Beiträge von Iceman

    Zitat von Eggi


    Schon alles ein bisschen befremdend... Insbesondere mit dem Hintergrund das Scherwey wie auch Bertschy Fribourger Wurzeln haben... Na ja, hatte schon immer eine Abneigung gegenüber dem SCB, wird sich wohl auch nicht ändern.


    Finde das Fribourg-Bashing ebenfalls unnötig und stillos. Wobei die Serie zwischen den Spielern eben vergifteter war, als man dies von aussen mitbekam. Dies wie auch der jugendliche Übermut sind allerdings keine Entschuldigung. Nun, passiert ist passiert, Scherwey und Bertschy sind nicht die ersten und nicht die letzten Jugendlichen welche sich daneben benehmen. Ein Nachspiel wird es zweifellos noch haben, einerseits intern, andererseits durch den Einzelrichter. Immerhin ein passender Abschluss für die Serie gegen Gottéron, dass das letzte Wort wieder der Einzelrichter hat. Inskünftig wird man wohl statt ins Eishockey vermehrt in Videoequipment, Kameraleute, Juristen + Moralapostel investieren.

    Zitat von Larry

    "Christoph Bertschy, verbränn nomal de Schal!"

    http://www.blick.ch/sport/eishocke…-id2273997.html

    :rofl:

    Mann stelle sich vor das wäre bei uns passiert....... :skandal:

    Wobei man da genau bleiben muss: Es handelte sich um einen "Anti-Gottéron-Schal" mit der Aufschrift "Hur..nsöhne Gottéron", wie er von der sog. "Szene Bern" getragen wird. Gottéron-Fans würden den Schal (samt Träger) wohl ebenso abfackeln. Es handelte sich somit ganz und gar nicht um einen Fanartikel der Fribourger. Insgesamt ist die Aufschrift auf dem Schal wohl grenzwertiger, als das Verbrennen eines solchen Schals. Das Theater, dass da jetzt veranstaltet wird, würde ich begreifen, wenn es sich tatsächlich um ein Fribourg-Shirt, Fahne, Halstuch etc. gehandelt hätte. Aber wie immer, wenn man ein "Skandälchen" hochkochen kann, ist der BLICK zuvorderst dabei. Der tatsächliche Sachverhalt bleibt dabei meist auf der Strecke, denn das Gros der Leser versteht eh' nur die Schlagzeile, und noch die falsch. Demnach wird Bertschy wohl auch noch an seinem dereinstigen Verabschiedungsspiel vorgeworfen werden, er habe im jugendlichen Übermut einen "Gottéron-Schal" verbrannt.

    Nun bin ich auch von der Feier zurück :suff: :suff: Danke Larry für Deinen Fluch vor 30 Jahren! Scheint damals Massarbeit gewesen zu sein, denn er wirkt - selbst aus Florida - immer noch!

    Aber Spass beiseite. Letztlich ist Gottéron doch ramponierter aus der Serie gegen den ZSC gegangen, als es zuerst den Anschein machte. Dubé und Bykov waren beide angeschlagen. Nach der Verletzungsmisere bei Bern im Januar und der Serie gegen die Senfer, in welcher der SCB pro Spiel praktisch einen Spieler verlor, waren die Vorzeichen für den weiteren Verlauf der PO's nicht eben gut. Schlüsselspieler bei Bern mussten überforciert werden, was unübersehbare Spuren hinterliess. Wie unter solchen Umständen grosses Angriffs- und Zauberhockey hätte gespielt werden sollen, wie dies etwa von Teleclub-Samuelsson immer wieder gefordert worden ist, müsste dieser mir mal erklären. Im Verlauf des Finals kehrte immerhin Bednar zurück, und brachte die viel vermisste Prise Genie. Gestern beim 1en Meisterpuck war dann das Team das erste Mal seit November 2012 wieder mal vollzählig, wenn auch nicht verletzungsfrei. Die beiden alten Schlachtrösser Plüss und Ritchie haben den SCB in den schwierigsten Momenten in den PO's am Leben erhalten und den zahlreichen Jungspunden vorgemacht, wie wahrhaft grosse Spieler solche Situationen bewältigen. Hoffentlich lernt der hoffnungsvolle Nachwuchs etwas daraus. Denn dass der SCB nicht spielerisch brillieren kann, liegt auch daran, dass sich das Team im Umbruch befindet. Dies wird von den "Experten" geflissentlich übersehen bzw. offenbar nur akzeptiert, wenn dies Arno del Curto für den HCD reklamiert.

    Nicht vergessen sollte man auch das Glück, welches es braucht, um in einer so ausgeglichenen Liga etwas zu gewinnen. Gegen Servette war man nur Pfostenbreiten vom Ausscheiden entfernt. Aber eben, das Pech in solchen Situationen kennt der SCB auch sehr gut, da darf man zur Abwechslung auch das Glück in Anspruch nehmen.

    Etwas zu denken gibt mir die Tendenz zu Simulation zwecks herausschinden von Sperren. Besonders extrem im Fall von Genf's Picard, welcher angeblich eine Hirnerschütterung und vom Arzt angeblich Spielverbot hatte, aber 2 Tage später wieder spielen konnte, als ob nichts gewesen sei. Nicht zu vergessen die Kopfbälle beim "Einturnen" neben der Halle. Auch eher speziell, wenn der Gegner ein Urteil des Einzelrichters an den Verband weiterzieht, und dieser die Sperre einfach mal verdoppelt. Heisst das jetzt, dass der Einzelrichter nicht in der Lage ist, korrekte Strafen auszusprechen? Muss man Urteile des ER künftig standardmässig anfechten bzw. an den Verband weiterziehen, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben? Dass jeder alles tut, um zu gewinnen, ist nicht neu. Ich hoffe aber, dass wir nicht in ein Fahrwasser von Simulantentum, Verschwörungstheorien und endlosen Prozessen gelangen. Denn dass ein Play-off Final auch mit etwas Stil ablaufen kann, hat man letztes Jahr gegen den ZSC gesehen.

    Bisher ist mir in der Offensive nur der Abgang von Neuenschwander bekannt. Gerüchteweise soll dafür der von Basel ausgeliehene Loichat einen Vertrag erhalten, womit die Bilanz mindestens quantitativ wieder ausgeglichen wäre.

    Ob ein Simon Moser - sollten die Tigers tatsächlich absteigen - wirklich per sofort zu einem anderen Klub wechseln würde? Ich gehe eher davon aus, dass Moser aus Reputationsgründen noch eine Saison in der NLB bestreiten würde, um beim "sofortigen Wiederaufstieg" zu helfen. Schliesslich, was ist schon eine Saison in der NLB, wenn er sich dafür in seiner Heimat nicht während dem Rest seines Lebens anhören muss, dass er seinen Klub in der Stunde der Not subito verlassen habe. Hingegen werden wohl auch treue Tigers-Fans einem Talent wie Simon Moser nicht ein mehrjähriges Verbleiben in der NLB zumuten.

    Derzeit ist aber noch so vieles ungewiss, dass da kaum schon Nägel mit Köpfen gemacht worden sind. Abgesehen davon, dass bisher alles auf Gerüchten basiert, könnte ich mir höchstens den Zuzug von 2 der genannten Spieler zum SCB vorstellen. Oder aber man sieht beim SCB ein, dass Spieler dann geholt werden müssen, wenn sie verfügbar sind. Vorallem im Hinblick auf die absehbare Ablösung von Plüss / Rüthemann.

    Zitat von Simms


    Ich hab das Gefühl Ambri hat gar nicht wirklich Alternativen. Sie haben vermutlich schon jetzt das mit Abstand günstigste Team und engagieren hauptsächlich Spieler, die nirgendwo sonst mehr erwünscht sind (Gobbi, Kobach, Reichert, Schlagenhauf, Duca, etc.). Sofern sie nicht irgendwie einen richtigen Mäzen finden, wird es wohl kaum eine andere Möglichkeit geben den Club zu führen.


    ...auch wieder wahr, ganz ohne Transfers geht's natürlich nicht, obwohl mich der mit Steiner schon verblüfft. Wenn der Kader aber tatsächlich "billiger" sein sollte, als ich mir das vorstelle, sind die jährlichen hohen Fehlbeträge umso kritischer. Für Eishockey in der NLA scheint in der Leventina tatsächlich keine (wirtschaftliche) Basis mehr vorhanden zu sein.

    Bei Ambri wird es langsam absurd. Da steht zumindest in den Medien, dass Sozialversicherungsbeiträge ausstehend sind, gleichzeitig wird Daniel Steiner von Lugano geholt, bekanntlich nicht gerade ein billiger Spieler. Und eine Woche später gelangen die Verantwortlichen an die Öffentlichkeit mit der Verlautbarung, dass 2 Mio. fehlen würden. Wie schon per Ende letzter Saison werden Fans und Geldgeber vor die Wahl gestellt, entweder zu zahlen oder den HCAP untergehen zu sehen. Letztes Jahr konnte sich Präsident Lombardi noch als Retter und Sanierer des Klubs präsentieren, und so auch noch ein paar Wählerstimmen für seine Politikerkarriere gewinnen. Ob ihm persönlich bzw. dem HCAP die Strategie zum Wohle gereicht, den Klub jährlich an den Rand des Abgrundes zu manöverieren, und danach auf die Solidarität der Fans und Sponsoren zu hoffen, wage ich zu bezweifeln. Soo gut laufen die Geschäfte von Sawiris auch wieder nicht, dass er jährlich eine Million einschiessen könnte. Man darf gespannt darauf sein, was für Signale vom Verband kommen.

    Zitat von Blackstar

    Wir pflegen einen anderen Stil. Und du kannst nicht, nur weil der Gegner auch Spielstark ist dein System von einem Tag auf den andern ändern. Und Crawford spielt offensiver als Hartley. Wir "mussten" also mitspielen. Bern spielt die ganze Saison schon so. Das ist deren System. Also spielen sie auch in den PO's so weiter. Wenn Bern in Führung geht wird es für die Gotteron Sisters extem schwierig. Und das war gestern der Fall.


    ....nur um etwas die Relationen zu wahren: Der SCB folgt nicht irgendeinem "brillianten" Konzept, sondern hat keine andere Wahl, als sich "einzugraben" und irgendwie zu versuchen, möglichst kein Tor zu erhalten bzw. mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Bei einem Team wie dem ZSC sieht dies auf den ersten Blick etwas anders aus. Aber es ist - wie Blackstar anmerkt - vermutlich sehr schwierig, mit einem solchen spielerischen Potential eine defensive Abbruchtaktik zu wählen (...ausser für Harry Hurra...). Hätten die Fribourger gestern ihre 4-5 Tore gemacht (Gelegenheiten wären genügend vorhanden gewesen) so würde man richtigerweise in den Matchberichten lesen, dass Gottéron den SCB an die Wand gespielt habe. Und nun steht halt - wie immer in solchen Fällen - die Standardfloskel von wegen dem "abgeklärten" Gegner.

    ....pffff... aber auch zig mal Glück dass die Fribourger den Puck nicht trafen. War zu 90% Einbahn-Hockey seitens Gottéron. Aber der SCB muss sich auf das beschränken, was er kann, und gegen vorne fehlt ein Spieler wie Bednar spürbar, auch wenn Campbell heute mal nicht über die Scheibe gehauen hat. Ob es allerdings weiterhin aus 3 Chancen 3 Tore gibt, wage ich zu bezweifeln. Immerhin hatte man heute eine etwa 90%ige Chancenauswertung, ist auch mal eine Abwechslung.

    Wenn der SEHV noch ein paar Assistenten mehr einstellt, kann dann jeder Spieler persönlich betreut werden. Ich würde noch den Chrigel Weber vorschlagen, ist ein guter Typ und würde etwas vom Hockey verstehen, ist aber wohl zu wenig "böse" als Trainer. Für die Betreuung der diversen "erweiterten" Nationalmannschaften aber sicher geeignet.

    Zitat von Der Weise

    Ich mag auch beide nicht, allerdings geht mir die Arroganz der Berner noch mehr auf den Sack als das Jahrzentelange Selbstmitleid der Vacherin.
    Für mich ein non event!

    Das mit der angeblichen "Arroganz" ist so eine Sache, für welche ich gerne mal irgend ein konkretes Beispiel hätte - ausser dass Klaus Zaugg immer davon labert.

    Betrachtet man die Sache etwas nüchterner, so hat sich der SCB schlicht und einfach durch 2 knappe Serien gewurstelt und stand in beiden Serien kurz vor dem Ausscheiden. Dass derzeit mit Ritchie + Kinrade nur 2 gesunde NLA-Ausländer im Einsatz stehen, merkt man. Roche quält sich mit defektem Knie durch die Spiele und hat kaum noch einen Antritt, und Campbell ist ein NLB-Ausländer und bringt nicht mehr als ein durchschnittlicher CH-Spieler. In der Verteidigung fehlen 3 Stammkräfte, welche halt nicht durch B-Lizenzen kompensiert werden können. Dass sich der angezählte SCB trotzdem immer wieder mühselig zurückgekämpft hat, ist weniger der "Arroganz" zu verdanken, sondern einer gehörigen Portion Glück und einem intakten Charakter des Teams.

    Zitat von gringo


    wo wurde uns letztes Jahr am meisten geholfen? Dass das reguläre Tor von McCarthy gegeben wurde?...

    Das ist eben das Unheimliche an dieser Verschwörung, sie ist völlig unberechenbar und hängt erst noch von der Perspektive ab. Aber dass es sie gibt, ist unbestritten. Natürlich hat letztes Jahr "die Liga" (...eine ominöse Organisation, mindestens den Verschwörungstheoretikern zufolge...) den ZSC als Meister haben wollen. Und, ist der ZSC etwa nicht Meister geworden?? Eben.

    Dieses Jahr weiss man es noch nicht so recht, wer am Ende Nutzniesser dieser Bevorzugungen sein wird. Habe aber schon sagen hören, dass die Landesregierung den Schiri-Chef Bertolotti aufgefordert hat - im Sinne des nationalen Ausgleichs und um den ewigen Minderheiten-Frust unserer Compatriotes zu bekämpfen - nicht immer die Deutschweizer-Klubs zu bevorzugen. Auch der ZSC ist in diese Verschwörung eingebunden, denn wie sonst ist zu erklären, dass Shannon dem Conz exakt an den Schlöf trifft im Penaltyschiessen??? Gegen solche Machenschaften sind Area 51 und die fingierte Mondlandung Konfirmanden-Streiche. Affaire à suivre...

    Die Lösung liegt ganz woanders! Nämlich bei den Schiedsrichtern! Die bevorzugen doch die Fribourger pausenlos. Hat es nicht da und dort Szenen gegeben, bei welchen die Schiedsrichter eine Strafe GEGEN den ZSC gepfiffen haben, obwohl das haargenau gleiche Vergehen im Januar nicht geahndet worden ist? McSorley und Shedden wären sicher froh, wenn Crawford ihrem "Aufdeckungskommittee gegen Bevorzugung des jeweiligen Gegners" beitreten würde. Hitzige Diskussionen wären allerdings dann angesagt, wenn es darum ginge, den Hauptbevorzugten zu identifizieren. Wahrscheinlich wird am Ende der Saison der Meister derjenige sein, dem die Schiris am meisten geholfen haben. Ist doch jedes Jahr dasselbe mit der Ungerechtigkeit auf dieser Welt...

    Habe bisher nur 1. Spiel der Serie HCFG-ZSC gesehen. Beim ZSC hatte ich den Eindruck, dass die physisch viel mehr Gas geben müssten. Aber irgendwie spielt man das den Fribourgern sehr angenehme Spiel der schönen Tricks und Pässe und des Tempos mit. Dass die Scheibe nicht gerade für den ZSC läuft (....der Penalty gestern, wo die Scheibe dem liegenden Conz noch an den Schlöf geht, war ja abartig...) kommt noch dazu. Der ZSC müsste - statt mitzuspielen - das Tempo herausnehmen, stochern, checken, murksen etc., bis es den spielstarken Fribourgern "verleidet".

    Na ja, auch noch ein Ausraster von Leuenberger wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Wobei der Blick ja bekannt dafür ist, gewisse kernige Aussagen noch etwas "aufzuhübschen", um möglichst saftige Schlagzeilen zu generieren. Als Zuschauer oder Journalist bekommt man ohnehin nur 50% der Mätzchen - hier derjenigen von McSorbet - mit. Nebenbei und hintenrum ist da wohl noch einiges mehr vorgefallen. Trotzdem hätte sich Leuenberger nicht auf dieses Niveau herunterlassen sollen, item.

    Natürlich sorgt es für Unterhaltung, wenn McSorley Bandentürchen zuschlägt, die Schiris zusammenstaucht oder sich weigert, seine Mannen auf's Eis zu schicken. Was aber bei McSorley vor Jahren so etwa auf dem Niveau eines tobenden Arno del Curto angefangen hat, ist mittlerweile ausgeartet.

    Ich frage mich noch immer, ob McSorley einfach sein übliches Theater abzieht, oder ob er den Realitätsbezug tatsächlich derart verloren hat. Das Spiel der hohen Ellbogen, Crosschecks und hinterhältigen Fouls, welches etliche SCB-Spieler auf die Verletztenliste beförderte, war an sich schon grenzwertig. Der SCB - ausser Gardner, Rubin, Ritchie und Kinrade derzeit eher eine "Zwergenfraktion" - konnte in diesem Bereich nie entgegenhalten, vom "Ausraster" Gardners mal abgesehen. Den Schiedsrichtern müsste McSorley sogar dankbar sein, dass sie es vorübergehend derart "laufengelassen" haben.

    Im Gegensatz zu Reiber sah es das Duo Stricker / Eichmann dann jedoch nicht mehr als "Play-off Härte" an, stockvoran in die Zweikämpfe zu steigen. Die berühmte Kritik von wegen fehlender Linie kann man deshalb vorbringen. Ein Fachmann wie McSorley müsste aber auch realisieren, dass der Stil "Hauen + Stechen" kaum plötzlich regelkonform geworden ist, nur weil Reiber ein paar Spiele lang gar nichts mehr gepfiffen hatte.

    Die schon mal angesprochene "Simulation" einer Verletzung durch Picard, um Gardner möglichst viele Sperren zu bescheren, wird McSorley's Ruf bei Schiedsrichtern und Liga nicht wirklich aufpolieren, denn für dumm verkaufen lassen die sich auch nicht gern. Zu offensichtlich war das inszenierte Theater, da Picard kaum 48 Std. später ohne Probleme wieder spielen konnte. Die Strafe gegen Gardner war gerechtfertigt, allerdings hätten die Schiris die Situation früher beenden müssen, und nicht erst dann, wenn die Prügel beziehenden Spieler zur Selbstjustiz schreiten.

    Fragwürdig auch das Zeitschinden im letzten Genfer-Heimspiel, als regelmässig 5-minütige Pausen eingelegt werden mussten, um ein Tor richtig zu verankern. Oder wenn noch viel länger keine richtigen Videobilder vorhanden sind, um - auf Wunsch McSorley's - einen eindeutigen Pfostenschuss durch die Schiris beurteilen zu lassen. Es fehlte eigentlich nur noch ein Stromausfall von 20 Minuten.

    Kurz und gut, Servette hätte den Halbfinaleinzug verdient gehabt. Niemand hätte etwas dagegen einwenden können, wenn sie einen der 3 Matchpucks verwertet hätten. Und davon waren sie nur 3 Pfostenknaller entfernt. Die Art und Weise, wie McSorley dieses Ziel erreichen wollte, hatte aber mit "Schlauheit" und "Play-off Mentalität" nichts mehr zu tun. Hätte Servette die Serie gewonnen, wäre das Verhalten bzw. die Manipulationen McSorley's wie üblich unter dem Titel "Rumpelstilzchen" - wenn überhaupt - ein Thema gewesen. Nun wird der ansonsten mehrheitlich gelobte Coach McSorley auch etwas kritischer als auch schon hinterfragt.

    Möchte von wegen der Reklamation von McSorley - sozusagen als "Augenzeuge" - auch noch etwas loswerden:

    Das ursprüngliche Foul von Gardner hatte seine Ursache in einem Gewühl vor dem Genfer Tor, als das Spiel unterbrochen war. Der am Boden liegende Ritchie wurde mit Crosschecks ins Genick traktiert, der am Gehäuse stehende Gardner mit Faust- + Stockschlägen von hinten durch Picard. Dass diese Vorkommnisse unter den Augen von 2 Schieds- und 2 Linienrichter passierten, ohne dass diese auch nur Anstalten gemacht hätten, eine Strafe auszusprechen, trug nicht gerade zur Beruhigung der Situation bei. Gardner drehte sich um, ob der Prügel von hinten aber mit zu hohem Ellbogen, und traf Picard am Kopf. Dieser sackte zusammen, als ob ihn der Blitz getroffen hätte, danach liess er sich vom Eis führen dass man glauben konnte, er hätte nicht nur eine Schädelfraktur, sondern mindestens noch einen doppelten Beinbruch. Gut, Gardner raus wegen Check gegen den Kopf +5 Strafminuten. Erstaunlicherweise wurde dann auch noch ein Genfer mit 2 Minuten bestraft.

    Am übernächsten Tag (6es Spiel in Genf) spielte der "gehirnerschütterte" Picard problemlos mit, beim Einturnen bzw. Fussbalspielen vor dem Spiel wurde er bei ein paar schönen Kopfbällen beobachtet.

    Es mag sich dabei nur um ein "Detail" handeln, aber trotzdem hat McSorley mit der ganzen Aktion eine Linie überschritten. Trashtalken, die Schiedsrichter einschüchtern, Stöcke nachmessen lassen....OK.... kennt man alles, das gehört bei gewissen Trainern einfach zum Repertoire. Die eigenen Spieler gezielt auf gegnerische Schlüsselspieler ansetzen, um diese mit teilweise offensichtlichen Dreckfouls ins Lazarett zu befördern, geht gar nicht. Trotz der teilweise grenzwertigen Aktionen von gewissen Genfern und der Tatsache, dass dem SCB praktisch nach jedem Spiel ein weiterer Akteur "fehlte", will ich McSorley da nichts unterstellen. Viel Phantasie bräuchte es dazu allerdings nicht.

    Wenn man aber anfängt, durch Simulieren von Verletzungen Sperren für den Gegner herauszuschinden, wie nun eben im Fall Gardner-Picard, ist dies eine neue Dimension, welche bisher im CH-Hockey nicht zu beobachten war. Ich schätze McSorley im Prinzip für seine Arbeit, in Genf das Hockey wieder zu verankern. Solche Täuschungsmanöver - um nicht zu sagen "Betrügereien" - sind aber eines Coaches wie McSorley nicht würdig. Gerade er, die bei jeder Gelegenheit seine kanadische Prägung betont, hat sich dadurch ins Abseits gestellt. Bleibt zu hoffen, dass diese "Fussballerkrankheit" bzw. das Simulantentum nicht auch auf das Hockey übergreift.

    Und zur Serie: Der SCB mit viel Herz und Kampfgeist - und einem riesigen Dusel - doch noch weiter. Allerdings durch verschiedene Ausfälle bei Ausländern und CH-Spielern geschwächt. Die diversen Notnägel (Junioren, NLB-Spieler) machen ihre Sache zwar gut (Loichat gestern sogar mit einem Tor...). Aber man merkt eben schon, warum sie noch bei den Junioren bzw. in der NLB spielen.

    Habe auch den Eindruck, dass die Schiedsrichterdiskussionen nicht NUR wegen der grossen Ausgeglichenheit der Liga, welche sich auch in den PO's bemerkbar macht, aufkommen. Salis hat kürzlich gesagt:"Wir haben kein Schiedsrichterproblem, sondern ein Schiedsrichter-Führungsproblem". Ref-Obmann Bertolotti ist tatsächlich völlig kritikresistent und wiederholt mantramässig, dass alles zum besten stünde, und die Trainer und Spieler sich halt etwas besser benehmen sollten, dann gäbe es auch weniger Probleme. Das stimmt zweifellos, und wenn alle lieb und artig sind, brauchen wir ja bald überhaupt keine Schiedsrichter mehr.

    Dass es in den PO's etwas anders zu- und her geht als in der Quali ist klar, auch dass die Schiedsrichter etwas mehr laufenlassen. Wenn im Getümmel ab und zu mal ein verstecktes Foul nicht gesehen und gepfiffen wird, ist dies nicht so tragisch. Wenn allerdings 4 Schiedsrichter im Abstand von 1-2 Meter regungslos zusehen, wie nach einem Abpfiff ein am Boden liegender Spieler mit Crosschecks in den Nacken traktiert wird, und ein anderer mit Faustschlägen, ohne einzugreifen, dann artet die Sache aus. Diese inkonsequente Haltung führt dann zur berüchtigten "Selbstjustiz" - und genau dann treten die Schiedsrichter wieder auf den Plan - faktisch werden immer erst dann Strafen verteilt, wenn sich "das Opfer" wehrt, denn dann kann man beide, Täter und Opfer, auf's Bänklein schicken. Dass eine solche Spielleitung - notabene durch angeblich gute Profischiedsrichter wie z.B. Reiber - dann irgendwann mal Kritik hervorruft, verwundert kaum.

    McSorley überspannt den Bogen derzeit massiv, und führt sowohl Schiedsrichter wie Verbandsjustiz mit simulierten Verletzungen, provozierten Unterbrüchen zur Erholung seiner Schlüsselspieler (Ewigkeiten bis Tore verankert werden, die verlangte Videoanalyse eines eindeutigen Pfostenknallers braucht etwa 7 Minuten etc.) an der Nase herum. Offenbar ist jeder ein "Löli", der nicht auch diese Taktik fährt. Die Chancen stehen gut, dass inskünftig die gleichen Simulanten bzw. "sterbenden Schwäne" wie im Fussball in die Eishockeystadien einziehen. Wenig erstaunlich ist der Genfer Picard als einer der Meister dieses Fachs auch der Beste, wenn es darum geht, einen Gegenspieler durch Checks mit angezogenem Knie oder gut platziertem Ellbogen ins Spital zu befördern.

    Der "kleine" Brunner war eine Saison beim SCB, nachdem McSorley den Spieler zwar zu Senf transferierte, für ihn aber nie eine Lizenz gelöst hatte. Kann nicht viel mehr über Brunner sagen, als dass er beim SCB die ohnehin zu grosse Anzahl an zu kleinen und zu leichten Spielern noch vergrösserte. Ist - wie bei Bodensurris üblich - auf den Schlittschuhen einigermassen schnell. Allenfalls geeignet zur Ergänzung einer Linie, welche ihre Stärken ansonsten im physischen Bereich hat. Spielstil: Viel Aufwand für sehr wenig Ertrag; wäre Brunner ein 18-jähriger Junior, könnte man evtl. gewisse Hoffnungen hegen. Ist aber mittlerweile glaub' schon etwa 25.

    Aber wie sagt man so schön:"...Wäre bei besserer Führung zu mehr fähig gewesen..." - im richtigen Umfeld bringt er evtl. mehr als in Bern oder Langnau.