Beiträge von Iceman

    Diese Saison hat man beim SCB definitiv nichts in irgendwelchen Play-off's verloren. Letzte Saison konnte man in der Marathon-Phase Boden gutmachen, dieses Mal würde dies auch ohne Grippe und Covid bzw. dem Motto "Jugend forscht" schwierig. Mit etwas Glück könnte es zwar reichen, um sich vor Ambri zu halten, aber wirklich verdient hätte man es nicht. Und in den Pre-play off's wäre der Spass wahrscheinlich schnell vorbei, ergo entgehen einem auch nicht Unsummen an Einnahmen. In Bern sind glaub' alle froh, wenn die Saison ad acta gelegt werden kann. Gottseidank laufen diverse Verträge aus, das bietet wenigstens gewisse Korrekturmöglichkeiten, zudem konnten Blum und Rüfenacht auf kommende Saison ersetzt werden. Bei beiden Langzeitverletzten ist die Wahrscheinlichkeit klein, dass sie zurückkehren oder an ihre guten Tage anknüpfen könnten. Das Aufräumen dürfte aber noch etwas dauern, denn Leute wie z.B. Praplan wird man kaum vor dem bitteren Ende (Frühling 2023) los.

    Personen - ob Trainer, Spieler, Sportchefs oder Funktionäre - werden bei mySport fast nie kritisiert. Zumal die meisten Studiogäste "zum Teig" gehören und von zu kritisierenden Dingen profitieren oder andere Mitgliedern der "Teig-Zunft" nicht brüskieren oder ihnen vor Privilegien stehen wollen. Neben den Spielanalysen schlängelt man sich deshalb auch dort um die heissen Eisen herum - Omertà eben....

    Es wurde das Meiste schon gesagt zu dem Fall, aber für Klubs, Spieler und Verband ist es einfacher, zumindest offiziell so zu tun, als ob nichts wäre. Dass es inoffiziell vermutlich etwas anders tönt, ist nicht erstaunlich. Fischer hat aber sein ganzes Konzept auf Harmonie nach allen Seiten gebaut, und ist in einem steten Eiertanz damit befasst, nirgends gross anzuecken. Im Falle von Herzog hätte er nun Tacheless reden bzw. Ross und Reiter benennen müssen, was er vermutlich noch nie getan hat als Nati-Coach. Er hätte Herzog an den Karren fahren müssen, und gleichzeitig auch gewissen Exponenten des EV Zug, welche seltsamerweise ihren Spieler einer "Hexenjagd" ausgesetzt sahen nach dessen letzter Entgleisung diese Saison. So etwas scheut Fischer aber wie der Teufel das Weihwasser, denn wer weiss, der eine oder andere könnte einem in ein paar Jahren ja evtl. irgendwo zu einem hochdotierten Job verhelfen. Mit den Figuren, die hierarchisch oberhalb von Fischer stehen, braucht man gar nicht erst zu rechnen. Es wäre in erster Linie deren Pflicht, Fischer auf so etwas aufmerksam zu machen, und sogar öffentlich hinzustehen und zu kommunizieren, weshalb man sich entschieden habe, Herzog nicht mitzunehmen. Es würde sich in diesem Falle ja nicht um eine sportliche Entscheidung handeln, sondern um eine "erzieherische", welche nicht dem Nati-Trainer obliegt. Fischer hätte so den "good guy" spielen und auf das "Machtwort" eines höhergestelltn Funktionärs verweisen können.

    Aber eben, die Sache ist längst gegessen, und man will möglichst Gras darüber wachsen lassen. Es ist halt einfacher, ein paar Faltblätter zu drucken und damit den Nachwuchstrainern einzuschärfen, bei ihren Buben den "Respect" Slogan ins Gehirn zu pflanzen. Oder in den Stadien ein paar Videoclips laufen zu lassen. Das ist ungefähr so, wie wenn Politiker bei China-Besuchen sagen, man hätte über Menschenrechte gesprochen.

    Der Typ hat schon einen unglaublich präzisen Schuss, aber auch den Riecher dafür, wo er stehen muss. Dass er vom Gegner "bewacht" und unzimperlich angegangen wird, gehört natürlich dazu. Damit konnten andere Kunstschützen mit Torriecher aus unserer Op...tten-Liga bei ihren Gehversuchen in Übersee nicht umgehen.

    Habe ich auch so verstanden - die Liga könnte ihren Vertrag gegenüber Sponsoren, Pay-TV etc. gar nicht einhalten, wenn in der Pause gespielt würde, aber keine TV-Übertragung möglich wäre. Das wäre sogar so, wenn - rein theoretisch - das Hockey an der Olympiade abgesagt würde, und die Spieler daheim hocken würden. Die Produktionsgesellschaft des Farbfernsehens Leutschenbach wäre so oder so "abwesend", und andere mit den benötigten Kapazitäten gibt es wohl kaum.

    Die Schiris haben sich sicher nicht mit Ruhm bekleckert, und Haas hätte für das Foul an Thomas mit Verletzungsfolge auch unter die Dusche gehört. Der eine fehlt dann halt, der andere schiesst dass entscheidenden Tor. Nach dem Motto: Hast Du Scheisse am Schlöf, hast Du Scheisse am Schlöf. Wer aber wie der SCB 3:0 führt, und danach in der Defensive derart versagt, muss schon froh sein, dass es überhaupt einen Punkt gegeben hat. Aber aus irgendeinem Grund ist der EHCB - zumindest nach Klaus Zaugg - ja auch ein Titel-Geheimfavorit, und der SCB auf einem Jahrzehnte-Tiefpunkt. Dass Biel trotzdem 7 Tore kassiert, müsste aber ein einmaliger Ausrutscher gewesen sein, denn ansonsten wären Sorgen um den Geheim-Favoriten Status angebracht. Solches "Pausenplatz-Hockey" würde in den Play-off das frühe Saisonende bedeuten.

    Hofmann hat sich doch gar nie wirklich auf das Noramerika-Abenteuer eingelassen. Mit den Jahren wird es immer schwieriger, sich wirklich zu "verpflichten". Da sind Frau oder Freundin, welche sich aus verschiedenen Gründen nicht einfach aus der Schweiz verabschieden können oder wollen. Und natürlich auch eine Art "Wohlstandsverwahrlosung" - die Bereitschaft, sich durchzubeissen sinkt, wenn man jederzeit für Rekordgagen ins gemachte Nest in der CH zurückkehren kann. Und dass die in unserer Liga starken Techniker dann doch nicht ganz so gut sind, um auch in der NHL in den ersten beiden Linien eingesetzt zu werden, wo sie ihre Stärken eher zeigen könnten, ist nichts neues.

    Was die Situation beim EVZ anbelangt, so wird es am Geld nicht scheitern, selbst wenn Mäzen Strebel tatsächlich nicht direkt Geld an die 1e Mannschaft überweist. Aber einerseits übernimmt Strebel Projekte und Kosten, welche andernorts vom Klub getragen werden müssen, und wo in Zug entsprechende Mittel "frei" bleiben. Andererseits gibt es auch in Zug neben Strebel noch Gönner, welche dies und das finanzieren. Je nach Vertrag wird man Columbus noch etwas Geld (es wurde glaub eine Art Ablöse an Zug bezahlt) zurückerstatten müssen, ansonsten wird es von dort kaum Widerstand oder mehr als eine Randnotiz geben.

    ziemlich striktes Regime in Ambri:

    http://www.hockeyfans.ch/news/meldung/53516

    v.a. dieser Abschnitt:

    • Alle Verpflegungsstände, auch die auf den Tribünen, bleiben geschlossen. Der Konsum am eigenen Platz wird nicht mehr möglich sein.
    • Getränke sind nur mit Tischbedienung und ausschliesslich in den Restaurants des Stadions (Osteria Valascia, Ristorante Biancoblù, Ristorante 1937, Fondue Lounge, Dine&View) und in den VIP-Lounges möglich. Take-away ist nicht erlaubt.

    Bei allem Verständnis für Vorsicht: Aber der Aufenthalt in einem - üblicherweise gut ge- bzw. überfüllten - Stadionrestaurant ist doch viel riskanter bezüglich Ansteckung als beispielsweise die Konsumation am eigenen Platz. Dass man sich dort - insbesondere auf den Stehplätzen - nicht in Gruppen gegenseitig lauthals unterhält und dementsprechend mit Viren eindeckt, sollte auch klar sein. Allerdings muss man nach 2 Jahren Pandemie leider feststellen, dass der dümmste Teil der Bevölkerung noch immer nicht begriffen hat, wie sich das Virus ausbreitet, und was man besser tut oder eben nicht tut.

    Was in den (gewohnt einseitigen...) Analysen von Klaus etwas untergeht ist die Tatsache, dass neben dem Spengler Cup noch eine Gruppe Geldgeber (Kristall Club) den anderen wesentlichen Teil des Budgets stemmt. Von den ansonsten im Durchschnitt anwesenden Zuschauern könnte man vermutlich knapp das Stadion bezahlen, wenn dieses nicht praktisch gratis vom Kurverein oder so zur Verfügung gestellt würde. Deshalb wäre es vor ein paar Jahren alle sehr gelegen gekommen, wenn - dank Olympiade - das Stadion auf "Olympiabudget" saniert worden wäre.

    Letztlich ist es aber keine grosse Überraschung, dass in einer solch peripheren Lage wie Davos ein Proficlub nicht anders finanziert werden kann. Und dies - im Gegensatz zu anderen Klubs mit ähnlichen Voraussetzungen - relativ grosszügig.

    Ob der SC gestartet werden kann, und wie lange er dauern wird, hängt von den Ansteckungen in den beteiligten Teams ab. Die hochansteckende Omikron-Variante dürfte sich - wenn es ein Team trifft - so schnell verbreiten, dass man mit einer Quarantäne für einzelne Spieler nicht mehr weit kommt. Dann droht bald einmal der Übungsabbruch.

    Die Absage kommt nicht wirklich überraschend. Selbst mit regelmässigen Tests ist da nicht viel zu machen, bzw. kann zumindest die neue, (noch) ansteckendere Variante des Virus nicht "draussen" gehalten werden. Gerade halbtäglich werden die Tests ja auch nicht gemacht. Bei der "alten" Variante hätte es möglicherweise 2-3 Spieler getroffen, welche man noch einzeln hätte isolieren können. Mit Omikron hat es nun halt 3/4 der Garderobe.

    Dürfte eine verkürzte Meisterschaft geben, und ob die Welle bis Peking soweit abklingt, das olympische Spiele realistisch sind, ist ebenfalls fraglich.

    ....in der Hektik konnte man vermutlich keine Abänderung des Kantonswappens (Tiger statt Bär) mehr durchdrücken, um auf die geschundenen Seelen der Lokalpatrioten Rücksicht zu nehmen. Und um ein "neutrales" Trikot auszutüfteln fehlte die Zeit. Vor allem die Kritik in Langnau (nicht nur an der Teilnahme am SC, sondern sonst noch an diesem und jenem) hat ihre Ursache - wenig erstaunlich - in einer allgemeinen Unzufriedenheit mit dem lokalen Hockey. Beim SCB und in Biel sind die Meinungen in den Fanforen auch geteilt. Letztlich wird aber bei den aufgebotenen Spielern deutlich, dass die 3 Sportchefs schon darauf geachtet haben, ihre Leistungsträger möglichst zu schonen, auch wenn dies keinem durchgehend gelang.

    Ob der SC gestartet werden kann, und wie lange er dauern wird, hängt von den Ansteckungen in den beteiligten Teams ab. Die hochansteckende Omikron-Variante dürfte sich - wenn es ein Team trifft - so schnell verbreiten, dass man mit einer Quarantäne für einzelne Spieler nicht mehr weit kommt. Dann droht bald einmal der Übungsabbruch.

    Das realistische Szenario ist, dass auch die teilnehmenden Teams bis nächsten Sonntag mit Ansteckungen und Quarantäne konfrontiert sein werden, und dass der Plausch in den Bergen zu Ende sein wird, bevor er richtig angefangen hat. Der Festtagstrubel wird die Ansteckungsrate noch zusätzlich befeuern. Die Organisatoren können jetzt noch Ersatzteams rekrutieren, aber dass geht auch nur noch bis zum Zeitpunkt "X".

    Es dürfte nicht nur beim Spengler-Cup bleiben, der so langsam Omikron zum Opfer fällt. Auch in der Meisterschaft werden sich die Verschiebungen und Ausfälle häufen, da das neue Virus ansteckender ist. Selbst wenn der Krankheitsverlauf im Durchschnitt weniger gravierend sein sollte, dürfte dies kaum ins Kalkül der Quarantänen, Verschiebungen etc. einfliessen.

    Noch apropos Schelling: Lüthi hat - wie zuvor auch schon und mit Rücksicht auf Schelling - nicht die ganze Wahrheit gesagt bzw. nur soviel, dass die ehemalige Sportchefin nicht unnötig schlecht wegkommt. Es war nicht unbedingt die "Unerfahrenheit", die ihr zum Verhängnis geworden ist. Denn dass sie als Sportchefin noch keine Erfahrung hatte, wusste man tatsächlich schon vor ihrer Anstellung. Die haben sowieso die wenigsten Sportchefs, welche ihr Amt antreten. Ausser man nimmt schon einen "angelernten" wie der ZSC. Bei Schelling kam zur Unerfahrenheit noch dazu, dass sie tage- und teiweise wochenlang für Spieler und Agenten nicht zu sprechen war, obwohl nach den übichen Gepflogenheiten deren Zukunft hätte geregelt werden müssen. Wenn man gleichzeitig von anderen Klubs umworben wird, sind die Konsequenzen klar.

    Am Spenglercup geht der mit dem Spiele verschieben kaum. Da dürfte diese Veranstaltung von der steigenden Viren-Dynamik noch ziemlich ausgebremst werden. Ausserhalb des SC: Wenn die Ansteckungen wieder zunehmen ist es unwahrscheinlich, dass die Hockeyteams verschont werden. Scheint wieder mühsam zu werden.

    Bei dieser "statischen" Betrachtungsweise wird S.L. Unrecht getan. Und auch bei Chatelain müssen gewisse Faktoren berücksichtigt werden.

    Ich masse mir nicht an, die absolute Wahrheit zu kennen, aber das Team, welches die erfolgreiche SCB-Dekade von 2009 - 2019 prägte, wurde im wesentlichen von Leuenberger zusammengestellt, oder es wurden die Kontakte für gute Transfers unter Leuenberger geknüpft. Deshalb sind die Titel zu einem sehr grossen Teil noch seiner Arbeit zu verdanken.

    Chatelain hatte die undankbare Aufgabe, zwar nicht gerade als "Konkursverwalter" zu amten, aber mit seinem Stellenantritt wurde ihm mitgeteilt, dass man sich eine solche Mannschaft nicht (mehr) leisten könne. D.h. Abgänge wie Bodenmann, Genoni etc. konnte er nicht gleichwertig ersetzen. Dank der finnischen Jalonen-Schablone funktionierte das SCB-Spiel dann aber auch mit verminderten Skills auf dem Eis. Chatelain konnte deshalb Spieler holen, welche nicht mehr auf dem Höhepunkt der Karriere standen, und/oder deren Qualität darin bestand, die taktischen Anweisungen punktgenau auszuführen.

    Letztlich wurden oder werden aber - unter Ausblendung der Hintergründe - beiden Sportchefs auf die eine oder andere Weise "Unrecht" getan. Wobei sich Chatelain schon zuviele Blackouts geleistet hatte, u.a. bei den Ausländern. Immer etwas unklar blieb oder bleibt, wie "frei" er entscheiden konnte, und wie viel ihm Jalonen / Lüthi dreinschwatzten. Abgesehen vom gekürzten Budget.

    Auf die paar Wochen bis zum 31. Dezember kommt's jetzt auch nicht mehr an, da würde ich in jedem Fall abwarten, dass Grönborg von sich aus geht, falls an den Gerüchten mehr dran sein sollte. Sonst läuft man Gefahr, dass der Lohn weiter gezahlt werden muss. Etwa wenn Grönborg - mit dem ZSC-Lohn im Rücken - auf die Idee käme, sich nach dem Stress in Zürich noch eine Auszeit zu gönnen, und die neue Stelle erst auf die neue Saison hin anzutreten.

    Noch zu Sven Leuenberger: Es stimmt, dass er in Bern auch in Dauerkritik stand, nur gehört(e) das etwas zum Programm. Der Objektivität zuliebe muss man allerdings anmerken, dass er vor allem zu Beginn seiner Sportchef-Karriere Fehler machte beim Zusammenstellen der Mannschaft. Er schätzte vermutlich die Regelverschärfungen falsch ein und stellte eine wahre "Elfentanz-Truppe" zusammen. Und so dominierten Dubé / Gamache mit Rüthemann zusammen die Quali fast im Alleingang und spielten rekordverdächtige Vorsprünge heraus, um dann aber in den Play-off's regelmässig zu versagen. Bis Lüthi dann notgedrungen das Budget genehmigte, um vom Elfentanz- zurück zum Play-off Hockey zu kommen. Mit einem finanziellen Effort wurde dann die Basis für den Titel mit Larry Huras gelegt, und diese Basis - mit der einen oder anderen Ergänzung - trug den SCB über 10 Jahre mit 5 Titeln bis 2019. Kurz und gut, Leuenberger brauchte seine "Lehrjahre", machte dann allerdings keinen schlechten Job. Bei einem anderen Klub wäre er wegen seines "Anfängerfehlers", bzw. weil das Geld für die Korrektur gefehlt hätte, vermutlich entsorgt worden. Angesichts der seither gestiegenen Kosten würde eine solche kurzfristige Korrektur aber heute in Bern auch nicht mehr drinliegen.

    Was SL gut gemacht hat in Bern war, dass er ein Auge für "Charakterspieler" hatte - die waren zwar nicht gerade Virtuosen, aber wenn es hart auf hart ging, konnte man sich auf sie verlassen. Man hatte vom Können her nie die besten Spieler, aber diese ergänzten sich dafür optimal. In Zürich habe ich etwas den Eindruck, dass die Möglichkeiten bei der Mannschaftszusammenstellung evtl. fast "zuviel" sind und einen Sportchef zu einem talentmässigen "Overkill" - oder müsste man eher sagen "Over-Skill" - verführen. Mit der Konsequenz, dass das vor Talent strotzende Team die PS nicht auf die Rennstrecke bringt, mit den bekannten, hier schon zur Genüge analysierten Folgen.