Und der gute, naive Fetscherin soll nun also entschädigungslos auf seine noch vor kurzem von Bircher für viel Geld gekauften Aktien verzichten. Der "arme Siech" tut mir schon fast leid. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie einer, der durch seine berufliche Funktion doch nahe am Sport war und eine ungefähre Idee von den Ertragsmöglichkeiten bzw. den Kosten eines Hockey-Teams haben sollte, auf so etwas hereinfallen konnte. Beziehungsweise dass einer Geld für Aktien eines Unternehmens abdrückt, welche wohl noch nie auch nur einen Rappen verdient hat. Aber eventuell überschätze ich ja die Gilde der Sportjournalisten und -Kommentatoren....
Beiträge von Iceman
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Zitat von Larry
Milchbüchleinrechnung:
Kloten verbrauchte letzte Saison 16 Mio und nahm nur 12 Mio ein. Das wäre dann aber eine Reduktion von 25%...... Ausser in den 16 Mio waren noch Altlasten versteckt.
Edit: Im NZZ Biitrag staht genau s gliiche: Sie müend s Budget um 25% senken!
Da geistern offenbar verschiedene Aussagen durch den Blätterwald. Ich habe mich auf folgenden Artikel von D. Germann bezogen:".....Rettung in letzter Sekunde bei den Kloten Flyers?
Der Unternehmer Philippe Gaydoul und der Banker Thomas Matter sind bereit, sechs Millionen einzuschiessen15-prozentige Lohnkürzungen
Allerdings knüpfen sie ihr Angebot an klare Bedingungen: Die Spieler müssen eine 15-prozentige Lohnkürzung akzeptieren und die nicht privilegierten Gläubiger sollen zumindest teilweise auf ihre Ansprüche verzichten..."Nun, die Sache wird sich noch klären. Die von Larry genannten 25% Reduktion wären für mich aber eher nachvollziehbar.
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Gemäss NZZ sei eine Bedingung für den Einstieg von Gaydoul / Matter eine Lohnkürzung von 15%. Soll das jetzt heissen, dass Kloten mit den heutigen Voraussetzungen aus eigener Kraft mit nur 15% Lohnkürzung dieses Team finanzieren kann? Selbst wenn man das Catering (bzw. die paar Wurststände im Stadion) mit einrechnet bin ich etwas überrascht, dass sich die Sache so rechnen soll. Ausser natürlich die Geldgeber planen, jährlich Kohle einzuschiessen.
Um sich etwa ein Bild machen zu können: Bei oft genannten TCHF 600 von Wick müsste dieser somit auf TCHF 90 verzichten, bei den Salären um TCHF 300 beträgt der Verzicht TCHF 45.
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Im Vergleich zum Millionenloch in Kloten ist ein allfälliger Interessenkonflikt bei Gaydoul leichter lösbar. Wenn es sein muss, könnte er von seinem Amt zurücktreten. In der Praxis gibt es zudem nicht derart viele Entscheidungen im Verband, bei welchen ein Interesskonflikt bestehen würde bzw. wo Gaydoul tatsächlich Kloten bevorzugen könnte. Gaydoul ist weder Einzelrichter noch Schiedsrichter. Die Frage ist auch, wie lange der "Zustand" anhalten würde, es soll sich ja um ein vorübergehendes Engagement handeln. Insgesamt sicher nicht das (formell) Gelbe vom Ei, aber immer noch besser, als nur mit 11 Teams die Quali durchseuchen zu müssen. Und wenn es ausser Walter Frey und eben Gaydoul / Matter keine "Reichen" gibt, denen Eishockey in Zürich ein Griff in die Schatulle wert ist....
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Nun, ob's am Ende Gaydoul & Friends oder andere sind: Witzig finde ich im Zusammenhang mit Eishockey- oder Fussballvereinen in der CH den Ausdruck "Investor". Denn wer etwas "investiert" erwartet für gewöhnlich eine gewisse Rendite. Die Philosophen werden mich nun natürlich belehren, dass es auch eine "ideelle" Rendite gäbe, welche sich nicht in schnödem Geld ausdrücken lasse, z.B. die Freude am Hobby "Eishockey". Dann wäre aber eher der Ausdruck "Gönner" oder "Mäzen" angebracht.
Gaydoul wollte doch mal schon Geld in den GC versenken, was aber dann aufgrund irgendwelcher Querelen doch nicht zustande kam. Vielleicht sieht er nun in Kloten die Möglichkeit, Geld auf nimmerwiedersehen loszuwerden.
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Zitat von Blackstar
Die Klotenfans sind aber noch guten Mutes. Sie glauben mit mehr oder weniger der gleichen Mannschaft die neue Saison bestreiten zu können (falls die Kohle dann wirklich fliesst). Wick trauert eh keiner eine Träne nach. Mit seinem Abgang wird quasi gerechnet. Dann allenfalls noch die Ausländer durch billigere ersetzen und Von Gunten weg und gut is....
Ob das reicht...Habe mich auch gewundert, was da für Vorstellungen herumgeistern. Man rechnet mit 2-3 Abgängen von CH-Spielern; Wick + von Gunten werden am häufigsten genannt. Wobei, wenn es tatsächlich so ist, dass Wick von einem Sponsor bezahlt wird, hätte sein Abgang keinen Einfluss auf die Kosten. Bei den Ausländern wird spekuliert, dass die meisten Teams ihre Ausländer schon verpflichtet hätten, und es darum eng würde für Santala, Dupont & Co. Mindestens bei Dupont gehe ich aber davon aus, dass er sich noch heute die Angebote aussuchen könnte. Folgende Wortmeldung aus dem Klotener-Forum illustriert aber besser als mein Geschreibsel, welche (utopischen?) Hoffnungen die Anhänger hegen:
"...Was das Kader der nächsten Saison angeht - falls es denn eine gibt - bin ich nicht soooo skeptisch. Klar müssen ein paar Spieler weg (Wick allein würde die Kasse um 600 000 entlasten und müsste nicht ersetzt werden). Zudem ist ein grosser Teil des Defizits ja auch wegen der hirnrissigen Transfers und der unnötigen Ausländer entstanden. Wenn die Spieler auf 10 bis 15 Prozent Lohn verzichten und ein, zwei Topshots weggehen, dann ist das Budget zu stemmen...." -
Der Aufschub des Konkursrichters läuft bis Ende Juni. Auf den früher festgesetzten Termin der Liga hin werden die Sanierer entweder den bzw. die Geldgeber präsentieren können, oder aber - mit den gleichen Argumenten wie beim Konkursrichter - die gleiche Fristerstreckung (bis Ende Juni) beim Verband beantragen.
Man muss keine hellseherischen Gaben besitzen um vorauszusehen, dass die Liga sich dem Konkursrichter anpassen wird und die neue Frist ebenfalls auf Ende Juni bewilligt wird. Sofern die Meisterschaft im Falle eines Falles sowieso nur mit 11 Teams gespielt wird, fallen die Partien gegen Kloten einfach ersatzlos aus. Andernfalls müsse Vögtlin einen völlig neuen Spielplan erstellen. Gehe aber davon aus, dass er dies auch ab Ende Juni noch hinbekommen würde.
Fragt sich höchstens, wie lange die Spieler mitziehen werden, denn schlimmstenfalls gehen ihnen dann schon 3 Monatslöhne flöten. Zudem kummulieren sich die offenen Spielergehälter April, Mai und Juni auf rund 2 Mio.. Da dürfte eher früher als später Druck auf die Spieler zukommen, im Sinne einer "Sanierungsleistung" auf den Betrag ganz zu verzichten. Entgegen von Gerüchten ist seitens der Spieler aber bisher kein Verzicht beschlossen worden, sondern nur eine Fristerstreckung bis zum Termin des Verbandes. Welcher ja nun nochmals vertagt werden dürfte. Wäre noch interessant zu wissen, wie viele Spieler / Agenten sich schon "unter der Hand" bei interessierten Klubs abgesichert haben.
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Von "gewissen" Seiten wurde ja bemängelt, der PO-Final in der CH sei "viel zu defensiv" gewesen und zu wenig spektakulär. Meiner Meinung nach haben da diverse Schreihälse Spektakel mit defensivem Larifari gleichgesetzt bzw. sind davon ausgegangen, dass in den PO's das gleiche Hurra-Hockey gespielt werden kann, wie in der Quali. Wer darauf steht, soll sich am besten eine Partie Zug-Gotteron in der Quali ansehen, oder das Geld für ein Ticket an einem All-Star Game oder dem Spenglercup ausgeben.
Die PO's in der NHL zeigen, dass auch dort am Ende nicht die Teams mit den elegantesten Läufern und den schönsten Tricks im Rennen sind. Sondern eben die, welche auf einem gesicherten defensiven Fundament aufbauen können. Und sowohl in der CH wie auch in der NHL sind die Finalpartien spannend und intensiv, auch wenn keine Schützenfeste stattfinden.
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Wäre einfach blöd, eine Meisterschaft mit 11 Teams durchzuführen zu müssen. Kloten war immerhin ein attraktiver Gegner und würde das wohl auch in Zukunft sein, selbst mit einer etwas weniger teuer besetzten Mannschaft.
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Zitat von Blackstar
Sie verzichten auch nicht (oder noch nicht). Das hat Stancescu gestern nochmals klar gesagt. Es sei nur ein Aufschub und kein Verzicht. Zudem hat das gestern schon nicht mehr sooo klar getönt als würde die ganze Mannschaft noch voll dahinter stehen...
Oje, da werden ein paar Kloten-Anhänger noch einmal um eine Illusion ärmer... traurige Welt, ist denn die stets herausgestrichene, gute Kabinenatmosphäre wirklich gar gar nichts mehr Wert?? Wegen etwas anderem ist ja niemand dort, denn der arme Dorfklub aus Kloten kann nicht soviel zahlen wie die bösen Geldsäcke aus Lugano, Zürich und Bern. Dort spielt jeder nur unter Zwang, und in den Drittelpausen verhauen die Spieler einander...
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Zaugg lässt wieder mal durchblicken, dass seine Kolumnen nicht immer mit einem riesigen Bierernst zur Kenntnis genommen werden sollten. Er muss ja etwas polemisieren und "stichlen", sonst bräuchte es seine Kolumne gar nicht. Denn "politisch korrekt" analysieren und kommentieren machen genügend andere.
Was das Thema "Hartley" anbelangt, so hat Zaugg selber schon mehrmals geschrieben, dass eine Titelverteidigung seit geraumer Zeit fast nicht mehr zu bewerkstelligen ist. Selbst mit Bob Hartley wäre es die Frage, ob die nächste Saison einen ebenso glücklichen Ausgang nehmen würde wie die letzte. Die ganze Sache ist sehr ausgeglichen geworden, und schon in den 1/4-Finals können Könige zu Bettlern werden. Die Unterschiede zwischen den ersten 8 sind verhältnismässig klein, etwas Nervenflattern, eine Verletzung, und schon ist's passiert.
Die Befürchtung, dass sich nun wieder alter Schlendrian breitmachen könnte, teile ich nicht. Zu viele gute junge Spieler sind im Kader oder drängen nach. Das von Zaugg auch gerne beackerte Thema der "politisch mächtigen" Spieler verliert m.E. deshalb an Brisanz. Früher mussten sich Trainer wohl öfters eingestehen, dass ein etwas lustloser, aber sehr begabter CH-Grossverdiener halt trotzdem mehr bringt, als ein hoch motivierter junger Chrampfer, dem es aber am Können fehlt. Durch die Fortschritte in der Nachwuchsförderung ist dieses Problem kleiner geworden. Allerdings gibt es auch dort noch viel Arbeit, denn weiterhin tut sich ab dem 17 Altersjahr eine grosse Lücke auf zu den grossen Eishockeynationen. Ich habe immer den Eindruck, dass die meisten CH-Spieler quasi "Buebe" bleiben, währenddem Schweden, Russen, Kanadier & Co. zu "Schränken" heranwachsen. Von Dingen wie Schusstechnik etc. wollen wir gar nicht anfangen, da kann auf die Auftritte der Nationalmannschaft verwiesen werden.
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Es ist - nicht nur im Eishockey - halt einfach so, dass die Schweiz nicht der Nabel der Welt darstellt. Im Fussball ist es ähnlich, da ist die Schweiz für gute Trainer oder Spieler bestenfalls ein Sprungbrett, um in eine der "grossen" Ligen im Ausland zu wechseln. Siehe dazu beispielsweise den FC Basel. Und im Eishockey ist es nicht anders.
Bob Hartley muss sich aber auch Kritik gefallen lassen. Es wäre ihm kein Zacken aus der Krone gefallen, wenn er offen gesagt hätte, dass die NHL seine Wunschdestination sei und er bei einem entsprechenden Angebot nicht Nein sagen würde. Sein stetes Beteuern von wegen Vertragstreue und anderen hehren Grundsätzen hatte jeweils gut getönt, ruft aber nun verständlichen Frust bei denen hervor, die daran geglaubt haben. Dass diese ihrem Frust nun teilweise mit etwas "undifferenzierten" Breitseiten Luft machen, kann ich irgendwie verstehen.
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Zitat von Maurizio
also ich könnte nicht so einfach auf zwei monatslöhne verzichten wie die spieler der flyers
die müssen ja wirklich ein fürstliches salär bezogen haben
Hat von Gunten eigentlich mal einen lohn gesehen seit er von schweden zurück ist? 
Bisher habe ich nur gelesen, dass die Spieler die bis heute gesetzte Frist bis zum Tag der Ligaversammlung verlängern. Von einem eigentlichen Verzicht habe ich nichts gesehen. Da die Lohnsumme monatlich scheints TCHF 650 beträgt, kämen bei einem Verzicht immerhin 1,3 Mio. zusammen. Wäre eine schöne Spende der Spieler. Viel anderes als mindestens eine Fristverlängerung ist den Spielern auch gar nicht übrig geblieben. Wenn sie ihre Forderungen jetzt durchsetzen wollten, müssten sie die EHC Kloten AG betreiben, die wäre dann einfach per sofort Konkurs. Die können nur darauf hoffen, dass irgend ein Retter ihnen dann die Löhne auch noch bezahlt.
Da der Abschluss per 31. März erstellt worden ist, hätten die Löhne von April und Mai 2012 als "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" berücksichtigt werden müssen, sonst wären sie in den Schulden per Abschlussstichtag nicht enthalten. Gehe mal davon aus, dass dies gemacht worden ist.
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Am Image von Walter Frey gibt es selbstverständlich nichts zu rütteln, dennoch wäre die Mithilfe bei der Rettung der Flyers eine Aktion, welche ihm auch ausserhalb von Zürich viel Popularität garantieren würde. Und in Zürich wäre einmal mehr klar, dass ohne das Engagement von W. Frey vieles nicht gehen würde. Er treibt die Stadionpläne voran, um dem ZSC eine Zukunft zu sichern, bis dahin finanziert er den Klub, und nun würde er auch noch einen weiteren Teil der Zürcher-Hockeykultur "retten".
Evtl. ist eine solche Genugtuung für jemanden wie Walter Frey mehr Wert, als noch ein paar Millionen mehr Vermögen zu haben. Aber eben, vorderhand sind das alles Gerüchte und Begleiterscheinungen des "Klotener-Sommertheaters".
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Aus der heutigen (31. Mai 2012) NZZ:
"...Aus Gewerbekreisen habe er ein gutes Echo erhalten, sagt Krismer. Er gibt sich überzeugt, bald auch weitere Firmen präsentieren zu können, die 500'000 Franken beisteuern. Die Zeit drängt: Spätestens vor der Ligaversammlung vom 7. Juni zählen Solidaritätsbekundungen nichts mehr – dann muss auch Bares vorhanden sein. Die Leidenschaft der Geldbeschaffer ist jedenfalls gross.
Geheimnisvoll fragte der Klotener Stadtpräsident Huber seinen Task-Force-Kollegen Krismer nach der Pressekonferenz: «Hast du vom andern schon etwas gehört?» – Hat er noch nicht. Aber man darf gespannt sein..."
*****************************Muss nichts zu bedeuten haben, könnte aber auch auf den herbeigesehnten "Retter" hindeuten, ob der nun W. Frey heisst oder nicht. Als weniger wahrscheinlich erachte ich die Lösung, dass nun noch 7 oder 8 Unternehmen einfach so eine halbe Kiste abdrücken. Diese sind irgendwelchen Aktionären Rechenschaft schuldig, und ob es da jeder gut findet, wenn von "seinem" Gewinn mal eben 0,5 Mio. oder mehr für sportlichen Lokalpatriotismus abgezweigt wird, ist zweifelhaft. Solche Gesten kann sich nur einer erlauben, der nicht gegenüber einem breiteren Aktionariat Rechenschaftspflichtig ist, sondern solche Sachen mit ein paar Spezies oder der Familie absprechen kann. Es ist naheliegend, auf welche Personen man angesichts dieses "Anforderungsprofils" kommt, bzw. weshalb der Name von W. Frey ins Spiel gebracht wird. Zudem wäre ja mit Lehmann noch ein Partiefreund da, der dann die Sache übernehmen würde, so dass es für Frey bei einer einmaligen, imagefördernden, wenn auch sehr teuren "Übung" bleiben würde.
Evtl. macht sich W. Frey auch im Zusammenhang mit dem neuen Hockeystadion gewisse Überlegungen. Irgendwie scheint mir dieses Gerücht um das Duo Frey/Lehmann noch das plausibelste Rettungszenario zu sein

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Zitat von Larry
Dass Frey die Schulden von Kloten tilgt, einfach so, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!
Dass er einen Betrag spricht, wie Hoeness schon mal dem BVB geschoben hat oder auch 1860 am Leben erhalten hat (Stadion), sowas kann ich mir vorstellen.
Vermute mal, dass Frey einen "Batzen" in Aussicht gestellt hat, und dies im leicht hysterischen Kloten-Umfeld zur Rettungs-Aktion hochstilisiert worden ist. Wie wichtig der EHC Kloten für den ZSC ist, könnt Ihr wahrscheinlich eher beurteilen. Natürlich dürften im Hallenstadion bei einem Spiel gegen Kloten mehr Gästefans anwesend sein, als wenn Servette aufkreuzt. Wie es sich damit aber verhalten würde, wenn ein Sieg Klotens Seltenheitswert hätte, bleibt abzuwarten.
Daneben wird man nicht müde zu betonen, dass ohne Klotens Nachwuchsabteilung der Untergang der Eishockey-Schweiz praktisch feststehe. Auch hier erlaube ich mir zumindest ein Fragezeichen. Mittlerweile haben viele andere Klubs in diesem Bereich grosse Fortschritte erzielt, die zahlreichen Eigengewächse in den NLA-Teams zeugen davon. Und dies eben auch in Klubs, welche gemäss gängigen Klischees angeblich sowieso nur fremde Spieler zusammenkaufen. Der eishockeybegeisterte Kloten-Nachwuchs könnte sicher auf irgend eine Weise (ab einer gewissen Stufe) bei den GCK-Lions integriert werden. Zudem gibt es längst eine Zusammenarbeit zwischen NLA-Organisationen und Klubs aus der NLB oder der 1en Liga, wenn es um Nachwuchsförderung geht. Aber derzeit herrscht halt viel Aufgeregtheit.
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Vor einem Monat war man punkto Erkenntnisse ungefähr gleich weit, nun ist der Sofortbedarf von rund 10 "Kisten" also offiziell, ebenso die Tatsache, dass bei rund 5 Mio. keine Verhandlungen möglich sind. Auf gewissen Hockeyportalen geht das Gerücht, Walter Frey wolle das Überleben der Flyers höchstselbst sichern. Einige sind sich dessen schon so sicher, dass sie sich über den Umstand ärgern, dass den Kloten-Fans mit Sammelaktionen noch immer Geld "abgeluchst" wird.
Nun, Gerücht hin oder her, vom Szenario her ist hat das Engagement von W. Frey den Vorzug, wenigstens im Bereich des Möglichen zu liegen. Wenn Frey das Gros der alten Schulden tilgen hilft, könnte zudem auch Lehmann kaum mehr abseits stehen.
Jetzt soll es also Ende Juni werden, bis definitives vermeldet werden kann. In der Zwischenzeit kann Spielplan-Verbrecher Vögtlin schon mal Szenarien rechnen. NLA mit Kloten / NLA ohne Kloten / NLA ohne Kloten, dafür mit Lausanne / NLB mit + ohne Lausanne.... Hoffentlich weiss am 1en Spieltag jeder, in welchem Stadion er anzutreten hat...

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Zitat von Maurizio
cool, er macht sich einfach aus dem staub und ein anderer söll jetzt einfach die paar millionen hinblättern?
Gurkenliga, es ist zum 
Nützt Kloten auch nicht viel, ausser dass eine bequeme Ausrede ("....wir geben nichts solange Bircher am Ruder ist...") wegfällt. Die Aktien sind eh' ein Nonvaleur. Zudem ist Bircher ganz und gar nicht "aus dem Staub", das werden die Sanierer noch früh genug merken. Um seine bzw. die Forderungen der JUBE-Holding, welche teilweise in aller Eile in den letzten Wochen noch in Rechnung gestellt und bei Kloten eingebucht worden sind, wird es ein langwieriges juristisches Hickhack geben. Da können Schreinermeister Spändli und Spengler Röhrli noch lange auf ihr Geld verzichten, Bircher bzw. die JUBE-Holding werden das nicht tun bzw. dürfen es nicht, da sie (z.B. wenn die JUBE Konkurs ginge) ihre Gläubiger schädigen würden. Es geht hier nicht nur um grosse Altlasten, sondern auch noch um solche mit sehr beschränktem oder gar keinem Verhandlungsspielraum. Auf Steuern u. Sozialversicherungsabgaben darf die öffentliche Hand nicht verzichten, da kann irgend ein Lokalpolitiker noch lange schwadronieren, wie eng man mit den Flyers verbunden sei. Und wie lange man bei solchen jahrealten Ausständen noch weitere Fristerstreckungen gewähren kann, wird ebenfalls nicht nur vom Wohlwollen der Stadtväter Klotens abhängen. Eine verlängerte Frist würde zudem bestenfalls den sofortigen Konkurs mangels liquider Mittel verhindern (die sind aber scheints auch so nicht vorhanden...), die Bilanzsituation bzw. die offenbar vorhandene Überschuldung aber nicht beseitigen. Und eben, Bircher und wohl auch andere, die auf ihr Geld nicht verzichten können oder wollen, werden die EHC Kloten AG in möglicherweise jahrelange "Gerichtshändel" verwickeln. Somit bleibt es bei der Erkenntnis, dass nur ein sehr reicher Götti helfen kann, welcher die Katastrophe ohne Verzug mit viel Geld zudeckt. Ansonsten läuft Kloten schlicht die Zeit davon.
Was sich die Liga bzw. Ueli Schwarz dabei denkt, eine Frist unmittelbar vor einer entscheidenden Sitzung der Liga- "Gesellschafter" ablaufen zu lassen, ist mir schleierhaft. Dannzumal müssten vermutlich gewisse nicht ganz einfache Entscheide gefällt werden, was ohne Vorbereitung aus dem Stand heraus nicht möglich sein wird. Erstaunlich, dass da noch kein Gesellschafter protestiert hat. Oder auch nicht, denn dies könnte das sofortige Ende von Kloten bedeuten. Damit will sich wohl keiner belasten.
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In vielen Köpfen lebt die Idee, mit möglichst vielen Gesetzen, Reglementen, Aufsichtsorganen und Über-Aufsichtsorganen irgendwelche Risiken auf Null zu reduzieren. Wenn in einem Unternehmen wie den Flyers ansonsten bewährte Mechanismen kollektiv versagen heisst dies nicht, dass deswegen nun das Obligationenrecht geändert werden muss. Der Verband bzw. die Liga kann auch nicht die Funktion einer "Ober-Geschäftsleitung" für die Klubs übernehmen und beispielsweise abklären, ob der Klub für die Transfers überhaupt das nötige Geld hat, die Eismaschinen regelmässig gewartet werden, und die Mannschaftsstruktur optimal ist. Das heisst natürlich nicht, dass in der Causa Kloten die Liga nicht auch einiges abzuklären und aufzuarbeiten hätte.
Das Gejammere von wegen Preistreiberei wirkt im Lichte des Kloten-Fiaskos eher grotesk, waren es in den letzten Jahren doch vorallem Klubs wie Kloten, Zug oder Fribourg, welche im Rahmen ihrer "Vorwärtsstrategie" die Spielerlöhne gepusht haben. AdC sollte daran denken, dass er diesbezüglich im berühmten "Glashaus" sitzt, und sich deshalb mit Stein- und anderen Anwürfen zurückhalten sollte. Davos war bisher in Sachen Löhne auch keine Tiefpreisinsel.
Beim in solchen Situationen ebenfalls immer wieder gerne hervorgekramten "Salary-Cap" werden - wie das neuerdings so üblich ist - unbesehen NHL-Verhältnisse auf die Schweiz übertragen. Ins gleiche Kapitel geht die Sache mit der "geschlossenen Liga". Die diesjährigen Play-off's und die Meisterschaft haben gezeigt, dass nicht eine Minderheit, sondern eine Mehrheit um den Meistertitel spielen kann. Im Vergleich zur Situation vor 10-15 Jahren ist die Liga viel ausgeglichener geworden.
Der langen Rede kurzer Sinn: Man soll die Lehren aus dem Fall Kloten ziehen und wo nötig Korrekturen anstreben, eine Ausrichtung des Verbandes auf den permanenten Katastrophenfall ist aber nicht angebracht, da auch so unternehmerische Unfähigkeit, völliger Realitätsverlust oder simple Blödheit in der Vereinsführung nicht verschwinden werden.
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Die erste Bewährungsprobe für den Schwarz Ueli, und schon durchgefallen. Man muss ja nicht mit Eifer und der Stoppuhr in der Hand auf die Einhaltung der Frist pochen, aber wenn Schwarz nicht in der Lage ist, sich ein Urteil über die Situation zu bilden, und die Geschichte einfach weiter eskalieren lässt, macht er den Verband noch lächerlicher, als er in der Situation ohnehin schon dasteht.