Beiträge von Iceman

    Zitat von gringo


    wo wurde uns letztes Jahr am meisten geholfen? Dass das reguläre Tor von McCarthy gegeben wurde?...

    Das ist eben das Unheimliche an dieser Verschwörung, sie ist völlig unberechenbar und hängt erst noch von der Perspektive ab. Aber dass es sie gibt, ist unbestritten. Natürlich hat letztes Jahr "die Liga" (...eine ominöse Organisation, mindestens den Verschwörungstheoretikern zufolge...) den ZSC als Meister haben wollen. Und, ist der ZSC etwa nicht Meister geworden?? Eben.

    Dieses Jahr weiss man es noch nicht so recht, wer am Ende Nutzniesser dieser Bevorzugungen sein wird. Habe aber schon sagen hören, dass die Landesregierung den Schiri-Chef Bertolotti aufgefordert hat - im Sinne des nationalen Ausgleichs und um den ewigen Minderheiten-Frust unserer Compatriotes zu bekämpfen - nicht immer die Deutschweizer-Klubs zu bevorzugen. Auch der ZSC ist in diese Verschwörung eingebunden, denn wie sonst ist zu erklären, dass Shannon dem Conz exakt an den Schlöf trifft im Penaltyschiessen??? Gegen solche Machenschaften sind Area 51 und die fingierte Mondlandung Konfirmanden-Streiche. Affaire à suivre...

    Die Lösung liegt ganz woanders! Nämlich bei den Schiedsrichtern! Die bevorzugen doch die Fribourger pausenlos. Hat es nicht da und dort Szenen gegeben, bei welchen die Schiedsrichter eine Strafe GEGEN den ZSC gepfiffen haben, obwohl das haargenau gleiche Vergehen im Januar nicht geahndet worden ist? McSorley und Shedden wären sicher froh, wenn Crawford ihrem "Aufdeckungskommittee gegen Bevorzugung des jeweiligen Gegners" beitreten würde. Hitzige Diskussionen wären allerdings dann angesagt, wenn es darum ginge, den Hauptbevorzugten zu identifizieren. Wahrscheinlich wird am Ende der Saison der Meister derjenige sein, dem die Schiris am meisten geholfen haben. Ist doch jedes Jahr dasselbe mit der Ungerechtigkeit auf dieser Welt...

    Habe bisher nur 1. Spiel der Serie HCFG-ZSC gesehen. Beim ZSC hatte ich den Eindruck, dass die physisch viel mehr Gas geben müssten. Aber irgendwie spielt man das den Fribourgern sehr angenehme Spiel der schönen Tricks und Pässe und des Tempos mit. Dass die Scheibe nicht gerade für den ZSC läuft (....der Penalty gestern, wo die Scheibe dem liegenden Conz noch an den Schlöf geht, war ja abartig...) kommt noch dazu. Der ZSC müsste - statt mitzuspielen - das Tempo herausnehmen, stochern, checken, murksen etc., bis es den spielstarken Fribourgern "verleidet".

    Na ja, auch noch ein Ausraster von Leuenberger wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Wobei der Blick ja bekannt dafür ist, gewisse kernige Aussagen noch etwas "aufzuhübschen", um möglichst saftige Schlagzeilen zu generieren. Als Zuschauer oder Journalist bekommt man ohnehin nur 50% der Mätzchen - hier derjenigen von McSorbet - mit. Nebenbei und hintenrum ist da wohl noch einiges mehr vorgefallen. Trotzdem hätte sich Leuenberger nicht auf dieses Niveau herunterlassen sollen, item.

    Natürlich sorgt es für Unterhaltung, wenn McSorley Bandentürchen zuschlägt, die Schiris zusammenstaucht oder sich weigert, seine Mannen auf's Eis zu schicken. Was aber bei McSorley vor Jahren so etwa auf dem Niveau eines tobenden Arno del Curto angefangen hat, ist mittlerweile ausgeartet.

    Ich frage mich noch immer, ob McSorley einfach sein übliches Theater abzieht, oder ob er den Realitätsbezug tatsächlich derart verloren hat. Das Spiel der hohen Ellbogen, Crosschecks und hinterhältigen Fouls, welches etliche SCB-Spieler auf die Verletztenliste beförderte, war an sich schon grenzwertig. Der SCB - ausser Gardner, Rubin, Ritchie und Kinrade derzeit eher eine "Zwergenfraktion" - konnte in diesem Bereich nie entgegenhalten, vom "Ausraster" Gardners mal abgesehen. Den Schiedsrichtern müsste McSorley sogar dankbar sein, dass sie es vorübergehend derart "laufengelassen" haben.

    Im Gegensatz zu Reiber sah es das Duo Stricker / Eichmann dann jedoch nicht mehr als "Play-off Härte" an, stockvoran in die Zweikämpfe zu steigen. Die berühmte Kritik von wegen fehlender Linie kann man deshalb vorbringen. Ein Fachmann wie McSorley müsste aber auch realisieren, dass der Stil "Hauen + Stechen" kaum plötzlich regelkonform geworden ist, nur weil Reiber ein paar Spiele lang gar nichts mehr gepfiffen hatte.

    Die schon mal angesprochene "Simulation" einer Verletzung durch Picard, um Gardner möglichst viele Sperren zu bescheren, wird McSorley's Ruf bei Schiedsrichtern und Liga nicht wirklich aufpolieren, denn für dumm verkaufen lassen die sich auch nicht gern. Zu offensichtlich war das inszenierte Theater, da Picard kaum 48 Std. später ohne Probleme wieder spielen konnte. Die Strafe gegen Gardner war gerechtfertigt, allerdings hätten die Schiris die Situation früher beenden müssen, und nicht erst dann, wenn die Prügel beziehenden Spieler zur Selbstjustiz schreiten.

    Fragwürdig auch das Zeitschinden im letzten Genfer-Heimspiel, als regelmässig 5-minütige Pausen eingelegt werden mussten, um ein Tor richtig zu verankern. Oder wenn noch viel länger keine richtigen Videobilder vorhanden sind, um - auf Wunsch McSorley's - einen eindeutigen Pfostenschuss durch die Schiris beurteilen zu lassen. Es fehlte eigentlich nur noch ein Stromausfall von 20 Minuten.

    Kurz und gut, Servette hätte den Halbfinaleinzug verdient gehabt. Niemand hätte etwas dagegen einwenden können, wenn sie einen der 3 Matchpucks verwertet hätten. Und davon waren sie nur 3 Pfostenknaller entfernt. Die Art und Weise, wie McSorley dieses Ziel erreichen wollte, hatte aber mit "Schlauheit" und "Play-off Mentalität" nichts mehr zu tun. Hätte Servette die Serie gewonnen, wäre das Verhalten bzw. die Manipulationen McSorley's wie üblich unter dem Titel "Rumpelstilzchen" - wenn überhaupt - ein Thema gewesen. Nun wird der ansonsten mehrheitlich gelobte Coach McSorley auch etwas kritischer als auch schon hinterfragt.

    Möchte von wegen der Reklamation von McSorley - sozusagen als "Augenzeuge" - auch noch etwas loswerden:

    Das ursprüngliche Foul von Gardner hatte seine Ursache in einem Gewühl vor dem Genfer Tor, als das Spiel unterbrochen war. Der am Boden liegende Ritchie wurde mit Crosschecks ins Genick traktiert, der am Gehäuse stehende Gardner mit Faust- + Stockschlägen von hinten durch Picard. Dass diese Vorkommnisse unter den Augen von 2 Schieds- und 2 Linienrichter passierten, ohne dass diese auch nur Anstalten gemacht hätten, eine Strafe auszusprechen, trug nicht gerade zur Beruhigung der Situation bei. Gardner drehte sich um, ob der Prügel von hinten aber mit zu hohem Ellbogen, und traf Picard am Kopf. Dieser sackte zusammen, als ob ihn der Blitz getroffen hätte, danach liess er sich vom Eis führen dass man glauben konnte, er hätte nicht nur eine Schädelfraktur, sondern mindestens noch einen doppelten Beinbruch. Gut, Gardner raus wegen Check gegen den Kopf +5 Strafminuten. Erstaunlicherweise wurde dann auch noch ein Genfer mit 2 Minuten bestraft.

    Am übernächsten Tag (6es Spiel in Genf) spielte der "gehirnerschütterte" Picard problemlos mit, beim Einturnen bzw. Fussbalspielen vor dem Spiel wurde er bei ein paar schönen Kopfbällen beobachtet.

    Es mag sich dabei nur um ein "Detail" handeln, aber trotzdem hat McSorley mit der ganzen Aktion eine Linie überschritten. Trashtalken, die Schiedsrichter einschüchtern, Stöcke nachmessen lassen....OK.... kennt man alles, das gehört bei gewissen Trainern einfach zum Repertoire. Die eigenen Spieler gezielt auf gegnerische Schlüsselspieler ansetzen, um diese mit teilweise offensichtlichen Dreckfouls ins Lazarett zu befördern, geht gar nicht. Trotz der teilweise grenzwertigen Aktionen von gewissen Genfern und der Tatsache, dass dem SCB praktisch nach jedem Spiel ein weiterer Akteur "fehlte", will ich McSorley da nichts unterstellen. Viel Phantasie bräuchte es dazu allerdings nicht.

    Wenn man aber anfängt, durch Simulieren von Verletzungen Sperren für den Gegner herauszuschinden, wie nun eben im Fall Gardner-Picard, ist dies eine neue Dimension, welche bisher im CH-Hockey nicht zu beobachten war. Ich schätze McSorley im Prinzip für seine Arbeit, in Genf das Hockey wieder zu verankern. Solche Täuschungsmanöver - um nicht zu sagen "Betrügereien" - sind aber eines Coaches wie McSorley nicht würdig. Gerade er, die bei jeder Gelegenheit seine kanadische Prägung betont, hat sich dadurch ins Abseits gestellt. Bleibt zu hoffen, dass diese "Fussballerkrankheit" bzw. das Simulantentum nicht auch auf das Hockey übergreift.

    Und zur Serie: Der SCB mit viel Herz und Kampfgeist - und einem riesigen Dusel - doch noch weiter. Allerdings durch verschiedene Ausfälle bei Ausländern und CH-Spielern geschwächt. Die diversen Notnägel (Junioren, NLB-Spieler) machen ihre Sache zwar gut (Loichat gestern sogar mit einem Tor...). Aber man merkt eben schon, warum sie noch bei den Junioren bzw. in der NLB spielen.

    Habe auch den Eindruck, dass die Schiedsrichterdiskussionen nicht NUR wegen der grossen Ausgeglichenheit der Liga, welche sich auch in den PO's bemerkbar macht, aufkommen. Salis hat kürzlich gesagt:"Wir haben kein Schiedsrichterproblem, sondern ein Schiedsrichter-Führungsproblem". Ref-Obmann Bertolotti ist tatsächlich völlig kritikresistent und wiederholt mantramässig, dass alles zum besten stünde, und die Trainer und Spieler sich halt etwas besser benehmen sollten, dann gäbe es auch weniger Probleme. Das stimmt zweifellos, und wenn alle lieb und artig sind, brauchen wir ja bald überhaupt keine Schiedsrichter mehr.

    Dass es in den PO's etwas anders zu- und her geht als in der Quali ist klar, auch dass die Schiedsrichter etwas mehr laufenlassen. Wenn im Getümmel ab und zu mal ein verstecktes Foul nicht gesehen und gepfiffen wird, ist dies nicht so tragisch. Wenn allerdings 4 Schiedsrichter im Abstand von 1-2 Meter regungslos zusehen, wie nach einem Abpfiff ein am Boden liegender Spieler mit Crosschecks in den Nacken traktiert wird, und ein anderer mit Faustschlägen, ohne einzugreifen, dann artet die Sache aus. Diese inkonsequente Haltung führt dann zur berüchtigten "Selbstjustiz" - und genau dann treten die Schiedsrichter wieder auf den Plan - faktisch werden immer erst dann Strafen verteilt, wenn sich "das Opfer" wehrt, denn dann kann man beide, Täter und Opfer, auf's Bänklein schicken. Dass eine solche Spielleitung - notabene durch angeblich gute Profischiedsrichter wie z.B. Reiber - dann irgendwann mal Kritik hervorruft, verwundert kaum.

    McSorley überspannt den Bogen derzeit massiv, und führt sowohl Schiedsrichter wie Verbandsjustiz mit simulierten Verletzungen, provozierten Unterbrüchen zur Erholung seiner Schlüsselspieler (Ewigkeiten bis Tore verankert werden, die verlangte Videoanalyse eines eindeutigen Pfostenknallers braucht etwa 7 Minuten etc.) an der Nase herum. Offenbar ist jeder ein "Löli", der nicht auch diese Taktik fährt. Die Chancen stehen gut, dass inskünftig die gleichen Simulanten bzw. "sterbenden Schwäne" wie im Fussball in die Eishockeystadien einziehen. Wenig erstaunlich ist der Genfer Picard als einer der Meister dieses Fachs auch der Beste, wenn es darum geht, einen Gegenspieler durch Checks mit angezogenem Knie oder gut platziertem Ellbogen ins Spital zu befördern.

    Der "kleine" Brunner war eine Saison beim SCB, nachdem McSorley den Spieler zwar zu Senf transferierte, für ihn aber nie eine Lizenz gelöst hatte. Kann nicht viel mehr über Brunner sagen, als dass er beim SCB die ohnehin zu grosse Anzahl an zu kleinen und zu leichten Spielern noch vergrösserte. Ist - wie bei Bodensurris üblich - auf den Schlittschuhen einigermassen schnell. Allenfalls geeignet zur Ergänzung einer Linie, welche ihre Stärken ansonsten im physischen Bereich hat. Spielstil: Viel Aufwand für sehr wenig Ertrag; wäre Brunner ein 18-jähriger Junior, könnte man evtl. gewisse Hoffnungen hegen. Ist aber mittlerweile glaub' schon etwa 25.

    Aber wie sagt man so schön:"...Wäre bei besserer Führung zu mehr fähig gewesen..." - im richtigen Umfeld bringt er evtl. mehr als in Bern oder Langnau.

    Für die (angeblichen) Favoriten ist der Start immer etwas schwieriger, zumal die Gegner oft bis kurz vor den PO's um die Qualifikation fighten mussten oder zumindest keine "geruhsame" Qualifikation erlebten. Die sind ganz anders auf Betriebstemperatur. Beim ZSC konnte während der Saison hingegen fast passieren, was wollte, grosse Unruhe kam eigentlich nie auf. Andernorts hätte das "Davonlaufen" von 2 Ausländern andere Folgen gehabt und sowohl on- wie off-Ice viel mehr Trubel provoziert, beim ZSC aber absorbierte das hochkarätige Kader solche Intermezzi routiniert und ohne grössere Probleme. Richtig an die Grenzen gehen musste der ZSC die ganze Saison noch nicht wirklich, was letztlich auch ein Problem sein kann. Eine knappe Niederlage zu Beginn der PO's ist deshalb der bessere Weckruf als beschwörende Ansprachen des Trainers. Zudem hatte der ZSC trotz aller (Selbst)kritik genügend Möglichkeiten, um das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Dann hätte man von der "Abgeklärtheit des Meisters" gegen "leidenschaftliche Davoser" in der Presse lesen können - auch wenn der einzige Unterschied im Spiel darin bestanden hätte, dass der Puck bei einer ZSC-Offensivaktion statt bei einer der Davoser ins Tor gegangen wäre.

    Das mit den auf den Transferschluss hin eingeflogenen "Notnägeln" ist immer eine etwas unsichere Angelegenheit. Bednar ist bisher für den SCB zwar ein Glückstreffer, fällt aber eigentlich nicht wirklich in die "Notnagel" Kategorie, da er ja quasi nur zwischenzeitlich nicht in der NLA gespielt hat. Der Rest der "Notnägel" ist seinem teilweise beträchtlichen Renommée bisher aber (wenig erstaunlich) kaum gerecht geworden. Den Dvorak bei Davos habe ich zwar noch nie gesehen, aber ob 2-fach Stanleycup-Gewinner + Weltmeister Petr Sykora (SCB) oder eben Lehtonen, beide könnten eigentlich viel mehr als das bisher gezeigte. Wobei auch klar ist, dass Spieler von dieser Klasse unvermittelt auftauen und einen Match drehen können. Und dann sind sie die Heroen und niemand wird von den vorherigen, schwächeren Auftritten reden.

    Hat sich jetzt zwar erledigt, aber: Wenn schon auf "Staatskosten" Hockeyhallen saniert, erneuert oder ausgebaut würden, müsste danach auch sichergestellt sein, dass diese Hallen "korrekt" vermietet, und nicht aus Lokalpatriotismus "verschenkt" würden. Gilt nicht nur für Davos und Olympia, sondern ist überall ein Thema, wo die öffentliche Hand namhafte Mittel in Eishallen steckt, und man sich fragt, ob da eine halbwegs marktgerechte (...wie immer man dies auch definieren mag...) Miete bezahlt wird. Natürlich sind Eishallen auch eine Art öffentliche Einrichtungen und werden für den Breitensport genutzt. Aber dafür würden auch weniger aufwändige Hallen genügen. Dass der Steuerzahler den Spitzensport und die dortigen hohen Gehälter quasi "subventioniert" kann es ja nicht sein. Seit heute sind wir ja schliesslich ein Land von "Anti-Abzockern" - oder meinen es zumindest.

    Fribourg 4 - 0 Biel
    Die Sensation dürfte ausbleiben obwohl die Bieler befreit und beflügelt aufspielen werden. Mit Conz und Berra haben beide Teams gute Torhüter, Fribourg verfügt aber über mehr Breite und Substanz - wenn aber die Bieler das erste Spiel gewinnen....

    Bern 4 - 3 Genf
    Bis vor wenigen Wochen war ich noch etwas optimistischer, mittlerweile hat's uns aber im dümmsten Moment der Saison mit den Verletzungen erwischt. Die eher zu leichten SCB-Jungspunde dürften im rauhen PO-Klima wiederum einiges an Wirkung verlieren. Da auch Servette mit dem verletzten Bezina Pech hat, könnte es für den SCB noch knapp reichen. Am Samstag werden zwar einige Verletzte zurückkehren. Ob aber Furrer nach monatelanger Absenz wegen Hirnerschütterung eine Stütze sein wird, ist fraglich. Man hört Gerüchte, dass Furrer seine Karriere beenden müsse. Hoffentlich stimmt's nicht.

    Zug 4 - 3 Lugano
    Wenn Manzato im Lugano Tor gross aufspielt, könnte die Serie andersrum ausgehen. Beide Teams haben aber auf dem Torhüterposten Schwächen, die Formkurve spricht aber eher für Zug.

    ZSC 4 - 2 Davos
    Davos ist erstarkt, dürften aber gegen den ZSC trotzdem nicht 4 Spiele gewinnen. Der Z verfügt über 4 ausgeglichene Blöcke mit hervorragenden Individualisten welche alle wissen, wie man Titel gewinnt. Die Unruhen um die Ausländer während der Saison spielten in der Praxis deshalb auch kaum eine Rolle. Noch einmal wird man mit Wick, Ambühl, Monnet und Bärtschi 4 der besten CH-Stürmer in einem Team sehen. Die Chancen für die Titelverteidigung sind hoch.

    Finde, Klaus Zaugg hat das mit Hollensteins Rückkehr nicht schlecht getroffen in seiner Kolumne. Wobei, gleiches hat man auf diesem PB ja auch schon lesen können, als sich die Rückkehr von Hollenstein abzeichnete: Nämlich dass - sobald die Verletzten wieder zurück sind + 1-2 halbwegs passable Ausländer verpflichtet werden - Kloten nach wie vor ein sehr konkurrenzfähiges Kader mit zahlreichen Nationalspielern hat. Mit anderen Worten: Es spricht nichts dagegen, dass Tamfal mit Kloten sehr weit hätte kommen können in den Play-off's. Eine Entlassung von Tamfal hätte in diesem Fall etwas komisch gewirkt. Und nun hat man also den Boden vorbereitet, damit "Fige" eine triumphale Rückkehr als "Wundermann" feiern kann.

    Hätte man schon früher ausländertechnisch etwas gemacht, wäre Kloten gar nie ernsthaft in Gefahr gekommen, die Play-off's zu verpassen. Aber ganz offensichtlich "durfte" Tamfal gar keinen Erfolg haben...

    Weiss nicht, ob es dann zu Begegnungen zwischen NLA-Teams und 1. Liga käme. Aber schon ein NLB-Team hätte kaum realistische Chancen, wenn es der NLA-Vertreter halbwegs ernst nimmt. Letztlich will man mit der Sache ja wohl Geld verdienen, d.h. für den Zuschauer müsste es halbwegs attraktiv sein. Zu Beginn werden Begegnungen wie "ZSC gegen SC Mirchel" sicher einen gewissen Unterhaltungswert haben, der sich aber rasch abbauen dürfte. Aus meiner Sicht sind die Klasseunterschiede im Hockey zwischen den Ligen viel grösser als im Fussball. Kann mir nicht vorstellen, dass da die Zuschauer (der NLA-Klubs) auf Dauer scharenweise in die Stadien pilgern, um solchen Clown-Nummern beizuwohnen.

    Mal abgesehen vom fröhlichen Davos-Bashing: Habe jetzt keine Zahlen zur Hand (...und mag auch keine suchen...) aber die Verletztenlisten in den letzten Jahren waren dort oben teilweise schon überdurchschnittlich. Ob dies aber einfach als permanentes Pech abgetan werden kann? Oder müsste sich evtl. Arno mal fragen, ob mit dem Training oder der Ausrichtung des Team etwas nicht so ganz stimmt?

    Es kommt natürlich einem Sakrileg gleich, den unfehlbaren Säulenheiligen derart in Zweifel zu ziehen. Auch ist immer der berühmte "Einzelfall" zu betrachten. Wenn Juliana Sprunger dem Schommer den Ellbogen in die Fresse haut, oder jahrelang am Knie von Guggisberg herumgepfuscht wird, hat dies natürlich nichts mit Training + Ausrichtung des Teams zu tun. Aber es gibt ja auch noch andere Fälle.

    Zitat von fäbe


    Dann wäre es ja wie bei deinem wunderbaren club.... postfinance...


    Gibt schon noch einen Unterschied zwischen einem normalen Sponsor, welcher überdies das ganze CH-Hockey als Werbeplattform bucht und auch beim Verband als Hauptsponsor auftritt, und dem Steuerzahler.

    Das Problem ist halt auch, dass der Rest der Liga selber schauen muss, wie er zu einem NLA-tauglichen Stadion kommt, bzw. das nötige Geld auftreiben muss bzw. den Eigentümern der Stadien erkleckliche Mieten bezahlt. Ich weiss nicht genau, wie dies in Davos gehandhabt wir. Man hat schon sagen hören, dass das Stadion dem HCD praktisch gratis zur Verfügung steht.

    Wenn die Bündner und Private alles selber bezahlen, dann ist's immerhin eine innerkantonale Angelegenheit. Der Staat Genf zahlt an Servette schliesslich auch für "Nachteile" im Stadion, und die Freiburger Kantonalbank unterstützt Gottéron weit über das übliche Mass hinaus. Der HCD wäre somit nicht der einzige Klub, der quasi von der öffentlichen Hand subventioniert wird. Der Vollständigkeit halber wäre auch Kloten zu erwähnen, welcher nur wegen Steuererlassen in Millionenhöhe - zu lasten des ZH-Steuerzahlers - noch existiert.

    Aber zurück zum HCD: Vollends unhaltbar würde es, wenn der nicht nur der kantonale, sondern auch der "schweizerische" Steuerzahler zur Kasse gebeten würde, z.B. im Rahmen der Defizitgarantie.

    Habe keine Sekunde des Spiels gesehen, frage mich aber, ob Streit wirklich normale Zuspiele nicht hat annehmen können, oder ob es sich nicht eher um Murks-Pässe aus höchster Bedrängnis heraus handelte, ohne Rücksicht darauf, dass Streit evtl. selber schon unter Druck stand. Der an der blauen Linie büsst eben meist für Fehler, welche die lieben Kollegen des PP-Blocks vor ihm gemacht haben.

    Die Tigers aus Langnau im Elend wittern Morgenluft....

    "......28.01.2013 - Daniel Schnyder (ZSC) mit Offerte aus Langnau
    Daniel Schnyder (27), Verteidiger der ZSC Lions, will den Klub verlassen und prüft deshalb mehrere Angobote aus der NLA. Auch SCL Tigers - Sportchef Köbi Kölliker hat eine Offerte gemacht. Dem Vernehmen nach muss Kölliker seine Offerte nachbessern, will er sich die Dienste des 180 cm grossen, 89 kg schweren zweifachen Schweizermeisters (2008 und 2012), Champions League (2009) - und Victoria Cup - Gewinners sichern. Am vergangnenen Samstag in Genf wurde Schnyder erfolgreich als Center eingesetzt. Er erzielte beim 6:2 - Sieg der Löwen die Treffer zum 1:0 und zum 4:1 und assistierte zudem zum 2:0. Schnyder ist ein kräftiger, furchtloser, bissiger wie auch läuferisch und technisch guter Verteidiger...."

    Dürfte aber auch nicht ganz billig sein, und hat wahrscheinlich auch sonst noch Angebote, welche er Salis für die Vertragsverhandlungen präsentieren kann.

    Zitat von Ari

    geile transfer vo bern!

    Zumindest könnte Sykora etwas, wobei eben die Frage bleibt, ob er noch ausreichend "in Schwung" gebracht werden kann. Ernsthaft gespielt hat er diese Saison glaub' nicht.