Möchte von wegen der Reklamation von McSorley - sozusagen als "Augenzeuge" - auch noch etwas loswerden:
Das ursprüngliche Foul von Gardner hatte seine Ursache in einem Gewühl vor dem Genfer Tor, als das Spiel unterbrochen war. Der am Boden liegende Ritchie wurde mit Crosschecks ins Genick traktiert, der am Gehäuse stehende Gardner mit Faust- + Stockschlägen von hinten durch Picard. Dass diese Vorkommnisse unter den Augen von 2 Schieds- und 2 Linienrichter passierten, ohne dass diese auch nur Anstalten gemacht hätten, eine Strafe auszusprechen, trug nicht gerade zur Beruhigung der Situation bei. Gardner drehte sich um, ob der Prügel von hinten aber mit zu hohem Ellbogen, und traf Picard am Kopf. Dieser sackte zusammen, als ob ihn der Blitz getroffen hätte, danach liess er sich vom Eis führen dass man glauben konnte, er hätte nicht nur eine Schädelfraktur, sondern mindestens noch einen doppelten Beinbruch. Gut, Gardner raus wegen Check gegen den Kopf +5 Strafminuten. Erstaunlicherweise wurde dann auch noch ein Genfer mit 2 Minuten bestraft.
Am übernächsten Tag (6es Spiel in Genf) spielte der "gehirnerschütterte" Picard problemlos mit, beim Einturnen bzw. Fussbalspielen vor dem Spiel wurde er bei ein paar schönen Kopfbällen beobachtet.
Es mag sich dabei nur um ein "Detail" handeln, aber trotzdem hat McSorley mit der ganzen Aktion eine Linie überschritten. Trashtalken, die Schiedsrichter einschüchtern, Stöcke nachmessen lassen....OK.... kennt man alles, das gehört bei gewissen Trainern einfach zum Repertoire. Die eigenen Spieler gezielt auf gegnerische Schlüsselspieler ansetzen, um diese mit teilweise offensichtlichen Dreckfouls ins Lazarett zu befördern, geht gar nicht. Trotz der teilweise grenzwertigen Aktionen von gewissen Genfern und der Tatsache, dass dem SCB praktisch nach jedem Spiel ein weiterer Akteur "fehlte", will ich McSorley da nichts unterstellen. Viel Phantasie bräuchte es dazu allerdings nicht.
Wenn man aber anfängt, durch Simulieren von Verletzungen Sperren für den Gegner herauszuschinden, wie nun eben im Fall Gardner-Picard, ist dies eine neue Dimension, welche bisher im CH-Hockey nicht zu beobachten war. Ich schätze McSorley im Prinzip für seine Arbeit, in Genf das Hockey wieder zu verankern. Solche Täuschungsmanöver - um nicht zu sagen "Betrügereien" - sind aber eines Coaches wie McSorley nicht würdig. Gerade er, die bei jeder Gelegenheit seine kanadische Prägung betont, hat sich dadurch ins Abseits gestellt. Bleibt zu hoffen, dass diese "Fussballerkrankheit" bzw. das Simulantentum nicht auch auf das Hockey übergreift.
Und zur Serie: Der SCB mit viel Herz und Kampfgeist - und einem riesigen Dusel - doch noch weiter. Allerdings durch verschiedene Ausfälle bei Ausländern und CH-Spielern geschwächt. Die diversen Notnägel (Junioren, NLB-Spieler) machen ihre Sache zwar gut (Loichat gestern sogar mit einem Tor...). Aber man merkt eben schon, warum sie noch bei den Junioren bzw. in der NLB spielen.