Beiträge von Iceman

    Etwas Off-Topic, aber nicht ganz:

    Auszug aus dem NZZ-Bericht über Langnau - Servette:
    Als grosse Figur bei den SCL Tigers entpuppte sich erneut Topskorer Daniel Steiner. Wie schon am Samstag in Ambri (4:3 n.V.) erzielte er zwei Tore. Steiner hatte bei vier der ersten fünf Tore den Stock im Spiel. Langnau verfügte auch über den besseren Goalie. Servette-Keeper Tobias Stephan sah bei drei Gegentoren nicht gut aus und liess fünf der ersten 15 Schüsse passieren.

    In den letztjährigen PO's gegen Bern war Tobias Stephan ebenfalls alles andere als überzeugend. Aber er gilt halt einfach als Riesentalent, ging mal nach Nordamerika, und hat bei den CH-Sportjournalisten ansonsten den Status des Unantastbaren. Schon die Wahl zum besten Torhüter der letzten Saison war völlig deplaziert.

    Teilweise werden Spieler in der Presse auch einfach gut- bzw. schlecht geschrieben.

    29. November 2010, 10:08, SI-Sportticker

    Trainer Philippe Bozon in Lugano entlassen

    Nach der 19. Niederlage in 27 Spielen hat Lugano genug: Trainer Philippe Bozon muss gehen.

    Der HC Lugano hat Trainer Philippe Bozon und seinen Assistenten Sandro Bertaggia entlassen. Interimistisch wird die Mannschaft von Mike McNamara und Patrick Fischer betreut. Lugano belegt in der Tabelle Platz 11 mit zehn Punkten Rückstand auf die Playoffplätze. Noch nie in seiner Geschichte stand der Traditionsverein zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft so schlecht da.
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    Wenn McNamara aus der 1en Mannschaft von Lugano eine ebenso rüde Prügeltruppe macht, wie er das beim Lugano-Nachwuchs tut bzw. tat, so geht schon bald die Post ab.... evtl. holt man ja dazu Helbling wieder ins Team.... :wink:

    Beim Fight Nolan vs. Snell hat man die altbekannte Tatsache bestätigt gefunden, dass es beim Kampf auf Kufen eben nicht nur auf die pure Körperkraft ankommt. Über Sinn und Unsinn von solchen Fights kann man trefflich streiten, wobei es eben auch eine Methode ist, einen gegnerischen Schlüsselspieler aus dem Verkehr zu ziehen. Snell hinterlässt bei Zug kaum eine Lücke, wenn er draussen sitzt. Gehe davon aus, dass Nolan in entscheidenderen Momenten da gelassener bleibt und sich nicht provozieren lässt. Man hat ihm nämlich deutlich angesehen, dass es eher Routine war, und er keineswegs wutentbrannt losgezogen hat.

    Noch der parteiische Kommentar meinerseits:

    Resultat am Schluss zu hoch für den SCB, der ZSC mit 2 Pfostenschüssen auch glücklos. Ist aber so wie immer, wenn man kein Glück hat, kommt noch Pech dazu. Ansonsten hätte das Spiel so geendet, wie man sich das in Bern mittlerweile gewohnt ist, nämlich im Penaltyschiessen.

    Beim ZSC ist mir vorallem die Nr. 84 (Schommer glaub ich, prüfe das jetzt nicht nach...) aufgefallen. Kräftig und schnell, den würde ich auch noch nehmen. Torjäger Bärtschi vergab mindestens eine 100%ige Chance, Ambühl rackerte wie gewohnt. Zudem steht der Z relativ gut und löst die Angriffe schnell und präzise aus. So schlecht, wie die diversen Vorredner hier den ZSC schreiben, ist er nicht.

    Allerdings muss man in diesem Zusammenhang auch noch die Schattenseite der beiden Teams ansprechen, und das sind definitiv die Ausländer. Beim SCB bringt nur Gamache etwas zustande, auf weitere Details verzichte ich. Beim ZSC fällt Gelbhelm Pittis positiv auf, Nolan war heute kein Faktor. Westcott und Murphy habe ich erst nach Studium des Matchprogramms und anschliessender Suche nach den Rückennummern identifizieren können.

    Hier liegt wohl (bisher) die Differenz zu Zug, Davos und Kloten. Wobei man z.B. bei Zug auch deutlich sieht, dass eine grosse Abhängigkeit von Holden besteht. Beiderseits muss man hoffen, dass die bestenfalls durchzogene Quali durch umso bessere Play-off's abgelöst werden. Und dass die Sportchefs noch etwas in Sachen Ausländer unternehmen.

    Zitat von larlf

    def. Müll!!!

    aber de kläusli wett sicher am Cüpli Cup guet behandlet werde & de isch ja scho bald... :suff:


    In dem Fall gilt ab jetzt:"Der Rücksichtslosere ist der Bessere!" Und wenn dabei ein paar im Rollstuhl landen, so ist das halt einfach die "archaische Seite des Eishockeys". Kläusli vergleicht wieder mal "Härte" mit "gefährlichem Spiel". Um einen Gegner von hinten in die Bande zu knallen, braucht es keine Härte, ebensowenig wie es diese für das hochnehmen des Ellbogens oder der in der CH permanent zu hohen Stöcke braucht.

    Aber eben, er will doch auch ein Ticket für ins VIP-Zelt des Plauschturniers. Als Eishockeyfan und SF-Sport-Konsument muss man sich den Spenglercup auch fast antun, schliesslich verbrät SF-DRS einen wesentlichen Teil des Eishockey-Budgets in Davos. Und damit möglichst viele Leutschenbächler teilnehmen können, gibt's dann wieder Hintergrundreportagen, eine neutrales Interview mit dem Davoser Fremdenverkehrsdirektor, die schönsten Plätze in Davos gezeigt von Richi Bucher, Davos wie es kifft und säuft gezeigt von Guggisberg & Co. sowie die schönsten Verschwörungstheorien von und mit Arno del Curto.

    Der Spielplan wird sicher wieder vorsehen, dass das stärkste Team (ausser den Kanadiern) direkt nach einer 15-stündigen Busfahrt auf die Davoser trifft. Einfach alles wie immer....
    :wink:

    Von Slapshot.ch kopiert:
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    Shedden rastet aus

    EVZ-Trainer Doug Shedden war nach dem Spitzenkampf gegen Davos nicht mehr zu bremsen. Der EVZ-Coach schoss scharf Richtung HCD, nachdem die Davoser Tallarini und Joggi EVZ-Akteure niedergestreckt hatten. Vor der versammelten Medienschar fluchte Shedden: "Arno del Curto hat gelacht, als Blaser regungslos am Boden lag. Was bildet dieser Kerl sich ein? Diese Leute haben keinen Respekt. Was sind das für Arschlöcher?" Dann nahme er sich auch noch die Spieler vor: "Joggi und Forster sind dreckige Spieler. Vielleicht müsste die Liga sie mal für 20 Partien sperren, damit sich etwas ändert."

    Auf den NLA-Einzelrichter dürfte in diesen Tagen einige Arbeit zukommen. Mittlerweile ist auch Blasers Verletzung bekannt: Der Abwehrspieler zog sich eine schwere Gehirnerschütterung zu und wird bis auf weiteres im Unispital Zürich zur Überwachung bleiben. Sein Zustand ist stabil.
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    Ist zwar im Prinzip schön, wenn die Wogen und die Emotionen etwas hochgehen, wenn aber dabei Spieler ernsthaft verletzt werden, hört der Spass auf. Das es dabei nicht erst seit gestern vorallem im Zusammenhang mit dem HCD zu solchen Vorfällen kommt, ist kaum nur Zufall. Ob AdC nicht bewusst ist, was es für einen Einfluss auf die teils simplen Gemüter seiner Spieler hat, wenn er sich aufführt wie Rumpelstilzchen, oder ob das Ganze System hat, ist mir nicht klar.

    Ich kann mich beispielsweise nicht erinnern, dass Forster in seiner Zeit beim ZSC so oft in Tätlichkeiten mit Verletzungsfolgen verwickelt war, wie er es nun beim HCD ist. Auf slapshot.ch werden in einem Kommentar nur gerade einige der bekanntesten bzw. Vorkommnisse geschildert: SCB-Verteidiger Olausson musste nach einer Tätlichkeit von Frédéric Rothen(damals beim HCD) die Milz notfallmässig entfernt werden / McKim ist nach einem Check von hinten von Miller invalid / das sackgrobe Foul von Forster am Plauschturnier in Davos gegen einen Kanadier (glaub einer von Lugano..), welches eine Wirbelfraktur zur Folge hatte usw. usw., während dieser Saison war Forster glaub ich auch schon gesperrt, der Langnauer-Intelligenzbolzen Joggi spricht - wie gesehen - auch "gut" an auf die Motivationskünste von AdC....

    Könnten noch sehr emotionale Play-off's geben, wobei zu hoffen bleibt, dass es keine weiteren Invaliden oder Karriereenden geben wird.

    Würde mich allerdings nicht gross erstaunen. Sein Salär ist exorbitant, das Preis/Leistungsverhältnis stimmt seit einigen Jahren nicht mehr so ganz. Dazu letztes Jahr eine kaum heilende Verletzung (Adduktoren, Leisten) in einem für Hockey-Spieler kritischen Bereich, dieses Jahr verletzt oder aber nur phasenweise auffällig - es kommt eines zum anderen.

    Und - man mag darüber zwar lachen - aber auch beim SCB wächst das Geld nicht auf den Bäumen und besteht (offiziell) ein Sparauftrag. Gehe mal davon aus, dass Dubé mindestens zu gleichen Konditionen eine Art "Rentenvertrag" wollte, und dies dem Klub 1ens zu teuer und 2ens zu unsicher war. Bei Fribourg hätte er nun immerhin noch einen 3-Jahresvertrag im Salärbereich von Sprunger, gerade verhungern wird er also auch an der Saane nicht. Zudem kann er in seiner Hütte bei Bern wohnen bleiben, was seine Entscheidung wesentlich beeinflusst haben dürfte.

    Allerdings müsste Sportchef Leuenberger dann mal bei den Ausländern etwas reissen, bzw. McSorley eine schöne Vermittlerprämie in Aussicht stellen.

    Witzig ist vorallem, dass praktisch jeder Fan der festen Überzeugung ist, K.Z. schreibe vorallem über seinen Lieblingsverein immer nur negativ, verbreite Unwahrheiten etc.

    Dabei muss K.Z. einfach mit dem Vorlieb nehmen, was serviert wird. Ein Festessen, wenn's bei Klubs mit grosser Fanbasis nicht läuft. Es gibt wohl kaum eine Fanpage, auf welcher in solchen Situationen dann nicht die Kolumne von K.Z. gepostet wird.... meist nur Minuten nachdem der Text bei 20Min bzw. früher bei slapshot.ch offiziell publiziert worden ist.

    Mit seinen wahrscheinlich bewusst provozierenden und polemisierenden Texten "bedient" er offenbar ein gewisses Bedürfnis nach Skandalen und Spektakel, welches die "seriösen" Sportjournalisten nicht abdecken. Und er erreicht immerhin, dass über sein "...Wesen und Wirken..." (eine seiner neuen Lieblingsfloskeln) in allen (deutschsprachigen) Eishockey-Pinboards der NLA mit viel Emotionen diskutiert wird.

    Lugano lässt 3 Spieler daheim
    Montag, 25. Oktober 2010, 14:27 Uhr - Maurizio Urech

    Der HC Lugano hat die Spieler Timo Helbling , Oliver Kamber und Raffaele Sannitz nach der 1:9-Pleite in Langnau aus disziplinarischen Gründen vom Kader für das morgige Spiel gestrichen.
    Die drei Spieler erhalten damit die Quittung für die Leistungen in den letzten Spielen und dürfen morgen nicht zum Auswärtsspiel beim HC Fribourg-Gottéron mitreisen.

    An ihrer Stelle werden die Nachwuchsleute Grassi und Bertaggia voraussichtlich in einer Linie mit Jörg spielen. Genoway wird wohl auf die Tribüne müssen, da wohl Nummelin und Popovic spielen werden.

    Helbling war nicht erfreut über die Massnahme während dem Training und es gab offenbar eine kleine Auseinandersetzung mit Flavien Conne sowie als der Trainer Philippe Bozon eingriff auch ein Disput mit dem Trainer.

    ....also Nolan muss ja eigentlich nur die Scheiben reinschieben, welche die anderen vor lauter Eifer vor dem Tor liegen lassen. Richtig eingesetzt - d.h. ohne grosse Laufarbeit - kann's evtl. was werden. Ohne deutliche Steigerung der arrivierten Kräfte im Team wird es aber trotzdem nicht gehen.

    Klaus Zaugg könnte aber schon morgen ganz genau begründen, weshalb es mit Gustafsson und dem ZSC nie gut gehen konnte. Spielt aber eigentlich keine Rolle, ein Trainerwechsel - ganz egal zu welchem Trainer - gibt einem Team immer einen gewissen Ruck. Das genügt ja oft schon, damit der Knoten platzt.

    W. Frey ist ja scheints kein Freund von Trainerentlassungen. Zudem dürften Zahner/Salis nicht erst gestern einen "Sparauftrag" erhalten haben, was evtl. ein Grund dafür ist, dass man in der Offensive keinen ausländischen Knaller eingekauft hat, sondern beim "günstigen" Down geblieben ist. Welcher sich ja letzte Saison nicht schlecht gemacht hatte.

    Wie in Bern können die Verantwortlichen beim "Z" auf die ebenso hochkarätige wie kostspiele "Schweizer Prominenz" im Kader verweisen. Und sowohl in Bern als auch in Zürich (aber auch in Genf) sind vorallem die CH-Spieler in den oberen Lohnklassen ihrem Ruf (...oder wohl eher ihrem Salär...) noch nicht wirklich gerecht geworden.

    Nach alter Väter Sitte stehen aber in erster Linie Trainer und Ausländer in der Kritik, währenddem dies bei den Grossverdiener mit CH-Pass nur marginal der Fall ist. Wohl deshalb, weil man weiss, dass dort die Alternativen ebenso rar wie teuer sind.

    Zitat von Messier

    Investitionen über 600'000 Franken um sich zu verstärken :rofl:

    ....ja, vorallem wenn man den "Erfolg" des SCB in diesen Spielen anschaut... den können sie sich wohl definitiv abschminken. Wenn aber der Posten mit dem Preisgeld durchkommt, wird's für den IIHF eher kritisch, denn dann kommen die restlichen Klubs natürlich auch.

    Dicke Post

    Der SCB macht Ernst und verklagt den Internationalen Eishockey-Verband
    Der SC Bern hat am Donnerstag vor dem Sportgericht in Lausanne wegen des Ausfalls der Champions Hockey League Schadenersatz von 1,2 Millionen Franken eingeklagt. Setzt er sich durch, löst das eine Lawine aus.

    Daniel Germann

    Die Champions Hockey League überdauerte nur den Winter 2008/09. Die Aufarbeitung des gescheiterten Wettbewerbs dauert bedeutend länger und droht für den Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) zum Fiasko zu werden. Der SC Bern hat am Donnerstag beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne (TAS) die Einleitung eines Verfahrens beantragt. Folgt der TAS der Argumentation der Berner, wird sich die IIHF wegen Vertragsbruch verantworten müssen. «Das Gericht soll entscheiden, ob man Verträge einfach zerreissen kann», sagt Marc Lüthi, der CEO des SC Bern.

    600 000 Franken Investitionen

    Lüthi hatte in den vergangenen Monaten bei der IIHF erfolglos eine Entschädigung eingefordert. Nun zieht er den Streit vor ein Schiedsgericht. Lüthi reklamiert das ausgefallene Preisgeld in der Höhe von 400 000 Euro, das dem SCB für die letzten beiden Jahre gemäss dem Vertrag vom 22. April 2008 zugestanden hätte. Zudem macht er Personalinvestitionen von 600 000 Franken geltend, die der Klub im Zusammenhang mit der Champions Hockey League getätigt habe. Inklusive Zinsen beläuft sich seine Forderung auf rund 1,2 Millionen Franken.

    Zumindest die Personalkosten stehen auf wackligen Füssen. Für den SCB dürfte es schwierig werden zu belegen, dass er nur wegen der Champions Hockey League in sein Kader investiert hat. Die Forderung nach dem Preisgeld hingegen wird gestützt durch das «Champions Hockey League Agreement» vom April 2008. In diesem garantiert die IIHF über die nächsten drei Jahre ein Preisgeld von 10 Millionen Euro. Und was bei einer rechtlichen Beurteilung möglicherweise noch von Relevanz werden wird: Unter Punkt 4.2 der Vereinbarung verpflichtet sich der internationale Verband, eine Versicherung abzuschliessen für den Fall, dass der Anlass verschoben oder ganz abgesagt werden muss.

    Der IIHF-Generalsekretär Horst Lichtner sagt, die besagte Klausel sei eine Absicherung für Verpflichtungen gegenüber den Fernsehpartnern gewesen. Von der Berner Klage hatte er bis zum Donnerstag nicht offiziell gehört. Entsprechend wollte er sich auch nicht konkret äussern. Er sagte nur: «Wir arbeiten weiterhin an einer zukunftsorientierten Lösung. Falls es tatsächlich eine solche Klage gibt, hilft sie niemandem.» Der Präsident René Fasel war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

    Die IIHF hatte im Winter 2008/2009 17 Millionen Euro in die Champions Hockey League investiert. Nach nur einem Jahr aber war der Klubwettbewerb bereits wieder eingestellt worden, weil die russisch-schwedischen Investoren ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnten und sich zurückzogen. In einem Settlement Agreement verzichteten die involvierten Ligen aus der Schweiz, Schweden, Finnland, Deutschland, Tschechien und der Slowakei auf finanzielle Forderungen gegenüber der IIHF, verlangten im Gegenzug aber eine Entschädigung von 200 000 Euro für die direktqualifizierten Klubs. Die IIHF akzeptierte diese Bedingung zwar nicht, stellte aber einen Betrag von 1,6 Millionen Euro als Entschädigung in Aussicht, falls sich die Ligen dem Vorschlag einer Nachfolge-Lösung anschliessen würden. Diese scheiterte wegen der langen Dauer, für die sich die Klubs hätten verpflichten müssen. Damit wurde auch das Settlement Agreement hinfällig.

    Davos wartet ab
    Seither sucht die IIHF einen Ausweg aus der verfahrenen Situation. Bisher hat sie aber noch keinen Vorschlag präsentiert, der auf breite Zustimmung stösst. Nun bringt der SCB mit der Klage einen Prozess in Gang, der für den Verband verheerende Auswirkungen haben kann. Der Anwalt der Berner steht in Kontakt mit den tschechischen Klubs, die vom Ausfall der Champions Hockey League betroffen sind und ebenfalls eine Klage erwägen. Aus Deutschland haben die Eisbären aus Berlin signalisiert, sich anzuschliessen. Und auch die schwedischen Vereine erwägen rechtliche Schritte. Für den HC Davos ist die Situation heikler. Wegen des Spengler-Cups ist der Klub auf den Goodwill der IIHF angewiesen. Der HCD-Vizepräsident Gaudenz Domenig sagt deshalb: «Wir verfolgen die Angelegenheit genau und werden im Falle eines Urteils Gleichberechtigung reklamieren.» Der erste Stein rollt. Welchen Schaden er anrichtet, ist nicht absehbar.
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    Bringt wohl nicht viel, ausser Ärger. Andererseits sind beim IIHF halt schon Amateure am Werk, welche die vorläufig beerdigte CL offensichtlich mit einem Grümpelturnier verwechselten und gegenüber den Geldgebern keinerlei Absicherungen besassen.

    Ambri hat auch immer stark von seinen meist überdurchschnittlichen Ausländern gelebt. Allgemein sind die Ausländer in der NLA aber nicht mehr so dominant wie noch vor 10-15 Jahren, bzw. der Abstand zwischen guten CH-Spielern und Ausländern ist kleiner geworden. Die Ausländer können's somit heute nicht mehr alleine richten. Das gestrige Spiel darf man (hoffentlich) nicht als repräsentativ für Ambri nehmen, da war weder von Schweizern noch von Ausländern etwas zu sehen.

    ....schon die Frage, was Laporte genau falsch gemacht hat, dass ihn die Fans derart hassen. Was erwartet man denn genau bei einem Verein, welcher Jahr für Jahr mehr ins Hintertreffen gerät? Wahrscheinlich wird den leidgeprüften Ambri-Anhängern langsam bewusst, dass der Verbleib in der NLA jede Saison mehr gefährdet ist. In den letztjährigen Play-out's hat man sich immerhin frühzeitig ans Ufer retten können. Allerdings ist Ambri nun selbst gegenüber den anderen Kellerkindern aus Biel und Langnau ins Hintertreffen geraten.

    Wäre zwar schön, wenn solche Trainer den ab und an etwas bequemen Herren in der geschützten Werkstatt "CH-Eishockey" Feuer unter dem Hintern machen würden. Nur funktioniert es nicht, weil die Voraussetzungen bei uns völlig anders sind.

    Musste Keenan jemals in seiner Karriere seine Leistungsträger hätscheln, damit sie in einem Spiel "parat" waren? Solche Luschen scheitern dort bereits so früh, dass sie der Chefcoach erst gar nicht zu Gesicht bekommt. Wer nicht in jedem Training und in jedem Spiel alles gibt, findet sich im Farmteam wieder. Dieser Druck ist hierzulande weitgehend unbekannt, und die labilen Pflänzchen gehen sofort ein, wenn die Atü's ansteigen. Alternativen hat der Coach - ausser für viel Geld auf den Ausländerposten - praktisch keine, das "my way or the highway" ist die absolute Ausnahme.

    Die Gedankengänge sind aber stets die gleichen. Ist ein Team nicht erfolgreich und erweckt einen nicht ganz so eifrigen Eindruck, will man die Herren mit einem "harten Hund" strafen. Funktioniert hat es meines Wissens noch nie. Spontant kommen mir da der Alpenvulkan Zach beim ZSC oder Boxmeer bei Bern in den Sinn. Beiden eilte der Ruf als "harte Hunde" voraus, beide scheiterten letztlich, weil die NLA eben nicht die NHL ist.

    Ist wohl ein allgemeines Phänomen, welches aber natürlich vor allem im Fussball und - wenigstens in der CH - auch im Eishockey auffällig ist. Immerhin ist man bei den Klubs zur Einsicht gelangt, dass es den "Fan" auch braucht. Denn auch die Eventbesucher, VIP's und Cüplitrinker wollen ja schliesslich, dass an einem Match etwas läuft.

    Das stetig grösser werdende Drumherum an den Spielen ist aber schon langsam nervtötend. Vor dem Spiel muss so ein unsäglicher Animations-Schreihals auf dem Eis die Fans "heiss" machen, dann stacksen die Jungfrau-Cheerleaders auf's Eis, und nun wird neuerdings nicht nur der beste Spieler, sondern auch noch das schönste Tor des Spiels gewählt und mit einem Geschenk gewürdigt, übergeben "....vom Geschäftsführer von Hobelmann & Söhne, der herausgeführt wird im neuen Peugeot 847 mit innenbelüftetem Ölabscheiderli..." usw. usw.

    Nächstens wird nun wohl das gröbste Foul prämiert, gesponsort von der Knochenchirurgie der Privatklinik XY....

    Zitat von Rangersfan

    Ich wuensche mir Simon Schenk als GM, er hat den Z vom Schwanzclub zum Meister gebracht, versteht das CH Eishockey wie kein Zweiter und hat den noetigen Abstand und Respekt.

    S. Schenk wurde hier seinerzeit auch genauso in die Pfanne gehauen, wie jetzt Salis, als es damals mit der teuer zusammengestellten Mannschaft (1es Jahr im neuen HaSta) nicht laufen wollte...

    Die Transfers von Salis auf diese Saison hin sind für mich eigentlich nachvollziehbar. Die "Künstler" Bärtschi, Monnet und Wichser wurden mit Chrampfer und Hammertransfer Ambühl (ist für mich nach wie vor ein Hammertransfer...) veredelt, welcher mit Monnet an der WM für Furore sorgte. Blaine Down und Pittis haben sich in der letzten Saison als Torschützen ebenfalls bewährt. Punkto Kunst und Torgefährlichkeit kann man Salis m.E. keine Versäumnisse nachweisen. Dass man angesichts der vielen erhaltenen Tore in der letzten Saison 2 Ausländer mit durchaus achtbaren Referenzen in der Defensive beschäftigt, ist ebenfalls logisch. Die Transfers von Paterlini und Ziegler kann man eher diskutieren, aber wenn Kampf und Chrampf und etwas "böses Hockey" gefragt ist, na gut. Nur darf man halt von den beiden keine konstruktiven Beiträge zum Spielgeschehen erwarten. Aber für das gibt's ja eine Reihe von ausgewiesenen Spezialisten (siehe oben).

    Summa summarum habe ich als halbwegs objektiver "Aussenstehender" nicht den Eindruck, dass man Salis nun grosse Vorwürfe machen kann.

    Wie es kommt, dass sich qualitativ sehr gute Teams derart in die Krise spielen können, wird wohl nie so ganz eindeutig zu beantworten sein. Zumal die Krise dann aus ebenso schwer nachvollziehbaren Gründen plötzlich wieder vorbei ist. Der Z ist da nicht der erste und sicher nicht der letzte Fall.