Beiträge von Iceman

    Na ja, wenn Eldebrink auf Vertragserfüllung gepocht hätte, wäre es wahrscheinlich teurer gekommen. Der Abgang von Eldebrink und von Wick sind bisher die ins Auge springenden "Massnahmen" in Kloten. Abgänge von Leuten wie Jaquemet & Co. haben keine massgeblichen Einsparungen zur Folge und haben kaum etwas mit der Sanierung zu tun. In Sachen Partrick von Gunten ist bislang nicht einmal gerüchtehalber ein Abgang bekannt, offenbar ist er zu weiteren finanziellen Konzessionen bereit, um in Kloten bleiben zu können. Letztlich sind die Auswirkungen des Theaters auf die Mannschaft der Flyers gering im Vergleich zur letzten Saison. Die zum Foderungsverzicht gedrängten Gläubiger müssen jedenfalls mehr Haare lassen als die Spieler, und leistungsmässig wird man nächste Saison kein schlechteres Kloten sehen als zuvor. Denn Wick war letzte Saison kein Faktor, von Gunten noch gar nicht dabei.

    Will zwar das langsam ausgelutschte Thema "Kloten" nicht ohne Not am köcheln halten, aber die Sache wird nun durch die Deponierung der Bilanz der JUBE-Holding von J. Bircher um ein Kapitel reicher. Die EHC Kloten AG habe angekündigt (im Blick von heute Samstag als Randnotiz erwähnt), offene Forderungen (2,1 Mio. CHF) gegenüber dieser Gesellschaft per Betreibung einzufordern.

    Die Widersprüche akzentuieren sich, und genaue Infos sind Mangelware. Einerseits wird verbreitet, die ganze Firmengruppe von Bircher sei durch dessen Ambitionen mit Kloten ausgeblutet. Will man diese "Theorie" nicht sowieso als unglaubwürdig abtun, müssten demnach Leistungen in irgendwelcher Form zu der Kloten AG geflossen sein. Ich hätte erwartet, dass deshalb im Abschluss der Kloten AG auch Aktionärsdarlehen von Bircher bzw. dessen Firmen enthalten seien. Wie aber die Taskforce verlauten liess, steht ein solche Darlehen einzig von VR Schibli zu Buche.

    Somit müssten besagte Leistungen der restlichen JUBE-Gruppe an Kloten quasi als "Geschenk" in den jeweilgen Geschäftsjahren verbucht worden sein, d.h. beispielsweise als ausserordentlicher Ertrag (Kloten AG) bzw. -Aufwand (JUBE). Eine 2e Variante mit gleichen Folgen wäre eine Aktienkapitalerhöhung bei den Flyers gewesen. Die JUBE hätte Geld geschüttet und dafür Kloten-Aktien erhalten.

    Wäre noch interessant, dereinst Aufklärung über das Paradoxon "Ausbluten von JUBE-Firmen zu Gunsten Klotens, aber trotzdem keine Forderungen der JUBE an Kloten" zu erhalten.

    Somit ist das hier ja auch schon diskutierte Problem von wegen Forderungsverzichten seitens Bircher erledigt. Dieser hatte offenbar vor einigen Wochen noch diverse Rechnungen an die Flyers ausgestellt. Auf diese Forderungen kann Bircher - selbst wenn er wollte, was kaum wahrscheinlich ist - in der jetzigen Situation gar nicht mehr verzichten. Kloten müsste nun beweisen können, dass die Forderungen haltlos sind. Angesichts der Vermischung zwischen dem Rest der "Bircher-Gruppe" und den Flyers dürfte dies sehr zeitaufwendig sein.

    Denn Bircher hat offenbar Mittel aus seinen anderen Unternehmen in die Flyers eingeschossen. So völlig aus der Luft gegriffen, dass sie einfach zu entkräften wären, werden die den Flyers zugestellten Rechnungen deshalb kaum sein.

    Stellt sich höchstens noch die Frage, ob Birchers Immobilien-Gruppe auch ohne Engagement bei den Flyers gescheitert wäre. Angesichts der vielen Prozesse, welche Bircher am Hals hat, wäre es wohl so oder so schiefgegangen. Und wenn Bircher in seinen anderen Firmen gleich gefuhrwerkt hat wie bei der EHC Kloten AG, erstaunt höchstens, dass seine Firmen-Gruppe nicht schon früher den Bach runter gegangen ist.

    Zitat von Eggi

    d Chlötis sind scho nüme so sicher obs ächt so vill spare müend... d Milliarde vom PG verlocked bereits...

    http://www.20min.ch/sport/eishocke…umeier-10869336

    Gespart wird eh' nur dann, wenn keine andere Alternative mehr bleibt. Bisher hat es für Kloten mit der ehemaligen SWISSAIR, Bossert oder eben Gaydoul immer wieder Retter gegeben, welche die das Budget überschiessenden Ambitionen bezahlt haben. Die aktuelle Diskussion dürfte aber für alle Gläubiger wenig motivierend sein. Auf der einen Seite werden sie "erpresst", auf ihre Forderungen zu verzichten (ansonsten sind sie schuld am Untergang von Kloten), andererseits bekommen sie auch mit, dass die Sparbemühungen bei Kloten selber weitaus weniger dramatisch sind, als es das über alle Medien verbreitete Wehklagen vermuten liesse. Zudem ist absehbar, dass das Geld in Kloten schon bald wieder mit vollen Händen ausgegeben werden wird. Denn dass Gaydoul sich mit Mittelfeldklassierungen zufriedengeben wird, ist allenfalls für eine "Anstands-Saison" denkbar, danach werden Gaydoul / Matter der Versuchung nicht widerstehen können. Bleibt abzuwarten, was für einen Einfluss diese Aussichten auf die Opferbereitschaft von Gewerblern oder Steuerbehörden haben wird.

    Ich staune nach wie vor ob dem Umstand, dass "nur" 15% Lohnreduktion, der Abgang von Wick u. Nordgren + der "nicht Zuzug" von P. von Gunten ausreichen, um schwarze Zahlen zu schreiben in Kloten.

    Er zahlt halt auch noch das Ausbildungszentrum in Winterthur....

    Aus praktischer Sicht sehe ich keine wesentlichen Probleme, wenn Gaydoul noch ein paar Monate Präsident bleibt. Formell ist's natürlich trotzdem ein Sündenfall. Zumal der Verband problemlos eine Zeitlang ohne Präsident auskommen würde...

    Ich glaube, jeder halbwegs "Hockeykundige" hat sich damals an den Kopf gelangt, als verkündet wurde, der EHC Kloten würde nun von Fetscherin "gemanagt". Weil es ein offenes Geheimnis war, dass es Kloten schlichtweg an (viel) Geld fehlt und Fetscherin selber keines einwerfen kann, machte diese Liason nur für einen Sinn, nämlich für Bircher. Der konnte - kurz bevor die schon lange vermutete Katastrophe offiziell wurde - noch schnell einen Teil seiner Aktien zu Geld machen. Auch wenn Fetscherin durch den Verkauf seines "Sportradios" ein paar Hunderttausend verdient hatte, so schmeisst man doch in dieser Vermögensklasse nicht eine solche Summe für Aktien eines Hockeyclubs raus. Das können sich nur Leute im gehobenen Millionärs-Segment wie Gaydoul, Mantegazza oder Frey leisten.

    Und nun hockt der Fetscherin also da und steht unter Druck, seine teuer erworbenen Aktien gratis hergeben zu müssen, weil er sonst am Ende derjenige wäre, der am Scheitern der Sanierung schuld ist. Evtl. hat ja Gaydoul ein Herz für naive Möchtegernpräsidenten, und entschädigt Fetscherin mindestens teilweise. Dieser müsste sich dann als nächsten Schritt ernsthaft überlegen, ob er sich in Gelddingen nicht bevormunden lassen sollte.

    Zitat von Mirko

    OK, ich kenne mich rechtlich zwar nicht ganz aus, aber ist das in dieser Situation möglich? Hat denn die EHC Kloten AG wirklich solche Gewinne erwirtschaftet, welche versteuert werden müssen? Klar gibt es Steuererlassgesuche, dies betrifft aber meiner Meinung nach eben Steuern, welche die Klötis für sich selber hätten bezahlen müssen.

    Hier geht es aber vermutlich eher um die Steuern, welche für die Ausländer angefallen sind, diese sind ganz sicher auch viel höher. Hier weiss ich nicht, ob man auch als Firma für solche Steuern einen Erlass beantragen kann, vor allem weil ja der quellensteuerpflichtige Angestellte auch noch solidarisch haftet für diese Beträge.

    Im Rahmen des Nachlassverfahrens beim SCB musste Gates Orlando seinerzeit die Quellensteuern selbst berappen, weil es der Klub versäumt hatte. Immerhin hat ihm der SCB einige Zeit nach überstandener Sanierung die Kohle zurückgezahlt. Da greifen die Steuerbehörden einfach auf den zu, bei dem noch was zu holen ist.

    Wie lange werden Gaydoul / Matter wohl das Lied von Mässigung und Kostenwahrheit singen?

    Früher oder später wird sie "der Hafer stechen", sich auch mal mit dem Meisterkübel feiern zu lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese (mehr od. weniger) erfolgsgewohnten Manager zufrieden damit sind, im Mittelmass mitzuschwimmen. Dass jetzt etwas rumgelärmt wird und Exempel statuiert werden ist normal. Erst so in 2-3 Jahren wird es interessant werden, bzw. dürfte der Wunsch nach "Erfolg" zu tieferen Griffen in die Schatulle führen... :wink:

    Somit relativieren sich auch die 15% Lohnkürzung, welche mir erstaunlich niedrig schien. Wenn Saläre wie diejenigen von Wick, von Gunten, Du Bois & Co. wegfallen, ergibt dass natürlich Einsparungen, welche eher nachvollziehbar sind.

    Das Problem der (zu) hohen Spielerlöhne erstreckt sich weit über die CH hinaus, wobei hier in erster Linie der Fussball "beispielhaft" auftritt. Dort sammeln sich an diversen Orten (z.B. Barcelona, Madrid) unglaubliche Schulden an. Beispiele soliden wirtschaftens gibt es dagegen nur wenige. Die Bayern scheinen dieses Kunststück zu beherrschen, bei ManU bin ich nicht ganz sicher. ManU ist ja seit einigen Jahren sogar an der Börse kotiert, wobei dies alleine noch kein Gütesiegel ist.

    Ausser in Einzelfällen können offensichtlich die für den sportlichen Erfolg verheizten Gelder nicht aus dem Sport und den damit verbundenen Nebengeschäften (Werbung, Fernsehgelder, normale Sponsoren) erwirtschaftet werden. Offene oder versteckte Geldgeber, aber auch Einkünfte aus anderen Geschäftstätigketen müssen mithelfen, die Budgets zu bestreiten. Die neidvolle Schimpferei über offen auftretende Mäzene greift dabei zu kurz. Der SCB hat zwar keinen splendiden Götti, verfügt dafür aber punkto Stadion über bessere Voraussetzungen als beispielsweise der ZSC. Nur, was dieser Tage oft übersehen wird: auch der SCB generiert die (zusätzliche) Kohle nicht nur aus den Stadionbeizen an den Heimspielen. Es braucht vielmehr auch noch die Einkünfte aus Gastrobetrieben, welche überhaupt nichts mit dem Eishockeysport zu tun haben. Oder im Klartext: auch beim SCB wird der Sport quersubventioniert.

    Diese Tatsache relativiert auch etwas das stetige Mantra, wonach man sich mit dem "Catering" im Stadion aus der finanziellen Misére zu befreien könne. Natürlich macht Kleinvieh auch Mist, allerdings wären wohl viele erstaunt, was beispielsweise in Bern aus den Stadionbeizen - trotz durchschnittlich 16'000 Zuschauern - am Ende wirklich hängen bleibt. Andernorts ist die "Subventionierung" des Eishockeygeschäftes nicht ganz so offensichtlich, aber trotzdem vorhanden. Ob da nun das Stadion faktisch gratis überlassen wird, oder gewisse Kosten extern laufen, ist einerlei.

    Aber offenbar weckt der Sport halt so viele positive Emotionen, dass zwar über die Schattenseiten von Mäzenatentum und Quersubventionierung lamentiert wird (vorallem dann, wenn grad mal wieder ein Kataströphchen im Gange ist), aber trotzdem niemand radikale Änderungen will.

    Und der gute, naive Fetscherin soll nun also entschädigungslos auf seine noch vor kurzem von Bircher für viel Geld gekauften Aktien verzichten. Der "arme Siech" tut mir schon fast leid. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie einer, der durch seine berufliche Funktion doch nahe am Sport war und eine ungefähre Idee von den Ertragsmöglichkeiten bzw. den Kosten eines Hockey-Teams haben sollte, auf so etwas hereinfallen konnte. Beziehungsweise dass einer Geld für Aktien eines Unternehmens abdrückt, welche wohl noch nie auch nur einen Rappen verdient hat. Aber eventuell überschätze ich ja die Gilde der Sportjournalisten und -Kommentatoren....

    Zitat von Larry

    Milchbüchleinrechnung:

    Kloten verbrauchte letzte Saison 16 Mio und nahm nur 12 Mio ein. Das wäre dann aber eine Reduktion von 25%...... Ausser in den 16 Mio waren noch Altlasten versteckt.

    Edit: Im NZZ Biitrag staht genau s gliiche: Sie müend s Budget um 25% senken!


    Da geistern offenbar verschiedene Aussagen durch den Blätterwald. Ich habe mich auf folgenden Artikel von D. Germann bezogen:

    ".....Rettung in letzter Sekunde bei den Kloten Flyers?
    Der Unternehmer Philippe Gaydoul und der Banker Thomas Matter sind bereit, sechs Millionen einzuschiessen

    15-prozentige Lohnkürzungen
    Allerdings knüpfen sie ihr Angebot an klare Bedingungen: Die Spieler müssen eine 15-prozentige Lohnkürzung akzeptieren und die nicht privilegierten Gläubiger sollen zumindest teilweise auf ihre Ansprüche verzichten
    ..."

    Nun, die Sache wird sich noch klären. Die von Larry genannten 25% Reduktion wären für mich aber eher nachvollziehbar.

    Gemäss NZZ sei eine Bedingung für den Einstieg von Gaydoul / Matter eine Lohnkürzung von 15%. Soll das jetzt heissen, dass Kloten mit den heutigen Voraussetzungen aus eigener Kraft mit nur 15% Lohnkürzung dieses Team finanzieren kann? Selbst wenn man das Catering (bzw. die paar Wurststände im Stadion) mit einrechnet bin ich etwas überrascht, dass sich die Sache so rechnen soll. Ausser natürlich die Geldgeber planen, jährlich Kohle einzuschiessen.

    Um sich etwa ein Bild machen zu können: Bei oft genannten TCHF 600 von Wick müsste dieser somit auf TCHF 90 verzichten, bei den Salären um TCHF 300 beträgt der Verzicht TCHF 45.

    Im Vergleich zum Millionenloch in Kloten ist ein allfälliger Interessenkonflikt bei Gaydoul leichter lösbar. Wenn es sein muss, könnte er von seinem Amt zurücktreten. In der Praxis gibt es zudem nicht derart viele Entscheidungen im Verband, bei welchen ein Interesskonflikt bestehen würde bzw. wo Gaydoul tatsächlich Kloten bevorzugen könnte. Gaydoul ist weder Einzelrichter noch Schiedsrichter. Die Frage ist auch, wie lange der "Zustand" anhalten würde, es soll sich ja um ein vorübergehendes Engagement handeln. Insgesamt sicher nicht das (formell) Gelbe vom Ei, aber immer noch besser, als nur mit 11 Teams die Quali durchseuchen zu müssen. Und wenn es ausser Walter Frey und eben Gaydoul / Matter keine "Reichen" gibt, denen Eishockey in Zürich ein Griff in die Schatulle wert ist....

    Nun, ob's am Ende Gaydoul & Friends oder andere sind: Witzig finde ich im Zusammenhang mit Eishockey- oder Fussballvereinen in der CH den Ausdruck "Investor". Denn wer etwas "investiert" erwartet für gewöhnlich eine gewisse Rendite. Die Philosophen werden mich nun natürlich belehren, dass es auch eine "ideelle" Rendite gäbe, welche sich nicht in schnödem Geld ausdrücken lasse, z.B. die Freude am Hobby "Eishockey". Dann wäre aber eher der Ausdruck "Gönner" oder "Mäzen" angebracht.

    Gaydoul wollte doch mal schon Geld in den GC versenken, was aber dann aufgrund irgendwelcher Querelen doch nicht zustande kam. Vielleicht sieht er nun in Kloten die Möglichkeit, Geld auf nimmerwiedersehen loszuwerden.

    Zitat von Blackstar

    Die Klotenfans sind aber noch guten Mutes. Sie glauben mit mehr oder weniger der gleichen Mannschaft die neue Saison bestreiten zu können (falls die Kohle dann wirklich fliesst). Wick trauert eh keiner eine Träne nach. Mit seinem Abgang wird quasi gerechnet. Dann allenfalls noch die Ausländer durch billigere ersetzen und Von Gunten weg und gut is....
    Ob das reicht...

    Habe mich auch gewundert, was da für Vorstellungen herumgeistern. Man rechnet mit 2-3 Abgängen von CH-Spielern; Wick + von Gunten werden am häufigsten genannt. Wobei, wenn es tatsächlich so ist, dass Wick von einem Sponsor bezahlt wird, hätte sein Abgang keinen Einfluss auf die Kosten. Bei den Ausländern wird spekuliert, dass die meisten Teams ihre Ausländer schon verpflichtet hätten, und es darum eng würde für Santala, Dupont & Co. Mindestens bei Dupont gehe ich aber davon aus, dass er sich noch heute die Angebote aussuchen könnte. Folgende Wortmeldung aus dem Klotener-Forum illustriert aber besser als mein Geschreibsel, welche (utopischen?) Hoffnungen die Anhänger hegen:

    "...Was das Kader der nächsten Saison angeht - falls es denn eine gibt - bin ich nicht soooo skeptisch. Klar müssen ein paar Spieler weg (Wick allein würde die Kasse um 600 000 entlasten und müsste nicht ersetzt werden). Zudem ist ein grosser Teil des Defizits ja auch wegen der hirnrissigen Transfers und der unnötigen Ausländer entstanden. Wenn die Spieler auf 10 bis 15 Prozent Lohn verzichten und ein, zwei Topshots weggehen, dann ist das Budget zu stemmen...."

    Der Aufschub des Konkursrichters läuft bis Ende Juni. Auf den früher festgesetzten Termin der Liga hin werden die Sanierer entweder den bzw. die Geldgeber präsentieren können, oder aber - mit den gleichen Argumenten wie beim Konkursrichter - die gleiche Fristerstreckung (bis Ende Juni) beim Verband beantragen.

    Man muss keine hellseherischen Gaben besitzen um vorauszusehen, dass die Liga sich dem Konkursrichter anpassen wird und die neue Frist ebenfalls auf Ende Juni bewilligt wird. Sofern die Meisterschaft im Falle eines Falles sowieso nur mit 11 Teams gespielt wird, fallen die Partien gegen Kloten einfach ersatzlos aus. Andernfalls müsse Vögtlin einen völlig neuen Spielplan erstellen. Gehe aber davon aus, dass er dies auch ab Ende Juni noch hinbekommen würde.

    Fragt sich höchstens, wie lange die Spieler mitziehen werden, denn schlimmstenfalls gehen ihnen dann schon 3 Monatslöhne flöten. Zudem kummulieren sich die offenen Spielergehälter April, Mai und Juni auf rund 2 Mio.. Da dürfte eher früher als später Druck auf die Spieler zukommen, im Sinne einer "Sanierungsleistung" auf den Betrag ganz zu verzichten. Entgegen von Gerüchten ist seitens der Spieler aber bisher kein Verzicht beschlossen worden, sondern nur eine Fristerstreckung bis zum Termin des Verbandes. Welcher ja nun nochmals vertagt werden dürfte. Wäre noch interessant zu wissen, wie viele Spieler / Agenten sich schon "unter der Hand" bei interessierten Klubs abgesichert haben.

    Von "gewissen" Seiten wurde ja bemängelt, der PO-Final in der CH sei "viel zu defensiv" gewesen und zu wenig spektakulär. Meiner Meinung nach haben da diverse Schreihälse Spektakel mit defensivem Larifari gleichgesetzt bzw. sind davon ausgegangen, dass in den PO's das gleiche Hurra-Hockey gespielt werden kann, wie in der Quali. Wer darauf steht, soll sich am besten eine Partie Zug-Gotteron in der Quali ansehen, oder das Geld für ein Ticket an einem All-Star Game oder dem Spenglercup ausgeben.

    Die PO's in der NHL zeigen, dass auch dort am Ende nicht die Teams mit den elegantesten Läufern und den schönsten Tricks im Rennen sind. Sondern eben die, welche auf einem gesicherten defensiven Fundament aufbauen können. Und sowohl in der CH wie auch in der NHL sind die Finalpartien spannend und intensiv, auch wenn keine Schützenfeste stattfinden.