverletzten Verteidiger selbst "eine Saison Blum" besser als gar nichts. In einem Jahr sieht's vielleicht schon wieder anders aus.

    Zitat von Gysino

    Ja, absolut kein Problem in Lausanne...:rofl: :rofl:
    2018 :rofl: :rofl:

    Lausanne und Fribourg ghöred Massnahme uufgsetzt für die nägscht Saison, die Uuswärtssektore, die sanitäre
    Aalage und Verpflegismöglichkeite sind menscheunwürdig. In Lausanne probiereds di mit rohe Würscht sogar
    z'vergifte.

    Nachdem die Klubs mit Forderungen konfrontiert sind, für Polizeieinsätze mehr bezahlen zu müssen als bis anhin, sind die Auswärtsfans wahrscheinlich gar kein so gutes Geschäft mehr. Die paar Tausend Eintrittskarten und etwas Bier und Bratwurst decken allfällige Mehrkosten doch nie und nimmer ab. Ich habe den Eindruck, man "vergrämt" die Auswärtsfans ganz bewusst. In Zug mit einer modernen Halle wird bei der Eingangskontrolle möglichst schikaniert, andernorts versucht man offenbar, mittels katastrophaler sanitärer Einrichtungen die Gästefans vom Kommen abzuhalten.

    Zumindest ein Fribourger scheint mit dem Transfer nicht ganz glücklich zu sein. Nicht wegen Tambellini persönlich, aber weil er lieber einen Verteidiger hätte. Die Sportchefs haben's nicht leicht. Ausser man ist gerade Meister geworden.... :mrgreen:

    "......Re: Jeff Tambellini
    Message par CuJo Aujourd'hui à 15:33
    Ich könnte kotzen !!! WIESO lernen diese Deppen in Gottéron nie aus den Fehlern ? Wäre mir ja egal, wenn man beim ersten Mal nicht gleich lernen würde....aber man macht Jahr für Jahr die gleichen Fehler ! Miettinen muss durch einen Verteidiger ersetzt werden. Die Playoffs habens doch gezeigt ???!!!! Wo liegen dann die Probleme wenn nicht in der Defense, wenn man nach 50 Qualispielen mit 150 Gegentoren da steht ?
    Und ich Depp schau mir nach Saisonende ja auch noch die Penguins an, da läuft die Kacke genau gleich ! Ein unfähiger Torhüter (nichts gegen Conz, ich verzeihe ihm die schlechten Playoffs, aber Fleury ist seit Jahren schlecht !), ein Trainer, der die Probleme nicht sieht und ein Haufen launischer Divas und Schönwetterspieler, die nicht gewillt sind, Checks fertig zu machen und 60 Minuten lang Playoff-Eishockey zu zeigen. Fazit: Ich kotze ab diesem Transfer.....aber von diesen Hampelmännern in Fribourg kann man ja nichts anderes erwarten. Geld ohne Ende aber wie wir's einsetzen ist Jahr für Jahr fabelhaft. Jahr für Jahr steigen wir in Sachen Geld mit einem Paar Assen ins Heads-up......wir spielen sie aber immer wieder völlig falsch !......"

    Jaja, spottet nur.... :suff:
    Beim ZSC sehe ich ähnliche Möglichkeiten wie beim SCB, wenn dann das Stadion kommt. Und dies ist ja offenbar W. Freys feste Absicht, um die Abhängigkeit zu reduzieren. Komisch ist, dass mittlerweile fast jeder vom "Catering" und "Gastronomie" redet bzw. offenbar der Meinung ist, damit liesse sich die nötige Kohle schon herbeizaubern. Da wird übersehen, dass in Bern die Restaurants und Bierstände im Stadion nur ein kleiner Teil des "Gastroteils" sind - das Gros der Restaurants ist vom Eishockeybusiness völlig unabhängig. Anders gesagt: Mit etwas Bier und Wurst verkaufen im Stadion kompensiert man keinen Mäzen, selbst bei einem Zuschauerschnitt von 16'000 und stolzen Preisen nicht. Und in Stadien mit einem Schnitt von 6-7'000 Zuschauern noch viel weniger. Deshalb meine Zweifel, wenn von Genf über Fribourg bis Zug jeder das grosse Geld damit machen will.

    Apropos Blum und Lohnsumme: Die von Klaus Zaugg herumgebotenen 600'000.- sind (gemäss gut unterrichteten Quellen...) ein Gerücht, welches McSorley den Journalisten "gesteckt" hat, nachdem Blum in Genf absagte. Die Lohnhierarchie im SCB, wo Martin Plüss am meisten verdient (eben gegen TCHF 600), werde nicht tangiert, Blum liege da deutlich darunter. Na ja, habe den Originalvertrag auch nicht vor mir, aber dass ein Blum, bei allem Respekt für sein Können, einfach mal eben lohnmässig Martin Plüss überflügelt, ist nicht gerade die wahrscheinlichste Theorie. Evtl. war McSchorle auch etwas gefrustet, weil praktisch gleichzeitig mit Blums Absage auch noch Klein-Fige den Abschied nahm. Aber auch mit einer Korrektur "nach unten" muss Blum beim SCB kaum darben...

    Noch interessant ist die Aussage von Gaydoul, dass es im Prinzip so wie jetzt nicht weitergeht, bzw. dass die Kosten zu hoch und die Einnahmen zu tief sind, und dass zuviel an ihm hänge. Mal abgesehen davon, dass eine Option wäre, noch ein paar andere Milliardäre zu jährlichen "Spenden" zu überreden - aber selbst wenn die Kolping-Arena noch etwas ausgebaut würde, und man ein paar VIP-Logen reinhängt (...so viele haben da auch nicht Platz...), macht man damit nicht soviel Kohle, um die Kloten-Flyers auch nur annähernd selbsttragend aufzustellen. Mindestens wenn der Anspruch besteht, um den Titel zu spielen. Ob die öffentliche Hand einspringt, indem sie ein zusätzliches Eisfeld bezahlt, das Stadion ausbaut, und das Ganze dem Klub fast gratis zur Verfügung stellt, halte ich für wenig wahrscheinlich. Wobei dies andernorts durchaus so gehandhabt wird.

    In dieser Hinsicht halte ich den SCB für einen einigermassen realistischen Orientierungspunkt. Die Strukturen dort sind nicht durch grosse externe Geldgeber oder durch mehr oder weniger versteckte Leistungen der öffentlichen Hand verzerrt. Für die Halle zahlt der SCB meines Wissens etwa 4 Mio. pro Jahr an ein privates Immobilienunternehmen, welches den Umbau finanzierte. Mit dem Geschäft ausserhalb von Eishockey - hauptsächlich Gastronomie - wird ein jährlicher Zustupf an die Sportabteilung von etwa 4-5 Mio. generiert, wobei dies je nach "Konsumfreudigkeit" schwankt. Also quasi den Ersatz für den jährlichen Göttibatzen eines Mäzen. Betrachtet man sich die Umsätze, Besucherfrequenzen, Zuschauerzahlen etc., welche für den aktuellen SCB "nötig" sind, hat man ungefähr eine Vorstellung davon, was es braucht, um selbsttragend zu sein. Mindestens wenn man die Quersubventionierung aus dem Gastronomiegeschäft generiert. Andere Tätigkeiten weisen zweifellos eine bessere Rendite auf - ob nächstens an den einschlägigen Plätzen in Zug oder Genf die Klubs den Rohstoffhandel als 2es Standbein aufbauen, bleibt abzuwarten.... :mrgreen:

    Frage an die NHL-Afficionados:
    Entsprechen die Beobachtungen von Honegger der Realität? In der CH wird doch für gewöhnlich die NHL immer in einer Art überirdischem Licht gesehen, wo es sehr hart, aber fair zu und hergehe. Schwalben sind bekanntlich "unehrenhaft", ebenso wie die Absicht, per Kniestich , Stock oder Ellbogen den Gegner ins Krankenhaus zu befördern. Aus dem Artikel von Honegger müsste aber geschlossen werden, dass null Respekt vor dem Gegenspieler besteht, eben der Zweck die Mittel heiligt. Aber vermutlich sieht man die angeblich heile NHL-Welt der harten Sportsmänner aus der Ferne etwas zu naiv....

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    Die Frage wird seit dem ersten Bully dieser Playoffs gestellt: Warum gibt es auf dem Eis so viel Gewalt? Fragt man die Spieler, ist die Antwort denkbar einfach: Sie werden auf die Bibel schwören, dass der Zweck die Mittel heiligt – gewinnen um jeden Preis, alles ist erlaubt.

    Alles ist erlaubt – in diesem Frühling bedeutet dies zum Beispiel, dass Bostons Bösewicht Milan Lucic seinen Stock in die Kronjuwelen von Detroits Verteidiger Danny DeKeyser schlägt. Es heisst auch, dass Blue Jackets Stürmer Brandon Dubinsky eine Zielscheibe auf Sidney Crosbys Leibchen vermutet und den Superstar auf dem ganzen Eis attackiert.

    Dubinskys Verhalten ist darum ironisch, weil Penguins-Eigentümer Mario Lemieux vor nicht mal zehn Jahren zum verbalen Rundumschlag gegen die Liga ansetzte, welche die Superstars nicht vor Angriffen von Durchschnittsspielern schütze.

    Die meiste Aufmerksamkeit wird aber der intensiven Erstrundenserie zwischen den Nachbarn Chicago und St. Louis zuteil. So viele schmutzige Stockschläge und klare Versuche, den Gegner mit heftigen, potenziell gefährlichen Checks ausser Gefecht zu setzen, habe ich bisher kaum gesehen.

    Im zweiten Spiel schlug Chicagos brillanter Verteidiger Duncan Keith mit seinem Stock nach allem, was sich bewegte – dabei ist Keith ein Spieler, der in den letzten fünf Saisons ein einziges Mal die Fäuste sprechen liess. Sein kongenialer Partner Brent Seabrook wurde inzwischen drei Spiele gesperrt – für einen absurden Check an Blues-Captain David Backes.

    Ebenso aufwühlend: Blues-Anstifter Steve Otts versuchter Anschlag auf Blackhawks-Captain Jonathan Toews oder Brian Bickells Knie-auf-Knie-Check gegen St.-Louis-Stürmer Vladimir Sobotka, der glimpflich ausging, aber ebenso gut das Karriere-Ende für den Tschechen hätte bedeuten können.

    Aufwiegelung, Vergeltung und Einschüchterung sind Elemente, die wir während der Qualifikation kaum zu sehen bekommen. Während den Playoffs aber, wenn sich die Spieler jeden zweiten Abend begegnen und die Nerven blank liegen, gehören diese Gefühlsregungen zum Tagesgeschäft.

    Tja, Blum etwas sehr teuer, aber in der (SCB) Not muss man dies wohl hinnehmen. Nehme nicht an, dass die übrigen Interessenten wesentlich weniger geboten haben. Es geht, anders als hier teilweise vermutet, nicht einfach nur um einen "Showeffekt", um beim Publikum Abbitte zu tun. Niemand weiss, ob und wann ein P. Furrer wieder einsatzfähig sein wird, Beat Gerber wieder mehr als 3 Spiele ohne Adduktorenprobleme absolvieren kann, oder wann Jobin das nächste Mal die Schulter ausrenkt. Wie sich der Freigeist Blum mit Boucher verträgt, wird man sehen. Aber wenn Blum sich international ausrichten will, ist Boucher kein schlechter Einstieg. Bei einem Wechsel in die KHL, mit dem Blum liebäugelt, könnte es ihn ja zum finnischen Wüterich Hannu Jortikka verschlagen. Bei dessen Gebrüll müsste Blum um sein Musikgehör fürchten...

    Hoffentlich achtet die Steuerverwaltung und die AHV-Ausgleichskasse darauf, dass bei der jetzigen Aufrüstaktion die Kohle pünktlich reinkommt. Bei den letzten 2 solchen Aktionen, die letzte unter der Stabführung von Bircher, musste sich die öffentliche Hand einiges ans Bein streichen...

    Gemäss haltlosen Gerüchten soll sich das Salär von Klein-Hollenstein in Genf pro Saison um einen bestimmten Betrag erhöhen. McSorbet hätte demnach gerade die "billigste" Saison eingezogen. Dies dürfte - neben dem weichen Herzen - auch ein Grund sein, weshalb sich McSorley nicht allzusehr wehrt gegen einen möglichen Wechsel.

    Ein tauglicher Ausländer wäre mir noch fast wichtiger - die üblichen "Insider" meinen, das Gerücht mit Kobasew aus Klausens Hexenküche sei "fix", werde aber noch nicht kommuniziert.

    ".....SCB-Trainer Guy Boucher hilft seinem Sportchef Sven Leuenberger bei der Ausländersuche. Chuck Kobasew (32) wäre ein Volltreffer...."

    Wenn ich allerdings daran denke, wie Klausi den Lehtonen gelobt hatte, traue ich der Sache noch nicht so ganz. Wie "gesund" Kobasew ist, wäre auch interessant. Na ja, mindestens die Gerüchteküche ist am köcheln...