Beiträge von Iceman

    Zitat von Supreme

    Metropolit bleibt in Zug
    Dienstag, 15. Februar 2011, 14:42 - Martin Merk

    Der kanadische Stürmer Glen Metropolit bleibt dem EV Zug treu. Er hat heute die Frist genutzt, um seinen Vertrag automatisch um ein Jahr zu verlängern, wie die Website der "Neuen Luzerner Zeitung" berichtet.

    Zuvor war spekuliert worden, dass Metropolit sich mit der Vertragsdauer und einem gleichbleibenden Salär nicht zufriedengeben würde und mit anderen Clubs (Bern, Lugano, ZSC) in Kontakt gewesen sein soll. Nun hat er den Innerschweizern für ein weiteres Jahr zugesagt.

    erstaunlich, zuerst mehrere Offerten von anderen Clubs einholen um den Preis hochzutreiben und dann doch zu alten Konditionen bleiben?
    Hätte ich nicht gedacht.

    ....evtl. hat man auf anderen Wegen finanziell etwas nachgeholfen. Kann mir jetzt echt nicht vorstellen, dass kein anderer (denke da vorallem an Laguno) mehr geboten haben soll als die Zuger. Auch wenn am Schluss - zumindest gemäss offiziellen Verlautbarungen - gar nicht so viele am "Wettbieten" teilgenommen haben.

    Mit den "Vorverurteilungen" ist das immer so eine Sache. Bin zwar kein NHL-Experte, aber soweit ich das überhaupt beurteilen kann, kommt es auch in der NHL sehr darauf an, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Hockt man als Verteidiger bei einem Team, welches schon überreichlich mit guten und vor allem bewährten Verteidigern ausgestattet ist, hat man halt Pech gehabt. Oder wenn dem Coach die Nase nicht gefällt ebenso.

    Keinen Schimmer, wie das bei Blindenbacher ausgesehen hat. Als "Jungspund", der um die 20 rum nach Nordamerika geht, kann man sich sicher ein paar Jahre in den unteren Ligen "weiterbilden", und auf die grosse Chance hoffen. Bei Blindenbacher mit 27 Jahren sieht es da evtl. schon etwas anders aus. Natürlich kann man jetzt die Platitüden von "Kampfgeist", "Stolz" und ähnlichem bemühen, welche doch einen echten Sportler trotz aller Widrigkeiten die Situation erdulden lassen sollten. Für mich stellt sich mehr die Frage, ob Blindenbacher bzw. seine Berater die Situation genügend gut abgeklärt haben. Oder ob man schon zum Zeitpunkt seines Wechsels hätte merken müssen, dass beim entsprechenden Team die Chancen eher klein sind. Die NHL-Experten hier werden das besser beurteilen können.

    Andererseits stellt sich da wohl auch die ganz profane Frage, wie lange man auf ein sehr sehr gutes Salär in der CH verzichten will, um für einen vergleichsweisen Hungerlohn mit ungewissen Aussichten in Nordamerika zu bleiben?

    Natürlich, die Kritiker unter den Eishockeyfans fragen dem Geld selbstverständlich nichts nach. Bei ihren beruflichen Entscheidungen geht es ausschliesslich darum, nach der grösstmöglichen Herausforderung zu suchen. Das Risiko zu scheitern (mit allen Konsequenzen) gehen sie freudig ein, ungeachtet aller Konsequenzen. Sie wären auch jahrelang bereit, einen schlechter bezahlten Job anzunehmen, weil die vage Möglichkeit besteht, dadurch vielleicht einmal die grosse Chance auf eine Beförderung zu erhalten.

    Ewig schade, dass solche Wunderknaben nicht Eishockey spielen...

    :cool:

    War ja hier auch schon das Thema, dass neu erschlossene Geldquellen verschiedenen Klubs kräftige Investitionen ins Kader ermöglichen. Lange Jahre gab es Lugano, Davos, ZSC und Bern, welche per se als Favoriten galten. Durch Transferoffensiven und schwache Saisons der obgenannten "Dauerfavoriten" haben sich nun ehemalige Klubs aus dem Mittelfeld soweit verstärkt bzw. sich oben in der (Qualifikations) Tabelle festgesetzt, dass die ehemals klare Grenze zunehmend verschwindet.

    Nur wachsen mit den steigenden Budgets halt auch die Ansprüche und Erwartungen. In Kloten, Zug und Freiburg drängen Zuschauer und Geldgeber auf den Titel. Die Saison ist nun nicht mehr gerettet, wenn man einem angeblichen "Favoriten" ein Bein stellen kann. Plötzlich steht man selber unter Druck und kann nicht mehr unter dem Etikett des Underdogs unbeschwert aufspielen. Und wie schwierig und mit wievielen Fallstricken und Unwägbarkeiten der Play-off Modus gespickt ist, ist sattsam bekannt.

    Die Erkenntnis, dass es mit einer guten Qualifikation (meistens) nicht getan ist, ist zwar nicht neu, aber immer wieder schmerzhaft. Dabei stellt sich dann vor allem die Frage, wie eine Organisation Rückschläge verkraften kann. Was für Löcher reisst ein frühes Ausscheiden? Wieviel Kohle und Geduld haben die Geldgeber? Wie abhängig ist ein Klub vom sportlichen Erfolg?

    Wird noch interessant werden, die Abschlüsse der NLA Clubs in den nächsten Jahren zu verfolgen. Schon diesen Frühling dürfte es verschiedentlich kräftig knacken im Gebälk.

    BMW:
    Der Erfolg gibt dem Modell "HCD" bzw. dem Modell des Alleinherschers AdC sicher Recht. Gleichzeitig stellt sich aber auch die Frage, weshalb es beim Rest der Welt anders läuft. Vermutlich deshalb, weil ein Sportchef normalerweise etwas längerfristig in einem Klub tätig ist als der Trainer. AdC ist halt auch hier eine Ausnahme.

    Zudem stellst Du Dir das Amt des Sportchefs bzw. das "Transferieren" etwas einfach vor. Da werden mit Spielern teilweise Kontakte geknüpft und gepflegt, lange bevor dieser einen möglichen Transfer zu einem Klub überhaupt in Erwägung zieht. Manchmal nützt das etwas (z.B. beim SCB mit Martin Plüss), manchmal aber auch nicht (Juraj Simek). Die meisten Spieler und Agenten wollen aber nicht im Halbjahrestakt mit einem anderen Ansprechpartner des Klubs reden. Auch erfordern Scouting und langfristige Planung auch etwas Zeit während der Saison, welche der Trainer einfach nicht hat.

    Wenn es nicht läuft oder Spieler nicht das bringen, was "man" sich erhofft hat, gerät neben dem Trainer auch der Sportchef rasch in die Kritik. Das war und ist in Bern nicht anders als beim Z, und der Vorgänger von Leuenberger (Triulzi) wurde auch Opfer dieses Mecanos. Daneben sollte man aber nicht vergessen, dass es keine "Ausbildung" zum Sportchef gibt. Diese wachsen vorallem an ihren Erfahrungen, müssen sich zuerst ein Netzwerk schaffen etc. etc. In diesem Sinne ist jeder neue Sportchef tatsächlich ein Zauberlehrling. Dies sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man einen Sportchef abschiessen will.

    6. Februar 2011

    Gefährliches Spiel
    Warum der HC Genf-Servette Thomas Déruns zum SCB transferiert hat
    Der HC Genf-Servette des Chris McSorley und des Hugh Quennec hat in dieser Saison mehr verloren als gewonnen. Doch am Donnerstag waren die Genfer in einem Spiel gleich dreifacher Sieger: Sie schlugen Fribourg-Gottéron im Derby 3:1, qualifizierten sich damit definitiv für die Play-offs.

    Von Daniel Germann

    Sie gewannen gleichzeitig auch das Pokerspiel gegen die Stadt Genf. Per Transparent forderte der harte Kern des Anhangs: «Transferieren wir unsere Politiker für eine neue Eisbahn.»

    Das Plebiszit von der Stehrampe nahm Bezug auf Thomas Déruns, der am Montag nur Stunden vor dem Transferschluss aus einem noch ein Jahr weiterlaufenden Vertrag zum SC Bern transferiert worden war. «Wir hätten Thomas' Vertrag demnächst neu verhandeln müssen und ihn uns unter den gegebenen Umständen nicht mehr leisten können. Er passt nicht mehr in unser Budget. Es wäre unverantwortlich von uns gewesen, ihm eine Vertragsverlängerung anzubieten», sagt Hugh Quennec, der in Genf neben Präsident auch jener Mann ist, der am Ende der Saison die Lücken in der Rechnung stopfen muss.

    Quennec aber sagt nur einen Teil der Wahrheit. Denn so schlimm kann es um die Finanzen bei Servette nicht stehen. Im Oktober verpflichtete der Klub unter anderem gegen die Konkurrenz aus Bern, Lugano und Zürich den Lizenz-Schweizer Dan Fritsche. Er soll in Genf netto über 500 000 Franken pro Saison verdienen und damit zu den teuersten Spielern auf Schweizer Eis gehören. Und letzte Woche bootete Servette im Ringen um den AHL-Rückkehrer Jurai Simek erneut den SCB aus. Nebst einem Lohn jenseits der 300 000-Franken-Marke erhält der Stürmer unter anderem einen Roller, mit dem er künftig freie Fahrt im Genfer Stadtverkehr geniesst.

    Den Genfer Besitzern aber ging es beim Transfer von Déruns nicht nur darum, das Budget zu reduzieren. Sie wollten ein Ausrufezeichen setzen. Darum traf das Los den 29-jährigen Stürmer, der seit 2002 in Genf spielt, französisch spricht und damit so etwas wie die Seele des Klubs war. Chris McSorley hatte zuvor bereits versucht, mit Goran Bezina, seinem zweiten Schweizer Schlüsselspieler, einen ähnlichen Transfer zu machen. Er bot den Verteidiger per Mail im Tauschgeschäft unter anderem den ZSC Lions an, fand dort aber kein Gehör.

    Hintergrund der ungewöhnlichen Aktionen ist der schwelende Streit des Klubs mit der Stadt Genf um die Vernets-Halle, die den Ansprüchen des Klubs nicht mehr genügt. Die erste sanfte Renovation der Arena aus den 1950er Jahren misslang. Der Klub stellte der Stadt Rechnung für entgangene Einnahmen. Reagiert hat der Kanton, der dem Klub 1,6 Millionen Franken zurückerstattet hat, die er zuvor in die Verbesserung der Halle investiert hatte.

    Von der Stadt, sagt Quennec, habe man bisher keinen Franken erhalten. Sie habe ihre getätigten Versprechen nicht erfüllt. Im Gegenteil: Im Dezember halbierte der Stadtrat den im Sommer versprochenen Zuschuss an die Junioren-Bewegung auf 500 000 Franken, weil eine Mehrheit der Parlamentarier mit der Transparenz im Klub nicht zufrieden war. Man argwöhnt, dass mit den Steuergeldern Transfers wie jener von Fritsche finanziert werden.

    Genf/Servette ist der einzige Nationalliga-A-Klub, der seinen Geschäftsbericht unter Verschluss hält. Das ist deshalb möglich, weil Hugh Quennec und Chris McSorley die Aktien untereinander aufteilen. Quennec selber sagt: «Auf Dauer muss Servette mehr sein als McSorley und Quennec. Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern, wird Chris über kurz oder lang weg sein. Und ich auch.»

    Der Transfer von Déruns entlastet das Lohnbudget um rund 400 000 Franken. Daneben spült er eine Ablösesumme von über einer halben Million Franken in die Kasse. Wichtiger aber war das Notsignal, das die Aktion ausgesendet hat. Es gab keine Entrüstungsstürme in Internetforen, keine Boykottaktionen des Publikums im Stadion, keine Proteste der Sponsoren. Im Gegenteil. Quennec sagt: «Die Reaktionen waren durchwegs positiv. Selbst die Stadtbehörden haben sich per Mail gemeldet.»

    Es war ein gefährliches Spiel mit einigen Unbekannten, das so gar nicht zur Philosophie von McSorley passt, der auf dem Eis bestrebt ist, das Unvorhersehbare auszuschliessen und das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. Doch das Spiel ist aufgegangen. Zumindest vorerst.
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    Bezina zum ZSC, das wäre aber auch eine ziemliche "Bombe" gewesen....

    Zitat von domibe

    Der SC Bern und die ZSC Lions haben laut der "Neuen Luzerner Zeitung" dem EVZ-Stürmer Glen Metropolit einen Vertrag für die neue Saison angeboten, was der Kanadier bestätigt. Auch Offerten aus dem Ausland sollen vorliegen.
    Metropolit hat bis zum 15. Februar Zeit, eine Option auf Vertragsverlängerung mit dem EV Zug einzulösen, scheint jedoch eher um einen besseren Vertrag zu pokern. Auch Gerüchte über die Idee einer Rückkehr nach Lugano machten schon die Runde.

    Gemäss SCB-Sportchef Leuenberger habe man "intern" über eine mögliche Verpflichtung von Metropolit gesprochen, dann aber letztlich kein Vertragsangebot gemacht.

    Metropolit ist zwar schon ein älteres Semester (36), bisher aber nicht als verletzungsanfällig aufgefallen. Ich vermute mal, dass er weniger um einen sehr hohen, aber dafür um einen mehrjährigen Vertrag pokert. Auch wenn man nun wieder die alte Weisheit hervorkramen könnte, wonach es nicht junge und alte Spieler gäbe, sondern nur gute und schlechte.... bei einem 2-3 Jahresvertrag (vermutlich sehr teuer) kann ich die Bedenken nachvollziehen. Auch wenn Metropolit ein überdurchschnittlicher Ausländer sein kann. Wenn er will.

    Zitat von Ali Bengali

    Weber nächste Saison in Lugano? Offensivspektakel könnten die ännet dem Gotthard schon gebrauchen.

    Quelle: hockeyswingers.ch.vu

    Wenn bei Lugano - zumindest nach Meinung von irgendwelchen Experten - das Problem aber grösstenteils in der mangelnden Führung und einer eigentlichen "Meisterlosigkeit" liegt, ist Webers "i bi doch ä liebe Siech" Ansatz keine erfolgversprechende Alternative.

    Hier ein Teil des Klausschen Kommentars von heute (2. Feb. 2010):


    Wo landen Weber und Co.?

    Was wird aus den Trainern, die in dieser Saison den Job verloren haben? Benoit Laporte (Ambri) hat bei Hamburg in der DEL bereits wieder Arbeit gefunden. Philippe Bozon (Lugano) dürfte vorerst in der NLA keinen Job mehr finden. Seine berufliche Zukunft liegt in Frankreich oder in der NLB. Colin Muller hat nach wie vor kein eigenes Profil. Bevor er in Zürich zum Cheftrainer befördert worden ist, war er sieben Jahre lang Assistent von Sean Simpson: Trotz früherer Trainertätigkeit bei Fribourg und den Lakers bleibt er der «Schattenmann» des aktuellen Nationaltrainers. Im Maximum gibt es für ihn einen Job als Nothelfer in der NLA und er muss sein eigenes Profil in der NLB oder im Ausland finden.

    Christian Webers Hockeykompetenz ist unbestritten. Bei den Lakers war er der falsche Trainer zum falschen Zeitpunkt. Seine Trainerkarriere in der NLA ist allerdings vorerst vorüber. Aber er hat alles, um ein guter Sportchef oder Chef einer Nachwuchsabteilung zu sein und seine Fähigkeiten als Ausbildner sind unbestritten. Weber wird ein Kandidat für eine Kaderposition in der neuen Hockeyakademie in Winterthur (ab 2013) werden. Unser Eishockey kann es sich nicht leisten, auf einen so hoch qualifizierten Hockeyfachmann wie Weber zu verzichten.
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    Für Zauggsche Verhältnisse ein relativ fairer Kommentar zu Weber. Dieser scheint einfach ein zuwenig harter Hund zu sein, dafür aber ein guter Ausbildner. Und da diese in der CH ja auch nicht gerade an den Bäumen hängen, wird er wohl einen Platz im skizzierten Rahmen finden. Habe Weber zu seiner Aktivzeit immer als vorbildlichen und pflegeleichten Spieler gesehen, der für sein Team alles gegeben hat. Wahrscheinlich haben solche "anständigen" Typen einen grundsätzlichen Nachteil, wenn sie ins Trainerbusiness einsteigen. Denn sie setzen ihre eigenen positiven Eigenschaften auch bei ihren Spielern voraus. Offensichtlich ein schwerer Irrtum...

    Das Telefon zwischen KZ und McSorley. Die Aussage, wonach Servette "...für sportliche Aktivitäten 9 Millionen pro Saison..." Budget hat, kommt mir etwas spanisch vor, vorallem angesichts der jüngsten Transferoffensive.


    Ist der Verkauf von Thomas Déruns der Anfang vom Ende des Eishockeyunternehmens Servette?
    Chris McSorley: Nein, keineswegs. Es ist ein gutes Geschäft für alle.

    Das müssen Sie mir erklären.
    Der Vertrag von Thomas Déruns läuft am Ende der nächsten Saison aus. Wir hätten keine Chance gehabt, mit den Angeboten aus Bern oder Zürich oder von wo auch immer mitzuhalten. Wir hätten ihn am Ende der nächsten Saison so oder so verloren. Also haben wir mit dem Verkauf jetzt ein gutes Geschäft gemacht. Déruns hat die Chance bekommen, beim SC Bern jetzt einen Vertrag herauszuholen wie nie mehr in seiner Karriere. Also hat auch er ein gutes Geschäft gemacht. Und die Berner bekommen den Spieler, den sie wollten, also sind auch sie zufrieden.

    Reden wir vom Geschäft: Sie haben sich also die Freigabe von Déruns aus dem laufenden Vertrag sozusagen vergolden lassen?
    Nicht vergolden. Wir haben dafür eine faire Entschädigung bekommen, die wir gut gebrauchen können.

    Der Transfer von Déruns ist also ein Business-Entscheid?
    Sie können es so nennen. Wir erhalten für nächste Saison die Spielstärke der Mannschaft ohne dass wir das Budget erhöhen müssen. Um Déruns zu behalten, hätten wir das Budget erhöhen müssen und dazu sind wir nicht in der Lage.

    Wie hoch ist das Budget von Servette?
    Für die sportlichen Aktivitäten neun Millionen pro Saison.

    Wie viel verdient Déruns beim SC Bern?
    Erheblich mehr als bei uns.

    Über 400 000 Franken?
    Diese Spekulation dürfte nicht ganz falsch sein.

    Aber nochmals: Sie verlieren einen Kultspieler. Einen Spieler, der für Servette als Spitzenklub steht.
    Sie überschätzen Déruns. Er ist nun neun Jahre bei uns. Aber er hat in dieser Zeit nur eine gute Saison gehabt. Das war die letzte. Er bringt auch diese Saison nicht die Leistungen, die wir erwarten. Es ist wie damals, als wir Kevin Romy nach Lugano verkauft haben: Wir trennen uns von einem Spieler, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr stimmt.

    Können Sie Déruns ersetzen?
    Wir haben ihn schon ersetzt. Wir bekommen Juraj Simek und Eric Walsky ist inzwischen so gut wie Déruns.

    Aber die psychologischen Auswirkungen sind enorm.
    Das ist auch gut so.

    Wie meinen Sie das?
    Ich hoffe, dass der Wegzug von Thomas Déruns Schockwellen durch die Stadt Genf auslöst. Damit die Politiker erkennen, dass sie die gemachten Versprechungen für die Sanierung des Stadions und den Stadionneubau einlösen müssen. Tun sie das nicht, gibt es in Genf langfristig kein Spitzeneishockey mehr

    Zitat von Mirko

    Braucht Genf Geld, um die Zusatztransfers wie Fritsche und Simek zu finanzieren? Und Bern rüstet vor den Playoffs mit Thomas Deruns und Lee Goren noch auf

    http://www.blick.ch/sport/eishocke…-zum-scb-165735

    Habe das hier schon einige Male angesprochen. Schaut Euch mal das Kader von Genf an! Tobias Stephan, Salmelainen, Pothier (ex NHL), Parks (ex NHL), Fritsche, Walsky, Simek, und eben Deruns etc. etc. Ich weiss nicht, wie er den Kanton Genf mit dieser Defizitgarantie-Geschichte über den Tisch gezogen hat, oder was für ein Vergleichsmassstab da herangezogen wird. Denn selbst mit einem doppelt so grossen Stadion hätte McSorley wohl Mühe, seine Einkaufspolitik zu finanzieren.

    Im übrigen nützt auch ein rotierender Sportchef und Zuzüge von Goren und Deruns nicht, wenn der Rest der Truppe Altherren-Hockey spielt.

    Zitat von Eierchopf


    Der unterschied ist, dass wir zugeben, dass im neuen Hallenstadion eine scheiss Stimmung herrscht, aber die Berner reden sich die SUPER Stimmung selber ein. In der Post Finance läufts einem ja kalt den Rücken runter, so laut rufen die "Hopp ÄSZÄBÄ"...

    ...auch hier ist Kritik durchaus angebracht. Nur wenn halt eine ganze Saison Magerkost und emotionsloser Minimalismus abgespult wird, schlägt das auch auf die Zuschauer durch. Und wenn dann innerhalb von 3 Wochen 4x gegen den EHC Biel oder Servette gespielt wird, hätte man wohl nicht nur in Bern den definitiven "Quali-Ablöscher". An vergangenen Titeln kann man sich bekanntlich nicht lange erwärmen (...im wahrsten Sinn des Wortes...)

    Zitat von Sputnik

    Aber das verstehe ich jetzt nicht. Die Berner sagen doch alle immer wie super toll die neue Post Finance Arena ist. Haben doch damals auch die Räntschääs gesagt das die Halle so geil ist.

    :rofl: :rofl: :rofl: :rofl:

    Ganz so unkritisch wie Du glaubst sind die SCB-Fans gegenüber der Frost-Finance Arena nicht. Dass diese betreffend Temperaturen alles andere als komfortabel ist, wird niemand bestreiten. Andererseits gab es halt Sachzwänge, vor allem finanzieller Art, welche beim Umbau eine Rolle spielten. Letztlich musste eine Lösung gefunden werden, welche mit einem bezahlbaren "Zins" (d.h. Stadionmiete des SCB, ca. 3 Mio. pro Jahr) finanzierbar waren. Und dann wollten die Fans nicht auf die Stehrampe verzichten.... und dann musste auch noch der öffentliche Eislauf sichergestellt werden.... und, und, und....

    Evtl. hätte man Investoren gefunden, welche ein paar 100 Millionen für einen multifunktionalen, wohltemperierten Tempel aufgeworfen hätten, welcher dann aber auch und vor allem mit gewinnträchtigeren Events als Eishockeyspielen bewirtschaftet worden wäre. Was dies für einen Eishockeyclub bedeutet, muss ich einem Z-Fan kaum erklären....

    ....schon für Eishockey ist die Frost-Finance Arena - entsprechende Aussentemperaturen vorausgesetzt - kalt. Wie man auf die Idee kommt, das verwöhnte Eiskunstlauf-Publikum in diese Halle zu setzen, ist unverständlich. Sofern ich das richtig mitbekommen habe, seien maximal so ca. 7'000 Zuschauer pro Tag/Programm(??) da gewesen. Somit hätte die Veranstaltung problemlos in einem kleineren Stadion (Kloten, Zug) stattfinden können. Die Organisatoren hatten def. einen an der Waffel, und sind wohl vorher nie in der Allmend gewesen.

    ....ist halt schon hart, jetzt wo AdC verlängert hat. Als Kolumnist kann man nun nicht mehr (auf Pinboard-Niveau und darunter) Zeilenhonorar generieren, indem man vom Lehnstuhl aus fabuliert. Nun müsste wieder etwas journalistisch gearbeitet werden. Wie werden die nächsten Überschriften von K.u.K (Klaus und Kessler) wohl lauten?

      "Kent Ruhnke ist für den XXSC bereit"

      "John Slettvoll: (XXX) ist noch nicht an mich herangetreten"

      "Bill Gilligan zurück in die Schweiz?"

    Da ist noch gar nichts ausgestanden...

    Wie es schon weiter oben gesagt wurde, stehen die (angeblichen) Sorgen von McSorley wegen den Lohnkosten völlig im Widerspruch zu seinen Transferaktivitäten.

    Mit Parks und Pothier wurden, wenn auch keine Superstars, so doch solide NHL-Spieler verpflichtet. Mit Fritsche und Walsky sind teure Kanada-Schweizer zum Team gestossen, nun kommt noch Juraj Simek hinzu, welcher sich seine Rückkehr vermutlich auch vergolden lassen wird. Daneben hat man noch so Billigposten wie Tobias Stephan, Deruns, Bezina, Salmelainen etc. etc. ----- von mir aus gesehen so langsam das teuerste Kader in der CH. Da hätten wohl noch andere Sorgen wegen den Lohnkosten. Ob das alles durch die Defizitgarantie vom Staate Genf gedeckt ist?

    Die Sache geht für mich, nicht erst seit der Spielertausch-Idee, hinten und vorne nicht auf. Auch komisch, dass die Sache niemanden aus der Gilde der Sportredaktoren interessiert, oder Klaus Zaugg nicht mal dazu recherchiert.

    Zitat von Eggi

    Gemäss 20 Minuten ist diese "Bombe" ein neuer Vierjahres-Vertrag in Davos...

    Oje, über was schreiben denn dann der Klaus Zaugg und sämtliche Eishockey-Pinboarder von der Altjahreswoche bis Ende Januar? Immer nur über "Geld und Geist" oder dem "Wesen und Wirken" von Trainern und Spielern? Oder dem "Eric Lindros des armen Mannes"? Es stehen trübe Zeiten an...

    Bei Dubé hat's 2004 12 Sperren abgesetzt für das gleiche Vergehen. Ausholen mit dem Stock gegen den Kopf des hinter ihm fahrenden Gegners, ohne diesen allerdings zu berühren, vorheriges (ungeahndetes) Foulspiel des Gegners wurde nicht strafmildernd angerechnet.

    Erstes Strafmass 10 Sperren, nach Rekurs +2 Sperren durch die Rekurskommission.

    Ergo kann man dem EVZ nur raten, keinen Rekurs einzureichen, falls in der Kommission Leute sitzen, welche dem EVZ nicht wohlgesonnen sind.

    Zitat von Larry

    Manzato will weg von Rapperswil

    Montag, 17. Januar 2011, 20:29 Uhr - Martin Merk

    Der Torhüter Daniel Manzato hat genug von den Rapperswil-Jona Lakers und möchte nach der enttäuschenden Saison trotz Vertrag weg.
    "Ich habe die Schnauze voll. Ich habe noch für ein Jahr einen Vertrag, aber so ist mir das zu viel. Es steht ausser Frage, mit dieser Mannschaft weiterzumachen", wird Manzato vom "Journal du Jura" zitiert. Auch ansonsten hat er für die Lakers und den Trainer offenbar wenig Lob übrig.
    hockeyfans.ch

    Mein Senf: Das Eis wird dünn für Weber, und das wird sein letzter Job in der NLA gewesen sein!

    Am besten für Weber wäre irgendwas beim Verband in der Ausbildung, denn dort scheint er ja seine Qualitäten zu haben. Aber als Coach hat er bisher wenig glücklich agiert. Der Abgang beim ZSC war noch so verständlich, passierte auch schon renommierteren Trainern. Bei Langnau war's nicht sooo schlecht, nur halt Pech, dass mit dem nominell schlechteren Team nach seinem Abgang viel mehr erreicht wird. Und in Rappi hat in der Neuzeit - ausser Bill Gilligan - auch kein Trainer wirklich Erfolg gehabt.

    Es ist nicht gerade so, dass man Weber die Fehler geradezu nachweisen könnte. Trotzdem habe ich auch den Eindruck, dass das Traineramt in der NLA nicht das Richtige ist für ihn.

    Zitat von Larry

    Weiterhin überzählig war Juraj Simek bei seinem neuen Team Providence Bruins. Nun äusserte sich der Trainer Rob Murray vor dem Spiel erstmals zum Fall und kritisiert seinen Schützlich. "Ich habe nicht den Eindruck, dass er hier sein möchte und ich habe nicht die Zeit und Energie für diese Situation," sagte Murray in einem Interview. "Er hatte Puckverluste an der blauen Linie, die zu Kontern führte, und das können wir uns nicht leisten. Er ist mit dem Kopf nicht dabei und andere strengen sich mehr an."

    Seine Situation nach dem Trade zur Organisation der Boston Bruins dürfte weiter die Spekulationen über einen Wechsel nach Europa anheizen. Zumal er letzte Saison 21 Tore in der AHL erzielt hatte. Mehrere Schweizer Zeitungen hatten in den letzten Wochen bereits einen Transfer zu Genf-Servette vermeldet, was Simek jedoch dementierte. Ohnehin müsste alles schnell gehen, denn in zwei Wochen ist der internationale Transferschluss.

    hockeyfans.ch

    Irgendwer wird den sicher noch vergolden, obschon eigentlich keiner so recht weiss, warum. Aber natürlich, er hat ja in Nordamerika gespielt! Immerhin ist er nicht nach dem ersten Biswind in die CH zurückgepfoselt, aber ob das reicht? Wahrscheinlich ja... :roll:

    Die Diskussion, wie schnell oder langsam O.N. sich auf dem Eis fortbewegt, ist müssig. Nolan wird kaum den Auftrag haben, mit viel Laufarbeit den Gegner mürbe zu machen, und sowohl im Fore- wie im Backchecking präsent zu sein. Das sind Aufträge für jüngere und speedigere Spieler. Er hat seine Qualitäten vor dem gegnerischen Tor, wenn der Puck auf engstem Raum kontrolliert und ins Tor bzw. zu einem besser postierten Kollegen spediert werden muss, d.h. Standfestigkeit, Vista und Scheibenkontrolle sind seine Stärken. Können ihn seine Gspändli nicht so in Stellung manöverieren, ist seine Wirkung beschränkt. Das war aber auch schon in seinen ersten Spielen auf CH-Eis so, wobei Nolans Teamkollegen damals halt auch noch etwas besser agierten.

    Die Erwartung, dass EIN Ausländer ein Team aus der Krise führen kann, ist heutzutage unrealistisch. Trotz allem eishockeytechnischen Elend, welches der leidgeprüfte Fan bei seinem Team in jedem Spiel ausmachen kann, ist das Niveau gegenüber den guten alten Zeiten halt trotzdem gestiegen. Die Zeiten, als z.B. beim HC Sierre (damals NLA) das Duo Métivier/Dubé (Senior) die Spiele im Alleingang entschieden, sind Geschichte.